1940 1941 1942 1943 1944 1945 1946 1947 1948 1949

Das geschah 1946 Chronik

Das neue Jahr hatte den Krieg noch längst nicht aus den Erinnerungen verbannen können. Zu viele Familien hatte Angehörige verloren oder hofften darauf, dass sie noch aus der Gefangenschaft zurückkehren würden. Die meisten Frauen in Deutschland waren dabei, die Trümmer wegzuräumen und sich dem Neubeginn zu widmen. Deutschland war im Westen mit den westlichen Siegermächten dabei, eine neue Demokratie aufzubauen. In der Ostzone drückte die sowjetische Siegermacht der Politik ihren kommunistischen Stempel auf. Heiß umstritten war beispielsweise die Bodenreform. In Berlin war es besonders kompliziert. Hier hatten die Alliierten eine einzige Stadt in vier Zonen aufgeteilt.
Doch vorrangig war zunächst die Freude über den ersehnten Frieden. Dass der weitreichende Veränderungen zur Folge hatte, war allerdings nicht zu übersehen. Im Nürnberger Ärzteprozess standen 23 Angeklagte vor Gericht. Von Freispruch, über Haftstrafen bis zu sieben Todesstrafen lauteten die Urteile. Es folgten weitere Prozesse und ein Programm zur Entnazifizierung.
Die ganze Welt schien im Umbruch zu sein. Die Föderative Republik Jugoslawien bekam eine neue Verfassung, die Ungarische Volksrepublik wurde ausgerufen, der britische Staatsmann Winston Churchill prophezeite das Erstarken der Sowjetunion in Europa. Der Begriff „Eiserner Vorhang“ fiel zum ersten Mal.
Und in Deutschland hatte der erste Nachkriegsfilm Premiere: „Die Mörder sind unter uns“ mit Hildegard Knef.
<< Das war 1945

Das war 1947 >>

Am meisten gefragt aus dem Jahr 1946...
Wer war 1946 Präsident der Vereinigten Staaten?
1946 war Harry S. Truman amerikanischer Präsident
Wichtige Ereignisse & Schlagzeilen 1946
Im Jahre 1946
Gründung des Süßwarenkonzerns Ferrero in Alba in Italien.
Das australische Transportunternehmen TNT, ein Expressdienst, wird gegründet.
Der Axel Springer AG, Verlag wird in Hamburg gegründet.
Das japanische Unternehmen Sony wird durch Akio Morita und Masaru Ibuka gegründet.
Januar 1946
1. Januar
Die Magirus-Werke erhalten von den Besatzungsmächten die Erlaubnis zur Wiederaufnahme der LKW-Produktion.
Die Bank von Frankreich wird verstaatlicht, die bisherigen Aktionäre erhalten eine Abfindung.
Der neuerbaute Flughafen Heathrow in der Nähe von London wird eröffnet.
arl Kobelt wird Bundespräsident der Schweiz.
Die letzten US-amerikanischen Besatzungstruppen werden aus dem Iran abgezogen.
Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen Indien, Großbritannien und Thailand in Bangkok.
2. Januar
König Zogu von Albanien legt sein Amt als Staatsoberhaupt nieder.
5. Januar
In Nürnberg beginnt vor einem US-Militärgerichtshof der Prozess gegen 23 ehemalige KZ-Ärzte wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
6. Januar
Bei Wahlen im Norden Vietnams erringt Ho Chi Minh einen Sieg.
7. Januar
Die Alliierten erkennen Österreich als Staat in den Grenzen von 1937 an.
8. Januar
Die Braunschweiger Zeitung erscheint erstmals als Lizenzzeitung in der britischen Besatzungszone.
10. Januar
Im Chinesischen Bürgerkrieg wird zwischen den kommunistischen und den nationalchinesischen Truppen ein Waffenstillstand vereinbart.
Eröffnung der ersten UN-Vollversammlung durch Paul-Henri Spaak.
