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März 1985 - Hoch hinaus und tiefe Erschütterungen

Kalender März 1984
Rüstung und Abrüstung waren immer wieder ein wichtiges Thema, über das Politiker zu diskutieren hatten. Das Thema Weltraum-Rüstung war ein ebenso brennendes Thema, denn es war vorrangig auf der Tagesordnung gewesen, als Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher in die sowjetische Hauptstadt Moskau reiste, um darüber zu debattieren. Dasselbe Anliegen führte ihn weiter nach Finnland und nach Bulgarien. Wie hoch hinaus die Bundesrepublik wollte, würde die Zukunft zeigen. Ganz andere Dinge trugen sich ihn Chile zu. Dort herrschte im doppelten Sinne tiefe Erschütterung. Mehr als einhundert Menschen waren bei einem schweren Erdbeben umgekommen. Tausende wurden verletzt und die Folge der Erderschütterungen waren außerdem etwa 50.000 Obdachlose. Tief erschütternd waren die Nachrichten aus dem Irak. Dort hatte der Iran mit der Bombardierung irakischer Städte begonnen. Der seit 1980 andauernde Golfkrieg hatte damit eine neue schreckliche Dimension erreicht. Dass die DDR immer wieder erschüttert über die große Zahl ihrer Landesflüchtlinge war, war bekannt. Dass die DDR-Presse nun aber von dem angeblichen Rückkehr-Willen von etwa 20.000 DDR-Bürgern in großer Aufmachung zu berichten wusste, war neu. War das zu glauben? Das Ministerium für innerdeutsche Beziehungen in Bonn nahm diese Angaben jedenfalls mit Skepsis zur Kenntnis.
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Wichtige Ereignisse im März 1985

1. März
Uruguay 1985 – Durch die Amtseinführung des im November 1984 gewählten Staatspräsidenten Julio Maria Sanguinetti hatte Uruguay nach fast zwölf Jahren Militärherrschaft wieder eine Zivilregierung.
1. März
Bangladesch 1985 – Das seit 1982 geltende Kriegsrecht in Bangladesch war von Staatschef, General Hussain Muhammed Ershad, verschärft worden. Jede politische Betätigung war vorläufig verboten. Die Wahlen, die für 6. April geplant waren, fanden nicht statt. Stattdessen hatte ein landesweites Referendum, das die Opposition boykottierte, den Staatschef mit offiziell 94 Prozent Ja-Stimmen im Amt bestätigt.
2. März
Uruguay 1985 – In Montevideo, der Hauptstadt von Uruguay, waren US-Außenminister George Shultz und der nicaraguanishe Staatspräsident Daniel Ortega Saavedra zusammengetroffen. Shultz hatte unter anderem den Verzicht auf einen Ausbau der Streitkräfte gefordert. Außerdem sollten die Bindungen zu den sozialistischen Staaten gelöst werden sowie die Fortschritte in der Demokratie. Die beiden Staatsmänner konnten keine Einigung erzielen.
3. März
BRD 1985 – Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher war zu Gesprächen mit dem Hauptthema Weltraumrüstung in die sowjetische Hauptstadt Moskau, anschließend nach Helsinki (Finnland) und dann nach Sofia (Bulgarien) gereist.
3. März
Chile 1985 – In Zentral-Chile hatte sich ein schweres Erdbeben ereignet, bei dem in Valparaiso sowie Santiago de Chile und Umgebung 151 Menschen ums Leben kamen. Weitere 2.000 Menschen wurden verletzt und etwa 50.000 Personen hatten ihr Obdach verloren.
4. März
BRD 1985 – Die Veröffentlichung eines Ende Januar abgeschickten Briefes der beiden Grünen-Bundestagsabgeordneten Christa Nickels und Antje Vollmer, der an fünf im Hungerstreik befindliche RAF-Häftlinge geschickt worden war und in dem ihnen politische Diskussion angeboten wurde, hatte zu Auseinandersetzungen geführt.
4. März
USA/Sudan 1985 – US-Präsident George Bush war zu einem drei Tage dauernden Besuch in den Sudan gereist. Dort hatte er sich über die Lage der äthiopischen Flüchtlinge informiert und die Lieferung von 151.000 Tonnen Nahrungsmitteln zugesichert.
5. März
Großbritannien 1985 – Nach fast einjähriger Dauer war der Streik der britischen Bergarbeiter abgebrochen worden.
