März 1962 - Einigung zwischen Frankreich und Algerien

Kalender März 1962
Zum Monatsbeginn war der bisher größte Terrorakt der französischen Untergrundorganisation OAS in der algerischen Hauptstadt Algier verübt worden. Allein im Moslemviertel der Stadt waren 135 Bomben gezündet worden. Zwei Tage später, am 7. März, hatten in Evian (Frankreich) die abschließenden Friedensverhandlungen zwischen Frankreich und der algerischen Exilregierung begonnen. Inzwischen hatte die Terrororganisation OAS wieder zugeschlagen. In der Festung Oran (Algerien), dem Stabsquartier des französischen Armeekorps in Algerien, war ein Attentat auf den Verteidigungsminister Pierre August Messmer verübt worden, der jedoch unverletzt blieb. In Evian nach siebentägigen Verhandlungen zu einer Einigung zwischen der algerischen Exilregierung und den Franzosen gekommen. Mit der Unterzeichnung eines Friedensvertrages zur Beendigung des Algerienkrieges wurden die Verhandlungen beendet. Die OAS hatte sich in „Rat des französischen Widerstands in Algerien“ umbenannt und dem algerischen Nationalstaat den Kampf angesagt.
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Wichtige Ereignisse im März 1962

1. März
BRD 1962 – Das Kuratoriumsmitglied der Ostermärsche, der Schriftsteller Robert Jungk, hatte auf einer Pressekonferenz der „Gegner der Atombewaffnung“ in Hamburg scharfe Angriffe gegen die Bundeswehr gerichtet.
1. März
USA 1962 – Auf dem US-amerikanischen Versuchsgelände von Nevada war eine britische Atomsprengladung explodiert. Seit vier Jahren war dies der erste Atomwaffenversuch der Briten.
1. März
Pakistan 1962 – General Mohammed Ayub Khan hatte eine Verfassung für Ost- und Westpakistan erlassen.
2. März
BRD 1962 – Vor dem Landgericht in Nürnberg-Fürth (Bayern) war in Anwesenheit der beiden Kontrahenten der Rechtsstreit zwischen dem Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß und dem Herausgeber des Hamburger Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“, Rudolf Augstein, eröffnet worden. Dabei hatte sich Strauß im Zusammenhang mit dem Projekt Fibag gegen den Vorwurf der Korruption gewehrt.
2. März
Birma 1962 – Der General und Politiker U Ne Win hatte in Birma (heute: Myanmar) einen Putsch versucht. Das Abgeordnetenhaus und die Nationalitätenkammer waren aufgelöst worden. U Ne Win hatte beabsichtigt, eine umfassende Sozialisierung der Wirtschaft durchzuführen.
2. März
Basketball 1962 – Der US-amerikanische Basketballspieler Wilt Chamberlain hatte in einem NBA-Spiel 100 Punkte erzielt.
3. März
China/Formosa 1962 – Aus der Volksrepublik China war ein Düsenjägerpilot mit seiner Maschine nach der nationalchinesischen Insel Formosa (Taiwan) geflüchtet. Dort war von Staatspräsident Chiang Kai-shek persönlich empfangen worden.
3. März
Eiskunstlauf 1962 – Bei den Europameisterschaften im Eiskunstlauf der Damen in Genf (Schweiz) hatte Sjoukje Dijkstra (Niederlande) zum dritten Mal hintereinander den Titel gewonnen. Den zweiten Platz hatte Regine Heitzer aus Österreich belegt.
3. März
Italien 1962 – Die Schwester des Filmstars Sophia Loren, Maria Scicolone, hatte in Predoppio den jüngsten Sohn des ehemaligen italienischen Diktators Benito Mussolini, Romano Mussolini geheiratet.
3. März
Großbritannien 1962 – Nach dem Abschluss des Antarktisvertrags war aus den vormaligen Falkland Island Dependencies Grahamland, Südliche Orkneyinseln und Südliche Shetlandinseln die neue administrative Gliederung British Antarctic Territory – Britisches Antarktis-Territorium geschaffen worden.
4. März
BRD/Afrika 1962 – Vom Frankfurter Rhein-Main-Flughafen hatte die Deutsche Lufthansa ihre erste Afrika-Linie eröffnet. Zunächst sollten zwei Mal pro Woche Flüge nach Lagos (Nigeria) stattfinden. Diese sollten ab dem 15. März bis Accra (Ghana) weiterführen.