11. Januar
Abschaffung der Monarchie, Proklamation der Volksrepublik Albanien
17. Januar
Der UN-Sicherheitsrat hält seine erste Sitzung ab.
20. Januar
Charles de Gaulle tritt als Vorsitzender der provisorischen Regierung Frankreichs zurück; an seine Stelle tritt am 23. Januar Félix Gouin.
21. Januar
In Hessen finden Kommunalwahlen statt; dies sind die ersten freien Wahlen auf deutschem Boden seit 1933. Am 29. Januar folgen Gemeinderatswahlen in Bayern und Württemberg-Baden.
Der sowjetische Diplomat Andrej Gromyko wirft den Briten, die in Griechenland und Indonesien Truppen stationiert haben, die Einmischung in die inneren Angelegenheiten dieser Länder vor.
22. Januar
Gründung der kurdischen Republik Mahabad.
23. Januar
Die Bayerische Heimat- u. Königspartei (BHKP) wird von der US-Militärregierung in Bayern zugelassen.
31. Januar
Jugoslawien erhält eine neue Verfassung nach sowjetischem Vorbild. Die Föderative Volksrepublik Jugoslawien besteht aus den sechs Teilrepubliken Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien.
Februar 1946
1. Februar
Amtsantritt von Trygve Lie als erster Generalsekretär der Vereinten Nationen.
Proklamation der Republik Ungarn. Staatspräsident wird Zoltán Tildy.
7. Februar
In einer ersten Stufe der Bodenreform werden in der Sowjetischen Besatzungszone 53.000 landwirtschaftliche Betriebe mit 2,6 Mio. ha an Neubauern aufgeteilt.
15. Februar
Nachdem der sowjetische Militärattaché in Kanada, Iwor Gusenko, den kanadischen Behörden eine Liste mit 1.700 der Spionage verdächtigen Personen übergeben hat, werden 23 von ihnen, darunter Angestellte des kanadischen Atomforschungsprogramms, verhaftet.
Die britische Militärregierung gründet einen deutschen Zonenbeirat zu ihrer Beratung.
16. Februar
Erstmals legt die Sowjetunion in einer Debatte im UN-Sicherheitsrat ein Veto ein. Großbritannien und Frankreich hatten vor, einen Zeitplan für ihren Abzug aus dem Libanon und Syrien vorzulegen, Andrei Januarjewitsch Wyschinski besteht jedoch auf dem sofortigen Abzug.
17. Februar
In den USA wird der Streik der Stahlarbeiter beendet. Die Arbeiter von General Electric und General Motors setzen ihren Streik bis zum 13. März fort.
21. Februar
Erzbischof Joseph Frings, Bischof Clemens August Graf von Galen und Bischof Konrad Graf von Preysing werden in Rom vom Papst zu Kardinälen ernannt.
Die erste Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit erscheint.
Ein finnisches Sondergericht verurteilt mehrere frühere Regierungsmitglieder (darunter Ex-Präsident Risto Ryti und Ex-Ministerpräsident Johan Wilhelm Rangell) zu Haftstrafen wegen des Kriegseintritts Finnlands an der Seite deutschlands im Jahre 1941.
24. Februar
Juan Peron wird zum Staatspräsidenten von Argentinien gewählt.
26. Februar
Die CDU der britischen Zone wählt Konrad Adenauer zu ihrem Vorsitzenden.
März 1946
1. März
Die Bank von England wird verstaatlicht, ihre Altaktionäre werden abgefunden
2. März
Gründung der Deutschen Konservativen Partei – Deutschen Rechtspartei (DKP-DRP) als Fusion der Deutschen Aufbau-Partei und der Deutschen Konservativen Partei.
5. März
In einer Rede vor dem Westminster College in Fulton (Missouri) warnt Winston Churchill vor der zunehmenden Macht der Sowjetunion in Europa. Er verwendet dabei den Begriff des Eisernen Vorhangs, der durch die Fultoner Rede popularisiert wird.
