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April 1985 - Friede, Freude, Ostermärsche...

Kalender April 1984
Die Ostermärsche hatten Tradition. Die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland hatten sich auch in jenem Jahr zu Hunderttausenden zusammengefunden, um für Frieden und Abrüstung zu demonstrieren und ihren Willen zu bekunden, ohne Gewalt und landesübergreifende Feindschaften zu leben. Der Frieden in der Welt hatte nach wie vor zahlreiche Krisenherde. In Spanien war es die baskische Terrororganisation ETA, die beispielsweise mit einem Anschlag auf ein Autobahnrestaurant für negative Schlagzeilen sorgte. Dabei waren 17 Menschen ums Leben gekommen. Damit nicht genug. Auch die im Libanon tätige Terrororganisation Heiliger Islamischer Krieg wollte dafür verantwortlich sein. Wetteifern um Gewaltnachrichten? Der langjährige Kommunistenführer Albaniens, Enver Hoxha war eines natürlichen Todes gestorben. Das Land begann sich ein wenig zu öffnen. Das war eine positive Nachricht. Unruhen jedoch machten dem Sudan zu schaffen. Dort war die Regierung durch einen Militärputsch gestürzt worden. Der Staatspräsident hatte sich zu jenem Zeitpunkt in den USA aufgehalten. Keine schöne Heimkehr. Ob sich die Reise des DDR-Staatschefs Erich Honecker nach Rom als gute oder schlechte Schlagzeile entpuppen würde, sollte sich noch zeigen. Auf jeden Fall hatte Honecker sich eine Audienz beim Papst gegönnt. Die neutrale Schlagzeile des Monats mit durchaus positivem Touch hatte die Tatsache, dass norwegische Forsche im antarktischen Weddell-Meer eine bisher unbekannte Gebirgskette entdeckt hatten. Die Erde ist immer wieder für eine Überraschung gut.
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Wichtige Ereignisse im April 1985

1. April
BRD/USA 1985 – Um an der Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt Berlin an den ehemaligen Hohen Kommissar der USA für Deutschland, John McCloy, teilnehmen zu können, war Bundespräsident Richard von Weizsäcker nach Washington gereist.
1. April
BRD 1985 – Für alle Kraftfahrzeuge mit Otto- und Wankelmotor war in der Bundesrepublik Deutschland eine regelmäßige Abgassonderuntersuchung zur Überprüfung der Abgaswerte und der Motoreinstellung eingeführt worden. Damit soll die mit dem Kraftfahrzeugverkehr eingeführte Umweltbelastung verringert werden. Eine ähnliche regelmäßige Kontrolle sollte in Österreich zum 1. Mai 1985 eingeführt werden.
1. April
BRD 1985 – Die 1984 nach heftigen Arbeitskämpfen durchgesetzte Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 38,5 Stunden war für 4,2 Millionen Arbeitnehmer der bundesdeutschen Metall- und Druckindustrie in Kraft getreten.
1. April
BRD 1985 – Die Forderung von FDP-Generalsekretär Helmut Haussmann nach einer teilweisen Abkopplung der Entlohnung Arbeitsloser von Tariflöhnen war auf heftigen Protest der SPD-Opposition und der Gewerkschaften gestoßen. Die sogenannten Gleitklauseln in Tarifverträgen, nach denen Arbeitslose Lohn und Gehalt mit dem Arbeitgeber frei aushandeln konnten, war von Haussmann befürwortet worden.
2. April
BRD/Justiz 1985 – Die RAF-Terroristen Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt waren in Stuttgart-Stammheim wegen ihrer Mitgliedschaft in der RAF und ihrer Beteiligung an mehreren Morden und Mordversuchen zu jeweils fünf Mal lebenslänglich und 15 Jahren verurteilt worden. +2. April
Italien 1985 – Im sizilianischen Trapani waren bei einem Mafia-Attentat auf den Richter Carlo Palermo drei Menschen getötet worden. Der Richter selbst hatte den Anschlag überlebt.
