Januar 1969 - Neues Programm mit Erfolgsgarantien

Kalender Januar 1969
Ein neues Jahr brachte auch in Sachen Fernsehprogramm Neuerungen. Das ZDF machte sich mit der ersten Sendung der Fernsehserie „Der Kommissar“ beliebt, in der Erik Ode in der Titelrolle zu sehen war und damit zum Publikumsliebling avancierte. Das Zweite Deutsche Fernsehen hatte auch die jungen Leute mit einer Neuerung bedacht und sendete live die erste ZDF-Hitparade, die sich zu einem echten Hit entwickelte und zu einer Kultsendung wurde. Das ZDF hatte damit ohnehin schon ein glückliches Händchen bewiesen, als sie 1967 begann, die Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ auszustrahlen. Und die erwies sich als besonders erfolgreich. Als nämlich am 20. Januar zwei Bewaffnete einen Überfall auf ein Munitionsdepot der Bundeswehr im saarländischen Lebach verübten und dabei vier Wachsoldaten ermordet wurden, hatte dieser Soldatenmord von Lebach für großes Aufsehen gesorgt. Ein Fahndungsaufruf in der Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ führte zum Erfolg, die Täter konnten verhaftet werden. Eine Schlagzeile aus Großbritannien hatte die Musikwelt traurig gestimmt: Am 30. Januar spielten „The Beatles“ auf dem Dach der Apple-Studios in der Londoner Savile Row unter freiem Himmel das sogenannte Rooftop Concert, ihr letztes öffentliches Konzert. Zahllose Schaulustige verursachten ein Verkehrschaos. Einige Anwohner fühlten sich durch Ruhestörung belästigt. Jedenfalls erschien die Polizei und brach die Show nach 42 Minuten ab. Die Ära „The Beatles“ neigte sich dem Ende zu.
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Wichtige Ereignisse im Januar 1969

1. Januar 1969
Schweiz 1969 – Der Jurist und Politiker der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP), Ludwig von Moos, der bereits 1964 als Bundespräsident amtierte, hatte das Amt erneut übernommen.
1. Januar 1969
International 1969 – Die Neujahrsansprachen von Politikern und Repräsentanten des öffentlichen Lebens waren von der Sorge um den internationalen Frieden geprägt.
1. Januar 1969
Bulgarien 1969 – In Bulgarien waren die Bestimmungen über die Durchführung einer Wirtschaftsreform in Kraft getreten. Sie hatten zu einer Straffung des Apparates und zu einer stärker dirigistischen Orientierung in der Wirtschaft geführt.
1. Januar 1969
DDR 1969 – Ab sofort waren nach einem Beschluss des DDR-Ministerrats neue Regelungen im grenzüberschreitenden Reiseverkehr gültig. Unter anderem waren Obergrenzen für eingeführte Waren und Geschenke festgelegt worden sowie die Erhebung von Einfuhrgebühren für verschiedene Warengruppen.
1. Januar 1969
BRD 1969 – In der BRD war ein Gesetz über die Besteuerung des Straßengüterverkehrs in Kraft getreten. Es war Bestandteil des „Verkehrspolitischen Programms für die Jahre 1968 bis 1972“ (sogenannter Leber-Plan). Es besteuerte u. a. den Güterfernverkehr mit 1 Pfennig pro Tonne. Das Gesetz sollte Steuereinnahmen in Höhe von 370 Millionen DM einbringen.
2. Januar 1969
USA 1969 – Nach dem Rücktritt von Rober C. Weaver hatte der aus dem Amt scheidende US-amerikanische Präsident Lyndon B. Johnson Robert C. Wood zum interimistischen Wohnungsbauminister ernannt. Die Regelung war für die restliche Regierungszeit des US-Präsidenten gültig.
2. Januar 1969
Israel/International 1969 – Der israelische Verteidigungsminister Abba Eban hatte eine Einschaltung der vier Großmächte USA, UdSSR, Großbritannien und Frankreich in den Nahostkonflikt abgelehnt. Seinen Worten zufolge, würde Israel voll den Nahostbeauftragten der UNO, Gunnar Jarring, unterstützen.
