November 1962 - Rücktritt von Franz Josef Strauß

Kalender November 1962
Die Bonner Koalitionskrise hatte sich zugespitzt, nicht zuletzt durch eine Erklärung des FDP-Vorsitzenden Erich Mende. Dieser hielt eine Fortsetzung der Regierungskoalition mit der CDU/CSU nicht mehr für möglich, solange Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß weiter im Amt war. Dann hatte auch noch der Bundesminister für Justiz, Wolfgang Stammberger den Verteidigungsminister Strauß der unwahren Darstellung beschuldigt. Für Strauß wurde die Situation immer erdrückender. Schließlich hatte er am Monatsende unter dem Druck der FDP, SPD und der Öffentlichkeit sein Amt als Bundesverteidigungsminister niedergelegt. Für die Fortsetzung der Regierungskoalition war sein Verhalten in der „Spiegel“-Affäre als untragbar angesehen worden. Dessen ungeachtet hatten es wieder zwei junge Ost-Berliner geschafft, in den Westen zu flüchten. Genauer gesagt, in den Norden. Sie waren mit einem Kajak über die Ostsee auf der dänischen Insel Møn gelandet. Und in Ostpolen waren seit 150 Jahren endlich wieder Wölfe aufgetaucht.
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Wichtige Ereignisse im November 1962

1. November
USA/Sowjetunion/Kuba 1962 – Die US-amerikanische Seeblockade gegen Kuba, die während der Dauer der Gespräche von UN-Generalsekretär Sithu U Thant mit dem kubanischen Ministerpräsidenten Fidel Castro unterbrochen worden war, wurde wieder in Kraft gesetzt. Über eine internationale Kontrolle des Abbaus der sowjetischen Raketen auf Kuba konnten sich Sithu U Thant und Fidel Castro vorerst noch nicht einigen.
1. November
West-Berlin/Großbritannien 1962 – Um das britische Publikum über die wirtschaftliche, politische und kulturelle Situation der geteilten Stadt Berlin zu informieren, hatte der Regierende Bürgermeister von West-Berlin, Willy Brandt, in London eine Ausstellung über Berlin eröffnet.
1. November
BRD 1962 – Bei Schneestürmen waren die Temperaturen in den Alpen auf minus 13 Grad gesunken. Auf der Zugspitze hatte die Schneedecke bereits eine Höhe von 40 cm erreicht.
1. November
UNESCO/Mongolei 1962 – Neues Mitglied in der UNESCO war die Mongolei geworden.
2. November
USA/BRD/Indien/China 1962 – Von Frankfurt am Main aus hatten die Vereinigten Staaten eine Waffenluftbrücke eingerichtet. Auf diese Weise waren Waffen nach Indien geflogen worden. Dort kamen sie im Grenzkonflikt zwischen Indien und der Volksrepublik China zum Einsatz.
2. November
Österreich/USA 1962 – Die aus Wien stammende 64-jährige Schauspielerin und Sängerin Lotte Lenya hatte in London den 37-jährigen US-amerikanischen Maler Russell Detwiler geheiratet. Lenya war die Witwe des Komponisten Kurt Weill.
2. November
UNESCO 1962 – Neues Mitglied in der UNESCO war Trinidad und Tobago geworden.
3. November
Sowjetunion/Indien 1962 – Der sowjetische Ministerpräsident Nikita S. Chruschtschow hatte seinem indischen Amtskollegen Jawaharlal Nehru die bedingungslose Einwilligung in eine Waffenruhe mit der Volksrepublik China vorgeschlagen.
3. November
BRD 1962 – In der bayerischen Landeshauptstadt München war eine retrospektive Ausstellung mit Werken des Expressionismus im Haus der Kunst eröffnet worden. Die bis zum 30. Dezember dauernde Ausstellung erinnerte an den Bildersturm vor 25 Jahren und an die Vernichtung der Werke der modernen Kunst durch die Nationalsozialisten.
4. November
BRD 1962 – In der Bundesrepublik waren Familien mit nur zwei Kindern in der Überzahl. Dies hatte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitgeteilt.
