April 1961 - Die Invasion in der Schweinebucht

Kalender April 1961
Dass die kommunistische Entwicklung in Kuba unter der Führung von Fidel Castro den Vereinigten Staaten ein Dorn im Auge war, war nichts Neues. Doch es gab auch Exil-Kubaner, die sich zusammengeschlossen hatten und Castro stürzen wollten. Am 17. April hatte die Invasion dieser Exil-Kubaner gegen die Regierung Fidel Castros begonnen, die Invasion in der Schweinebucht. Diese Invasion hatte einen ersten Höhepunkt markiert in Sachen Aktionen der USA gegen die Castro-Regierung. Nach drei Tagen allerdings war die Aktion Schweinebucht gescheitert, aber ein Erfolg für Fidel Castro, der die kommunistische Ausrichtung der kubanischen Revolution längst öffentlich vertrat. Die US-Regierung hatte natürlich jede Beteiligung an der Schweinebucht-Invasion abgestritten, auch vor der UN-Generalversammlung. Letztendlich hatte dann Präsident John F. Kennedy doch die Verantwortung in vollem Umfang übernommen. Die Kuba-Krise war nun ein politisches Debakel, was die Unterstützung der Sowjetunion gegenüber dem Inselstaat noch weiter verstärkte.
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Wichtige Ereignisse im April 1961

1. April
Sowjetunion/Laos/Großbritannien 1961 – Die Sowjetunion hatte sich mit den Vorschlägen Großbritanniens für einen Waffenstillstand in ihrer Antwortnote auf das britische Memorandum zur Laos-Frage vom 23. März prinzipiell einverstanden erklärt.
1. April
Portugal 1961 – Zur Verteidigung der überseeischen Besitzungen hatte die Regierung die Bildung eines Freiwilligenkorps bekanntgegeben. Gleichzeitig war ein weibliches Sanitätskorps geschaffen worden.
1. April
Frankreich/Algerien 1961 – Zwischen der französischen Regierung und der algerischen Aufstandsbewegung (FLN) hatten neue geheime Unterredungen stattgefunden. Sie dienten der Rettung der Friedenskonferenz von Evian (Frankreich), die ursprünglich für den 7. April geplant war.
1. April
BRD 1961 – Künftig arbeitsfrei sein sollte jeder zweite und dritte Samstag im Monat sollte für die 70.000 Angestellten des privaten Bankgewerbes. Die gleiche Regelung hatte der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) auch für die 120.000 Angestellten aller übrigen Banken und Sparkassen gefordert.
2. April
Vatikan 1961 – Vom Balkon der Peterskirche aus hatte Papst Johannes XXIII. in Rom die Osterbotschaft verlesen und die Völker zum Frieden gemahnt.
2. April
UNO 1961 – Noch im Jahr 1961 würde die Drei-Milliarden-Grenze der Weltbevölkerung überschreiten sein. Das hatte die Sozialkommission der Vereinten Nationen berichtet. Derzeit hatte der jährliche Bevölkerungszuwachs zwischen 45 und 55 Millionen Menschen betragen. Vor dem Zweiten Weltkrieg hatte die jährliche Zuwachsrate 1,1 Prozent betragen. Sie hatte derzeit zwischen 1,6 Prozent und 1,9 Prozent gelegen.

3. April
West-Berlin/DDR 1961 – In West-Berlin hatten sich während der Osterfeiertage etwa 5.500 Bewohner der DDR gemeldet und um politisches Asyl gebeten.
3. April
USA/Kuba 1961 – In einer von der US-Regierung veröffentlichten Broschüre wurde der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro beschuldigt, einen sowjetischen Satellitenstaat aus Kuba machen zu wollen.
3. April
Großbritannien 1961 – Auf dem Trafalgar Square in London hatten sich etwa 40.000 Teilnehmer an den Ostermärschen der britischen Atomwaffengegner zu einer Massenkundgebung versammelt. Dabei hatte u. a. der 88-jährige Vorsitzende der britischen Atomwaffengegner, Bertrand Russell, gesprochen.
3. April
BRD 1961 – In der Bundesrepublik hatten die ersten Zivildienstleistenden ihren einjährigen Dienst in sozialen Einrichtungen begonnen.
4. April
Spanien/Marokko 1961 – Nach Berichten aus El Aaiun (Marokko) kam es in der spanischen Sahara zu einem Feuergefecht zwischen spanischen Grenzwachen und marokkanischen Partisanen.