3. Januar 1969
Dänemark 1969 – Als vierter Staat hatte Dänemark den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (Atomwaffensperrvertrag) ratifiziert. Am 8. Januar waren Kanada und Kamerun dem dänischen Beispiel gefolgt. Außer den genannten Staaten hatten bisher Großbritannien, Irland und Nigeria das Abkommen ratifiziert. Es war am 1. Juli 1968 abgeschlossen worden.
3. Januar 1969
BRD 1969 – Das ZDF hatte mit der Ausstrahlung der Fernsehserie „Der Kommissar“ begonnen. In der Titelrolle war Erik Ode zu sehen.
3. Januar 1969
Nordirland 1969 – Nach Demonstrationen irischer Katholiken von der Hauptstadt Belfast nach Londonderry waren in Nordirland erneut schwere Unruhen aufgeflammt.
3. Januar 1969
USA 1969 – Der 36-jährige US-Politiker Edward Kennedy war zum stellvertretenden Vorsitzenden der Demokraten-Fraktion im US-Senat gewählt worden. Er war der letzte Überlebende der Kennedy-Brüder.
4. Januar 1969
Frankreich/Israel 1969 – Der französische Staatspräsident Charles de Gaulle hatte ein sofortiges Waffenembargo gegen Israel verhängt.
4. Januar 1969
Spanien/Marokko 1969 – Entsprechend einem in Fès (Marokko) geschlossenen Abkommen hatte Spanien die nordwestafrikanische Enklave von Ifni an Marokko abgetreten. Damit waren jahrelange Verhandlungen über dieses Gebiet zu Ende gegangen. Es hatte seit dem 15. Jahrhundert unter spanischer Souveränität gestanden. Es kam 1957 zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen spanischen Besatzungstruppen und einheimischen Befreiungskämpfern. Spanien hatte Ifni 1958 zu seiner Provinz erklärt.
5. Januar 1969
Raumfahrt/Sowjetunion 1969 – In der UdSSR war die Sonde „Venus 5“ gestartet worden. Es war ihr wichtigstes Ziel, etwa Mitte Mai als zweite Venussonde (nach „Venus 4“) weich auf dem Planeten Venus zu landen und von dort Messdaten zu übermitteln. Die Sonde wog 1,13 t (ohne die letzte Stufe der Trägerrakete). Am 10. Januar sollte „Venus 6“ starten. Diese sollte auf der Nachtseite der Venus landen.
5. Januar 1969
Skisport 1969 – Der Norweger Björn Wirkola hatte den Gesamtsieg bei der traditionellen deutsch-österreichischen Vierschanzentournee errungen.
6. Januar 1969
USA 1969 – Die US-Regierung hatte Maßnahmen zur Einfuhrbeschränkung von Molkereiprodukten angeordnet. Unter anderem waren Milch und verschiedene Käsesorten zum Schutz einheimischer Erzeuger kontingentiert worden.
6. Januar 1969
BRD 1969 – Die seit dem 9. November gezeigte Max-Beckmann-Ausstellung im Münchner Haus der Kunst war zu Ende gegangen. Sie hatte Beckmanns Schaffen als Maler, Grafiker und Bildhauer präsentiert. Werke aus seiner Frühzeit bei der Berliner Sezession waren besonders reichhaltig vertreten.
7. Januar 1969
Schweiz 1969 – Im Luftkurort und Wintersportplatz Flims, 20 km westlich von Chur, war die bisher längste Drahtseilbahn der Welt in Betrieb gegangen. Ihre Streckenführung beträgt 3,7 Kilometer.
8. Januar 1969
Frankreich/Sowjetunion 1969 – In der französischen Hauptstadt Paris war die dritte Tagung der Ständigen Gemischten Sowjetisch-Französischen Kommission zu Ende gegangen, die am 3. Januar begonnen hatte. Am 9. Januar hatten beide Delegationen die vom französischen Außenminister Michel Debré bzw. vom stellvertretenden sowjetischen Ministerpräsidenten Wladimir A. Kirillin geleitet worden waren, ein Abkommen über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Medizin und des Gesundheitswesens unterzeichnet. Dieses hatte unter anderem einen Wissenschaftleraustausch und die Organisation gemeinsamer wissenschaftlicher Konferenzen vorgesehen.
