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Februar 2013 – Ein trüber Wintermonat

Kalender Februar 2013
Die kämpferische Hilfe Frankreichs im afrikanischen Mali war immer wieder ein Medienthema, aber wohl noch mehr für die Menschen des Landes, die die französischen Hilfstruppen freudig begrüßten trotz anhaltender Kämpfe. Kein Faschingsscherz, wenn auch am Rosenmontag der Welt verkündet - der Rücktritt des Kirchenoberhauptes der katholischen Kirche, Papst Benedikt XVI., der damit – wie nur zwei seiner Vorgänger im Laufe der Jahrhunderte – einer der seltenen Päpste ist, die nicht im Amt sterben. Gegen diesen Rücktritt verblasste glatt die Amtsaufgabe der Bildungsministerin Annette Schavan, die die Konsequenz aus dem Plagiatsvorwurf zog. Auch meteorologisch gesehen war der Februar trüb wie seit 60 Jahren nicht mehr
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Ereignisse & Schlagzeilen Februar 2012

Februar 2013

1. Februar
In der bayerischen Landeshauptstadt München begann die 49. Münchner Sicherheitskonferenz, bei der die aktuellen Ereignisse in Syrien und Mali den Schwerpunkt der Gespräche bildeten. Etwa 400 Vertreter aus Politik und Wirtschaft berieten aber auch über das umstrittene Atomprogramm des Iran. Die Konferenz dauerte bis zum 3. Februar.
1. Februar
In Mexiko-Stadt waren bei einer Explosion in der Zentrale des mexikanischen Ölkonzerns Pemex 32 Menschen ums Leben gekommen. Es gab mehr als 120 Verletzte. Außerdem war es zu verheerenden Schäden in dem 51-stöckigen Hochhauskomplex gekommen. Über die Ursache der Detonation konnte vorerst nur spekuliert werden.
1. Februar
Der US-amerikanische Vizepräsident Joe Biden (*1942) hob bei seinem Gespräch mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel (*1954) die Bedeutung der Partnerschaft zwischen beiden Ländern hervor. Die transatlantischen Beziehungen seien eine Voraussetzung für ein starkes Europa.
2. Februar
Der französische Präsident François Hollande (*1954) traf zu einem Besuch in Mali ein. Die Bevölkerung der von französischen Truppen befreiten Stadt Timbuktu empfingen ihn jubelnd. Holland untermauerte mit seinem Besuch die Unterstützung für das Volk Malis und demonstrierte gleichermaßen Stärke.
2. Februar
Zu dem Selbstmordanschlag, der am Vortag auf die US-Botschaft in der türkischen Hauptstadt Ankara verübt worden war und bei dem außer dem Attentäter ein Botschaftsmitarbeiter umgekommen war, bekannte sich eine linksextremistische türkische Untergrundorganisation. Der 30-jährige Attentäter war bereits wegen terroristischer Vergehen inhaftiert gewesen.
2. Februar
Der US-Politiker der Demokratischen Partei, John Kerry (*1943), wurde als neuer Außenminister der USA vereidigt. Er trat die Nachfolge von Hillary Clinton (*1947) an, die bereits im März 2011 angekündigt, dass sie im Falle einer Wiederwahl von Barack Obama (*1961) ihr Amt aufgeben werde.
2. Februar
Vorzeitig wurden die Sanierungsarbeiten am Hamburger Elbtunnel beendet, der seit 2008 schrittweise saniert worden war. Alle vier Röhren des „Nadelöhrs des Nordens“ wurden erstmals wieder für den Verkehr freigegeben.
2. Februar
In Berlin wurde in der Ullstein-Halle des Verlageshauses Axel Springer AG zum 48. Mal die „Goldene Kamera“ verliehen. Für ihr Lebenswerk wurden dabei Joe Cocker, Al Pacina und Dieter Hallervorden ausgezeichnet.
3. Februar
Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (*1954) warb für einen geplanten Einsatz der Bundeswehr in Mali. Er betonte außerdem in einem Bericht aus Berlin, dass mit einer wachsenden Rolle Europas in der Sicherheitspolitik zu rechnen sein und die USA Aufgaben abgeben würden. Von einer europäischen Armee sei man aber noch weit entfernt.
3. Februar
Die Austragung des Super Bowl in New Orleans (US-Bundesstaat Louisiana), eines der größten Sportereignisse über die Grenzen der USA hinaus, endete mit einem Sieg der Baltimore Ravens gegen die Mannschaft der San Francisco 49er, die ursprünglich als Favorit in das Match ging. Es war die 43. Auflage des Meisterschaftsendspiels zwischen der National Football Conference (NFC) und der American Football Conference (AFC).
3. Februar
Auf dem Flughafen Rom-Fiumicino wurden 16 Menschen verletzt, als eine Propellermaschine der Alitalia über die Landebahn hinausschoss und bei einer Bruchlandung schwer beschädigt wurde.
3. Februar
Die Fortschrittliche Bürgerpartei (FBP) erhielt bei den Landtagswahlen in Liechtenstein mit 40% der Stimmen die Mehrheit. Die 1918 gegründete FBP ist eine konservative Partei.
3. Februar
Auf der philippinischen Insel Jolo kamen 30 Menschen bei Gefechten ums Leben, die zwischen der Moro National Liberation Front und der militanten muslimischen Terrororganisation Abu Sayyaf ausgetragen wurden.
4. Februar
In der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh nahmen Hunderttausende von Ex-König Norodom Sihanouk (1922-2012) Abschied. Die Einäscherung stellte den Höhepunkt der Trauerfeierlichkeiten dar. Der Monarch war bereits am 15. Oktober im Alter von 89 Jahren gestorben.
4. Februar
In Schladming (Österreich) begann die 42. Alpine Skiweltmeisterschaft.
