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März 2003 - Frühling ohne Frieden

März 2003 Ereignisse
Obwohl es im Vorfeld aufgrund der bedrohlichen, politischen Situation weltweite Proteste gegeben hatte, waren sie alle ungehört verhallt. Der Krieg im Irak hatte tatsächlich begonnen und ebenso schnell hatte er seine fürchterliche Gestalt angenommen. Irakische Zivilisten hatten nicht nur durch Tod und Verletzungen zu leiden, sondern auch durch den Mangel an Wasser. Auf der ganzen Welt gingen die Proteste weiter, selbst in den USA war man vielerorts nicht einverstanden mit der Politik von George W. Bush. Zu all dem wütete die Lungenkrankheit SARS und versetzte die Menschen zusätzlich in Angst, zumal die WHO die Bedrohung als eine weltweite eingestuft hatte. Doch die täglichen Nachrichten blieben von den Geschehnissen im Irak überschattet.
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Wichtige Ereignisse im März 2003
1. März
Zwischen der EU und dem Libanon wurde ein Handelsabkommen geschlossen.
1. März
In Rawalpindi (Afghanistan) wurde Khalid Scheich Mohammed von Sicherheitsstreitkräften des Landes verhaftet wegen des Verdachtes, dass er der Chefplaner der Terroranschläge vom 11. September 2001 gewesen war. An der Inhaftierung war offenbar auch die CIA, der US-amerikanische Geheimdienst, beteiligt gewesen.
1. März
Im Ilsesee (bei Augsburg) verunglückten zwei Sporttaucher unter dem Eis tödlich. Sie waren nicht durch Leinen gesichert gewesen und hatten unter dem Eis die Orientierung verloren.
1. März
Nordkorea warf den Vereinigten Staaten Spionageflüge über das Land vor. Die amtliche Nachrichtenagentur „KCNA“ (Korean Central News Agency) berichtete, dass das Land bereit sei für einen Krieg gegen die USA. Nordkorea würde jeden Moment mit einem Atomkrieg rechnen.
1. März
Die Regierungskoalition in Polen aus Sozialdemokraten (SLD) und der gemäßigten Bauernpartei (PSL) war gescheitert. Ministerpräsident Leszek Miller (SLD) bat den polnischen Staatspräsidenten Aleksander Kwaśniewski um die Entlassung des Landwirtschaftsministers Jarosław Kalinowski von der PSL.
1. März
In der Türkei wurde die Abstimmung des Parlaments für eine Stationierung von ca. 62.000 US-Soldaten für ungültig erklärt, da die erforderliche absolute Mehrheit nicht erreicht worden war.
1. März
Die Arabischen Emirate stellten beim Gipfel der Arabischen Liga einen Plan vor, um den drohenden Krieg noch abzuwenden. Darin hieß es unter anderem, dass die irakische Führung innerhalb von zwei Wochen das Land verlassen solle.
1. März
Nach zweieinhalb Jahren zähen Ringes verabschiedete die WHO (Weltgesundheitsorganisation) in Genf ihre Anti-Tabak-Konvention zum weltweiten Kampf gegen das Rauchen.
1. März
Der Irak hatte nach Gesprächen mit Waffenexperten der UNO über die technische Abwicklung noch am Vormittag vier der etwa 100 Al-Samoud-2-Raketen zerstört. Der irakische Verbindungsoffizier, Hossam Mohammad Amin, hatte am Morgen zusammen mit dem Präsidentenberater Amer el Saadi den Planungsdirektor der UNO-Mission UNMOVIC (Überwachungs-, Verifikations- und Inspektionskommission der Vereinten Nationen) empfangen. Die USA sprachen von einer Täuschung und maßen der nur geringen Bedeutung bei.
1. März
Kroatien wurde neues Mitglied der CEFTA (Europäisches Freihandelsabkommen).
1. März
In Turkmenistan wurden die Ausreise-Visa wieder eingeführt.
1. März
Der Vorsitzende der FDP, Guido Westerwelle, forderte die Entmachtung der Gewerkschaftsfunktionäre. Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, sagte ein Gespräch mit dem FDP-Chef ab.
1. März
Im Rheinland gab es am Morgen die ersten Warnstreiks bei der Deutschen Bahn. In Köln wurde eine dreistündige Aktion, als nur wenige Menschen unterwegs waren, bereits um 6 Uhr beendet. In Dortmund gab es weitere Streiks am Vormittag. Am Sonntag soll nicht gestreikt werden. Dafür waren für die kommende Woche in Bayern, Nord- und Ostdeutschland wieder Streiks geplant.