4. März
Japan/Großbritannien/USA 1962 – In Noten hatte die japanische Regierung bei den Regierungen Großbritanniens und der Vereinigten Staaten Protest gegen die geplante Wiederaufnahme von Kernwaffenversuchen über dem Pazifik eingelegt.
5. März
DDR/Sowjetunion 1962 – In der sächsischen Messestadt Leipzig hatten die DDR und die Sowjetunion ein neues Handelsabkommen unterzeichnet. Es sah die Ausweitung des beiderseitigen Außenhandels vor. Außerdem hatte das Abkommen einen Kredit für die DDR in Höhe von 1,3 Milliarden Mark zum Inhalt.
5. März
Malta 1962 – Die Mittelmeerinsel hatte eine Selbstregierung erhalten. Die staatsrechtliche Haltung der katholischen Kirche war jedoch unklar, da diese sich nicht unterordnen wollte.
5. März
Algerien/Frankreich 1962 – In der algerischen Hauptstadt Algier war in den Morgenstunden die bisher größte Terroraktion der französischen Untergrundorganisation OAS erfolgt. Allein im Moslemviertel der Stadt waren 135 Bomben zur Explosion gebracht worden.
6. März
UNESCO 1962 – Neues Mitglied in der UNESCO war Tansania geworden.
6. März
BRD/USA 1962 – In Bonn hatten sich Bundeskanzler Konrad Adenauer und der persönliche Vertreter des US-Präsidenten in Berlin, General Lucius D. Clay, zu einem ausführlichen Gespräch getroffen, in dem die aktuelle Situation in Berlin im Mittelpunkt gestanden hatte.
6. März
Skisport 1962 – Die beiden bundesdeutschen Skifahrerinnn Heidi Biebl und Barbi Henneberger hatten den Abfahrtslauf bei den Deutschen Alpinen Skimeisterschaften in Hindelang (Bayern) zeitgleich beendet. Damit waren die Meisterschaften, die am 28. Februar begonnen hatten, zu Ende gegangen.
7. März
USA/Europa 1962 – Die Vereinigten Staaten und die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) hatten ein Abkommen unterzeichnet, in dem eine gegenseitige Zollsenkung von durchschnittlich 20 Prozent für bestimmte Warenpositionen festgelegt worden waren.
7. März
Frankreich/Algerien 1962 – In Evian, am französischen Ufer des Genfer Sees, hatten zwischen Frankreich und der algerischen Exilregierung die abschließenden Friedensverhandlungen begonnen.
7. März
Italien 1962 – Vor der Abgeordnetenkammer in Rom hatte der Führer der Linksozialisten, Pietro Nenni, die volle Unterstützung des innenpolitischen Reformprogramms der Regierung Amintore Fanfani auch gegen seine ehemaligen Verbündeten, die Kommunisten, erklärt.
7. März
Dominikanische Republik/USA 1962 – Zwischen der Dominikanischen Republik und den Vereinigten Staaten war ein Abkommen über Ausbildungs- und Militärhilfe durch die USA unterzeichnet worden.
8. März
Südvietnam 1962 – Zwischen Regierungstruppen und den kommunistischen Vietcong-Kämpfern war es in Südvietnam zu einem Gefecht gekommen, bei dem 24 Soldaten getötet worden waren.
8. März
USA/International 1962 – Die Ehefrau des US-Präsidenten, Jacqueline Kennedy, war zu einer mehrwöchigen Reise aufgebrochen, die sie nach Rom, Indien, Pakistan und London geführt hatte.
8. März
BRD 1962 – In Hamburg war der elektronisch gesteuerte U-Bahn-Zug Europas in Betrieb genommen worden. Durch den Fahrer wurden nur noch die Kommandos Fahren und Bremsen geschaltet. Alles andere hatte eine Anlage übernommen, die über Transistoren und Dioden geschaltet war.
9. März
DDR 1962 – Der Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht hatte auf dem Kongress der Deutschen Bauernpartei der DDR in Magdeburg, der vom 9. bis 11. März tagte, schärfere Maßnahmen zur Überwindung der schlechten Versorgungslage in der DDR angekündigt.
9. März
BRD 1962 – Auf der Zeche „Sachsen“ bei Heessen im Ruhrgebiet waren 29 Bergleute durch eine Schlagwetterexplosion zu Tode gekommen.
