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Februar 1985 - Eine Oper fand endlich ihren Weg

Kalender Februar 1984
Unerlaubter Waffenbesitz war in der BRD strafbar, auch die fahrlässige Tötung der eigenen Frau war ein Verbrechen. Die Folgen bekam der frühere Box-Europameister Gustav „Bubi“ Scholz deutlich zu spüren, dem beide Taten zur Last gelegt wurden und für das West-Berliner Landgericht ihn zu drei Jahren Haft verurteilte. Einen Tötungsvorsatz hatte ihm das Gericht nicht nachweisen können. Scholz hatte seine Frau, die er 1955 geheiratet hatte, im alkoholisierten Zustand erschossen. West-Berlin hatte auch eine gute Schlagzeile zu bieten. Die Grüne Woche war erfolgreich zu Ende gegangen und rund 1.100 Ausstellern hatten ihre Produkte präsentiert, die Appetit auf mehr machten. Zum ersten Mal waren auch Aussteller aus 15 Staaten der Dritten Welt dabei gewesen. Dessen ungeachtet war die Arbeitslosigkeit in der BRD seit 1948 erstmals auf einen Höchststand angewachsen. Es waren 2,61 Erwerbslose verzeichnet. Das entsprach einer Quote von 10,6 Prozent. Aus den USA war zu hören, dass das Musical „Porgy and Bess“ von George Gershwin 50 Jahre nach seiner Uraufführung nun in der Metropolitan Opera aufgeführt werden konnte. Der Erfolg war ihm dieses Mal bestimmt sicher. Die Uraufführung im Jahr 1935 in Boston war wegen der Rassenprobleme nämlich kein Erfolg gewesen.
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Wichtige Ereignisse im Februar 1985

1. Februar
BRD 1985 – In Gauting (Bayern) war der Vorsitzende der Motoren- und Turbinen-Union (MTU), Dr. Ernst Zimmermann, von zwei Angehörigen des RAF-Kommandos „Patrick O'Hara“ erschossen worden.
1. Februar
Grönland 1985 – Grönland hatte gemäß einer Volksabstimmung die Europäische Gemeinschaft (EG) verlassen. In einer Zollunion blieb das Land jedoch mit der EG verbunden. Grönland, das zum dänischen Staatsverband gehörte, hatte eine innere Autonomie seit dem 1. Mai 1979.
1. Februar
West-Berlin/Justiz 1985 – Das Landgericht Berlin (West) hatte den früheren Box-Europameister Gustav „Bubi“ Scholz zu drei Jahren Haft verurteilt. Ihm waren die fahrlässige Tötung seiner Ehefrau Helga im Juli 1984 und unerlaubter Waffenbesitz zur Last gelegt worden.
2. Februar
BRD 1985 – Der Hungerstreik verurteilter oder mutmaßlicher Angehöriger der terroristischen Roten-Armee-Fraktion in der BRD war abgebrochen worden.
3. Februar
BRD/Jordanien/Ägypten 1985 – Bundespräsident Richard von Weizsäcker war zu einem Staatsbesuch in Jordanien eingetroffen. Er war das erste bundesdeutsche Staatsoberhaupt, das dieses Land besuchte. Sein Besuch dauerte bis zum 5. Februar. Anschließend war Weizsäcker nach Ägypten weitergereist, wo er bis zum 8. Februar blieb.
3. Februar
West-Berlin 1985 – Nach zehn Tagen war in West-Berlin die Grüne Woche zu Ende gegangen. Zum ersten Mal hatten sich unter den rund 1.100 Ausstellern 15 Staaten der Dritten Welt befunden.
3. Februar
Auto-Rennsport 1985 – Die 53. Rallye Monte Carlo hatte das finnisch-britische Team Ari Vatanen/Terry Harryman auf einem Peugeot 205 Turbo gewonnen.
3. Februar
Musik 1985 – Am Staatstheater am Gärtnerplatz in München hatte die Oper „Der Goggolori. Eine bairische Mär mit Musik“ von Wilfried Hiller mit dem Libretto von Michael Ende ihre Uraufführung.
