Juli 1979 - Machtwechsel im Irak

Kalender Juli 1979
Ahmad Hasan Al Bakr, der irakische Staatspräsident tritt nach 11 Jahren Amtszeit, angeblich wegen gesundheitlichen Problemen zurück. Sein Nachfolger wurde der 1937 in Takrit geborene Saddam Hussein. Hussein ist jetzt nicht nur Präsident, Vorsitzender des Kommandorates der Revolution und Regierungschef sowie Generalsekretär der nationalistisch-sozialistischen Bath-Partei. Eine seiner ersten Amtshandlungen waren die Verhaftung von 54 hochrangige  Personen von denen 21 Personen zum Tode verurteilt wurden.. Zudem wurden über 200 militante Schiiten verhaftet. Im August beginnt die Bombardierung auf kurdische Städte.


Wichtige Ereignisse im Juli 1979

1. Juli
Steuern 1979 - Die Mehrwertsteuer wird in Deutschland von 12% auf 13% erhöht.
1. Juli
Fußball 1979 - Ex-Nationalspieler Uli Hoeneß wird Manager des FC Bayern München.
2. Juli

CDU 1979 - Franz Josef Strauß wird Kanzlerkandidat der CDU/CSU für die Bundestagswahl 1980.
3. Juli

BRD 1979 - Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Elfenbeinküste tritt in Kraft.

3. Juli
Gesetze 1979 - Der Deutsche Bundestag beschließt, bei Mord und Völkermord die Verjährung endgültig aufzuheben.
4. Juli

Bundeskanzler Helmut Schmidt forderte in einer Regierungserklärung vor dem Deutschen Bundestag erhöhte Anstrengungen zur Einschränkung des Energieverbrauchs, lehnte aber drastische Maßnahmen wie ein Tempolimit oder Benzinrationierung ab.
4. Juli
Nach 14 Jahren Hausarrest wurde dem früheren Ministerpräsidenten und ersten Präsidenten Algeriens Mohammed Ahmed Ben Bella, eine beschränkte Bewegungsfreiheit zugestanden.


5. Juli
Im Iran wurden nach den Banken und Versicherungsunternehmen jetzt auch Teile der Schwerindustrie verstaatlicht.
5. Juli
Mit den Stimmen der Fraktionen von CDU und FDP wählte der Saarländische Landtag den CDU-Landesvorsitzenden Werner Zeyer zum neuen Regierungschef. Er folgte dem am 26. Juni verstorbenen Franz-Josef Röder im Amt.
6. Juli
In Frankfurt am Main fand der zweitägige 13. Kongress der Internationalen Union Sozialistischer Jugend statt. Ihm gehörten die Nachwuchsorganisationen der Sozialistischen Internationale an.
6. Juli
Bei einer Plutoniumexplosion auf dem französischen Südsee-Atoll Mururoa starb ein Kerntechniker.
7. Juli
Politik 1070 - Die baden-württembergische CDU wählt Ministerpräsident Lothar Späth zum neuen Landesvorsitzenden als Nachfolger des zurückgetretenen Hans Filbinger.
8. Juli
Bundeskanzler Helmut Schmidt besuchte Italien für zwei Tage. Er sprach mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giulio Andreotti und wurde von Papst Johannes Paul II. zu einem Meinungsaustausch über die Lage in Osteuropa empfangen.
8. Juli
In Wien fanden zweitägige Beratungen zwischen dem PLO-Chef Jasir Afrafat und den sozial demokratischen Politikern Willy Brand und Bruno Kreisky statt.

9. Juli
Raumfahrt 1979 - Die amerikanische Raumsonde Voyager 2 fliegt am Jupiter vorbei und liefert viele Fotos von Jupiter und seinen Monden
9. Juli
Dier früheren Bundespräsident Walter Scheel wird zum Ehrenvorsitzenden der FDP ernannt.
10. Juli
Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) legte den Verfassungsschutzbericht 1978 vor. Aus diesem sind erstmals Terroraktivitäten von Rechtsextremisten in der Bundesrepublik ersichtliche.
10. Juli
Der von den USA und Südkorea unterbreitete Vorschlag von Dreiergesprächen über eine Wiedervereinigung wurde von Nordkorea abgelehnt. Nordkorea war aber bereit, mit beiden Regierungen getrennt zu verhandeln.

