Chronik 1969 - Neil Armstrong betrat den Mond

Der SPD-Politiker und neue Bundeskanzler Willy Brandt bemühte sich um eine entspannte Außenpolitik gegenüber der DDR und dem Ostblock, kaum dass er am 28. September die Wahl gewonnen hatte. Diese Ziele hatte er in einer Regierungserklärung formuliert. Ein weltbewegendes Ereignis hatte die Menschen in Erstaunen versetzt. Am 20. Juli landeten zum ersten Mal Menschen auf dem Mond. Einen Tag später betrat ihn der erste Erdenmensch – Neil Armstrong, der amerikanische Astronaut der Mission Apollo 11 sprach die legendären Worte: „DasMondlandung 1969 ist ein kleiner Schritt für den Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit.“ Sein Astronauten-Kollege Buzz Aldrin betrat kurz nach Armstrong den Mond. Wenige Monate später, am 19. November, war es wiederum ein Amerikaner, der im Rahmen der Mission Apollo 12 den Erdtrabanten betrat: Charles Conrad, der dritte Mensch auf dem Mond. Die Amerikaner waren in einem Rausch der Begeisterung und die Welt jubelte mit. Wie laut der Jubel in der Sowjetunion war, ist nicht überliefert. Doch die überschwängliche Hysterie, die das „Woodstock Music and Art Festival“ auslöste, ist dokumentiert. Das Festival dauerte nur wenige Tage, ist aber wie ein Ereignis von langer Dauer in den Erinnerungen all derer verankert, die dabei gewesen waren. Das Jahrzehnt war in jeder Hinsicht ereignisreich und glücklicherweise waren die Spannungen zwischen den Supermächten nicht eskaliert.

Am meisten gefragt aus dem Jahr 1969...

Wer war 1969 Bundeskanzler?
Kurt Georg Kiesinger war Bundeskanzler bis 21.Oktober 1969
Willy Brandt  war Bundeskanzler ab 21.Oktober
Wer war 1969 Bundespräsident?
Heinrich Lübke war Bundespräsident bis 30. Juni 1969
Gustav Heinemann war Bundespräsident ab 1. Juli 1969
Wer war 1969 Ministerpräsident der DDR?
Willi Stoph war 1969 Ministerpräsident der DDR
Wer war 1969 Präsident der Vereinigten Staaten?
1969 war Lyndon B. Johnson amerikanischer Präsident bis 20. Januar
1969 war
Richard M. Nixon amerikanischer Präsident ab 20. Januar 1969
Wer war 1969 deutscher Meister?
FC Bayern München war deutscher Meister 1969
Wer war 1969 Formel 1 Weltmeister?
Jackie Stewart war mit Matra-Ford Formel 1 Weltmeister 1969
Wer gewann den Eurovision Song Contest 1969?
Ivan & 3M gewann mit dem Song "Pozdrav svijetu" für Jugoslawien

Wichtige Ereignisse 1969 & Schlagzeilen 1969


Januar 1969

Ereignisse Januar 1969
Der Jahresbeginn war besonders in der CSSR von einem tragischen Ereignis überschattet worden. Zwar war der Prager Frühling im August 1968 von den Warschauer-Pakt-Staaten unter Führung der Sowjetunion niedergeschlagen worden. Aber die liberalen Gedanken der Reformpolitik konnten nicht so einfach niedergeschlagen werden. Ein tschechoslowakischer Student setzte am 16. Januar ein Zeichen. Jan Palach hatte sich auf dem Prager Wenzelsplatz vor dem Nationalmuseum mit Benzin übergossen und angezündet. Sein Protest richtete sich nicht nur gegen die Niederschlagung des Aufstandes, sondern auch gegen die Rücknahme der Reformen der Regierung Alexander Dubceks und die daraus folgende Lethargie. Ein Stillschweigen, das Hoffnungslosigkeit in der tschechoslowakischen Bevölkerung nach sich zog. Palachs hatte bei seiner Aktion hochgradige Verbrennungen an 85 Prozent der Körperoberfläche erlitten. Drei Tage später, am 19. Januar, starb er an seinen Verletzungen. Er hatte dem behandelten Arzt vordem noch gesagt, dass er es als seine Pflicht angesehen habe, so zu handeln und dass er nichts bereue. An seinem Todestag waren rund 200.000 Menschen auf dem Wenzelsplatz zusammengekommen, um seiner zu gedenken. Auch der Tag seiner Beisetzung wurde zu einer Massendemonstration, an der sich mehr als 10.000 Menschen beteiligten. Man ehrte ihn u. a. mit einer landesweiten Schweigeminute. Palach wurde zum Märtyrer und zu einer Symbolfigur für die CSSR.
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Februar 1969

