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August 1969 - Das Woodstock-Festival

Kalender August 1969
Für die Jugendlichen in den Vereinigten Staaten und auch international war das Woodstock Music and Art Festival – 3 Days of Peace and Music – kurz Woodstock-Festival genannt – der Höhepunkt der US-amerikanischen Hippiebewegung. Das Open-Air-Musikfestival lockte Besucher von überall an. Musikalisch wurden Musikrichtungen wie Folk, Rock, Psychedelic Rock, Blues und Country geboten. Zu den Stars gehörten u. a. Jimi Hendrix, Janis Joplin, Joan Baez und „The Who“. Die Zuschauerzahlen waren auf 400.000 geschätzt worden. Damit waren sie um das Doppelte übertroffen worden, als man erwartet hatte. Die Besucher ließen sich weder vom schlechten Wetter noch von den teilweise katastrophalen Zuständen aufgrund organisatorischer Missstände beirren. Letztendlich ging das Festival für seine friedliche Stimmung in die Musikgeschichte ein. Aber auch für den Gebrauch von LSD, Mescalin, Haschisch und Marihuana. Unter dem Eindruck der durch die 68er-Bewegung thematisierten gesellschaftlichen Konflikte wurde Woodstock im Nachhinein zu einem bis heute aufrechterhaltenen mystifizierten Mythos eines friedliebenden, künstlerischen und „anderen“ Amerika. Und der Dokumentarfilm „Woodstock“, der auf dem Festival entstanden war, erhielt nicht nur einen Oscar, sondern gilt als einer der erfolgreichsten Dokumentarfilme. Er half auch, den Mythos weiterzutragen und zu erhalten.
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Wichtige Ereignisse im August 1969

1. August
Leichtathletik 1969 – In der Öffentlichkeit waren Zweifel am sogenannter Erdteilkämpfe der Leichtathleten laut geworden. Zum zweiten Erdteilkampf zwischen Europa und Amerika, der vom 30. bis 31. Juli in Stuttgart (Baden-Württemberg) stattfand, waren die Amerikaner mit einer nur mittelmäßig besetzten Mannschaft angetreten.
1. August
BRD 1969 – An der Bayerischen Staatsoper in München (Bayern) war die einaktige Oper „Das Spiel von Liebe und Tod“ von Jan Cikker zur Uraufführung gelangt. Die musikalische Leitung hatte Vacláv Neumann und die Regie führte Günther Rennert. Das Libretto hatte Jan Cikker nach dem Schauspiel von Romain Rolland geschrieben.
2. August
USA/Rumänien 1969 – US-Präsident Richard M. Nixon war zu einem zweitägigen Besuch in Rumänien eingetroffen. Dieser Besuch war im Vorfeld bereits als politische Sensation gewertet worden. Seit der Konferenz von Jalta 1945 war erstmals ein US-Präsident in ein kommunistisches Land gereist. Allerdings ging Rumänien unter Staats- und Parteichef Nicolae Ceausescu innerhalb des Ostblock einen Sonderweg.
2. August
West-Berlin/BRD 1969 – Bei Demonstrationen gegen das Ausfliegen von Wehrdienstverweigerern war es in West-Berlin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen.
2. August
BRD 1969 – Die IG Metall und der Unternehmerverband „Gesamtmetall“ hatten einen neuen Tarifvertrag für die fast vier Millionen Beschäftigten in der Metallindustrie unterzeichnet. Vorgesehen war ab 1. September eine Lohn- und Gehaltserhöhung um 8 Prozent sowie eine stufenweise Verlängerung des Jahresurlaubs.
2. August
BRD 1969 – Zum vorläufig letzten Mal hatte die ARD die populäre Quizsendung „Einer wird gewinnen“ mit dem Moderator Hans-Joachim Kulenkampff ausgestrahlt. Rund 25 Millionen Zuschauer in Europa hatten diese 43. Sendung verfolgt.