8. Januar 1969
BRD 1969 – Nach heftigen Auseinandersetzungen mit der Polizei waren zwölf Vertreter des Sozialistischen Studentenbundes (SDS) im Gebäude des Allgemeinen Studentenausschusses (ASTA) in Heidelberg (Baden-Württemberg) festgenommen worden.
8. Januar 1969
BRD 1969 – Die SPD hatte in Bonn ihr „Modell für ein demokratisches Bildungswesen“ vorgelegt. In dem Entwurf, der vom bildungspolitischen Ausschuss der Partei ausgearbeitet worden war, war eine Neuordnung des gesamten Schulwesens von der vorschulischen Erziehung bis zur Universität gefordert worden. Im Zentrum der Forderungen hatten die Bildung von Gesamtschulen und Gesamthochschulen sowie die Ausdehnung der Schulpflicht auf zehn Jahre gestanden.
9. Januar 1969
Israel/International 1969 – In Jerusalem (Israel) hatte eine viertägige Konferenz der jüdischen Weltorganisationen begonnen. Die Teilnehmer an dem vom israelischen Ministerpräsidenten Levi Eshkol einberufenen Treffen hatten ihren Willen unterstrichen, den Staat Israel vor allem gegenüber arabischen Gruppen zu unterstützen und die Einwanderung zu fördern.

10. Januar 1969
Schweden/Nordvietnam 1969 – In einem Telegramm hatte der schwedische Außenminister Torsten Nilsson Nordvietnam die Aufnahme diplomatischer Beziehungen vorgeschlagen. Damit war Schweden das erste westliche Land, das Nordvietnam anerkannt hatte.
10. Januar 1969
USA 1969 – Die traditionsreiche US-amerikanische Familien-Illustrierte „The Saturday Evening Post“ hatte ihr Erscheinen eingestellt. Das Blatt war 1821 in Philadelphia (US-Bundesstaat Pennsylvania) gegründet worden. Es hatte zeitweilig eine Auflage von 6,8 Millionen Exemplaren. Es kam zuletzt als Halbmonatschrift heraus und musste ständig mit sinkenden Auflagenzahlen kämpfen. Ab 1971 erschien die Illustrierte neu.
10. Januar 1969
Eiskunstlauf 1969 – Bei den nationalen Eiskunstlaufmeisterschaften der Sowjetunion waren Ludmilla Belousowa/Oleg Protopopow nur Zweite hinter Tamara Moskwina/Alexei Mischin geworden. Damit hatte sich das Ende der Ära Belousowa/Protopopow angekündigt. Beide hatten seit mehreren Jahren die internationale Paarlauf-Szene dominiert.
10. Januar 1969
Sowjetunion 1969 – Das sowjetische Überschallflugzeug Tu-144 hatte auch seinen zweiten Probeflug erfolgreich absolviert. Der erste Test hatte am 31. Dezember 1968 stattgefunden. Die Maschine konnte bei einer Geschwindigkeit von 2500 km/h 120 Passagiere befördern.
11. Januar 1969
Großbritannien/Frankreich 1969 – Der britische Verteidigungsminister Denis Healey und sein französischer Amtskollege Pierre Messmer hatten sich auf Details zur gemeinsamen Produktion einer Rakete geeinigt. Das ging aus einem Bericht der Londoner Tageszeitung „The Times“ hervor. Großbritannien und Frankreich planten die Herstellung einer Luft-Boden-Rakete. Diese sollte über große Entfernungen operieren.
11. Januar 1969
BRD 1969 – In der Stadthalle von Bad Godesberg (Nordrhein-Westfalen) war ein zweitägiger Jugendkongress der SPD zu Ende gegangen. Die rund 500 Teilnehmer hatten das Vorgehen der Polizei gegen Studenten in Heidelberg (Baden-Württemberg) verurteilt und sich gegen die geplante Einführung einer Vorbeugehaft ausgesprochen.