2. März
Aus der irakischen Hauptstadt Bagdad wurde der Fund bisher verschollener biologischer Kampfstoffe gemeldet. Nach Angaben des wissenschaftlichen Beraters des Präsidenten Saddam Hussein, Generalleutnant Amer el Saadi, wurden aktuell 157 Bomben vom Typ R-400 mit Milzbranderregern, Aflatoxin (Pilzgift) oder dem Gift Botulin ausgegraben. Acht der Bomben konnten bereits geborgen werden. UN-Inspektoren hatten sofort Proben genommen. Nach irakischen Angaben seien bis jetzt 1,5 Tonnen des Nervenkampfstoffs VX zerstört worden.
2. März
Der Irak begann mit der Vernichtung sechs weiterer Al-Samoud-2-Raketen. Nach UNO-Angaben war Bagdad erstmals auch bereit, über angeblich vernichtete biologische Kampfstoffe wie beispielsweise Milzbranderreger zu berichten.
2. März
In Thailand hatte die Anti-Drogen-Kampagne der Regierung in den letzten vier Wochen 1035 Todesopfer gekostet. Die Kampagne sollte noch bis zum 30. April 2003 weitergeführt werden.
2. März
Die englische Wochenzeitschrift „The Observer“ berichtete, dass Mitglieder des UN-Sicherheitsrates durch den US-amerikanischen Geheimdienst NSA (National Security Agency) bespitzelt werden würden, um das Abstimmungsverhalten zum Krieg im Irak zu kontrollieren.
2. März
In Schleswig-Holstein wurden Kommunalwahlen abgehalten. Zur Stimmabgabe waren 2,25 Millionen Wähler aufgerufen. Die CDU löste die SPD als stärkste Kraft ab und kam laut Stichprobe auf ca. 50,5 Prozent der Stimmen. Die SPD fiel auf 29,5 Prozent ab.
2. März
In Pakistan wurde der mutmaßliche Al-Qaida-Anführer Chalid Scheich Mohammed US-amerikanischen Beamten übergeben und ausgeflogen. Dieser Aussage eines ranghohen pakistanischen Beamten widersprach der pakistanische Innenminister Faisal Saleh Hayat, der behauptete, dass von einer Auslieferung keine Rede sein könne. Beobachter glaubten, dass der wirkliche Aufenthaltsort noch lange ungeklärt sein werde, damit Scheich Mohammed ohne Störungen verhört werden könne.
3. März
In einem Bericht der britischen Zeitung „The Guardian“ hieß es, dass die USA und Großbritannien ihre Luftangriffe in die Flugverbotszonen des Irak „dramatisch ausgeweitet“ hätten. Die Ziele, so hieß es, sollten vor allem Raketensysteme sein, die bei Ausbruch eines Krieges zur Verteidigung des Iraks eingesetzt werden könnten.
3. März
In 13 Betrieben in den Niederlanden war die Geflügelpest ausgebrochen. Die Behörden begannen zehntausende Haushühner zu töten.
3. März
Bei einer Militäroffensive israelischer Truppen im Flüchtlingslager Bureidsch im Gazastreifen wurde Mohammed Taha, einer der beiden Gründer der Untergrundorganisation Hamas festgenommen. Bei der Offensive kamen acht Palästinenser ums Leben. Unter den Opfern waren zwei Jugendliche und eine schwangere Frau gewesen.
3. März
Ganz Deutschland befand sich am heutigen Rosenmontag in der Hand der Narren. Vielerorts fanden prächtige Rosenmontagsumzüge statt.
3. März
Der in Pakistan festgenommene Chalid Scheich Mohammed war laut Informationen des philippinischen Geheimdienstes auch in die Pläne für ein Attentat auf Papst Johannes Paul II. im Jahr 1995 bei dessen Besuch auf den Philippinen verwickelt gewesen.
3.März
Der deutsche Bundespräsident Johannes Rau traf zu einem sechstägigen Besuch in Indien ein. Im Mittelpunkt seiner Reise stand der kulturelle und wissenschaftliche Austausch.
4. März
In seiner Rede zum islamischen Neujahrsfest rief Regierungschef Saddam Hussein die Iraker zum Widerstand auf.
4. März
Mehrere tausend britische und US-amerikanische Elitesoldaten operierten bereits im Irak laut Informationen des „Daily Telegraph“.
4. März
In Bayern setzten die Gewerkschaften die Warnstreiks bei der Deutschen Bahn fort. Betroffen waren vor allem München, Nürnberg und Regensburg. Am Donnerstag sollen die Streiks deutschlandweit geführt werden. Alle Züge sollen dann 45 Minuten lang stehen bleiben.
4. März
Neuer Ministerpräsident in Niedersachsen wurde Christian Wulff (CDU). In Hannover hatte ihn der Landtag mit 105 von 183 Stimmen gewählt.