2. August
Leichtathletik 1969 – In Hannover (Niedersachsen) wurden bis zum 3. August die deutschen Mehrkampfmeisterschaften der Leichtathletik ausgetragen. Im Zehnkampf der Männer war der Mainzer Hans-Joachim Walde mit 7956 Punkten siegreich. Im Fünfkampf hatte der Essener Wolfgang Tilly mit 3524 Punkten gewonnen. Die Deutsche Meisterin im Fünfkampf war Karin Mack aus München mit 4665 Punkten geworden.
3. August
Automobilrennsport 1969 – Der Belgier Jackie Ickx auf Brabham gewann den Großen Automobilpreis von Deutschland für Formel-I-Rennwagen auf dem Nürburgring. Er hatte bei einer Gesamtstrecke von 319,7 km eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 174,498 km/h erreicht.
4. August
Pakistan 1969 – Der neue pakistanische Staatschef Aga-Muhammad Yahya Khan hatte sein bestehendes Kabinett erweitert. Das bisher nur aus vier Militärs bestehende Kabinett war um einen siebenköpfigen zivilen Ministerrat erweitert worden. Das Kriegsrecht war bestehen geblieben.
5. August
Italien 1969 – Der Christdemokrat Mariano Rumor hatte nach einmonatiger Regierungskrise ein christdemokratisches Minderheitskabinett gebildet. Nach der am 9. August verlesenen Regierungserklärung hatte der alte und neue Ministerpräsident die Unterstützung der Mitte-Links-Parteien gesucht. Am 10. August hatte ihm die Abgeordnetenkammer in Rom mit 346 gegen 245 Stimmen bei 6 Enthaltungen das Vertrauen ausgesprochen.
5. August
BRD 1969 – Der Bayerische Ministerrat hatte den Bau eines neuen Großflughafens für München bei Erding beschlossen. Die Kosten für den 28 km vom Stadtzentrum entfernt gelegenen Flughafen München II waren auf 1,4 Milliarden DM geschätzt worden.
6. August
Rumänien 1969 – In der Hauptstadt Bukarest hatte der X. Parteitag der rumänischen KP begonnen, der bis zum 12. August dauerte. Klar demonstriert worden war die unumstrittene Führungsrolle von Staats- und Parteichef Nicolae Ceausescu.
6. August
BRD 1969 – Das Bundeskabinett hatte Förderungsmaßnahmen für den Saarkohlenbergbau beschlossen. Diese sollten der Saarbergwerke AG zu einer Umstrukturierung ihres Produktionsprogramms verhelfen. Die Saarbergwerke AG hatte u. a. eine Bürgschaft von 300 Millionen DM für Investitionen außerhalb des Kohlebereichs erhalten.
7. August
West-Berlin/International 1969 – Die drei Westmächte USA, Großbritannien und Frankreich hatten der Sowjetunion neue diplomatische Initiativen zur Lösung der Berlin-Frage vorgeschlagen. Ausgeräumt werden sollten vor allem die Spannungen zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland.
7. August
USA 1969 – Der US-Senat hatte nach heftigen Debatten mit ausgesprochen knapper Mehrheit die erste Baustufe des umstrittenen Raketenabwehrsystems ABM bewilligt.
8. August
BRD 1969 – Der Landesvorsitzende der bremischen SPD hatten den früheren Fraktionsvorsitzenden Richard Boljahn zur Niederlegung seines Bürgerschaftsmandats aufgefordert. Diese Forderung hatte im Zusammenhang mit der Bauland-Affäre in Bremen gestanden.
8. August
Frankreich 1969 – Der französische Ministerrat hatte unter Vorsitz von Staatspräsident Georges Pompidou in einer außerordentlichen Sitzung eine Abwertung des Franc um 12,5 Prozent beschlossen. Am 10. August war ein bis zum 15. September befristeter Preisstopp verordnet worden.