12. Januar 1969
Skisport 1969 – Bei den traditionellen Laberhorn-Skirennen im schweizerischen Wengen waren sämtliche Rennen von österreichischen Läufern gewonnen worden. Dabei war der 30-jährige Karl Schranz der überragende Teilnehmer. Er hatte in der Lauberhorn-Abfahrt bereits zum vierten Mal gesiegt.
13. Januar 1969
EWG 1969 – In Garmisch-Partenkirchen (Bayern) waren die Finanz- und Wirtschaftsminister der sechs EWG-Staaten zu einer zweitägigen Konferenz unter Leitung von Bundesfinanzminister Franz Josef Strauß bzw. Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller zusammengekommen. Die Teilnehmer hatten vor allem darüber Übereinstimmung erzielt, dass künftig den Finanzministern ein stärkerer Einfluss auf EWG-Entscheidungen eingeräumt werden sollte.
14. Januar 1969
USA 1969 – Der scheidende US-Präsident Lyndon B. Johnson hatte im Kongress in Washington seinen sechsten und letzten Bericht über die Lage der Nation verlesen. Dabei hatte er unter anderem die nach seiner Ansicht zu verzeichnenden Erfolge in der Beschäftigungs- und Bildungspolitik hervorgehoben. Am Folgetag hatte Johnson dem Kongress die Haushaltsbotschaft 1969/70 und am 16. Januar den Wirtschaftsbericht vorgelegt.
14. Januar 1969
Großbritannien 1969 – Im britischen Aylesbury hatte ein Gericht Bruce Reynolds als Chef der sogenannten Posträuber-Bande zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Reynolds war Ende 1968 nach fünfjähriger Flucht festgenommen worden. Er hatte die Tat gestanden und sich zur Rückzahlung des in seinem Besitz verbliebenen Geldes bereit erklärt. Zusammen mit seinen Mittätern hatte er im August 1963 knapp 30 Millionen DM in einem aufsehenerregenden Überfall auf einen britischen Postzug erbeutet.
14. Januar 1969
BRD/Justiz 1969 – In Karlsruhe (Baden-Württemberg) hatte die Revisionsverhandlung im sogenannten Auschwitz-Prozess begonnen. Sie dauerte bis zum 20. Februar.
15. Januar 1969
Großbritannien 1969 – In der britischen Hauptstadt London war die bisher größte Konferenz der Regierungschefs von Mitgliedsstaaten des Commonwealth zu Ende gegangen, die am 7. Januar begonnen hatte. An ihr hatten 24 Regierungschefs und vier Stellvertreter aus 28 Ländern teilgenommen. Wichtigstes Thema war die Rhodesien-Frage gewesen. Über diese Frage konnte allerdings mit der britischen Regierung keine Einigung erzielt werden.
15. Januar 1969
BRD 1969 – Das Bundeskabinett hatte den von Verteidigungsminister Gerhard Schröder (CDU) geforderten Mehrbetrag an Haushaltsmitteln in Höhe von 2,5 Milliarden DM für Militärausgaben bewilligt. Unter anderem sollte das Geld für die Beschaffung von 88 „Phantom“-, 50 „Starfighter“-Flugzeugen, vier Fregatten und 135 Transporthubschraubern verwendet werden.
15. Januar 1969
USA 1969 – Auf dem US-amerikanischen Flugzeugträger „Enterprise“, dem größten und schnellsten Kriegsschiff der Welt, waren bei einem Explosionsunglück mehr als 30 Mitglieder der 5000-köpfigen Besatzung ums Leben gekommen. Weitere 85 Menschen waren zum Teil schwer verletzt worden. Das Unglück war bei Hawaii geschehen. Ein landendes Flugzeug hatte eine Bombe verloren. Dadurch waren zahlreiche Detonationen und Brände auf dem Flugzeugträger ausgelöst worden.