Auf der philippinischen Insel Mindanao starben mindestens 20 Menschen bei der Explosion eines Sprengkörpers auf dem Flughafen der Stadt Davao City. Eine weitere Bombe tötete kurze Zeit in der Nachbarstadt Tagum City einen Menschen.
4. März
Erstmals seit 1969 wurde am Wochenende ein US-Spionageflugzeug über dem Japanischen Meer von nordkoreanischen Mig-Kampfflugzeugen bedrängt. Es hatte kurzzeitig den Luftraum Nordkoreas verletzt, laut CNN-Berichterstattung. Die Kampfflieger waren bis auf 15 Meter an den US-Flieger herangekommen.
4. März
In der Demokratischen Republik Kongo trat eine Übergangsverfassung in Kraft.
5. März
Im Emirat Katar kam die Organisation der Islamischen Konferenz zusammen, die sich jedoch nicht auf eine Entscheidung in Bezug auf die Irak-Krise einigen konnte.
5. März
Es wurden 3.300 saudi-arabische Truppen nach Kuwait verlegt.
5.März
Laut einem Pressebericht sollte das österreichische Bundesheer reformiert werden. Beispielsweise sollte die Wehrdienstzeit von acht auf sechs Monate verkürzt werden.
5. März
Auf Bitten des südkoreanischen Ministerpräsidenten Goh Kundes trafen auf dem US-amerikanischen Luftwaffen-Stützpunkt Guam (südlichste Insel des Marianen-Archipels, Außengebiet der USA) 24 weitere Bomber ein.
5. März
Zum Abschluss der Welt-Anti-Doping-Konferenz unterzeichneten 37 Regierungen die „Erklärung von Kopenhagen“. Nur die Länder, die unterschrieben hatten, sollten zukünftig bei der Vergabe der Olympischen Spiele berücksichtigt werden.
5.März
Die GDL (Gewerkschaft der Lokführer) teilte mit, dass am nächsten Tag (6. März) zwischen 6:00 Uhr und 6:45 Uhr alle Lokführer in ganz Deutschland die Arbeit niederlegen werden. Die Züge sollten dabei hauptsächlich in Bahnhöfen halten, es sei aber auch mit Stopps auf offener Strecke zu rechnen. In Tunneln oder auf Brücken sollten sie nicht halten.
5. März
Von einem mit knapp drei Milliarden Euro weit höheren Defizit bei der gesetzlichen Krankenversicherung als erwartet berichtete der Gesundheitsstaatssekretär Klaus Theo Schröder.
5. März
In den Vereinigten Staaten warnten Künstler, die eine kritische Haltung zum drohenden Irak-Krieg vertraten, vor einer „Hexenjagd“ wir zur McCarthy-Ära in den 50er Jahren. Die Schauspielergewerkschaft sprach von einer steigenden Anzahl von Anfeindungen gegenüber bekannten Schauspielern, die sich gegen den Krieg ausgesprochen hatten.
5. März
In Haifa (Israel) kamen bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bus mindestens 16 Menschen ums Leben.
5. März
Auf den Philippinen nahm die Polizei neun Verdächtige fest wegen der Bombenanschläge vom Vortag.
5. März
In dem zentralamerikanischen Staat Belize fanden Parlamentswahlen statt.
5. März
Sieben Menschen verloren ihr Leben bei der Explosion einer Autobombe in Cúcuta (Kolumbien).


6. März
In der Schweiz wurde der alljährliche Genfer Auto-Salon eröffnet. Die 900 Aussteller hofften auf mindestens 700.000 Besucher.
6. März
In Brasilien wurden während des Karnevals zwischen Samstag und Dienstag auf den Straßen von Rio de Janeiro 90 Morde gezählt.
6. März
Zum sechsten Mal wurde auf Kuba Staatspräsident Fidel Castro in seinem Amt bestätigt.
6. März
Beim Nationalen Volkskongress in der Volksrepublik China wurden weit reichende Reformen angekündigt. Es sollten beispielsweise Strategien zur weiteren Bevölkerungsentwicklung von der Familienplanungskommission erforscht werden. Außerdem sollte die Planungskommission abgeschafft werden, die für die Umsetzung der Fünfjahrespläne verantwortlich war. Auch sollte eine Kommission zur Regulierung des Bankenwesens geschaffen werden.
6.März
Ab 13. März soll es eine heftigen Luftangriff auf den Irak geben, laut eines Berichtes des „Daily Express“. Der 17. März war als Termin für die Invasion von Bodentruppen benannt worden.
6. März
Mindestens 11 Palästinenser wurden bei einer israelischen Militäraktion im Flüchtlingslager Dschabaliya im Gazastreifen getötet.