5. März
Iran 1985 – Mit der beginnenden Bombardierung irakischer Städte hatte der Iran in dem seit 1980 andauernden Golfkrieg eine neue Stufe der Eskalation eingeleitet.
5. März
BRD 1985 – Das Bundesarbeitsgericht in Kassel hatte aufgrund der Klage einer Druckerei in Speyer gegen eine Arbeitsniederlegung der IG Druck und Papier im Jahr 1981 die Zulässigkeit sogenannter Sympathiestreiks verneint.
6. März
DDR 1985 – In großer Aufmachung hatte die DDR-Presse berichtet, dass angeblich rund 20.000 DDR-Bürger, die in die Bundesrepublik übergesiedelt waren, zurückkehren wollten. Beim Ministerium für innerdeutsche Beziehungen in Bonn waren diese Angaben auf große Skepsis gestoßen.
6. März
Ägypten/Jordanien 1985 – In Hurgada (Ägypten) am Roten Meer waren der ägyptische Präsident Husni Mubarak und der jordanischen König Hussain II. zusammengetroffen. Mubarak hatte die Bildung einer gemeinsamen jordanisch-palästinensischen Delegation bei eventuellen Friedensgesprächen mit Israel angeregt. Das wurde von der israelischen Regierung entschieden abgelehnt.
7. März
BRD 1985 – In Dortmund waren bei einem Bombenanschlag auf ein Kaufhaus zwei Menschen schwer verletzt. Zwei weitere Personen erlitten leichte Verletzungen. Ein 20-jähriger Auszubildender war als Tatverdächtiger festgenommen worden. Er erklärte, dass er die Bomben aus Spaß am Knall gelegt hätte.
7. März
BRD 1985 – Wegen der Diskriminierung ihres Geschlechts bei der Bewerbung um einen Managerposten hatte das Arbeitsgericht in Hamburg der Kauffrau Dorit Harz eine Entschädigung von 15.000 DM zugebilligt.
8. März
BRD 1985 – Das Zweite Deutsche Fernsehen in Mainz hatte bekanntgegeben, dass es ab dem 1. April jeden Abend zum Sendeschluss die Nationalhymne ausstrahlen werde. Ab dem 23. Mai folgte die ARD dieser Aktion.
8. März
Libanon 1985 – In der libanesischen Hauptstadt Beirut wurde auf die Imam-Rida-Moschee ein Bombenanschlag verübt.
8. März
Schweden 1985 – Mit Wirkung vom 13. März hatte die schwedische Regierung einen Preisstopp auf unbestimmte Zeit verhängt. Die Inflationsrate sollte auf diese Weise auf ein Niveau von 3 Prozent gedrückt werden. Die Preissteigerungsrate hatte 1984 noch 8,2 Prozent betragen. Der Preisstopp erwies sich nicht tauglich. Mitte Juni war er zum großen Teil wieder aufgehoben worden.
9. März
Europa 1985 – In Brüssel (Belgien) war der sogenannte Dooge-Bericht vorgelegt worden. Er empfahl eine Regierungskonferenz über die Chancen einer politischen Europäischen Union. Eine weitergehende politische Zusammenarbeit war unter den Ländern der EG noch strittig.
10. März
West-Berlin 1985 – Die Koalition von CDU und FDP unter dem Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen wurde bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus bestätigt. Seit Kriegsende hatte die SPD ihr schlechtestes Ergebnis erzielt.
10. März
BRD 1985 – Die oppositionelle SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine hatte bei den Landtagswahlen im Saarland die absolute Mehrheit erzielt.
10. März
Griechenland 1985 – Nachdem die regierende PASOK-Partei des Ministerpräsidenten Andreas Papandreu einen eigenen Kandidaten für die am 17. und 23. März stattfindende Wahl des Staatsoberhauptes nominiert hatte, war in Athen der Präsident Griechenlands, Konstandinos Karamanlis, zurückgetreten.
10. März
Eiskunstlaufen 1985 – In der japanischen Hauptstadt Tokio hatte die Sowjetunion drei von vier Titel bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften gewonnen. Bei den Damen hatte die DDR-Athletin Katarina Witt den Titel geholt.
11. März
Sowjetunion 1985 – In der UdSSR war Michail S. Gorbatschow zum neuen Generalsekretär der Kommunistischen Partei gewählt worden. Tags zuvor war der sowjetische Staats- und Parteichef Konstantin U. Tschernenko gestorben.
