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Das Musikjahr 1967 Musikchronik

Das Frühjahr 1967
Das Musikjahr 1967 war das Zeitalter des psychedelischen Rocks. Die „Doors“, „The Jimi
Hendrix Experience“ und „Jefferson Airplane“ waren stark auf dem Vormarsch. Auch die Stones waren gefragter denn je und hatten am 15. Januar ihren bekannten Auftritt in der Ed Sullivan Show. Auf bitten der Veranstalter änderten die „Stones“ den Text in dem Lied „Let's Spend the Night Together“ in „Let's spend some time together“. Sechs Tage später gaben „Simon & Garfunkel“ ihr lang ersehntes Konzert  in der New Yorker Philharmonie. Teile des Konzerts wurden später auf dem Album „Old Friends“ veröffentlicht. Die „Beatles“ brachen derweil in den Knole Park auf, wo sie ihr neuestes Promotion-Video „Strawberry Fields Forever“ drehten. Tausende von Fans versuchten in Sevenoaks einen Blick auf ihre Lieblinge zu erhaschen. Am 12. Januar dürften Keith Richards, Mich Jagger und Robert Fraser ziemlich verdutzt aus der Wäsche geschaut haben, als die Polizei am frühen Morgen die „Redlands“ stürmte und eine Party unterbrach. Jagger und Fraser erhielten Strafen für den Besitz von Drogen.

Weitere Ereignisse
Am 3. März weigerten sich „
Eric Burdon & The Animals“ in einer Show in Ottawa aufzutreten, weil der Veranstalter nicht im Voraus bezahlen wollte. Die 3.000 aufgebrachten Fans verursachten daraufhin Schäden in Höhe von 5.000 US-Dollar am Auditorium.
The Who traten derweil zum ersten Mal in den Vereinigten Staaten auf. Ihr Debüt-Konzert fand in New York statt.
Am 31. März begann dann die spektakuläre Tour von
Jimi Hendrix, der zusammen mit den „Walker Brothers“, Engelbert Humperdinck und Cat Stevens unterwegs war. Um das ganze angemessen zu zelebrieren, zündete Jimi Hendrix seine Gitarre an und verbrannte sich dabei königlich die Hände. Trotz der Verbrennungen, sollte das Anzünden von Gitarren künftig ein Markenzeichen von Hendrix werden. Der 12. Eurovision Song Contest wurde von England gewonnen. Das Event fand in Wien statt, wo sich Sandy Shaw mit dem Song „Puppet on a String“ von Bill Martin und Phil Coulter durchsetze. „Pink Floyd“ setzte unterdessen neue Maßstäbe in England und veröffentlichten das Album "The Piper at the Gates of Dawn", welches überwiegend von Syd Barrett geschrieben wurde. In der Queen Elizabeth Hall gab er das erste Konzert überhaupt, dass sich der quadrophonischen Technik bediente.

Die Charts 1967
In diesem Jahr mussten sich die allgemeinen Favoriten der Rankings eine kleine Schlappe gefallen lassen. So fand sich auf dem ersten Platz der Verkaufscharts
Procol Harum mit ihrem Hit „A Whiter Shade of Pale“ ein. Mit dem Lied schaffte er es sogar in Deutschland auf den ersten Platz der Charts. Am zweiterfolgreichsten waren „The Monkees“. Sie waren mit ihrem Super-Song „I'm a Believer“ ins Rennen gegangen und konnten damit Musikliebhaber auf der ganzen Welt beeindrucken. Besonders in Europa und den skandinavischen Ländern kamen die innovativen Klänge gut an. Platz Drei und Fünf gingen an die „Beatles“. Mit ihren Songs „All You Need Is Love“ und „Strawberry Fields Forever“ konnten sie nicht nur bei alt-eingewohnten Fans punkten, sondern breiteten ihren – ohnehin schon großen Ruhm – noch weiter aus. Dazwischen – auf Platz Vier – befanden sich „The Doors“ mit „Light My Fire“ vom Debüt-Album "The Doors".

Deutschland 1967
Ein später bekannter Liedermacher veröffentlichte 1967 sein erstes Album „Ich wollte wie Orpheus singen“, es handelt sich um Reinhard Mey.

Neue Schallplatten und neue Bands
In den USA gründet Iggy Pop die Stooges, während sich in England eine Band formiert, die man auch noch 40 Jahre später auf der Bühne sieht, Status Quo. Janis Joplin veröffentlicht mit Big Brother & the Holding Company ihr erstes und gleichnamiges Album ebenso wie Procol Harum.
In Atlanta gründet sich die Bubblegum-Band „Ohio Express", „Shocking Blue" und die „Edwin Hawkin‘s Singers".

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