Ho Chi Minh vereinbart mit der französischen Kolonialmacht ein Abkommen, das Vietnam Autonomie innerhalb der Union Française zugesteht.
6. März
Japan verkündet seine neue Fassung
6. März
In der sowjetischen Besatzungszone wird die FDJ als kommunistische Jugendorganisation gegründet.
9. März
Juho Kusti Paasikivi wird nach dem Rücktritt Gustaf Mannerheims vom 4. März neuer Staatspräsident Finnlands; er verfolgt eine Politik des Ausgleichs mit der Sowjetunion.
10. März
Großbritannien beginnt mit dem Rückzug seiner Truppen aus dem Libanon.
14. März
Der deutsche General Werner von Blomberg (1878-1946) verstarb in Nürnberg im Alter von 65 Jahren. Von Blomberg war der erste Generalfeldmarschall der Wehrmacht. Als solcher war er seit 1936 im Amt gewesen. Er war ein enger Vertrauter Adolf Hitlers (1889-1945). Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er als mutmaßlicher Kriegsverbrecher von den Alliierten in Haft genommen. Von Blombergs Sterbedatum weicht in einigen Veröffentlichungen ab und wird auch mit dem 22. März 1946 angegeben.
14. März
Nachdem im Jahr 1944 Albanien von der faschistischen Fremdherrschaft befreit worden war, errichtete der stalinistische Führer der kommunistischen Partei, Enver Hoxha (1908-1985), eine Diktatur und verabschiedete an diesem Tag die neue Verfassung des Landes, in der ein Verbot aller nichtkommunistischen Parteien festgeschrieben war.  
16. März
Bornholm, das am 11. Mai 1945 von der Roten Armee besetzt wurde, wird von der Sowjetunion wieder geräumt und dänischer Kontrolle zurückgegeben.
18. März
Die Weltbank beginnt mit ihrer Tätigkeit.
19. März
Die Schweiz und die Sowjetunion nehmen nach 22 Jahren wieder diplomatische Beziehungen auf.
In der Sowjetunion wird Nikolai Michailowitsch Schwernik Nachfolger von Michail Iwanowitsch Kalinin im Amt des Staatspräsidenten.
29. März
Im Parlament der britischen Kolonie Goldküste ergibt sich erstmals eine Mehrheit von schwarzafrikanischen Abgeordneten.
April 1946
1. April
In den USA treten die Bergarbeiter in den Streik, der 45 Tage andauert.
9. April
Neugründung der Technischen Hochschule Berlin als Technische Universität Berlin.
10. April
In Japan finden Parlamentswahlen statt; erstmals sind auch Frauen wahlberechtigt.
Im Alliierten Kontrollrat findet ein Wechsel des sowjetischen Vertreters statt: Wassili Danilowitsch Sokolowski löst Georgi Konstantinowitsch Schukow ab.
18. April:
Auf seiner letzten Sitzung in Genf löst sich der Völkerbund selbst auf; seine Befugnisse gehen an die Verinten Nationen über.
21. April bis 22. April
Die KPD und die SPD vereinbaren in Ost-Berlin den Zusammenschluss zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Da eine Befragung der Sozialdemokraten in West-Berlin eine Mehrheit gegen einen Zusammenschluss ergeben hat und sich auch die SPD-Führung in den West-Zonen gegen eine Verschmelzung ausspricht, bleibt der Wirkungsbereich der SED auf Ost-Berlin und die sowjetische Zone begrenzt.
25. April
In Paris kommen die Außenminister der vier Siegermächte zu einer Konferenz zusammen. Da zunächst zahlreiche Meinungsverschiedenheiten zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion auftreten, wird die Konferenz auf den 15. Juni vertagt.
29. April
Beginn der Tokioter Prozesse gegen Führungskräfte der japanischen Armee.
Mai 1946
6. Mai
Camille Gutt, Belgien, wird erster Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF).