3. April
BRD/Schweiz 1985 – Auf der Autobahn Freiburg-Basel war ein Lkw, der mit giftigen Chemikalien beladen war, in einen Unfall verwickelt worden. Drei Menschen waren ums Leben gekommen. Außerdem waren giftige Gase freigesetzt worden.
3. April
Frankreich 1985 – In Paris hatte der französische Ministerrat die Wiederherstellung des bis 1958 gültigen Verhältniswahlrechts anstelle des seit 27 Jahren geltenden Mehrheitswahlrechts gebilligt. Damit hatte der Ministerrat ein Wahlversprechen des sozialistischen Präsidenten François Mitterrand von 1981 eingelöst. Die Reform war nach dem Wahlerfolg der Bürgerlichen im März 1986 wieder rückgängig gemacht worden.
4. April
BRD 1985 – Nach einer Explosion in einem Schuppen im Hamburger Freihafen war es zum größten Brand seit 1948 gekommen. In dem Schuppen lagerten unter anderem 300 Fässer Kaliumchlorat. Bei dem Brand waren keine Menschen verletzt worden. Der Sachschaden war auf mehr als 10 Millionen DM geschätzt worden.
5. April
Tennis 1985 – Eine Äußerung des US-amerikanische Tennisspielers John McEnroe hatte für Aufsehen gesorgt. Er hatte in Chicago (US-Bundesstaat Illinois) erklärt, dass Männer in jeder Sportart den Frauen überlegen seien, vor allem im Tennis.
6. April
BRD 1985 – Der libysche Regimegegner Gebril El Denali, der jahrelang als Asylant in der BRD lebte, war in Bonn von einem Landsmann erschossen worden.
6. April
Sudan 1985 – Nach tagelangen Unruhen wegen der von seiner Regierung vorgenommenen Preiserhöhungen war der sudanesische Staatspräsident Dschafar Muhammad An Numairi durch einen Militärputsch gestürzt worden. Zu jenem Zeitpunkt hatte sich Numairi in den Vereinigten Staaten aufgehalten.
6. April
Fußball 1985 – In der bulgarischen Hauptstadt Sofia war die Fußball-Auswahl der DDR von Bulgarien mit 1:0 besiegt worden.
7. April
UdSSR 1985 – Um die Abrüstungsverhandlungen in Genf (Schweiz) zu erleichtern, hatte der sowjetische Parteichef Michail S. Gorbatschow ein Moratorium für die Aufstellung von Mittelstreckenwaffen in Europa angekündigt.
7. April
Italien/China 1985 – Italien hatte als erstes westeuropäisches Land eine Rahmenvereinbarung mit der Volksrepublik China über militärische Zusammenarbeit unterzeichnet. Sie sollte den Weg freimachen für italienische Rüstungsexporte.
7. April
Tischtennis 1985 – Im schwedischen Göteborg holten die Sportler aus der Volksrepublik China sechs von sieben Titeln bei den Tischtennis-Weltmeisterschaften. Die Gastgeber gewannen nur im Herrendoppel.
7. April
Automobilrennsport 1985 – Die Formel-1-Saison hatte mit dem Großen Preis von Brasilien in Rio de Janeiro begonnen. Auf McLaren Porsche hatte der Franzose Alain Prost gewonnen. Er war im Vorjahr knapp hinter Niki Lauda den zweiten Platz im Weltchampionat belegt.
8. April
BRD 1985 – In der Bundesrepublik hatten sich mehrere hunderttausend Menschen an den Ostermärschen für Frieden und Abrüstung beteiligt. Sie waren in mehreren Großstädten mit zentralen Abschlusskundgebungen zu Ende gegangen.