8. August
Reitsport 1969 – Beim Nationenpreis in der irischen Hauptstadt Dublin hatte die bundesdeutsche Springreiter-Equipe in der Besetzung Lutz Merkel, Alwin Schockemöhle, Hartwig Steenken und Hans Günther Winkler den Sieg errungen. Die BRD-Mannschaft hatte im Stechen Großbritannien und Italien auf die Plätze verwiesen. Damit hatten die bundesdeutschen Reitern nach ihren Siegen in Rom (Italien), Aachen (BRD) und London (Großbritannien) bereits den vierten Nationenpreis im Jahr 1969 gewonnen.
9. August
Kuba/Chile 1969 – Eine offizielle chilenische Handelsmission unter Führung des früheren Senators Baltazar Castro hatte einen Besuch auf Kuba begonnen, der bis zum 24. August dauerte. Die Reise war auf Einladung des kubanischen Staatschefs Fidel Castro zustande gekommen. Sie sollte Vorbereitungen zur Wiederaufnahme von Handelsbeziehungen dienen.
9. August
BRD/Fußball 1969 – Die drei bundesdeutschen Lotto- und Totogesellschaften hatten mit Beginn der Fußball-Punktspielsaison 1969/70 die sogenannte Elfer-Wette eingeführt. Diese Ergebniswette ersetzte die bisherige Zwölferwette. Es genügten neun richtige Voraussagen über den Spielausgang für einen Gewinn im dritten Rang.
9. August
In der Nacht vom 8. auf den 9. August hatte sich in einer Villa in Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) ein spektakulärer fünffacher Mord ereignet, bei dem u. a. die US-Filmschauspielerin Sharon Tate, die hochschwangere Ehefrau des Regisseurs Roman Polanski auf grausame Weise umgebracht worden war. Die Manson-Familie war mit den Tate-LaBianca-Morden in die Kriminalgeschichte der USA eingegangen und war durch die Taten weltweit bekanntgeworden.
10. August
Radrennsport 1969 – Der 26-jährige Herm Ottenbros (Niederlande) hatte die 36. Straßenweltmeisterschaft auf einem Automobilrundkurs in Zolder (Belgien) gewonnen. Ottenbros hatte nach der 2628 km langen Wettfahrt vor 200.000 Zuschauern im Spurt Julien Stevens (Belgien) besiegt und war damit Nachfolger des Italieners Vittorio Adomi geworden. Der favorisierte Tour-de-France-Sieger Eddy Merckx (Belgien) hatte aus Enttäuschung das Rennen vorzeitig beendet.
11. August
Sambia 1969 – Staatschef Kenneth Kaunda hatte einen Regierungsbeschluss bekanntgegeben. Danach sollte eine Aktienmehrheit von 51 Prozent an den Kupferminen in Sambia in Staatsbesitz übergehen. Zur Begründung hatte Kaunda erklärt, dass es sich nicht mit der Würde eines Staates vereinbaren lasse, seine Bodenschätze auf unbegrenzte Zeit ausländischen Kapitalisten zu überlassen.
11. August
Kambodscha 1969 – Das Staatsoberhaupt Norodom Sihanouk hatte nach dem Rücktritt des bisherigen Kabinetts General Lon Nol mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. Nach der Vorstellung des neuen Kabinetts am 12. August hatte Lon Nol in seiner Regierungserklärung u. a. die Ziele der nationalen Unabhängigkeit und der strikten Neutralität formuliert.
11. August
Tennis 1969 – Am Hamburger Rothenbaum hatte der Australier Tony Roche mit 6:1, 5:7, 7:5 und 8:6 gegen den Niederländer Tom Okker das Endspiel der Internationalen Tennismeisterschaften von Deutschland gewonnen. Bei den Damen hatte die Australierin Judy Tegart im Einzel mit 6:3, 6:4 gegen die Essenerin Helga Niessen gewonnen.
12. August
Nordirland 1969 – Die Kämpfe zwischen Protestanten und Katholiken in Nordirland waren eskaliert. Am 19. August war der britischen Armee die Verantwortung für die Sicherheit in diesem Krisengebiet übertragen worden.
