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Januar 1963 - Frostiges Wetter, Frost in der Politik

Kalender Januar 1963
In der Zeit des Kalten Krieges, während der besonders die Beziehungen der BRD und der DDR in Mitleidenschaft gezogen worden waren, stand im Januar aber auch das Endgültige Aus für Großbritanniens Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) wiederholt in den Schlagzeilen. Mehrfache Verhandlungen, die schon 1962 begonnen hatten, führten zu keinem Ergebnis. Frankreich hatte den Beitritt durch ein massives Veto verhindert.
Auf internationaler Ebene machte auch der Iran von sich reden. Hier war es vor allem das Reformprogramm des Schahs Mohammed Reza Pahlavi, das die Medien verfolgten. Ein Hoffnungsschimmer im kalten Winter.
Technische Neuerungen und sportliche Erfolge brachte der Januar ebenso, vor allem aber hielt er die Menschen in Atem durch chaotische Wetterverhältnisse, worunter nicht nur die Beatles zu leiden hatten. Der Bodensee und auch der Zürichsee waren vollständig zugefroren
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Wichtige Ereignisse im Januar 1963

1. Januar
Der Politiker aus dem Kanton Zürich, Willy Spühler (1902-1990) von der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SP), trat sein Amt als Bundespräsident seines Landes an. Er war mit einer Stimmenmehrheit von 94 gewählt worden.
1. Januar
Mit Jahresbeginn trat in Italien das Gesetz über die Verstaatlichung der Energiequellen in Kraft, das am 28. November 1962 vom italienischen Abgeordnetenhaus verabschiedet worden war.
1. Januar
Im australischen, äquatornahen Neuguinea wurde im westlichen Teil, also in West-Neuguinea (auch West-Papua) die niederländische Flagge durch die indonesische ersetzt. Bis zur Übertragung der Souveränitätsrechte an Indonesien am 1. Mai 1963 stand die einstige Kolonie der Niederlande unter der Verwaltung der Vereinten Nationen.
1. Januar
In Frankreich wurde der „Neue Franc“, dessen Bezeichnung von der 1958 durchgeführten Währungsunion stammte, wieder auf die alte Bezeichnung „Franc“ zurückgeführt. Diese Verordnung trat mit Jahresbeginn in Kraft.
1. Januar
Beim Sechsländerkampf im Eisschnelllauf, der auf dem Frillensee nahe der bayerischen Gemeinde Inzell im Landkreis Traunstein ausgetragen wurde, ging die Mannschaft der BRD als Sieger mit 155 Punkten hervor.
2. Januar
Etwa 33.000 wehrpflichtige Männer der Bundesrepublik, die den Jahrgängen 1942/1943 angehörten, begannen ihren 18 Monate dauernden Grundwehrdienst. Der Personalstand der Bundeswehr wurde damit auf 398.000 Mann beziffert.
2. Januar
Der US-amerikanische General Lyman Louis Lemnitzer (1899-1988) trat sein Amt als Supreme Allied Commander Europe (SACEUR) an.
2. Januar
Die Kommunistische Partei der Sowjetunion (KPdSU) hatte ein neues Parteibüro zur Verwaltung von Usbekistan, Kirgisien, Tadschikistan, Turkmenien und Südkasachstan eingerichtet. Die Genossen der Regierungspartei wollten damit Vorsorge treffen wegen etwaiger Autonomiebestrebungen dieser Sowjetrepubliken.
2. Januar
Das für diesen Tag angesetzte, erste Konzert der Beatles, das im Rahmen ihrer fünftägigen Schottland-Tournee stattfinden sollte, musste abgesagt werden, da ihr Flugzeug, bedingt durch chaotische Winterwetterverhältnisse, statt in Edinburgh zu landen, nach Aberdeen umgeleitet worden war.
3. Januar
Der deutsche Elektrotechniker und Fernsehpionier Walter Bruch (1908-1990) führte das vom ihm entwickelte Farbfernsehverfahren PAL (Phase alernation line) den Fachleuten der Europäischen Rundfunkstationen (EBU) vor. Ende 1962 hatte Bruch sein Verfahren zum Patent angemeldet.
3. Januar
Die Antwort des französischen Präsidenten Charles de Gaulle (1890-1970) auf das Schreiben des US-Präsidenten John F. Kennedy (1917-1963), der Frankreich im Rahmen des Nordatlantikpaktes (wy0z9q) angeboten hatte, Polaris-Raketen zur Verfügung zu stellen, fiel diplomatisch aus. De Gaulle hatte nicht zugestimmt, aber auch keine klare Ablehnung formuliert, lediglich von der Notwendigkeit einer nationalen, atomaren Streitmacht im eigenen Land geschrieben.
3. Januar
In Ap Bac, einem südvietnamesischen Dorf, das von Saigon etwa 50 Kilometer entfernt liegt, waren nach der Tags zuvor begonnen Schlacht mittlerweile schwere Kämpfe entbrannt. Regierungstruppen und Vietcong-Soldaten, die gegen das antidemokratische Regime in Saigon zu Felde zogen, standen sich unversöhnlich gegenüber. Auch US-Soldaten ließen in diesen Kämpfen ihr Leben.
3. Januar
Der tatsächlich erste Gig der Rolling Stones fand im Londoner Marquee Club stand. Die Gruppe spielte als Vorband der Cyril Davies R & B-Gruppe, die an diesem Abend ebenfalls ihr Debüt gab.
4. Januar
Der deutsche CDU-Politiker und Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876-1967) empfing in der Hauptstadt Bonn den Generalsekretär der NATO, den niederländischen Politiker Dirk Uipko Stikker (1897-1979). In ihrer Aussprache thematisierten die beiden Persönlichkeiten die Konzeption der westlichen Verteidigung und waren sich einig in der Forderung nach einer multinationalen NATO-Atommacht.
