Juli 1961 - Südtirol: Zerreißprobe und Terroranschläge

Kalender Juli 1961
Die Südtirol-Frage war bisher keiner echten Lösung nähergekommen. Im Gegenteil. Die gewalttätigen Aktionen, die Sprengstoffanschläge auf Eisenbahnlinien und Hochspannungsmasten u. a. wurden zahlreicher. Nachhaltigen Eindruck hatte die „Feuernacht“ vom Vormonat hinterlassen. Und die Attentäter waren schwer auszumachen. Doch angenommen wurde, dass es sich um separatistisch gesinnte Südtiroler handelte, die damit die Loslösung von Italien erzwingen wollten. Für den Fremdenverkehr in Südtirol war die Situation ein einziges Desaster. Das staatliche Reisebüro in Bozen schätzte einen Rückgang der Tourismus um 75 Prozent. Der geschätzte Einnahmeverlust für 1961 betrug rund 30 Millionen Lire, das entsprach 192 Millionen DM. Da es zwischen Österreich und Italien in absehbarer Zeit zu keiner Einigung über die Region geben würde, hatte Österreich das Südtirol-Problem für die nächste Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York angemeldet. Damit war es internationalisiert worden.
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Wichtige Ereignisse im Mai 1961

1. Juli
Kuwait 1961 – Um die Annexionsforderung des Irak abzuwehren, hatten Großbritannien und Saudi-Arabien mit der Entsendung von Truppen nach Kuwait begonnen.
1. Juli
Frankreich/Algerien 1961 – Die algerische Befreiungsbewegung FLN (Front de Libération National) hatten für den Fall, dass der französische Staatspräsident Charles de Gaulle die Drohung einer Teilung Algeriens wahrmachte, einen Krieg ohne Ende angekündigt.
1. Juli
BRD 1961 – In die VW-Stadt Wolfsburg waren zur ersten Hauptversammlung der Volkswagen-AG rund 7.000 Kleinaktionäre gekommen.
1. Juli
BRD 1961 – Im Bankengewerbe war die Fünf-Tage-Woche eingeführt worden. Künftig blieben alle Banken am Samstag geschlossen.
2. Juli
BRD 1961 – Auf dem Ersten Bundes-Altenkongress der Katholiken Deutschlands in Gelsenkirchen war bekanntgegeben worden, dass von 5,5 Millionen Menschen im Alter von über 65 Jahren 64 Prozent allein lebten, 20 Prozent als Ehepaare ohne Anhang und 16 Prozent im Haushalt der Kinder.
2. Juli
Argentinien 1961 – Kurz vor der Landung in Buenos Aires war ein argentinisches Flugzeug abgestürzt und in Flammen aufgegangen. Es konnten 13 Menschen lebend aus den brennenden Trümmern gerettet werden, allerdings teilweise mit schweren Verletzungen. Es waren 22 Menschen bei dem Absturz ums Leben gekommen.
3. Juli
Südkorea 1961 – Der Führer des Militärputsches vom 16. Mai, General Chang Do Yung, war in der Hauptstadt Seoul entmachtet worden. Der bisherige „zweite“ Mann, General Park Chung Hee, war zum Alleinherrscher aufgestiegen.
3. Juli
Finnland 1961 – Nachdem Ministerpräsident Väinö Johannes Sukselainen auf eigenen Wunsch von seinem Amt entbunden worden war, hatte die ganze Regierung ihren Rücktritt eingereicht.
3. Juli
Südtirol 1961 – Der Fremdenverkehr in Südtirol war nach Schätzungen des staatlichen Reisebüros in Bozen um 75 Prozent zurückgegangen. Der Grund waren die zahlreichen Sprengstoffanschläge in Südtirol und die Gegenmaßnahmen der italienischen Behörden. Geschätzter Einnahmeverlust für 1961: rund 30 Millionen Lire (192 Millionen DM).
3. Juli
BRD 1961 – Ermittlungen des Statistischen Bundesamtes im Auftrag des Hausfrauenbundes zufolge betrug die wöchentliche Arbeitszeit einer Hausfrau mehr als 130 Stunden. Es hieß in dem Bericht, dass eine Durchschnitts-Hausfrau in einem städtischen Vier-Personen-Arbeitnehmer-Haushalt 522,7 Stunden im Monat ableistete.
