August 1961 - August 1961 – Die DDR baute eine Mauer

Kalender August 1961
Nachdem die DDR-Regierung gleich zu Beginn des Monats Beschränkungen im innerdeutschen Reiseverkehr angekündigt hatte, waren Maßnahmen gefolgt, die von den DDR-Behörden gegen die Bewohner der DDR und von Ost-Berlin eingeleitet worden waren, die im Westteil Berlin arbeiteten und also Grenzgänger waren. Dagegen hatten die alliierten Kommandanten der drei Westsektoren von Berlin bei ihrem sowjetischen Kollegen Andrei Solowjew schriftlich protestiert. Die Lage war äußerst angespannt. Am 9. August war mit 1926 geflüchteten DDR-Bürgern die bisher höchste Flüchtlingszahl an einem Tag erreicht worden. Tatsächlich „blutete“ die DDR förmlich aus. Um dem entgegenzuwirken hatte man seitens der DDR begonnen, den Ostsektor Berlins mit Stacheldraht, Sperrzäunen und einem großen Aufgebot von Volkspolizisten abzuriegeln. Dieser Tag, der 13. August 1961, ging als Tag des Baus der Berliner Mauer in die deutsche Geschichte ein. Was mit Stacheldraht angefangen hatte, ging mit Betonteilen weiter. Nichts in der DDR war mehr so, wie es gewesen war.
<< Juli 1961   |   September 1961 >>


Wichtige Ereignisse im August 1961

1. August
DDR/BRD 1961 – Die Regierung der DDR hatte Beschränkungen im innerdeutschen Reiseverkehr angekündigt.
1. August
Europa 1961 – Irland hatte die Aufnahme in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) beantragt.
1. August
Kongo 1961 – Der bisherige Innenminister Cyrille Adoula war vom Staatspräsident Joseph Kasavubu mit der Bildung einer neuen Zentralregierung beauftragt worden.
2. August
Schweiz 1961 – Ein Bus, in dem US-amerikanischen Touristen saßen, stürzte am Fuße des Berges Pilatus in den Vierwaldstätter See. Bei diesem schweren Omnibusunglück waren 16 Menschen ums Leben gekommen.
2. August
BRD 1961 – Die Stadt Wiesbaden (Hessen) beabsichtigte die Aufstellung von transportablen, zweiklassige Schulpavillons aus vorgefertigten Bauteilen. Der Magistrat wollte damit etwas gegen die Schulraumnot tun.
3. August
DDR/Sowjetunion/BRD 1961 – Gegen die Maßnahmen, die von den DDR-Behörden gegen die Bewohner der DDR und von Ost-Berlin eingeleitet wurden, die im Westteil Berlins arbeiteten (Grenzgänger), hatten die alliierten Kommandanten der drei Westsektoren von Berlin bei ihrem sowjetischen Kollegen Andrei Solowjew schriftlich protestiert.
3. August
Sowjetunion/BRD/International 1961 – Die sowjetische Regierung hatte der Bundesregierung und den Westmächten ein Memorandum übermittelt. Es enthielt Forderungen nach einem Friedensvertrag mit Deutschland.
3. August
Großbritannien 1961 – Das britische Unterhaus in London hatte mit 313:5 Stimmen bei Stimmenthaltung der Labour-Partei die Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) gebilligt.
3. August
USA/Kuba 1961 – Zwei US-amerikanische Bürger hatten die Entführung einer amerikanischen Düsenmaschine aus den USA nach Kuba versucht. Die Maschine wurde noch während des Starts gestoppt, so dass die Geiseln befreit werden konnten.
4. August
Kanada/International 1961 – Auf einer kanadischen Versuchsstation hatten Wissenschaftler aus Großbritannien, Kanada und den USA 100 Tonnen herkömmlichen Dynamits für Forschungszwecke zur Explosion gebracht. Diese wahrscheinlich bisher größte nichtatomare Explosion erfolgte, um Aufschluss über den Bau von Luftschutzräumen zu erhalten.
4. August
BRD 1961 – Sechs Jahre nach ihrer Premiere war die „schwarze“ Komödie des spanischen Filmregisseurs Luis Buñuel, „Das verbrecherische Leben des Archibaldo de la Cruz“ in bundesdeutschen Kinos zur Erstaufführung gekommen.