4. Februar
BRD 1985 – Als Standort für die erste kommerzielle Wiederaufbereitungsanlage (WWA) in der Bundesrepublik Deutschland hatte sich die Deutsche Gesellschaft für Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen (DWK) für das bayerische Wackersdorf entschieden.
4. Februar
BRD 1985 – Die Erwerbslosigkeit in der Bundesrepublik hatte der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg zufolge den höchsten Stand seit 1948 erreicht. Es waren 2,61 Millionen Arbeitslose registriert, was eine Quote von 10,6 Prozent entsprach.
5. Februar
BRD 1985 – Der Boden mehrerer östlicher Stadtteile war stark belastet, das bestätigte die Umweltbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Die Norddeutsche Affinerie, die größte Kupferhütte Norddeutschlands mit 3.400 Beschäftigten, hatte als Verusacher der Bodenbelastung gegolten.
5. Februar
BRD 1985 – Gemäß dem sogenannten Rotationsprinzips hatte Gert Janssen als erster Bundestagsabgeordneter der Grünen zum 1. März das Mandat niedergelegt. Alle Parlamentarier waren bis September diesem Beispiel gefolgt mit Ausnahme von Petra Kelly. Weil er im Flick-Untersuchungsausschuss weiterarbeiten sollte, war die Rotation bei Otto Schily aufschoben worden.
5. Februar
Spanien/Gibraltar 1985 – Der Grenzübergang zwischen Spanien und Gibraltar wurde nach 16 Jahren für den Waren- und Personenverkehr wiedereröffnet. Um eine Rückgabe des seit 1714 britischen Gibraltar zu erzwingen, war im Mai 1969 von Spanien eine Blockade verhängt worden. Fußgänger hatten die Grenze bereits seit Dezember 1982 passieren dürfen.
5. Februar
International 1985 – Da Neuseeland dem wahrscheinlich mit Atomwaffen bestückten US-Zerstörer „Buchanan“ den Zugang zu seinen Häfen verweigert hatte, war das unter dem Codenamen „Seeadler“ geplante Manöver des ANZUS-Verteidigungspaktes, dem Australien, Neuseeland, USA, Großbritannien, Malaysia und Singapur angehörten, abgesagt worden.
6. Februar
Sowjetunion 1985 – Eine ernste Erkrankung des Staats- und Parteichefs Konstantin U. Tschernenko war von der sowjetischen Parteizeitung „Prawda“ offiziell bestätigt worden.
6. Februar
Musik 1985 – Zum ersten Mal. 50 Jahre nach der Uraufführung, war das Musical „Porgy and Bess“ von George Gershwin an der Metropolitan Opera in New York aufgeführt worden. Wegen Rassenproblemen hatten sowohl die Uraufführung 1935 in Boston als auch die anschließenden Produktionen keinen Erfolg gehabt.
7. Februar
BRD 1985 – Unter bestimmten Bedingungen erhielten Deutsche im Ausland durch eine vom Deutschen Bundestag gebilligte Novelle zum Bundeswahlgesetz das aktive Wahlrecht zum Bundestag. Für die Berechnung der Sitzverteilung wurde nicht mehr das System d'Hondt herangezogen, sondern das für kleinere Parteien vorteilhaftere System Hare/Niemeyer.
7. Februar
China/BRD 1985 – In Hamburg war von der zuständigen Ministerin der Volksrepublik China, Chen Mu Hua, das Außenhandelszentrum ihres Landes für Westeuropa eröffnet worden.
7. Februar
Polen 1985 – Wegen der Entführung und Ermordung des oppositionellen polnischen Geistlichen Jerzy Popieluszko im Oktober 1984 waren in Toruń (Thorn) vier Angehörige der Polizei zu Freiheitsstrafen von bis zu 25 Jahren verurteilt worden.