4. Januar
Die Farbwerke Hoechst AG blickten auf ihr 100-jähriges Bestehen zurück. Der deutsche Chemiker und Industrielle Eugen Lucius (1834-1903) hatte gemeinsam mit seinem Schwager, dem deutschen Kaufmann und Industriellen Carl Meister (1827-1895) und dem Onkel seiner Ehefrau, Ludwig August Müller, eine Teerfarbenfabrik mit dem Namen „Meister, Lucius & Co“ eröffnet, zu der zwei Jahre später der Chemiker Adolf Brüning (1837-1884) stieß, der den ausgeschiedenen Müller ersetzte. Aus dieser Fabrik gingen dann die berühmten Farbwerke hervor.
4. Januar
Ein von der DDR gestelltes Kreditansuchen wurde seitens BRD abgelehnt. Die Bundesregierung stellte eine Ausweitung des Interzonenhandels in Aussicht, allerdings in Abhängigkeit vom freien Passierscheinverkehr zwischen West-Berlin und der DDR-Hauptstadt (Ost-)Berlin.
4. Januar
Noch ehe die russische Mondsonde, die an diesem Tag gestartet war, das Schwerefeld der Erde verlassen hatte, zerbrach sie.
5. Januar
Organisation de l’armée secrète
Die Abgeordneten der französischen Nationalversammlung stimmten in Paris einem Gesetz zu, das die Bildung eines Gerichtshofes für Staatssicherheit zum Inhalt hatte. Dieser Gerichtshof sollte die bisherigen Sondergerichte ablösen, die für die Bekämpfung der rechtsradikalen Untergrundbewegung OAS, die sich gegen die Unabhängigkeit des algerischen Staates richtete, zuständig waren.
5. Januar
Im Bonner Palais Schaumburg, in dem seit 1949 Teile des Bundeskanzleramtes beherbergt wurden, feierte Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876-1967) seinen 87. Geburtstag.
5. Januar
Der US-Senator Barry Morris Goldwater (1909-1998), der als republikanischer Politiker und als „Mr. Conservative“ die Geschichte seines Heimatstaates Arizona prägte, kündigte seine erneute Nominierung an.
6. Januar
Der sowjetische Diplomat Walerian Alexandrowitsch Sorin (1902-1986), der als Chef der sowjetischen Delegation bei den Vereinten Nationen (UN) aktiv war, wurde von seinem Landsmann Nikolai Fedorenko (1912-2000) in diesem Amt abgelöst.
6. Januar
Die Ministerpräsidentin Ceylons (ab 1972 Sri Lanka) Sirimavo Bandaranaike (1916-2000) brachte ihre Gespräche zu Ende, die sie wegen des indisch-chinesischen Grenzkonfliktes im Himalaja-Gebirge zu dessen Beilegung im Auftrag der Colombo-Konferenz geführt hatte.
6. Januar
Bei der elften Vierschanzentour, die in Deutschland und Österreich ausgetragen wurde, erkämpfte der norwegische Skispringer Thorbjörn Yggeseth (1934-2010) die Silbermedaille. Sein Landsmann Thorgeir Brandtzæg (geb.1941), der sein erstes internationales Turnier bestritt, errang den fünften Platz der Gesamtwertung. Den Gesamtsieg erkämpfte sich Toralf Engan (geb. 1936), der ebenfalls aus Norwegen kam.
6. Januar
Der US-amerikanische Filmregisseur Frank Tuttle (1892-1963) starb in Hollywood. Tuttle war einer der wenigen Künstler, denen der Umstieg vom Stummfilm zum Tonfilm erfolgreich gelungen war. Besonderen Ruhm erlangte er als Vertreter des sogenannten „Film noir“.
7. Januar
Die britische Firma Leyland Motor Corp kündigte den Verkauf von 450 Bussen an, um damit gegen die amerikanische Kuba-Blockade anzugehen und dem boykottierten Land zu helfen.
7. Januar
Der Kieler Innenminister Helmut Lemke (1907-1990), der der CDU angehörte, wurde von den Landtagsabgeordneten in Schleswig-Holstein zum Ministerpräsidenten seines Bundeslandes gewählt.
7. Januar
Obwohl die Zulassung für die Universität in Mississippi im Herbst 1962 von der US-amerikanischen Regierung John F. Kennedys (1917-1963) durch Entsendung von Bundestruppen gewaltsam durchgesetzt werden konnte – seine Einschreibung hatte zu massiven Protesten geführt – verzichtete der erste afroamerikanische Student James Medeth (geb. 1933) zunächst auf seine Immatrikulation für das Frühjahrssemester.
7. Januar
Der aus Sibirien stammende sowjetische Dichter Jewgeni A. Jewtuschenko (geb. 1932) traf auf Einladung des Verlegers Gerd Bucerius (1906-1995) in Hamburg ein und trat dann eine mehrwöchige Reise durch die Bundesrepublik an.
7. Januar
Das von dem deutschstämmigen, britischen Theater-Impresario Peter Daubeny (1921-1975) gestellte Gesuch an das britische Außenministerium für die Einreise des renommierten Brecht-Theaters „Berliner Ensemble“ (1949 von Bertolt Brecht gegründet) aus Ost-Berlin, für das Daubeny erneut ein Gastspiel durchsetzen wollte, wurde abgelehnt.
7. Januar
Ein Großbrand zerstörte in der österreichischen Hauptstadt Wien das schönste und traditionsreiche Hotel der Stadt. Das Parkhotel „Schönbrunn“ wurde großteils zerstört. Es musste aufwändig restauriert werden und wurde zu einer in den sechziger Jahren größten Hotelanlagen der Stadt.
7. Januar
Im südamerikanischen Brasilien wurde erneut ein Präsidialregime eingeführt. Noch im selben Monat sollte es zur Regierungsneubildung kommen. (siehe 23. Januar)
8. Januar
In der Bundesrepublik wurde der Erholungsurlaub durch die Verkündung des Bundesurlaubsgesetztes staatlich geregelt.