8. Mai
Die erste Leipziger Messe nach dem Ende des 2. Weltkriegs findet statt
9. Mai
In Hannover findet ein dreitägiger Parteitag der SPD mit 500 Delegierten aus den Westzonen statt. Kurt Schumacher wird zum Vorsitzenden gewählt, die Vereinigung von SPD und KPD zur SED in der Sowjetischen Zone wird verurteilt.
Viktor Emanuel III. tritt als König von Italien zurück; Nachfolger wird sein Sohn Umberto II.
10. Mai
Jawaharlal Nehru wird zum Vorsitzenden der indischen Kongresspartei gewählt.
12. Mai
In den Niederlanden wird bei der Parlamentswahl die Katholische Volkspartei mit 32 Sitzen stärkste Kraft vor der Arbeiterpartei (29). Regierungschef wird Louis Beel.
13. Mai
Mit Befehl Nr. 4 der Alliierten Militärregierung wird die Zerstörung aller NS-Denkmale in Deutschland bis zum 1. Januar 1947 angeordnet.
Ein US-Militärgericht verurteilt 58 Aufseher des KZs Mauthausen zum Tode.
15. Mai
Sizilien wird Autonome Region innerhalb Italiens.
16. Mai
In Dachau beginnt der Malmedy-Prozess gegen deutsche Kriegsverbrecher.
22. Mai
Großbritannien entlässt Jordanien in die Unabhängigkeit
25. Mai
Unabhängigkeit Jordaniens. Emir Abdallah nimmt den Königstitel an.
26. Mai
Bei den Parlamentswahlen in der Tschechoslowakei wird die KP mit 38% stärkste Partei.
Juni 1946
1. Juni
In Rumänien wird Ion Antonescu, der das Land im Zweiten Weltkrieg als „Conducator“ und Verbündeter Deutschlands führte, nach Aburteilung durch ein Volksgericht hingerichtet.
2. Juni
In Italien wird ein Referendum über die künftige Staatsform abgehalten. Als sich eine Mehrheitg egen die Monarchie und für die Republik abzeichnet, geht Umberto II. ins Exil. Er hatte erst seit dem 9. Mai als italienischer König amtiert, nachdem sein Vater Viktor Emanuel III. abgedankt hatte. Alcide de Gasperi nimmt provisorisch die Aufgaben des Staatsoberhauptes bis zur Wahl eines Präsidenten wahr.
8. Juni
Sukarno ruft die Indonesier zum Widerstand gegen die niederländische Kolonialmacht auf.
9. Juni
König Bhumibol Adulyadej wird Staatsoberhaupt von Thailand
15. Juni
In Paris beginnt die zweite Runde der Außenministerkonferenz der Siegermächte. Während über die bislang italienischen Besitzungen Libyen und Dodekanes Einigkeit erzielt wird, wird die Frage der Bildung einer künftigen deutschen Zentralregierung vertagt.
16. Juni
Der Versuch Archibald Wavells, in Britisch-Indien eine 14-köpfige, paritätisch mit Hindus und Moslem besetzte Übergangsregierung zu installieren, scheitert am Widerstand der Kongresspartei.
18. Juni
Proklamation der Republik Italien.
24. Juni
Georges Bidault wird Ministerpräsident der zweiten Verfassungsgebenden Versammlung in Frankreich.
25. Juni
US-Militärgouverneur Lucius D. Clay ordnet für seine Besatzungszone den Stopp der Demontagen an, solange die Frage nicht geklärt sei, ob Deutschland als wirtschaftliche Einheit behandelt werde.
28. Juni
Enrico de Nicole wird zum ersten Staatspräsidenten Italiens gewählt.
30. Juni
In einem Referendum sprechen sich 78% der Einwohner Sachsens für die Enteignung der Großbetriebe von Nationalsozialisten aus.
Juli 1946
1. Juli
Der Zusammenschluss der Besatzungszonen der zukünftigen Bundesrepublik Deutschland auf Vorschlag der USA wird durch Frankreich und die Sowjetunion verhindert.
4. Juli
Die Philippinen erlangen die Unabhängigkeit.