8. April
Frankreich/BRD 1985 – Der mutmaßliche deutsche Neonazi Otfried Hepp, der in der BRD wegen der Bildung einer terroristischen Vereinigung gesucht wurde, war in Paris verhaftet worden. Hepp, der sich zeitweilig in der DDR aufgehalten hatte, wurde im Februar 1987 von den Franzosen an die Bundesrepublik ausgeliefert. Dort wurde er im Oktober 1987 zu zehn Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt wegen mehrerer Bombenanschläge sowie Banküberfällen.
8. April
Großbritannien/DDR 1985 – Als erster britischer Außenminister war Geoffrey Howe in die DDR gereist. Er hielt sich bis zum 10. April in der Hauptstadt Berlin (Ost) auf.
8. April
Eishockey 1985 – Zum ersten Mal war die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft nach 55 Niederlagen gegen den 19-maligen Weltmeister UdSSR ungeschlagen geblieben, indem sie in München ein 3:3 erzielte.
9. April
BRD 1985 – Wegen Bestechlichkeit und versuchter Erpressung hatte das Amtsgericht Dillenburg zwei Polizeibeamte zu mehrmonatigen Gefängnisstrafen mit Bewährung verurteilt. Das Gericht hatte es als erwiesen angesehen, dass die Polizisten im Dezember 1982 bei einer Lastwagenkontrolle auf der Bundesautobahn 45 (Sauerlandlinie) auf eine Anzeige wegen Überschreitung der Lenkzeit und der zulässigen Höchstgeschwindigkeit verzichtet hatten und im Gegenzug eine „Familienration Fleisch“ entgegengenommen hatten.
9. April
Japan 1985 – Eine weitere Öffnung des Binnenmarktes für ausländische Waren war vorgesehen durch ein außenwirtschaftliches Rahmenprogramm, das die japanische Regierung in Tokio vorgelegt hatte. Um möglichen Gegenmaßnahmen von Japans Handelspartnern gegen japanische Einfuhren vorzubeugen, hatte Regierungschef Jasuhiro Nakasone seine Landsleute dazu aufgerufen, mehr ausländische Waren zu kaufen.
10. April
BRD/Irak 1985 – Wegen der „Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes“ war der Geschäftsträger der Bundesrepublik Deutschland in Bagdad ausgewiesen worden. Die Bundesregierung hatte den stellvertretenden irakischen Missionschef in Bonn am 24. April als Reaktion darauf des Landes verwiesen.
11. April
Albanien 1985 – In Albanien war Enver Hoxha im Alter von 76 Jahren gestorben. Die Führung der Kommunistischen Partei übernahm Ramiz Alia. Es begann eine vorsichtige Öffnung des Landes.
11. April
BRD 1985 – Der Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Martin Bangemann, eine staatlich finanzierte Einheitsrente einzuführen, die jedermann, auch Hausfrauen, zustehen sollte, war sowohl von der SPD-Opposition als auch vom Koalitionspartner CDU/CSU abgelehnt worden. Bangemann war am 15. April von dem Vorschlag abgerückt.
11. April
Frankreich 1985 – Eine Maschine der Bundesluftwaffe vom Typ Phantom war beim Landeanflug auf den französischen Flughafen Bordeaux-Marignac abgestürzt. Dabei waren der Pilot und der Co-Pilot ums Leben gekommen.
11. April
BRD 1985 – Die Deutsche Bank hatte das Geschäftsjahr 1984 mit einem Gewinn von 13,2 Milliarden DM abgeschlossen. Im Jahr zuvor waren es 11,8 Milliarden DM gewesen. An das Bundesfinanzministerium flossen davon 12,9 Milliarden DM.
12. April
International 1985 – In der französischen Hauptstadt Paris war die zweitägige Jahrestagung der Wirtschafts- und Außenminister der 24 Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zu Ende gegangen. Die Teilnehmer hatten sich für eine Fortführung des Kampfes gegen die Inflation und den Abbau der hohen Staatsdefizite ausgesprochen.