6. März
Ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit wurde von der Bundesanstalt für Arbeit bekannt gegeben. Im Februar waren insgesamt 4,7 Millionen Menschen arbeitslos. Das waren 83.000 mehr als im Januar.
6. März
Am Morgen hatte die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) den Zugverkehr ab 6:00 Uhr für 45 Minuten lahm gelegt. Von dem Streik waren insgesamt etwa 1000 Züge betroffen. Die Verspätungen waren erst nach Stunden wieder eingeholt worden.
6. März
Die Leitzinsen wurden von der Europäischen Zentralbank um 0,25 Prozent gesenkt.
6. März
Über Tamanrasset (Oase im Süden Algeriens) stürzte eine Boeing 737 nach dem Start ab. Dabei kamen 96 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder ums Leben. Ein einziger Passagier überlebte die Katastrophe.
7. März
Eine Summe von 24 Milliarden US-Dollar für einen Angriff auf den Irak wurde in einem Gutachten vom US-Parlament genannt. Die tatsächlichen Kosten betrugen für die Invasion und Besatzung allein für die USA bis 2006 mehr als 300 Milliarden Dollar.
7. März
Der Chef der UN-Rüstungskontrollkommission (UNMOVIC), Hans Blix, äußerte sich New York im UN-Sicherheitsrat grundsätzlich positiv über den Verlauf der Inspektionen im Irak. Die USA, Großbritannien und Spanien wollten eine letzte Frist bis zum 17. März einräumen.
7. März
Die Regierung der Vereinigten Staaten forderte von einer Reihe von Ländern (u. a. Deutschland und Schweden) die Ausweisung irakischer Diplomaten wegen angeblicher Spionagetätigkeit.
7. März
In Tschechien trat Václav Klaus eine Woche nach seiner Wahl sein Amt als neuer Präsident des Landes an.
7. März
Der deutsche Vorentscheid für den Eurovision Song Contest, der am 24. Mai in Riga (Hauptstadt von Lettland) stattfinden wird, fand in Kiel statt. Die Sängerin Lou gewinn den Vorentscheid mit dem Song „Let’s Get Happy“ von Ralph Siegel (Musik) und Bernd Meinunger (Text).
8. März
In zahlreichen Ländern weltweit demonstrierten am heutigen Internationalen Frauentag für mehr Gleichberechtigung. Die weiblichen Mitglieder der deutschen Bundesregierung schlossen sich anlässlich des drohenden Irak-Krieges zu einem eindringlichen Friedensappell zusammen. Sechs Ministerinnen und eine Staatsministerin hatten in einer gemeinsamen Erklärung auf eine Entschärfung der Irak-Krise gedrungen. Sie warnten vor den entsetzlichen Folgen für die Bevölkerung, vor allem für Frauen und Kinder.
8. März
Ein neuer Internet-Geschwindigkeitsrekord bei der Übertragung von Computerdateien wurde aufgestellt. Nur 58 Sekunden wurden für 6,7 Gigabytes an Daten benötigt für die Strecke von ca. 11.000 Kilometern zwischen Kalifornien (USA) und den Niederlanden.
8. März
Die indische Nachrichtenagentur UNI berichtete, dass Separatisten der Befreiungsfront von Assam im Nordosten des Landes den Tank einer Ölraffinerie und außerdem eine Pipeline in die Luft gesprengt hatten.
8. März
Erstmals seit 1975 streikten am New Yorker Broadway die Schauspieler und Musiker. Sämtliche Musical-Vorstellungen wurden von den Theaterbetreibern abgesagt.
8. März
Malta war der erste von zehn Staaten, in dem es eine Volksabstimmung zum Beitritt zur Europäischen Union gab. Dort stimmte eine knappe Mehrheit (52,7%) für einen Beitritt zur EU.
8. März
In Spanien wurden von der Polizei fünf mutmaßliche Moslem-Extremisten verhaftet. Ihnen wurde eine Verbindung zu dem Anschlag im Jahr zuvor angelastet, der auf der tunesischen Insel Djerba verübt worden war.
8. März
In Gaza-Stadt, einer der größten Städte im Gazastreifen, wurde Ibrahim Makadma zusammen mit drei Begleitern in einem Auto von der israelischen Armee durch Raketenbeschuss bei einem Hubschrauberangriff getötet. Makadma war einer der führenden Mitglieder der radikalen Hamas-Organisation. Bei dem Beschuss wurden mindestens weitere sechs Menschen verletzt.
8. März
In der Preussag Arena in Hannover verlor Wladimir Klitschko eine Boxkampf gegen den Südafrikaner Corrie Sanders durch technischen K.O.