Journalisten und wohl auch Satiriker warteten gespannt, was der Bundespräsident Heinrich Lübke auf seiner vierten Afrikareise für Fettnäpfchen betreten würde. Längst hatte sein Ausspruch „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger“ landesweit die Runde gemacht, auch wenn der gar nicht von ihm stammte, sondern ihm von Journalisten einer renommierten Nachrichten-Illustrierten angedichtet worden war. Tatsache blieb aber, dass er immer wieder rhetorische Ungereimtheiten von sich gab. Diese blieben noch nach Generationen erhalten, wurden ausgeweitet und ausgeschmückt. Aber im Ausland konnte Lübke mit seiner zweifelhaften Vergangenheit nun keinen verbalen Schaden mehr anrichten, denn diese Afrikareise war seine letzte Auslandsreise in seiner Amtszeit gewesen. Ein Schaden in den innerdeutschen Beziehungen entstand allerdings durch ganz andere politische Spannungen. Die DDR-Regierung hatte der Bundesregierung ein scharf formuliertes Protestschreiben übermittelt wegen des Plans, die Bundesversammlung zur Wahl des neuen Bundespräsidenten für den 5. März nach West-Berlin einzuberufen. Und sie setze noch „einen drauf“: DDR-Innenminister Friedrich Dickel hatte in einer Anordnung allen Mitgliedern der Bundesversammlung bis auf weiteres die Durchreise durch das „Hoheitsgebiet der DDR nach West-Berlin“ untersagt.
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März 1969

Ereignisse März 1969
Die Bundesrepublik hatte nun einen neuen Bundespräsidenten. Auch wenn es im Vorfeld immer wieder Differenzen mit der DDR um die Abhaltung der Wahl in West-Berlin gegeben hatte, wurde diese Wahl dennoch dort abgehalten. Der neue Bundespräsident hieß Gustav Heinemann. Er war im dritten Wahlgang mit 512 Stimmen gewählt worden. Sein Gegenkandidat, Bundesverteidigungsminister Gerhard Schröder (CDU) hatte 506 Stimmen bekommen. Ein eindeutiges, wenn auch relativ knappes Ergebnis. Heinemann trat die Nachfolge von Heinrich Lübke an, der dem Amt gesundheitlich nicht mehr gewachsen war. Und kaum war die Wahl am 5. März über die Bühne gegangen, wurden zwei Tage später auch das Manöver der sowjetischen und der DDR-Streitkräfte beendet, das am 1. März begonnen und im zentralen und westlichen Teil der DDR stattgefunden hatte. Erwartungsgemäß war es im Zusammenhang mit den Militärübungen mehrmals für einige Stunden zu Unterbrechungen auf den Zufahrtswegen nach West-Berlin gekommen. Die Botschafter der drei alliierten Westmächte in der BRD hatten gegen die Behinderungen protestiert. Sie waren der Ansicht, dass sich diese Ereignisse gegen die Abhaltung der Bundesversammlung in West-Berlin richteten. Die war nun schon beendet und die Maßnahmen der DDR waren wirkungslos geblieben.
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April 1969