4. Februar
Die Geiselnahme von Midland City im US-Bundesstaat Alabama, bei der ein fünfjähriger Junge aus einem Schulbus entführt wurde, fand ein blutiges Ende. Nachdem der Entführer den Fahrer des Schulbusses ermordet hatte, hatte er sich mit dem Jungen in einen Bunker verschanzt. Angehörige des FBI befreiten die Geisel. Der Geiselnehmer kam ums Leben.
4. Februar
In Belgien prüfte ein Gericht den Antrag auf vorzeitige Haftentlassung des Kindesmörders Marc Dutroux, der u. a. für den Tod von vier Mädchen verantwortlich ist. Eine Entscheidung über seinen Antrag soll Mitte Februar verkündet werden.
4. Februar
Die europäische Polizeibehörde Europol deckte einen Wettskandal auf, der als der weltweit größter seiner Art in die Fußball-Geschichte einging. Nach Polizeiangaben handelte es sich zwischen 2008 und 2011 um etwa 680 Spiele, die manipuliert worden waren, rund 380 davon in Europa. Die Türkei, Deutschland und die Schweiz waren am stärksten in den Skandal involviert. Betroffen waren auch EM- und WM-Spiele.
4. Februar
Nach 213 Jahren wurde das Verbot, dass Frauen in Paris keine Hosen tragen durften, aufgehoben. Die Französinnen hatten es mit dem Verbot ohnehin nicht so genau genommen. Die Verordnung aus dem Jahr 1800 sah vor, dass Frauen das Tragen einer Hose bei der Polizeipräfektur anzumelden haben. Da die Anordnung mit der heutigen Verfassung unvereinbar sei, wurde das Verbot offiziell als beendet erklärt.
5. Februar
Der Dieb, der als Krümelmonster Schlagzeilen machte durch den Raub des goldenen Bahlsen-Kekses, hat das Wahrzeichen an die Firma zurückgegeben.
5. Februar
Die Bundesländer Hessen und Bayern reichten im Dauerstreit um den Länderfinanzausgleich Klage ein. Sie gaben an, aus „Notwehr“ zu handeln, weil das Ausgleichssystem ungerecht und leistungsfeindlich sei.
5. Februar
Zwei deutsche Rentner wurden in Kolumbien von Rebellen entführt. In einer Erklärung der linksextremistischen Guerilla-Gruppe ELN hieß es, dass die beiden Männer im Grenzgebiet zu Venezuela gefangen genommen worden waren.
5. Februar
Der dänische Journalist und Islam-Kritiker Lars Heedegaard (*1942) entging in Kopenhagen nur knapp einem Anschlag. Der Schütze war geflohen, nachdem er Heedegaard nicht getroffen hatte.
5. Februar
Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi (*1951) empfing in Kairo das iranische Staatsoberhaupt Mahmud Ahmadinedschad (*1956). Seit der islamischen Revolution von 1976 war dies der erste Besuch eines Staatsoberhauptes aus dem Iran. Ahmadinedschad nahm an der Konferenz islamischer Staaten in der ägyptischen Hauptstadt teil.
5. Februar
Archäologen bestätigten durch DNA-Analysen die Identität des verschollenen Skeletts des englischen Königs Richard III. (1452-1485). Die Gebeine waren auf einem Parkplatz ausgegraben worden. Der Monarch, der nur zwei Jahre regiert hatte, ist durch das Drama von William Shakespeare „Richard III.“ (1564-1616) in die Geschichte eingegangen.
5. Februar
Der Fakultätsrat der Philosophischen Fakultät der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität erkannte der CDU-Politikerin und Bildungsministerin Annette Schavan (*1955) den Doktortitel ab. Die Ministerin kündigte an, gegen das Urteil klagen zu wollen.
6. Februar
In Tunesien hatte der Mord an dem führenden oppositionellen Politiker und Kritiker der islamistischen Regierungspartei Chokri Belaïd (1964-2013) neben dem Entsetzen der Bevölkerung auch zahlreiche Protestaufmärsche ausgelöst. Belaïd war vor seinem Haus erschossen worden.
6. Februar
Der Inselstaat der Salomonen im Südpazifik wurde durch ein Seebeben der Stärke 8,0 erschüttert. Der anschließende Tsunami hatte den Flughafen der Hauptstadt Honiara überflutet. Vier Menschen kamen ums Leben.
6. Februar
Das Europa-Parlament in Straßburg (Frankreich) befürwortete ein Verbot, in dem das Zurückkippens des Beifanges in der europäischen Fischerei festgeschrieben wurde.
7. Februar
Mehr als zehn Menschen kamen ums Leben, als in einem Waffenlager der jemenitischen Armee eine Explosion ausbrach.
7. Februar
In der belgischen Hauptstadt Brüssel begann ein Sondergipfel der Europäischen Union, der die Haushaltsberatungen von 2014 bis 2020 zum Inhalt hatte.
7. Februar
In Dublin wurde vom irischen Parlament die umgehende Abwicklung Irish Bank Resolution Corporation, der früheren Anglo Irish Bank, beschlossen.
7. Februar
In Berlin begannen die 63. Internationalen Filmfestspiele. Sie dauerten bis zum 17. Februar und gelten als eines der weltweit bedeutendsten Ereignisse in der Filmbranche.
7. Februar
Die Ermordung des Oppositionellen Chokri Belaïd (1964-2013) in Tunesien am 6. Februar hatte das Land in eine Regierungskrise gestürzt. Bei anhaltenden Demonstrationen und dem landesweiten Generalstreiks wurde der Rücktritt der Regierung verlangt. Ministerpräsident Hamadi Dschebali (*1949) schlug deshalb die Bildung eines Expertenkabinetts vor, was in den eigenen Reihen auf Ablehnung stieß.