8. Januar
In einer Rede erklärte der amtierende Vizepräsident der Kennedy-Regierung, Lyndon Johnson (1908-1973), der Armut den Krieg („War on Poverty“).
8. Januar
Der CDU-Politiker und amtierende Bundesaußenminister Gerhard Schröder (geb.1944) traf in Chequers mit dem Lordsiegelbewahrer Edward Heath (1916-2005) und dem Außenminister Alexander Frederick Douglas-Home (1903-1995) zusammen. Auf dem Landsitz des britischen Außenministers führten sie Gespräche über den Beitritt Großbritanniens zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG).
8. Januar
Die Regierungen der USA und der UdSSR formulierten in einem gemeinsamen Schreiben an den Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN), Sithu U Thant (1909-1974), das Ende der Kuba-Krise von 1962. Sie wiesen auf das erreichte Ausmaß der Verständigung hin, die eine weitere Behandlung dieses Problems im Sicherheitsrat nicht mehr erfordere.
8. Januar
Der deutsch-österreichische Wissenschaftler und Ingenieur Eugen Sänger (1905-1964) unterschrieb an der Technischen Universität Berlin einen Vertrag, der ihn ab dem Sommer 1963 zum Inhaber des ersten deutschen Lehrstuhls für Elemente der Raumfahrttechnik machte, womit er nach West-Berlin verpflichtet wurde.
9. Januar
In Teheran stellte auf dem Nationalkongress der Bauern des Iran der Schah Mohammad Reza Pahlavi (1918-1980) ein Sechs-Punkte-Reformprogramm vor. Es ging als „Weiße Revolution“ in die iranische Geschichte ein.
9. Januar
Märtyrer-Tag (Martyrs’ Day) – Tag zum Gedenken u. a. an die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Truppen der USA und den Zivilisten Panamas in der Zone des Panamakanals. Der Panama-Krise waren 21 Menschen aus Panama und vier US-Soldaten zum Opfer gefallen.
9. Januar
Der CDU-Politiker Kai Uwe von Hassel (1913-1997) übernahm das Amt des Bundesverteidigungsminister. Er trat damit die Nachfolge von Franz Josef Strauß (1915-1988) an.
9. Januar
Die Technische Universität Berlin-West verlieh zwei Ehrendoktortitel. Der Physiker aus Siebenbürgen, Hermann Oberth (1894-1989) bekam ihn verliehen und ebenso Wernher von Braun (1912-1977), der deutsch-amerikanische Raketeningenieur und Visionär der interplanetaren Raumfahrt, dessen Ruf allerdings umstritten war (und ist) wegen seiner unrühmlichen Aktivitäten während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland und seiner Entwicklung von Massenvernichtungswaffen sowie des Einsatzes von Zwangsarbeitern. Das machte auch seinen Ruf in den USA fragwürdig.
10. Januar
Das Bonner Kabinett beschloss eine Verlängerung der Heizölsteuer bis zum April 1968. Die Steuereinkünfte dieser fünf Jahre waren für Rationalisierungsmaßnahmen im Bergbau eingeplant worden.
10. Januar
Die Londoner U-Bahn feierte das 100-jährige Jubiläum ihres Bestehens. Sie war am 10. Januar 1863 mit einer Strecke von sechs Kilometern eingeweiht worden.
10. Januar
Drei aus Sachsen stammende Wahl-Münchner begannen mit ihrem 17-tägigen Kletterunternehmen. Sie erklommen auf der Diretissima die Nordwand der Großen Zinne in den Dolomiten. (siehe 26. Januar)
11. Januar
„Please Please Me“, die zweite Single der „Beatles“ wurde veröffentlicht und erreichte auf Anhieb den zweiten Rang der Charts in Großbritannien.
11. Januar
Die Schweiz, Großbritannien, die Tschechoslowakei und die Bundesrepublik eröffneten den direkten Fernschreibverkehr zwischen ihren Ländern.
11. Januar
In Belgien wurde für alle Autofahrer eine gesetzliche Führerscheinpflicht eingeführt. Andere Quellen geben den 1. August 1956 an, wieder andere benennen das Jahr 1967. Aus verkehrssicherheitstechnischen Aspekten war Belgien stets umstritten.
12. Januar
Die DDR und die Republik Kuba gaben bekannt, dass sie ihre seit 1961 bestehenden diplomatischen Beziehungen nicht mehr durch Missionen, sondern durch Botschaften regeln werde.
12. Januar
Das sowjetische Passagierschiff „Baltika“ transportierte ca. 700 Soldaten der UdSSR aus Kuba ab. Mehrere tausend Angehörige der Roten Armee waren im Oktober 1962 bereits abgezogen worden.
12. Januar
In Krefeld wurde das neue Stadttheater mit Wolfgang Amadeus Mozarts (1756-1791) „Don Giovanni“ feierlich eröffnet. Das Theater ging aus der einstigen „Kulturscheune“ hervor und war von dem Architekten Gerhard Graubner (1899-1970) neu errichtet worden.
12. Januar
Der „Deutsche Hilfsverein für das Albert-Schweizer-Spital in Lambarene e. V.“ (DHV) mit Sitz in Ludwigsburg wurde gegründet. Sein 1. Vorsitzender war der Theologie-Professor Roland Schütz, der mit dem bedeutenden Arzt, Theologen, Organisten, Philosophen und Pazifisten Albert Schweitzer (1875-1965) befreundet war.
13. Januar
Der erste Staatspräsident des westafrikanischen Landes Togo, Sylvanus Épiphanio Olympio (1902-1963), der seit der Unabhängigkeit des Staates (27. April 1960) an der Macht war, wurde während eines Putsches in der Hauptstadt Lomé ermordet. Er hatte in seiner Amtszeit bereits drei Attentatsversuche überlebt.