4. Juli
West-Berlin/Film 1961 – An den Film „Die Nacht“ des italienischen Regisseurs Michelangelo Antonioni war auf den Berliner Filmfestspielen der Goldene Bär verliehen worden. Der Silberne Bär war an Bernhard Wicki für „Das Wunder des Malachias“ gegangen. Darstellerpreise waren an Peter Finch („Und morgen alles“, Großbritannien) und Anna Karina („Eine Frau ist eine Frau“, Frankreich) vergeben worden.
5. Juli
Algerien/Frankreich 1961 – Zwischen französischem Militär und Moslems in Algerien war es zu Zusammenstößen gekommen. Dabei waren ungefähr 100 Menschen umgekommen.
5. Juli
BRD/Schweiz 1961 – Bundespräsident Heinrich Lübke war zu einem dreitägigen Staatsbesuch in der Schweiz eingetroffen. Es war der erste Besuch eines deutschen Staatsoberhauptes in der Schweiz seit dem Besuch des deutschen Kaisers Wilhelm II. im Jahr 1912.
5. Juli
Italien 1961 – Die päpstliche Kongregation für Fragen des Kultus hatte ihre Bedenken gegen „automatische Fremdenführer“ zurückgenommen. Das Aufstellen solcher Geräte in ihren Kirchen war künftig den Bischöfen selbst überlassen. Gegen den Einwurf einer Münze war es Touristen möglich über Kopfhörer in mehreren Sprachen Informationen über die Sehenswürdigkeiten der Kirche zu bekommen.
6. Juli
Frankreich 1961 – Die Nationalversammlung in Paris hatte ein größeres Mitspracherecht in der Politik gefordert.
6. Juli
Sowjetunion/Nordkorea 1961 - „...für den Fall eines fremden Angriffs“ hatten die Sowjetunion und Nordkorea in der sowjetischen Hauptstadt Moskau einen militärischen Freundschafts- und Beistandspakt geschlossen.
6. Juli
BRD/West-Berlin 1961 – Zum Nachfolger des verstorbenen Kardinals Joseph Wendel war der 47-jährige Julius Kardinal Döpfner, Bischof von Berlin, zum Erzbischof von München-Freising ernannt worden.
7. Juli
UNO 1961 – Die Sowjetunion hatte im Weltsicherheitsrat ihr 95. Veto eingebracht und damit einen britischen Entschließungsentwurf zur Kuwait-Krise zu Fall gebracht. Mit dem sollte sich der Sicherheitsrat für die territoriale Unabhängigkeit und Integrität Kuwaits aussprechen. Auch ein Resolutionsentwurf der Vereinigten Arabischen Republik war zurückgewiesen worden, der den sofortigen Abzug der britischen Truppen aus Kuwait gefordert hatte. Für diese Entschließung hatten sich außer der VAR nur die Sowjetunion und Sri Lanka ausgesprochen.
7. Juli
Tennis 1961 – Das Tennisfinale in Wimbledon hatte der Australier Rod Laver gegen Charles McKinley aus den USA 6:3, 6:1, 6:4 gewonnen.
7. Juli
Frankreich 1961 – Der Pariser Verlag Gallimard hatte das Buch „Hunderttausend Milliarden Gedichte“ von Raymond Queneau veröffentlicht.
8. Juli
Dominikanische Republik 1961 – Das erste öffentliche Auftreten von Oppositionsparteien im Land hatte nach 30-jähriger Einparteienherrschaft zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen politischen Gegnern geführt. Dabei waren 21 Menschen verletzt worden.
8. Juli
Portugal/Mocambique 1961 – Auf dem portugiesischen Truppentransporter „Save“ war vor der portugiesischen Kolonie Mocambique in Afrika ein Großbrand ausgebrochen. Bei dem Brand waren 259 Menschen umgekommen.
8. Juli
CSSR 1961 – Bei einer Grubenexplosion auf der Dukla-Zeche bei Mährisch-Ostrau waren 108 Menschen ums Leben gekommen.