4. November
DDR/Dänemark 1962 – In einem Kajak war zwei jungen Ost-Berlinern die Flucht über die Ostsee gelungen. Sie waren auf der dänischen Insel Møn, südlich der Hauptstadt Kopenhagen, gelandet. +5. November
Japan/BRD 1962 – In Bonn war der japanische Ministerpräsident Hayato Ikeda zu einem dreitägigen Arbeitsbesuch eingetroffen. Dabei sollten Japans Beziehungen zu Europa weiter gefestigt werden.
5. November
Europa 1962 – In der französischen Hauptstadt Paris waren die Vertreter der sozialdemokratischen Parteien der sechs Länder der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) zu einer zweitägigen Konferenz zusammengekommen.
5. November
Automobilrennsport 1962 – Der britische Automobilrennfahrer Jimmy Clark hatte den Grand Prix von Mexiko der Formel I-Rennwagen in Mexiko City gewonnen.
6. November
UNO 1962 – In New York hatte die UN-Vollversammlung zwei Resolutionen zur allgemeinen Einstellung der Kernwaffenversuche verabschiedet.
6. November
USA 1962 – Unter hoher Wahlbeteiligung hatten in den Vereinigten Staaten die Kongress- und Gouverneurs-Wahlen stattgefunden. Sie erbrachten für Präsident John F. Kennedy ein Vertrauensvotum.
6. November
Ägypten/Saudi-Arabien 1962 – Wegen wiederholter Aggressionen durch Ägypten hatte Saudi-Arabien die diplomatischen Beziehungen zu Ägypten abgebrochen.
7. November
BRD 1962 – Bundesfinanzminister Heinz Starke hatte den Entwurf für den Bundeshaushalt 1963 im Bundestag eingebracht. Dieser sah Einnahmen und Ausgaben in Höhe von insgesamt 56,8 Milliarden DM vor.
7. November
Südafrika 1962 – Ein Gericht in Pretoria verurteilte den Aktivisten gegen die Apartheid-Politik, Nelson Mandela, zu fünf Jahren Gefängnis. Bis zum Verbot des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) 1960 war Mandela Generalsekretär der Organisation gewesen.
7. November
Sowjetunion 1962 – Mit einer Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau beging die Sowjetunion den 45. Jahrestag der Oktoberrevolution. Die Parade stand ganz im Zeichen der Kuba-Krise. Sie wurde zu den Klängen der kubanischen Nationalhymne abgehalten.
7. November
West-Berlin 1962 – In der Deutschen Oper an der Bismarckstraße war anlässlich ihres 50-jährigen Bestehens die Oper „Fidelio“ von Ludwig van Beethoven in einer Jubiläumsinszenierung von Gustav Rudolf Sellner aufgeführt worden. Die musikalische Leitung hatte Artur Rother.
7. November
West-Berlin 1962 – Der Architekt und Gründer des Bauhauses, Professor Walter Gropius, hatte den Grundstein zu der Großraumsiedlung in Britz-Buckow-Rudow in West-Berlin gelegt.
7. November
Italien 1962 – In Norditalien waren nach schweren Regenfällen und Schneestürmen zahlreiche Bäche und Flüsse über die Ufer getreten.
7. November
UNESCO 1962 – Das ostafrikanische Land Ruanda und die karibische Inselgruppe Jamaika waren neue Mitglieder in der UNESCO geworden.
8. November
China/Indien 1962 – Der chinesisch-indische Grenzkonflikt hatte sich verschärft. Die heftigsten Kämpfe hatten sich bei der Stadt Walong, nahe der Grenze zu Birma ereignet.
8. November
West-Berlin/DDR 1962 – Angaben der West-Berliner Polizei zufolge existierten an der Berliner Mauer derzeit 180 Erd- und Betonbunker. Auf der DDR-Seite gab es 120 Beobachtungstürme.
8. November
BRD 1962 – Die Getreideernte im Jahr 1962 lag mit 15,18 Millionen Tonnen um 22,6 Prozent über der Ernte des Jahres 1961. Dies ging aus einem Bulletin der Bundesregierung hervor.
8. November
BRD 1962 – Zum ersten Mal waren vom Fernsehstudio des Hessischen Rundfunks in Frankfurt am Main Farbbilder ausgestrahlt worden.