Ereignisse April 1969
Die Ostblockstaaten waren wirtschaftlich und politisch von ihrem „Großen Bruder“, der Sowjetunion abhängig. Wie sehr sie sich deshalb nach den Weisungen aus Moskau richten mussten, zeigte sich erneut in der CSSR. Dort war auf Druck von Moskau der tschechoslowakische KP-Chef und führende Repräsentant des „Prager Frühlings“, Alexander Dubcek, abgelöst worden. Er war durch Gústav Husák ersetzt worden. Zugleich war das Exekutivkomitee der Partei aufgelöst und ein neues Präsidium gewählt worden. In der selben Nacht – vom 16. zum 17. April – hatte die Polizei im gesamten Land Razzien durchgeführt. Mehr als 3.000 Personen waren dabei überprüft worden. Westliche Beobachter waren der Ansicht, dass die Regierung damit die Schlagkraft der Polizei unter Beweis stellen wollten. Zudem diente die Aktion dazu, nach den März-Ereignissen neue Demonstrationen und Protestaktionen zu verhindern. Eine Taktik der Einschüchterung, die bei vielen Menschen in der CSSR gewiss gewirkt hatte. Gústav Husák, der slowakische Jurist und neuer Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei war nun der mächtigste Politiker im Land. Er war an der Niederschlagung des „Prager Frühlings“ aktiv beteiligt gewesen. So war er jetzt für Moskau ein Garant, der systematisch die moskautreue Politik wieder herstellen würde.
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Mai 1969

Ereignisse Mai 1969
Eine der guten Meldungen des Monats war der sowjetische Vorschlag zu Gesprächen mit China über die Schifffahrt auf dem Ussuri-Grenzfluss. China hatte diesem Vorschlag zugestimmt und so stand eine Entspannung des Grenzflusses immerhin in Aussicht. Mit weniger internationaler Zustimmung war die Meldung aus den Vereinigten Staaten wahrgenommen worden. Auf dem Versuchsgelände im US-Bundesstaat Nevada war eine Serie US-amerikanischer Atomwaffenversuche zu Ende gegangen, die bereits am 1. Januar begonnen hatte. Dabei hatten die USA neun Test durchgeführt. Schon im Vorjahr waren vom 24. September bis zum 31. Dezember von den USA sieben Atomwaffenversuche durchgeführt worden. Insgesamt hatten die Vereinigten Staaten seit dem begrenzten Teststoppvertrag von 1963 damit 155 Versuche zur Weiterentwicklung von Atomwaffen umgesetzt. Nicht gerade eine beruhigende Bilanz. Dafür gab es für die BRD-Bevölkerung eine gute Nachricht. Dort hatte nämlich der Deutsche Bundestag die Reform des Nichtehelichenrechts gebilligt. Dadurch waren uneheliche Kinder den ehelichen Kinder rechtlich gleichgestellt worden. Der Bundestag hatte noch mehr rechtliche Neuerungen verabschiedet. Ehebruch war nun auch nicht mehr strafbar und die Zuchthausstrafe war ebenfalls abgeschafft worden.
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Juni 1969

Ereignisse Juni 1969
Nach dem Rücktritt von Staatspräsident Charles de Gaulle am 29. April 1969 wurde in Frankreich im Zuge der Präsidentschaftswahl neu gewählt. Der erste Wahlgang hatte noch kein eindeutiges Ergebnis erbracht. Es war eine Stichwahl zwischen Georges Pompidou und Alain Poher nötig geworden, die gleich zu Beginn des Monates ausgetragen wurde. Beim zweiten Wahlgang war das Ergebnis klar. Der französische Politiker Georges Pompidou, der der gaullistischen Strömung angehörte, hatte 58,21 Prozent der Stimmen erhalten. (Sein konservativer Gegenkandidat, Senatspräsident Alain Poher, erhielt 41,78 Prozent der Stimmen.) Pompidou war von 1962 bis zum 13. Juli 1968 Premierminister unter Charles de Gaulle gewesen. Er hatte den Rückzug Frankreichs aus der militärischen Integration der NATO ebenso wie de Gaulles „Nein“ zum EWG-Beitritt Großbritanniens befürwortet. Nun war neuer Staatspräsident Frankreichs geworden. Pompidou symbolisierte wie kaum ein anderer die Aufbruchstimmung innerhalb der neuen gaullistischen Bewegung in den 1960er Jahren. Das Amt des Staatspräsidenten übte er vom 20. Juni bis zu seinem Tod, am 2. April 1974 aus. Nach de Gaulle war Pompidou der zweite Präsident der Fünften Republik. In Sachen Außenpolitik war sein erster Schwerpunkt, das Land aus der diplomatischen Isolation herauszuführen, in der sich Frankreich befand. Er gab sich sogar europäisch, vorausgesetzt, die Interessen Frankreichs wurden garantiert.
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Juli 1969