Pogrom von Kielce: In der polnischen Stadt Kielce werden über 40 Juden von der Bevölkerung getötet.
15. Juli
US-Präsident Truman gewährt Großbritannien einen Kredit in Höhe von 3,5 Mrd. Dollar.
16. Juli
Im Malmedy-Prozess wird über 43 SS-Angehörige, die während der Ardennen-Offensive US-amerikanische Gefangene erschießen ließen, die Todesstrafe verhängt.
17. Juli
In Berlin gibt die britische Militärregierung die beabsichtigte Zusammenlegung der nördlichen Rheinprovinz mit der Provinz Westfalen bekannt. Hauptstadt des neuen Landes Nordrhein-Westfalen wird Düsseldorf.
22. Juli
Das King David Hotel in Jerusalem wird von jüdischen Terroristen der Irgun teilweise in die Luft gesprengt. 91 Zivilisten (darunter 16 britische Staatsangehörige) kommen ums Leben.
29. Juli
Beginn der Pariser Friedenskonferenz.
August 1946
1. August
Der neue Forint wird Landeswährung in Ungarn.
2. August
Camille Huysmans wird Regierungschef in Belgien an der Spitze eines sozial-liberalen Kabinetts.
7. August
Die Sowjetunion fordert eine Beteiligung an der Kontrolle der Schifffahrt durch die Dardanellen. Die Westmächte weisen dies mit Hinweis auf die Kovention von Montreux von 1936 zurück.
12. August
Großbritannien verfügt einen Einwanderungsstopp für Palästina.
14. August
Bei Kaifeng startet die Volksbefreiungsarmee Maos eine erfolgreiche Offensive gegen nationalchinesische Truppen.
16. August
Die Kurdische Demokratische Partei KDP (kurdisch: Partiya Demokrat a Kurdistanê - PDK) wird von Vertretern der kurdischen Intelligenz und dem städtischen Kleinbürgertum gegründet. Molla Mustafa Barzani wird, trotz Abwesenheit, zum Vorsitzenden gewählt.
19. August
Bei Kämpfen zwischen Hindus und Moslems in Kalkutta kommen 3.000 Menschen ums Leben.
23. August
Die britische Militärregierung löst die preußischen Provinzen in ihrer Besatzungszone auf und gründet die Länder Nordrhein-Westfalen, Hannover und Schleswig-Holstein.
24. August
Der britische Gouverneur Archibald Wavell ernennt Jawaharlal Nehru zum Vorsitzenden der geschäftsführenden indischen Regierung.
30. August
In der französischen Besatzungszone wird das Land Rheinland-Pfalz gebildet. Mainz wird Hauptstadt.
September 1946
1. September
Frankreich stimmt gegen die politische Einheit der zukünftigen Bundesrepublik Deutschland in den drei westlichen Besatzungszonen.
In einem Referendum sprechen sich die Griechen für die Rückkehr von Georg II. aus.
3. September
Beginn des Dingtao-Feldzugs im Chinesischen Bürgerkrieg. Den kommunistischen Truppen gelingt ein taktischer Sieg in der Gegend um Xuzhou.
4. September
In Bombay kommt es zu Straßenschlachten zwischen Moslems und Hindus, die über 100 Tote fordern.
5. September
Die Militärgouverneure der britischen und der US-amerikanischen Zone, Brian Hubert Robertson und Lucius D. Clay, beschließen die Schaffung vereinigter Zentralstellen für eine Bizone.
6. September
Der amerikanische Außenminister James F. Byrnes verkündet in seiner Stuttgarter Rede, dass er die Wirtschaft der Besatzungszonen im besetzten Deutschland vereinen will. Nur Großbritannien erklärt sich dazu bereit.
8. September
Bulgarien wird nach einem entsprechenden Referendum zur Volksrepublik erklärt. Der junge Zar Simeon II. geht ins Exil.
