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Mai 1954 - Bewunderung für einen Fälscher

Kalender Mai 1954
Er war wohl weltweit der berühmteste Briefmarkenfälscher und in jedem Fall sein Geld wert – der Franzose Jean de Sperati. Sonst hätten die Briten ihm nicht so eine hohe Summe gezahlt, damit er keine gefälschten Marken mehr in Umlauf brachte. Er war als Künstler durchaus anerkannt. Nicht annähernd so viel Anerkennung bekam die junge DDR, der deutsche Nachbarstaat der Bundesrepublik. Die skandinavischen Länder weigerten geschlossen, dieses Land anzuerkennen. Die politische Schlagzeile des Monats betraf Frankreich, bzw. deren Niederlage in Vietnam. Das Ereignis zog immer wieder antikommunistische Demonstrationen nach sich. Die Sorge deswegen war so groß, dass die Franzosen sogar auf den Auftritt des berühmten Bolschoi-Balletts aus Moskau verzichteten, um nicht noch mehr Protest dieser Art zu provozieren. Von deutscher Einigkeit war auch weit und breit noch nichts zu hören, wenngleich es seitens der Bundesrepublik Bemühungen gab.
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Wichtige Ereignisse im Mai 1954

1. Mai
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte bei den Mai-Feierlichkeiten in der Bundesrepublik die Einführung der Fünf-Tage-Woche und eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden.
1. Mai
Die Besatzung einer bundesdeutschen Hafenbarkasse verhinderte in Brunsbüttelkoog die Flucht eines polnischen Matrosen in die Bundesrepublik.
1. Mai
Der spanische Maler Pablo Picasso (1881-1973) malte das Porträt „Sylvette“.
2. Mai
Bei den Parlamentswahlen in der Türkei erreichte die Demokratische Partei, die seit Mai 1950 das Land regierte, 504 von 541 Sitzen im Parlament.
2. Mai
In München fand der Deutsche Studententag statt, den Bundespräsident Theodor Heuss (1884-1963) eröffnete und an dem etwa 4.000 Studenten aus 16 Nationen teilnahmen.
2. Mai
Die Einzelwettbewerbe beim Internationalen Tennisturnier in Wiesbaden gewannen der schwedische Tennisspieler Lennart Bergelin (1925-2008) und die US-Amerikanerin Maureen Connolly (1934-1969).
3. Mai
Die Demokratische Republik Vietnam wurde von der UdSSR und der Volksrepublik China nachträglich zur Genfer Konferenz eingeladen.
3. Mai
Für sein autobiografisches Buch „The Spirit of St. Louis“ (deutscher Titel: Mein Flug über den Ozean) erhielt der US-Amerikaner Charles Lindbergh (1902-1974) den Pulitzer-Preis.
3. Mai
Nachdem die Gesellschaft britischer Briefmarkensammler dem französischen Briefmarkenfälscher Jean de Sperati (1884-1957) umgerechnet 100.000 DM gezahlt hatte, erklärte sich Sperati im Gegenzug bereit, künftig keine Marken mehr zu imitieren.
3. Mai
Für die bevorstehende Daviscup-Begegnung mit Spanien wurden die beiden Tennisspieler Fausto Gardini (1930-2008) und Giuseppe Merlo (*1927) vom italienischen Tennisverband gesperrt. Die beiden Spieler hatten für ihren Einsatz überhöhte Geldforderungen gestellt.
3. Mai
Die Olympischen Sommerspiele 1956 wurden vom Exekutivausschuss des Internationalen Olympischen Komitee an Melbourne (Australien) vergeben.
4. Mai
In einer gemeinsamen Erklärung verweigerten die Regierungen von Dänemark, Schweden, Norwegen und Island der DDR die Anerkennung als souveränen Staat.
4. Mai
Während einer Sitzung im iranischen Parlament in Teheran kam es zu Sympathiekundgebungen für den 1953 abgesetzten ehemaligen Ministerpräsidenten Mohammad Mossadegh (1882-1967). Drei Viertel der Abgeordneten beteiligten sich an der Sympathiekundgebung.
5. Mai
Im italienischen Grosseto kamen bei einem Bergwerksunglück 43 Bergleute ums Leben.