8. Februar
Mindestens 50 Menschen kamen bei einem Anschlag auf eine Rüstungsfabrik in zentralsyrischen Provinz Hama ums Leben. Radikale Islamisten wurden für den Anschlag verantwortlich gemacht.
8. Februar
Bei einer erneuten Serie von Anschlägen im Irak wurden landesweit mindesten 36 Menschen getötet.
8. Februar
Bundespräsident Joachim Gauck (*1940) gab den 22. September 2013 als Termin für die Bundestagswahl bekannt.
8. Februar
Auf dem Shia Markt in Bagdad (Irak) kamen 19 Menschen bei zwei Bombenanschlägen ums Leben. Mehr als 35 Menschen wurden verletzt.
8. Februar
In Bangladesch ertranken 14 Menschen bei einem Fährunglück auf dem Fluss Meghna in der Provinz Munshiganj.
8. Februar
Das französische Unternehmen Findus, das von dem Unternehmen Spanghero beliefert wurde, nahm in mehreren europäischen Ländern Fertiggerichte aus dem Handel, nach dem in tiefgefrorener Lasagne Pferdefleisch gefunden worden war.
8. Februar
Im US-Bundesstaat Kalifornien begann eine Großfahndung nach einem ehemaligen Polizisten wegen des Mordes an drei Menschen.
9. Februar
Die CDU-Politikerin und Bundesministerin für Bildung und Forschung, Annette Schavan (*1955), der am 5. Februar der Doktortitel vom Fakultätsrat der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf aberkannt worden war, teilte offiziell ihren Rücktritt von ihrem Amt mit. Die Nachfolge trat Johanna Wanka (*1951) an, die bis dahin niedersächsische Wissensministerin gewesen war. Sie übernimmt ihr neues Amt am 14. Februar.
9. Februar
Wegen des Verdachtes einer eidesstattlichen, falschen Versicherung hat die Hamburger Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Fraktionschef der Linkspartei Gregor Gysi (*1948) eingeleitet. Die parlamentarische Immunität von Gysi wurde aufgehoben.
9. Februar
Durch den verheerenden Schneesturm „Nemo“ und einer Masse an Neuschnee wurde die amerikanische Ostküste lahmgelegt. Insgesamt zehn Menschen kamen ums Leben. Mehr als 600.000 Haushalte waren ohne Strom.
9. Februar
In Indien wurde erneut ein Fall einer Gruppenvergewaltigung bekannt. Eine 24-Jährige war von vier Männern verschleppt und missbraucht worden. Polizisten befreiten die Frau nach einer Verfolgungsjagd aus der Gewalt der Täter.
10. Februar
Das höchste religiöse Badefest in Indien, die „Maha Kumbh Hindus“, hatte am heutigen Sonntag seinen Höhepunkt erreicht. Mehr als 100 Millionen Hindus kamen, um am Zusammenfluss der Flüsse Ganges und Yamuna ihre Sünden mit diesem heiligen Wasser wegzuwaschen. Dieses Fest, auch Mutter aller religiösen Badefeste genannt, wird alle zwölf Jahre begangen.
10. Februar
In Tunesien machte die sozialliberale Partei des Präsidenten Moncef Marzouki (*1945) ihre Drohung wahr und schied aus der Regierung aus. Die Partei CPR (Kongress für die Republik) hatte das Außen- und Justizministerium erfolglos beansprucht. Auch Premierminister Hamadi Jebali (*1949) drohte, sein Amt niederzulegen, falls seine Regierungsumbildung abgelehnt werde.
10. Februar
Im Südsudan kamen mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Rebellen hatten mit Grananten, Macheten und Speeren einen Viehkonvoi überfallen. Unter den Opfern waren überwiegend Frauen und Kinder. Für das Massaker wurden Rebellen des früheren Theologiestudenten und Anführers des Aufstandes des Murle-Volkes, David Yau Yau, gemacht.
11. Februar
Überraschend teilte Papst Benedikt XVI. (*1927) mit, dass er zum 28. Februar 2013 von seinem Pontifikat zurücktreten werde. Das 85-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche hatte das Amt am 24. April 2005 übernommen.
11. Februar
Mindestens zehn Menschen kamen ums Leben und Dutzende wurden verletzt, als einem türkischen Grenzübergang zu Syrien eine Autobombe explodierte. Seit dem Beginn des Aufstandes in Syrien 2011 war das der schwerste Zwischenfall.
11. Februar
In Indien kamen bei größten religiösen Fest der Welt 36 Menschen bei einer Massenpanik ums Leben. Sie war auf einem Bahnhof im Norden des Landes aus unbekannter Ursache ausgelöst worden.
11. Februar
In Liberia (Westafrika) kamen beim Absturz eines guinesischen Militärflugzeuges elf Menschen ums Leben. Unter den Todesopfern befand sich der Militär-General und Armeechef Souleymane Kelefa Diallo.
11. Februar
In der Republik Komi, einer Teilrepublik Russlands im Nordwesten, starben bei einer Explosion in einem Kohle-Bergwerk 19 Bergleute.
12. Februar
In Paris stimmte die französische Nationalversammlung mit großer Mehrheit für die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren. Die Entscheidung des Senats wurde für April festgesetzt.
12. Februar
Von Seiten des kommunistischen Nordkoreas wurde ein unterirdischer Atomtest bestätigt. Es war der dritte Test dieser Art in der Geschichte des Landes. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte ihn scharf. US-Präsident sprach von einer Bedrohung für den Weltfrieden. Die Explosion war viermal stärker als bei den vorherigen Testen.
12. Februar
Aus einem Beschluss der IOC-Exekutive in Lausanne ging hervor, dass Ringen 2020 aus dem olympischen Programm gestrichen werden soll. Der Traditionssport gehörte seit dem Beginn der Olympischen Spiele der Neuzeit zum Programm.