9. März
Der Vorsitzende der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP, Recep Tayyip Erdoğan, gewann die Nachwahlen im Südosten der Türkei mit klaren 84,7 Prozent. Es wurde erwartet, dass er nach seiner Wahl zum Abgeordneten das Amt des Ministerpräsidenten übernehmen werde.
9. März
Obwohl das türkische Parlament am 1. März die Stationierung von US-Soldaten abgelehnt hatte, begannen tausende von US-Soldaten einen neuen Stützpunkt nahe der Grenze zum Irak aufzubauen.
9. März
Im österreichischen Bundesland Kärnten fanden Lokalwahlen statt. Daran durften auch zum ersten Mal Wähler im Alter zwischen 16 und 18 Jahren teilnehmen.
9. März
In Münster (Nordrhein-Westfalen) wurde der Bundesaußenminister Joschka Fischer (Bündnis 90/Die Grünen) „für seinen Einsatz zur Verständigung zwischen Christen und Juden“ mit der Buber-Rosenzweig-Medaille geehrt. Paul Siegel, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, hielt die Laudatio.
9. März
In Berlin demonstrierten 20.000 Mitglieder der Dienstleistungsgewerkschaft „ver.di“ gegen die geplante Reform der Ladenschluss-Zeiten.
9. März
Gegen den früheren Präsidenten von Peru, Alberto Fujimori, wurde von Interpol ein internationaler Haftbefehl ausgestellt wegen Mordes, schwerer Körperverletzung und des Verschwindenlassens von Personen.
10.März
Die afghanische Internet-Länderdomain „.af“ ging wieder an den Start. Die ersten Second Level Domains wurde abgeschaltet.
10. März
Nordkorea führte im Japanischen Meer erneut einen Raketentest durch.
10. März
Vier algerische Islamisten wurden vom Oberlandesgericht Frankfurt am Main wegen der Vorbereitung eines Bombenanschlags auf den Straßburger Weihnachtsmarkt zu Haftstrafen zwischen zehn und zwölf Jahren verurteilt.
10. März
Im Jahr 2002 hatte die Deutsche Telekom mit 24,6 Millionen Euro den höchsten Verlust gemacht, der jemals von einem europäischen Unternehmen verzeichnet wurde.
10. März
In der gesetzlichen Pflegeversicherung gab es im Jahr 2002 eine Lücke von 400 Millionen Euro, die aber von den Reserven ausgeglichen werden konnte.
10. März
Russland kündigte nach Frankreich ebenfalls an, im UN-Sicherheitsrat gegen eine neue Irak-Resolution zu stimmen. Die Vereinigten Staaten hingegen wollten notfalls den Irak auch ohne UN-Mandat entwaffnen. Der UN-Generalsekretär Kofi Annan erklärte, dass ein solch einseitiges Vorgehen nicht durch die UN-Charta gedeckt sei.
11. März
In der Türkei wurde Recep Tayyio Erdoğan Ministerpräsident des Landes, nachdem Abdukkah Gül, der vorherige Ministerpräsident, zurückgetreten war, um den Weg für Erdoğan freizumachen, der am 9. März die Wahlen im Südosten des Landes gewonnen hatte.
11. März
In den USA ordneten republikanische Parlamentarier nach der Veto-Drohung Frankreichs die Namensänderung der Pommes frites in den Kantinen des US-Repräsentantenhauses an. Sie sollten von „French Fries“ in „Freedom Fries“ umbenannt werden.
11. März
Von der deutschen Bundesregierung wurden Pläne diskutiert, nach denen die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes auf maximal zwölf Monate gekürzt werden soll. Das würde die Versicherungsbeiträge senken.
11. März
In Hannover wurde die diesjährige CeBIT eröffnet. Sie dauerte bis zum 19.März.
11. März
Der neue Internationale Strafgerichtshof (IStGH) begann in Den Haag (Niederlande) mit seiner Arbeit. Das Weltgericht wird von 89 Staaten unterstützt. Es ist für die Verfolgung von Kriegsverbrechen, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zuständig.
12. März
In Belgrad wurde der serbische Ministerpräsident Zoran Djindjic vor dem Regierungsgebäude von Scharfschützen aus einem Hinterhalt erschossen.
12. März
In Belgrad (Serbien) wurde der Ministerpräsident des Landes, Zoran Ðinđić, von Attentätern erschossen. Serbien verhängte den Ausnahmezustand.
12. März
Beim Prozess gegen den PKK-Chef Abdullah Öcalan wurde gegen das Grundrecht auf ein faires Verfahren verstoßen. Das stellte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte fest.
12. März
In Deutschland stimmte der Bundesausschuss für Wirtschaft und Arbeit einer neuen Ladenöffnungszeit am Samstag von sechs bis 20 Uhr zu.