9. November
USA/Sowjetunion/Kuba 1962 – Unter Kontrolle US-amerikanischer Kriegsschiffe hatten die von den Vereinigten Staaten geforderten Rücktransporte von sowjetischen Raketen aus Kuba in die Sowjetunion stattgefunden.
9. November
West-Berlin 1962 – Zur 24. Wiederkehr der „Reichskristallnacht“ im Jahr 1938 hatte im jüdischen Gemeindehaus in West-Berlin eine Gedenkstunde stattgefunden.
9. November
UNESCO 1962 – Das ostafrikanische Land Uganda war neues Mitglied in der UNESCO geworden.
9. November
West-Berlin/International 1962 – In West-Berlin hatte die Gründungsversammlung der „Association des Etudiants Européen“ (AEE), des Europäischen Studentenverbandes stattgefunden. Mit dem Ziel, „an der Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa mitzuwirken“, hatten der Europa-Union nahestehenden Studentenverbände aus zehn europäischen Ländern sich hier zu einer Dachorganisation zusammengeschlossen.

10. November
Belgien 1962 – Im Lütticher Kindestötungs-Prozess waren die 25-jährige Belgierin Suzanne Vandeput und ihr Ehemann, ihre Mutter, ihre Schwester und der Hausarzt der Familie von den Geschworenen freigesprochen worden.
10. November
BRD 1962 – Die „Maria im Rosenkranz“ von Tilman Riemenschneider, die Anfang August 1962 im unterfränkischen Volkach (Bayern) gestohlen wurde, war an den Chefredakteur der Illustrierten „Stern“, Henri Nannen, gegen 100.000 DM Lösegeld und ohne Einschaltung der Polizei in Hamburg zurückgegeben worden.
11. November
BRD 1962 – Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) hatte bei der Landtagswahl in Hessen 50,9 Prozent der Wählerstimmen bekommen. In Pressekommentaren war der Erfolg der SPD vielfach mit der Kritik der SPD an der Behandlung der „Spiegel“-Affäre durch die Bundesregierung in Zusammenhang gebracht worden.
11. November
Schweden 1962 – Anlässlich des 80. Geburtstages von König Gustav VI. Adolf von Schweden hatten in der Hauptstadt Stockholm zahlreiche Ehrungen für den Monarchen in Stockholm stattgefunden. Das Parlament im Stockholmer Rathaus hatte erstmals in seiner Geschichte ein Bankett für den regierenden König gegeben.
12. November
Europa 1962 – Mit den Delegationen Norwegens und Dänemarks hatte der Ministerrat der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) Beitrittsverhandlungen geführt.
12. November
USA/Guam 1962 – Ein Taifun hatte auf der US-amerikanischen Pazifikinsel Guam Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Es waren 95 Prozent aller Gebäude zerstört worden. Mehrere Hundert Menschen waren verletzt worden und 70.000 verloren ihr Obdach.
13. November
Ungarn 1962 – Ungarn hatte sich zur Wiederaufnahme der politischen Flüchtlinge bereit erklärt, die nach dem Aufstand von 1956 in den Westen geflohen waren.
13. November
Polen 1962 – In einem Wald in Ostpolen waren erstmals seit 150 Jahren wieder Wölfe aufgetaucht.
14. November
BRD/Asien 1962 – Bundespräsident Heinrich Lübke begann eine dreiwöchige Asien-Reise. Sie führte ihn nach Pakistan, Thailand und nach Indien.
14. November
Sowjetunion 1962 – Die landwirtschaftliche Erzeugung im Land war 1962 wieder unzureichend. Dies hatte Ministerpräsident Nikita S. Chruschtschow erklärt.
14. November
Indien 1962 – In Neu-Delhi hatte das Parlament dem Ministerpräsidenten Jawaharlal Nehru das Vertrauen ausgesprochen und ihn einstimmig aufgefordert, die Chinesen zu vertreiben, egal welche Folgen es haben würde.
14. November
Bulgarien 1962 – In der Hauptstadt Sofia war der achte Kongress der Kommunistischen Partei Bulgariens mit der Ansprache von Todor Schiwkoff zu Ende, der einstimmig zum Ersten Sekretär wiedergewählt worden war.