12. Februar
Die Staatsanwaltschaft in Stuttgart ermittelt gegen den gesamten Aufsichtsrat der Porsche-Dachgesellschaft wegen der gescheiterten Übernahme von VW durch Porsche und Marktmanipulation.
12. Februar
Die Initiative „Right 2 Water“ gegen die Privatisierung der Wasserversorgung hatte im Zeitraum eines knappen halben Jahres mehr als eine Million Unterschriften gesammelt und der EU-Kommission vorgelegt, um ein EU-Volksbegehren zu erwirken.
12. Februar
In der ägyptischen Hauptstadt Kairo war es anlässlich des zweiten Jahrestages der Machtübernahme von Mohammed Mursi (*1951) erneut zu Demonstrationen und Ausschreitungen gekommen.
13. Februar
Das Dach und eine Stützmauer des Sarkophags unweit des Atomkraftwerkes in Tschernobyl stürzte wegen Schneemassen ein. Es wurden 80 Arbeiter in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde bei dem teilweisen Einsturz des Gebäudes niemand. Die Radioaktivität zeigte keine erhöhten Werte.
13. Februar
Tausende Gläubige waren zur letzten Messe gekommen, die Papst Benedikt XVI. (*1927) im Petersdom in Rom feierte. Am Vormittag hatte er bei seiner Generalaudienz zu seiner Rücktrittsentscheidung Stellung genommen. Der Pontifex hatte am 11. Februar angekündigt, sein Amt zum Ende des Monats niederzulegen. Die Wahl seines Nachfolgers ist auf den 15. März festgelegt worden.
13. Februar
Das Mitglied der Piratenpartei, der politische Geschäftsführer, Johannes Ponader (*1977) kündigte an, sich aus der Politik zurückziehen zu wollen.
13. Februar
Mehrere Menschen kamen auf dem ukrainischen Flughafen Donetsk International Airport bei der Bruchlandung einer Antonow An-24 der South Airlines ums Leben. Zwölf Menschen wurden verletzt.
13. Februar
Der Manager und ehemalige Leiter des Flughafens in Frankfurt am Main, Wilhelm Bender (*1944) wurde zum obersten Berater des Hauptstadtflughafens BER ernannt.
14. Februar
In Berlin ernannte der Bundespräsident Joachim Gauck (*1940) Johanna Wanka (*1951) offiziell zur Bundesbildungsministerin. Wanka trat die Nachfolge von Annette Schavan (*1955) an, die wegen der Aberkennung ihres Doktortitels am 9. Februar von ihrem Amt zurückgetreten war.
14. Februar
Durch drei Bombnanschläge kamen im pakistanischen Bezirk Hangu 18 Menschen ums Leben.
14. Februar
Die US-amerikanischen Fluggesellschaften American Airlines und US Airways gaben bekannt, dass sie zur weltweit größten Fluggesellschaft fusionieren werden.
14. Februar
In Großbritannien wurden in der Grafschaft West Yorkshire drei Fleischverarbeiter verhaftet. Gegen sie wurde der Verdacht erhoben, Rindfleischprodukte falsch ausgewiesen, bzw. mit Pferdefleisch versetzt zu haben.
14. Februar
Gemeinsam mit dem US-amerikanischen Unternehmen Berkshire Hathaway erwarb das Unternehmen 3 G Capital der Investoren Jorge Lemann, Marcel Herrmann Telles und Carlos Alberto Sicupira das US-amerikanische Unternehmen H. J. Heinz Company von Investor Warren Buffet.
14. Februar
Auf dem Weg von der syrischen Hauptstadt Damaskus nach Beirut (Libanon) kam ein iranischer Gesandter bei einem Attentat ums Leben.
15. Februar
Ungefähr 1000 Verletzte gab es nach einem Meteoriteneinschlag in der russischen Region Tscheljabinsk im Ural. In dem wenig besiedelten Gebiet war es durch die Explosion des Himmelskörpers zu einer heftigen Druckwelle gekommen, die zahlreiche Häuser zerstörte. Vor allem herumfliegende Scherben von geborstenen Scheiben waren Ursache für die vielen Verletzungen.
15. Februar
Etwa 28.000 Kilometer von der Erde entfernt passierte der Asteroid „2012 DA 14“ mit einem Durchmesser von etwa 50 Meter die Erde. Der 180.000 schwere Himmelskörper zählt zu den größeren Exemplaren seiner Art, die in Rekordnähe zur Erde verzeichnet wurden.
15. Februar
Der südafrikanische Paralympics-Star, den man in den Südafrika als Nationalheld verehrte, Oscar Pistorius (*1986), wurde unter Mordanklage gestellt. Ihm wurde die vorsätzliche Tötung seiner Freundin Reeva Steenkamp durch mehrere Schüsse zur Last gelegt.
15. Februar
Das Kreuzfahrtschiff „Carnival Triumph“ hatte nach einer Havarie den Hafen von Mobile im US-Bundesstaat Alabama erreicht. Das Schiff war wegen eines Brandes im Motorraum fünf Tage lang manövrierunfähig gewesen. Mehr als 4000 Menschen waren in dieser Zeit unhaltbaren hygienischen Umständen ausgesetzt.
15. Februar
In Karlsruhe hatten Eltern von Opfern des Amoklaufs von Winnenden im Rems-Murr-Kreis eine Verfassungsbeschwerde gegen geltende Waffengesetze eingereicht, um ein Verbot tödlicher Sportwaffen zu erwirken. Das Bundesverfassungsgericht hatte den Antrag der Eltern nicht zur Entscheidung angenommen.
15. Februar
Im Irak kam bei einem Anschlag im Talafer-Distrikt der Geheimdienst-Offizier und Brigadegeneral Awni Ali Abd ums Leben.
15. Februar
Der US-amerikanische Fußballnationalspieler, Robbie Rogers (*1987), erregte mit seinem Bekenntnis zur Homosexualität weltweites Aufsehen. Rogers outete sich als erster Profifußballer und Nationalspieler in der Geschichte des Fußballs.