12. März
Der Herzmediziner Wolfgang-Michael Franz bekam als dritter Wissenschaftler die Genehmigung für die Forschung mit embryonalen Stammzellen.
12. März
Laut einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes ist es der deutschen Polizei erlaubt, die Telefone von Journalisten zur Aufklärung schwerwiegender Straftaten zu überwachen.
12.März
Die Ermittler im Fall des Kindesmissbrauchs in Saarbrücken deuteten an, dass neben Pascal und seinem Freund noch mindestens drei weitere Kinder in der Kneipe geschändet worden waren.
12. März
In den USA verurteilten mehr als 14.000 US-amerikanische Intellektuelle zwar den Irak für seine Menschenrechtsverletzungen, waren aber auch gleichermaßen gegen die Entscheidung, zum jetzigen Zeitpunkt einen Irak-Krieg zu führen. Unter den Intellektuellen befanden sich unter anderem Schriftsteller und Professoren aller wichtigen Universitäten des Landes.
12. März
Die in Ostasien ausgebrochene Lungenkrankheit SARS wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als weltweite Bedrohung eingestuft.
13. März
Das türkische Verfassungsgericht verbot die pro-kurdische Partei HADEP (Halkon Demokrasi Partisi).
13. März
In einem Vorort der Großstadt Mumbai (Indien) kamen bei einem Sprengstoffanschlag mindestens elf Menschen ums Leben. Weitere 65 Personen erlitten Verletzungen.
13. März
Nachdem in Serbien der Ministerpräsident Zoran Ðinđić am Vortag ermordet worden war, wurden etwa 53 Verdächtige festgenommen. Unter ihnen befanden sich acht von 23 Mitgliedern des „Zemun-Clans“.
13. März
Mit den Stimmen von SPD und Grünen beschloss der Deutsche Bundestag die Verlängerung der Ladenöffnungszeiten an Samstagen. Das Inkrafttreten der Regelung war für den 1. Juni 2003 vorgesehen.
13. März
Eine erneute Erörterung wegen der Einstellung des NPD-Verbotsverfahrens wurde seitens des Bundesverfassungsgerichts abgelehnt.
13. März
Im UN-Sicherheitsrat kam es zu einem offenen Bruch zwischen den USA und Frankreich. Es war klar geworden, dass es für die von den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Spanien eingebrachte neue Kriegs-Resolution keine Mehrheit geben würde. Allerdings wären die USA zu einer Verschiebung der Abstimmung auf nächste Woche bereit, hieß es nach Angaben des US-amerikanischen Regierungssprechers Ari Fleischer.
14. März
In Saarbrücken wurde der „Business and Professional Women – Germany Club Saarbrücken e. V.“ gegründet.
14. März
Zwischen der Europäischen Union und der NATO wurde ein Kooperationsabkommen geschlossen, durch das der Weg für EU-eigene Friedensmissionen freigemacht wurde. Die EU werde Ende März den Friedenseinsatz in Mazedonien übernehmen, der bisher von der NATO geführt worden war.
14. März
In der Türkei wurde Recep Tayyio Erdoğan, der Vorsitzende der Regierungspartei AKP, zum Ministerpräsident ernannt. Er stellte sein neues Kabinett vor. Sein Vorgänger Abdullah Gül wurde Außerminister des Landes und Vize-Regierungschef.
14. März
Der US-amerikanische Präsident George W. Bush kündigte in einer überraschenden Rede eine neue Friedensinitiative an, sobald der neue palästinensische Ministerpräsident Mahmud Abbas in seinem Amt bestätigt sei.
14. März
Der ermordete serbische Ministerpräsident, Zoran Ðinđić, der am 12. März erschossen worden war, wurde in Belgrad mit einer Gedenkfeier geehrt.
14. März
In dem Flüchtlingslager Dschenin (Westjordanland) kamen bei einer israelischen Militäroffensive fünf Palästinenser ums Leben, laut Angaben von Bewohnern.
14. März
Mit der Aktion „Zehn Mahnminuten gegen den drohenden Irak-Krieg“ setzte sich der DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) für eine friedliche Lösung des Konflikts ein.
14. März
Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hielt eine mit Spannung erwartete Rede, die den Titel trug: „Mut zum Frieden – Mut zur Veränderung“.
14. März
Im Bundesrat wurde das Steuerpaket der rot-grünen Regierungskoalition von der Mehrheit der unionsgeführten Länder abgelehnt. Es werde deshalb voraussichtlich in den Vermittlungsausschuss gehen.
14. März
Die von den USA im Februar vorgelegten Dokumente, die eine angebliche Uran-Lieferung von Niger an den Irak belegen sollten, hatten sich als eine Fälschung herausgestellt. Sie hatten als Beweismittel dienen sollen.