8. Februar
Bundesrepublik Deutschland 1985 – Als erste Landesorganisation hatte sich der Landesverband Nordrhein-Westfalen der Partei Die Grünen gegen die sogenannte Rotation von Abgeordneten ausgesprochen. Der Kontakt der Abgeordneten zu ihrer Basis sollte gefestigt werden, indem zur Hälfte der Legislaturperiode die Abgeordneten ausgewechselt würden.
8. Februar
Südkorea 1985 – Nach einem zweijährigen Exil war der südkoreanische Oppositionsführer Kim Dae Jung aus den USA in seine Heimat zurückgekehrt. Nachdem er in Seoul angekommen war, stellte man ihn unter Arrest.
8. Februar
Fußball 1985 – Die Schweizer Fußball-Nationalmannschaft hatte in Tampa (US-Bundesstaat Florida) zum Abschluss ihrer Latein- und Nordamerika-Tournee gegen die USA 1:1 gespielt. Zuvor hatte die Schweiz in Bogotá gegen die Mannschaft Kolumbiens ein 2:2 erzielt. In Queretaro (Mexiko) hatte die Schweizer Elf gegen Bulgarien 0:1 verloren und gegen Mexiko 2:1 gewonnen.
9. Februar
Äthiopien 1985 – Der Staatschef von Äthiopien, Mengistu Haile Mariam, hatte eine Umsiedlungsaktion angekündigt. Noch im laufenden Jahr zwar eine Umsiedlung von 350.000 Familien, rund 1,5 Millionen Menschen, aus den Dürregebieten in fruchtbare Regionen Äthiopiens geplant. Von westlichen Beobachtern wurden nicht ausschließlich humanitäre Erwägungen vermutet. Sie mutmaßten hinter der Aktion auch eine „Entvölkerung“ der rebellischen Regionen im Norden des Landes.
9. Februar
Ski-Sport 1985 – Im italienischen Bormio endeten die 28. Alpinen Ski-Weltmeisterschaften, die am 31. Januar eröffnet worden waren. Die Schweiz war die erfolgreichste Nation geworden.
9. Februar
Eiskunstlaufen 1985 – Im schwedischen Göteborg hatten die DDR-Läuferin Katarina Witt und der tschechoslowakische Läufer Jozef Sabovçik die Eiskunstlauf-Europameisterschaften gewonnen. Im Paarlauf und im Eistanz waren sowjetische Paare siegreich gewesen.
10. Februar
Frankreich 1985 – Nach vier Tagen war im Pariser Vorort Saint-Ouen der XXV. Parteitag der Kommunistische Partei Frankreichs zu Ende gegangen. Auf diesem Parteitag war der Bruch mit den regierenden Sozialisten bekräftigt worden. Als Generalsekretär war Georges Marchais bestätigt worden, der seit 1972 im Amt war.
10. Februar
Syrien 1985 – Für weitere sieben Jahre war in Syrien der als einziger Kandidat angetretene Amtsinhaber Hafis Asad als Staatspräsident bestätigt worden. In diesem Amt war er seit 1971. Offiziellen Angaben zufolge hatte Asad 99,97 Prozent der abgegebenen Stimmen bekommen.
10. Februar
BRD 1985 – Anlässlich des 87. Geburtstages des Schriftstellers Bertolt Brecht war in Augsburg das Geburtshaus des 1956 verstorbenen Dramatikers eröffnet worden.
11. Februar
Jordanien/Palästina/Israel 1985 – In der jordanischen Hauptstadt Amman hatten sich König Husain II. von Jordanien uns Yassir Arafat, der Chef der Palästinensischen Befreiungsorganisation, auf eine neue Nahost-Friedensinitiative geeinigt. Dabei war jede Beteiligung der PLO an einer geplanten internationalen Nahost-Friedenskonferenz von Israel entschieden abgelehnt worden.
