1960 1961 1962 1963 1964 1966 1966 1967 1968 1969

Dezember 1968 - Dem Mond schon so nahe...

Kalender Dezember 1968
Es waren sensationelle Schlagzeilen, die die neuesten Weltall-Ereignisse zum Inhalt hatten: Mit dem Start von „Apollo 8“ war die erste bemannte Mondumkreisung erfolgreich durchgeführt worden. An Bord waren die drei US-Astronauten William Anders, James Lovell und Frank Borman. Sie waren am 21. Dezember gestartet und drei Tage später, genau am 24. Dezember umkreisten sie bereits den Mond. Sie fotografierten und unter anderem machte William Anders ein Bild vom Erdaufgang, eine Szene, die weltweite Berühmtheit erlangte. Und am ersten Weihnachtsfeiertag beschenkten die drei Astronauten die fernsehschauenden Erdbewohner mit einem ersten Blick auf die kahle Mondoberfläche aus einer Höhe von 112 Kilometern. Der Romantik, die der Mond aus Erdsicht verströmte, taten diese rein wissenschaftlichen Bilder keinen Abbruch. Die Menschen waren begeistert, aus solcher „Nähe“ einen Blick auf den Erdtrabanten werfen zu können. Am 27. Dezember kamen die drei Astronauten um 4:51Uhr Ortszeit /16:51 MEZ) nach 147 Stunden Flugdauer sicher zur Erde zurück. „Apollo 8“ war rund 1.000 Meilen südwestlich von Hawaii im Pazifik gelandet. Auch wenn es mit dieser Landung nichts zu tun hatte, so war es doch für alle Weihnachtsreisenden gut zu wissen, dass der Verband Deutscher Flugleiter beschlossen hatte, seine Bummelstreik-Aktion für den Weihnachtsflugverkehr auszusetzen.
<< November 1968