4. April
BRD 1961 – Tango und Wiener Walzer waren derzeit die beliebtesten Tänze bei jungen Menschen in der Bundesrepublik. Es hatten 32 Prozent der Befragten bei einer Erhebung des Institutes für Demoskopie in Allensbach am Bodensee den Tango als liebsten Tanz bezeichnet. Der Wiener Walzer wurde von 30 Prozent zum Lieblingstanz erklärt. Für den Cha-Cha-Cha, Rock’n’Roll und andere moderne Tänze hatten sich 34 Prozent der Teenager entschieden. Mindestens einmal im Jahr gingen etwa 75 Prozent der jungen Leute tanzen. Mädchen gingen häufiger als Jungen diesem Vergnügen nach. 15 Prozent junger Männer und nur 6 Prozent der Mädchen konnten gar nicht tanzen.
5. April
Frankreich 1961 – Die französische Öffentlichkeit war durch eine Welle von Sprengstoffanschlägen schwer beunruhigt. Dabei hatte es ein Todesopfer und mehr als 30 Verletzte gegeben. Mit diesen Anschlägen protestierten rechtsextremistische Gruppen wie die geheime Armeeorganisation OAS gegen die Algerienpolitik des Staatspräsidenten Charles de Gaulle.
5. April
DDR 1961 – Die Reichsbahn der DDR beabsichtigte 15 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges den zweigleisigen Ausbau des Streckennetzes der S-Bahn in der Umgebung von Berlin. Auf sowjetischen Befehl hin war im Sommer 1945 das zweite Gleis auf allen Eisenbahnstrecken in der DDR demontiert worden. Die Bahn wurde auf eingleisigen Betrieb umgestellt. Auf den S-Bahnstrecken Grünau-Zeuthen (später bis Königs-Wusterhausen), Pankow-Blankenburg-Zepernick und Wilhelmsruh-Frohnau sollte das Einsetzen der zweiten Gleise bis 1965 vollendet sein.
5. April
BRD 1961 – Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Professor Herbert Junghans, hatte zu Beginn der 78. Tagung dieser ärztlichen Vereinigung in München eine besondere Prüfung als Abschluss einer ärztlichen Spezialausbildung gefordert.
5. April
BRD 1961 – In der Südpfalz hatte bereits die Spargelernte begonnen. Für die erste Qualität erhielten die Erzeuger 2,40 DM pro Pfund. Die dritte Qualität erbrachte pro Pfund 1,90 DM.
6. April
BRD 1961 – Das wichtigste Nahverkehrsmittel der Bundesrepublik waren mit 2,6 Milliarden Fahrgästen im Jahr 1960 die Straßenbahnen im Orts- und Nachbarortsverkehr. Von Omnibussen waren im Nahverkehr 1,68 Milliarden Fahrgäste befördert worden. Insgesamt 5,7 Milliarden Fahrgäste nutzten die Nahverkehrsunternehmen im Vorjahr.
6. April
Österreich 1961 – Der Österreichische Rundfunk in Wien kündigte drastische Programmkürzungen, „billigere“ Musik und Beschneidung der Übertragungen der teuren Salzburger Festspiele an. Die Kürzungen sollten dem Ausgleich der Defizite dienen.
6. April
BRD 1961 – In Bonn war die Gründung eines Bundesinstituts zur Erforschung des Marxismus-Leninismus (Institut für Sowjetologie) erfolgt. Sie war durch einen Erlass des Innenministeriums realisiert worden.
7. April
UNO 1961 – In New York hatte die UNO-Vollversammlung mit 83 Stimmen bei neun Enthaltungen eine Resolution gegen die Rassentrennungspolitik Südafrikas im Mandatsgebiet Südwestafrika (Namibia) angenommen. In der Resolution war die „zunehmende Verschlechterung der Lage in Südwestafrikas verurteilt worden, die von der fortgesetzten Anwendung einer tyrannischen Politik und Praxis wie der Apartheid“ herrührte. Die Länder Australien, Belgien, Frankreich, Kamerun, Luxemburg, die Niederlande, Portugal, Spanien und Großbritannien hatten sich der Stimme enthalten.
7. April
USA/Vietnam 1961 – Anlässlich der Präsidentschaftswahlen vom 9. April in Südvietnam hatten die Vereinigten Staaten der dortigen Regierung „starke Unterstützung“ im Kampf gegen die oppositionellen Kräfte zugesagt.