11. Februar
Großbritannien 1985 – Der leitende Beamte des britischen Verteidigungsministeriums, Clive Ponting, wurde von einem Geschworenengericht in London vom Vorwurf der Verletzung von Amtsgeheimnissen freigesprochen. Ein Abgeordneter der oppositionellen Labour-Party war von Ponting über die Versenkung des argentinischen Kreuzers „Belgrano“ im Falkland-Krieg 1982 informiert worden.
11. Februar
BRD 1985 – Bei einem Aufprall eines mit einer britischen Militärkapelle besetzten Busses auf einen Tanklastzug, der Flugbenzin geladen hatte, waren auf der Bundesautobahn Nürnberg-München 20 Menschen ums Leben gekommen.
12. Februar
Vatikan/Saarland 1985 -Zwischen dem Saarland und dem Heiligen Stuhl wurde ein Konkordat geschlossen.
12. Februar
Südkorea 1985 – Wenngleich die regierende Demokratische Gerechtigkeitspartei mit 148 von 276 Sitzen ihre absolute Mehrheit behalten hatte, so musste sie dennoch einen Stimmenverlust hinnehmen. Die oppositionelle Neue Demokratische Partei hatte einen Achtungserfolg erzielt.
12. Februar
USA 1985 – In der US-Hauptstadt Washington waren Berichte bestätigt worden, die besagten, dass das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten kleinere Atomwaffenlager in Puerto Rico sowie in Kanada, Island und auf den Bermudas anlegen wolle.
12. Februar
BRD 1985 – Wegen fehlender Erfolgschancen hatten die Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes ihre Klage gegen die Warnstreiks der Gewerkschaft ÖTV vor dem Arbeitsgericht Stuttgart zurückgezogen. Damit hatten Arbeitsniederlegungen bei laufenden Tarifverhandlungen verboten werden sollen.
13. Februar
BRD 1985 – Der Textilfabrikant Klaus Steilmann aus Bochum-Wattenscheid war vom Amtsgericht Bochum von dem Vorwurf der Steuerhinterziehung durch illegale Parteispenden freigesprochen worden. Das Gericht hatte dem Angeklagten bescheinigt, dass er seine Zuwendungen in gutem Glauben gemacht habe. Im Zusammenhang mit der sogenannten Parteispendenaffäre war dies der erste Freispruch eines Geldgebers.
13. Februar
Polen 1985 – Die Polizei hatte in Gdańsk (Danzig) sieben Mitglieder der verbotenen Gewerkschaft „Solidarität“ festgenommen. Unter den Verhafteten hatte sich der Publizist Adam Michnik befunden. Weil die Verhaftung des Gründers der Gewerkschaft, Lech Walesa, der polnischen Regierung als politisch nicht angebracht erschienen war, blieb Walesa auf freiem Fuß.
13. Februar
BRD 1985 – Die Semper-Oper in Dresden war am 40. Jahrestag der Bombardierung Dresdens und der Zerstörung des Opernhauses mit einer Festaufführung der Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber feierlich wiedereröffnet worden.
14. Februar
Kambodscha 1985 – In der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh hatte die Regierung große Erfolge im Verlauf der dreimonatigen sogenannten Trockenzeit-Offensive der kambodschanischen Regierungstruppen und vietnamesischer Soldaten mitgeteilt. Der angeblich letzte Stützpunkt der Roten Khmer war am 15. Februar erobert worden.
15. Februar
Wissenschaft 1985 – Am Rechenzentrum der Universität Hamburg war die viertgrößte bekannte Primzahl entdeckt worden. Es handelte sich um eine Zahl, die 7.067 Stellen hat.
15. Februar
Schach 1985 – Nach 48 Partien bei einem Stand von 5:3 für Titelverteidiger Anatoli Karpow war die Schachweltmeisterschaft zwischen Karpow und dem Herausforderer Garri Kasparow vom Präsidenten des Weltschachverbandes abgebrochen worden.
16. Februar
BRD 1985 – In Frankfurt am Main hatte der Kommunistische Bund Westdeutschlands (KBW), eine der letzten der sogenannten K-Gruppen, seine Auflösung beschlossen.