12. April
Spanien 1985 – Für den Anschlag auf ein vor allem von US-Soldaten besuchten Autobahnrestaurant in Spanien hatten sowohl die baskische Untergrundorganisation ETA als auch die im Libanon tätige Terrororganisation Heiliger Islamischer Krieg die Täterschaft beansprucht. Bei dem Anschlag waren 17 Menschen getötet worden.
13. April
International 1985 – Auf eine erweiterte Nutzung der Europäischen Währungseinheit ECU hatten sich die Finanzminister und Notenbankpräsidenten der Europäischen Gemeinschaft (EG) geeinigt. Der ECU sollte konvertibler gemacht werden. Die Austauschbarkeit gegenüber Drittländern sollte unter anderem gesteigert werden. Der ECU war eine sogenannte Korbwährung und Bestandteil des 1979 eingeführten Europäischen Währungssystems.
13. April
Theater 1985 – Das Stück „Largo desolato“ des tschechoslowakischen Autors Václav Havel erlebte im Akademietheater in Wien seine Uraufführung. Havel war in seiner Heimat ein aus politischen Gründen Verfolgter.
13. April
Musik 1985 – Die Benefiz-Schallplatte „We Are The World“ stand vier Wochen lang auf dem ersten Platz der US-Hitliste. In Großbritannien war sie ab dem 20. April zwei Wochen lang auf Platz 1. Das Lied war von Harry Belafonte produziert worden zugunsten der Hungernden in Afrika. Es war von Lionel Richie und Michael Jackson komponiert worden. Zahlreiche US-Rockstars hatten an der Aufnahme mitgewirkt.
14. April
Albanien 1985 – Nach dem am 11. April der langjährige Führer der Kommunistischen Partei Albaniens, Enver Hoxha, gestorben war, war der bisherige Staatspräsident Ramiz Alia an die Spitze der Partei getreten.
14. April
Peru 1985 – Die Partei des sozialdemokratischen Präsidentschaftsbewerbers Alan Garcia Pérez hatte bei den allgemeinen Wahlen in Peru die meisten Stimmen erhalten. Bei der Direktwahl zum Präsidenten hatte Garcia die absolute Mehrheit verfehlt, war jedoch am 28. Juli als Präsident vereidigt worden, weil der zweitplatzierte Anwärter auf eine Stichwahl verzichtet hatte.
15. April
BRD 1985 – Der 57-jährige Wohnungsspekulant Günter Kaußen war in seiner Wohnung in Köln nach einem Suizid tot aufgefunden worden.
15. April
Südafrika 1985 – Die Empfehlung eines Parlamentsausschusses, das gesetzliche Liebes- und Eheverbot für Menschen unterschiedlicher Rassen aufzuheben, war von der Regierung Südafrikas angenommen worden.
15. April
Golf 1985 – Der 27-jährige Profigolfer Bernhard Langer aus Rheinland-Pfalz hatte das Masters-Golfturnier in Augusta (US-Bundesstaat Georgia) als erster Deutscher und vierter Nicht-Amerikaner gewonnen.
16. April
DDR 1985 – Dem in Hamburg erscheinenden Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ war vom DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker die Wiedereröffnung eines Büros in der DDR erlaubt worden. Wegen eines Abdrucks eines regimekritischen „Manifests“ hatten die DDR-Behörden das erste Ostberliner „Spiegel“-Büro geschlossen.
16. April
BRD/Türkei 1985 – Zwischen der Türkei und der Bundesrepublik wurde ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen.
16. April
Chile 1985 – Erstmals hatte in Santiago de Chile die Opposition des Landes eine gemeinsame Erklärung unter dem Titel „Freiheit und Demokratie – jetzt“ veröffentlicht. Von den Christdemokraten bis zu den Kommunisten hatte die Opposition darin ihren Willen bekundet, für die Respektierung der Menschenrechte kämpfen zu wollen ungeachtet ideologischer Differenzen.
17. April
BRD/Messe 19085 – Die Hannover-Messe war eröffnet worden. Bis zum 24. April hatten mehr als 7.100 Firmen aus 56 Nationen ihre Erzeugnisse präsentiert. In der 38-jährigen Messegeschichte war mit 850.000 Besuchern ein Rekord verzeichnet worden.