7. April
BRD 1961 – Gemessen am Nennwert hatte der erste offizielle Kurs der Volkswagenaktien 700 Prozent betragen. Heute, am ersten Tag des offiziellen Handels, hatten die VW-Aktien zu diesem Kurs an den meisten deutschen Börsen den Besitzer gewechselt.
7. April
Italien 1961 – Im Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik im Land hatten der neue Flughafen Fiumicino in der Nähe der Hauptstadt Rom und die italienischen Eisenbahnen. Befürchtet wurde die Sperrung des erst vor drei Monaten eingeweihten Flughafens wegen mangelnder Verkehrssicherheit. Nach Ansicht der Kritiker waren die Eisenbahnen des Landes völlig überlastet. In letzter Zeit hatte es zahlreiche Todesopfer gegeben.
8. April
Großbritannien/USA 1961 – Der britische Premierminister Harold Macmillan und US-Präsident John F. Kennedy hatten ihre Gespräche über Laos und die anderen Krisenherde beendet, die am 5. April begonnen hatten. In einer Erklärung hatten beide Regierungschefs ihre Absicht einer Stärkung des Nordatlantischen Verteidigungspaktes (NATO) und der UNO erklärt sowie ihren Einsatz für einen erfolgreichen Abschluss der Genfer Verhandlungen über eine Beendigung von Atomtests.
8. April
Großbritannien/International 1961 – Das britische Passagierschiff „Dara“, das sich auf dem Weg nach Basra (Irak) befunden hatte, war im Persischen Golf von einer schweren Explosion erschüttert worden. Das Schiff brannte vollständig ab und sank. Bei der Katastrophe waren 238 Menschen ums Leben gekommen.
8. April
BRD 1961 – Bei Mannheim (Baden-Württemberg) war der erste fugenlose Bau einer Straßendecke mit einer Breite von mehr als zehn Metern auf der Bundesstraße 38 vorgeführt worden. Die Maschinen, die von einer Mannheimer Firma entwickelt wurden, hatten den Bau von 10,25 m breiten Straßendecken mit Schwarzasphalt oder Beton in einer einzigen Schicht ermöglicht. Bisher waren auf einer solchen Breite störende Nähte unvermeidbar gewesen.
9. April
Kuba 1961 – An mehreren Stellen der Insel waren kubanische Rebellenkommandos gelandet. Sie sollten die Brückenköpfe bilden zur Vorbereitung der Landung der angeblich 5.000 Mann starken „Befreiungsarmee“.
9. April
Südvietnam 1961 – Für den bisherigen Präsidenten Ngo Dinh Diem und seinen Vizepräsidentschaftskandidaten, Nguen Ngoc Tho, hatten die Wahlen in Südvietnam mit 76 Prozent der gültigen Stimmen eine klare Mehrheit ergeben. Von ihrem Stimmrecht hatten mehr als 70 Prozent der sieben Millionen Wahlberechtigten Gebrauch gemacht.
9. April
China 1961 – Nach der Dürrekatastrophe im Sommer des Vorjahres waren nun bedeutende Ausfälle im Baumwollanbau in China eine große wirtschaftliche Bedrohung.


10. April
BRD 1961 – Bundeskanzler Konrad Adenauer hatte in einer Erklärung im Deutschen Fernsehen zu dem am 11. April in Jerusalem begonnen Prozess gegen den ehemaligen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann geäußert: „Wir wünschen, dass in diesem Prozess die volle Wahrheit ans Licht kommt und dass Gerechtigkeit geübt wird.“
10. April
Nepal 1961 – Durch einen Erlass hatte der nepalesische König Mahendra das seit zwei Jahrhunderten gültige Vasallensystem aufgehoben und die Gebiete, die bisher von 15 Vasallenfürsten verwaltet worden waren, in die allgemeine Verwaltung des Landes integriert.
11. April
Israel/International 1961 – In Jerusalem hatte der Prozess gegen den ehemaligen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann begonnen.
11. April
Österreich 1961 – Bundeskanzler Julius Raab und sein Kabinett waren zurückgetreten. Alfons Gorbach von der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) war neuer Bundeskanzler geworden.
11. April
Polen/BRD 1961 – Der polnische Parteichef Wladysław Gomulka hatte von der Bundesrepublik die Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als spezielle Staatsgrenze gefordert.