Ereignisse Juli 1969
Wenngleich die Mondlandung und das Betreten des Erdtrabanten die Sensations-Schlagzeile des Monats war, so gab es doch noch einige andere Ereignisse, die beispielsweise in der Musikszene für traurige Schlagzeilen. Da war der britische Musiker und Leadgitarrist Brian Jones. Er erlangte nicht nur als Mitbegründer der „Rolling Stones“ internationale Berühmtheit, sondern auch dadurch, dass er im Alter von 27 Jahren starb und damit in den sogenannten „Klub 27“ aufgenommen wurde. Jones war am 3. Juli in seinem Swimmingpool in Hartfield, Sussex (England) tot aufgefunden worden. Die Umstände seines Todes wurden nie ganz geklärt. Im Genre Schlager und Chansons trauerten die Fans um Alexandra. Ebenfalls 27-jährig verunglückte die Sängerin, die erst zwei Jahre zuvor ihren großen Durchbruch feiern konnte, mit ihrem Auto im schleswig-holsteinischen Tellingstedt. Geblieben sind ihre Erfolgstitel „Mein Freund, der Baum“, „Zigeunerjunge“, „Lied der Taiga“ und andere, in denen immer die ihr eigene Melancholie und Eigenwilligkeit mitschwang. Längst nicht so tragisch, aber halt bedauerlich, den Worten des Sprechers der Bundesregierung, Conrad Ahlers, zufolge, war die Tatsache, dass Ägypten die DDR diplomatisch anerkannt hatte. Damit hatte die DDR erstmals die Anerkennung eines nichtkommunistischen Staates erlangt. Ahlers bedauerte dies mit den Worten, dass es „die weitere Belastung der deutsch-arabischen Beziehungen“ nachziehen würde. Der politische Lauf der Welt konnte halt ebenso wenig aufgehalten werden wie die Entwicklung der Raumfahrt, die immerhin bereits bis zum Mond geführt hatte.
Alle Ereignisse im Juli 1969

August 1969

Ereignisse August 1969
In Frankreich folgte nach dem Wechsel von De Gaulle zu Georges Pompidou die Abwertung des Franc. Beschlossen hatte dies der Ministerrat des Landes unter Staatspräsident Georges Pompidou in einer außerordentlichen Sitzung. Es war eine Abwertung um 12,5 Prozent. Zudem war ein befristeter Preisstopp vom 10. August bis zum 15. September verordnet worden. Internationale Schlagzeilen machte auch der zweitägige Besuch des US-Präsidenten Richard M. Nixon in Rumänien. Bereits im Vorfeld war dieser Besuch als eine politische Sensation gewertet worden. Seit der Konferenz von Jalta 1945 war erstmals ein US-Präsident in ein kommunistisches Land gereist. Wobei Rumänien unter Staats- und Parteichef Nicolae Ceausescu innerhalb des Ostblock einen Sonderweg ging. Innerhalb der Bundesrepublik hatte eine Meldung aufhorchen lassen, die einen Flughafenbau zum Inhalt hatte. Der Bayerische Ministerrat hatte nämlich den Bau eines neuen Großflughafen für München bei Erding beschlossen. Die Kosten für den 28 km vom Stadtzentrum entfernt gelegenen Flughafen München II waren auf 1,4 Milliarden DM geschätzt worden. Eine besonders tragische Schlagzeile kam aus den USA. Dort waren in einer Villa in Los Angeles fünf Menschen ermordet worden. Unter anderem war die hochschwangere US-Filmschauspielerin Sharon Tate und Ehefrau des Regisseurs Roman Polanski unter den Opfern, die von Mitgliedern der Familie Manson grausam ermordet wurden.
Alle Ereignisse im August 1969