16. Februar
Im Südwesten Pakistans wurden mehr als 50 Menschen bei einem Selbstmordanschlag auf einem Markt der Hazara (Volksgruppe in Pakistan mit schiitischer Konfession) getötet. Mindestens 200 weitere Menschen erlitten Verletzungen.
16. Februar
In Mannheim hatten etwa eintausend Menschen gegen eine NPD-Kundgebung demonstriert. Die geplante Kundgebung, die in der Innenstadt abgehalten werden sollten und die von der rechtsextremen NPD mit bis zu 70 Teilnehmern angemeldet war, konnte durch Blockade-Aktionen durch die Gegendemonstranten verhindert werden.
16. Februar
In der russischen Hauptstadt begann das zweitägige Gipfeltreffen der G20-Staaten. Es wurde von Präsident Wladimir Putin (*1952) eröffnet. Der Schuldenabbau gehörte zu den Hauptthemen, die von der Gruppe der großen Industrie- und Schwellenländer diskutiert wurden.
16. Februar
In Pjöngjang, der Hauptstadt Nordkoreas, begingen Tausende Menschen den 71. Geburtstag des am 17. Dezember 2011 verstorbenen Diktators Kim Jong Il (1941-2011).
16. Februar
Aysen Tasköprü, die Schwester des Hamburger NSU-Opfers Süleymann Tasköprü, lehnte eine Einladung von Bundespräsident Joachim Gauck (*1940) ab. In ihrem Brief hieß es, dass sie Antworten wolle, keine Betroffenheit. Ihr Bruder war im Juni 2001 von Mitgliedern der Organisation „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU), einer rechtsextremen terroristischen deutschen Vereinigung ermordet worden.
17. Februar
In Berlin ging die 63. Berlinale zu Ende. Sie hatte am 7. Februar begonnen. Im Rahmen dieses weltweit bedeutenden Filmfestivals wurde u. a. das rumänische Sozialdrama von Călin Peter Netzer (*1975) „“Child’s Pose“ (Die Stellung des Kindes) mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet. Der im Iran unter Hausarrest stehende Regisseur Jafa Panahi (*1960) wurde mit einem Silbernen Bären für das beste Drehbuch für seinen Film „Pardé“ ausgezeichnet.
17. Februar
Das G20-Gipfeltreffen, das am 16. Februar in Moskau begonnen hatte, ging zu Ende. Es herrschte Einigkeit darüber, dass die G20-Länder keinen Wettlauf um das Abwerten von Währungen anstreben. Über die Vorgaben zum Schuldenabbau blieben sich die Delegierten uneinig.
17. Februar
Im Irak kamen bei einer Serie von Anschlägen durch Autobomben 23 Menschen ums Leben. Mindestens 70 Personen erlitten Verletzungen.
17. Februar
Bei den Präsidentschaftswahlen in Ecuador wurde der Staatschef Rafael Correa (*1963) erneut in seinem Amt bestätigt. Er hat das Amt seit dem 15. Januar 2007 inne. Es war seine dritte Wiederwahl.
17. Februar
Bei der Präsidentschaftswahl in Zypern gewann der rechtskonservative Kandidat Nicos Anastasiades (*1946) den ersten Wahlgang, konnte aber keine absolute Mehrheit erlangen. Eine Stichwahl wurde für den 24. Februar 2013 festgesetzt, bei der zwischen Anastasiades und dem linken Politiker Stavros Malas (*1967) entschieden wird.
17. Februar
In Schladming (Österreich) ging die 42. Alpine Skiweltmeisterschaft zu Ende, die am 4. Februar begonnen hatte. Den Mannschaftswettbewerb gewann das Gastgeberland. Die deutsche Athletin Maria Höfl-Riesch (*1984) gewann die Goldmedaille der Super-Kombination der Frauen.
17. Februar
Die Biathlon-Weltmeisterschaft, die am 7. Februar Nové Město na Moravě in Tschechien begonnen hatte, ging zu Ende. Mit insgesamt 11 Medaillen belegte Norwegen den ersten Platz des Medaillenspiegels.
18. Februar
Bei den Präsidentschaftswahlen in Armenien ging der Amtsinhaber Tigran Sargsjan (*1960) als Sieger hervor. Der parteilose Politiker hatte die Präsidentschaft am 9. April 2008 übernommen.
18. Februar
Wegen des Atomtests, den Nordkorea am 12. Februar 2013 durchgeführt und der im Nordosten des Landes ein Erdbeben der Stärke 4,9 bis 5,2 zur Folge gehabt hatte, beschlossen die EU-Außenminister auf ihrem Brüsseler Treffen verschärfte Sanktion gegen Nordkorea. Die Europäische Union gab bekannt, dass die Lieferung von Gütern verboten wird, die für das Raketenprogramm genutzt werden können. Auch der Kauf nordkoreanischer Anleihen soll verboten werden.
18. Februar
Der Antrag auf vorzeitige Freilassung des belgischen Kindermörders Marc Dutroux (*1956) hatte das Gericht in Brüssel abgelehnt. Dutroux wollte den Rest seiner Haftstrafe mit einer elektronischen Fußfessel außerhalb des Gefängnisses verbringen. Das Gericht sah eine zu große Rückfallgefahr.
18. Februar
Zum 70. Mal jährte sich der Tag, an dem Hans und Sophie Scholl im Lichthof der Ludwig-Maximilian-Universität in München zum letzten Mal 1700 Flugblätter gegen das NS-Regime verteilten. Sie wurden verhaftet und vier Tage später zum Tode verurteilt.