11. März
Indien 1985 – Acht führende Sikhs, die nach dem Sturm auf den Goldenen Tempel in Amritsar im Juni 1984 und der Ermordung der Ministerpräsidentin Indira Gandhi durch zwei Sikh-Leibwächter im Oktober 1984 festgenommen worden waren, hatte die indische Regierung freigelassen. Gegenüber den Sikhs sollte dies eine Geste des guten Willens bekunden.
12. März
USA/UdSSR 1985 – In Genf (Schweiz) hatten die USA und die Sowjetunion ihre Gespräche über eine Begrenzung der atomaren Waffen auf der Erde und im Weltraum begonnen.
12. März
BRD/DDR 1985 – In der sowjetischen Hauptstadt Moskau waren anlässlich der Trauerfeierlichkeiten für Konstantin U. Tschernenko Bundeskanzler Helmut Kohl und der DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker zu Gesprächen zusammengekommen. Sie bekundeten ihren Willen, „gutnachbarliche Beziehungen“ zu pflegen auf der Basis des 1972 geschlossenen Grundlagenvertrages.
12. März
UNO 1985 – Eine einstimmige Resolution zu Südafrika war vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verabschiedet worden. Darin hatte der Sicherheitsrat protestiert gegen die Umsiedlungspolitik der südafrikanischen Behörden. Diese wollte die farbige Bevölkerung in den sogenannten Homelands zusammenfassen.
13. März
BRD 1985 – Wegen Mordes waren in Düsseldorf Adelheid Schulz und Rolf-Clemens Wagner zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Sie waren für schuldig befunden worden, als Mitglieder der RAF an der Tötung des Arbeitgeber-Präsidenten Hanns Martin Schleyer im Herbst 1977 mitgewirkt zu haben.
13. März
BRD 1985 – Der Übernahme der restlichen 50 Prozent an dem Unternehmen Motoren- und Turbinenunion hatte der Aufsichtsrat des Automobilherstellers Daimler-Benz zugestimmt.
14. März
BRD 1985 – Der CDU-Politiker Willi Weiskirch wurde vom Deutschen Bundestag in Bonn zum Wehrbeauftragten des Parlaments gewählt. Er trat die Nachfolge des SPD-Politikers Karl-Wilhelm Berkhan an.
14. März
Fußball 1985 – Im Berufungsverfahren war der Fußball-Bundesligaklub Eintracht Braunschweig gescheitert. Er hatte den Verein nach dem Markennamen des Hauptsponsors in „Sportverein Jägermeister Braunschweig“ umbenennen wollen. Ein Urteil der unteren Instanz war vom Oberlandesgericht Frankfurt am Main bestätigt worden, wonach der DFB derartige Namensänderungen verbieten durfte.
15. März
BRD/DDR 1985 – In Bonn hatten die Vertreter der Postministerien der BRD und der DDR eine Vereinbarung über die Errichtung einer Glasfaserstrecke und einer digitalen Richtfunkverbindung zwischen der BRD und West-Berlin unterzeichnet.
15. März
Belgien 1985 – Gemäß des NATO-Doppelbeschlusses von 1979 hatte die belgische Regierung mit der Aufstellung von US-Marschflugkörpern begonnen. Es waren bereits am Folgetag 16 der insgesamt 48 Cruise-Missiles in Belgien eingetroffen.
15. März
Brasilien 1985 – Mit der Wahl des Präsidenten José Sarney war die Demokratie in Brasilien wieder hergestellt worden. Sarney übernahm zugleich die Amtsgeschäfte des Staatsoberhauptes, weil der gewählte Staatschef Tancredo Neves erkrankt war. Am 21. April starb er.
15. März
Skisport 1985 – Mit einer Weite von 191 m war der Finne Matti Nykänen im jugoslawischen Planica einen Skiflug-Weltrekord gesprungen.
15. März
Boxen 1985 – Durch technischen K. o. konnte der US-Amerikaner Larry Holmes in Las Vegas (US-Bundesstaat Nevada) seinen Weltmeistertitel in der zehnten Runde über den Herausforderer David Bey (USA) verteidigen.
