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Eurovision Song Contest Geschichte

Der erste Eurovision Song Contest (kurz: ESC) oder auch Grand Prix Eurovision de la Chanson startete im Mai 1956 im schweizerischen Lugano. Damals nahmen gerade einmal sieben Länder teil: neben dem Gastgeberland Schweiz gehörten Deutschland, die Niederlande, Italien, Luxemburg, Belgien und Frankreich dazu (jedes Land präsentierte zwei Songs). Deutschland wurde damals von den Sängern Freddy Quinn („So geht das jede Nacht“) und Andreas Schwarz („Im Wartesaal zum großen Glück“) vertreten. Gewinner des ersten Eurovision Song Contest war übrigens die Schweiz – mit „Refrain“ von Lys Assia. 1982 sollte das ESC-Siegerjahr für Deutschland werden: Die damals siebzehnjährige Nicole holte sich mit dem Titel „Ein bisschen Frieden“ (von Ralf Siegel geschrieben) die Siegertrophäe im englischen Harrogate. Immerhin wurde sie damit an die Spitze von 18 Teilnehmerländern gewählt. Dabei sollte es dann aber (leider) auch erst einmal bleiben. Deutschland gewann zwar ab und an wieder den zweiten und auch dritten Platz – ging allerdings auch gleich fünf Male als Letztplatzierter nach Hause. Übrigens: In der langen Geschichte des Eurovision Song Contest „glänzte“ Deutschland nur ein einziges Mal wegen Abwesenheit.

Kein Eurovision Song Contest für deutschen Song im Jahre 1996.
Damals sollte der junge Sänger Leon aus NRW seinen Song „Planet of Blue“ (produziert von Hanne Haller) in Norwegen vorstellen. Dazu kam es aber dann doch nicht. Der Grund: von den ursprünglich 30 Teilnehmerländern durften nur 23 starten – der deutsche Beitrag hatte sich bei der Vorauswahl der Jury nicht qualifizieren können und fiel damit raus. Gleich sieben Eurovision-Song-Contest-Siege konnte Irland für sich verbuchen – von 1992 bis 1994 siegten die Iren gleich hintereinander. Großbritannien folgt dahinter mit fünf Siegertrophäen und immerhin auf vier Siege kommen die Niederlande – genauso wie Schweden. Spektakulär war der ESC auch im Jahre 1974 – damals gewannen ABBA mit dem Welthit „Waterloo“. Dann aber verlor der Eurovision Song Contest vor allem die heiß begehrten jungen Leute als Zuschauer. Und das machte sich u.a. auch bei den gesamten Einschaltquoten verheerend bemerkbar. Der ESC hatte an Schwung – Elan und auch Spaß verloren. Mit deutschen Beiträgen wie „Guildo hat Euch lieb“ von Guildo Horn & seinen Orthopädischen Strümpfen sollte der verloren gegangene Spaß wieder einkehren.

Riesiges Medienecho für deutschen ESC-Beitrag 1998.
Guildo Horn schaffte es immerhin, einen passablen siebten Platz nach Deutschland zu bringen (der Song

wurde von Stefan Raab geschrieben). Im Jahre 2000 versuchte es der Meister und Mega-Entertainer Stefan Raab dann gleich selbst - mit seinem Song „Wadde Hadde Dudde Da!?“. Und diesmal landete Deutschland sogar auf dem fünften Platz. Ein richtiger Erfolg! 2008 sendeten wir dann die „No Angels“ in ESC-Rennen nach Belgrad. Ihr Song „Disappear“ wurde aber nur eines der Schlusslichter (u.a. mit Polen). Die Meinungen waren total gespalten – eigentlich hatten sich unsere musikalischen „Engel“ total ins Zeug gelegt. Vielleicht sollte es diesmal einfach nicht sein!? Große Hoffnungen setzten die ESC-Macher und Fans in die Veranstaltung 2009 in Moskau. Dafür holte Vollblut-Musiker und Produzent Alex Christensen, der den deutschen Titelbeitrag „Miss Kiss Kiss Bang“ geschrieben und produziert hatte, sogar extra die Sexbombe Dita von Teese auf die ESC-Bühne – neben Sänger Oscar Loya. Aufgepeppt hatte diese Idee schon – trotzdem gab es wenig Punkte für den Titelbeitrag und Deutschland landete ein weiteres Mal auf den hinteren Plätzen. Schade eigentlich! Das alles sollte  beim Eurovision Song Contest 2010 ganz anders werden. Denn „Onkel“ Stefan kommt zurück – er soll als Allzweckwaffe den Teilnehmer für Deutschland bestimmen – und zwar in einer von ihm moderierten Castingshow. Und siehe da Germany 12 Points aus vielen Ländern für die "lovely Lena" aus Deutschland mit ihrem Song "Satellite". Na davon müssen wir vermutlich wieder 20 Jahre zehren.
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