9. März
Frankreich/Algerien 1962 – Die Terrororganisation OAS hatte in der Festung Oran (Algerien), dem Stabsquartier des französischen Armeekorps in Algerien, ein Bombenattentat auf den französischen Verteidigungsminister Pierre August Messmer verübt, bei dem Messmer jedoch unverletzt geblieben war.
9. März
Italien 1962 – Für alle Journalisten, die an der Pressekonferenz teilnehmen wollten, die anlässlich des Eintreffens der US-Präsidentengattin Jacqueline Kennedy auf dem römischen Flughafen abgehalten wurde, galt die Vorlage eines Pockenimpfzeugnisses.
10. März
Sowjetunion/West-Berlin 1962 – Durch das Abwerfen von Stanniolstreifen, das sowjetische Militärflugzeuge zwei Stunden lang über den Luftkorridoren vollführten, hatten sie Radarkontrollen und Funkverbindungen im Berlin-Verkehr gestört.
10. März
USA/Sowjetunion 1962 – In Washington hatten die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion ein neues Kulturabkommen abgeschlossen.
10. März
Österreich 1962 – Der Dirigent Herbert von Karajan war als künstlerische Leiter an die Wiener Staatsoper zurückgekehrt. Dies war in einem Kommuniqué des österreichischen Unterrichtsministeriums mitgeteilt worden.
11. März
BRD 1962 – Die CDU hatte bei den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein 42,3 Prozent der Stimmen erhalten. Auf die SPD waren 38,4 Prozent entfallen und die FDP hatte 10,7 Prozent erreicht.
11. März
Sowjetunion/Großbritannien/USA 1962 – Die Außenminister Dean Rusk (USA), Andrei Gromyko (Sowjetunion) und Alexander Frederick Douglas-Home (Großbritannien) hatten sich in Genf (Schweiz) zu Vorbesprechungen über die am 14. März dort wieder beginnenden Abrüstungsverhandlungen getroffen.
11. März
BRD 1962 – Die Mitglieder des Fernsehrates hatten den 55-jährigen Universitätsprofessor Karl Holzarmer zum ersten Intendanten der Länderanstalt „Zweites Deutsches Fernsehen“ gewählt. Im Mai des Jahres 1963 war die voraussichtliche Aufnahme des Sendebetriebs in Mainz geplant.
12. März
West-Berlin/DDR 1962 – Wegen der Spaltung der Stadt Berlin durch die Mauer hatte die Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg erstmals getrennt in West-Berlin und Ost-Berlin (DDR) stattgefunden.
12. März
DDR/International 1962 – Vom alliierten Reisebüro in West-Berlin war mehreren DDR-Schriftstellern, darunter Anna Seghers, das Visum zur Teilnahme am Internationalen Kongress der Europäischen Schriftstellervereinigung „Comes“ in Florenz verweigert worden.
12. März
Indien/China 1962 – Staatspräsident Rajendra Prasad hatte während der Eröffnungsrede zur Sitzung des indischen Parlaments in Neu-Delhi die Volksrepublik China zur Aufgabe seiner aggressiven Politik gegenüber Indien aufgefordert. Zwischen beiden Staaten war es immer wieder zu Grenzschwierigkeiten im Himalaja-Gebiet gekommen.
12. März
BRD/Musik 1962 – Mit einer ersten Veranstaltung im Deutschen Museum in der bayerischen Landeshauptstadt München hatte eine Konzertreise der italienischen Sängerin Maria Callas begonnen. Sie tourte bis zum 23. März durch die Bunderepublik.
13. März
BRD/Sowjetunion 1962 – Der sowjetische Außenminister Andrei Gromyko hatte den Bundesaußenminister Gerhard Schröder (CDU) in Genf (Schweiz) zu einem Höflichkeitsbesuch empfangen.
13. März
Tanzen 1962 – Der Weltrekordhalter im Twist-Tanzen, der 21-jährige Brite Kevin O‘Brien aus Harlow, war nach 96:31 Stunden völlig erschöpft zusammengebrochen.
14. März
International 1962 – Im Genfer Palast der Nationen nahmen Vertreter aus 18 Nationen die Abrüstungsverhandlungen wieder auf.
14. März
Eiskunstlauf 1962 – Während ihrer Kür bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Prag (CSSR), die vom 8. bis 18. März ausgetragen wurden, waren die vierfachen Europameister im Paarlauf, Marika Kilius und Hans-Jürgen Bäumler (BRD) gestürzt. Dieser Sturz war so unglücklich gewesen, dass die Eiskunstläufer aufgeben mussten.