8. Juli
Tennis 1961 – Das Wimbledon-Damenfinale hatte die britische Spielerin Angela Mortimer gegen ihre Landsmännin Christine Truman in drei Sätzen 4:6, 6:4, 7:5 gewonnen.
9. Juli
Türkei 1961 – Im Land hatte eine Volksabstimmung über eine neue Verfassung stattgefunden. Diese war mit 62 Prozent der Stimmen angenommen worden. Sie sah für die Republik Türkei einen „nationalen, demokratischen Rechtsstaat“ mit parlamentarisch-demokratischer Regierungsform vor. Am 26. Oktober war General Cemal Gürsel, der im Vorjahr nach einem Putsch die Macht im Land übernommen hatte, neuer Staatspräsident geworden.
9. Juli
Europa/Griechenland 1961 – Von Griechenland und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) war ein Assoziierungsvertrag unterzeichnet worden.


10. Juli
Italien/Südtirol 1961 – In Norditalien und Südtirol hatte es erneut mehrere Sprengstoffanschläge auf Eisenbahnlinien gegeben.
11. Juli
Algerien/Frankreich 1961 – In der französischen Hauptstadt Paris waren im Prozess gegen die Offiziere des Algerienputsches die Urteile gefällt worden. In Abwesenheit waren gegen die Generale Raoul Salan und Edmond Jouhaud die Todesurteile verkündet worden.
11. Juli
Niederlande 1961 – Das Verteidigungsministerium hatte eine sofortige Untersuchung der Funkertruppe auf radioaktive Vergiftungserscheinungen angeordnet. Der Anstrich der Wählerscheiben bei den Funkgeräten, die kürzlich an die Armee geliefert worden waren, sollte hochgradig radioaktiv sein, wie aus den Den Haag verlautbarte. Bei einer Routineuntersuchung hatte man kurz zuvor in Delft erste Vergiftungserscheinungen festgestellt. +12. Juli
BRD 1961 – Einstimmig war vom deutschen Bundestag der Gesetzentwurf zur Förderung der Vermögensbildung von Arbeitnehmern (312-Mark-Gesetz) verabschiedet worden.
12. Juli
DDR 1961 – In den acht Verwaltungsbezirken der DDR-Hauptstadt Ost-Berlin mangelte es derzeit an etwa 40.000 bis 50.000 Arbeitskräften.
12. Juli
Frankreich/Algerien 1961 – Die französische Fremdenlegion hatte ihre Werbebüros wieder geöffnet und die Rekrutierung wieder aufgenommen, die nach dem Algerienputsch vorübergehend unterbrochen worden war.
12. Juli
Italien/Österreich 1961 – Die Regierung Italiens hatte einen Visumzwang für Österreich verfügt.
12. Juli
BRD 1961 – Beim Rundfunksender Nürnberg-Kleinreuth war die Sprengung des Holzsendeturms erfolgt.
13. Juli
Sowjetunion/International 1961 – Seit zwei Wochen hatten Einheiten der sowjetischen Seestreitkräfte große Manöver im Nordatlantik abgehalten. Meldungen der Osloer Zeitung „Aftenposten“ zufolge hatten die Manöver in den Gewässern zwischen der Insel Jan Mayen, Island und der Nordspitze von Großbritannien stattgefunden.
13. Juli
BRD 1961 – An Ingenieurschule und Technischen Hochschulen war es zu einer Verdoppelung der Zahl der Studenten in den letzten sechs Jahren gekommen. Laut des Deutschen Akademischen Austauschdienstes war die die Zahl der Studenten technischer Fachrichtungen in der Zeit von 1954/55 bis 1960/61 von 58.583 auf 101.598 angestiegen. Die Zahl der Ingenieurschul-Studenten erhöhte sich in dieser Zeit von 29.915 auf 45.168. Die Zahl der Studenten an Technischen Hochschulen hatte von 29.558 auf 56.430 zugenommen. Ausländische Studenten waren es derzeit 8.646 in technischen Fächern.
14. Juli
Finnland 1961 – Mit einer Minderheitsregierung der Bauernpartei war Martin Johannes Miettunen nach dem Rücktritt der Regierung am 3. Juli neuer Regierungschef in Helsinki geworden.