11. April
BRD 1961 – Wegen 828 nachgewiesenen Morden hatte das Schwurgericht Ansbach (Bayern) den ehemaligen Leiter des KZ-Nebenlagers Gusen, Karl Chmielewski, zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt.
12. April
Sowjetunion/Raumfahrt 1961 – Mit dem ersten Menschen, der die Erde in einer Raumkapsel umkreiste, hatte die Sowjetunion Weltraumgeschichte geschrieben. Der erste bemannte Weltraumflug Raumschiff „Wostok“ war mit dem Kosmonauten Juri Gagarin an Bord gestartet.
12. April
DDR 1961 – Die Volkskammer der DDR hatte das „Gesetzbuch der Arbeit“ beschlossen.
13. April
Portugal 1961 – Ministerpräsident und Diktator António de Oliveira Salazar hatte das Kabinett umgebildet und auch die Leitung des Verteidigungsministeriums übernommen. Die Unruhen in der Überseeprovinz Angola waren der Grund für diese Maßnahmen gewesen.
13. April
Italien 1961 – Am Teatro La Fenice in Venedig war die Oper „Intolleranza 1960“ von Luigi Nono zur Uraufführung gelangt.
14. April
Österreich/International 1961 – In der österreichischen Hauptstadt Wien war nach einer Dauer von sechs Wochen der internationale Diplomatenkongress beendet worden. Der diplomatische Verkehr (Immunität der Diplomaten, Berufstätigkeit, Personalbestand der Missionen im Ausland) war in der neuen „Wiener Konvention“ geregelt worden.
14. April
Europa 1961 – Nach zwei Tagen war in Hamburg die zweite europäische Kultusministerkonferenz zu Ende gegangen. Sie hatte gefordert, dass in wenigstens einer Fremdsprache in allen Schulen und allen Ländern, die an europäischen Organisationen beteiligt waren, Unterricht erteilt werden müsste.
15. April
Kuba 1961 – Sechs oder sieben Maschinen der kubanischen Luftwaffe starteten einen Angriff auf den Militärflughafen von Havanna, den Zivilflughafen von Santiago und das Hauptquartier der kubanischen Luftwaffe in San Antonio de Los Banos mit Bomben und Raketen. Daraufhin hatte Regierungschef Fidel Castro die Mobilmachung angeordnet.
15. April
Portugal/Angola 1961 – In der portugiesischen Kolonie Angola dauerten die Unruhen weiter an. In der angolanischen Hauptstadt Luanda herrschte eine Ausgangssperre von abends 20 Uhr bis morgens. Außerdem waren schwerbewaffnete Polizei- und Armeestreifen durch die Hauptstadt patrouilliert.
16. April
BRD 1961 – Durch den Zusammenschluss der Deutschen Partei (DP) mit dem Gesamtdeutschen Block/Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten (GB/BHE) war in Bonn die Gründung der nationalen Gesamtdeutschen Partei (GDP) erfolgt.
16. April
Polen 1961 – Mit 255 Mandaten gegenüber den Wahlen von 1957 (237 Mandate) hatte die Kommunistische Partei Polens bei den Wahlen für den Sejm (Parlament) eine stärkere Mehrheit innerhalb des 460 Abgeordneten zählenden Parlaments erreicht. Der Bauerpartei gehörten 117 Abgeordnete an, von der Demokratischen Partei waren es 39 und 49 Abgeordnete waren ohne Parteizugehörigkeit.
17. April
Kuba/USA 1961 – Auf Kuba hatte die Invasion von Exil-Kubanern gegen die Regierung Fidel Castros begonnen (Invasion in der Schweinebucht). Zwei Tage später, am 19. April, war die Invasion mit dem Sieg Kubas zu Ende gegangen.
17. April
Frankreich 1961 – Anfang des Jahres fuhr jeder achte Franzose einen Pkw. Da in Frankreich die Durchschnittspersonenzahl eines Haushalts vier Personen betrug, hatte durchschnittlich jede zweite Familie im Land ein Auto besessen. Am 1. Januar 1961 gab es insgesamt 5,55 Millionen zugelassene Personenkraft wagen in Frankreich.
17. April
BRD 1961 – Zum dritten Mal hatten in der Grugahalle die Essener Jazztage stattgefunden. Der Pianist Thelonius Monk, der Schlagzeuger Kenny Clarke und der Saxophonist Roland Kirk hatten u. a. zu den Mitwirkenden gehört.
