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Gefährliche Weihnachtspost und kein Frieden vielerorts>

Das Jahresende machte mit den gefährlichen Briefbomben-Attentaten weltweit Schlagzeilen. Wichtige Personen und Institutionen, die Weihnachtspost bekamen, lebten sehr gefährlich. Die Natur hatte ebenfalls mit massiver Gewalt wieder einmal auf sich aufmerksam gemacht und den Iran in der Gegend um die Stadt Bam schwer und verheerend erschüttert. Tausende hatten diese Katastrophe nicht überlebt. Genauso mussten Israelis und Palästinenser den Unfrieden im Nahen Osten mit ihrem Leben bezahlen, der aber keinesfalls naturgegeben war. Dass die deutsche Gesundheitsministerin eine Abgabepauschale für kinderlose Menschen und Paare einforderte, war ein ärgerliches Weihnachtsgeschenk. Es wirkte mehr wie eine Strafe für die Betroffenen, dass diese damit Steuerlöcher stopfen sollten. Die Freude auf das nächste Jahr konnte dem Normal-Bürger dabei fast vergehen.
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Januar 2004 >>

Wichtige Ereignisse im Dezember 2003
1. Dezember
Bereits zum fünften Mal bereiste der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder die Volksrepublik China.
1. Dezember
Die UNO stellte am heutigen Welt-AIDS-Tag ein Hilfsprogramm vor, das in den nächsten Jahren etwa drei Millionen HIV-Infizierten in der Dritten Welt Zugang zu Medikamenten verschaffen soll.
1. Dezember
Bei einer Feierstunde in Genf (Schweiz) wurde die Arbeit der „Genfer Initiative“ offiziell abgeschlossen.
2. Dezember
Das Element Darmstadtium (Ds) wurde offiziell auf diese Bezeichnung getauft. Es hat die Ordnungszahl 110.
2. Dezember
Die Volksrepublik China zeigte großes Interesse, das Hanauer Brennelementewerk für etwa 50 Millionen Euro zu kaufen. Vom deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder wurde dieser Verkauf befürwortet. Zugleich forderte er, das Waffenembargo gegen China aufzuheben.
3. Dezember
Zu seinem ersten Flug startete das zweistrahlige Geschäftsreiseflugzeug Honda HA-420.
3. Dezember
In den Niederlanden wurde der Christdemokrat Bernard Bot als Außenminister vereidigt. Er trat die Nachfolge von Jaap de Hoop Scheffler an, der zu Beginn des Jahres 2004 den Posten des NATO-Generalsekretärs antreten würde.
4. Dezember
Im Stahlstreit mit der Europäischen Union lenkte der US-amerikanische Präsident George W. Bush ein. Er hob die 2002 eingeführten Schutzzölle auf Stahlprodukte auf. Die EU verzichtete im Gegenzug auf die angekündigten Strafzölle auf US-Produkte.
4. Dezember
Beim Absturz eines Hubschraubers wurde der polnische Ministerpräsident Leszek Miller verletzt.
5. Dezember
Dem Islamistenführer Metin Kaplan, der als Kalif von Köln bekannt geworden war, wurde die Anerkennung als politischer Flüchtling in Deutschland entzogen. Es wurde die Möglichkeit einer Abschiebung in die Türkei geprüft.
5. Dezember
Bei Stawropol in Russland kamen bei einem Bombenanschlag auf einen Zug mindestens 36 Menschen ums Leben.
6. Dezember
im Madison Square Garden in New York (USA) gewann Vitali Klitschko einen Boxkampf gegen Kirk Johnson durch ein technisches K.o.
6. Dezember
Der Parteigründer Ronald Schill wurde vom Bundesvorstand der Partei Rechtsstaatlicher Offensive als Hamburger Landesvorsitzender abgelöst. Der Beschluss wurde von Schill nicht anerkannt.
7. Dezember
ZWEITER ADVENT
7. Dezember
In Russland wurden Wahlen Parlamentswahlen (Duma) abgehalten. Stärkste Kraft wurde das Parteienbündnis „Einiges Russland“, es erreichte 37,1 Prozent der Stimmen. Die Kommunistische Partei erhielt 12,7 Prozent. Die Liberaldemokratische Partei Rodina (Heimat) verbuchte 11,6 Prozent. Die Parteien Jabloko und Union Rechter Kräfte (SPS) erreichten die 5-Prozent-Hürde nicht. Das Wahlergebnis stärkte Waldimir Putin massiv. Seine Kreml-Regierung bestand aus „Einiges Russland“, LDPR und Rodina. Nach Beobachtern der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) sei die Wahl „zu 95 %“ (so Rita Süssmuth) einwandfrei abgelaufen. Allerdings seien Staatsapparat und Massenmedien zu sehr für die Unterstützung der Regierungspartei eingesetzt worden.