12. September
Volksabstimmung auf den Färöern über die Loslösung des Landes vom Königreich Dänemark. Eine knappe Mehrheit der Bevölkerung ist dafür. Am 18. September wird dort die Unabhängigkeit ausgerufen, doch am 20. September von Dänemark annulliert.
Der US-Handelsminister Henry Agard Wallace warnt vor einer Politik, die zum Krieg mit der Sowjetunion führen könne. Er wird wenig später von Truman entlassen und durch Averell Harriman abgelöst.
15. September
In der französischen und der britischen Zone finden die ersten Kommunalwahlen nach dem Krieg statt.
20. September
Die USA ziehen ihre Truppen aus Island ab.
28. September
König Georg II. kehrt nach Griechenland zurück.
30. September
Verkündung der Urteile im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Es ergehen 12 Todesurteile, 7 Haftstrafen und 3 Freisprüche. Hermann Göring begeht vor Vollstreckung seiner Todesstrafe Selbstmord.
Oktober 1946
4. Oktober
US-Präsident Truman appelliert an den britischen Premier Clement Attlee, die jüdische Einwanderung nach Palästina wieder zuzulassen.
8. Oktober
Die Kuomintang verlängert die Amtszeit von Chiang Kai-shek um 3 Jahre.
13. Oktober
In Frankreich wird die Verfassung für die Vierte Republik angenommen.
Thailand erklärt sich zur Rückgabe von Territoerien bereit, die es 1940 von Französisch-Indochina annektiert hatte.
16. Oktober
Vollstreckung der Todesurteile der Nürnberger Prozesse.
20. Oktober
Letzte freie Wahlen in der sowjetischen Besatzungszone.
26. Oktober
In der britischen Besatzungszone wird aus dem bisherigen Ländern Hannover, Oldenburg und Braunschweig das Land Niedersachsen gebildet. Erster Ministerpräsident wird Hinrich Wilhelm Kopf (SPD).
27. Oktober
Bei den Parlamentswahlen in Bulgarien siegt die kommunistisch dominierte Vaterländische Front. Sie erhält 364 Mandate, die Opposition 101.
28. Oktober
In der Gaststätte Straubinger Hof in München wird die Bayernpartei gegründet, erster Vorsitzender wird Ludwig Max Lallinger.
November 1946
3. November
Die neue japanische Verfassung, die am 3. Mai 1947 in Kraft tritt, wird verkündet
4. November
In den USA finden Kongress- und Gouverneurswahlen statt. Wahlsieger sind die Republikaner.
Gründung der UNESCO durch die Gründungsstaaten: Australien, Brasilien, Republik China, Dänemark, Dominikanische Republik, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indien, Kanada, Libanon, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, Saudi-Arabien, Südafrika, Türkei und USA. Im gleichen Jahr werden auch Polen, Bolivien, Syrien, Haiti, Schweden, Island, Afghanistan, Peru, die Philippinen und Belgien Mitglied der UNESCO.
8. November
In Haiphong in Nord-Vietnam kommt es zu heftigen Zusammenstößen zwischen Vietminh und französischen Kolonialtruppen. Der Beschuss durch ein französisches Kriegsschiff fordert mehrere tausend Tote.
16. November
Die SED legt einen ersten Verfassungsentwurf für die „demokratische deutsche Republik“ vor.
19. November
Bei den Parlamentswahlen in Rumänien erhält die KP nach offiziellen Angaben 79,86% der Stimmen. Beobachter sprechen von massiver Wählerbeeinflussung und Wahlfälschung.
21. November
Der Kommunist Georgi Dimitrow wird zum ersten Ministerpräsidenten von Bulgarien gewählt.
23. November
Arabische Extremisten erschießen den Arabischen Hochkommissar für Palästina, Fauzi Husseini.
24. November
In Württemberg-Baden finden die ersten Landtagswahlen statt: Die CDU erhält 39 Sitze vor der SPD mit 32, der DVP mit 19 und der KPD mit 10 Sitzen.