18. April
BRD/Afghanistan 1961 – Die Bundesrepublik und Afghanistan hatten ein Kulturabkommen geschlossen, das am 14. Juni 1963 in Kraft getreten war.
18. April
BRD/USA 1961 – Bundeskanzler Konrad Adenauer war von seinem Besuch in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt, den er am 11. April begonnen hatte. Bei den Gesprächen mit US-Präsident John F. Kennedy in Washington war von Kennedy das Verteidigungsversprechen der USA für die BRD und West-Berlin erneuert worden.
18. April
USA/Film 1961 – In Santa Monica (US-Bundesstaat Kalifornien) hatte die Verleihung der Oscars für herausragende Leistungen im Bereich des Films stattgefunden.
18. April
USA/Laos 1961 – Zur Unterstützung der Regierung Boun Oum hatten die Vereinigten Staaten eine militärische Beratergruppe in Laos eingerichtet.
19. April
Brasilien/Kuba 1961 – Die brasilianische Regierung hatte den Zerfalls Lateinamerikas in eine Gruppe für und eine Gruppe gegen Fidel Castro befürchtet, für den Fall dass die Kämpfe in Kuba anhielten. Auch in Kolumbien und Uruguay erwartete man innenpolitische Auseinandersetzungen.
20. April
Kuba 1961 – Regierungschef Fidel Castro hatte den Sieg über die auf der Insel gelandeten gegenrevolutionären Truppen bekanntgegeben.
20. April
USA/Kuba 1961 – John F. Kennedy hatte in seiner ersten öffentlichen Stellungnahme zu den Ereignissen in Kuba geäußert, dass Kuba nicht den Kommunisten überlassen werden durfte und die USA nicht die Absicht hatten, es den Kubanern zu überlassen.
20. April
UNO 1961 – In New York hatte die UN-Vollversammlung eine Resolution gegen die portugiesische Kolonialpolitik in Angola angenommen.
21. April
NATO 1961 – Der niederländische Politiker und Diplomat Dirk Uipko Stikker hatte den NATO-Generalsekretär Paul Henri Spaak in seinem Amt abgelöst.
21. April
BRD 1961 – In Osnabrück waren im größten Geldfälscherprozess der Bundesrepublik die Urteile gefällt worden.
21. April
BRD/Film 1961 – In den Kinos der Bundesrepublik war der italienische Film „Rocco und seine Brüder“ angelaufen. Er war unter der Regie von Luchino Visconti entstanden. In den Hauptrollen waren Alain Delon, Annie Girardot und Claudia Cardinale zu sehen.
22. April
Algerien/Frankreich 1961 – In der Nacht zum 22. April hatten vier konspirierende Generäle der französischen Streitkräfte außer Dienst gegen die Algerienpolitik des französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle geputscht. Dabei gewesen waren Raoul Salan, Maurice Challe, Edmond Jouhaud und André Zeller. Soldaten der Fremdenlegion hatten Algier unter ihre Kontrolle gebracht. Nach wenigen Tagen war der Aufstand gescheitert. Die Putschisten hatten im Mutterland Frankreich keinen Rückhalt gefunden.
23. April
BRD 1961 – Der stellvertretende Vorsitzende der Sozialdemokraten, Herbert Wehner, hatte die Bereitschaft seiner Partei zu einer Koalition mit der CDU angedeutet.
24. April
BRD 1961 – Zum ersten Mal waren über den Rundfunksender UKW-West Informationen an die Kraftfahrer über Verkehrsstauungen in der Nähe der Erholungsgebiete und auf der Autobahn ausgegeben worden. Derartige Durchsagen über die Verkehrslage sollten künftig bis auf Weiteres an jedem Sonntag zwischen 17:15 Uhr und 18 Uhr über den Westdeutschen Rundfunk informieren.
24. April
BRD 1961 – In den nächsten Wochen sollten Untersuchungen von der Landesanstalt für Bodennutzungsschutz in Bochum, vom Forschungsinstitut für Luftreinhaltung in Essen und vom Institut für Boden-, Wasser- und Lufthygiene in Berlin durchgeführt werden, um die Ursachen der Luftverschmutzung im Ruhrgebiet zu analysieren.