14. März
In den Niederlanden wurde der Westerscheldetunnel, der längste Straßentunnel des Landes eröffnet. Der mautpflichtige Tunnel verbindet die Halbinsel Zui-Beveland mit dem auf dem Festland liegenden Zeeuws-Vlaanderen. Er dient als Ersatz für den Fährverkehr zwischen Vlissingen und Breskens sowie zwischen Kruiningen und Perkpolder.
15. März
Laut Angaben des pakistanischen Informationsministeriums wurde Jassir el Dschasiri, das mutmaßliche Führungsmitglied von Al-Qaida, von Agenten des Geheimdienstes in Lahore (im Osten Pakistans) verhaftet. Agenten des Geheimdienstes hatten ihn festgenommen.
15. März
Nach Mitteilungen des Wissenschaftsmagazins „New Scientist“ war das Dengue-Fieber, das durch Stechmücken übertragen wird, global auf dem Vormarsch. Vierzig Prozent der Weltbevölkerung waren bereits durch die Krankheit bedroht. Die Zahl der Todesopfer stieg stetig.
15. März
Es kam bei Tarifverhandlungen der Deutschen Bahn mit den Gewerkschaften Transnet und der Verkehrsgewerkschaft GDBA zu einer Einigung. In drei Schritten solle das Einkommen der nordöstlichen Bundesländer bis 1. September 2006 an das Einkommen im Westen angeglichen werden. In diesem Jahr solle es zwei Einmalzahlungen zu je 200 Euro und zum 1. Mai 2004 eine 3,2-prozentige Erhöhung der Entgelte geben. Der Vertrag hatte eine Laufzeit von 24 Monaten.
15. März
Ein Arzt aus Singapur wurde wegen des Verdachts auf die hochansteckende Lungenerkrankung Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS) bei einer Zwischenlandung in Frankfurt am Main in die Isolierstation der dortigen Universitätsklinik gebracht. Bereits acht Menschen waren seit dem Ausbruch der Krankheit in der Volksrepublik China im Februar gestorben.
15. März
An diesem Wochenende gab es erneut zahlreiche Demonstration in ganz Deutschland gegen den drohenden Irak-Krieg. Eine Sitzblockade vor der US-Airbase Rhein/Main wurde von Einsatzkräften der Polizei beendet. In Karlsruhe hatten sich 5000 Menschen zur symbolischen Uhrzeit 5 vor 12 auf dem Marktplatz versammelt. In Berlin gab es eine 35 Kilometer lange Lichterkette.
15. März
Die serbische Polizei fasste einen der mutmaßlichen Attentäter, die den Ministerpräsidenten Serbiens, Zoran Ðinđić, am 12. März getötet hatten. Das Innenministerium in Belgrad gab bekannt, dass es sich bei dem Festgenommenen um Mladjan Micic handle, einen der Bosse des berüchtigten „ Zemun-Clans“.
15. März
Der ermordete serbische Ministerpräsident Zoran Ðinđić wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in Belgrad auf dem Neuen Friedhof in der „Allee der Großen“ zur letzten Ruhe gebettet.
15. März
Der Volkskongress der Volksrepublik China berief den 60-jährigen Parteichef Hu Jintao zum Nachfolger von Jiang Zemin, der bis dato Staatspräsident gewesen war.
15. März
In den USA wurde die Country-Band „Dixie Chicks“ von einigen Sendern boykottiert wegen ihrer Kritik an US-Präsident George W. Bush. Kürzlich hatte die Sängerin Natalie Maines vor dem Publikum gesagt, sie schäme sich dafür, dass der Präsident aus Texas käme.
15. März
Der UN-Sicherheitsinspektor Hans Blix erhielt über Telefax in New York von der Regierung des Irak einen Bericht von 25 Seiten über den Verbleib des Nervenkampfstoffes VX.
15. März
In Nürnberg wurde das Experimentalmuseum „Turmdersinne“ eröffnet.
16. März
In El Salvador fanden Parlamentswahlen statt.
16. März
In Helsinki (Finnland) wurden Wahlen zum neuen Parlament für den Reichstag abgehalten. Die oppositionelle Zentrumspartei gewann knapp vor den Sozialdemokraten.
16.März
Wegen zu befürchtender Terroranschläge riegelten israelische Streitkräfte das Westjordanland und den Gazastreifen vor dem bevorstehenden Purim-Fest ab.
16. März
Als die US-amerikanische Pazifistin Rachel Corey in Rafah (Gazastreifen) mit einer Sitzblockade versuchte, den Abriss palästinensischer Häuser zu verhindern, wurde die 23-jährige von einem Bulldozer überrollt.