14. Juli
Schweiz 1961 – Die Schweizer Regierung hatte sich gegen einen Antrag der Kommunistischen Partei ausgesprochen. In die Verfassung sollte danach ein Artikel aufgenommen werden, der die Herstellung, den Erwerb oder die Lagerung von Atomwaffen in der Schweiz verbot. Über diese kommunistische Forderung, die durch 73. 000 Stimmberechtigte unterstützt wurde, sollte die Entscheidung im Frühjahr 1962 durch eine Volksabstimmung fallen.
14. Juli
Vatikan 1961 – In Rom war die Sozial-Enzyklika „Mater et Magistra“ von Papst Johannes XXIII. veröffentlicht worden.
15. Juli
BRD 1961 - Angaben des Deutschen Industrie-Instituts zufolge waren derzeit von den 21 Millionen Beschäftigten in der Bundesrepublik rund zehn bis elf Millionen in den Genuss die Fünf-Tage-Woche gekommen. Das entsprach etwa 50 Prozent. Im Oktober 1959 war es nur für 8,7 Millionen (43,5 Prozent) der damals etwa 20 Millionen Beschäftigten verwirklicht worden.
16. Juli
Radrennsport 1961 – Zum zweiten Mal nach 1957 hatte der Franzose Jacques Anquetil die Tour de France gewonnen, die am 25. Juni begonnen hatte.
16. Juli
Leichtathletik 1961 – In der sowjetischen Hauptstadt Moskau war der zweitägige Leichtathletik-Länderkampf zwischen der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten zu Ende.
17. Juli
International 1961 – Die Westmächte hatten in ihren Antworten auf das sowjetische Deutschland-Memorandum vom 4. Juni die Behauptungen zurückgewiesen, dass Berlin auf dem Territorium der DDR läge. Frankreich, Großbritannien und die USA hatten erneut ihr Recht auf ihren Aufenthalt in Berlin aufgrund der Vereinbarungen der Siegermächte von 1945 und 1946 betont.
18. Juli
Europa 1961 – Die Staats- und Regierungschefs der sechs Staaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft waren zu Beratungen in Bad Godesberg (Nordrhein-Westfalen) zusammengekommen.
18. Juli
Österreich/Südtirol 1961 – Für die nächste Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York hatte Österreich das Südtirol-Problem angemeldet.
19. Juli
Frankreich/Tunesien 1961 – Zur Durchsetzung der Räumung des französischen Flottenstützpunktes Biserta (Tunesien), war die Militärbasis von tunesischen Truppen blockiert worden. Damit begann die Biserta-Krise, die nach viertägigem Krieg in und um Biserta endete, nachdem die UNO zwischen Tunesien und Frankreich vermittelt hatte.
19. Juli
BRD 1961 – Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) war der Meinung, dass zu Ungunsten der Frauen das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ umgangen werde. Formalrechtlich war das Problem in den meisten Arbeitsverträgen gelöst worden, doch es war auch weiterhin eine ungleiche Entlohnung durch „vorgeschaltete“ oder „nachgeschaltete“ Lohngruppen machbar.
20. Juli
Frankreich/Algerien 1961 – Im Château d‘Allaman bei Lugrin am Genfer See (Frankreich) waren die Friedensverhandlungen zwischen Frankreich und der algerischen Exilregierung über die Zukunft Algeriens wieder aufgenommen worden. Die Verhandlungen waren fünf Wochen lang unterbrochen gewesen. Der algerische Außenminister Krim Belkassem und der französische Algerienminister Louis Joxe waren die Verhandlungsleiter.
20. Juli
Kuwait 1961 – Das Ölscheichtum Kuwait war nach langen Beratungen als vollberechtigtes Mitglied in die Arabische Liga aufgenommen worden. Der Irak hatte daraufhin die Versammlung verlassen.
20. Juli
BRD 1961 – In Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) waren die 15. Ruhrfestspiele zu Ende gegangen. Sie hatten am 31. Mai begonnen. Insgesamt 51 Aufführungen waren von mehr als 55.000 Zuschauern besucht worden.
21. Juli
USA/Raumfahrt 1961 – An Bord des Raumschiffes „Liberty Bell“ war dem US-Fliegerhauptmann Virgil I. Grissom die Wiederholung des Fluges von Alan Shepard vom 5. Mai gelungen.