Januar 1969 >>

Wichtige Ereignisse im Dezember 1968

Anreißer Dezember 1968





1. Dezember
Kolumbien 1968 – Der liberale Präsident Carlos Lleras Restrepo hatte sein Kabinett entlassen. Die seit zehn Jahren regierende Koalition aus Konservativen und Liberalen war an den Plänen des Präsidenten zur Sozialreform zerbrochen.
1. Dezember
BRD 1968 – Erstmals war in den Gottesdiensten zu Beginn des neuen Kirchenjahres in den evangelischen Kirchen Deutschlands das Vaterunser nach dem von Beauftragten der evangelischen, römisch-katholischen und altkatholischen Kirchen erarbeiteten, gemeinsamen Text gesprochen worden.
2. Dezember
Italien 1968 – Die italienische Polizei in der sizilianischen Gemeinde Avola (Provinz Syrakus) war mit Maschinengewehren gegen eine Demonstration vorgegangen. Zwei Arbeiter kamen ums Leben, weitere 60 Menschen waren verletzt worden.
2. Dezember
USA 1968 – Durch Unachtsamkeit und Unaufmerksamkeit verloren die Bürger der USA jedes Jahr zwei Milliarden US-Dollar (etwa 8 Milliarden DM). Diese Zahl hatte die Bundesbehörde für Statistik in New York genannt.
3. Dezember
BRD 1968 – Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hatte einen Passus im Parteiengesetz vom 24. Juli 1967 für unzulässig erklärt, nach dem der Staat den Parteien die Wahlkampfkosten erst dann erstatten musste, wenn sie mindestens 2,5 Prozent der Wählerstimmen erhielten. Es hatte die Grenze auf 0,5 Prozent festgelegt.
3. Dezember
Israel/Jordanien 1968 – Im nördlichen Jordantal hatten sich jordanische und israelische Streitkräfte am frühen Morgen ein mehrstündiges Artillerieduell geliefert. Bei einem Bombenangriff der israelischen Luftwaffe auf das jordanische Dorf Kfar Assad waren 13 Menschen ums Leben gekommen. Seit dem Sechstagekrieg vom Juni 1967 waren dies die schwersten militärischen Auseinandersetzungen zwischen beiden Ländern gewesen.
4. Dezember
Italien 1968 – Im ganzen Land waren die Landarbeiter in einen Ausstand getreten. Auf Sizilien und in mehreren mittel- und norditalienischen Städten hatten Arbeiter für eine Entwaffung der Polizei die Arbeit niedergelegt.
4. Dezember
BRD 1968 – Die deutschen Pferdejournalisten hatten den vierjährigen Hengst Luciano zum „Pferd des Jahres 1968“ gewählt.
5. Dezember
Südkorea/BRD 1968 – Der Appellationsgerichtshof in der Hauptstadt Seoul hatte die drastischen Strafen gegen fünf im Sommer 1967 aus der BRD entführte Südkoreaner bestätigt. Sie waren der Spionage beschuldigt worden. Der Komponist Isang Yun hatte zehn Jahre Zuchthaus erhalten. Der Physiker Chung Kyao Myung war zum Tode verurteilt worden. Die Bundesregierung hatte aus Protest ihren Botschafter zurückgerufen.
5. Dezember
USA/CSSR 1968 – Die Vereinigten Staaten hatten dem Ende Februar in die USA geflüchteten tschechoslowakischen Generalmajor Jan Sejna politisches Asyl gewährt. Der ehemals ranghöchste Polit-Offizier der CSSR-Armee hatte angeblich einen Putsch zugunsten des am 30. Januar entmachteten KP-Chefs Antonín Novotný vorbereitet.
6. Dezember
BRD/DDR 1968 – In der DDR-Hauptstadt Ost-Berlin hatten die Bundesrepublik und die DDR ein Abkommen über die Ausweitung des zinslosen Überziehungskredits („Swing“) im innerdeutschen Handel geschlossen.
6. Dezember
BRD/West-Berlin 1968 – In einem Revisionsverfahren von einem Schwurgericht in West-Berlin war der frühere Beisitzer am NS-Volksgerichtshof, Hans-Joachim Rehse, von der Anklage des Mordes freigesprochen worden.
6. Dezember
BRD 1968 – Bundesverkehrsminister Georg Leber hatte in einer Antwort auf eine schriftliche Abgeordnetenanfrage die Auffassung vertreten, dass Autos nicht so grell bemalt sein durften, dass sie Verkehrsteilnehmer in ihrer Aufmerksamkeit behinderten. Gegen sogenannte Hippie-Autos war Einschreiten seitens der Polizei gestattet.