8. Dezember
Simbabwe trat aus dem Britischen Commonwealth aus. Das erklärte der Präsident des Landes Robert Mugabe.
8. Dezember
Bei einem Unfall mit dem Quad auf seinem Anwesen in Buckinghamshire (Südengland) war der Rockstar Ozzy Osbourne schwer verletzt worden. Er hatte sich das Schlüsselbein und acht Rippen gebrochen. Ein Nackenwirbel war angebrochen worden. Seine Mediensprecherin ließ verlauten, dass die Verletzungen nicht lebensgefährlich seien. Der 55-jährige Rockstar hatte sich in einem Spital in England sofort einer Notoperation unterziehen müssen.
8. Dezember
Der kubanische Musiker Rubén Ganzález starb an den Folgen einer schweren Arthrose in Havanna. González, der als Legende der kubanischen Musik galt, war am 26. Mai 1919 in Santa Clara (Kuba) geboren worden.
9. Dezember
Nach etwas mehr als zwei Jahren scheiterte der Hamburger Senat. Er hatte aus CDU, FDP und der Partei Rechtsstaatlicher Offensive bestanden. Diese Regierungskoalition wurde von Hamburgs Erstem Bürgermeister Ole von Beust aufgelöst. Es wurden Neuwahlen angesetzt.
9. Dezember
Im Zentrum der russischen Hauptstadt Moskau starben fünf Menschen bei einem Selbstmordattentat. Zehn Menschen erlitten Verletzungen. Eine oder zwei tschetschenische Frauen hatten sich in der Nähe des Kreml in die Luft gesprengt.
9. Dezember
Die japanische Marsmission war gescheitert. Wegen eines kaputten Schaltkreises an der Raumsonde „Nozomi“ konnte diese nicht in den Marsorbit eintreten.
10. Dezember
In der Schweiz wurde die so genannte Zauberformel gesprengt. Diese parteipolitische Zusammensetzung war 1959 zustande gekommen. Die siebenköpfige Schweizer Landesregierung (Bundesrat) war wegen ihrer 2:2:2:1-Formel so benannt worden. Die SVP (Schweizerische Volkspartei) erhielt einen zweiten Sitz. Christoph Blocher (SVP) und Hans-Rudolf Merz (FDP) wurden in den Bundesrat gewählt. Damit hatte sich diese Zauberformel aufgelöst.
10. Dezember
In den Schweizer Städten Bern, Zürich und Genf fanden spontane Protestdemonstrationen von Frauen und Jugendlichen statt, die sich gegen die neue Regierung richteten. Das Bundeshaus und die umliegenden Gebäude waren von der Polizei abgeriegelt worden. Die Demonstrationen blieben friedlich.
10. Dezember
Ein grundsätzlicher Schadensersatzanspruch des Medienunternehmers Leo Kirch gegen die Deutsche Bank wurde vom Oberlandesgericht München bestätigt. Der Chef der Deutschen Bank, Rolf-E. Breuer hatte im Februar 2002 in einem TV-Interview das Bankgeheimnis verletzt, in dem er über die finanzielle Situation des angeschlagenen Kirch-Konzerns gesprochen hatte. Über die Höhe des Schadenersatzes soll in weiteren Prozessen verhandelt werden.
10. Dezember
Zwischen Russland und Deutschland war ein Abkommen über Reiseerleichterungen geschlossen worden.
10. Dezember
Als offizieller Nachfolger des Fußballvereins VfB Leipzig wurde der 1. FC Lokomotive Leipzig gegründet.
11. Dezember
Der Marokkaner Abdelghani Mzoudi musste in Hamburg aus der Haft entlassen werden, weil ihm eine Beteiligung an den Anschlägen vom 11. Dezember 2001 nicht einwandfrei nachgewiesen werden konnte. Damit war der Hamburger Terroristenprozess gescheitert.
12. Dezember
In Kanada wurde Paul Martin Premierminister des Landes.