21. Juli
Österreich 1961 – Zur Eröffnung der Bregenzer Festspiele auf der Seebühne waren „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauß (Sohn) und das Ballett „Romeo und Julia“ von Sergei Prokofjew aufgeführt worden. Die Festspiele hatten bis zum 20. August gedauert.
22. Juli
BRD 1961 – Der Stadtrat von Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) musste das einzige Rhein-Strandbad der Stadt schließen wegen der starken Verschmutzung des Rheinwassers. Im September 1959 stellte man in 100 cm Wasser 60.000 Colikeime (Kot-Bakterien) fest. Im Juni 1960 waren es bereits 1,5 Millionen Bakterien gewesen.
23. Juli
West-Berlin 1961 – Mit einer Schlusskundgebung vor 90.000 Besuchern war der 10. Deutsche Evangelische Kirchentag im Olympiastadion beendet worden. Begonnen hatte der Kirchentag am 19. Juli.
23. Juli
UNO 1961 – Ein Appell des UNO-Sicherheitsrates vom 22. Juli hatte zu einer Waffenruhe in Biserta (Tunesien) zwischen den französischen und tunesischen Truppen geführt.
23. Juli
BRD 1961 – Auf Burg Hechingen (Gemeinde Bisingen, Baden-Württemberg) hatte die Familie Hohenzollern ihr 900-jähriges Bestehen gefeiert.
23. Juli
BRD 1961 – Mit der Neuinszenierung des „Tannhäuser“, bei der Wieland Wagner Regie führte und Wolfgang Sawallisch die musikalische Leitung hatte, waren die traditionellen Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele eröffnet worden, die bis zum 25. August dauerten. Zu den 28 Aufführungen wurden rund 50.000 Zuschauer erwartet.
24. Juli
Australien 1961 – Für mittellose Einwanderer hatte die Behörde für Einwanderungsfragen eine Visabeschränkung verkündet.
24. Juli
Südafrika 1961 – Ein Gericht in Johannesburg hatte einen ehemaligen britischen Offizier und eine farbige Tänzerin zu je sechs Monaten Gefängnis wegen „Rassenschande“ verurteilt. Beziehungen zwischen Schwarzen und Weißen waren aufgrund der Rassengesetze strafbar.
24. Juli
Sowjetunion/BRD 1961 – Angaben des Deutschen Industrie-Instituts musste der sowjetische Industriearbeiter fast dreimal so lange arbeiten wie sein bundesdeutscher Kollege, damit er ein Kilogramm Butter kaufen konnte. Dies hatte ein Vergleich der Kaufkraft der Löhne in der BRD und in der Sowjetunion gezeigt.
25. Juli
USA 1961 – John F. Kennedy hatte die Durchsetzung der drei grundlegenden Forderungen für Berlin im US-amerikanischen Fernsehen betont. Zu diesen drei „Essentials“ hatten die Anwesenheit westlicher Truppen in West-Berlin, der freie Zugang von und nach West-Berlin sowie die Freiheit und Lebensfähigkeit der Stadt gehört.
25. Juli
BRD 1961 – Hinter Großbritannien und Japan stand die Bundesrepublik in der Weltrangliste der Schiffsbauländer an dritter Stelle.
25. Juli
Großbritannien 1961 – Schatzkanzler Selwyn Lloyd hatte bekanntgeben, dass die Lebenshaltungskosten im Land durch die Erhöhung der Verbrauchssteuern um 1,5 Prozent ansteigen würden. Die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Regierung waren auf Kritik aus allen Lagern gestoßen.
25. Juli
BRD 1961 – Eine Unterquerung des Nord-Ostsee-Kanals war mit mit dem Kanaltunnels Rendsburg eingeweiht und danach für den Verkehr freigegeben worden.
26. Juli
Österreich 1961 – In Salzburg hatten die Festspiele begonnen, die bis zum 31. August dauerten. Während der Salzburger Festspiele war die Oper „Das Bauwerk zu Falun“ von Rudolf Wagner-Regeny uraufgeführt worden.