7. Dezember
Sowjetunion/CSSR 1968 – Der sowjetische Parteichef Leonid I. Breschnew hatte bei Verhandlungen zwischen der Sowjetunion und der CSSR in Kiew die Lieferung von Getreide, Erdgas und die Einräumung eines Kredits von bis zu zwei Milliarden DM von der endgültigen Entmachtung der in der KPC verbliebenen Reformpolitiker abhängig gemacht. Das Ergebnis der Verhandlungen (7. bis 8. Dezember) war zunächst geheim geblieben.
7. Dezember
Österreich 1968 – In Salzburg hatte der 71-jährige deutsche Schriftsteller Carl Zuckmayer das Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich erhalten. Die Auszeichnung entsprach der Friedensklasse des Ordens Pour le mérite der Bundesrepublik.
8. Dezember
BRD 1968 – In Frankfurt am Main (Hessen) hatten linke Gruppierungen und Parteien unter dem Namen „Aktion demokratischer Fortschritt“ (ADF) ein Wahlbündnis für die Bundestagswahl 1969 geschlossen. Die DKP, die Deutsche Friedens-Union (DFU), der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) und weitere Organisationen wollten gemeinsam die 5-Prozent-Hürde „knacken“.
8. Dezember
Vietnam/USA 1968 – Zu den Gesprächen mit Nordvietnam, der Nationalen Befreiungsfront Südvietnams (Vietcong) und den USA über eine Beendigung des Vietnamkrieges war eine Abordnung der Regierung Südvietnams als letzte Delegation in Paris eingetroffen. Zur Teilnahme an den Verhandlungen hatte sich Südvietnam erst nach längerer Weigerung entschieden.
9. Dezember
China 1968 – In der Volksrepublik China war eine großangelegte Massenumsiedlung angelaufen. Es sollten viele 100.000 Menschen aufs Land geschickt werden.
9. Dezember
BRD 1968 – Das Buch „Erinnerungen an die Zukunft“ des umstrittenen Schweizer Autors Erich Däniken hatte Platz eins der „Spiegel“-Bestsellerliste für Sachbücher erreicht.
9. Dezember
BRD/Musik 1968 – Die geplante Uraufführung des Oratoriums „Das Floß der Medusa“ von Hans Werner Henze in Hamburg hatte nicht stattgefunden.
10. Dezember
Nobelpreise 1968 – In Oslo (Norwegen) und Stockholm (Schweden) waren die Nobelpreise für 1968 verliehen worden.
10. Dezember
International 1968 – In Köln hatte „amnesty international“ zum Internationalen Tag der Menschenrechte bekanntgegeben, dass bisher etwa 1.900 politische Gefangene in allen Ländern der Welt freigelassen wurden waren auf ihre Intervention hin.
10. Dezember
BRD 1968 – In Frankfurt am Main (Hessen) hatte der Verband Deutscher Flugleiter beschlossen, seine Aktion „Dienst nach Vorschrift“ für den Weihnachtsflugverkehr auszusetzen. Mit ihrem Bummelstreik, der am 28. Oktober begonnen hatte, wollten die Fluglotsen höhere Löhne und eine Lockerung ihres beamtenähnlichen Status durchsetzen.
10. Dezember
International 1968 – Ein Kongress der Weltgesundheitsorganisation in Beirut (Libanon)
machte auf die Gefahr aufmerksam, dass ein Drittel der Welt malariaverseucht oder akut von Malaria bedroht war.
11. Dezember
BRD 1968 – Mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit hatte der Bundestag in Bonn verfassungsändernde Gesetze zur Finanzreform beschlossen, die einen Kompetenzzuwachs für den Bund auf Kosten der Länder bedeuteten. Einige Mitglieder des Bundesrates, der noch zustimmen musste, hatten bereits ihren Widerstand angekündigt.
11. Dezember
USA 1968 – In Washington hatte der neugewählte US-Präsident Richard M. Nixon seine künftige Regierung vorgestellt. Darin hatte William P. Rogers das Außenministerium übernommen und Melvin Laird übernahm das Verteidigungsressort. Nixons Amtszeit begann am 20. Januar 1969.