13. August
China/Sowjetunion 1969 – In der chinesischen Provinz Sinkiang war es erneut zu Grenzgefechten mit sowjetischen Truppenteilen gekommen. Beide Seiten hatten sich gegenseitig beschuldigt, den Zwischenfall verursacht zu haben.
13. August
Jugoslawien/Rumänien 1969 – Nach der Errichtung eines Dammes durch die Donau am sogenannten Eisernen Tor (Donau-Durchbruch) in den Südkarpaten an der Grenze zwischen Jugoslawien und Rumänien war mit den Arbeiten am ersten Bauabschnitt eines neuen Flusskraftwerkes begonnen worden. Im Schutz des Fangdammes sollte der mittlere Teil des bis zu 60 m hohen Staudammes errichtet werden. Das als rumänisch-jugoslawische Gemeinschaftsunternehmen konzipierte Flusskraftwerk, das das drittgrößte der Welt werden würde, war am 16. Mai 1972 eingeweiht worden.
13. August
BRD 1969 – Bei einem Zugunglück bei Meckelfeld nahe Hamburg kamen vier Menschen ums Leben, weitere 33 Menschen wurden verletzt. Ein Eilzug aus Bremen war mit großer Wucht auf einen Fernzug aus München geprallt.
14. August
BRD 1969 – Nach der CDU hatte auch die SPD mit der „heißen Phase“ des Bundestagswahlkampfes begonnen.
14. August
BRD 1969 – Die staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen den katholischen Weihbischof Matthias Defregger im Zusammenhang mit der Erschießung von italienischen Geiseln im Zweiten Weltkrieg waren eingestellt worden. Später war Defregger von seinem Amt als Regionalbischof zurückgetreten.
14. August
BRD 1969 – Der Italo-Western „Spiel mit das Lied vom Tod“ von Sergio Leone war in den bundesdeutschen Kinos angelaufen. Besonders einprägsam war die Musik von Ennio Morricone.
14. August
Großbritannien 1969 – In Nordirland hatte der Einsatz britischer Truppen begonnen.
14. August
Schwimmen 1969 – In Louisville (US-Bundesstaat Kentucky) hatte der Mannheimer Schwimmer Hans Faßnacht über 400 m Freistil in 4:04,0 min einen Weltrekord erzielt. Am 17. August hatte der US-Schwimmer Mike Burton an gleicher Stelle die Freistilweltrekorde über 800 m und 1500 m auf 8:28,8 min bzw. 16:04,5 verbessert.
15. August
DDR/West-Berlin 1969 – In einem Schreiben an den Regierenden Bürgermeister von West-Berlin, Klaus Schütz hatte DDR-Innenminister Friedrich Dickel gegen Transporte von Kriegsdienstgegnern aus West-Berlin in die Bundesrepublik protestiert. Im Auftrag der DDR-Regierung hatte er dabei die Erwartung ausgesprochen, dass der West-Berliner Senat künftig den „Erfordernissen eines entmilitarisierten Status West-Berlin Rechnung trägt“.
15. August
Musik/International 1969 – Im US-amerikanischen Bundesstaat New York begann das Woodstock Music and Art Festival auf einem Farmgelände nahe der Kleinstadt Bethel, etwa 70 km südwestlich vom namensgebenden und ursprünglich als Festivalort geplanten Woodstock. Das Festival, das bis zum 17. August geplant war, endete erst am Morgen des 18. August.
16. August
Indonesien 1969 – Staatspräsident Kemusu Suharto hatten den Anschluss Westirians (Irian Jaya, früher Holländisch-Westneuguinea) an Indonesien bekanntgegeben. Ein umstrittener Volksentscheid unter den rund 800.000 wahlberechtigten Einwohnern Westirians (vorwiegend Papuas) war vorausgegangen. In Pressekommentaren war der demokratische Charakter des unter massiver militärischer Aufsicht abgehaltenen Referendums stark bezweifelt worden. Seit 1963 hatte Westirian unter indonesischer Verwaltung gestanden.
16. August
Indien 1969 – Bei der Präsidentschaftswahl in Indien war Varahagiri Venkata Giri zum Präsidenten gewählt worden.