27. Juli
BRD 1961 – Rund 16.000 Beschäftigte der Bremer Borgward Werke AG waren entlassen worden. Die Borgward Werke AG hatte ein Vergleichsverfahren beantragt.
28. Juli
UNO/Tunesien/International 1961 – Den Beratungen des UN-Weltsicherheitsrates über den Konflikt in Tunesien war die französische Delegation ferngeblieben. Die Regierung Frankreichs hatte bereits vor Beginn der Sitzung mitgeteilt, dass sie sich nicht gebunden fühlte durch Beschlüsse des UNO-Sicherheitsrates. Frankreich hielt es für richtiger, direkte Verhandlungen mit Tunesien zu führen.
28. Juli
Frankreich/Algerien 1961 – In Lugrin (Frankreich) war es zum Abbruch der französisch-algerischen Friedensverhandlungen wegen der Sahara-Frage gekommen. Eine Vereinbarung über einen Termin für die Wiederaufnahme der Konferenz gab es nicht.
28. Juli
Portugal/Angola/UNO 1961 – In einem Kommuniqué hatte das portugiesische Außenministerium mitgeteilt, dass Portugal der UNO keine weiteren oder zusätzlichen Untersuchungen auf portugiesischem Gebiet über die Zustände in Angola gestatten würde.
28. Juli
BRD 1961 – Bei der Bremer Vulkanwerft war der 50.000 Tonnen große Turbinentanker „Egmont“, das größte Schiff der deutschen Handelsflotte vom Stapel gelaufen. Der Riesentanker (214 m lang, 31 m breit), der mit einer Getriebeturbine von 17.600 PS ausgestattet war, sollte eine Geschwindigkeit von 16,2 Knoten (etwa 30,2 km/h) erreichen.
28. Juli
Großbritannien 1961 – Die Bemühungen des bisherigen britischen Labour-Abgeordneten für den Bezirk Bristol-Südost, Wedgwood Benn, durch ausdrücklichen Verzicht auf den ihm zugefallenen Titel eines Lords seinen Platz im Unterhaus zu behalten, waren endgültig gescheitert, und zwar an der britischen Rechtssprechung. Wedgwood Benn war Lord und damit Mitglied des politisch bedeutungslosen Oberhauses. Sein Mandat im Unterhaus hatte er niederlegen müssen.
29. Juli
Frankreich/Algerien 1961 – In Frankreich und Algerien hatten nach dem Abbruch der französisch-algerischen Verhandlungen und angesichts der Biserta-Krise die Terrorakte zugenommen.
30. Juli
Südtirol 1961 – Bei Mühlwald (Italien, Südtirol) waren durch Sprengstoffanschläge zwei Hochspannungsmasten zerstört worden. Die Polizei hatte mitgeteilt, dass die Attentäter Zeitzünderbomben verwendet hatten.
31. Juli
Großbritannien/Europa 1961 – Premierminister Harold Macmillan hatte die Entschlossenheit Großbritanniens mitgeteilt, einen Antrag für die Aufnahme in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) zu stellen. Der Antrag sei allerdings nicht gleichzusetzen mit einer endgültigen Entscheidung für die EWG.
31. Juli
BRD 1961 – Der Volkswagen hatte eine Reihe wesentlicher und wertvoller Verbesserungen bekommen. Dies hatte die Pressestelle des Volkswagenwerks in Wolfsburg mitgeteilt. Kraftstoffanzeiger, Lenkradschloss und Vorrichtungen für Sicherheitsgurt wurden serienmäßig eingebaut. Der Preis hatte bei 4.720 DM gelegen.
31. Juli
BRD 1961 – Von der Zweiten Strafkammer des Münchner Landgerichts war der frühere Chefarzt der Ringberg-Krebsklinik in Rottach-Egern (Bayern), Josef Issels, wegen fahrlässiger Tötung in drei Fällen zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Die Forderung der Staatsanwaltschaft waren 16 Monate Gefängnis gewesen und von der Verteidigung war Freispruch beantragt worden.
31. Juli
Thailan/Asien 1961 – In der thailändischen Hauptstadt Bangkok war die Vorgängerin de ASEAN, die Association of South-East Asia (ASA) ins Leben gerufen worden.
Juli 1961 in den Nachrichten
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