5. August
Warschauer Pakt 1961 – Bei dem am 3. August begonnenen Treffen der Generalsekretäre der kommunistischen Parteien aller Warschauer-Pakt-Staaten in Moskau war erneut die Forderung nach einem Friedensvertrag für Deutschland aufgestellt worden. Zudem hatte der DDR-Regierungschef Walter Ulbricht die Zustimmung erhalten, die Fluchtwege in Berlin abzuriegeln.
6. August
Automobilrennsport 1961 – Auf dem Nürburgring in der Eifel hatte der britische Rennfahrer Stirling Moss auf Lotus vor 250.000 Zuschauern den „Großen Preis von Europa“ gewonnen. Den zweiten Platz hatte der bundesdeutsche Rennfahrer Wolfgang Graf Berghe von Trips auf Ferrari gewonnen.
6. August
Sowjetunion/Raumfahrt 1961 – Die Sowjetunion hatte mit German Stepanowitsch Titow das zweite bemannte Raumschiff – „Wostok II“ – in eine Erdumlaufbahn gestartet. Nach einem Flug von 25 Stunden und 18 Minuten war der Kosmonaut Titow erfolgreich zur Erde zurückgekehrt.
7. August
BRD/International 1961 – In Paris war die Außenministerkonferenz der drei Westmächte und der Bundesrepublik beendet worden. Sie hatte am 5. August begonnen. Die militärische Bereitschaft im Fall einer Berlin-Krise und die Frage, wie eine solche Krise durch Verhandlungen vermieden werden könnte, waren die Themen der Konferenz gewesen.
7. August
Sowjetunion/BRD/West-Berlin 1961 – Der sowjetische Ministerpräsident Nikita Chruschtschow hatte in einer Rundfunkrede eine Verstärkung der sowjetischen Streitkräfte an der Westgrenze und die Einberufung von Reservisten angekündigt. Chruschtschow hatte sich außerdem zur Aufnahme einer Klausel über den freien Zugang nach West-Berlin in einen Friedensvertrag mit Deutschland bereit erklärt.
8. August
USA 1961 – Die USA hatten die Zahl ihrer Kampfdivisionen von 14 auf 17 erhöht. Drei Ausbildungsdivisionen waren in Kampfdivisionen umgewandelt worden. Das teilte die US-Armee mit. In den letzten Wochen hatte es eine rapide Zunahme der Meldungen von Freiwilligen für die US-Streitkräfte gegeben.
8. August
USA 1961 – Eine Volkszählung aus dem Jahr 1960 hatte ergeben, dass von den etwa 53 Millionen Haushalten in den Vereinigten Staaten 86 Prozent mindestens ein Fernsehgerät besaß.
9. August
DDR 1961 – Mit 1926 geflüchteten DDR-Bürgern war die bisher höchste Flüchtlingszahl an einem Tag erreicht worden.
9. August
DDR 1961 – Die Ost-Berliner Behörden hatten mit der Registrierung der Grenzgänger, die im Westteil Berlins arbeiteten, begonnen.
9. August
USA 1961 – Im Falle krisenhafter Entwicklungen wegen Berlin hatten die USA sich darauf vorbereitet, über eine Luftbrücke sechs Divisionen nach Europa zu fliegen. Außerdem sollte die Nordatlantische Verteidigungsorganisation NATO, die vorgesehene Sollstärke von 30 Divisionen zu erreichen anstatt der derzeit aufgestellten 22 Divisionen „angesichts des Ernstes der Lage“.


10. August
Europa 1961 – Großbritannien und Dänemark hatten die Aufnahme in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) beantragt.
10. August
Großbritannien 1961 – Für die insgesamt 650.000 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Großbritannien hatte der britische Schatzkanzler Selwyn Lloyd einen Lohn- und Gehaltsstopp verfügt. Auf diese Art sollten die Staatsausgaben vermindert werden. Die „Lohnpause“ war für mindestens sieben Monate vorgesehen.