11. Dezember
Schweiz 1968 – In Bern waren jugendliche Angehörige der Organisation „Belier“ (Sturmbock) in eine Sitzung der Vereinigten Bundesversammlung eingedrungen, die den Bundespräsidenten für das Jahr 1969 wählte. Nach einem Handgemenge waren die Jugendlichen, die für die Errichtung eines selbständigen Kantons Jura aus den französisch sprechenden Teilen des Kantons Bern demonstrierten, aus dem Saal gedrängt und verhaftet worden.
12. Dezember
BRD 1968 – In Bonn waren junge Menschen aus der ganzen Bundesrepublik in einen bis zum 21. Dezember befristeten Hungerstreik getreten. Sie wollten damit auf das Massensterben im Kriegsgebiet von Biafra aufmerksam machen.
12. Dezember
BRD 1968 – Im Mannheimer Nationaltheater war das Schauspiel „Blues for Mister Charlie“ des US-Autors James Baldwin zum ersten Mal in der BRD aufgeführt worden.
12. Dezember
Großbritannien 1968 – Die britische Premiere des Schauspiels „Die Soldaten“ von Rolf Hochhuth in London hatte bei den Zuschauern nicht den erwarteten Erfolg gehabt. Das umstrittene Drama das den britischen Luftkrieg gegen deutsche Städte im Zweiten Weltkrieg als Verbrechen darstellte, hatte in Großbritannien erst nach der Aufhebung der Theaterzensur aufgeführt werden können.
13. Dezember
Brasilien 1968 – Durch einen Staatsstreich war Brasilien zur Militärdiktatur geworden. Staatspräsident Arturo da Costa e Silva hatte sich mit dem „Institutionellen Akt Nr. 5“ diktatorische Vollmachten verliehen.
13. Dezember
Algerien 1968 – In einigen Bergdistrikten hatte ein ungewöhnlich strenger Wintereinbruch in Nordafrika zu Lawinengefahr geführt. Zwei Passstraßen im Atlasgebirge mussten gesperrt werden.
14. Dezember
Hongkong 1968 – Bisher waren 32 Menschen an der asiatischen Grippe gestorben, die seit Anfang Juli in der britischen Kronkolonie grassierte. Jeder fünfte der etwa vier Millionen Einwohner war von dem Grippevirus befallen.
14. Dezember
Fußball 1968 – In einem Freundschaftsspiel in Rio de Janeiro (Brasilien) hatten sich die Fußball-Nationalmannschaften der BRD und Brasiliens 2:2 getrennt. Der Pausenstand war noch 2:0 für Brasilien gewesen.
15. Dezember
BRD 1968 – Die Delegierten hatten auf dem Parteitag der CSU in München (Bayern) Bundesfinanzminister Franz Josef Strauß mit 501 von 525 gültigen Stimmen als Parteivorsitzenden bestätigt. Ein neues Parteiprogramm war ohne Gegenstimme gebilligt worden.
15. Dezember
Griechenland 1968 – König Konstantin II. hatte durch ein Dekret der griechischen Militärregierung den Oberbefehl über die Streitkräfte verloren, den er formell noch ausgeübt hatte. Zunächst hatte der König den Militärputsch vom 21. April 1967 begrüßt, hatte aber nach seinem missglückten Gegenputsch am 13. Dezember 1967 ins Exil flüchten müssen.
16. Dezember
Italien 1968 – Zahlreiche Metzger Italiens hatten in einem Fernsehbericht zugegeben, dass es allgemein üblich wäre, Kälber mit Hilfe von Drüsenextraktinjektionen zu mästen.
16. Dezember
BRD 1968 – Vor der norddeutschen Küste hatte „Radio Nordsee“, der erste deutsche Piratensender, sein Unterhaltungsprogramm gestartet.
16. Dezember
BRD 1968 – Der Roman „Deutschstunde“ von Siegfried Lenz hatte Platz eins der „Spiegel“-Bestsellerliste für Belletristik erreicht.
16. Dezember
BRD 1968 – In Anwesenheit von Bundespräsident Heinrich Lübke war in Zuge der bundesdeutschen Bildungsreform die Ruhr-Universität Dortmund eröffnet worden. Während der Feier im Dortmunder Stadttheater hatten Studenten der Pädagogischen Hochschule Ruhr gegen den Dozentenmangel an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen protestiert. Es war dabei zu Handgreiflichkeiten gekommen.