18. Februar
Der Staatschef von Venezuela (Südamerika), Hugo Chavéz (*1954) kehrte nach monatelanger Abwesenheit nach Caracas, die Hauptstadt seines Land zurück. Er war auf Kuba wegen einer Krebserkrankung behandelt worden. Da er sein Amt nicht wie vorgesehen antreten konnte, wurde beschlossen, ihn später zu vereidigen.
18. Februar
Die Europäische Union beschloss auf ihrem Außenministertreffen in Brüssel, 450 Militärausbilder nach Mali (Afrika) zu schicken. Eine Waffenlieferung an die Opposition in Syrien blieb ohne Ergebnis, es konnte dafür keine Mehrheit erzielt werden.
19. Februar
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe erklärte das Adoptions-Verbot bei eingetragenen Lebenspartnerschaften für verfassungswidrig.
19. Februar
In Jemen (Vorderasien) stürzte ein Militärflugzeug im Stadtteil Al-Kadissija der Hauptstadt Sanaa ab. Dabei kamen 12 Menschen ums Leben. Es gab 18 Verletzte.
19. Februar
Unbekannte Diebe erbeuteten auf dem Flugplatz von Brüssel (Belgien) Diamanten im Wert von 37,5 Millionen Euro.
19. Februar
In Tunesien verschärfte sich die Krise im Land durch den Rücktritt des Premierministers Hamadi Jebali (*1949), der seit dem 24. Dezember 2011 im Amt war. Jebali war mit seinem Vorhaben, eine neue Regierung aus parteilosen Experten zu bilden, gescheitert.
19. Februar
In Niedersachsen wurde Stephan Weil (*1958) vom Landtag zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Der Landesvorsitzende der niedersächsischen SPD war von 2006 bis 2013 Bürgermeister von Hannover.
19. Februar
In Kansas City (US-Bundesstaat Missouri) kamen bei einer Gasexplosion im Einkaufs- und Restaurantviertel „Country Club Plaza“ mindestens 16 Menschen ums Leben.
19. Februar
In Den Haag (Niederlande) begann am Internationalen Gerichtshof das Verfahren gegen den ehemaligen Präsidenten der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo (*1945) wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Gbagbo soll für die Ermordung von mindestens 166 Menschen verantwortlich sein.
19. Februar
Im US-Bundesstaat Georgia wurde das Gnadengesuch eines geistig Behinderten abgelehnt. Dem zum Tode Verurteilten war von Gutachtern die Schuldfähigkeit abgesprochen worden.
20. Februar
Die Hinrichtung des geistig Behinderten Warren Lee Hill (*1960) wurde kurzfristig von einem Berufungsgericht in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) gestoppt.
20. Februar
Im Rahmen des Sparprogramms der Fluggesellschaft Air Berlin wurden etwa 90 Angestellte der Konzernzentrale entlassen.
20. Februar
Der bulgarische Ministerpräsident Bojko Borissow (*1959) trat von seinem Amt zurück. Gewalttätige Proteste der Bevölkerung gegen die Sparpolitik des Landes und die Forderungen der Demonstranten, die von der Regierung nicht erfüllt werden konnten, gab der Ministerpräsident als Grund für seinen Schritt an.
20. Februar
In der britischen Hauptstadt London wurde der BRIT Awards verliehen. Unter den Ausgezeichneten war u. a. die Sängerin Adele, die mit „Skyfall“ für die beste Single des Jahres geehrt wurde.
20. Februar
In der italienischen Region Val di Fiemme begannen die 49. Nordischen Skiweltmeisterschaften.
21. Februar
In Hyderabad (indischer Bundesstaat Andhra Pradesh) kamen 15 Menschen bei zwei Explosionen ums Leben. Durch die Detonationen wurden außerdem etwa 50 Menschen verletzt.
21. Februar
Die Bischöfe der römisch-katholischen Kirche in Deutschland einigten sich auf ihrer Frühjahrsvollversammlung in Trier darauf, ihre Erlaubnis zur „Pille danach“ zu erteilen. Die Initiative ging vom Kölner Kardinal Meisner aus, nachdem zwei Kölner Krankenhäuser einer vergewaltigten Frau die Behandlung verweigert hatten. Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) teilte mit, das Präparat dürfe nur verabreicht werden, wenn damit die Befruchtung verhindert werde, eine Abtreibung jedoch ausgeschlossen werden kann.
21. Februar
In Augsburg begann der Prozess gegen die zwei mutmaßlichen Täter, die am 28. Oktober 2011 den Polizeibeamten Mathias Vieth erschossen haben.
21. Februar
Der Deutsche Bundestag verabschiedete das reformierte Bundestagswahlrecht. Danach sollen Ausgleichsmandate bei Überhangmandaten aufgestockt werden, so dass der nächste Bundestag mehr Abgeordnetensitze bekommt.
22. Februar
Théâtre du Châtelet in Paris wurde das österreichische Drama „Liebe“ für das beste Original-Drehbuch mit dem César ausgezeichnet. Ebenfalls einen César erhielt der US-amerikanische Politthriller „Argo“.
22. Februar
Der südafrikanische Paralympics-Star Oscar Pistorius (*1986), der am 15. Februar unter Mordanklage gestellt wurde, weil er seine Freundin Reeva Steenkamp erschossen hatte, wurde vom Pretoria Magistrate’s Court auf Kaution freigelassen. Die Kaution betrug 113.000 Dollar.
22. Februar
In der ostafrikanischen Republik Dschibuti fanden Parlamentswahlen statt. Die Regierungspartei UMP (Union für eine Mehrheit des Präsidenten) erzielte 49,5 % der Stimmen.
23. Februar
Sämtliche Rückerstattungszahlungen von Wahlkampfkosten an die NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands) wurden vom Deutschen Bundestag gesperrt. Wegen eines falschen Rechenschaftsberichtes der NPD hatte die Partei knapp 1,3 Millionen Euro zurückzahlen sollen. Wegen nicht geleisteter Überweisungen wurden deshalb die Rückerstattungszahlungen gestoppt. Zu einer solchen Maßnahme wurden auch die Parlamente in den Ländern aufgefordert.