10. August
BRD 1961 – In Hamburg fand ein viertägiger Psychologen-Kongress statt, an dem rund 700 Wissenschaftler aus dem In- und Ausland teilgenommen hatten.
10. August
International 1961 – Über dem Karibischen Meer waren innerhalb von 24 Stunden zwei Flugzeuge entführt worden.
11. August
BRD 1961 – In Stuttgart-Untertürkheim (Baden-Württemberg) waren bei einem Straßenbahnunglück 23 Fahrgäste verletzt worden, sechs Fahrgäste davon waren schwer verletzt. Ein moderner Großraumwagen der Straßenbahn wurde Angaben der Polizei zufolge auf einer abschüssigen Straße aus der Kurve getragen.
12. August
DDR 1961 – Der Ministerrat der DDR hatte die Sperrung der Sektorengrenze in Berlin beschlossen.
12. August
Argentinien 1961 – Der Putschversuch einer Gruppe von etwa 80 Rebellen war gescheitert. Am Vortag bemächtigten sich die Aufständischen der staatlichen Rundfunkstation in der Hauptstadt Buenos Aires und des Hauptfernmeldeamtes. Der Aufruf der Rebellen zu einer machtvollen Demonstration gegen den Präsidenten Arturo Frondizi hatte keinen Widerhall gefunden.
12. August
BRD 1961 – In Bremen war der Stadtteil „Neue Vahr“ mit 10.000 neuen Wohnungen vollendet worden.
13. August
DDR 1961 – In der DDR-Hauptstadt hatte man begonnen, den Ostsektor mit Stacheldraht, Sperrzäunen und einem großen Aufgebot von Volkspolizisten abzuriegeln. Der Bau der Berliner Mauer, die von den DDR-Behörden als Antifaschistischer Schutzwall bezeichnet, hatte begonnen.
14. August
DDR 1961 – Auf Anordnung des DDR-Innenministeriums war das Brandenburger Tor ab 14 Uhr geschlossen worden. Panzereinheiten und starke Verbände der Volkspolizei der DDR waren durch das Tor vorgerückt und hatten rund 60 m vor dem Brandenburger Tor die Grenzlinie auf dem Hindenburgplatz besetzt.
14. August
DDR/BRD/West-Berlin 1961 – Zwischen der Bundesrepublik und der DDR waren die Telefonverbindungen außer Betrieb. Die Sperre betraf auch West-Berlin.
14. August
Indien 1961 – Ministerpräsident Jawaharlal Nehru hatte die Eingliederung der an der Westküste liegenden portugiesischen letzten Enklaven auf indischem Gebiet, Goa, Daman und Diu, in das indische Staatsgebiet angekündigt.
15. August
Berlin 1961 – Wegen der Verletzung des Viermächtestatus der Stadt hatten die westalliierten Stadtkommandanten von Berlin ihrem sowjetischen Kollegen eine Protestnote übergeben.
15. August
BRD/DDR 1961 – Um gegen die Absperrung des Berliner Ostsektors zu protestieren war in vielen Betrieben in der Bundesrepublik die Arbeit für zwei Minuten niedergelegt worden.
15. August
Israel 1961 – Es hatten Wahlen für die Knesset (Parlament) stattgefunden. Notwendig geworden waren diese durch den Rücktritt des Ministerpräsidenten David Ben Gurion am 31. Januar.
16. August
West-Berlin/DDR 1961 – Auf dem Rudolf-Wilde-Platz hatten zehntausende von Bürgern aus West-Berlin gegen die Absperrmaßnahmen der DDR-Regierung demonstriert.
16. August
BRD/Sowjetunion 1961 – In Bonn hatte Bundeskanzler Konrad Adenauer den sowjetischen Botschafter Andrei Smirnow empfangen. Adenauer hatte verdeutlicht, dass er nichts unternehmen werde, war zur Verschlechterung der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der Sowjetunion führen könnte.
16. August
West-Berlin/USA 1961 – In einem persönlichen Brief hatte der Regierende Bürgermeister von Berlin (West), Willy Brandt, US-Präsident John F. Kennedy über die Lage in Berlin informiert und vor einer Zurückhaltung der Westmächte in der Berlin-Frage gewarnt.
