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Politjahr 1946 Politik in Deutschland

Konrad Adenauer wird CDU-Vorsitzender (Januar / Februar / März)
Am 12. Januar einigt sich der Kontrollrat der Alliierten darauf, eine gemeinsame Direktive für die Entnazifizierung einzuführen. Unbeachtet dessen, wird die Entnazifizierung in den jeweiligen Besatzungszonen dennoch mit unterschiedlicher Härte durchgeführt. In der Besatzungszone der Amerikaner, finden am 20. Januar die ersten freien deutschen Wahlen seit Hitlers Machtübernahme im Jahre 1933 statt. Es handelt sich dabei um Gemeindewahlen. Der FDGB (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund) hält vom 9. bis 11. Februar seinen ersten Bundeskongress in Berlin ab. Am 14. Februar wird durch den alliierten Kontrollrat genehmigt, den Postverkehr zwischen dem Ausland und Deutschland wieder aufzunehmen. Vom 26. Februar bis zum 1. März, wird Konrad Adenauer zum Vorsitzenden der CDU in der Besatzungszone Großbritanniens gewählt. Unter dem Vorsitz von Erich Honecker, wird am 7. März die Freie Deutsche Jugend (FDJ) gegründet. Am 26. März verkündet der Kontrollrat der Alliierten einen neuen Industrieplan für Deutschland. Dieser beinhaltet die Einschränkung der Kapazitäten in der Fertigungs- und Rohstoffindustrie auf die Hälfte der Produktion vor dem Krieg. Der Bausektor wird von dieser Verordnung jedoch ausgenommen.

Vereinigungsparteitag zwischen SPD und KPD (April / Mai / Juni)
Am 1. April nehmen die deutschen Gerichte wieder ihre Arbeit auf. Vom 21. bis 22. April findet in Berlin der Vereinigungsparteitag von SPD und KPD statt, der die Gründung der SED in der Besatzungszone der Sowjetunion vorsieht. Am 1. Mai finden die ersten Gewerkschafts-Maikundgebungen seit 1933 statt. Die SPD hält vom 9. bis 11. Mai ihren ersten Parteitag in den drei westalliierten Besatzungszonen ab und ernennt Kurt Schumacher zum Parteivorsitzenden. Am 30. Juni finden die verfassungsgebenden Wahlen für die Landesversammlungen in der Besatzungszone der USA statt.

Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und NRW werden gebildet (Juli / August / September)
Am 22. Juli kehren die ersten deutschen Soldaten aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft in die Heimat zurück. Am 23. August werden die Länder Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen durch die Militärregierung Großbritanniens gebildet. Aus dem linksrheinischen Teil Hessens, Teilen der Provinz Hessen-Nassau so wie der zusammengeschlossenen Pfalz, wird am 30. August das Land Rheinland-Pfalz durch die Besatzungsmacht Frankreich gebildet. In Hamburg wird am 2. September der SDS (Sozialistischer Deutscher Studentenbund) gegründet.

Wirtschaftlicher Anschluss des Saarlandes an Frankreich (Oktober/November/ Dezember)
In den Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozessen kommt es am 1. Oktober zur Urteilsverkündung. Aus den Ländern Braunschweig, Oldenburg, Schaumburg-Lippe und Hannover wird am 1. November das Land Niedersachsen gebildet. Auf Weisung der Sowjetischen Militäradministration wird am 28. November eine "Deutsche Grenzpolizei" aufgestellt. Das Saarland wird am 22. Dezember wirtschaftlich an Frankreich angeschlossen.
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