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Die Provinz Belgien
Belgien leitet sich aus dem Wort Belgica ab. Diesen Namen (Gallia Belgica) bekam die ehemalige Provinz unter römischer Führung von Cäsar, da das Land zu dieser Zeit von den Belgea bewohnt wurde. Unter französischem Einfluss wurden Teile von Belgien auch als Royaume de Belgique bezeichnet. Im frühen Mittelalter gehörte Belgien zum fränkischen Reich. Als sich dieses auflöste wurde auch Belgien immer wieder geteilt. Es war gerade im Hochmittelalter und der frühen Neuzeit bekannt und begehrt wegen seiner Tuchindustrie. Es war wohlhabend und sehr kulturell. Das Land fiel um 1500 immer mehr in den politischen Einfluss der Burgunder. Anfänglich herrschte der spanische Zweig der Habsburger, später dann die Österreicher. Das Land wurde dann im Laufe der französischen Revolution 1794 besetzt. Erst auf dem Wiener Kongress 1815 wurde Belgien an die Niederlande übergeben. Im Zuge der Unzufriedenheit mit der neuen Regierung gab es bereits 1830 eine große Revolution und Belgien erklärte seine Unabhängigkeit.

Ein eigener König
Die Belgien wählten Leopold von Sachsen-Coburg zu ihrem ersten König und richteten eine parlamentarische Monarchie ein. Sein Sohn Leopold II. erwarb den damaligen Kongo als Privatbesitz. Während seiner grausamen Herrschaft, starben über 10 Millionen Menschen an Zwangsarbeit und Sklaverei. Das Land wurde 1908 an den belgischen Staat abgegeben und Leopold verlor alle Rechte am Kongo.

Der Erste Weltkrieg
Als der Erste Weltkrieg ausbrach, erklärte Belgien seine Neutralität. Die Deutschen ignorieren diese und fallen über Belgien in Frankreich ein. Belgien wurde beinahe vollständig besetzt und Aufstände der Einheimischen wurden brutal niedergestreckt. Viele Städte wurden zerstört und die Belgier wurden in Deutschland als Zwangsarbeiter missbraucht. Nach dem Krieg annektierte Belgien dafür Eupen-Malmedy.

Der Zweite Weltkrieg
Auch im Zweiten Weltkrieg erklärte und verhielt sich Belgien neutral. Es waren wieder die Deutschen die das Land besetzten und als Übergangsort für ihre Schlachten mit Frankreich nutzte. Deutschland nahm sich die annektierten Gebiete zurück und Belgien musste unter den Einflüssen des NS-Regimes leiden. Jennische und jüdische Bevölkerung wurde zusammen mit Sinti und Roma in Konzentrationslager deportiert. Städte und Ländereien blieben vom Krieg überwiegend verschont. Ausnahme bildeten das östliche gelegene Sankt Vith und Bastogne, die stark unter den Angriffen im Winter 1944/45 gelitten hatten.

Belgien nach dem Krieg
1958 wurde das lang geplante Zoll- und Wirtschaftseinheit mit den Niederlanden und Luxemburg realisiert. Später hatten große Organisationen wie die EWG, die Europäische Union und die Nato ihren Sitz in Belgien. Insgesamt spielte es immer wieder eine Schlüsselrolle im europäischen Einigungsprozess. Heute umfasst Belgien rund 10,5 Millionen Einwohner und hat eine Fläche von 30.528km².

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