17. Dezember
International/Vatikan 1968 – Etwa 40 international bekannte katholische Theologen aus mehreren Ländern hatten in einer an den Vatikan gerichteten Erklärung größere wissenschaftliche Freiheiten gefordert. Sie hatten eine weitgehende Reform der römischen Kurie und insbesondere auch der Kongregation für die Glaubenslehre empfohlen.
17. Dezember
West-Berlin 1968 – Die „Ad-hoc-Gruppe Christliche Weihnacht 1968“ hatte mit massiven Störungen der Weihnachtsgottesdienste in West-Berlin gedroht. Die APO-Anhänger hatten die Abschaffung der Weihnachtsfeiertage und darüber hinaus Gottesdienste gefordert, die die Probleme der Welt nicht verschleierten.
18. Dezember
BRD/West-Berlin 1968 – Der neue Bundespräsident sollte am 5. März 1969 in West-Berlin gewählt werden. Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier hatte nach einer Sitzung des Ältestenrates des Bundestages bekanntgegeben, dass er die Bundesversammlung einberufen werde, die den Nachfolger von Heinrich Lübke wählen würde.
18. Dezember
BRD 1968 – Erstmals war in der Bundesrepublik der britische Spielfilm „Oliver“ von Carol Reed gezeigt worden. Er hatte den Oscar 1968 für die beste Regie erhalten.
18. Dezember
BRD 1968 – Die Bundesregierung hatte sich offiziell einverstanden erklärt mit den vom Internationalen Olympischen Komitee aufgestellten Regeln für die Olympischen Spiele 1972 in München. Danach nahm die DDR mit eigener Mannschaft, eigener Flagge und eigener Hymne an den Spielen teil. Bis 1964 gab es eine gesamtdeutsche Mannschaft.
19. Dezember
Brasilien 1968 – Gegen die Umwandlung Brasiliens in eine Militärdiktatur am 13. Dezember hatte sich Widerstand formiert. In Sao Paolo hatten Journalisten mit einem mehrstündigen Sitzstreik gegen die von der Regierung verhängte Pressezensur protestiert. In einer Erklärung warfen katholische Geistliche der Regierung vor, dass sie eine Kirchenverfolgung eingeleitet hatte.
19. Dezember
USA 1968 – Das Internationale Fernmeldesatellitenkonsortium hatte drei Monate nach dem Fehlstart von „Intelsat 3“ von Kap Kennedy aus „Intelsat 3a“, den bisher größten Nachrichtensatelliten, der gleichzeitig 1000 Ferngespräche und ein Fernsehbild übertragen konnte, gestartet.
19. Dezember
Niederlande/Belgien 1968 – Der ausgebaute und auch für Seeschiffe geeignete Zeekanal Gent-Terneuzen war von der niederländischen Königin Juliana und Baudoin I., dem König der Belgier, eröffnet und für den Verkehr freigegeben worden.
20. Dezember
BRD/Iran 1968 – Zwischen der Bundesrepublik und dem Iran war ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen worden.
20. Dezember
BRD/Justiz 1968 – Im zweiten Frankfurter Euthanasie-Prozess, der rund 20 Monate gedauert hatte, war das Urteil ergangen. Der 64-jährige Kaufmann Reinhold Vorberg war wegen Beihilfe zum Mord an mehreren tausend Menschen zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Der 58-jährige Rechtsanwalt Dietrich Allers bekam acht Jahre Zuchthaus.
20. Dezember
BRD 1968 – Ein Hamburger Schwurgericht hatte Alexander Hembluck zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Er war als Eisenbahnattentäter „Roy Clark“ bekannt geworden.
20. Dezember
BRD/Sport 1968 – Franz Keller (Nordische Kombination), Ingrid Becker (Fünfkampf) und der Deutschland-Achter waren die bundesdeutschen „Sportler des Jahres 1968“ geworden.
21. Dezember
UNO 1968 – In New York war die 23. Generalversammlung der Vereinten Nationen zu Ende gegangen. Sie hatte am 24. September begonnen und während der Zeit 117 Resolutionen ausgearbeitet.
21. Dezember