13. Januar
Der SED-Politiker Karl Mewis (1907-1987) wurde im Zusammenhang mit der angeblichen Schirdewan-Wollweber-Fraktionsbildung von der Walter-Ulbricht-Regierung der DDR seiner Ämter überraschend enthoben. Offiziell wurden keine Gründe bekannt gegeben. Mewis war bis dahin Vorsitzender der Staatlichen Plankommission und stellvertretender Ministerpräsident der DDR gewesen.
13. Januar
Der ungarische Politiker, Imre Oltványi (1893-1963) der nach dem Zweiten Weltkrieg die Leitung der Ungarischen Nationalbank inne hatte und einige Monate als Finanzminister agierte, starb im Alter von 69 Jahren.
13. Januar
Der einstige Vorsitzende der Reichstheaterkammer und spätere Vorsitzende Professor der „Deutschen Bühnentechnischen Gesellschaft“, Adolf Linnebach (1876-1963), verstarb. Seine Erfindung, eine neuartige Bühnen- und Horizontbeleuchtung mit Bogenlicht, die in Amerika unter der Bezeichnung „Linnebach-lamp“ große Beachtung fand, war neben zahlreichen anderen bühnentechnischen Neuerungen seine bedeutendste. Er hatte u. a. die technische Direktion der Bayerischen Staatstheater in München inne und wirkte auch im In- und Ausland an Bühnenkonzeptionen mit.
14. Januar
Überraschend teilte der französische Staatspräsident Charles de Gaulle (1890-1970) auf einer Pressekonferenz seine Ablehnung in Bezug auf das Beitrittsersuchen Großbritanniens zur EWG mit. Die fünf anderen Mitgliedsstaaten und die EWG-Kommission hatten nicht mit dem französischen Veto gerechnet.
14. Januar
Die BRD brach die diplomatischen Beziehungen zur Republik Kuba ab. Diese würden gegen den Grundsatz der Hallstein-Doktrin verstoßen, da die Bonner Regierung zu keinem Land diplomatische Beziehungen unterhalten wollte, das gleichzeitig zur DDR in diplomatischem Kontakt stehe.
14. Januar
Der US-Präsident John F. Kennedy (1917-1963) unterbreitete vor den beiden Häusern des amerikanischen Kongresses seine Jahresbotschaft zur Lage der Nation.
14. Januar
Anlässlich des am 15. Januar in Ost-Berlin stattfindenden VI. Parteitages der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) traf sowjetische Regierungschef und Vorsitzende der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPDSU), Nikita S. Chruschtschow (1894-1971), in der DDR-Hauptstadt Berlin ein.
15. Januar
In Damaskus einigten sich die Vertreter der Bundesrepublik und Syriens nach drei Tagen harter Verhandlungen, denen bereits mehrere Treffen im Jahr 1962 vorausgegangen waren, über das gemeinsame Projekt des ägyptischen Euphrat-Staudammes.
15. Januar
Beginn des VI. Parteitages der SED in Ost-Berlin. Erstmals wurde ein Parteiprogramm und Statut festgelegt, dessen Ziel der sowjetisch geprägte Kommunismus war. Walter Ulbricht (1893-1973), der Staatsratsvorsitzende der DDR stand zur Wahl für den Posten des Ersten Sekretärs der Partei. Der Parteitag endete am 21. Januar.
15. Januar
Ingmar Bergmann (1918-2007), der renommierte schwedische Filmregisseur, wurde zum Leiter des Königlichen Schauspielhauses in Stockholm gewählt.
15. Januar
In der belgischen Hauptstadt Brüssel wurden die Beitrittsverhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) erneut aufgenommen.
16. Januar
Der Bundestag verabschiedete in Bonn das dritte Besoldungsgesetz für Beamte. Diese erhielten mit Wirkung vom 1. Januar 1963 rückwirkend eine Erhöhung ihrer Grundgehälter von sechs Prozent.
16. Januar
Durch den anhaltenden Frost und die schweren, winterlichen Bedingungen wurde die Versorgung der Haushalte und der Industrie in weiten Teilen der Bundesrepublik immer schwieriger.
16. Januar
Der Revolutionsausschuss des westafrikanischen Staates Togo benannte den politischen Gegner des am 13. Januar 1963 ermordeten Präsidenten Sylvanus Épiphanio Olympio (1902-1963), dessen Schwager Nicoias Grunitzky (1913-1969), zum neuen Präsidenten.
17. Januar
Das von dem Regierenden Bürgermeister West-Berlins, Willy Brandt (1913-1992), in Betracht gezogene Treffen mit dem sowjetischen Regierungschef Nikita S. Chruschtschow (1894-1971) wurde von Brandt überraschend abgesagt. Das Treffen hätte in Ost-Berlin stattfinden sollen.
17. Januar
Drei niedersächsische Gymnasien beschlossen, ab Ostern diesen Jahres, das Fach Russisch als Pflichtfach in den Lehrplan für Schüler von der siebenten Klasse an einzuführen. Beteiligt an der Neuerung waren Hannover, Braunschweig und Oldenburg.
17. Januar
Die weltberühmte Brunnenfigur „Manneken Pis“, die als Wahrzeichen der belgischen Hauptstadt Brüssel gilt, wurde in der Nacht von Unbekannten von ihrem Sockel gestohlen.
17. Januar
Im Moskauer Puschkin-Museum wurde eine Ausstellung des französischen Malers des Kubismus, Fernand Léger (1881-1955), eröffnet. Wegen Unstimmigkeiten innerhalb der sowjetischen Regierung war es zu mehrmaligen Verschiebungen gekommen. Die Ausstellung dauerte bis zum 10. Februar 1963.
18. Januar
Die in Brüssel seit dem 15. Januar wieder aufgenommen Beitrittsverhandlungen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und Großbritannien wurden für voraussichtlich zehn Tage unterbrochen.