11. Juli
Raumfahrt 1979 - Die Raumstation Skylab verglüht in der Atmosphäre

12. Juli
Kiribati 1979 - Kiribati wird unabhängig von Großbritannien
13. Juli
Nachdem alle Bemühungen eine neue Regierung nach dem Sturz der Regierung von Carlos Mota Pinto am 6. Juni gescheitert waren, löste der portugiesische Staatspräsident António dos Santos Ramalho Eanes das portugiesische Parlament auf.
14. Juli
In der nordäthiopischen Küstenprovinz Eritrea starteten 50 000 äthiopische Soldaten einen erneuten Feldzug gegen die Rebellen.
14. Juli
Bei einem Autounfall in der Nähe von München wurde der Fußball-Nationaltorhüter Sepp Maier schwer verletzt und musste seine Karriere beenden.


15. Juli
US-Präsident James E. „Jimmy“ Carter rief in einer landesweit übertragenen Fernsehansprache die Amerikaner dazu auf, sich von der Abhängigkeit von importiertem Erdöl zu befreien. Der Präsident stellte ein auf zehn Jahre angelegtes Energiesparprogramm vor.
15. Juli
Nach 27monatiger Amtszeit trat der indische Ministerpräsident Morarji Ranchhodji Desai zurück, nachdem mehr als 60 Parlamentarier aus seiner Janata-Partei ausgeschieden waren. Nachfolger Desais wurde am 28. Juli sein bisheriger Stellvertreter Charan Singh.

16. Juli
Iran 1979 - Der irakische Präsident Ahmad Hasan al-Bakr tritt zurück und Saddam Hussein übernahm die Macht als Staats- und Regierungschef.
17. Juli
Die Flucht von Staatspräsident Anstasio Somoza Debayle führte in Nicaragua zu einem Bürgerkrieg. Eine von der revolutionären Junta eingesetzte „Regierung des Wiederaufbaus“ trat am 20. Juli ihre Arbeit an.
17. Juli
Die frühere französische Gesundheitsministerin Simone Veil wurde zur Präsidentin des Europäischen Parlaments gewählt.
18. Juli
Der sowjetische Staats- und Parteichef Leonid I. Breschnew empfing auf der Krim den tschechoslowakischen Präsident Gustav Husak als ersten von sechs Ostblock-Führern.
18. Juli
Zum ersten Mal in der Geschichte des freien Goldmarktes überschritt der Goldpreis die 300 Dollar-Marke und erreichte beim Fixing in London 302,15 US-Dollar (517 DM) pro Unze Feingold.