16. August
DDR/BRD 1961 – Zwischen der Bundesrepublik und der DDR sowie Ost-Berlin war der Fernschreibverkehr wieder aufgenommen worden.
16. August
DDR 1961 – An der Sektorengrenze war mit dem Bau einer Mauer aus Betonplatten begonnen worden.
17. August
Sowjetunion/International 1961 – Die drei Westmächte hatten die Sowjetunion zur Beendigung der Sperrmaßnahmen in Berlin aufgefordert. Dieses Vorgehen hatten die USA, Frankreich und Großbritannien (die drei Westalliierten) als illegal und als „eine flagrante und äußerst ernst Verletzung des Viermächtestatus von Berlin“ bezeichnet.
17. August
USA/Lateinamerika 1961 – Die USA und 19 lateinamerikanische Staaten hatten zum Abschluss der Interamerikanischen Wirtschafts- und Sozialkonferenz die Charta von Punta del Este in Uruguay unterzeichnet. Damit war die Konferenz beendet worden, die am 6. August begonnen hatte.
18. August
BRD/West-Berlin 1961 – Bundeskanzler Konrad Adenauer, der Regierende Bürgermeister von Berlin (West), Willy Brandt, und die Sprecher aller Fraktionen hatten die Sowjetunion des Rechtsbruchs und den DDR-Staatschef Walter Ulbricht der Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt.
19. August
USA/West-Berlin 1961 – In Begleitung von General Lucius D. Clay war der US-amerikanische Vizepräsident Lyndon B. Johnson nach West-Berlin gereist, wo er sich bis zum 21. August aufhielt. In einer Ansprache vor dem Schöneberger Rathaus hatte Johnson noch einmal die US-amerikanischen Sicherheitsgarantien bekräftigt.
19. August
Kongo 1961 – Auf einer Pressekonferenz für den Kongo (Zaire) hatte der neue kongolesische Ministerpräsident Cyrille Adoula eine Politik der Bündnislosigkeit angekündigt. Dem Präsidenten der abgefallenen Provinz Katanga, Moische Tschombé, war inzwischen von den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Belgien die Aufnahme von Verhandlungen mit der neuen Zentralregierung des Kongo in Leopoldville (Kinshasa) nahegelegt worden.
20. August
Brasilien/Kuba 1961 – Der brasilianische Präsident Jânio da Silva Quadros hatte den kubanischen Wirtschaftsminister Ernesto „Che“ Guevara empfangen und ihm die höchste brasilianische Auszeichnung, das Großkreuz des Ordens vom Kreuz des Südens verliehen. Durch die Kuba-freundliche Politik von Präsident Quadros waren in Brasilien innenpolitische Spannungen entstanden.
20. August
Mauretanien 1961 – Zum ersten Präsidenten der unabhängig gewordenen Republik Mauretanien war Moktar Ould Daddah gewählt worden.
20. August
BRD 1961 – Zwischen Wilhelmshaven und Köln war die Erdölleitung gebrochen, woraufhin im Kreis Aschendorf im Emsland Alarmbereitschaft ausgerufen worden war.
20. August
Österreich 1961 – Die Bregenzer Festspiele, die am 21. Juli begonnen hatten, waren beendet worden.
20. August
Film/International 1961 – In Venedig hatten die 22. Internationalen Filmfestspiele begonnen, bei denen der Hauptpreis, der „Goldene Löwe von San Marco“ an den Film „Letztes Jahr in Marienbad“ ging, der unter der Regie des französischen Regisseurs Alain Resnais entstanden war. Für die beste schauspielerische Leistung ging der Volpi-Pokal an Suzanne Flon für ihre Rolle in „Du sollst nicht töten“.
21. August
UNO 1961 – Vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York hatte die von Tunesien geforderte Debatte über die Biserta-Frage in Abwesenheit der französischen Delegation begonnen. Der Botschafter von Tunesien, Mongi Slim, hatte einen leidenschaftlichen Appell an die USA und die NATO-Verbündeten Frankreichs zur Unterstützung der Vereinten Nationen gerichtet. Erzwungen werden sollte der Rückzug der französischen Truppen von tunesischem Gebiet.