16. August
USA/Ungarn 1969 – In den USA und in Ungarn war eine Vereinbarung bekanntgeworden, die u. a. die Errichtung eines ungarischen Handelsbüros in New York und eine personelle Aufstockung der Botschafter beider Staaten zum Inhalt hatte. Zwischen den Vereinigten Staaten und Ungarn hatte das jährliche Handelsvolumen rund 15 Millionen US-Dollar (60 Millionen DM) betragen.
16. August
Medizin/International 1969 – Nach dem Tod des prominentesten Patienten mit einem fremden Herzen, des Südafrikaners Philip Blaiberg, waren wieder Diskussionen um den Sinn von Herzverpflanzungen aufgeflammt.
16. August
USA 1969 – Im US-Bundesstaat Kalifornien hatte der US-Amerikaner Darry Greenamyer mit 776,449 km/h einen Geschwindigkeits-Weltrekord für Propeller-Flugzeuge aufgestellt.
17. August
Rumänien/Israel 1969 – Rumänien und Israel hatten beschlossen, die diplomatischen Vertretungen beider Länder in den Rang von Botschaften zu erheben. Daraufhin hatten verschiedene arabische Staaten, u. a. der Irak, Ägypten und der Sudan, ihre Beziehungen zu Rumänien abgebrochen.
17. August
Radrennsport 1969 – Im tschechoslowakischen Brünn (Brno) war der Schweizer Xaver Kurmann neuer Radweltmeister im 4-km-Verfolgungsfahren geworden. Enttäuschend war dagegen das Abschneiden des Olympiasiegers von 1968, Daniel Rebillard (Frankreich), der nach einer Halbfinal-Niederlage gegen Kurmann Dritter geworden war. Titelverteidiger Mogens Frey (Dänemark) war nicht am Start gewesen.
17. August
USA 1969 – Die US-Golfküste war von einem schweren Hurrikan heimgesucht worden. Der Hurrikan „Camille“ hatte eine Zuordnung der Stufe 5. Es kamen während des Sturms 256 Menschen ums Leben. Weite Gebiete in den US-Bundesstaaten Louisiana und Mississippi waren verwüstet worden. Mehr als 200.000 Menschen waren aus den betroffenen Gebieten vor dem Hurrikan geflohen.
17. August
Leichtathletik 1969 – Im Düsseldorfer Rheinstadion waren die bundesdeutschen Leichtathletik-Meisterschaften zu Ende gegangen.
18. August
BRD 1969 – Der stellvertretende Landesvorsitzende der bremischen CDU und Bürgerschaftsabgeordnete Hans-Ludwig Kulenkampff war im Zusammenhang mit der Bauland-Affäre von seinen Parteiämtern zurückgetreten und hatte sein Mandat niedergelegt.
18. August
USA 1969 – Das Woodstock-Festival, das ursprünglich am 17. August zu Ende gehen sollte, ging am Morgen des 18. August erst zu Ende.
18. August
Schweiz 1969 – Bei einem Schiffsunglück auf dem Genfer See waren 24 Menschen ums Leben gekommen. Ein zum Ausflugsdampfer umgebauter Schlepper war beim Anlegemanöver nur 70 Meter vom Ufer gekentert.
18. August
Neufundland 1969 – Im Rahmen des Projekts „Stormfury“ war im Hurrikan „Debbie“ Silberdiodid verstreut worden. Die Intensität des Hurrikan hatte sich nach diese „Impfung“ am ersten Tag um 31 Prozent, am zweiten Tag um 18 Prozent abgeschwächt. Das am meisten betroffene Gebiet war Neufundland.
19. August
Leichtathletik 1969 – In Kiew (Sowjetunion) hatte der sowjetische Leichtathlet Wladimir Dudin mit 8:22,2 min einen Weltrekord im 3000-m-Hindernislauf erreicht.