12. Dezember
San Marino, die älteste bestehende Republik der Welt und als Enklave vollständig von Italien eingeschlossen, bekam eine neue Regierung.
12. Dezember
In Großbritannien wurde Mick Jagger von Prinz Charles zum Ritter geschlagen. Die Ehrung erhielt er für seine „Verdienste um die populäre Musik“. Jagger durfte von nun an den Adelstitel „Sir“ tragen.
12. Dezember
In Cleveland (US-Bundesstaat Ohio) starb der ehemalige Präsident von Aserbaidschan, Heydär Äliyev in einer Herzklinik. Er war am 10. Mai 1923 in Nachitschewan (Aserbaidschan) geboren worden.
13. Dezember
In der irakischen Stadt Tikrit wurde der ehemalige Präsident des Iraks, Saddam Hussein, bei einer nächtlichen Razzia festgenommen. Das erklärten der britische Premierminister Tony Blair und ein Sprecher des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums. Die Identität von Saddam Hussein soll bereits mittels eines DANN-Tests überprüft worden sein.
13. Dezember
Etwa 15.000 Menschen demonstrierten in der Schweizer Hauptstadt Bern gegen die Ergebnisse der Bundesratswahlen am 10. Dezember, bei der die so genannte Zauberformel gesprengt worden war.
13. Dezember
In der deutschen Hauptstadt und in anderen Städten des Landes gingen rund 50.000 Menschen auf die Straße, um gegen den zunehmenden Bildungs- und Sozialabbau zu protestieren.
13. Dezember
In Brüssel (Belgien) scheiterte der EU-Gipfel zur europäischen Verfassung. Es kam keine Einigung über die zukünftige Stimmenverteilung zustande. Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Italien hätten eine Verteilung nach der Bevölkerung bevorzugt, Spanien und Portugal hielten an der Verteilung des EU-Gipfels von Nizza fest, die ihnen einen höheren Einfluss sicherte. Der Verfassungsvorschlag des Konvents trat vorläufig nicht in Kraft.
14. Dezember
DRITTER ADVENT
14. Dezember
Die neue Departementsverteilung im Schweizer Bundesrat stand nun fest: Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement erhielt Christoph Blocher. Hans-Rudolf Merz übernahm das Eidgenössische Finanzdepartement. Die übrigen Mitglieder behielten ihre jeweiligen Departements.
14. Dezember
In Nordzypern erreichten bei der Parlamentswahl die Opposition und die Regierung jeweils 25 Sitze im Parlament. Im Falle eines Wahlsieges hatte die Opposition neue Verhandlungen mit dem Ziel einer Wiedervereinigung Zyperns versprochen.
14. Dezember
Für das Ballungszentrum Heidelberg/Mannheim/Ludwigshafen brach mit der Inbetriebnahme der S-Bahn RheinNeckar eine neues Zeitalter an. Auf vier S-Bahnlinien würde man jetzt bequem von Kaiserslautern nach Osterburken und von Speyer nach Karlsruhe (via Bruchsal) gelangen.
15. Dezember
In der thailändischen Hauptstadt Bangkok fand ein internationales Forum zum Thema Myanmar statt.
15. Dezember
Nach Aufständen in irakischen Stadt Samarra töten US-Soldaten elf Menschen. Eigenen Angaben zufolge war die Patrouille mit schwerem Gewehrfeuer beschossen worden.
15. Dezember
Nach nächtlichen Verhandlungen im Vermittlungsausschuss zwischen Bundestag und Bundesrat wurde am Morgen ein Kompromiss bekannt gegeben: Die Steuerreform würde in verringertem Umfang realisiert werden. Bei den anderen Reformvorschlägen war man sich ebenfalls einig geworden.
16. Dezember
Die Bemühungen des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, einen weiteren Ausbau seines Medienkonzerns staatlich zu ermöglichen, scheiterten an der Weigerung des Staatspräsidenten Italiens, Carlo Azeglio Ciampi, seine Unterschrift unter ein neues Mediengesetz zu setzen.
16. Dezember
Der UN-Generalsekretär Kofi Annan setzte sich für ein faires Gerichtsverfahren gegen den einstigen irakischen Diktator Saddam Hussein ein.
16. Dezember
In Afghanistan setzte sich der Präsident des Landes, Hamid Karsai für die Bekämpfung der Korruption ein. Er beabsichtigte, eine Aufsichtsbehörde zu gründen. Während der Ratsversammlung Loja Dschirga schlugen in Kabul (Hauptstadt Afghanistans) drei Raketen ein. Es gab keine Verletzten.