16. März
BRD 1985 – Der frühere CSU-Bundestagsabgeordnete und Gründer der Partei „Die Republikaner“, Franz Handlos, hatte seinen Vorstandskollegen Franz Schönhuber wegen rechtsextremer Tendenzen ausschließen lassen. Ebenso hatte der zum Schönhuber-Flügel gehörende Generalsekretär Eckehard Voigt seine Ämter verloren. Franz Handlos hatte sich nicht durchsetzen können. Er verließ die Partei am 30. März. Die Führung der Partei übernahm Franz Schönhuber.
16. März
Bundesrepublik Deutschland 1985 – Zum Gedenken an den 300. Geburtstag des Komponisten Johann Sebastian Bach am 21. März hatte die ARD live aus West-Berlin in ihrem Abendprogramm die Sendung „Bach nach acht“ ausgestrahlt.
17. März
Ecuador 1985 – Die Regierung von Ecuador sah sich gezwungen, für die Galápagos-Inseln den Notstand auszurufen. Seit drei Wochen wütete dort ein Feuer.
17. März
Frankreich 1985 – Die konservativen und liberalen Parteien konnten beim zweiten Wahlgang der Kantonalwahlen in Frankreich Erfolge erzielen, die zu Lasten der Sozialisten und Kommunisten gingen. Über die Mehrheit verfügten sie nun in 69 (statt wie bisher 59) der insgesamt 96 französischen Departements.
17. März
Skisport 1985 – Bei den Skispielen in Holmenkollen bei Oslo hatte Hermann Weinbuch aus Berchtesgaden nach der Weltmeisterschaft die nordische Kombination gewonnen und hatte den „Königspokal“ erhalten.
18. März
DDR/BRD 1985 – Der Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands und der Bund der Evangelischen Kirchen in der DDR hatten anlässlich des 40. Jahrestages der Beendigung des Zweiten Weltkrieges am 8. Mai ein gemeinsames „Wort zum Frieden“ veröffentlicht.
18. März
Südafrika 1985 – In dem von Farbigen bewohnten Vorort Langa der südafrikanischen Stadt Uitenhage wurden zweitägige Unruhen zwischen schwarzen Bürgerrechtlern und der Polizei beendet. Dabei waren sechs Schwarze ums Leben gekommen. Deren Begräbnis am 21. März war von der südafrikanischen Regierung verboten worden. Daraufhin war es an jenem Tag zu erneuten Unruhen gekommen, bei denen die Polizei elf Menschen tötete.
18. März
USA/Kanada 1985 – Bei einem Besuch des US-amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan in Kanada war ein Abkommen über die Modernisierung des 1957 gegründeten Nordamerikanischen Luft- und Weltraumverteidigungssystems NORAD unterschrieben worden. Geplant war der Aufbau einer neuen Radarkette von Nordalaska bis zur Küste von Labrador. Der Kostenaufwand war mit rund 1,5 Milliarden US-Dollar (etwa 4,5 Milliarden DM) veranschlagt worden.
19. März
USA 1985 – Der US-Senat in Washington hatte die Freigabe von 1,5 Milliarden US-Dollar (rund 4,5 Milliarden DM) für den Bau weiterer 21 atomarer MX-Langstreckenraketen gebilligt. Mit 217 gegen 210 Stimmen hatte am 28. März auch das Repräsentantenhaus zugestimmt.
19. März
Eishockey 1985 – Im Play-Off-Finale holte der SB Rosenheim gegen den Mannheimer ERC mit drei Siegen zum zweiten Mal nach 1982 den Deutschen Meistertitel im Eishockey.
20. März
BRD 1985 – Unter dem Motto „Die neue Partnerschaft – Frauen in Beruf, Familie, Politik“ hatte in Essen der 33. Bundesparteitag der CDU begonnen, der bis zum 22. März dauerte. Leitsätze, in denen unter anderem die Sicherstellung des Angebots von Kinderhorten für Alleinerziehende verlangt worden war, waren gebilligt worden. Als Bundesvorsitzender der Partei war Helmut Kohl für weitere zwei Jahre bestätigt worden.
21. März
BRD 1985 – Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Johannes Rau hatte das Großklinikum Aachen nach einer Bauzeit von insgesamt mehr als 15 Jahren eröffnet. Es war in die Kritik geraten wegen seiner Dimensionen und der von 571 Millionen auf 2,7 Milliarden DM gestiegenen Baukosten.
21. März
BRD/Justiz 1985 – In einem Urteil des Hessischen Staatsgerichtshofes war der Anspruch von Schülern, sich vom Sexualkunde-Unterricht befreien zu lassen, verneint worden.