19. Juli
Nicaragua 1979 - Die Nicaraguanische Revolution beginnt
20. Juli
Der frühere IBM-Manager Thomas Watson wurde zum neuen Botschafter der USA in Moskau ernannt. Er galt als Kritiker des SALT-II-Abrüstungsvertrages.
20. Juli
Bei Stimmenthaltung der USA verurteilte der UN-Sicherheitsrat einstimmig die israelische Siedlungspolitik in den seit 1967 besetzten arabischen Gebieten einschließlich von Jerusalem.
21. Juli
In Genf fand eine zweitägige Konferenz der Vereinten Nationen über das Schicksal der Indochina-Flüchtlinge statt. Vietnam verpflichtete sich, die unkontrollierte Auswanderung zu stoppen. Die Teilnehmerstaaten erklärten sich bereit, für insgesamt 260 000 dieser „boat-people“ Asyl zu schaffen und die Finanzhilfe auf 190 Millionen US-Dollar (327 Millionen DM) zu erhöhen.
21. Juli
In Moskau begann die bis zum 4. August dauernde 7. Völker-Spartakiade, an der die Mannschaften der 15 Sowjet-Republiken sowie Sportler aus 84 Ländern teilnahmen. Sie galt als Generalprobe für die Olympischen Spiele 1980.
22. Juli
Der 24-jährige Franzose Bernard Hinault gewann mit einem Vorsprung von 3:07 Minuten wie im Vorjahr die Tour de France.
23. Juli
Frankfurt 1979 - Unter dem Titel "Homolulu" findet in Frankfurt am Main ein einwöchiges internationales Treffen von Homosexuelleninitiativen statt.
24. Juli
Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe bestätigte eine begrenzte steuerliche Abzugsfähigkeit von Parteispenden.
24. Juli
Die belgische Armee kaufte 1039 Kettenfahrzeuge in den USA. Die Panzerfahrzeuge sollten zu 70 Prozent in Belgien selbst gefertigt werden.
24. Juli
Wegen Steuerschulden in Höhe von etwa 340 Millionen DM musste die Konzern-freie Mineralölgesellschaft Goldbach (Goldin) in Wanne--Eickel schließen.
25. Juli
Der Bundesgerichtshof fällte ein Urteil, wonach sich NS-Schriften, die vor der Gründung der Bundesrepublik veröffentlicht wurden, nicht gegen den Bestand des Staates richten könnten und daher nicht verboten seien.
25. Juli
Israel gab ein etwa 6000 Quadratkilometer großes Gebiet auf der Halbinsel Sinai an Ägypten zurück.
26. Juli
In Westberlin wurde die 41-jährige Ilse Jandt wegen Beteiligung an der Ermordung des Studenten Ulrich Schmücker im April 1974 zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt.
26. Juli
Der US-Senat billigte mit 64 gegen 30 Stimmen die Regierungsvorlage über die Übergabe des Panama-Kanals am 1. Oktober. Das Repräsentantenhaus hatte die Gesetzesvorlage am 21. Juli mit 224 geben 202 Stimmen gebilligt.
27. Juli
Die spanische Polizei verhaftete zwei führende Mitglieder der Terrororganisation GRAPO. Ihnen wurde die Beteiligung an einem Bombenanschlag in Madrid am 26. Mai vorgeworfen, bei dem acht Menschen starben.
28. Juli
In Polen wurde ein Energiesparprogramm bekannt gegeben. Danach wurden die Preise für Kraftstoffe um bis zu 25 Prozent angehoben und die Höchstgeschwindigkeiten für PKW auf den Fernstraßen auf 90 km/h und auf anderen Straßen auf 80 km/h reduziert.
29. Juli
Ein Bombenanschlag der baskischen Untergrundorganisation ETA auf zwei Bahnhöfe und den Flughafen in Madrid forderte fünf Tote und 113 Verletzte.
30. Juli
Klaus Bölling, der Sprecher der Bundesregierung, wies die Kritik des Iran an der Bundesrepublik zurück. Ein Sprecher der iranischen Führung hatte westdeutschen Medien und Politikern eine „beleidigende Haltung“ gegenüber der Revolution im Iran vorgeworfen.
31. Juli
Der frühere US-Außenminister Henry A. Kissinger äußerte vor dem Außenpolitischen Ausschuss des US-Senats seine bedingte Zustimmung zum SALT-II-Vertrag, weil er den sowjetischen Vorsprung der konventionellen Rüstung nicht beenden und sich das militärische Gleichgewicht der Kräfte sich zunehmen zugunsten der UdSSR verschieben würde.
31. Juli
Die Regierung Chiles sagte nach einem Gespräch mit Arbeitnehmervertretern eine Überprüfung der restriktiven Gewerkschaftsgesetz zu.

Juli 1979 in den Nachrichten

Gesetz Zur Neuregelung Des Rechts Der Elterlichen Sorge
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Übergangs- und Schlußvorschriften Kinder-. Bundesgesetzblatt Jahrgang 1979 Teil I Nr. 42, ausgegeben am 24.07.1979, Seite 1061; Gesetz zur .... >>>

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