16. Dezember
In Hannover (Niedersachsen) beschloss der Bundesvorstand der Partei Rechtsstaatlicher Offensive (Schill-Partei) den Ausschluss des Gründers und Namensgebers Ronald Schill.
17. Dezember
In der irakischen Hauptstadt Bagdad kamen bei einem Anschlag durch die Explosion eines Tanklastwagens im Arbeiterviertel El Bajaa 17 Menschen ums Leben. Viele weitere Personen wurden verletzt.
17. Dezember
Vom französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac wurde ein umfassendes Gesetz zum Verbot von Kopftüchern und anderen religiösen Symbolen in Schulen angekündigt.
17. Dezember
In einem TV-Interview sagte der US-Präsident George W. Bush, seiner Ansicht nach, verdiene der ehemalige Präsident des Iraks, Saddam Hussein, die Todesstrafe. Die Verhöre des Ex-Diktators durch die CIA hatten bereits begonnen.
17. Dezember
In der griechischen Hauptstadt Athen hatte ein Gericht den 59-jährigen Chef der linksgerichteten griechischen Untergrundorganisation „17. November“, Alexandros Giotopoulos, zu 21 Mal lebenslanger Haft verurteilt.
17. Dezember
Der Vermittlungsausschuss hatte sich auf das vorgeschlagene, verminderte Reformpaket geeinigt. Allerdings müssten die Steuerentlastungen zu 30 % durch Kredite finanziert werden.
18. Dezember
Die Version 2.6 von Linux-Kernel wurde offiziell freigegeben.
18. Dezember
Über spektakuläre Funde aus der Eiszeit, die von Tübinger Wissenschaftlern in der Schwäbischen Alb gemacht worden waren, berichtet die Zeitschrift „Nature“. Es handelte sich bei den Funden um aus Mammut-Elfenbein angefertigte Figuren eines Wasservogels, eines Pferdekopfes und eines Löwenmenschen. Die Figuren zählen zu den ältesten Kunstwerken der Menschheit.
18. Dezember
In Wien wurde vom Iran in Anwesenheit von Mohammed el-Baradei, dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO), ein Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet. Es gab den UN-Inspektoren freie Hand für Kontrollen im Iran.
18. Dezember
Gegen den amtierenden Präsidenten von Litauen, Rolandas Paksas, war vom Parlament des Landes ein Verfahren zur Amtsenthebung eingeleitet worden.
18. Dezember
Roland Schill, der aus der von ihm gegründeten Schill-Partei (Partei Rechtsstaatlicher Offensive) ausgeschlossen worden war, gründete eine neue Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft. Zusammen mit fünf anderen Schill-Abgeordneten hatte er die Mehrheit der Mitte-Rechts-Koalition gekippt. Den Vorsitz der neuen Roland-Schill-Fraktion übernahm die ehemalige Lebensgefährtin Schills, Katrin Freund.
18. Dezember
Der einstige Staats- und Parteichef der DDR, Egon Krenz, wurde vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen.
19. Dezember
Der Bundestag hatte über die umstrittene Steuerreform abgestimmt und sie mit den Stimmen der Regierungskoalition und der Opposition angenommen. Der Haushaltsentwurf 2004 wurde im Bundestag abgelehnt.
19. Dezember
In den Niederlanden wurde die Tauschbörse Kazaa für legal erklärt. In der Begründung hieß es, dass die Umgehung der Urheberrechte nur die Benutzer stattfinden würde, nicht aber durch die Software.
19. Dezember
Das Mars-Landegerät „Beagle 2“ hatte erfolgreich von der Mars-Express-Muttersonde abgekoppelt. Es näherte sich nun der Oberfläche des Planeten.
19. Dezember
In den Vereinigten Staaten entschied das Berufungsgericht in einem Urteil, dass den als „Feindliche Kämpfer“ inhaftierten Kriegsgefangenen in Guantánamo Zugang zu Anwälten und US-Gerichten gewährt werden müsse.
20. Dezember
Freie und demokratische Wahlen wurden im Abkommen von Moroni (Hauptstadt der Komoren) festgeschrieben.
20. Dezember
In der Ostseehalle in Kiel gewann Wladimir Klitschko einen Boxkampf gegen Danell Nicholson durch ein technisches K.o.