6. Mai
Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands der DDR erklärte in West-Berlin ihre Absicht, sich an den Wahlen zum Westberliner Abgeordnetenhaus im Dezember zu beteiligen.
6. Mai
Überraschend stimmten mehrere Abgeordnete der FDP bei der Abstimmung über den Etat von Familienminister Franz-Josef Wuermeling (1900-1986) gegen den Etatentwurf der Regierungskoalition aus CDU, FDP und dem Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE).
6. Mai
Die KPD-Funktionäre Horst Reichel und Herbert Beyer wurden vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe zu drei bzw. eineinhalb Jahren Gefängnis wegen Hochverrats verurteilt.
6.Mai
In der französischen Hauptstadt Paris sprach die französische Nationalversammlung Ministerpräsident Joseph Laniel (1889-1975) das Vertrauen aus. Das Parlament wollte Laniel damit die Möglichkeit geben, den Indochina-Krieg zu beenden.
6. Mai
Als erster Mensch lief der Brite Roger Bannister (*1929) die englische Meile (1609,35 m) unter 4 Minuten.
7. Mai
Die französischen Truppenverbände verloren die Entscheidungsschlacht um die Festung Dien Bien Phu in Nordvietnam gegen die Vietminh. Damit war die letzte Bastion Frankreichs in Indochina gefallen. Am 21. Juli endete die französische Kolonialherrschaft über Indochina.
7. Mai
Der von der UdSSR vorgeschlagene Beitritt der Sowjetunion zum Nordatlantischen Verteidigungsbündnis (NATO) wurde von den USA, Großbritannien und Frankreich abgelehnt.
7. Mai
Der Bundesrat verabschiedete zwei Gesetze zur Neuordnung des Verkehrs, die unter anderem die Senkung der Kraftfahrzeug-Steuer um 10 Prozent vorsahen.
7. Mai
Der „Preis der Nationen“ beim Internationalen Reitturnier von Rom gewann Spanien knapp vor der bundesdeutschen Mannschaft.
8. Mai
Nach der Niederlage der französischen Truppen am Vortag in Dien Bien Phu (Vietnam) kam es in Frankreich zu antikommunistischen Demonstrationen.
8. Mai
In Paraguay übernahm nach einem Militärputsch General Alfredo Stroessner (1912-2006) die Macht im Land.
8. Mai
In Bielefeld wurde auf dem Parteitag des Gesamtdeutschen Blocks/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE) Theodor Oberländer (1905-1998) als Nachfolger von Waldemar Kraft (1898-1977) zum Vorsitzenden der Partei gewählt.
8. Mai
In Darmstadt wurde zwei ehemalige Soldaten der Deutschen Wehrmacht zu drei bzw. vier Jahren Haft verurteilt. Die Tötung von mindestens 60 Juden in der sowjetischen Stadt Smolensk während des Zweiten Weltkrieges war den beiden Angeklagten vorgeworfen worden.
8. Mai
Seinen eigenen Weltrekord im Kugelstoßen verbesserte der US-amerikanische Sportler Parry O’Brien (1932-2007) auf 18,42 m.
8. Mai
Anlässlich einer Kranzniederlegung in der französischen Hauptstadt Paris, die Charles de Gaulle (1890-1970) am Grab des unbekannten Soldaten vornahm, kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen der Polizei und aufgebrachten Anhängern von de Gaulle.
9. Mai
Die Fettrationierung, die während des Zweiten Weltkrieges in Großbritannien vorgenommen worden war, wurde aufgehoben.
9. Mai
In Duisburg wurde der TuS Lintfort mit einem knappen 14:13-Sieg über den TuS Rheinhausen Westdeutscher Feldhandball-Meister.
10. Mai
Italien klagte vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag (Niederlande) gegen die drei Westmächte, um die Herausgabe von Münzgold im Wert von umgerechnet 11,76 Millionen DM zu erreichen. Das Gold war 1943 in Rom von deutschen Truppen nach der deutschen Besetzung Italiens beschlagnahmt worden.
10. Mai
Die zweite Volkszählung nach dem Zweiten Weltkrieg in Frankreich ergab gegenüber 1946 ein Bevölkerungswachstum um 2,2 Millionen Einwohner auf 42,7 Millionen Einwohner.