18. Januar
Der Präsident der Republik Tunesien, Habib Bourguiba (1903-2000), beschuldigte den Regierungschef Algeriens, Mohammed Ahmed Ben Bella (1916-2012), den Versuch eines Attentats auf ihn unterstützt zu haben und brach aus diesem Grund die diplomatischen Beziehungen zu Algerien ab.
18. Januar
Die Kronkolonie Aden (heute Hauptstadt der Volksdemokratischen Republik Jemen) des Britischen Weltreichs, die aus der gleichnamigen Hafenstadt und ihrer Umgebung bestand, trat als Staat Aden der Südarabischen Föderation bei.
19. Januar
Saudi-Arabien und Großbritannien beschlossen eine Wiederaufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen noch für dieses Jahr. Die Beziehungen waren während der Suezkrise 1956 abgebrochen worden.
19. Januar
Am Abend, gegen 19:50 Uhr, schickte Staatssekretär Karl-Günther von Hase (geb. 1917), der sich zu der Zeit in Paris aufhielt, ein geheimes Schreiben an das deutsche Auswärtige Amt, das dem Bundeskanzler noch vor seinem Abflug nach Paris vorgelegt werden sollte. Darin ging es u. a. um die größtmögliche Publizität, die dem Besuch des deutschen Kanzlers und der Vertragsunterzeichnung zukommen sollte. Auch der Beitritt Großbritanniens zur EWG war Thema des Schreibens, der sich in einigen Jahren nicht verhindern lassen würde, wie in dem Schreiben verlautete.
19. Januar
Die US-amerikanische Firma Polaroid Corporation präsentierte in Frankfurt am Main nach einer fünfzehnjährigen Forschungs- und Entwicklungsarbeit erstmals ihr aufsehenerregendes Produkt, den „Polaroid-Film“.
19. Januar
Europa wurde von eisigen Winterstürmen heimgesucht. Selbst in Italien und an der jugoslawischen Adria machten Schneemassen die Wege unpassierbar. Bis nach England gelangten die Stürme und Schneeverwehungen. Die Themse war zugefroren und der Fährbetrieb musste eingestellt werden. Kleinere Orte in Deutschland waren von der Außenwelt abgeschnitten. Besonders der Südschwarzwald hatte unter den verwehten Schneemassen zu leiden.
20. Januar
Der Redakteur des „Spiegel“, Hans Schmelz (1919-1987) wurde wegen der sogenannten „Spiegel“-Affäre nach elf Wochen Haft wieder auf freien Fuß gesetzt. Gründe wurden nicht angegeben. Er war im Oktober 1962 mit anderen Redakteuren zusammen inhaftiert worden. Zum Zeitpunkt von Schmelz’ Entlassung war nur noch der „Spiegel“-Gründer- und Herausgeber Rudolf Augstein (1923-2002) im Untersuchungsgefängnis.
20. Januar
Der mehrfache Deutsche Meister im Eisschnelllauf, Günter Traub (geb. 1939) konnte in Südtirol auf der Dolomiten-Piste „Madonna di Campiglio“ erstmals als deutscher Athlet einen Weltrekord erzielen. Mit 184,490 Punkten gewann er den Vierkampf, der als „Königsdisziplin“ gilt.
20. Januar
Das vom RCM, dem Automobile Club de Monaco, ausgetragene Rennen, die Rallye Monte Carlo begann. Sie wird von ihren Fans und den Beteiligten liebevoll nur Monte genannt.
20. Januar
Der Bundeskanzler Konrad Adenauer (1976-1967) begab sich auf seine Reise nach Paris, wo ein Treffen mit dem französischen Staatschef Charles de Gaulle (1890-1970) am Nachmittag geplant war. Der deutschen Delegation gehörten auch u. a. der Bundesverteidigungsminister Kai Uwe von Hassel (1913-1997), der Bundesminister des Auswärtigen Dr. Gerhard Schröder (1910-1989) von der CDU, sowie der Staatsekretär Karl-Günther von Hase (geb. 1917) an.
21. Januar
Die Pariser Gespräche zwischen Bundeskanzler Konrad Adenauer (1976-1967) und Präsident Charles de Gaulle (1890-1970) begannen mit einem Frühstück in kleinem Kreis. Gleichzeitig fanden Besprechungen der begleitenden Minister mit den französischen Kollegen statt. Regierungschefs im Elysée-Palast.
21. Januar
Der DDR-Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht (1893-1973) wurde an diesem letzten Tag des VI. SED-Parteitages in Ost-Berlin erneut zum Ersten Sekretär der Partei gewählt.
21. Januar
Moise Tshombé (1919-1969), der Präsident von Katanga, einer Provinz des Kongo (Zaire), wurde endgültig entmachtet. Sein letzter Stützpunkt war die Bergwerkstadt Kolwezi, die ohne Blutvergießen an die UN-Truppen übergeben wurde. Bevor Tshombé nach Spanien ins Exil ging, bestätigte er offiziell das Ende der Separation Katangas.
21. Januar
In Berlin-West wurde im Stadtteil Moabit das Hansa-Theater unter der Leitung von Paul Esser (1913-1988) eröffnet. Zur Aufführung kam das Stück „Europa und der Stier“ des ungarischen Schriftstellers Ladislas Fodor (1898-1978). Der Hausherr Paul Esser hatte die Regie und gleichzeitig die Hauptrolle in dem Boulevardstück übernommen. Das mit 800 Plätzen ausgestattete, zweitgrößte Berliner Schauspieltheater war ausverkauft.
22. Januar
Nach ersten Besprechungen trafen sich der französische Staatschef und der deutsche Bundeskanzler zu einem Gedenkfrühstück, das Konrad Adenauer (1976-1967) zu Ehren von Ministerpräsident Georges Pompidou (1911-1974) gab. Das Essen fand in der Residenz des deutschen Botschafters statt. Dann kam es zur Deutsch-Französischen Aussöhnung. Sie wurde durch die Unterzeichnung des Elysée-Vertrages besiegelt. Der französische Staatschef Charles de Gaulle (1890-1970) und der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer unterschrieben während eines Festaktes im Pariser Elysée-Palast den Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit in wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Bereichen. Am Abend gab der deutsche Bundeskanzler einen Empfang in der deutschen Botschaftsresidenz für die französischen Kabinettsmitglieder und Abgeordnete.