16. Februar
Musik 1985 – An der Staatsoper Dresden (DDR) wurde die Oper „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ von Siegfried Matthus uraufgeführt.
16. Februar
Israel 1985 – Israel hatte die erste Etappe des Truppenrückzugs aus dem besetzten Süd-Libanon abgeschlossen.
17. Februar
Biathlon 1985 – Den Titel bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Ruhpolding (Bayern) über 10 km hatte Frank-Peter Roetsch aus der DDR gewonnen. In der 4 x 7,5 km-Staffel war der Sieg an die Sowjetunion gegangen, ebenso der Einzel-Titel über 20 km.
17. Februar
Radsport 1985 – Im Münchner Olympiapark waren beide Titel bei den Rad-Querfeldein-Weltmeisterschaften an die BRD-Sportler Mike Kluge bei den Amateuren und an Klaus-Peter Thaler bei den Profis gegangen.
18. Februar
USA 1985 – Der frühere Oberbefehlshaber der US-Truppen in Vietnam, General William C. Westmoreland, hatte seine Schadenersatz-Klage gegen die US-Fernsehgesellschaft CBS auf Zahlung von 120 Millionen US-Dollar (rund 367 Millionen DM) zurückgezogen. Im Januar 1982 war von CBS berichtet worden, dass der General seine Vorgesetzten über die wahre Stärke der kommunistischen Vietcong wissentlich fehlerhaft informiert hätte. Die TV-Gesellschaft hatte erklärt, niemals behauptet zu haben, dass der General „unloyal“ gehandelt hätte. CBS übernahm die Gerichtskosten in Höhe von rund 7 Millionen US-Dollar (etwa 21 Millionen DM).
18. Februar
Fußball 1985 – Für die Fußball-Europameisterschaften 1988 hatte sich das Organisationskomitee des Europäischen Fußball-Bundes UEFA für die Bundesrepublik Deutschland als Austragungsort entschieden. In der deutschen Öffentlichkeit war die Tatsache, dass West-Berlin aus politischen Gründen nicht als Spielort vorgesehen war, auf heftige Proteste gestoßen.
19. Februar
Großbritannien 1985 – In der BBC wurde die erste Folge der Fernsehserie „Eastsenders“ ausgestrahlt.
19. Februar
Spanien 1985 – In der Nähe der spanischen Stadt Bilbao war eine Boeing 727 der Fluggesellschaft Iberia abgestürzt, die sich auf dem Weg von Madrid nach Bilbao befunden hatte. Bei dem Absturz waren alle 148 Insassen ums Leben gekommen.
20. Februar
Südafrika 1985 – Bei zwei Tage andauernden Auseinandersetzungen zwischen der südafrikanischen Polizei und den Bewohnern waren in dem Elendsviertel Crossroads in der Nähe von Kapstadt 18 Schwarze ums Leben gekommen. Die geplante Umsiedlung der rund 60.000 farbigen Einwohner des Viertels war der Grund für Unruhen gewesen.
20. Februar
Irland 1985 – Das Parlament der Republik Irland (Dail) hatte mit 83 gegen 80 Stimmen gegen das Votum der katholischen Kirche des Landes ein Gesetz gebilligt, das es gestattete, bestimmte empfängnisverhütende Mittel (Präservative und Spermizide, aber nicht die Anti-Baby-Pille) an alle Personen über 18 Jahren frei zu verkaufen. Bisher war der Verkauf nur an unter Vorlage eines ärztlichen Rezepts und nur an Verheiratete erlaubt gewesen.
21. Februar
BRD 1985 – Die frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Brigitte Erler war zur Generalsekretärin der deutschen Sektion der Menschrechtsorganisation amnesty international gewählt worden. Sie trat die Nachfolge von Helmut Frenz an, der zum 1. Mai ausschied.
21. Februar
International 1985 – Die Internationale Atomenergiebehörde IEAO und die Sowjetunion hatten in der österreichsichen Hauptstadt Wien ein Sicherheitsabkommen für zivile Atomkraftwerke unterzeichnet. Alle Atommächte hatten sich damit der Kontrolle durch die IEAO unterstellt, außer der Volksrepublik China.