September 1969

Ereignisse September 1969
Man konnte es nicht nur den Medien entnehmen, sondern nun auch dem Jahresbericht, den der UN-Generalsekretär Sithu U Thant in New York an die UN-Vollversammlung veröffentlichte – die internationale Lage hatte sich weiter verschlechtert. Dabei hatte U Thant vornehmlich das Schicksal der Palästina-Flüchtlinge als eines der dringendsten internationalen Probleme bezeichnet. Zudem hatte er darauf hingewiesen, dass kaum Fortschritte auf dem Gebiet der Abrüstung erzielt worden waren. Kein schönes Fazit. Ebenso tragische und unschöne Dinge waren auch aus Italien zu vernehmen, allerdings war hier König Fußball der Auslöser für einen schwerwiegenden Konflikt: In der süditalienischen Stadt Caserta war es zu einem regelrechten Volksaufstand gekommen, weil die örtliche Fußballmannschaft vom italienischen Fußballverband zu einem Zwangsabstieg verurteilt worden war. Nach dem Bekanntwerden der Entscheidung hatten Tausende von Beschäftigten die Arbeit niedergelegt und waren zu Protestkundgebungen zusammengekommen. Dabei war u. a. der Bahnhof blockiert worden. Hintergrund des Zwangsabstiegs war der Vorwurf, dass sich die Mannschaft den Sieg in einem wichtigen Spiel durch Bestechung erkauft hatte. Wenigstens hatte das keinen Einfluss auf die Weltpolitik.
Alle Ereignisse im September 1969

Oktober 1969

Ereignisse Oktober 1969
Der Monat Oktober stand für die DDR ganz im Zeichen des 20. Republik-Geburtstages. Während in der Bundesrepublik der neue Bundeskanzler Willy Brandt neue Hoffnungen auf ein entspannteres Verhältnis zwischen den beiden deutschen Staaten weckte, hatte man in der DDR-Hauptstadt Ost-Berlin am Alexanderplatz den Berliner Fernsehturm eröffnet. Am selben Tag gab der DDR-Staatschef Walter Ulbricht ein zweites Fernsehprogramm frei. Es war zunächst für wöchentlich 17 Sendestunden in Schwarzweiß und für vier Stunden in Farbe vorgesehen. Dabei hatte die DDR das französische Secam-Farbfernsehsystem verwendet. Und schließlich wurde am 7. Oktober, dem Gründungstag der Deutschen Demokratischen Republik, das zwei Jahrzehnte anhaltende Bestehen des Landes mit zahlreichen Festveranstaltungen und Militärparaden gefeiert. Gegen Ende des Monats war in der BRD der Ausschluss des Sportidols Emil Zatopek aus der tschechoslowakischen KP bekannt geworden. Zatopek war einer der erfolgreichsten Leichtathleten Europas nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Grund des Ausschlusses: Der mehrfache Langstrecken-Weltrekodler und Olympiasieger (1948, 1852) hatte „die Grundsatzprobleme der Entwicklung der sozialistischen Gesellschaft“ nicht verstanden.
Alle Ereignisse im Oktober 1969

November 1969

Ereignisse November 1969
Noch bevor die Nachrichten über das My-Lai-Massaker in Vietnam bekannt geworden waren, hatten sich zahlreiche Länder zur materiellen Unterstützung von Nordvietnam verpflichtet, darunter Polen, Rumänien, Ungarn und andere. China, die DDR und die Sowjetunion hatten vordem schon Hilfsleistungen zugesichert. Der Krieg in Vietnam war international immer wieder in aller Munde und in den USA und in anderen westlichen Ländern hatten mehrere hunderttausend Menschen gegen diesen Krieg demonstriert. Dessen ungeachtet hatte die Bundesrepublik einen wichtigen Erfolg in der Raumfahrt zu verzeichnen, denn vom kalifornischen Vandenberg Air Force Base war der erste bundesdeutsche Satellit namens „Azur“ in eine Erdumlaufbahn gestartet worden, womit die Bundesrepublik erfolgreich in die Weltraumforschung eingestiegen war. Die USA waren schon etwas weiter. Sie hatten vom US-Raumfahrtzentrum Kap Kennedy mit „Apollo 12“ das zweite Mondlande-Unternehmen der Geschichte gestartet. An Bord waren die drei Astronauten Charles Conrad, Richard Gordon und Alan Bean. So wurde Charles Conrad der dritte Mensch, der den Mond betrat. Zusammen mit Alan Bean hatte er die erste unbemannte wissenschaftliche Station auf dem Mond aufgestellt. Weltweit war die Enttäuschung groß, da die Farbübertragung von der Mondlandung nicht funktioniert hatte. Dafür hatte am selben Tag (19. 11.) der Fußballstar Pelé sein 1000. Tor geschossen.
Alle Ereignisse im November 1969