Raumfahrt 1968 – Mit dem Start von „Apollo 8“ war die erste bemannte Mondumkreisung durchgeführt worden. Die Besatzung umfasste die drei US-Astronauten William Anders, James Lovell und Frank Borman.
21. Dezember
BRD 1968 – An der Hamburger Staatsoper gelangte die Science-Fiction-Oper „Hilfe, Hilfe, die Globolinks“ von Gian Carlo Menotti zur Uraufführung. Sie wurde vom Komponisten selbst inszeniert. Er hatte die Oper eigens für die Hamburger Staatsoper komponiert.
22. Dezember
Österreich 1968 – Die Brenner-Autobahn zwischen Innsbruck und dem Brennersee, kurz vor der italienische-österreichischen Grenze konnte nun auf 36 km durchgehend befahren werden. Mit der offiziellen Freigabe für den Verkehr entstand für die Autofahrer künftig eine Fahrzeit-Ersparnis von mehr als einer Stunde.
22. Dezember
Ungarn 1968 – Etwa 40 km südöstlich der Hauptstadt Budapest waren bei einem Zugunglück 43 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 57 Menschen waren schwer verletzt worden. Die meisten Opfer waren Kinder gewesen.
22. Dezember
USA 1968 – In der New Yorker Marble Collegiate Church hatten Julie Nixon, die jüngere Tochter des künftigen US-Präsidenten Richard M. Nixon, und David Eisenhower, ein Enkel des ehemaligen US-Präsidenten Dwigth D. Eisenhower, im engeren Familienkreis geheiratet.
23. Dezember
Nordkorea/USA 1968 – Nach längeren Verhandlungen mit US-amerikanischen Unterhändlern hatte Nordkorea die 82 Besatzungsmitglieder des US-Nachrichtenschiffs „Pueblo“ freigelassen. Dieses war am 23. Januar von nordkoreanischen Patrouillenbooten aufgebracht worden. Es hatte angeblich die von Nordkorea beanspruchte 12-Meilen-Zone verletzt.
23. Dezember
Italien 1968 – In der süditalienischen Stadt Catanzaro waren 73 Männer zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Damit hatte das Gericht den Schlussstrich unter die blutigen Fehden gezogen, die zwei Mafia-Gruppen in Palermo (Sizilien) gegeneinander ausgetragen hatten. Die beiden Anführer Pietro Toretta und Angelo la Barbera hatten 27 bzw. 22 Jahre Gefängnis bekommen.
24. Dezember
West-Berlin 1968 – In West-Berlin war es bei den weihnachtlichen Gottesdiensten in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche zu Störungen gekommen. Jugendliche Demonstranten hatten eine Christus-Statue umgestürzt und in Anschluss daran Plakate mit der Aufschrift „Ihr Heuchler“ entrollt.
24. Dezember
USA 1968 – Unter den Weihnachtsgeschenken der US-Bürger hatte sich ein neuer Puppentyp befunden. Gefragt waren die farbigen „Soul Dolls“ mit krausen Haaren. Die schwarze Puppe als Gegenstück zur weißen gab es je nach Wunsch als Lach-, Sprech- oder Laufpuppe.
24. Dezember
Raumfahrt 1968 – Zum ersten Mal hatte mit „Apollo 8“ eine menschliche Besatzung den Mond umkreist. Die drei US-Astronauten Frank Borman, James Lovell und William Anders waren am 21. Dezember gestartet. William Anders fotografierte den Erdaufgang, eine Szene, die Berühmtheit erlangte.
25. Dezember
Raumfahrt 1968 – Zum Weihnachtsfest hatten die „Apollo 8“-Astronauten Frank Borman, James Lovell und William Anders den Fernsehzuschauern auf der Erde den ersten Blick auf die kahle Mondoberfläche aus einer Höhe von 112 km ermöglicht.
25. Dezember
BRD 1968 – Nachdem die Weihnachtsfeiertag mit nasskaltem, trübem und regnerischem Wetter begonnen hatten, begann es am Abend zu schneien. Der überwiegende Teil der Bundesbürger hatte einen weißen zweiten Weihnachtsfeiertag erlebt.
26. Dezember
Griechenland/Israel 1968 – Auf dem Athener Flughafen hatten zwei Mitglieder der palästinensischen Untergrundbewegung „Al Fatah“ einen Anschlag auf ein Passagierflugzeug vom Typ Boeing 707 der israelischen Luftfahrtgesellschaft „El Al“ verübt. Dabei war ein Passagier umgekommen, zwei weitere waren verletzt worden.
