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Ozzy Osbourne Lebenslauf

Da gab es doch einmal diesen verrückten Musiker, von dem es hieß, er hätte einer lebendigen Fledermaus den Kopf abgebissen. Die einen behaupteten, das Biest wäre nur aus Gummi gewesen und das Ganze eine provokante Imagemache, andere schworen darauf, dass die Fledermaus echt war, und auch Ozzy Osbourne, der Beißer selbst, gab hinterher an, er hätte nicht gewusst, dass das Tier aus Fleisch und Blut war und wäre davon ausgegangen, es würde sich um eine Attrappe handeln. Als er seinen Irrtum bemerkte, wollte er das zappelnde Tier aus dem Mund reißen und biss ihm dabei den Kopf versehentlich ab. Sogar zum Arzt eilte er danach, um sich eine Spritze gegen Tollwut verabreichen zu lassen, was bewies, dass der „Bad Boy“ nicht ganz so abgebrüht war, wie es die eingefleischten Fans gerne hätten.
Die Aktion jedenfalls erregte Aufsehen und prägte den Ruf des skandalumwitterten Rockers, der 1982 eines seiner berüchtigten Solo-Konzerte gab und später auch „Godfather of Metal“ oder „Prince of Darkness“ genannt wurde.
Durch die Heirat mit seiner Frau Sharon, die auch als seine Managerin tätig war, folgte die Gründung des „Ozzfests“, das mit dazu beitrug, dass Ozzy Osbourne sehr schnell berühmt wurde und das auch in der Zeit, in der er nicht zur Band „Black Sabbath" gehörte. Nicht nur die Musik, auch die vielen Exzesse führten zu einem Musikerleben voller Höhen und Tiefen, mit häufigen Abstürzen und Aufenthalten in Entzugskliniken. Riesenerfolge feierte Ozzy mit Songs wie „Crazy Train“ oder „Goodbye To Romance“. Während er aufgrund der Fledermaus-Aktion Hausverbot bei CBS erhielt, war das Album „Blizzard Of Ozz“ schon wenige Tage danach ein großer Hit.
Ozzy, der eigentlich John Michael Osbourne hieß, wurde am 3. Dezember 1948 in Birmingham in armen Verhältnissen geboren und hatte, bevor er sich der Musik widmete, bereits einige Jugendhaftstrafen hinter sich. Er arbeitete u. a. als Klempner, Schlachter und als Gehilfe in einem Bestattungsinstitut, versuchte sich, da die Bezahlung nicht ausreichte, auch als talentloser Einbrecher und landete umso schneller im Gefängnis. Dort entstand sein Spitzname, den er sich im Knast auf den Arm tätowierte und der von da an unmissverständlich zu ihm gehörte.
Bald darauf gründete er seine erste Band und hielt sich mit kleineren Barauftritten über Wasser. Das Ganze besaß noch nicht die richtige Form, bis er erkannte, dass Menschen, die für schlechte Horrorfilme Eintrittsgeld im Kino bezahlten, auch nichts gegen angsteinflößende Musik haben mussten. Damit war der Grundstein für die Band „Black Sabbath“ gelegt, die über die Jahre einige Veränderungen durchmachte, als eine der bösesten und dämonischsten Gruppen galt und dann auch mehrmals eine Neuauferstehung feierte.
Ozzy war und blieb unberechenbar in seinem Verhalten, sowohl auf als auch hinter der Bühne, was ihn 1979 den ersten Rauswurf bei "Black Sabbath" kostete. Das hinderte ihn allerdings nicht, seine Solokarriere zu starten, wobei ihm wiederum Sharon half, die gleichzeitig auch die Tochter des Managers von „Black Sabbath“ war. Sie fand Osbourne nach dem Rauswurf aufgelöst und kaputt vor und organisierte für ihn einen Auftritt bei CBS.
An Ozzys Seite waren zu jeder Zeit gute Musiker, z. B. der geniale Gitarrist Randy Rhoads. Als dieser für die Tour 1982 im Flugzeug mitflog, während Ozzy im Tourbus darunter saß, streifte der Pilot bei einem Tiefflug den Bus, verlor einen Flügel und stürzte ab. Rhoads starb bei diesem Unglück, während Osbourne im Bus keine Verletzungen davontrug. Andere Gitarristen waren dann Jake E. Lee und Zakk Wylde, die ihren Job ganz gut machten, z. B. auf der Platte „No More Tears“.
Osbourne reflektierte später häufiger über die eigenen Auftritte und Erlebnisse, gab in Interviews an, er hätte sein Leben in Suff und Rausch verbracht und würde sich nur an wenig erinnern. Die Auswirkungen zeigten sich dann auch in extremer Form, als der Musiker mit den ersten Anzeichen einer Nervenkrankheit zu kämpfen hatte. Die vielen Drogen und die etlichen Liter Alkohol führten zu unkontrollierbaren Zuckungen und Gedächtnisschwächen, dass der Verdacht aufkam, der Musiker würde am Parkinson-Syndrom leiden. Ozzys Hirn hatte einiges ertragen müssen. Immer wieder hieß es in den Schlagzeilen, der Musiker sei mit seinem Geländemotorrad gestürzt oder hätte sich bei einem Motorradunfall lebensgefährlich verletzt. Meistens kam Ozzy mit einem blauen Auge davon, musste aber Rippenbrüche und Nackenwirbelverletzungen in Kauf nehmen.
Ruhiger wurde es um Ozzy Osbourne Anfang 2000. Seine Mutter starb, ein weiterer Absturz folgte. Abhilfe schaffte eine Doku-Soap, die das Leben der Familie Osbourne als Reality-Show zeigte. Selbstdarsteller waren neben Sharon und Ozzy auch die beiden Kinder Jack und Kelly. Thematisiert wurden die Probleme der Familie, die Alkoholsucht des Musikers und die Krebserkrankung seiner Frau. Die Tochter Kelly Osbourne, die ebenso wie ihre Schwester Aimee selbst Musik macht,  machte später selbst durch Magersucht und Drogenskandale auf sich aufmerksam und auch die Ehe musste einige Krisen überwinden, einmal wegen dem 2012 erlittenen Alkohol- und Drogenrückfall Osbournes und zum anderen wegen seiner Sexsucht, als sich herausstellte, dass Ozzy auch mit knapp siebzig Jahren noch zum Fremdgehen fähig war.
Die Show „Die Osbournes“ sorgte für ein bombastisches Comeback, wobei Songs wie „Dreamer“ oder „Coming Home“ ganz oben in den Charts landeten. Ozzy trat dann auch in mehreren Talkshows und Serien auf, z. B. in „CSI Las Vegas“, und gab Lebensweisheiten und Ratschläge als „Kummerkastentante“ bei der „Sunday Times“. Seinen Führerschein machte der Altrocker mit 61 Jahren, nachdem er ganze 19 Mal durch die Führerscheinprüfung gefallen war.
Ozzy Osbourne Autogrammadresse
n.n.v.
Osbourne Ozzy Seiten, Steckbrief etc.
n.n.v.
Biografie Ozzy Diskografie
1980 - Blizzard of Ozz
1981 - Diary of a Madman
1983 - Bark at the Moon
1986 - The Ultimate Sin
1988 - No Rest for the Wicked
1991 - No More Tears
1995 - Ozzmosis
2001 - Down to Earth
2005 - Under Cover
2007 - Black Rain
2010 - Scream