14. März
BRD 1962 – Seit Jahren war in vielen Teilen Deutschlands die Nacht zum Mittwoch als kälteste Märznacht registriert worden. Im Sauerland zeigte das Thermometer minus 24 Grad.
15. März
Dänemark/International 1962 – Die dänische Regierung hatte erklärt, dass sie die Schaffung von atomwaffenfreien Zonen in allen Teilen der Erde unterstützen wollte. Damit hatte Dänemark zugleich die Teilnahme an der multilateralen Atomstreitmacht des westlichen Bündnisses NATO abgelehnt.
15. März
Eiskunstlauf 1962 – Der 22-jährige kanadische Eiskunstläufer Donald Jackson hatte mit einer ausgezeichneten Kür in Prag (CSSR) den Weltmeistertitel gewonnen. Er hatte von sechs der insgesamt neun Kampfrichter in der B-Wertung die Höchstnote sechs erhalten.
15. März
Automobil/International 1962 – In Genf (Schweiz) war der 32. Internationale Automobilsalon eröffnet worden, der bis zum 25. März Neues aus der Welt der Autohersteller präsentierte.
16. März
BRD 1962 – Wegen Mordes an 21 polnischen Juden war in Stuttgart der ehemalige SS-Hauptscharführer Felix Landau zu zwei Mal lebenslänglich Zuchthaus verurteilt worden.
16. März
USA 1962 – Ein viermotoriges US-amerikanisches Propellerflugzeug vom Typ „Super-Constellation“ war über dem Pazifik vermisst worden. An Borden befanden sich 107 Passagiere. Sofort eingeleitete Suchaktionen waren ohne Erfolg geblieben. An der Suche hatten sich etwa 30 Flugzeuge beteiligt.
16. März
Sowjetunion/Raumfahrt 1962 – Von der Raketenbasis Kapustin Jar aus hatte die Sowjetunion den ersten Satelliten der Kosmos-Serie „Kosmos 1“ gestartet.
17. März
Israel/Syrien 1962 – Zwischen israelischen und syrischen Truppen war es am See Genezareth zu heftigen Artillerieduellen gekommen. Nach israelischen Angaben hatte es sich um einen Vergeltungsangriff wegen zahlreicher syrischer Übergriffe in den letzten Tagen gehandelt.
17. März
Literatur 1962 – Der Schriftsteller und Historiker Golo Mann hatte den Literaturpreis der Stadt Berlin, den Fontane-Preis, erhalten.
18. März
Frankreich/Algerien 1962 – Im französischen Evian war es zu einer Einigung zwischen der algerischen Exilregierung und den Franzosen gekommen. Sieben Tage hatten die Friedensverhandlungen gedauert, die mit der Unterzeichnung eines Friedensvertrages zur Beendigung des Algerienkrieges zu Ende gegangen waren.
18. März
Argentinien 1962 – Die Peronisten hatten den Großteil der Stimmen bei den Bundes- und Provinzialwahlen bekommen. Die Militärs hatten daraufhin auf die Annullierung des Wahlergebnisses gedrungen.
19. März
BRD 1962 – Bundespräsident Heinrich Lübke hatte sich aus Anlass der Feiern des zehnjährigen Bestehens des Deutschen Goethe-Institutes in München aufgehalten.
19. März
Algerien/Frankreich 1962 – Die rechtsextremistische Terrororganisation OAS hatte nach der Verkündung des Waffenstillstands in Algerien ihre Umbenennung in den „Rat des französischen Widerstands in Algerien“ bekanntgegeben und hatte dem algerischen Nationalstaat „den Kampf bis zur Vernichtung“ angesagt.
19. März
Monaco/Film 1962 – Die Fürstin Gracia Patricia von Monaco, ehemalige US-amerikanische Filmschauspielerin, plante die Mitwirkung in einem Alfred-Hitchcock-Film.
20. März
Argentinien 1962 – Fünf der am 18. März gewählten peronistischen Provinzgouverneure hatte Präsident Arturo Frondizi durch Regierungsbeauftragte ersetzen lassen. Mit dieser Maßnahme hatte Frondizi eine Regierungskrise ausgelöst.