17. April
Island 1985 – Kriegsschiffe mit Kernwaffen an Bord wurde einer Mitteilung der Regierung Islands zufolge das Befahren isländischer Gewässer nicht mehr erlaubt.
17. April
Italien/Vatikan 1985 – Über die Finanzierung der katholischen Kirche und den Status der kirchlichen Körperschaften war vom italienischen Parlament in Rom ein Abkommen gebilligt worden. Die Regierung würde jedes Jahr eine Liste derjenigen Körperschaften und Institutionen vorlegen, die in den Genuss von Steuervorteilen gekommen waren.
17. April
Fußball 1985 – In Augsburg hatte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen die Elf aus Bulgarien 4:1 gewonnen. Die DDR-Auswahl hatte am selben Tag in Frankfurt an der Oder Norwegen mit 1:0 besiegt. In Wien hatte die Mannschaft Österreichs gegen Ungarn 0:3 verloren. Die Mannschaften der Schweiz und der UdSSR hatten sich in Bern 2:2 getrennt.
18. April
NATO 1985 – Norwegen hatte als erstes NATO-Land eine Beteiligung an den Plänen der Vereinigten Staaten für ein Raketenabwehrsystem im Weltraum abgelehnt.
18. April
Großbritannien 1985 – Das Gemälde „Die Anbetung der Könige“ von Andrea Mantegna hatte mit umgerechnet 31,35 Millionen DM einen Rekordpreis bei einer Versteigerung in London erzielt.
19. April
BRD 1985 – Mit den Stimmen von CDU/CSU und FDP hatte der Deutsche Bundestag ein „Beschäftigungsförderungsgesetz“ gebilligt, durch das bis 1990 befristete Arbeitsverträge mit einer Dauer von bis zu 18 Monaten zugelassen werden konnten. Darin hatte die Bundesregierung einen Beitrag zum Abbau der Arbeitslosigkeit gesehen.
19. April
BRD 1985 – Auf Initiative der Partei Die Grünen hatte in Bonn eine dreitägige Konferenz zu Fragen der Gen- und Reproduktionstechnik begonnen. Die Veranstalterinnen hatten in der Gentechnik die Gefahr der Kommerzialisierung der Struktur des weiblichen Körpers gesehen.
20. April
Spanien 1985 – Nach Auseinandersetzungen mit seinem Nachfolger als Parteichef, Gerardo Iglesias, war Santiago Carrillo, einer der führenden Vertreter des „Eurokommunismus“, aus der Kommunistischen Partei Spaniens ausgeschlossen worden.
21. April
BRD 1985 – Anlässlich der Befreiung des Lagers Bergen-Belsen 1945 hatte im Beisein von Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker und Bundeskanzler Helmut Kohl eine internationale Gedenkfeier auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers stattgefunden.
21. April
Brasilien 1985 – Nach dem Tod des gewählten Präsidenten Tancredo de Almeida Neves war dessen Vizepräsident José de Ribanmar Sarney das neues Staatsoberhaupt Brasiliens geworden.
21. April
Reitsport 1985 – In West-Berlin hatte der US-Amerikaner Conrad Homfeld auf Abdullah den Weltpokal der Springreiter gewonnen.
21. April
Leichtathletik 1985 – Der Portugiese Carlos Lopes hatte mit 2:07,11 h in Rotterdam (Niederlande) einen Marathon-Weltrekord aufgestellt. Ebenfalls einen Marathon-Weltrekord hatte die Norwegerin Ingrid Kristiansen mit 2:21,06 h in London aufgestellt.
22. April
Ungarn 1985 – Der Versuch von zwei prominenten Dissidenten – Laszlo Rajk (Sohn des 1949 hingerichteten ungarischen Innenminister gleichen Namens) und Miklos Tamas-Gaspar – sich in Budapest als Kandidaten für die Parlamentswahlen im Juni aufstellen zu lassen, scheiterte. In ihren Wahlbezirken hatten sie die Zahl der für die Nominierung notwendigen Stimmen verfehlt.