22. Januar
Zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Kamerun kam es zur Unterzeichnung eines Vergleichs-, Gerichts- und Schiedsvertrages, der am 27. Januar 1963 in Kraft trat.
22. Januar
Für den Bau der zu gründenden Bremer Universität beschloss der Bremer Senat, ein Gelände von der Größe von einer Million Quadratmeter aufzukaufen. Es kam 1968 zur Grundsteinlegung.
22. Januar
Die Lübecker Kaufmannschaft, ein seit 1853 existierender Zusammenschluss alter Kaufmannskollegien der Hansestadt, übergab der Öffentlichkeit ein Thomas-Mann-Zimmer im Schabbelhaus, das sich in der Nähe des durch den Krieg zerstörten Patrizierhauses der Familie befindet. Der Schriftsteller Thomas Mann (1875-1955), der in Lübeck geboren worden war, hatte der Stadt mit seinem berühmten Roman „Buddenbrooks“ gleichsam ein Denkmal gesetzt.
22. Januar
Der islamische Revolutionsführer im Iran, Ruhollah Chomeini (1902-1989) erklärte vier Tage vor der Volksabstimmung, mit der Schah Mohammed Reza Pahlavi (1919-19980) das 6-Punkte-Reformprogramm untermauern lassen wollte, diese Abstimmung für illegal und bezeichnete sie als Gotteslästerung. Chomeini forderte alle Muslime auf, ihr fernzubleiben.
23. Januar
Am Vormittag verließ der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer die französische Hauptstadt und trat die Heimreise an.
23. Januar
In einer ersten Lesung behandelte der Deutsche Bundestag in Bonn eine Vielzahl sozialpolitischer Gesetze, die in einem sogenannten Sozialpaket zusammengefasst waren.
23. Januar
Der erste deutsche Prozess, der im Zusammenhang mit dem Medikament „Contergan“ geführt wurde, musste nach nur fünf Minuten vertagt werden. Es mangelte an Beweisen.
23. Januar
Nach dem es am 7. Januar 1963 in Brasilien erneut zur Einführung eines Präsidialregimes gekommen war, bildete nun Präsident João Belchior Marques Goulart (1919-1976) eine neue Regierung.
23. Januar
Im vorderasiatischen Kuwait fanden zum ersten Mal allgemeine Wahlen zur Nationalversammlung statt. Bei der ersten Tagung des Parlaments wurde eine neue Verfassung in Kraft gesetzt, die das bisher absolutistische Regime in wesentlichen Punkten milderte.
23. Januar
Durch die Geburt des 100.000ten Einwohners in der Römerstadt Neuss am Rhein wurde diese zur 55. Großstadt der Bundesrepublik.
23. Januar
Die Königshöfe Griechenlands und Dänemarks gaben die Verlobung ihrer Kinder bekannt. Kronprinz Konstantin von Griechenland (geb. 1940) war eine Verbindung mit der dänischen Prinzessin Anne Marie (1946) eingegangen. Die Heirat war für den 18. September 1964 angesetzt worden.
23. Januar
Die iranische Regierung erklärte als Reaktion auf Chomeinis Äußerung am Vortag, dass sie keine Störung zulassen werde. Bauern waren in Teheran eingetroffen und Frauen hatte eine Demonstration organisiert, um durchzusetzen, dass sie an der Volksabstimmung teilnehmen konnten. Ein Streik von Lehrerinnen und Angestellten der Behörden verlieh dieser Forderung Nachdruck.
24. Januar
Das iranische Regierungsoberhaupt Schah Mohammed Reza Pahlavi (1919-19980) reiste nach Qom, der Hauptstadt der gleichnamigen, iranischen Provinz, wo er die Studentenunruhen einzudämmen versuchte. Der Schah griff in seiner Rede Chomeini direkt an.
24. Januar
In einer ersten Lesung beschäftigte sich der Deutsche Bundestag mit den Regierungs-Entwürfen für eine Notstandsgesetzgebung, damit die Handlungsfähigkeit des Staates in Krisensituationen gesichert werde. Im Anschluss an die erste Lesung berieten die Ausschüsse über die Entwürfe.
24. Januar
Der Senat Belgiens veröffentlichte eine Resolution, in der er den Beitritt Großbritanniens zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) forderte. Damit wandte sich der Senat gegen die deutsch-französische Blockierung des britischen Beitritts.
25. Januar
Nach 34 Tagen Streik, den die US-amerikanischen Hafenarbeiter an der Atlantik- und Golfküste ausgetragen hatten, konnte eine Einigung erzielt werden. Der Streik wurde beendet, nachdem Arbeitnehmer eine Lohnerhöhung von 37 Cents (1,48 DM) pro Stunde erkämpft hatten. Die ursprüngliche Forderung waren allerdings 50 Cents (2,00 DM) gewesen.
25. Januar
In seinem 17. Kampf während seiner Profi-Laufbahn blieb der US-amerikanische Schwergewichtsboxer Cassius Clay (geb. 1942) wiederum ungeschlagen. Er hatte seinen Gegner Charlie Powell (geb. 1932) in der dritten Runde durch ein K.O. besiegt.
25. Januar
Der schwedische Rennfahrer Erik Carlsson (geb. 1929) gewann die Rallye Monte Carlo auf Saab zum zweiten Mal. Auch 1962 war er als Sieger hervorgegangen.
25. Januar
Die iranische Regierung gab bekannt, dass an der für den nächsten Tag geplanten Volksabstimmung auch Frauen teilnehmen dürften. Ihre Stimmen würden jedoch getrennt von denen der Männer in gesonderten Wahlurnen gesammelt.