24. April
Schweden 1961 – Im Stockholmer Hafen war die vor 333 Jahren gesunkene „Vasa“ gehoben worden. Das Schiff war auf seiner Jungfernfahrt am 10. August 1628 gekentert und untergegangen.
25. April
BRD 1961 – Auf dem Kölner CDU-Parteitag hatte Bundeskanzler Konrad Adenauer jede nur denkbare Zusammenarbeit mit der SPD abgelehnt.
25. April
Großbritannien/Sowjetunion/Laos 1961 – An die streitenden Parteien in Laos hatten Großbritannien und die Sowjetunion einen Waffenstillstandsappell gerichtet.
25. April
Belgien 1961 – Der christlich-soziale Ministerpräsident Theo Lefevre hatte eine Koalitionsregierung gebildet. Ihr gehören elf christlich-soziale und neun sozialistische Politiker an. Das Außenministerium hatte der ehemalige NATO-Generalsekretär, der Sozialist Paul Henri Spaak, übernommen.
25. April
DDR 1961 – Im Berliner Ensemble in der Hauptstadt Ost-Berlin war das Stück „Frau Flinz“ von Helmut Baierl zur Uraufführung gelangt.
26. April
Algerien/Frankreich 1961 – Nachdem der Putsch der Generäle in Algerien zusammengebrochen war, hatte sich der Anführer Maurice Challe den französischen Behörden gestellt.
26. April
Kuba/International 1961 – Mit zwölf gegen eine Stimme (Kuba) bei vier Enthaltungen hatte der interamerikanische Verteidigungsrat der Organisation der amerikanischen Staaten (OAS) beschlossen, dass Kuba, solange es seine engen Beziehungen zur Sowjetunion aufrecht erhielt, nicht an den Sitzungen teilnehmen durfte.
27. April
BRD 1961 – Der CDU-Parteitag, der am 24. April in Köln begonnen hatte, war beendet worden. Die Christlichen Demokraten hatten in ihrem Wahlmanifest Freiheit, Frieden und Einheit gefordert.
27. April
Niederlande 1961 – Die erste Phase des Deltaplans zur Sicherung der Küsten war zu Ende. Das Veersche Gatt in Seeland war gegen das Meer abgeriegelt worden.
27. April
Sierra Leone/Großbritannien 1961 – Das westafrikanische Land hatte seine Unabhängigkeit von Großbritannien erhalten.
27. April
BRD/Niederlande 1961 – Zwischen der BRD und den Niederlanden war ein Kulturabkommen geschlossen worden, das am 21. April 1962 in Kraft getreten war.
27. April
BRD/Fußball 1961 – Der Mittelstürmer des Hamburger SV und der bundesdeutschen Nationalmannschaft, Uwe Seeler, beabsichtigte nicht, einen Vertrag bei einem ausländischen Fußballverein zu unterzeichnen. Das war das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Seeler und Bundestrainer Sepp Herberger in Hamburg gewesen.
28. April
BRD 1961 – Der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten, Willy Brandt, hatte die Bekanntgabe seines Regierungsprogramms in Bonn mit scharfen Angriffen gegen Bundeskanzler Konrad Adenauer verbunden.
28. April
Belgien/DDR 1961 – Das belgische Königspaar war zu einem Staatsbesuch in Bonn angereist. Dieser Besuch war als ein Zeichen der Bereitschaft Belgiens zur Aussöhnung mit den Deutschen gewertet worden.
29. April
Laos 1961 – Die Fortsetzung der Offensive der prokommunistischen Pathet-Lao-Bewegung verschärfte sich die Laos-Krise. Die Staaten der SEATO, der südatlantischen Verteidigungsorganisation, hatten in Südostasien ein Flottenmanöver durchgeführt.
29. April
BRD/West-Berlin 1961 – In der BRD und in West-Berlin waren insgesamt 2.034.329 Verbrechen und kleinere Vergehen im Jahr 1960 begangen worden. Das hatte gegenüber 1959 eine Zunahme um 83.249 Fälle (4,25 Prozent) bedeutet. Im Jahr 1960 waren 65,6 Prozent der Verbrechen und Vergehen aufgeklärt worden (1959: 67,3 Prozent).
30. April
BRD 1961 – Im niedersächsischen Hannover war die „Hannover-Messe“ eröffnet worden. Die größte Messe dieser Art in der Welt dauerte bis zum 9. Mai und teilgenommen hatten 5.000 Aussteller.
April 1961 in den Nachrichten
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