10. Mai
Überraschend erhielt das Moskauer Bolschoi-Ballett in der französischen Hauptstadt Paris Auftrittsverbot. Diese Maßnahme begründete die Regierung Frankreichs mit der Sorge vor antikommunistischen Demonstrationen nach der französischen Niederlage in Dien Bien Phu (Vietnam).
10. Mai
Der Schriftsteller Otto Flake (1880-1963) erhielt in Hausen im Wiesental (Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg) den Johann-Peter-Hebel-Preis 1954.
11. Mai
Gerüchte, nach denen zwischen der Sowjetunion und der DDR Verhandlungen über einen separaten Friedensvertrag angeblich im Gange gewesen sein sollten, wurden vom DDR-Außenministerium in Ost-Berlin dementiert.
11. Mai
In Straßburg wurde per Akklamation der ehemalige italienische Ministerpräsident Alcide De Gasperi (1881-1954) zum Präsidenten der Montanunion gewählt.
12. Mai
Der nordrhein-westfälische Landtag verabschiedete in Düsseldorf ein Gesetz zur Schaffung eines eigenständigen Rundfunksenders für Westdeutschland.
12. Mai
Auf der griechischen Halbinsel Peloponnes ereignete sich ein schweres Erdbeben. Die Städte Patras, Pirogos und Tripolis waren davon besonders betroffen.
13. Mai
US-Präsident Dwight D. Eisenhower (1890-1969) unterschrieb ein Abkommen mit Kanada über den Bau eines Kanals, der die Großen Seen über den St. Lorenz mit dem Atlantischen Ozean verbinden sollte.
13. Mai
In der britischen Hauptstadt London begann die Fünf-Mächte-Abrüstungskonferenz. Vertreter Kanadas, Großbritanniens, Frankreichs der USA und der UdSSR verhandelten über eine internationale Kontrolle der Verbreitung von Atomwaffen. Die Gespräche dauerten bis zum 22. Juni und endeten ohne Ergebnis.
13. Mai
In der sowjetischen Hauptstadt Moskau verteidigte der sowjetische Schachspieler Michail M. Botwinnik (1911-1995) seinen Titel als Schachweltmeister.
13. Mai
In New York wurde das Musical „The Pajama Game“ uraufgeführt. Die Musik hatten Richard Adler und Jerry Ross komponiert. Das Libretto stammte von George Abbott und Richard Bissel.
14. Mai
Die Bundesregierung in Bonn lehnte in einer Presseverlautbarung die Aufnahme diplomatischer Beziehung zur Sowjetunion ab. Dagegen sei die Bundesregierung „fest entschlossen“, die bestehende Zusammenarbeit zu den Ländern des „freien Westens“ weiter auszubauen.
14. Mai
In Bonn forderte die SPD die Schließung des Rekrutierungsbüros der Fremdenlegion und ein Werbungsverbot für „diese verdammte Legion“.
14. Mai
Ein Militärgericht in Lyon (Frankreich) verurteilte im Revisionsverfahren die Ärzte Otto Bickenbach (1901-1971) und Eugen Haagen (1898-1972) zu je 20 Jahren Haft. Ihnen war vorgeworfen worden, während des Zweiten Weltkriegs medizinische Experimente an Häftlingen im KZ Natzweiler-Struthof durchgeführt zu haben.
14. Mai
Die belgische Regierung löste mit der Herabsetzung der Militärdienstzeit von 21 auf 18 Monate ein Wahlversprechen ein.
14. Mai
Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard (1897-1977) eröffnete in Düsseldorf die „Internationale Messe für Druck und Papier“ (DRUPA). Die Messe dauerte bis zum 30. Mai.
14. Mai
Um den Touristenverkehr zu fördern, senkte die belgische Regierung die Benzinpreise für Ausländer, die sich länger als drei Tage in Belgien aufhielten.
14. Mai
Für den von ihm geleiteten Frankfurter Zoo brachte Bernhard Grzimek (1909-1987) ein Okapi von einer Afrika-Expedition mit. Das giraffenartige Tier galt als zoologische Rarität.
15. Mai
Um eine bessere Ausbildung der Akademiker zu gewährleisten, wurde an der Kölner Universität die Pflichtsemesterzahl für Studenten der Studiengänge Volkswirtschaft, Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer von sechs auf acht Semester heraufgesetzt.
15. Mai
Nach einer fast sechsmonatigen Weltreise kehrte die britische Königin Elisabeth II. (*1926) nach Großbritannien zurück.