20. Dezember
Die Regierung Libyens unter Staatspräsident Muammar al-Gaddafi erklärte, sie wolle alle Programme zur Entwicklung von ABC-Waffen stoppen. Damit wolle das Land die Beziehungen mit der restlichen Welt verbessern.
20. Dezember
Bei einem Busunglück am französisch-belgischen Grenzübergang Hensies (Belgien) kamen elf Menschen ums Leben.
20. Dezember
Die US-Regierung unter George W. Bush sah auch nach einer Entscheidung eines US-Berufungsgerichts keine Veranlassung, ihre umstrittene Praxis in Guantánamo zu ändern.
20. Dezember
Überraschend hatte der spanische Ministerpräsident José Maria Aznar seinen Truppen im Irak einen Besuch abgestattet.
20. Dezember
Auf den Komoren unterzeichneten die sich im Bürgerkrieg befindlichen, verfeindeten Parteien das Abkommen von Moroni. Es sah Wahlen für April 2004 vor.
21. Dezember
VIERTER ADVENT
21. Dezember
Als Sportler des Jahres wurde der Radrennfahrer Jan Ullrich gewählt. Bei den Frauen war es die Schwimmerin Hannah Stockbauer, die Mannschaftsehrung bekam die Fußball-Nationalmannschaft der Frauen.
21. Dezember
Die Regierung des Sudan und die Rebellen im Süden des Landes konnten sich auf eine Verteilung der Erdöl-Einnahmen bei Gesprächen im Nachbarland Kenia einigen. Damit war ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum Frieden gemacht worden.
21. Dezember
Auf dem Inselstaat Philippinen kamen bei schweren Unwettern mindestens 200 Menschen ums Leben.
21. Dezember
Vor der Küste der griechischen Insel Rhodos sank ein mit 60 Personen besetztes Flüchtlingsboot. Ein Insasse überlebte das Unglück. Die Flüchtlinge waren aus dem Irak, aus Jordanien und aus Afghanistan gekommen.
22. Dezember
Das Bankhaus Löbbecke wurde zu 100 Prozent eine Tochter der M.M.Warburg & Co.
22. Dezember
In Danbury (US-Bundesstaat Wisconsin) starb der US-amerikanische Country-Sänger Dave Dudley. Er war am 3. Mai 1928 in Spencer (US-Bundesstaat Wisconsin) geboren worden.
22. Dezember
In einem offenen Brief an Regierungschef Ariel Scharon protestierten 13 israelische Elitesoldaten gegen die Einsätze im Palästinensergebiet. Den Soldaten drohte jetzt der Rauswurf aus der Armee.
22. Dezember
Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen begann in Belgrad (Serbien) der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder des ehemaligen serbischen Staatspräsidenten Zoran Ðinđić, der am 12. März 2003 ermordet worden war.
22. Dezember
Der ägyptische Außenminister Ahmed Maher wurde bei einem Besuch in Israel von palästinensischen Extremisten auf dem Tempelberg angegriffen.
22. Dezember
Angaben der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) zufolge, hatte sich die libysche Regierung bereit erklärt, den Atomwaffensperrvertrag zu unterzeichnen und Inspektionen in ihrem Land zu erlauben.
22. Dezember
Zum ersten Mal in Deutschland war mit der Band „Landser“ eine Neonaziband als kriminelle Vereinigung eingestuft worden. Die Band-Mitglieder wurden zu Haft- und Bewährungsstrafen verurteilt.
23. Dezember
In Kroatien wurde Ivo Sanader zum Regierungschef des Landes.
23. Dezember
Im Flüchtlingslager Rafah (Gaza-Streifen) starben bei einem Militäreinsatz durch die israelische Armee acht Palästinenser. Zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt.
23. Dezember
In der Nähe der Unglücksstelle des am Samstag am französisch-belgischen Grenzübergang verunglückten Busses fand eine stille Trauerfeier der Angehörigen der Opfer statt.
23. Dezember
Die kalifornische Kleinstadt Cambria war das Epizentrums eines verheerenden Erdbebens. Zwei Frauen in Paso Robles kamen dabei ums Leben.
23. Dezember
Zum ersten Mal wurde bei einer Kuh in den USA BSE festgestellt.
23. Dezember
In vielen Gegenden Deutschlands führte der überraschende Wintereinbruch zum Verkehrschaos und verursachte Hunderte von Verkehrsunfällen.