20. August
UNO/Großbritannien 1969 – Der UN-Sicherheitsrat in New York hatte sich auf Antrag der Republik Irland mit der Situation in Nordirland beschäftigt. Der irische Außenminister Patrick Hillery hatte sich für die Entsendung einer UN-Friedenstruppe in das von gewalttätigen Auseinandersetzungen erschütterte Gebiet ausgesprochen. Die nach einstündiger Debatte erfolgte Vertagung war nach Ansicht von Kommentatoren eine Zuweisung des Sicherheitsrates, dass das Nordirland-Problem als innerbritische Angelegenheit zu betrachten sei.
21. August
CSSR 1969 – In der Hauptstadt Prag war es anlässlich des ersten Jahrestages der Besetzung der CSSR durch Truppen des Warschauer Paktes zu Demonstrationen gegen die Besatzungstruppen gekommen. Bei Militäreinsätzen gegen die Demonstranten waren fünf Menschen ums Leben gekommen. Weitere 600 Protestierende waren verhaftet worden. Zahlreiche Journalisten, die über die Protestaktionen berichteten, waren ausgewiesen worden.
21. August
Israel 1969 – In Jerusalem war die Al-Aksa-Moschee schwer beschädigt worden. Die Tat hatte in der arabischen Welt heftige Empörung ausgelöst.
22. August
BRD/Sowjetunion 1969 – SPD-Fraktionschef Helmut Schmidt und seine Stellvertreter Alex Möller und Egon Franke hatten einen dreitägigen Moskau-Besuch beendet. Dabei war Schmidt zu politischen Gesprächen mit Außenminister Andrei A. Gromyko und dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Dimitri S. Poljanski zusammengetroffen.
22. August
Sowjetunion/Ungarn 1969 – In der sowjetischen Hauptstadt hatten die Sowjetunion und Ungarn ein Abkommen über den Bau einer direkten Erdölleitung von Uzgorod (heute in der Ukraine) nach Ungarn unterzeichnet. Es hatte sich um die zweite derartige Leitung gehandelt. Im Gegensatz zur ersten hatte diese nicht über tschechoslowakisches Gebiet geführt.
22. August
Radrennsport 1969 – In Brno (CSSR) hatten sich die vier schwedischen Brüder Gösta, Sture, Erik und Tomas Pettersson den Weltmeistertitel im Mannschaftsfahren auf der Straße gesichert. Sie hatten auch in den beiden Vorjahren den WM-Titel gewonnen.
23. August
BRD 1969 – Auf dem Düsseldorfer Messegelände hatte die sogenannte Teenage-Fair begonnen. Neun Tage lang hatten 116 Unternehmen Waren gezeigt, die auf eine jugendliche Zielgruppe ausgelegt waren. Eine Protestdemonstration gegen die Warenschau war von der Polizei gewaltsam beendet worden. Von insgesamt rund 300.000 Personen war die Teenage-Fair besucht worden.
24. August
BRD 1969 – Anlässlich einer Veranstaltung der rechtsextremen NPD mit ihrem Vorsitzenden Adolf von Thadden in Bielefeld (Nordrhein-Westfalen) war es zu heftigen Protesten gekommen. Am 22. August hatte es in Flensburg (Schleswig-Holstein) ebenfalls eine Demonstration gegen eine NPD-Kundgebung gegeben.
24. August
Griechenland 1969 – Auf der griechischen Insel Santorin waren die prähistorischen Anlagen der Stadt Akrotiri freigelegt worden.
24. August
Schwimmen 1969 – In Budapest (Ungarn) und Würzburg (BRD) waren erstmals die Wettbewerbe des Schwimmpokals ausgetragen worden.
24. August
Radrennsport 1969 – Im Brno (CSSR) war der 22-jährige Däne Leif Mortensen Straßenweltmeister der Amateure geworden. Auf der 181,2 km langen Strecke hatte er vor den Belgiern Jean Pierre Monsere und Gustaff von Roosboeck gesiegt.