16. Mai
Zwischen nationalchinesischen und rotchinesischen Kriegsschiffen kam es vor der Küste der chinesischen Provinz Zhe Kiang zu einem kleineren Seegefecht.
17. Mai
Um erste Gespräche über zwischenstaatliche Kontakte beider Länder miteinander führen zu können, stimmte der FDP-Bundesvorstand dem Vorschlag von Karl Georg Pfleiderer (1899-1957) zu, eine Delegation von Bundestagsabgeordneten in die Sowjetunion zu entsenden.
17. Mai
Der Oberste Gerichtshof in Washington (USA) erklärte die Rassentrennung in öffentlichen Schulen für verfassungswidrig und verbot sie.
17. Mai
Wissenschaftler der ischen Universitäten Osaka und Niigaka registrierten starke radioaktive Verseuchung des Regenwassers. Der Grund dafür waren die zahlreichen Wasserstoff-Bomben-Versuche im Südpazifik.
18. Mai
In Bonn kündigte das Bundesverkehrsministerium den Ausbau bundesdeutscher Autobahnen im Frühjahr 1955 an.
18. Mai
In Schweden wurden riesige Uran-Vorkommen gefunden. Amtlichen Angaben zufolge wurde damit die Energieversorgung des skandinavischen Landes für „mehrere Jahrtausende“ gedeckt werden können.
18. Mai
In der italienischen Hauptstadt Rom traf ein Protestmarsch von 600 Blinden ein, die am 8. Mai in Florenz aufgebrochen waren. Die blinden Demonstranten wollten eine Erhöhung ihrer Renten mit dem „Marsch des Schweigens“ bewirken.
18. Mai
In der bundesdeutschen Hauptstadt Bonn wurde eine Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften eingerichtet.
18. Mai
In Stuttgart (Baden-Württemberg) kaufte die Stadt Frankfurt am Main bei einer Versteigerung das Originalmanuskript von Heinrich Hoffmanns (1809-1894) „Struwwelpeter“ für 41.000 DM.
19. Mai
In Karatschi, der Hauptstadt von Pakistan, unterzeichneten Vertreter Pakistans und der Vereinigten Staaten ein gegenseitiges Militärhilfe-Abkommen.
19. Mai
Von der bayerischen Landesregierung wurde beschlossen, bei Staatsfeierlichkeiten neben der bayerischen Nationalflagge in Zukunft auch die schwarz-rot-goldene Flagge der Bundesrepublik zu hissen.
20. Mai
In Straßburg (Frankreich) erzielten der Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876-1967) und der stellvertretende französische Ministerpräsident Pierre-Henri Teitgen (1908-1997) Einigung über die Saar-Frage. Danach sollte das Saar-Gebiet einen europäischen Status erhalten, über den die saarländische Bevölkerung abstimmen musste.
20. Mai
Wegen der bereits seit Anfang des Jahres gespannten Beziehungen zwischen Nicaragua und Guatemala brach Nicaragua die diplomatischen Beziehung zu Guatemala ab. Die guatemaltekische Regierung beschuldigte Nicaragua, den Sturz der Regierung unter Präsident Jacobo Arbenz Guzmán (1913-1971) planmäßig vorzubereiten.
20.Mai
In Irland verlor die Regierungspartei Fianna Fáil von Ministerpräsident Eamon de Valera (1882-1975) ihre Mehrheit bei den Parlamentswahlen.
20. Mai
Einem Beschluss des Internationalen Olympischen Komitees zufolge, sollte bei künftigen Schwimmwettbewerben der Schmetterlingsstil zugelassen werden.
20. Mai
In Taiwan wurde Chiang Kai-shek (1887-1975) Präsident des Landes.
21. Mai
In Korea gewann bei den Parlamentswahlen die Liberale Partei von Ministerpräsident Syngman Rhee (1875-1965) die absolute Mehrheit.
21. Mai
Die Zuschlagtarife für Schnellzüge wurde vereinheitlicht. Das hatte die Bundesbahn beschlossen. Für alle Klassen und Entfernungen würde in Zukunft ein Aufschlag von 2 DM erhoben werden.