24. Dezember
HEILIGABEND
24. Dezember
Im Irak kamen erneut zahlreiche Menschen bei Attentaten ums Leben. Allein vier Menschen starben bei einem Selbstmordattentat in der irakischen Stadt Arbil. Drei US-Soldaten starben bei einer Explosion in Bagdad. Eine Rakete verfehlte nur knapp das Sheraton Hotel in der irakischen Hauptstadt.
24. Dezember
Die gestrige Militäraktion im Flüchtlingslager Rafah (Gaza-Streifen) durch israelische Soldaten scheiterten die Gespräche der Palästinenserführung mit der israelischen Regierung. Seitens der Palästinenser wurde das Treffen abgesagt, nachdem bei dem Einsatz neun Menschen gestorben waren.
24. Dezember
Am zweitgrößten Bahnhof der spanischen Hauptstadt Madrid konnte ein Attentat der Befreiungsarmee ETA verhindert werden.
24. Dezember
Bei dem TV-Sender Sat.1. beendete der Entertainer Harald Schmidt seine letzte Ausgabe seiner gleichnamigen Show.
24. Dezember
Von der Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt wurde eine pauschale Abgabe für „Nichterziehende“ und „Kinderlose“ zur Entlastung der Pflegeversicherung gefordert.
24. Dezember
Nach Polizeiangaben in Baden-Württemberg gelang es, einen großen Schlag gegen den internationalen Drogenhandel zu führen. Mehrere Hundert Kilo Rauschgift waren beschlagnahmt worden. Es liefen Ermittlungen gegen 131 Tatverdächtige.
25. Dezember
ERSTER WEIHNACHTSFEIERTAG
25. Dezember
Die Raumsonde „Mars Express“ trat in eine Umlaufbahn um den Mars ein. Ob ein Landeversuch des europäischen Roboters „Beagle 2“ auf der Oberfläche geglückt war, blieb unbekannt.
25. Dezember
Vor zwei Tagen war es zu einem folgenschweren Unfall bei Bohrarbeiten an einem Erdgasfeld in der chinesischen Provinz Kaixan gekommen. Innerhalb von zwei Tagen starben 191 Menschen. Weitere 4.000 bis 5.000 Bauern der Region erlitten teils schwere Vergiftungen.
25. Dezember
Innerhalb von nur zwei Wochen entging der pakistanische Staatspräsident Pervez Musharraf knapp einem Attentat. Die Explosion ereignete sich nahe der pakistanischen Hauptstadt Islamabad.
25. Dezember
In der irakischen Hauptstadt und in anderen Städten des Landes riss mit einer Serie von Anschlägen die Gewalt nicht ab. Heute explodierte eine Granate im Sheraton Hotel in Bagdad. Es gab keine Verwundeten. Ein Selbstmordattentat in der kurdischen Arbil forderte jedoch vier Todesopfer. Bei einem Bombenanschlag in der Nähe der Hauptstadt kamen drei US-Soldaten ums Leben.
25. Dezember
Mindestens drei Menschen wurden bei dem ersten Selbstmordattentat seit zwei Monaten in Tel Aviv (Israel) getötet. Der Anschlag ereignete sich an einer Bushaltestelle.
25. Dezember
Bei einem Flugzeugabsturz in Benin (Westafrika) starben 60 Menschen. Aufgrund eines Fahrwerk-Problems war die Boeing 727 mit dem Ziel Beirut kurz nach dem Start abgestürzt.
26. Dezember
ZWEITER WEIHNACHTSFEIERTAG
26. Dezember
In der Südost-Provinz Kerman (Iran) wurde die Stadt Bam zu etwa 60 Prozent bei einem schweren Erdbeben der Stärke 6,6 bis 6,8 auf der Richter-Skala zerstört. Es wurden etwa 30.000 bis 60.000 Menschen Opfer der Katastrophe. Das historische Zentrum und die Zitadelle der Stadt wurden ebenfalls Opfer des Bebens.
26. Dezember
Nach den fünf Opfern des gestrigen Selbstmordattentates und der zeitgleichen Tötung zweier Dschihad-Führer, drohten sowohl die israelische Führung als auch die Palästinenser mit Vergeltung.
26. Dezember
Nach neunmonatiger Zwangspause ging das drittälteste Kernkraftwerk im Biblis (Hessen) wieder ans Netz. Ein Fehler im Kühlsystem war der Grund für die zwangsweise Pause.