21. Februar
USA 1985 – In der ersten Pressekonferenz seiner zweiten Amtszeit hatte US-Präsident Ronald Reagan als Ziel die Beseitigung der sandinistischen Regierung in Nicaragua erklärt. Eine bewaffnete Intervention der USA hatte Reagan allerdings ausgeschlossen. Antisandinistische Contras waren von den USA in der Zeit von 1981 bis 1984 mit mehr als 73 Millionen US-Dollar (etwa 223 Millionen DM) unterstützt worden.
22. Februar
Österreich 1985 – Im Zusammenhang mit einem angeblich unseriösen Grundstücksgeschäft hatte der österreichische Bautenminister Karl Sekania von der SPÖ seinen Rücktritt erklärt. Der SPÖ-Politiker Heinrich Übleis trat die Nachfolge im Ministerium für Bauten und Technik an.
22. Februar
Australien 1985 – In Australien war zum ersten Mal Zwillinge geboren worden, die sich aus tiefgekühlten Embryonen entwickelt hatten.
23. Februar
BRD 1985 – Auf dem Parteitag in Saarbrücken wurde als Nachfolger von Hans-Dietrich Genscher als neuer Bundesvorsitzender der FDP Dr. Martin Bangemann gewählt.
23. Februar
West-Berlin 1985 – Eine umfassende Werkschau, die rund 300 Gemälde und Zeichnungen umfasste und das Lebenswerk des Malers Jean Antoine Watteau (1684-1721) war im Charlottenburger Schloss in West-Berlin eröffnet worden. Die Ausstellung dauerte bis zum 26. Mai 1985.
23. Februar
Musik 1985 – Dem 300. Geburtstag des Komponisten Georg Friedrich Händel (1685-1759) wurden in beiden deutschen Staaten zahlreiche Aufführungen und Festakte gewidmet.
24. Februar
Flugzeugunglück 1985 – Das deutsche Expeditionsflugzeug „Polar III“, das sich auf dem Flug von Dakar(Senegal) nach den Kanarischen Inseln (Spanien) befand und drei Personen an Bord hatte, war über der Westsahara abgeschossen worden. Verantwortlich dafür war die Befreiungsorganisation Frente Polisario, die gegen Marokko um den Besitz der Westsahara kämpfte. Sie hatte erklärt, dass sie die Maschine vom Typ Dornier 28 versehentlich als ein marokkanisches Flugzeug angesehen.
24. Februar
Fußball 1985 – In Lissabon hatte die deutsche Fußballnationalmannschaft die Elf von Portugal mit 2:1 in einem Qualifikationsspiel zur Fußball-Weltmeisterschaft 1986 besiegt.
25. Februar
Pakistan 1985 – In Pakistan wurden erstmals seit der Machtübernahme durch General Mohammad Ziaul Haq im Juli 1977 Parlamentswahlen durchgeführt. Die Regierung hatte hierbei Stimmeneinbußen hinnehmen müssen. Die Oppositionsparteien, die vom Urnengang ausgeschlossen waren, hatten dazu aufgerufen, die Wahl zu boykottieren. Am 26. Februar hatte Ziaul Haq die Regierung aufgelöst. Mit einigen Einschränkungen hatte er die Verfassung von 1973 wieder hergestellt.
25. Februar
Frankreich 1985 – In Forbach (Lothringen) waren bei einer Explosion in einer Kohlegrube 22 Menschen ums Leben gekommen. Seit zehn Jahren war dieses Grubenunglück das schwerste in Frankreich gewesen.
26. Februar
BRD/Israel 1985 – Der israelische Außenminister Yitzhak Shamir war im Rahmen seiner Europareise in der Bundesrepublik eingetroffen. Die Sicherung der israelischen Agrarexporte nach der geplanten Süderweiterung der Europäischen Gemeinschaft (EG) durch Spanien und Portugal hatte im Mittelpunkt der politischen Gespräche gestanden.