23. Februar
Der Präsident Tunesiens, Moncef Marzouki (*1945), beauftragte den bisherigen Innenminister Ali Larajedh (*1955) mit der Regierungsbildung. Der am 19. Februar von seinem Amt zurückgetretene Premierminister Hamadi Jebali (*1949) war mit der Bildung einer Experten-Regierung gescheitert. Wie Jebali gehört auch der neue Regierungschef Larajedh der islamistischen Ennahda-Partei an, die verschärft in die Kritik geraten war.
23. Februar
Im Europa-Park Rust wurde die 21-jährige, amtierende Miss Niedersachsen, Caroline Noeding, zur Miss Germany gewählt.
23. Februar
In Bayern wurde der monatelange Streit über Studiengebühren von der schwarz-gelben Koalition beigelegt. Die CSU und die FDP einigten sich bei einem Spitzentreffen in der Landeshauptstadt München darauf, das Bezahlstudium abzuschaffen. Ein Landtagsbeschluss machte damit einen Volksentscheid überflüssig.
24. Februar
In Daytona Beach (US-Bundesstaat Florida) kam es bei einem 300-Meilen-Rennen der zweiten NASCAR-Liga zu einem schweren Unfall. Bei dem Massencrash auf dem Daytona International Speedway flogen u. a. Autoteile in die Menge der Zuschauer. Etwa 30 Menschen wurden verletzt.
24. Februar
In der vietnamesischen Ho-Chi-Minh-Stadt (bis 1975 Saigon und Hauptstadt der Republik Vietnam) kamen in einem Lager für Filmpyrotechnik und Spezialeffekte zu einer Explosion. Dabei kamen zehn Menschen ums Leben. Unter den Todesopfern befand sich u. a. der 58-jährige, renommierte Pyrotechniker Le Minh Phuong.
24. Februar
Der Präsident Afghanistans, Hamid Karsai (*1957) ordnete den Rückzug der US-Spezialeinheiten aus der Unruhe-Provinz Wardak in Zentralafghanistan und der östlich angrenzenden Provinz Logar an.
24. Februar
In Bulgarien wählte ein Kirchenkonzil den Metropoliten der Diözese von Russe, Neofit von Bulgarien (*1945, Geburtsname: Simeon Nikolow Dimitrow), zum neuen Patriarchen der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche (BOK).
24. Februar
Der Nachrichtensprecher der „tagesschau“, Marc Bator (*1972), wurde zum neuen Präsidenten des Radsportverbandes Hamburg gewählt.
24. Februar
Auf der Mittelmeer-Insel Zypern fand die Stichwahl zur Präsidentschaftswahl statt, die am 17. Februar 2013 unentschieden ausgegangen war. Der rechtskonservative Politiker Nikos Anastasiades (*1946) war mit einem Vorsprung in das Duell gegen den linken Politiker Stavros Malas (*1967) gegangen. Anastasiades erreichte mehr als 60% der Stimmen und wurde Präsident von Zypern.
24. Februar
Der amtierende Staatschef Kubas, Raul Castro (*1931), wurde vom Kubanischen Volkskongress für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Vizepräsident des Staatsrates der kommunistisch regierten Karibikinsel wurde Miguel Diáz-Canel (), der 2018 reelle Chancen hat, Castros Nachfolger zu werden, da dieser angekündigt hatte, für keine weitere Amtszeit anzutreten.
24. Februar
In Italien begannen zweitägige Parlamentswahlen. Regulär sollten die Wahlen im April 2013 stattfinden. Sie wurden wegen des Rücktritts des parteilosen Ministerpräsidenten Mario Monti (*1943) vorverlegt.
24. Februar
Im Dolby Theatre in Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) fanden zum 85. Mal die Oscar-Verleihungen statt. Einen Oscar für den besten fremdsprachigen Film bekam u. a. der Film „Liebe“ des österreichischen Regisseurs Michael Haneke (*1942).
25. Februar
Das Oberhaupt der katholischen Kirche Großbritanniens, Kardinal und Erzbischof von St. Andrews und Edinburgh, Keith Patrick O’Brien (*1938), trat von seinem Amt zurück.
25. Februar
Bundeskanzlerin Angela Merkel (*1954) weilte zu einem Besuch in Ankara (Türkei), um den türkischen Premierminister Recep Tayyip Erdogan (*1954) und Staatschef Abdullah Gül (*1950) zu treffen. Die Hauptthemen der Gespräche waren die zähen Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der EU und die Lage in Syrien.
25. Februar
In Nakhon Phanom (Nordostregion von Thailand) kamen bei einer Explosion einer Bombe am buddhistischen Feiertag Makha Bucha vier Menschen ums Leben, 32 weitere Personen erlitten Verletzungen.
25. Februar
Vor einem US-Gericht musste sich der britische BP-Konzern in einem Zivilprozess knapp drei Jahre nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko verantworten. Zur Debatte stand eine Schadensersatzsumme von 13 Milliarden Euro.
25. Februar
Bei der Hühnerhaltung auf Bauernhöfen wurden von der Staatsanwaltschaft Oldenburg Betrügereien bei der Kennzeichnung von Bio-Eiern aufgedeckt.
25. Februar
In Tunesien kam es zur Verhaftung einer Gruppe Islamistischer Salafisten. Sie wurden im Zusammenhang mit dem Mord an dem Oppositionspolitiker Chokri Belaid (1964-2013) festgenommen, der am 6. Februar 2013 vor seinem Haus erschossen worden war.
25. Februar
Die Parlamentswahl in Italien endete mit dem Sieg des linken Parteienbündnisses von Pier Luigi Bersani (*1951).