22. April
Haiti 1985 – Der Präsident von Haiti, Jean-Claude Duvalier, legte einen Plan für einen „institutionellen Pluralismus“ vor, der unter anderem vorsah, dass die seit 1957 verbotenen Oppositionsparteien wieder zugelassen wurden. Im Juli hatte der Diktator ein Referendum veranstalten lassen. Ihm war das Recht, seinen Nachfolger selbst bestimmen zu können, mit einer Zustimmung von offiziell 99,89 Prozent zuerkannt worden.
22. April
Indien 1985 – Die westindische Stadt Ahmedabad war unter Armeekontrolle gestellt worden. Bei Kastenunruhen hatte es 59 Tote gegeben.
22. April
International 1985 – Norwegische Forscher hatten im antarktischen Weddell-Meer eine bisher unbekannte 2.500 m hohe Gebirgskette entdeckt.
23. April
BRD 1985 – Der Nordrhein-Westfälische Landtag in Düsseldorf hatte auf einer Sondersitzung einen Antrag der CDU-Opposition abgelehnt, der beinhaltet hatte, dass Ministerpräsident Johannes Rau (SPD) und zwei seiner Minister wegen des Baues des umstrittenen Großklinikums Aachen vor dem Verfassungsgericht des Landes angeklagt werden sollten.
23. April
DDR/Italien 1985 – Der DDR-Staatsratsvorsitzende Erich Honecker war zu einem zweitägigen Besuch in der italienischen Hauptstadt Rom eingetroffen. Es war Honeckers erster Aufenthalt in einem Land der NATO. Honecker war während seines Aufenthalts auch mit Papst Johannes Paul II. Zusammengetroffen.
23. April
USA 1985 – Mit 248 gegen 180 Stimmen hatte das US-Repräsentantenhaus eine Regierungsvorlage abgelehnt, durch die den oppositionellen Contras in Nicaragua eine humanitäre Hilfe in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar (knapp 43 Milliarden DM) bewilligt werden sollte.
24. April
BRD/Justiz 1985 – Die Neuordnung des Kriegsdienstverweigerungsrechts, nach der Ersatzdienstleistende fünf Monate länger tun mussten als Wehrpflichtige bei der Bundeswehr, wurde vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe für mit dem Grundgesetz vereinbar gehalten.
24. April
USA 1985 – Im Weißen Haus in Washington hatte auf Einladung von Nancy Reagan ein Treffen von „First Ladies“ aus 18 Staaten stattgefunden, das der Bekämpfung des Drogenmissbrauchs gewidmet gewesen war.
24. April
Fußball 1985 – Aus den europäischen Pokalwettbewerben war mit dem FC Bayern München der letzte deutsche Fußballklub ausgeschieden. Die Münchner hatten beim FC Everton in Liverpool nach dem 0:0 im Hinspiel mit 1:3 verloren.
25. April
BRD 1985 – Das Gesetz gegen die sogenannte Auschwitz-Lüge, wonach die Leugnung von NS-Gewalttaten künftig von Amts wegen als Beleidigung verfolgt wurde, hatte der Deutsche Bundestag gebilligt.
25. April
West-Berlin 1985 – Bundespräsident Richard von Weizsäcker hatte die 18. Bundesgartenschau, die bis zum 20. Oktober dauerte, in West-Berlin eröffnet.
25. April
Indonesien 1985 – Die 30-Jahr-Feiern der Bewegung der Blockfreien auf Java (Indonesien) aus Anlass ihrer Gründung gingen zu Ende. Es hatten sich in der „Bandung-Deklaration“ 80 Staaten in Afrika und Asien zu noch engerer Zusammenarbeit im Kampf für eine gerechtere Weltwirtschaftsordnung verpflichtet.