Dezember 1969

Ereignisse Dezember 1969
Sicherlich kein Weihnachtsgeschenk, aber eine bedeutende Auszeichnung – der Nobelpreis! Diesmal gehörte der irische Dramatiker Samuel Beckett zu den Auserwählten. In der Begründung für den Literaturnobelpreis hieß es: „...für eine Dichtung, die in neuen Formen des Romans und des Dramas die künstlerische Aufrichtung des Menschen aus seiner Verlassenheit erreicht.“ Damals hatte sein bekanntestes Werk „Warten auf Godot“ schon lange seine Uraufführung hinter sich, die hatte nämlich am 5. Januar 1953 in Paris stattgefunden. Im selben Jahr hatte die Erstaufführung im deutschsprachigen Raum im Berliner Schlossparktheater die Zuschauer fasziniert. Dieses Werk war eines der bedeutendsten im 20. Jahrhundert und gehört zu denen, die auch außerhalb Frankreichs (dort lebte Beckett) am häufigsten gespielt wurden. Dessen ungeachtet hatte der Winter in Europa schon verheerende Auswirkungen gezeigt. Wer sich weiße Weihnachten gewünscht hatte, bereute dies möglicherweise, denn nach starken Schneefällen waren zahlreiche Ortschaften in Österreich, Ungarn, der CSSR und Jugoslawien von der Außenwelt abgeschnitten. In der nördlichen Adria hatten orkanartige Stürme den gesamten Schiffsverkehr lahmgelegt. Und zu allem Unglück waren weite Teile Europas von einer Grippewelle erfasst worden, die bereits zahlreiche Todesopfer gefordert hatte.
Alle Ereignisse im Dezember 1969

Wichtige Ereignisse 1969 & Schlagzeilen 1969 Chronik Im Jahre 1969

Beginn der chinesischen Kulturrevolution

Die Geschenkidee
Das ideale Geschenk. Eine Zeitung von 1969. Was war los in Politik, Sport oder Kultur? Als Geschenk eine original historische Tageszeitung oder Illustrierte z.B. als Geburtstagszeitung zum Geburtstag oder Hochzeitszeitung zur goldenen Hochzeit. Zeitschriften von 1969
Originalzeitung 1969


Was passierte im Jahre 1969

ZZ-Top, Uriah Heep und Judas Priest, die Band die als Vorreiter der Heavy-Metal-Szene gelten werden gegründet, der Bandname kam aber erst 1971 zustande.

Die beliebtesten Vornamen

Mädchennamen:
Claudia, Sabine, Tanja, Susanne, Anja, Katrin, Nicole, Andrea, Kerstin
Jungennamen:
Thomas, Ralf, Andreas, Peter, Michael, Frank, Dirk, Sven, Markus, Torsten

Bedeutung der Vornamen

Die beliebtesten Vornamen, von ausgefallen bis beliebt. Vornamenlexikon

Nobelpreise 1969 Nobelpreisträger

Nobelpreis Physik: Murray Gell-Mann
Nobelpreis Chemie: Derek H. R. Barton und Odd Hassel
Nobelpreis Medizin: Max Delbrück, Alfred Hershey und Salvador Luria
Wirtschaftswissenschaft: Ragnar Frisch und Jan Tinbergen
Nobelpreis Literatur: Salvatore Quasimodo

Nachrichten 1969 in der Presse

Fachhochschule Lübeck feiert 40. Geburtstag
HL-live
September 1969 verkündete das Nachrichtenblatt des Kultusministeriums des Landes Schleswig-Holstein die Errichtung von Staatlichen Fachhochschulen in ..., ...
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Vor 40 Jahren: NASA-Raumfahrtmission Apollo 11
Katzhütte
April 1969, bei der die Verwendung verschiedener Werkzeuge auf der Mondoberfläche simuliert wird. Astronaut Buzz Aldrin verwendet einen Greifer zur ... 
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Bücher und Informationen zum Jahrgang 1969

Wir vom Jahrgang 1969: Kindheit und Jugend
50 Jahre Popmusik - 1969 Buch und CD
Der beste Jahrgang 1969
Fox tönende Wochenschau - Das war 1969
WIR vom Jahrgang 1958 Kindheit und Jugend in der DDR
Jahrgangs-Quiz 1969. Unsere Kindheit und Jugend
1969: Ein ganz besonderer Jahrgang
Filmchronik 1969 - Die Filme von 1969