21. August
USA/Kuba 1961 – Der kubanische Wirtschaftsminister Ernesto „Che“ Guevara hatte den argentinischen Staatspräsidenten Arturo Frondizi um eine Vermittlung im Konflikt zwischen Kuba und den Vereinigten Staaten gebeten.
21. August
DDR/BRD 1961 – Eine Repräsentativumfrage des Allenbacher Instituts für Demoskopie hatte ergeben, dass eine große Anzahl von Flüchtlingen aus der DDR eine gehobene Schulbildung gehabt hatte. Diese soziale Schichtung der Flüchtlinge erklärte die Tatsache, dass die Flüchtlinge in der BRD ein relativ höheres Einkommen haben als der bundesdeutsche Durchschnittsbürger. Dies jedenfalls meinte das Allenbacher Institut.
22. August
BRD/West-Berlin 1961 – Bundeskanzler Konrad Adenauer war zu Besuch in West-Berlin und hatte erklärt, dass die Betonmauer und der Stacheldrahtverhau mitten durch die Stadt ein Mahnmal für alle Deutschen wäre, um die Wiedervereinigung im Auge zu behalten.
22. August
DDR/BRD 1961 – Nachdem die Sperre für den Fernschreibverkehr am 16. August wieder aufgehoben worden war, war nun auch wieder das Führen von Telefongesprächen zwischen der BRD, der DDR und Ost-Berlin möglich.
22. August
Schweden/Europa 1961 – Der schwedische Ministerpräsident Tage Erlander hatte bekanntgegeben, dass sein Land keinen Beitritt zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft vollziehen werde. Nach den Worten Erlanders war die Mitgliedschaft mit der schwedischen Neutralitätspolitik vereinbar in einer Wirtschaftsunion mit stark politischer Zielsetzung.
22. August
BRD 1961 – Im Ersten Deutschen Fernsehen – ARD – war es zur Ausstrahlung der ersten Sendung von „Musik aus Studio B“ mit Chris Howland als Schallplattenmoderator gekommen.
23. August
BRD/DDR/West-Berlin 1961 – Die Sektorengrenzen in West-Berlin waren von US-amerikanischen, britischen und französischen Streitkräften mit Panzern und Geschützen unter ihren Schutz genommen worden. Dies war eine Reaktion auf die Drohungen der DDR-Behörden. Diese hatten alle Einwohner von Ost-Berlin davor gewarnt, der Grenze auf mehr als 100 Meter näherzukommen.
23. August
Sowjetunion/International 1961 – Die sowjetische Regierung hatte die Westmächte darauf hingewiesen, dass mit den Luftkorridoren nach Berlin Missbrauch betrieben werde. Sie würden zur Einschleusung westdeutscher „Agenten, Revanchisten und Militaristen“ benutzt.
23. August
BRD/DDR 1961 – Der Landesverband der SPD hatte nach der Schließung des SPD-Büros im Ostsektor der Stadt Berlin die Kreisorganisation in Ost-Berlin aufgelöst und die etwa 6.000 Ost-Berliner Mitglieder aus der SPD entlassen.
24. August
NATO/BRD 1961 – Das britische Heeresministerium hatte die Verlegung eines Regiments zur Verstärkung der NATO-Streitkräfte in der BRD angekündigt. Geplant war die Verlegung bis Ende September.
25. August
Brasilien 1961 – Die politische Rechte Brasiliens hatte dem Staatspräsidenten Jânio da Silva Quadros zu starke „Linkstendenzen“ und den „Verrat der Nation“ vorgeworfen, worauf Quadros zurückgetreten war.
25. August
Kongo 1961 – Die Hauptstadt der kongolesischen Provinz Katanga, Elisabethville, war von Truppenverbänden der Vereinten Nationen besetzt worden, ebenso hatten sie strategische Punkte in Südkatanga besetzt.
25. August
UNO 1961 – Das Recht Tunesiens, den Abzug der Franzosen aus dem Flottenstützpunkt Biserta zu verlangen, war in einer Resolution der UNO bekräftigt worden.
25. August
BRD 1961 – Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard hatte vor mehr als 2.000 Ehrengästen in der (West-) Berliner Deutschlandhalle die 22. Rundfunk, Fernseh- und Phonoausstellung eröffnet. Die Ausstellung dauerte bis zum 3. September.