26. Dezember
Es gab noch keine Signale von der Marssonde „Beagle 2“. Sie hatte bereits gestern auf der Marsoberfläche landen sollen.
27. Dezember
Irakische Untergrundkämpfer verübten erneut mehrere Anschläge, bei denen mehrere Menschen getötet worden waren. Unter den Todesopfern befanden sich auch sechs Soldaten der internationalen Truppe im Irak.
27. Dezember
Durch ein an ihn gesandtes Paket wurde ein Anschlag auf den EU-Kommissar Romano Prodi verübt, den der Italiener aber überlebte. Eine Gruppe namens „Informeller Anarchistischer Bund“ bekannte sich zu dem Anschlag, kündigte noch weitere Anschlagsversuche an.
27. Dezember
In China konnte der Giftgas-Ausstoß aus einer Erdgasquelle gestoppt werden. Es waren bereits 198 Menschen dadurch ums Leben gekommen. Mehr als 7.000 Personen hatten Vergiftungen erlitten.
27. Dezember
In Nablus (Palästinensisches Autonomiegebiet) kam bei einer erneuten Aktion des israelischen Militärs ein Palästinenser ums Leben. Die Regierung kündigte eine Verschärfung der militärischen Aktionen an, nachdem zwei Tage zuvor ein Selbstmordattentäter in Tel Aviv (Israel) mehrere Menschen umgebracht hatte.
28. Dezember
Weitere Überlebende der Erdbeben-Katastrophe in Bam (Iran) zu finden, wurde immer hoffnungsloser. Beinahe 15.000 Leichen waren in den vergangenen 72 Stunden geborgen worden. Nur etwa 1.000 Menschen waren lebend gefunden worden.
28. Dezember
Aus den Parlamentswahlen in Serbien ging die ultranationalistische Partei SRS des Kriegsverbrechers Vojislav Šešelji mit 27% der Stimmen als stärkste Partei hervor. Die bisherige Regierungspartei des ermordeten Zoran Ðinđić belegte nur den dritten Platz. Die SRS würde aber in Ermangelung eines Koalitionspartners keine Regierung bilden können. Die Demokraten würden diesbezüglich auch Probleme haben.
28. Dezember
Die Präsidentenwahl in Guatemala gewann der rechtskonservative Ex-Bürgermeister der Hauptstadt Guatemala-Stadt, Óscar Berger Perdomo, der Parteienkoalition „Große Nationalallianz“ (GANA). Er erreichte 55 Prozent der Stimmen. Er bot seinem Gegenkandidaten, dem Textilunternehmer Alvaro Comon der Partei „Nationale Einheit der Hoffnung“ (UNE) die Regierungsmitarbeit an.
28. Dezember
Offiziellen Angaben zufolge hatten die ersten Kontrolleure der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) ihre Arbeit in Libyen begonnen. Heute traf der Leiter der Behörde, Mohammed el-Baradei mit einer Expertengruppe mit dem Vize-Regierungschef und Atombeauftragten in Libyen, Matuk Mohammed Matuk, zusammen.
28. Dezember
Bei einem Attentat in der afghanischen Stadt Khwaja westlich des Flughafens der Hauptstadt Kabul kamen mindestens sechs Menschen ums Leben. Unter ihnen waren wahrscheinlich auch Angehörige der afghanischen Geheimpolizei.
28. Dezember
Drei entführte Fahrradtouristen aus Deutschland und Irland wurden Lösegeld-Zahlung im Iran befreit worden. Sie waren in der Provinz Sistan-Belutschistan zwischen Bam und Sahedan entführt worden.
29. Dezember
Der Apostolische Nuntius in Burundi, Michael Courtney, wurde unter ungeklärten Umständen auf dem Rückweg von einer Beerdigung in der Hauptstadt des Landes Bujumbura ermordet.
29. Dezember
Es konnte in Frankfurt am Main eine Briefbombe an den Vorsitzenden der Europäischen Zentralbank Jean-Claude Trichet abgefangen werden. Es wurde ein Zusammenhang mit der Bombe an Romano Prodi geprüft, an den tags zuvor eine geschickt worden war.
29. Dezember
In Den Haag (Niederlande) konnte gleichfalls ein Briefbomben-Attentat bei der europäischen Polizei Europol vereitelt werden.