14. November
BRD 1962 – In Hamburg war das Ernst-Barlach-Museum eröffnet worden, dessen Stifter der Industrielle Hermann F. Reemtsma war.
14. November
Äthiopien 1962 – Von Kaiser Haile Selassie I. von Äthiopien war die endgültige Eingliederung des einst italienischen und bisher autonomen Eritrea als Provinz in den Gesamtstaat Äthiopien verkündet worden. Damit war Eritrea die 14. Provinz des Landes geworden.
15. November
BRD/USA 1962 – Bundeskanzler Konrad Adenauer hatte seinen vor zwei Tagen begonnenen Besuch in den Vereinigten Staaten mit einem dritten Treffen mit US-Präsident John F. Kennedy beendet. In einer Pressekonferenz in Washington hatte Adenauer die Übereinstimmung beider Politiker in der Kuba-Krise betont.
15. November
West-Berlin/DDR 1962 – Das SED-Zentralorgan „Neues Deutschland“ tat die Bemühungen evangelischer kirchlicher Kreise in West- und Ost-Berlin um eine Passierscheinregelung für West-Berliner zur Weihnachtszeit als „neues Propagandamanöver im Kalten Krieg gegen die DDR“ ab.
15. November
West-Berlin/DDR 1962 – Auf die von der DDR betriebenen S-Bahnwagen hatten unbekannte Täter zwei Sprengstoffanschläge in West-Berlin verübt.
15. November
West-Berlin 1962 – Das Stück „Die Ratten“ von Gerhart Hauptmann (1862-1946) war aus Anlass des 100. Geburtstages des Dichters im Schillertheater in West-Berlin aufgeführt worden. Die Inszenierung war unter der Regie von Boleslaw Barlog entstanden.
15. November
BRD/DDR 1962 – Der Verkehr in Norddeutschland war durch Schneefälle und starke Stürme behindert worden. Zwischen Gedser (Dänemark) und Großenbrode (DDR) war der Fährverkehr über die Ostsee eingestellt worden.
16. November
BRD 1962 – Durch eine Erklärung des FDP-Vorsitzenden, Erich Mende, hatte sich die Bonner Koalitionskrise zugespitzt. Mende hielt eine Fortsetzung der Regierungskoalition mit der CDU/CSU nicht mehr für möglich, solange Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß weiter im Amt wäre.
16. November
China/Indien 1962 – Im nordöstlichen Grenzgebiet Indiens waren chinesische Truppen in Stärke einer Division zum Großangriff mit Stoßrichtung auf die Stadt Walong angetreten.
16. November
Italien 1962 – In Salerno war die erste kontinuierliche Gefriertrocknungsanlage der Welt den Betrieb gegangen.
16. November
West-Berlin 1962 – Das Archiv der Akademie der Künste in West-Berlin hatte den gesamten Nachlass des österreichischen Dichters Ödön von Horvath erhalten.
16. November
UNESCO 1962 – Neues Mitglied der UNESCO war das ostafrikanische Land Burundi geworden.
17. November
BRD/Kuba 1962 – In Hamburg hatten drei kubanische Seeleute um politisches Asyl gebeten. Es waren der Kapitän des kubanischen Frachters „Bahia de Nipe“, der leitende Ingenieur und der Funker des Schiffes gewesen.
17. November
Jugoslawien 1962 – In Mazedonien hatten schwere Regenfälle zu der größten Überschwemmungskatastrophe seit 150 Jahren geführt. Die Landeshauptstadt Skopje war von der Außenwelt abgeschnitten und konnte nur noch durch Funkverkehr Kontakt halten.
17. November
USA 1962 – In Washington war der Dulles International Airport durch Präsident John F. Kennedy eröffnet worden.
18. November
Österreich 1962 – Aus den Wahlen zum Nationalrat war die Österreichische Volkspartei (ÖVP) mit Bundeskanzler Alfons Gorbach mit 81 Sitzen als stärkste Partei hervorgegangen. Dagegen hatte die Sozialistische Partei (SPÖ) zwei Mandate verloren.
18. November
Frankreich 1962 – Die gaullistische „Union für die neue Republik“ (UNR) war aus dem ersten Wahlgang für die Nationalversammlung als Sieger hervorgegangen. Ihr Stimmanteil hatte sich von 17,5 Prozent auf 31,5 Prozent erhöht.