20. März
Großbritannien 1962 – Bei Umbauarbeiten am Gebäude der britischen Premierminister in der Londoner Downing Street Nr. 10 war unter dem Haus der Schädel eines Hingerichteten gefunden worden. Historiker vertraten die Ansicht, dass es sich bei dem Schädel um Überreste eines gewissen Herzogs von Mommoth aus dem 17. Jahrhunderts handeln würde.
21. März
BRD 1962 – Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard hatte in einer Rundfunkrede vor zu hohen Erwartungen an den Staat und an die Wirtschaft gewarnt. Erhard hatte dazu aufgefordert, Maß zu halten.
21. März
West-Berlin/DDR 1962 – Es war offiziell bekannt geworden, dass West-Berliner bei ihrer Rückkehr aus dem Ausland, an den Grenzkontrollpunkten zur DDR ein Visum für 5 DM erwerben mussten.
21. März
Frankreich 1962 – Laut einem Gerichtsbeschluss war das Modehaus Dior in Paris zur Zahlung einer Abfindung und Schadenersatz für seinen ehemaligen Chefdesigner Yves Saint Laurent verpflichtet worden. Saint Laurent war nach einem Nervenzusammenbruch, den er beim Militär erlitten hatte, in dem renommierten Haus nicht mehr eingestellt worden.
22. März
USA/Sowjetunion/Großbritannien 1962 – Nach dreitägigen Verhandlungen in Genf (Schweiz) scheiterte der Versuch der Atommächte USA, Großbritannien und Sowjetunion, ein Übereinkommen zur Einstellung der Kernwaffenversuche zu erreichen.
22. März
USA/Großbritannien/Sowjetunion 1962 – Der sowjetische Vorschlag von Andrei Gromyko, die Zugangswege nach West-Berlin den DDR-Behörden zu unterstellen, war während der Gespräche der Außenminister der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und der Sowjetunion von den Westmächten abgelehnt worden.
22. März
Südkorea 1962 – Aus Protest gegen die Militärjunta war Staatspräsident Yun Poson zurückgetreten. Zunächst hatte General Park Chung Hee, der Chef der Junta, das Amt übernommen.
23. März
Österreich/Großbritannien 1962 – Der österreichische Bundeskanzler Alfons Gorbach hatte nach drei Tagen seinen Staatsbesuch in der britischen Hauptstadt beendet.
23. März
USA 1962 – Die Suche nach der Propellermaschine „Super Constellation“, die 107 Passagiere an Bord hatte und am 16. März über dem Pazifik als vermisst gemeldet worden war, war aufgegeben worden.
24. März
DDR/BRD 1962 – Die Einladung des Verbandes der Kriegsdienstverweigerer zu einer Podiumsdiskussion in München (Bayern) an den Präsidenten der DDR-Volkskammer, Johannes Dieckmann, war von ihm abgelehnt worden. Die Ablehnung wurde damit begründet, dass der Verband keine ausreichende Garantie für Dieckmanns persönliche Sicherheit übernehmen könnte.
24. März
Italien 1962 – Das Stück „Schweyk im Zweiten Weltkrieg“ von Bertolt Brecht, das Giogio Strehler inszeniert hatte, war im Piccolo Teatro in Mailand mit insgesamt 126 Aufführungen das bisher erfolgreichste Stück in diesem Haus.
24. März
Boxen 1962 – Im New Yorker Madison Square Garden musste man den Kubaner Benny „Kid“ Paret nach seiner K. o.-Niederlage gegen den US-Amerikaner Emile Griffith bei dem Weltmeisterschaftskampf anschließend hinausgetragen. Seine schwere Schädelverletzung hatte eine Diskussion über die sportlichen Bedingungen des Berufsboxens nach sich gezogen.
25. März
DDR 1962 – Das „Nationale Dokument“ war veröffentlicht worden. Darin waren u. a. Maßnahmen zur Überwindung der schlechten Wirtschaftslage festgelegt worden.
25. März
Italien/BRD/Film 1962 – Der Regisseur Helmut Käutner hatte in Venedig einen Film nach dem Roman „Die Rote“ von dem deutschen Schriftsteller Alfred Andersch gedreht. Die Schauspieler Ruth Leuwerik und Gert Fröbe waren für die Hauptrollen besetzt worden.
26. März
Algerien/Frankreich 1962 – Den Franzosen war im algerischen Ort Oran die Verhaftung des hohen Offiziers der OAS, Edmond Jouhaud, bei einer Razzia gelungen. Den Ex-General, der von einem französischen Gericht in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden war, hatte man in Paris noch einmal vor ein Militärgericht gestellt.