29. Dezember
International wurde der Wahlsieg der ultranationalistischen Partei SRS des Kriegsverbrechers Vojislav Šešelji in Serbien mit großer Sorge betrachtet. Die serbische Regierung würde aber wahrscheinlich in der Hand der Demokraten bleiben. Allerdings wäre dafür ein Bündnis aller demokratischen Parteien im Land die Voraussetzung dafür.
29. Dezember
Der russische Präsident Wladimir Putin warb bei der ersten Sitzung der Duma in der Hauptstadt Moskau für die Reformen seiner Regierung. Die Regierungspartei „Einiges Russland“ stellte in der Regierung eine Zweidrittelmehrheit und kann Verfassungsänderungen ohnehin ziemlich problemlos durchsetzen.
29. Dezember
Von der US-Regierung wurde eine Direktive erlassen, nach der ausländische Fluggesellschaften, die die Vereinigten Staaten anfliegen oder sie überfliegen auf Anordnung der Regierung bewaffnete Begleiter, so genannte Sky-Marshals, an Bord nehmen müssen. Gegen den Erlass kam ein erster Protest von British Airways.
29. Dezember
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Wolfgang Huber, hat sich gegen das Kopftuch-Verbot ausgesprochen und in diesem Zusammenhang die Gleichstellung religiöser Symbole mit politischen Einstellungen verurteilt.
30. Dezember
In Den Haag (Niederlande) war wieder eine Briefbombe abgefangen worden. Sie war an die europäische Einrichtung Eurojust adressiert gewesen. Ein Zusammenhang mit den Briefen an Romano Prodi, Jean-Claude Trichet und die Europol-Zentrale wurden auch hier angenommen.
30. Dezember
Erstmals räumte der ehemalige Staatschef der Roten Khmer in Kambodscha, Khiue Samphan, Völkermorde im Auftrag der Regierung von 1975 bis 1979 ein. Er wolle sich für diese Verbrechen einem Tribunal der Vereinten Nationen stellen. Zugleich bestritt er jedoch, jemals selbst einen Befehl zum Morden gegeben zu haben.
30. Dezember
Auf das Bundeswehr-Krankenhaus in Hamburg sollte offenbar ein Terroranschlag von der islamistischen Gruppe Ansar el Islam verübt werden. Anderen Quellen zufolge wurde vermutet, dass es sich um eine Verwechslung mit Homburg (Saarland) gehandelt haben könnte, denn im dortigen Krankenhaus wurden US-Soldaten behandelt. Möglicherweise könnte es sich um einen Fehler in der Nachrichtenübertragung gehandelt haben.
30. Dezember
Das Mutterschiff (der Mars-Express Orbiter) der Marssonde „Beagle 2“ wollten Raumfahrtenexperten des ESA-Kontrollzentrums für die Suche nach der verschollenen Sonde nutzen.
31. Dezember
Obwohl die offizielle Suche seit gestern eingestellt worden war, konnten heute, fünf Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Bam (Iran), noch fünf Menschen aus den Trümmern gerettet werden.
31. Dezember
In der britischen Hauptstadt London ernannte Königin Elisabeth II. eine der wichtigsten Personen in der Entwicklung des frühen World Wide Web, Tim Berners-Lee, zum Knight Commander des „Order of the British Empire“.
31. Dezember
Fünf Menschen kamen in der irakischen Hauptstadt Bagdad durch einen Autobombe bei einem erneuten Attentat ums Leben. Mindestens 20 weitere Menschen erlitten Verletzungen.
31. Dezember
Aufgrund der Serie versuchter Briefbombenattentate der letzten Tage stellte die italienische Post die Lieferung von Briefen und Paketen an die EU ein.
31. Dezember
Wegen einer Terrorwarnung gegen das Hamburger Krankenhaus der Bundeswehr und der deshalb eingeleiteten massiven Sicherheitsvorkehrungen hagelte es nun Kritik aus Berlin. Innenminister Otto Schily kritisierte die überzogenen Maßnahmen und sprach von einer Gefährdung der Ermittlungsarbeiten durch die frühe Veröffentlichung.
31. Dezember
SILVESTER
31. Dezember
Die Amtszeit des NATO-Generalsekretärs George Robertson in Brüssel (Belgien) endete mit dem heutigen Tag.
31. Dezember
Der erfolgreiche Silvester-Sketch „Dinner für One“ feierte heute sein 40-jähriges Fernsehjubiläum.
Dezember 2003 in den Nachrichten
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