26. Februar
International 1985 – Der Kurs des US-Dollars hatte an der Frankfurter Devisenbörse mit einem amtlichen Mittelwert von 3,4690 DM den höchsten Stand seit Juli 1971 erreicht. Um den Kursanstieg aufzuhalten, verkauften die europäischen Zentralbanken US-Dollar in großen Mengen aus ihren Devisenbeständen. Innerhalb eines Tages war der Kurs daraufhin auf 3,3150 DM gesunken.
27. Februar
BRD 1985 – Bundeskanzler Helmut Kohl hatte in der deutschlandpolitischen Debatte des Deutschen Bundestages die Bereitschaft seiner Regierung zum Dialog mit der DDR bekräftigt.
27. Februar
BRD 1985 – Ein Arbeitnehmer habe einen Anspruch auf Weiterbeschäftigung bis zum rechtskräftigen Abschluss des Kündigungsschutzverfahrens. Das hatte das Bundesarbeitsgericht in Kassel festgestellt. Voraussetzung war allerdings, dass der Entlassene Recht behalten hatte in erster Instanz.
27. Februar
West-Berlin/BRD/Österreich 1985 – Eine mit 33 Passagieren besetzte Maschine der Deutschen Lufthansa war von zwei aus West-Berlin abgeschobenen Syrern auf dem Flug von Frankfurt am Main nach Damaskus entführt worden. In Wien-Schwechat war der Pilot zur Landung gezwungen worden. Die Luftpiraten wurden dort verhaftet.
27. Februar
USA 1985 – Der US-Kongress hatte gegen das Votum des US-Präsidenten Ronald Reagan ein Farmhilfsprogramm mit einem Volumen von 1,8 Milliarden US-Dollar (rund 5,5 Milliarden DM) gebilligt. Damit sollten die Preise gestützt werden. Die Farmer erhielten eine Überbrückungshilfe bis zu 50.000 US-Dollar (rund 153.000 DM).
27. Februar.
USA/Nicaragua 1985 – Der Präsident Nicaraguas, Daniel Ortega Assvedra, hatte angesichts der wiederholten Drohungen aus den USA gegen den Bestand der sandinistischen Regierung seines Landes, erklärt, dass sein Land die Bemühungen um einen Frieden in Mittelamerika verstärken wollte. Auf den Kauf neuer Waffen im Ausland sollte verzichtet werden und 100 kubanische Militärberater sollten nach Hause geschickt werden.
28. Februar
BRD/DDR 1985 – Das SED-Politbüromitglied Hermann Axen war auf Einladung der SPD zu zweitägigen Gesprächen nach Bonn gekommen, um den Dialog fortzusetzen, der 1984 eröffnet worden war. Hermann Axen war bei seinem Besuch mit dem Kanzleramtsminister Wolfgang Schäuble zusammengekommen.
28. Februar
Irland 1985 – Angehörige der irischen Untergrundorganisation IRA hatten mit einem selbst gebauten Minenwerfer einen Anschlag auf eine Polizeistation in Newry (Nordirland) verübt. Neun Polizeibeamte, unter denen sich zwei Frauen befanden, wurden getötet. Weitere 37 Personen waren zum Teil schwer verletzt worden.
28. Februar
Sowjetunion/Italien/Spanien 1985 – Der sowjetische Außenminister Andrei A. Gromyko war nach einem dreitägigen offiziellen Besuch in Italien nach Spanien gereist, wo er sich zwei Tage zu Gesprächen aufhielt.
28. Februar
Film 1985 – Nach 13 Tagen waren die 35. Internationalen Filmfestspiele in West-Berlin zu Ende gegangen. Der Hauptpreis „Goldener Bär“ wurde zu gleichen Teilen an den britischen Spielfilm „Wetherby“ von David Hare und den DDR-Beitrag „Die Frau und der Fremde“ von Rainer Simon verliehen.
 
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