21. Mai
In Köln wurde das Mahnmal der „Trauernden Eltern“ aufgestellt als Gedenkstätte für die Opfer der beiden Weltkriege. Das Mahnmal wurde nach Entwürfen der Künstlerin Käthe Kollwitz (1867-1945) erschaffen.
22. Mai
In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen unterzeichneten Regierungsvertreter aus Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland ein Abkommen zur Bildung eines gemeinsamen Arbeitsmarktes.
22. Mai
Kardinal Celso Constantini (1876-1958) wurde von Papst Pius XII. (1876-1958) zum „Großkanzler der heiligen römischen Kirche“ ernannt. Seit 1942 war dieses Amt unbesetzt gewesen. Der Großkanzler fertigt Erlasse und Bullen des Papstes an.
22. Mai
Die Kundgebung des US-amerikanischen Evangelisten und Predigers Billy Graham (*1918) wurde im Wembley-Stadion in London von 120.000 Menschen besucht.
22. Mai
In Luzern (Schweiz) gewann die bundesdeutsche Springreiter-Mannschaft beim internationalen Reitturnier den „Preis der Nationen“.
22. Mai
Die sowjetische Speerwerferin Nadjeschda Konjajewa (*1931) erzielte in Kiew (Sowjetunion) mit 55,11 Metern den Weltrekord.
23. Mai
In London kündigte der britische Premierminister Winston Churchill (1874-1965) die Abreise der britischen Delegation bei der Genfer Konferenz an, für den Fall, dass in zehn Tagen keine Einigung über die Indochina-Frage erzielt werden könne.
23. Mai
Hannover 96 wurde mit einem 5:1-Sieg über den 1. FC Kaiserslautern in Hamburg überraschend Deutscher Fußballmeister.
24. Mai
Das US-amerikanische Außenministerium beschloss, all den Ländern, die für Verzögerungen bei der Bildung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) verantwortlich waren, keine finanzielle Hilfe mehr zukommen zu lassen.
24. Mai
In der Bundesrepublik wurden eine Reihe von kommunistischen Politikern festgenommen. Darunter befanden sich die ehemaligen Bundestagsabgeordneten Walter Fisch (1910-1966) und Friedrich Rische (1914-2007).
24. Mai
Der US-amerikanische Komponist und Dirigent Igor Strawinski (1882-1971) wurde in London von den Einwanderungsbehörden an der Einreise nach Großbritannien gehindert, weil er keine Arbeitsgenehmigung vorweisen konnte.
25. Mai
Der Aufsichtsrat der „Luftverkehrsbedarfs AG/Luftag“ beschloss die Umbenennung des Unternehmens in „Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft“.
25. Mai
Während des Abschiedsbesuchs des abberufenen französischen Generalresidenten General Augustin Guillaume (1895-1983) in Marokko wurden 36 Menschen durch ein Bombenattentat verletzt. Für den Anschlag waren angeblich marokkanische Nationalisten verantwortlich, die mit Terroraktionen den Abzug der französischen Kolonialtruppen herbeiführen wollten.
25. Mai
Um beide Staaten für eine mögliche kriegerische Auseinandersetzung mit Guatemala zu stärken, lieferte die US-amerikanische Regierung an Honduras und Nicaragua Waffenmaterial in diese Länder.
25. Mai
Zu einem siebenwöchigen Staatsbesuch traf Äthiopiens Kaiser Haile Selassie I. (1892-1975) in den Vereinigten Staaten ein.
25. Mai
Die Parteizeitung der SED „Neues Deutschland“ meldete eine schlechte Versorgungslage für Gebrauchsgüter in der DDR. Es fehlte in vielen Städten in den staatseigenen Läden an Haushaltsartikeln wie Kannen, Bestecken und Sieben.
25. Mai
Auf dem Versuchsgelände von White Sands (US-Bundesstaat New Mexico) erreichte die US-amerikanische Einstufen-Rakete „Wiking“ mit einer Höhe von 254 km einen neuen Rekord. Der alte Rekord hatte bei 218 km gelegen.
25. Mai
Das US-amerikanische Verteidigungsministerium erklärte in einer weltweiten Aktion gegen Geldfälscher den sogenannten Militärdollar für alle Militärstützpunkte außerhalb der USA für ungültig. Die Militärdollars waren bisher in den außerhalb der Vereinigten Staaten gelegenen Stützpunkten der US-Streitkräfte anstatt regulärer Zahlungsmittel ausgegeben worden.