26. Januar
Die „Iswestija“, eine der führenden sowjetischen Zeitungen berichtete von einer Übungsfahrt eines sowjetischen Atom-U-Bootes zum Nordpol. Außerdem wurden Pläne bekanntgegeben, die von einem umfangreichen Aufbau einer sowjetischen Atom-U-Boot-Flotte zeugten.
26. Januar
Die Volksabstimmung über das 6 Punkte umfassende Reformprogramm von Schah Mohammed Reza Pahlavi (1919-19980) verlief weitgehend friedlich. Am Vormittag wurde über das Radio bekanntgegeben, dass die Frauen-Stimmen zwar ausgezählt, aber dem Abstimmungsergebnis nicht beigefügt würden. Dennoch nahm eine überwältigende Mehrheit an Frauen teil und wurden dabei sogar von ihren Männern unterstützt. Das Ergebnis befürwortete das Reformprogramm mit großer Mehrheit, was als Sieg der „Weißen Revolution“ gewertet wurde. In Teheran hatten 521.000 Männer, in den Provinzen 5.598.711 Männer für die Reformen gestimmt. Insgesamt mehr 316.000 Frauen hatte ihre Stimme abgegeben.
26. Januar
Rainer Kauschke, Peter Siegert und Gerd Uhner, die Wahlmünchner aus Sachsen, hatten ihre aufwändige Kletterpartie mehr oder weniger erfolgreich hinter sich gebracht, wenn man einige ernsthafte Erfrierungen nicht mitrechnete. Ununterbrochen befanden sie sich rund 17 Tage lang an der Nordwand der Großen Zinne in den Dolomiten und stellten mit einer neuartigen Klettertechnik einen Weltrekord auf im ununterbrochenen Beklettern einer Felswand. Die Nordwand der Großen Zinne ist 550 Meter hoch und absolut senkrecht. Die Männer hatten nach 16 Tagen den Gipfel erreicht. Diese Aktion galt als Materialschlacht und wurde umstritten beurteilt. Doch einzigartig war die Leistung auf jeden Fall, wenn sie von Alpinisten auch nicht als echte Bergsteigerleistung bejubelt wurde.
26. Januar
Nachwirkend zum Deutsch-Französischen Elysée-Vertrag veröffentlichte der niederländische Karikaturist und Polit-Cartoonist Rob Wout (1928-2001), der als Opland bekannt war, eine Zeichnung unter dem Titel „Feier in Brüssel. Wir haben uns verlobt...“, womit der Künstler die Sorge illustrierte, die diese Unterzeichnung in den Ländern der Europäischen Gemeinschaft hervorrief.
26. Januar
Am Abend, um 18 Uhr, gaben „The Beatles“ ein Konzert im El Rio Club in Macclesfield in der englischen Grafschaft Cheshire. Es hatte ursprünglich am 19. Januar stattfinden sollen, war aber verschoben worden. Nach dem Konzert reisten sie ins nordenglische Stoke-on-Trent für ihre zweite Aufführung der Nacht.
26. Januar
Im österreichischen Imst begann die Rennrodel-Weltmeisterschaft.
27. Januar
Bei der Rennrodel-Weltmeisterschaft, die an diesem Sonntag in Imst/Österreich zu Ende ging, hatten die beiden deutschen Athleten im Einsitzer der Männer, Fritz Nachmann (geb. 1929) den ersten Platz und Hans Plenk (1938) die Silbermedaille errungen.
27. Januar
Das positive Ergebnis der Volksabstimmung im Iran veranlasste Schah Mohammed Reza Pahlavi (1919-19980) dazu, das aktive und passive Wahlrecht für Frauen einzuführen und das im Parlament durch eine entsprechende Änderung des Wahlrechts verankern zu lassen.
27. Januar
Auf der indonesischen Insel Borneo im pazifischen Ozean war sämtliches britisches Militär in Alarmbereitschaft versetzt worden. Zusätzlich hatte man 2000 Mann aus Großbritannien einfliegen lassen, um dem Aufmarsch von ca. 60.000 freiwilligen Indonesiern entgegenzutreten, die in Richtung der Grenzen britischer Besitzungen unterwegs waren.
27. Januar
Die deutsche Schriftstellerin Margarete Bruch (1882-1963) verstarb in Berlin. Bekannt war sie u. a. durch ihre Novellen und Märchen sowie durch ihre Veröffentlichungen in der „Berliner Illustrirten Zeitung“ (Orig. Schreibweise, d.Red). Sie war 1933 Mitglied des Reichsverbandes deutscher Schriftsteller geworden, aus dem sie 1935 wieder ausgeschlossen wurde. Ihre Großmutter mütterlicherseits war Jüdin. Margarete Bruch war die Tochter des Komponisten Max Bruch (1838-1920), der vor allem seines 1. Violinkonzerts wegen bekannt ist.
27. Januar
The Beatles verbrachten den Nachmittag in Liverpool und probten für ihre kommende Tour mit Helen Shapiro.
27. Januar
Der U-Bahnhof Rossio de Linha Verde in Portugals Hauptstadt Lissabon wurde eröffnet. Die Station befindet sich unter dem gleichnamigen Platz im Stadtteil Santa Justa.
28. Januar
Der dänische Ministerpräsident Jens Otto Krag (1914-1978) traf nach einem zweitägigen Besuch in Paris wieder in Kopenhagen ein. Krag hatte in Paris Gespräche über einen Beitritt Dänemarks in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) geführt. Das Ansinnen hatte bei den übrigen Staaten der Kleinen Freihandelszone (EFTA-European Free Trade Association) eine unterkühlte Atmosphäre gegenüber Dänemark zur Folge.
28. Januar
Der österreichische Bundeskanzler Alfons Gorbach (1898-1972) eröffnete die bis dato höchste Seilbahn des Vorarlgebirges. Vom 1722 Meter hohen Wintersportort Zürs am Arlberg führt die Bahn auf den 2422 Meter hohen Trittkopf.