18. November
Frankreich/Literatur 1962 – Die gebürtige Polin Anna Langfus erhielt den Prix Goncourt 1962, den höchsten französischen Literaturpreis, für ihren Roman „Les Bagages des Sables“.
19. November
BRD 1962 – Um die Voraussetzung für Verhandlungen über eine Regierungsumbildung zur Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der CDU/CSU zu schaffen, waren die fünf Bundesminister der FDP zurückgetreten.
19. November
BRD/Israel 1962 – Zu einer einwöchigen Informationsreise war Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier nach Israel gereist. Gerstenmaier war der bisher höchste Repräsentant der BRD, der Israel besuchte.
20. November
DDR 1962 – Die Arbeiter eines Elektromontage-Betriebes im Ost-Berliner Bezirk Friedrichshain hatten gegen die Kürzung ihres Lohnes um 180 bis 200 Ostmark im Monat protestiert.
20. November
Kuba/Sowjetunion 1962 – Der kubanische Ministerpräsident Fidel Castro hatte sich mit dem Abzug der sowjetischen Mittelstreckenbomber einverstanden erklärt. Er hatte jedoch eine Inspektion auf Kuba nach wie vor abgelehnt.
20. November
Ungarn 1962 – In der Hauptstadt Budapest war der VIII. Parteitag der ungarischen Kommunisten eröffnet worden. Dabei waren scharfe Angriffe auf den Stalinismus geäußert worden.
20. November
BRD 1962 – Werdende Mütter wurden von der bundesdeutschen Arzneimittelfirma C. H. Boehringer Sohn in Ingelheim (Rheinland-Pfalz) vor übermäßiger Einnahme des Abmagerungspräparates „Preludin“ gewarnt.
21. November
USA/Sowjetunion/Kuba 1962 – Nachdem ihm der sowjetische Ministerpräsident Nikita S. Chruschtschow den Abzug der Bomber aus Kuba zugesichert hatte, hob US-Präsident John F. Kennedy die Blockade Kubas auf.
21. November
China/Indien 1962 – Überraschend hatte die Regierung der Volksrepublik China bekanntgegeben, dass ihre Truppen den Befehl zur Einstellung des Feuers um Mitternacht an der gesamten chinesisch-indischen Grenze erhielten.
22. November
Tanganjika 1962 – Der bisherige Ministerpräsident Julius K. Nyerere war zum ersten Staatspräsidenten der ostafrikanischen Republik Tanjanjika (Tansania) gewählt worden.
22. November
Großbritannien/Australien 1962 – Im westaustralischen Perth hatte Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, die Empire-Spiele eröffnet, die bis zum 1. Dezember dauerten und ein Vergleichskampf der besten Sportler des Commonwealth waren.
23. November
BRD 1962 – Unter dem Verdacht, während des Krieges in der Sowjetunion an der Erschießung von Juden, Sinti und Roma mitgewirkt zu haben, waren in Kiel und Hamburg zwei ehemalige SS-Angehörige des „Einsatzkommandos acht“ verhaftet worden.
24. November
BRD 1962 – Zwischen der FDP und Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß hatte sich der Konflikt verschärft. Bundesminister für Justiz, Wolfgang Stammberger, hatte den Verteidigungsminister in Ansbach der unwahren Darstellung beschuldigt.
24. November
Spanien/BRD 1962 – Zwischen Frankfurt am Main und Palma de Mallorca hatte die spanische Fluggesellschaft Iberia eine neue Schnellverbindung eröffnet.
24. November
BRD 1962 – Die österreichisch-britische Schauspielerin Elisabeth Bergner (1897-1986) erhielt den Schiller-Preis der Stadt Mannheim, der mit 10.000 DM dotiert war.
24. November
BRD/West-Berlin 1962 – Im Ernst-Reuter-Haus in West-Berlin hatte der Deutsche Sportbund (DSB) seinen Bundestag abgehalten. In einem Referat hatte der Präsident des DSB, Willi Daume, das Ziel „Eine Million Aktive mehr“ gesetzt.