16. Januar 1969
CSSR 1969 – Der tschechoslowakische Student Jan Palach hatte sich auf dem Prager Wenzelsplatz aus Protest gegen das Stillhalten der Tschechen nach der Niederschlagung des Prager Frühlings verbrannt.
16. Januar 1969
Frankreich/Vietnam/International 1969 – Mit der Einigung auf eine Sitzordnung waren in der französischen Hauptstadt Paris die Vorbereitungen für die sogenannte Vietnam-Konferenz abgeschlossen worden. Die Gespräche zwischen den beteiligten Delegationen waren aufgenommen worden.
16. Januar 1969
NATO 1969 – In Brüssel (Belgien) tagte das Ministerkomitee der NATO für Verteidigungsplanung. Es setzte sich den Verteidigungsministern der NATO-Staaten außer Frankreich, Island und Luxemburg zusammen. Die Minister hatten u. a. das Konzept einer alliierten Marinestreitmacht im Mittelmeer gebilligt. Diese sollte auf Abruf zusammengezogen werden.
16. Januar 1969
Libanon 1969 – Der mit der Regierungsbildung beauftragte Politiker Rachid Karamé hatte nach achttägiger Regierungskrise ein neues Kabinett vorgestellt. Er selbst hatte als Ministerpräsident auch das Außenministerium übernommen, hatte aber nach dem Rückzug des sogenannten Dreierbundes aus der Regierung bereits am 22. Januar ein neues Kabinett bilden müssen. Nach seinen Angaben waren Grenzsicherung und Verwirklichung des obligatorischen Militärdienstes die wichtigsten Aufgaben der neuen Regierung.
16. Januar 1969
Großbritannien 1969 – Die Labour-Regierung unter Premierminister Harold Wilson hatte ein sogenanntes Weißbuch unter dem Titel „Statt Streik – eine Politik für die industriellen Beziehungen“ veröffentlicht. Sie hatte damit die umstrittene Gesetzesinitiative zur Eindämmung von Streiks (Antistreik-Gesetz) vorbereitet.
16. Januar 1969
Frankreich 1969 – Im Vorfeld einer geplanten Reise von Staatspräsident Charles de Gaulle in die Bretagne hatten sich die Maßnahmen der Sicherheitsbehörden gegen bretonische Separatisten verschärft.
16. Januar 1969
Weltraum 1969 – Mit der Zusammenkopplung der beiden sowjetischen bemannten Raumsonden „Sojus 4“ und „Sojus 5“ war die erste experimentelle Raumstation im All entstanden. Zugleich waren erstmals Kosmonauten von einem Raumschiff in ein anderes umgestiegen.
16. Januar 1969
BRD 1969 – Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte über das erste deutsche Institut für Informatik berichtet, das in Karlsruhe gegründet worden war.
17. Januar 1969
Jugoslawien/Frankreich 1969 – Nach dem Abschluss eines offiziellen achttägigen Besuchs des jugoslawischen Ministerpräsidenten Mika Spiljak in Frankreich war die Unterzeichnung eines Abkommens über wirtschaftliche, industrielle und technische Zusammenarbeit bekanntgegeben worden. Außerdem war ein Abkommen über die Aufhebung des Visumzwangs bei kurzfristigen Aufenthalten unterzeichnet worden.
17. Januar 1969
Frankreich 1969 – In Aubervilliers war im Théâtre de la Commune das Stück „Off limits“ des französischen Dramatikers russischer Herkunft, Arthuer Adamov“ zur Uraufführung gelangt. Die Inszenierung war unter der Regie von Gabriel Garran entstanden.
18. Januar 1969
Rodeln 1969 – Auf der ersten Kunsteis-Rodelbahn der Welt in Königsee bei Berchtesgaden (Bayern) waren zum ersten Mal Meisterschaftsläufe ausgetragen worden. Die Deutsche Meisterschaft dauerte bis zum 19. Januar. Am 1. Februar war es auf der schnellen Bahn im Rahmen der Rodel-Weltmeisterschaften zu einem tödlichen Sturz gekommen.
18. Januar 1969
BRD 1969 – Im ZDF wurde die erste ZDF-Hitparade live gesendet.