26. März
Algerien/Frankreich/Sowjetunion 1962 – Die Sowjetunion hatte die algerische Exilregierung anerkannt. Dies hatte zu schweren Spannungen zwischen Paris und Moskau geführt. Die Folge davon war der Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen den Ländern.
27. März
BRD/Österreich 1962 – Bundespräsident Heinrich Lübke war zu einem Staatsbesuch in die österreichische Hauptstadt Wien gereist, wo er sich bis zum 31. März aufhielt.
27. März
DDR/BRD 1962 – Der 28-jährige West-Berliner Heinz Jecha war von Grenzposten der DDR erschossen worden. Jecha hatte versucht, Flüchtlinge aus der DDR durch einen Tunnel West-Berlin zu schleusen.
27. März
Europa/International 1962 – Mit der Rückkehr der Außenminister in ihre Heimatländer war die erste Phase der Genfer Abrüstungsverhandlungen ohne nennenswerte Ergebnisse beendet worden.
27. März
UNESCO/Theater 1962 – Aus Anlass des Welt-Theatertages, der von der Kulturorganisation der Vereinten Nationen, der UNESCO, angeregt worden war, war an fast allen Bühnen der Welt eine Botschaft des französischen Künstlers Jean Cocteau verlesen worden. Mit dem Welt-Theatertag sollte an die Bedeutung des Theaters für Frieden erinnert werden.
28. März
BRD 1962 – In der bundesdeutschen Hauptstadt Bonn hatte sich ein parlamentarischer Ausschuss zur Untersuchung der Fibag-Affäre konstituiert. In diese Affäre war auch Bundesminister Franz Josef Strauß verwickelt gewesen.
28. März
West-Berlin/Großbritannien 1962 – Auf einer Versammlung der britischen Labour Party in der britischen Hauptstadt London war es zu heftigen Angriffen gekommen, die sich gegen West-Berlins Regierenden Bürgermeister Willy Brandt richteten. Brandt hielt sich zu einem offiziellen Besuch in Großbritannien auf.
28. März
Europa/Polen/International 1962 – Der polnische Außenminister Adam Rapacki hatte auf der Genfer Abrüstungskonferenz eine neue Fassung des nach ihm benannten Planes für eine atomwaffenfrei Zone in Mitteleuropa eingebracht.
28. März
Syrien 1962 – Die Armee hatte einen Staatsstreich verübt. Die Militärjunta hatte eine künftige Politik des konstruktiven arabischen Sozialismus angekündigt.
28. März
BRD/Fußball 1962 – Der Fußball-Bundestrainer Sepp Herberger war aus Anlass seines 65. Geburtstages das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet worden.
28. März
UNESCO 1962 – Neues Mitglied der UNESCO war Sierra Leone geworden.
29. März
Argentinien 1962 – Das Militär hatte die Macht im Land übernommen, nachdem die Regierungskrise bereits elf Tage angedauert hatte. Staatspräsident Arturo Frondizi war verhaftet worden.
29. März
Großbritannien 1962 – An Bord eines indischen Frachters hatte die Londoner Hafenpolizei 50 Kilogramm Opium beschlagnahmt.
30. März
Sowjetunion/USA 1962 – In Washington hatte der neue sowjetische Botschafter der Sowjetunion in den Vereinigten Staaten, Anatoli F. Dobrynin, dem US-Präsidenten John F. Kennedy sein Beglaubigungsschreiben überreicht.
30. März
Südkorea 1962 – Die Militärregierung hatte die Namen von 2904 engagierten Personen veröffentlich, denen für sechs Jahre politische Betätigung untersagt worden war.
31. März
Ecuador 1962 – Die Regierung des südamerikanischen Landes in Quito war zurückgetreten. Der Grund war der wachsende Druck durch das Militär. Es hatte den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Kuba gefordert.
31. März
BRD 1962 – In Hamburg erfolgte die Gründung der Deutschen Tropenmedizinischen Gesellschaft. Diese neue Gesellschaft stand in der Tradition der Gesellschaft gleichen Namens, die 1907 gegründet worden war. Diese hatte letztmalig 1936 in der Hansestadt getagt.
31. März
Italien 1962 – Der Landtag der Insel Sizilien hatte mit den Stimmen aller Parteien eine Untersuchung der Verbrecherorganisation Mafia beschlossen.

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