25. November
BRD 1962 – Die 1950 verlorene absolute Mehrheit hatte die CSU bei den bayerischen Landtagswahlen zurückgewonnen. Stimmengewinne konnte auch die SPD, vor allem in den Städten, für sich verbuchen.
25. November
Frankreich 1962 – Die gaullistische „Union für die Neue Republik“ (UNR) hatte die absolute Mehrheit im zweiten Wahlgang zur Nationalversammlung erlangt.
25. November
Österreich 1962 – Anlässlich des 175. Geburtstages des Komponisten Franz Xaver Gruber („Stille Nacht, Heilige Nacht“) war ein Briefmarkensonderstempel erschienen.
26. November
Schweiz/International 1962 – Im Genfer Völkerbundspalast waren die Delegationen von 17 Nationen zur Fortsetzung der Abrüstungsverhandlungen wieder zusammengekommen. Die Verhandlungen waren elf Wochen lang unterbrochen gewesen.
26. November
USA/West-Berlin 1962 – Um sich über die Lage in der Stadt West-Berlin zu informieren, war der Oberkommandierende der US-amerikanische Streitkräfte in Europa und künftige Oberkommandierende der NATO, General Lyman L. Lemnitzer, zu einem 24-stündigen Besuch der US-amerikanischen Garnison und der US-Mission eingetroffen.
26. November
BRD 1962 – Die Durchsuchung der Redaktionsräume des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ war nach von der Bundesanwaltschaft nach vier Wochen Dauer beendet worden. Geprüft worden waren fast 20 Millionen Dokumente und eine halbe Million Bilder.
27. November
BRD/Indien 1962 – Bundespräsident Heinrich Lübke hatte am zweiten Tag seines Staatsbesuchs in Indien Mohandas Koramchand, genannt Mahatma Gandhi, in Neu-Delhi geehrt. Der als Nationalheld verehrte Gandhi war 1948 ermordet worden.
27. November
USA 1962 – Auf dem Versuchsgelände in Idaho Falls (US-Bundesstaat Idaho) war der erste mit Plutonium beschickte Atomreaktor in Betrieb genommen worden.
27. November
Brasilien/Peru 1962 – In Südamerika hatte sich eines der schwersten Flugzeugkatastrophen 1962 ereignet. Eine viermotorige Düsenverkehrsmaschine vom Typ Boeing 707 der brasilianischen Fluggesellschaft Varig war kurz vor der Zwischenlandung in Lima (Peru) abgestürzt. Bei dem Unglück waren alle 105 Insassen der Maschine umgekommen.
28. November
BRD 1962 – Wegen Beihilfe zum Mord in vier Fällen hatte der Staatsanwalt in Hannover (Niedersachsen) für den 52-jährigen früheren SS-Hauptscharführer Oskar Waltke zehn Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust gefordert.
28. November
Frankreich 1962 – Der zum Tode verurteilte ehemalige General Edmond Jouhaud, ein führendes Mitglied der Untergrundorganisation OAS, war von Staatspräsident Charles de Gaulle begnadigt worden.
29. November
Jugoslawien/BRD 1962 – Auf das Gebäude der jugoslawischen Handelsmission in Bad-Godesberg-Mehlen bei Bonn (Nordrhein-Westfalen) hatte eine Gruppe von 23 jungen kroatischen Emigranten einen Bombenanschlag verübt und zwar am jugoslawischen Nationalfeiertag, dem 29. November.
29. November
Sowjetunion/USA/Kuba 1962 – Bis zum 1. Dezember hatte sich der stellvertretende Ministerpräsident der Sowjetunion, Anastas I. Mikojan, zu Gesprächen über ungeklärte Aspekte der Kuba-Krise in den Vereinigten Staaten aufgehalten.
30. November
BRD 1962 – Unter dem Druck der FDP und der SPD sowie der Öffentlichkeit war Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß von seinem Amt zurückgetreten. Sein Verhalten in der „Spiegel“-Affäre war als untragbar angesehen worden für die Fortsetzung der Regierungskoalition.
30. November
UNO 1962 – Für die nächsten vier Jahre war UNO-Generalsekretär Sithu U Thant von der UNO-Vollversammlung erneut gewählt worden.
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