25. August
West-Berlin 1969 – In einer Berufungsverhandlung hatte die 33. Strafkammer des Kleinen Landgerichts in West-Berlin die Strafe für Beate Klarsfeld auf vier Monate Gefängnis mit Bewährung herabgesetzt. Die 30-jährige Angeklagte war am 7. November 1968 zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, weil sie auf einem CDU-Parteitag Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger geohrfeigt hatte. Nach ihrer Ansicht habe Kiesinger unter dem NS-Regime eine bedeutende Rolle gespielt.
25. August
Irak 1969 – In der Hauptstadt Bagdad waren 15 Menschen hingerichtet worden. Die irakische Regierung hatte sie der Spionage für Israel bzw. den US-amerikanischen Geheimdienst beschuldigt. Damit waren seit Anfang des Jahres im Irak 51 Todesurteile vollstreckt worden.
25. August
Pakistan/China 1969 – Ein Teil der „Seidenstraße“ war zwischen Pakistan und China mit dem Eintreffen einer chinesischen Handelskarawane wieder eröffnet worden . China hatte 1949 diesen Teil des berühmten, bereits von Marco Polo berittenen Handelsweges geschlossen. Die Ankunft der Karawane im pakistanischen Grenzort Misgar war mit einem Volksfest gefeiert worden.
26. August
Sowjetunion/Finnland 1969 – In der finnischen Hauptstadt Helsinki hatten die Sowjetunion und Finnland ein fünfjähriges Handelsabkommen geschlossen. Vorgesehen war die Steigerung des Handelsvolumens um 33 Prozent zwischen den beiden Staaten. Bisher hatte der Handel mit der Sowjetunion rund 15 Prozent des finnischen Außenhandels umfasst.
27. August
Israel/Ägypten 1969 – Israelische Truppen hatten ein regionales Hauptquartier der ägyptischen Armee bei Asyut am Nil angegriffen. Israel hatte bei dem Angriff – eigener Darstellung zufolge – schwere Granatwerfer eingesetzt.
28. August
BRD 1969 – Der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn hatte nach fast 19-jähriger Amtszeit aus gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt angekündigt.
28. August
Großbritannien/Polen 1969 – In der britischen Hauptstadt London hatten Großbritannien und Polen ein Kreditabkommen im Wert von 20 Millionen britischen Pfund (192 Millionen DM) abgeschlossen. Es sah vor, dass Polen in Großbritannien u. a. elektronische Anlagen sowie Werkzeug-, Bau- und Straßenmaschinen kauft.
28. August
Palästina 1969 – Anhänger der Volksfront für die Befreiung Palästinas hatten ein Verkehrsflugzeug der US-amerikanischen Fluggesellschaft TWA nach Syrien entführt.
29. August
Ghana 1969 – Seit der Abstimmung über die Unabhängigkeit 1956 hatten in dem westafrikanischen Land die ersten freien Wahlen stattgefunden. Als Sieger war die von dem Soziologieprofessor Kofi Abrefa Busia geführte Progress Party (Fortschrittspartei) mit 105 von 140 Sitzen hervorgegangen. Kofi Abrefa Busia war am 3. September als Ministerpräsident vereidigt worden.
29. August
Österreich 1969 – In der Hauptstadt Wien war auf einer Konferenz von Universitätsprofessoren und -dozenten die Errichtung eines internationalen Universitätszentrums für den Frieden in der österreichischen Hauptstadt beschlossen worden. Außerdem hatte die Konferenz den Aufbau von Friedensforschungszentren in allen Ländern gefordert.
30. August
Frankreich 1969 – Vor Le Havre hatte ein 4 km langer Ölstreifen die französische Atlantikküste verschmutzt. Der Ölfilm war entstanden, als ein griechischer Kapitän auf offener See die Tanks seines Schiffes reinigen lassen hatte.
31. August
Reitsport 1969 – In Wolfsburg (Niedersachsen) war Liselott Linsenhoff (BRD) Europameisterin im Dressurreiten geworden. Zusammen mit Reiner Klimke und Josef Neckermann hatte sie auch den Mannschaftswettbewerb gewonnen.
 

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