25. Februar
Zum ersten Mal wurde in Südkorea eine Frau Präsidentin des Landes. Die ehemalige Vorsitzende der konservative Saenuri-Partei, Park Geun-hye (*1952) hatte am 19. Dezember 2012 die Parlamentswahlen gewonnen und trat nun ihr Amt an.
26. Februar
In Baden-Baden wurde der US-amerikanische Schauspieler und Oscar-Preisträger George Clooney (*1961) mit dem Deutschen Medienpreis geehrt. Clooney erhielt den Preis für sein politisches Engagement, das er als „Ikone der Filmbranche“ wiederholt zum Einsatz brachte.
26. Februar
In der deutsch-französischen Grenzstadt Kehl (Baden-Württemberg) wurde die erste grenzüberschreitende Arbeitsagentur eröffnet. Im Rahmen der seit 50 Jahren existierenden Freundschaft soll diese Maßnahme beiden Ländern bei der Arbeitsvermittlung helfen.
26. Februar
In Tunesien verhaftete die Polizei den Mörder des oppositionellen Politiker Chokri Belaïd (1964-2013). Der 31-jährige Täter, der der islamistischen Salafisten-Bewegung angehört, gestand die Tat. Er hatte Belaïd am 6. Februar vor dessen Haus erschossen.
26. Februar
Unweit der ägyptischen Stadt Luxor kamen beim Absturz eines Heißluftballons 19 ausländische Touristen ums Leben. Drei weitere Insassen erlitten schwere Verletzungen. An Bord des Heißluftballons war ein Feuer ausgebrochen, das eine Explosion ausgelöst hatte.
26. Februar
In vier deutschen Bundesländern ermittelte die Polizei bei einer Razzia gegen mutmaßliche Kinderschänder. Mehr als 40 Tatverdächtige hatten zu Minderjährigen in einem sozialen Netzwerk Kontakt gehabt und sie missbraucht. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen.
27. Februar
In Kenia (Ostafrika) kam es zu einem schweren Busunglück. Ein überfüllter Linienbus, der von der Hauptstadt Nairobi unterwegs war in die nordöstliche gelegene Stadt Garissa, überschlug sich. Es kamen 35 Menschen ums Leben.
27. Februar
In Kalkutta (Indien) kam es auf dem Surya Sen Markt im Stadtteil Sealdah zu einem Großbrand, bei dem 19 Menschen ums Leben kamen. Weitere 50 Menschen erlitten Verletzungen.
27. Februar
In Menzau (Schweiz) kamen es in der Holzverarbeitungsfabrik Kronospan zu einem Amoklauf. Ein Mitarbeiter erschoss zwei Menschen, anschießend sich selbst. Sieben Menschen wurden verletzt.
27. Februar
In Afghanistan wurden bei einem Anschlag in der Provinz Ghasni von den Taliban 17 Polizisten ermordet.
27. Februar
Der UEFA-Präsident Michel Platini (*1955) zeichnete Franz Beckenbauer (*1945) in der Schweiz mit dem President’s Award aus.
27. Februar
Auf dem Petersplatz in Rom hielt Papst Benedikt XVI. (*1927) eine letzte Generalaudienz ab unter Anwesenheit von etwa 150.00 Gläubigen.
27. Februar
Das russische Softwareunternehmen „Kaspersky Lab“ entdeckte in 20 Ländern auf den Computern von Europäischen Regierungsorganisationen und Firmen den Computervirus „MiniDuke“.
27. Februar
Nach 13-monatiger Amtszeit wurde der Vorsitzende der Slowenisch-Demokratischen Partei (SDS) und Ministerpräsident Sloweniens, Janez Janša (*1958), von der Opposition gestürzt. Die Mehrheit der Abgeordneten hatte einem Misstrauensvotum zugestimmt. Gegen Janša gab es seit längerer Zeit Korruptionsvorwürfe und diesbezügliche Ermittlungen. Das Parlament wählte die Oppositionsführerin Alenka Bratušek (*1970) zur neuen Ministerpräsidentin.
28. Februar
Der US-Obergefreite Bradley Manning (*1987) gestand vor dem Fort George G. Meade Magistrate Court, die Weitergabe von geheimen Materialien an Wikileaks, das er kopiert und als Informant der Webseite zugespielt hatte. Manning war im Mai 2010 in Haft genommen worden.
28. Februar
Der Deutsche Bundestag beschloss mit einer Mehrheit über die Fraktionsgrenzen hinaus, die beschleunigte Schließung des maroden Atommülllagers Asse in der Nähe von Wolfenbüttel. Die Bergungskosten wurden auf etwa zwei bis vier Milliarden Euro geschätzt. Die Räumung der 126.000 Fässer schwach- und mittelradioaktiven Mülls würde nach aktuellen Einschätzungen möglicherweise Jahrzehnte dauern.
28. Februar
In einem von Schiiten bewohnten Viertel Bagdads (Irak) kamen bei einem Bombenanschlag elf Menschen ums Leben. Es wurden 32 weitere Personen verletzt.
28. Februar
In Nikosia, der Hauptstadt Zyperns, wurde der Vorsitzende der christdemokratisch-konservativen Partei Dimokratikos Synagermos (DISY), Nikos Anastasiades (*1946) als Präsident der Republik Zypern vereidigt. Anastasiades hatte am 24. Februar mit 60% der Stimmen die Stichwahl gegen den linken Politiker Stavros Malas (*1967) gewonnen.
28. Februar
Am Abend legte das katholische Kirchenoberhaupt Papst Benedikt XVI. (*1927) sein Amt nieder. Er hatte seinen Rücktritt am 11. Februar (Rosenmontag) angekündigt. Der 85-jährige Pontifex trat aus gesundheitlichen Gründen zurück. Tags zuvor hatte er sich auf einer Generalaudienz vor zig-tausend Gläubigen auf dem Petersplatz in Rom verabschiedet.
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