25. April
Jordanien/Sinai 1985 – Am Jahrestag der Rückgabe des Sinai durch Israel 1979 war in Anwesenheit des jordanischen Königs Hussain II. von Ägyptens Präsidenten Husni Mubarak der neue Hafen Nuweiba eingeweiht worden.
25. April
BRD 1985 – Am Schaumainkai in Frankfurt am Main war das Museum für Kunsthandwerk eröffnet worden. Die Konzeption war von dem New Yorker Architekten Richard Meier entworfen worden.
26. April
BRD 1985 – Eine Rentenerhöhung zum 1. Juli 1985 in Höhe von effektiv 1,41 Prozent war vom Deutschen Bundestag gebilligt worden.
26. April
International 1985 – In der polnische Hauptstadt Warschau hatten die Mitglieder des Warschauer Paktes die Geltungsdauer des am 14. Mai 1955 geschlossenen Abkommens um 20 Jahre verlängert.
26. April
Südafrika 1985 – In Südafrika war es zu einer großen Entlassung von Grubenarbeitern gekommen. Es waren 17.000 Arbeiter entlassen worden, weil sie an spontanen Arbeitsniederlegungen beteiligt gewesen sein sollen, so lautete die Erklärung der beiden Minengesellschaften.
27. April
Film 1985 – In Oberhausen (Nordrhein-Westfalen) endeten die 31. Westdeutschen Kurzfilmtage, die fünf Tage gedauert hatten. Der brasilianische Beitrag „Povo da Luna, Povo do Sangue“ von Marcello G. Tassara erhielt den Großen Preis der Stadt Oberhausen. 27. April
Literatur 1985 – Den mit 30.000 DM dotierten Georg-Büchner-Preis hatte der DDR-Dramatiker Heiner Müller erhalten.
28. April
Libanon 1985 – Drusische Milizen waren in den von israelischen Truppen aufgegebenen Küstenstreifen südlich der Hauptstadt Beirut eingedrungen. Den Israelis waren auch moslemische und christliche Soldaten in das geräumte Gebiet nachgerückt.
29. April
BRD 1985 – Auf das Gebäude des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall sowie eine Niederlassung des Chemiekonzerns Hoechst in Köln und die Hauptniederlassung der Deutschen Bank in Düsseldorf hatten Angehörige der Revolutionären Zellen Bombenanschläge verübt.
29. April
BRD 1985 – Die sogenannten verdeckten Parteispenden, die vor 1984 geleistet worden waren, könnten auch Betriebsausgaben sein und wären damit von der Steuer absetzbar. Das hatte der Achte Senat des Finanzgerichtes Köln entschieden. Dieses Urteil hatte im Widerspruch zum Bundesverfassungsgericht gestanden.
29. April
Algerien 1985 – Wegen unerlaubten Waffenbesitzes und Verteilung regimefeindlicher Flugblätter waren in der südalgerischen Stadt Medea 85 moslemische Fundamentalisten zu Haftstrafen zwischen drei und zwölf Jahren verurteilt worden.
30. April
Angola 1985 – Als 66. Staat hatte Angola seinen Beitritt zum sogenannten Lomé-Abkommen in Luxemburg erklärt. Entwicklungsländer in Afrika, der Karibik und im Pazifik (AKP-Staaten) konnten durch diesen Pakt Zugang zu den Märkten der EG-Staaten erhalten.
30. April
OPEC 1985 – Der Exekutivausschuss der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) tagte in Genf (Schweiz). Die beteiligten Staaten hatten sich auf eine Beibehaltung der täglichen Förderquote von 16 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter) geeinigt.
30. April
Fußball 1985 – In der tschechoslowakischen Hauptstadt Prag hatte die bundesdeutsche Fußball-Nationalmannschaft das Weltmeisterschafts-Qualifikationsspiel gegen die ÇSSR mit 5:1 gewonnen.
April 1985 Deutschland in den Nachrichten
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