Musik 1985 – Zum 300. Geburtstag des Komponisten Johann Sebastian Bach waren in beiden deutschen Staaten Gedenkfeiern und Konzerte veranstaltet worden. Im Rahmen des 5. Internationalen Bach-Festes der DDR, das vom 19. bis 27. März stattfand, wurden 66 Konzerte von Solisten und Ensembles aus 14 Ländern dargeboten.
22. März
Österreich 1985 – In der österreichischen Hauptstadt ging nach viertägiger Dauer eine Diplomatenkonferenz über den Schutz der Ozonschicht zu Ende, die von den Vereinten Nationen unterstützt worden war. Die sogenannte Wiener Konvention war von 20 Staaten und der Europäischen Gemeinschaft (EG) unterschrieben worden. Darin war eine gemeinsame Forschung und gegenseitige Information vereinbart worden.
23. März
Südkorea/China 1985 – Die südkoreanische Marine hatte ein chinesisches Torpedoboot aufgebracht. Es war nach einer Meuterei an in die südkoreanischen Hoheitsgewässer eingedrungen. Das Boot mit 13 Besatzungsmitgliedern und den Leichen der sechs erschossenen Offiziere war nach fünf Tagen an die Volksrepublik China zurückgegeben worden.
23. März
Bangladesch 1985 – Etwa 200 Menschen waren bei einem Fährunglück im Süden von Bangladesch ums Leben gekommen.
23. März
Bolivien 1985 – Nachdem die bolivianische Regierung eine Erhöhung der Mindestlöhne um 300 Prozent angeboten hatte, war ein am 8. März ausgerufener Generalstreik beendet worden. Von den Streikenden war eine Anpassung der Löhne an die Inflation um etwa 3.400 Prozent im Jahr gefordert worden.
23. März
Skisport 1985 – Der alpine Ski-Weltcup 1984/85 in Heavenly Valley an der Grenze der US-Bundesstaaten Kalifornien und Nevada wurde beendet. Der aus Österreich stammende Marc Girardelli, der für Luxemburg an den Start gegangen war gewann in der Gesamtwertung, bei den Damen war es die Schweizerin Michaela Figini. Die Münchnerin Marina Kiehl wurde Siegerin im Riesenslalom-Weltcup.
24. März
DDR 1985 – Ein sowjetischer Soldat hatte in der Nähe von Ludwigslust im DDR-Bezirk Schwerin den Angehörigen der US-Militärmission Potsdam, Major Arthur D. Nicholson, erschossen. Gegen diesen Vorfall protestierten die Vereinigten Staaten. Sie gaben allerdings zu, dass Nicholson durch das Fenster eines sowjetischen Militärgebäudes hindurch Fotos gemacht hatte. Er kein militärisches Sperrgebiet gewesen sein, in dem er sich befunden hatte.
24. März
Dänemark 1985 – Für rund 300.000 Arbeitnehmer in Dänemark war der Arbeitskampf ausgerufen worden, da die Tarifverhandlungen gescheitert waren. Dem Arbeitskampf hatten sich etwa 200.000 Staatsbedienstete angeschlossen. Die Gewerkschaften hatten eine 10-prozentige Lohnerhöhung und die Einführung der 35-Stunden-Woche gefordert. Am 1. April wurde vom Parlament ein von der konservativen Regierung eingebrachtes lohnpolitisches Paket gebilligt. Danach waren die Löhne um 2 Prozent angehoben und die Wochenarbeitszeit Anfang 1986 um eine Stunde verkürzt. Mitte April endete der Arbeitskampf.
25. März
BRD 1985 – Der West-Berliner Politologe Dieter Schröder hatte in einem Gutachten für die SPD-Landesverbände in Schleswig-Holstein und Niedersachsen sowie für die SPD-Bundestagsfraktion erklärt, dass die 93,7 km lange Elbgrenze zwischen Schnackenburg und Lauenburg nicht in der Strommitte verlaufen würde und nicht am nordöstlichen Ufer des Flusses, wie das von der Bundesregierung festgestellt wurde. Daraufhin hatte die Bundesregierung der SPD vorgeworfen, dass sie die Rechtsposition der DDR unterstützen würde.
25. März
Libanon/Großbritannien 1985 – Der britische Journalist Alex Collett war im Libanon entführt worden. Im April 1986 hatten ihn dann seine Entführer angeblich umgebracht, allerdings war seine Leiche nicht gefunden worden.