28. Januar
Der aus Basel gebürtige Schweizer Chemiker Jean-Felix Piccard (1884-1963), der 1931 die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen hatte, war in Menneapolis an seinem Geburtstag gestorben. Ihm zu Ehren hatte der Star-Trek-Erfinder Gene Roddenberry (1921-1991) seinen Hauptcharakter Captain Jean-Luc Picard in „Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert“ benannt. Jean-Felix Piccard war der Zwillingsbruder von Auguste Piccard (1884-1962), der sich ebenfalls einen herausragenden Namen als Wissenschaftler, Erfinder und Physiker gemacht hatte.
28. Januar
Der Staatssekretär Karl-Günther von Hase (geb. 1917) gab eine Erklärung vor der Presse in Bonn ab, in der er sich auf die Stellungnahme des US-Präsidenten John F. Kennedys zu den Pariser Verhandlungen und zum Elysée-Vertrag bezog.
28. Januar
Der sowjetische Eisschnellläufer Jewgeni Grischin (1931-2005) erzielte mit einer Zeit von 39,5 Sekunden einen neuen Weltrekord in Medeo im kasachischen Alma-Ata, der vom Weltverband ISU (Internationale Eislaufunion) offiziell bestätigt wurde.
28. Januar
Der australische Drehbuchautor und Regisseur John Villiers Farrow (1904-1963), der für das beste adaptierte Drehbuch („In 80 Tagen um die Welt“, 1957) einen Oscar bekommen hatte, war in Beverly Hills/Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien gestorben.
29. Januar
Das am 19. Juni 1961 unabhängig gewordene, vorderasiatische Land Kuwait auf der Arabischen Halbinsel führte seine ersten Wahlen zur Nationalversammlung durch.
29. Januar
Die Beitrittsverhandlungen zwischen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und Großbritannien waren endgültig gescheitert. Ihr Abbruch war auf das unumstößlich Veto zurückzuführen, dass Frankreichs Staatspräsident Charles de Gaulle (1890-1970) mehrfach zum Ausdruck gebracht hatte. Die Verhandlungen waren im Oktober 1961 aufgenommen worden.
29. Januar
Die Wohnungen von insgesamt acht Kameraleuten und Journalisten des DDR-Fernsehens, bzw. der DEFA-Wochenschau (in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hamburg) wurden einer Untersuchung unterzogen. Eine Erklärung wurde seitens der Bundesanwaltschaft abgelehnt.
29. Januar
Die von dem Architekten Carl Bassen gebaute Wilhelm-Foerster-Sternwarte, die auf dem „Insulaner“ (auch „Mont Klamott“) genannten Trümmerberg im West-Berliner Ortsteil Schöneberg an der Grenze zum Ortsteil Steglitz errichtet worden war, wurde eröffnet. Sie ist eine der größten Volkssternwarten. Der Name der Sternwarte ist dem deutschen Astronomen Wilhelm Julius Foerster (1832-1921) gewidmet. Die Mittel für den Bau hatte die „Berliner Zahlenlotterie“ beigebracht.
30. Januar
In einer Mitteilung der Regierung der DDR wurde der regionalen Kirchenleitung der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg unmissverständlich erklärt, dass es sich bei der Ausweisung des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses (ltd. Geistlicher) Kurt Scharf (1902-1990) aus Berlin-Ost um eine endgültige Entscheidung handle.
30. Januar
Die Mitglieder des britischen Unterhauses in London stimmten im Anschluss an eine Debatte dem Abkommen von Nassau zu, dass zwischen den USA und Großbritannien getroffen wurde. In dem Abkommen wurde die Nuklearbewaffnung der britischen Armee angepasst.
30. Januar
Die DDR-Regierung hatte die Sportclubs Aktivist Brieske und Senftenberg nach Cottbus kommandiert, aus dessen Folge der SC Cottbus entstand. Es wurde die BSG Energie Cottbus gegründet (heute Energie Cottbus) gegründet.
31. Januar
Der Abschlussbericht über die Ereignisse im Zusammenhang mit der „Spiegel“-Affäre vom Oktober 1962 wurde von der Bundesregierung frei gegeben.
31. Januar
Der Besuch des dänischen Ministerpräsidenten Jens Otto Krag (1914-1978) in London diente der Bekräftigung einer noch intensiveren Zusammenarbeit der Länder der kleinen Freihandelszone (EFTA). Die Vertreter beider Regierungen sahen dies als notwenige Konsequenz nach dem Scheitern der Brüsseler Verhandlungen an, bei denen es durch das französische Veto nicht zum EWG-Beitritt Großbritanniens gekommen war.
31. Januar
In einem Bericht des Bundesforschungsministeriums in Bonn wurde festgestellt, dass die Radiaktivität der Niederschläge merklich angestiegen war.
Januar 1963 Deutschland in den Nachrichten
Lauterbacher Präsident der IHK Gießen
Gießener Anzeiger
Der hessische Wirtschaftsminister Albert Osswald (SPD), der im Januar 1963 ins Amt gekommen war und 1969 Ministerpräsident wurde, kam im März 1963 nach Wallenrod, um einen neuen Industriebetrieb einzuweihen. Die Fuldaer Weberei Nicolaus Weber .....   >>>  
Die Schallplattenhülle
NZZ Online
Die Schallplattenhülle, so wie wir sie heute kennen, kam erst im Zusammenhang mit der Langspielplatte auf, die 1948 in den USA eingeführt wurde. Die NZZ vom 19. Januar 1963 befasst sich mit der Entwicklung der Schallplattenhülle, die schon in den .... >>>
The Rattles live im Werkhof
Unser Lübeck
1960 gründen sich die Rattles um Musiker Achim Reichel in Hamburg. Im Hamburger Star-Club gewinnt die Band am 01. Januar 1963 bei einem Bandwettbewerb den ... >>>
Werbung 1963 Reklame

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