26. Dezember
China 1968 – Der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas, Mao Zedong, beging seinen 75. Geburtstag. Die offizielle Gratulation des nordvietnamesischen Staatspräsidenten Ho Chi Minh war als Zeichen der Verbesserung der Beziehungen zwischen Hanoi und Peking gewertet worden.
27. Dezember
Vietnam 1968 – Eine halbe Stunde nach Beendigung der dreitägigen Waffenruhe über Weihnachten waren die Kämpfe in Vietnam wieder aufgenommen worden. Auch die vereinbarte Weihnachtswaffenruhe im Biafra-Krieg war mit Kämpfen beendet worden, nachdem die nigerianische Zentralregierung eine Verlängerung bis zum Monatsende abgelehnt hatte.
27. Dezember
China 1968 – Über den westlichen Teil der Volksrepublik China war die zweite chinesische Wasserstoffbombe zur Explosion gebracht worden. Die erste H-Bombe wurde am 17. Juni 1967 gezündet.
27. Dezember
Raumfahrt 1968 – Nach ihrem Flug zum Mond waren die US-Astronauten Frank Borman, James Lovell und William Anders um 4:51 Uhr Ortszeit (16:51 MEZ) nach 147 Stunden sicher zur Erde zurückgekommen. „Apollo 8“ war rund 1000 Meilen südwestlich von Hawaii im Pazifik niedergegangen.
28. Dezember
Israel/Libanon 1968 – Ein israelisches Kommando hatte einen Überraschungsangriff auf den internationalen Flughafen der libanesischen Hauptstadt Beirut verübt und dabei zahlreiche Flugzeuge zerstört. Die Aktion war mit einem Anschlag begründet worden, den zwei Araber am 26. Dezember auf eine israelische Verkehrsmaschine unternommen hatten.
28. Dezember
West-Berlin 1968 – Auf dem West-Berliner Kurfürstendamm hatte das viertägige Straßenfestival „Silvestival“ begonnen. Die „Non-stop-Fete“, die finanziell vom Senat unterstützt wurde, hatte mehrere hunderttausend Menschen angezogen.
29. Dezember
CSSR 1968 – Der tschechoslowakische Staatspräsident Ludvík Svoboda hatte den bisherigen Ministerpräsidenten Oldrich Cernik mit der Bildung der neuen Bundesregierung beauftragt, der die gleichfalls neu zu bildenden Regierungen der Slowakei und der Tschechei untergeordnet werden sollten.
29. Dezember
Skisport 1968 – In Oberstdorf (Bayern) hatte der Doppelweltmeister Björn Wirkola (Norwegen) zum Auftakt der 17. Deutsch-Österreichischen Vierschanzentournee vor 7.000 Zuschauern auf der Schattenbergschanze das erste internationale Skispringen der Saison gewonnen. Er hatte mit Weiten von 78 m und 73 m gesiegt.
30. Dezember
CSSR 1968 – Weil er als führender Reformer der CSSR von der Sowjetunion abgelehnt wurde, dauerte die Kontroverse in der Tschechoslowakei um den Parlamentspräsidenten Josef Smrkovský an. Zu den schärfsten Gegnern Smrkovskýs zählte der slowakische KP-Chef Gustav Husák. Er forderte die Besetzung des Postens eines Parlamentspräsidenten mit einem Solowaken.
30. Dezember
USA 1968 – Die Verhandlungen zur Beilegung des US-amerikanischen Hafenarbeiterstreiks für höhere Löhne war erneut ein Misserfolg gewesen. Infolge des Streiks, an dem sich mehr als 75.000 Hafenarbeiter beteiligten, hatten insgesamt mehr als 160 Schiffe festgelegen, der größte Teil davon in den Atlantikhäfen.
31. Dezember
BRD 1968 – Die Bundesbürger hatten schätzungsweise 55 Millionen DM für Feuerwerkskörper für die Silvesternacht ausgegeben. Das hatte einer Steigerung von knapp 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entsprochen.
31. Dezember
Sowjetunion 1968 – Die Tupolew Tu-144, das erste Überschall-Passagierflugzeug der Welt, war zu ihrem Jungfernflug gestartet.



 

Dezember 1968 in den Nachrichten

.... >>>

Werbung 1968 Reklame

<< Das geschah 1967

Das geschah 1969 >>

privacy policy