19. Januar 1969
Italien 1969 – Als Nachfolger von Mariano Rumor war Flaminio Piccoli neuer Generalsekretär der italienischen Christdemokraten geworden. Rumor hatte das Ministerpräsidentenamt übernommen. Piccoli hatte bei der Abstimmung im christdemokratischen Nationalrat 85 von 177 Stimmen bei 87 Enthaltungen bekommen. Der Wahl Piccolis war eine parteiinterne Absprache vorangegangen, die von Vertretern des linken Flügels (u. a. Aldo Moro) als „politische Unmoral“ kritisiert worden war.
19. Januar 1969
BRD 1969 – Im Werkraum der Münchner Kammerspiele hatte die deutschsprachige Erstaufführung des Stückes „Mao und Worte des Vorsitzenden“ von Edward Albee stattgefunden. Die New Yorker Uraufführung war am 18. März 1968 über die Bühne gegangen.
20. Januar 1969
USA 1969 – In Washington war Richard M. Nixon (Republikanische Partei) als 37. Präsident der Vereinigten Staaten und Nachfolger von Lyndon B. Johnson vereidigt worden.
20. Januar 1969
Spanien 1969 – Nach einem von der Regierung veröffentlichten Dekret hatte Spanien seine Hoheitsgewässer auf eine Zone von zwölf Seemeilen (22,2 km; bisher sechs Seemeilen = 11,1 km) erweitert. Offiziell war das Dekret als Maßnahme gegen den Schmuggel begründet worden. Allerdings hatten politische Beobachter auf einen möglichen Zusammenhang mit dem spanisch-britischen Streit um Gibraltar hingewiesen.
20. Januar 1969
Sowjetunion 1969 – Der Leiter der Presseabteilung des sowjetischen Außenministeriums, Leonid Samjatin, hatte erneut die Bereitschaft der UdSSR zu Verhandlungen über eine Reduzierung strategischer Atomwaffenträger mit den USA erklärt.
20. Januar 1969
BRD 1969 – Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik war mit Ellinor von Puttkammer eine Frau in den Rang einer Botschafterin erhoben worden. Sie leitete die deutsche Vertretung beim Straßburger Europarat. Die bisher einzige Botschafterin der DDR, Eleonore Staisch, hatte am 31. Januar in Jugoslawien Staatschef Josip Broz Tito ihren Abschiedsbesuch abgestattet.
20. Januar 1969
BRD 1969 – Zwei Bewaffnete hatten einen Überfall auf ein Munitionsdepot der Bundeswehr im saarländischen Lebach verübt. Dabei waren vier Wachsoldaten ermordet worden. Ein Wachsoldat war schwer verletzt worden. Der Soldatenmord von Lebach hatte für großes Aufsehen gesorgt. Die Täter konnten später nach einem Fahndungsaufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ festgenommen werden.
21. Januar 1969
Frankreich 1969 – Der frühere Ministerpräsident Georges Pompidou war der erste französische Politiker, der das Problem der Nachfolge von Staatschef Charles de Gaulle aufgeworfen hatte. Pompidou hatte erklärt, dass er bei einer etwaigen Vakanz wahrscheinlich für das Amt des Staatspräsidenten kandidieren werde. Pompidou hatte als politischer Anhänger Charles de Gaulles gegolten.
21. Januar 1969
Schweiz 1969 – Nach kurzer Betriebszeit hatte sich im Reaktor Lucens ein folgenschwerer atomarer Zwischenfall ereignet. Nach Problemen mit dem Kühlsystem war es zu einer partiellen Kernschmelze gekommen. Der Unfall wird heute auf der INES-Skala als Ereignis der Stufe 5 klassiert.
22. Januar 1969
USA 1969 – Der US-amerikanische Finanzminister David M. Kennedy hatte nach einer Unterredung mit US-Präsident Richard M. Nixon erklärt, dass die Regierung die Währungsprobleme der USA nicht durch eine Erhöhung des offiziellen Goldpreises lösen werde.