25. März
Film 1985 – Der Film „Amadeus“ des tschechoslowakisch-US-amerikanischen Regisseurs Milos Forman war in Los Angeles mit insgesamt acht Oscars ausgezeichnet worden.
26. März
BRD 1985 – Um nichtbörsenorientierten mittelständischen Unternehmen indirekt den Zugang zum organisierten Kapitalmarkt zu eröffnen, hatte die Bundesregierung einen Gesetzentwurf über Unternehmens-Beteiligungsgesellschaften beschlossen sowie einen Gesetzentwurf, der die steuerliche Förderung selbstgenutzten Wohnungseigentums neu regelte. Darin war unter anderem die Abschaffung der steuerlichen Privilegien für selbstgenutzte Wohnungen in Zwei- und Mehrfamilienhäusern ab 1987 geregelt worden.
26. März
USA/NATO 1985 – Auf einer Tagung der Nuklearen Planungsgruppe der NATO in Luxemburg hatte US-Verteidigungsminister Caspar Weinberger die Verbündeten aufgefordert, dass sie innerhalb von 60 Tagen über ihre Mitwirkung an der Strategischen Verteidigungsinitiative (SDI) der USA entscheiden sollten.
27. März
Italien 1985 – Einem Anschlag der linksextremistischen Roten Brigaden in Rom war der Wirtschaftswissenschaftler und Berater der christdemokratischen Gewerkschaften, Ezio Tarantelli, zum Opfer gefallen.
27. März
USA/Justiz 1985 – Weil er sich am 22. Dezember 1984 von vier Afroamerikanern in der U-Bahn bedroht fühlte, die ihn berauben wollten und er sie daraufhin niedergeschossen hatte, war Bernhard Goetz in New York wegen vierfachen Mordversuchs unter Anklage gestellt worden. Der Sohn deutscher Einwanderer wurde als „Subway Vigilante“ bekannt.
27. März
Fußball 1985 – In Saarbrücken hatte die Nationalelf der BRD Malta mit 6:0 in einem Qualifikationsspiel zur Fußball-WM 1986 geschlagen. Die Schweiz hatte am selben Tag in Sion (Schweiz) die Mannschaft der ÇSSR mit 2:0 besiegt.
28. März
Frankreich/Malerei 1985 – In Saint Paul-de-Vence bei Nizza war im Alter von 97 Jahren der russisch-jüdische Maler und Grafiker Marc Chagall gestorben.
28. März
Österreich 1985 – Die Ausstellung „Traum und Wirklichkeit. Wien zwischen 1870 und 1930“ war im Wiener Künstlerhaus eröffnet worden. Die Ausstellung, die bis zum 6. Oktober dauerte, präsentierte einen Überblick über die Welt des Jugendstils.
29. März
BRD 1985 – In Roisdorf bei Bonn hatte die Bundestagsfraktion der Grünen einen neuen Vorstand gewählt.
29. März
Griechenland 1985 – Im dritten Wahlgang war der von der regierenden PASOK-Partei nominierte Christos Sartzetakis vom Parlament zum neuen griechischen Staatspräsidenten gewählt worden.
29. März
Europa 1985 – Auf die sogenannten Integrierten Mittelmeerprogramme hatte sich der Europäische Rat in Brüssel geeinigt. Damit wurde der Beitritt der iberischen Länder Spanien und Portugal ermöglicht.
30. März
Musik 1985 – Die Inszenierung der Oper „Carmen“ von Georges Bizet, die Herbert von Karajan präsentierte und bei der er auch die musikalische Leitung hatte, war beim Publikum und der Kritik bei den Salzburger Oster-Festspielen zurückhaltend angenommen worden.
31. März
El Salvador 1985 – Die regierenden Christdemokraten in El Salvador waren aus den Parlamentswahlen siegreich hervorgegangen. Damit war Staatspräsident José Napoleon Duarte im Amt geblieben. Von der Linksopposition war die Wahl boykottiert worden.
31. März
Wrestling 1985 – Die 1. Wrestlemania wurde von der World Wrestling Federation veranstaltet.
31. März
Sommerzeit 1985 – In der BRD und in den meisten anderen europäischen Ländern hatte die Sommerzeit begonnen, die bis zum 29. September dauerte.
März 1985 Deutschland in den Nachrichten
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