25. Mai
Der US-amerikanische Foto-Reporter Robert Capa (1913-1954) kam in Vietnam durch eine Miene ums Leben.
26. Mai
Vor der Küste von Rhode Island (USA) kamen bei einem Großbrand auf dem US-amerikanischen Flugzeugträger „Bennington“ mehr als 100 Besatzungsmitglieder ums Leben. Mindestens 200 Menschen wurden verletzt.
26. Mai
Mit dem „Schleswig-Holstein Block“ konstituierte sich in Kiel eine neue Landespartei. Sie wollte alle „rechtsstehenden“ politischen Kräfte sammeln, die mit der Politik der CDU in Schleswig-Holstein nicht einverstanden waren.
26. Mai
Von den zuständigen Amtsgerichten in Bonn und München wurde der Verkauf der „Münchener Illustrierten“ untersagt, weil auf dem Titelbild die US-amerikanische Schauspielerin Jane Russel in „einem die Jugend gefährdenden Aufzug“ abgedruckt war.
27. Mai
Ein US-amerikanisches Distriktgericht verurteilte in München den ehemaligen stellvertretenden Lagerkommandanten des Internierungslagers Budweis, Wenzel Hrnecek, wegen Misshandlung von Sudetendeutschen zu acht Jahren Gefängnis.
28. Mai
Ein neues Diätengesetz wurde vom Deutschen Bundestag verabschiedet. Danach erhielten Abgeordnete eine Aufwandsentschädigung von 750 DM und eine Unkostenpauschale von 700 DM monatlich.
28. Mai
Ein mehr als 4000 Jahre altes „Sonnenboot“ von König Cheops wurde in der Nähe der Cheopspyramide bei Gizeh (Ägypten) gefunden. König Cheops hatte um 2530 v. Chr. gelebt.
29. Mai
Der ehemalige Papst Pius X. (1835-1914), der von 1903 bis 1914 im Amt gewesen war, wurde in Rom heiliggesprochen.
29. Mai
In der tunesischen Hauptstadt Tunis wurde von Unbekannten ein Mordanschlag auf den Ministerpräsidenten Mohamed Salah M’Zali (1896-1984) verübt, das er überlebte.
29. Mai
In Oosterbeek, in der Nähe von Arnheim (Niederlande), fand die erste Bilderberg-Konferenz statt, die bis zum 31. Mai andauerte. Sie kam auf Einladung von Prinz Bernhard der Niederlande (1911-2004) zustande und wurde in dessen „Hotel de Bilderberg“ abgehalten. Der Name wurde übernommen. Zu diesem informellen, privaten Treffen waren einflussreiche Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Militär, Politik, Medien, Hochschulen und Adel geladen.
30. Mai
Die seit 1941 unterbrochenen diplomatischen Beziehungen wurden von Bulgarien und Griechenland wieder aufgenommen.
30. Mai
Die Einzelwettbewerbe bei den Internationalen Tennisweltmeisterschaften von Frankreich gewannen die US-Amerikaner Tony Trabert (*1930) bei den Herren und Maureen Connolly (1934-1969) bei den Damen.
30. Mai
Der tschechoslowakische Läufer Emil Zatopek (1922-2000) lief in Paris mit 13:57,2 min einen Weltrekord über 5000 Meter.
31. Mai
Papst Pius XII. (1876-1958) warnte in Rom 39 Kardinäle und 350 Erzbischöfe, die anlässlich der Heiligsprechung von Papst Pius X. (1835-1914) nach Rom gekommen waren, die Bewegung der sogenannten Laientheologie zu tolerieren. Die rechtmäßige Nachfolge der heiligen Apostel seien der Papst und die Bischöfe. Andere – „weltliche“ – Christen hätten nach göttlichem Recht keine Befugnisse als Kirchenlehrer.
Mai 1954 Deutschland in den Nachrichten
Tausende Menschen in der Rügshöfer Straße
Main Post
Mai 1954 in der Rügshöfer Straße in Gerolzhofen: Bischof Julius Döpfner segnet die aufgereihten Landmaschinen. Im Hintergrund zu sehen sind (von links) das Gebäude der heutigen Floriansapotheke (noch mit verputztem Fachwerk), das stattliche, leider .....>>>  
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