23. Januar 1969
BRD 1969 – Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier hatte nach heftiger öffentlicher Kritik wegen seines Verhaltens im Rahmen von Wiedergutmachungszahlungen seinen Rücktritt angekündigt.
23. Januar 1969
DDR/Osteuropa 1969 – In der DDR-Hauptstadt Ost-Berlin war die 22. ordentliche Tagung des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) zu Ende gegangen. Die Tagung hatte am 21. Januar begonnen. Dabei hatten Ungarn und Rumänien ihre Absichten über eine notwendige Neuorientierung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den RGW-Staaten ausgedrückt. Während Ungarn für eine stärkere Integration plädierte, hatte sich Rumänien dagegen ausgesprochen.
24. Januar 1969
Spanien 1969 – Nach Studentenunruhen war von der Regierung des Diktators Francisco Franco Bahamonde der Ausnahmezustand über Spanien verhängt worden.
24. Januar 1969
Automobilrennsport 1969 – Bei der 38. Rallye Monte Carlo hatten die Schweden Björn Waldegaard/Lars Helmar gesiegt.
25. Januar 1969
CSSR 1969 – In der Hauptstadt Prag war der tschechoslowakische Student Jan Palach beigesetzt worden. Palach hatte sich am 16. Januar aus Protest gegen die sowjetische Intervention selbst verbrannt.
25. Januar 1969
BRD 1969 – Die Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk AG hatte nach einer Übereinkunft mit der Dresdner Bank deren Aktienpaket bei der Gelsenkirchener Bergwerks AG, um damit den Energiesektor auszubauen.
26. Januar 1969
Eisschnelllauf 1969 – In Inzell (Bayern) gewann der Norweger Dag Forneaess den Europameistertitel im Eisschnelllauf (Vierkampf).
27. Januar 1969
BRD/West-Berlin 1969 – In Anwesenheit u. a. von Bundespräsident Heinrich Lübke hatte in der West-Berliner Kongresshalle eine Feier zum 100-jährigen Bestehen der deutschen Gewerkschaftsbewegung statt. Der im Mai aus dem Amt scheidende DGB-Vorsitzende Ludwig Rosenberg hatte in seiner Festrede die Gewerkschaften als „eine Bewegung zur Befreiung der Menschen“ bezeichnet.
28. Januar 1969
International 1969 – Finnland war das 22. Mitglied der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geworden. Die am 1. Oktober 1961 erfolgte Gründung der OECD beruhte auf der Idee eines Zusammenschlusses hochentwickelter Länder. Hauptziel war die Förderung von unterentwickelten Staaten in der sogenannten Dritten Welt.
28. Januar 1969
USA 1969 – Im Santa-Barbara-Kanal hatte unkontrolliert ausfließendes Erdöl aus einer Unocal-Bohrplattform eine Ölpest an der Küste und den vier nördlichen Channel Islands vor Kalifornien verursacht.
29. Januar 1969
Schweiz 1969 – Nach einem Beschluss des schweizerischen Bundesrates war gegen den Inhaber sowie verschiedene Mitarbeiter der Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon Bührle AG (Zürich) Anklage wegen illegaler Waffengeschäfte mit kriegsführenden Staaten erhoben worden. Das Unternehmen hatte Waffen im Wert von umgerechnet 83,2 Millionen DM geliefert.
30. Januar 1969
Polen/UNO 1969 – Als erster Staat hatte Polen die UN-Konvention über die Nichtverjährbarkeit von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit ratifiziert. Mindestens zehn Staaten mussten das von Polen angeregte Abkommen ratifizieren, damit es Inkrafttreten konnte.
30. Januar 1969
Großbritannien/Musik 1969 – „The Beatles“ spielten auf dem Dach der Apple-Studios in der Londoner Savile Row unter freiem Himmel das sogenannte Rooftop Concert, ihr letztes öffentliches Konzert.
31. Januar 1969
BRD 1969 – Im Frankfurter Theater am Turm war das Stück „Das Mündel will Vormund sein“ des österreichischen Schriftstellers und Dramatikers Peter Handke seine Uraufführung. Regie hatte Claus Peymann geführt.

Januar 1969 in den Nachrichten

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