27. November
Der indische Politiker Jawaharlal Nehru appelliert an die Supermächte, einem Verbot von Atomtests zuzustimmen.
28. November
Georges Bidault tritt als französischer Regierungschef zurück.
Dezember 1946
1. Dezember
Inkrafttreten der Hessischen Verfassung (erste Nachkriegsverfassung Deutschlands) durch Volksentscheid. Zugleich finden Landtagswahlen statt: Die SPD wird mit 38 Mandaten stärkste Kraft vor der CDU (28) und der LDP (14).
2. Dezember
Gründung der Internationalen Walfangkommission (IWC).
Volksabstimmung über die Bayerische Verfassung und Landtagswahl in Bayern. Die Verfassung wird angenommen und tritt am 9. Dezember in Kraft - bei der Landtagswahl erzielt die CSU eine absolute Mehrheit, bildet jedoch eine Koalition mit SPD und WAV. Die FDP wird einzige Oppositionspartei.
5. Dezember
New York wird zum ständigen Sitz der UNO bestimmt.
6. Dezember
Willard Frank Libby stellt eine Atomuhr auf der Basis von Cäsium-Atomen vor.
9. Dezember
Beginn des Nürnberger Ärzteprozesses; der Erste Amerikanische Militärgerichtshof verurteilt schließlich sieben der 23 Angeklagten zum Tode und weitere neun zu langen Freiheitsstrafen.
11. Dezember
Die erste Ausgabe der Programmzeitschrift Hörzu erscheint.
Die UNO schließt das spanische Franco-Regime von der Mitarbeit in seinen Institutionen aus.
13. Dezember
Thomas Mann wird wiedereingesetzt in die Ehrendoktorwürde, die im 1919 von der Universität Bonn verliehen wurde.
14. Dezember
Der Vorschlag Südafrika, das Mandatsgebiet Südwestafrika (Namibia) zu annektieren, wird von der UNO abgelehnt.
15. Dezember
Thailand wird 55. Mitglied der UNO.
16. Dezember
Christian Dior eröffnet in Paris sein eigenes Modehaus.
18. Dezember
Deutsche Vertreter der Wirtschaftsverwaltung in der SBZ vereinbaren in Minden mit der Zentralverwaltung für Wirtschaft einen Warenaustausch für 1947 in Höhe von 210 Mio. RM. Deutschen Geschäftsleuten wird der Handel mit dem Ausland gestattet.
Léon Blum wird Regierungschef des ersten Kabimetts der Vierten Republik; er steht einer sozialistischen Regierung vor.
19. Dezember
Die französischen Kolonialbehörden verhängen das Kriegsrecht über Vietnam nachdem Vietminh-Milizen das Elektrizitätswerk von Hanoi in die Luft gesprengt haben. Damit beginnt der erste Indochinakrieg.
22. Dezember
Frankreich richtet zwischen dem Saarland und der französischen Besatzungszone in Deutschland eine Zollgrenze ein. Der US-Militärgouverneur Lucius D. Clay erhebt gegen die Maßnahme Einspruch, sie wird jedoch vom Rat der Außenminister in New York gebilligt.
31. Dezember
Joseph Kardinal Frings hält seine berühmte Silvesterpredigt in Köln-Riehl.
Juan Perón wird Staatspräsident Argentiniens, seine Frau Eva Perón First Lady.
Max Brauer (SPD) wird in einer Koalition mit der FDP Erster Bürgermeister von Hamburg.
 
 
 
 
Was passierte 1946
Autojahr 1946
Charts 1946
Filmjahr 1946
Modejahr 1946
Musikjahr 1946
Politjahr 1946
Sportjahr 1946
Geburtstage 1946
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
Sonstiges
Vornamen 1946
Nobelpreise 1946
Die Geschenkidee
Originalzeitung 1946
Jahrgangswein 1946
Jahrgang 1946
Jahrgang 1946
Die Videochronik 1946 - Zeitgeschichte
Filmchronik 1946

DDR 1946
Julie Garwood