25. August
BRD 1961 – Angesichts der Ereignisse in Berlin hatte die Hamburger Staatsoper die als erste Premiere der Theatersaison vorgesehene Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ von Bertolt Brecht und Kurt Weill abgesetzt.
25. August
BRD 1961 – Die Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth waren zu Ende gegangen. Sie hatten am 23. Juli begonnen.
26. August
West-Berlin/International 1961 – US-Vizepräsident Lyndon B. Johnson hatte angeregt, dass der französische Staatspräsident Charles de Gaulle und der britische Premierminister Harold Macmillan der Stadt West-Berlin einen Besuch abstatten sollten. Damit sollte für die Bevölkerung die Entschlossenheit der Westmächte demonstriert werden, dass ihre Rechte in Berlin verteidigt werden würden.
26. August
Birma 1961 – Durch eine Verfassungsänderung in Birma (heute: Myanmar) hatte das Land den Buddhismus zur Staatsreligion erhoben und war damit der weltweit erste Staat, der das tat.
27. August
Algerien 1961 – Der bisherige Ministerpräsident der algerischen Exilregierung, Ferhat Abbas, wurde abgelöst. Ein Vertreter des linken Flügels der algerischen Freiheitsbewegung FLN und bisheriger Sozialminister, Jusuf ibn Chidda, trat dessen Nachfolge an.
27. August
Brasilien 1961 – Es war nach dem Rücktritt des Staatspräsidenten Jânio da Silva Quadros zu einem Machtkampf zwischen den reaktionären und fortschrittlichen Kräften des Landes gekommen.
28. August
Südkorea 1961 – Das Revolutionstribunal des Landes hatte drei Journalisten zum Tode verurteilt. Sie hatten Artikel veröffentlicht, die angeblich (nach Ansicht des Gerichts) der Unterstützung der nordkoreanischen Kommunisten dienten.
29. August
BRD/West-Berlin 1961 – Mit einer Sondermaschine war Bundespräsident Heinrich Lübke überraschend in West-Berlin eingetroffen.
29. August
Frankreich 1961 – Bei Chamonix in den französischen Alpen war es zu einem Seilbahnunglück gekommen. Dabei waren neun Menschen ums Leben gekommen. Das Zugseil der Bahn zwischen der Aiguille du Midi und dem Hellbronner war von einem Düsenjäger gestreift und zerrissen worden.
29. August
Radrennsport 1961 – In Zürich (Schweiz) hatte der bundesdeutsche Radfahrer Rudi Altig im 5.000-m-Verfolgungsfahren den Weltmeistertitel der Berufsradfahrer gewonnen.
30. August
West-Berlin 1961 – Dem Boykottaufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes hatten 90 Prozent der West-Berliner S-Bahn-Fahrgäste Folge geleistet und hatten die unter Ost-Berliner Betriebshoheit fahrende S-Bahn in den Westsektoren gemieden.
31. August
Sowjetunion/International 1961 – Die Sowjetunion hatte die Wiederaufnahme der Atomwaffenversuche beschlossen. Nach der Bekanntgabe des Beschlusses war in Genf (Schweiz) die Konferenz über die kontrollierte Einstellung von Atomwaffentests beendet worden.
31. August
Polen/Europa 1961 – Erneut hatte der polnische Außenminister Adam Rapacki die Einrichtung einer atomwaffenfreien Zone in Mitteleuropa als wirksamstes Mittel zur internationalen Entspannung gefordert. Ein ähnlicher Vorschlag war schon 1957 von Rapacki unterbreitet worden.
31. August
Österreich 1961 – Die Salzburger Festspiele, die am 26. Juli begonnen hatten, waren beendet worden.
31. August
Leichtathletik 1961 – Der Hochspringer Waleri Brumel (Sowjetunion) hatte in der bulgarischen Hauptstadt Sofia erneut seinen Weltrekord mit 2,25 m diesmal um einen Zentimeter verbessert.
August 1961 in den Nachrichten
.... >>>

Werbung 1961 Reklame


<< Das geschah 1960   |   Das geschah 1962 >>