16. März
Im Fürstentum Liechtenstein wurde bei einer Abstimmung die Verfassungsreform bestätigt. Fürst Hans Adam II. kann nach dieser Reform ohne die Zustimmung des Parlaments die Regierung entlassen, außerdem genießt er rechtliche Immunität und übt das Notstandsrecht aus.
16. März
Mit mehr als 10.000 Teilnehmern aus ungefähr 160 Ländern hatte in Kyōto (Japan) das 3. Welt-Wasser-Forum begonnen.
16. März
Die Befürworter des Irak-Krieges, US-Präsident George W. Bush, der britische Premierminister Tony Blair und der spanische Regierungschef José Maria Aznar, trafen sich auf den Azoren zu einem Krisengipfel.
16. März
Mit einer neuen diplomatischen Initiative versuchten Deutschland, Frankreich und Russland, den drohenden Krieg zu verhindern. Sie schlugen eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates vor, bei der über das weitere Vorgehen der Waffeninspektoren beraten werden sollte.
16. März
In der Volksrepublik China wurde vom chinesischen Volkskongress in Peking Wen Jiabao als Nachfolger von Zhu Rongji im Amt des Ministerpräsidenten ernannt.
16. März
In El Salvador fanden Wahlen zum Parlament statt.
17. März
Frankreich änderte seine Verfassung. Es betraf vor allem den Punkt der Dezentralisierung des Landes. Damit wurden die Départements, Gemeinden und Regionen gegenüber der Hauptstadt gestärkt.
17.März
In Spanien verbot der Oberste Gerichtshof die baskische Batasuna-Partei.
17. März
In Deutschland schlug die von dem Wirtschaftswissenschaftler Bert Rürup geleitete Kommission den Übergang zur nachgelagerten Besteuerung der Rente vor.
17. März
Von dem US-amerikanischen Milliardär Haim Saban wurde der Kaufvertrag für den TV-Sender ProSiebenSAT.1 unterschrieben.
17. März
Jürgen Möllemann verließ endgültig die FDP, aus der ausgeschlossen worden war.
17. März
Nach dem Putsch vom Vortag in der Zentralafrikanischen Republik rief sich François Bozizé, ein früherer Armeechef des Landes, zum neuen Staatsoberhaupt aus und setzte die Verfassung außer Kraft.
17. März
Die SARS-Epidemie breitete sich weltweit immer weiter aus. Mindestens neun Menschen waren bereits daran gestorben. In Europa wurden verstärkte Kontrollen angeordnet. In Deutschland gab es zwei neue Verdachtsfälle, einen in Leipzig und einen in Berlin. Auch in Österreich, Großbritannien und in Frankreich waren erste Verdachtsfälle aufgetreten. Und in Vietnam waren mindestens 48 Menschen an SARS erkrankt.
17. März
In dem letzten Ultimatum, das US-Präsident George W. Bush an den Machthaber des Iraks stellte, forderte er, Saddam Hussein solle sich mit seiner Familie innerhalb von 48 Stunden außer Landes begeben. Andernfalls gäbe es Krieg.
17. März
Angesichts der Kriegsgefahr wies der UN-Generalsekretär Kofi Annan das UN-Personal an, den Irak zu verlassen.
17. März
Aus Protest gegen die Kriegspolitik von Tony Blair schied in Großbritannien Robin Cook aus dessen Kabinett aus.
18. März
Im Norden Afghanistans, nahe Cost, wurden US-amerikanische und italienische Truppen der ISAF (International Security Assistance Force) mit Raketen beschossen. Verletzt wurde niemand.
18. März
Der Chemiekonzern Bayer wurde im ersten Schadensersatzprozess um das zurückgerufene Medikament „Lipobay“ in Texas freigesprochen. In der Klage war es um einen 82-jährigen Mann gegangen, bei dem das Medikament Muskelschwund verursacht haben soll.
18. März
In Serbien wählte das Parlament Zoran Živković zum Ministerpräsidenten des Landes. Er trat die Nachfolge des am 12. März ermordeten Zoran Ðinđić an.
18. März
Im Zusammenhang mit der hochansteckenden Krankheit SARS, die sich global ausbreitete, kam als Erreger der Krankheit ein Verdacht auf einen Paramyxo-Virus auf, der Grippe-Viren sehr ähnlich sei. Die beiden Verdachtsfälle in Frankfurt am Main wurden bestätigt, während in Leipzig Entwarnung gegeben werden konnte. In Hongkong hatten sich die Verdachtsfälle auf 83 verdoppelt.
18. März
In Palästina stimmte das Parlament einer Gesetzesvorlage zur Schaffung eines Ministerpräsidentenamtes zu. Im Gespräch für das Amt war der gemäßigte stellvertretende PLO-Vorsitzende Mahmud Abbas. Er wurde auch von USA und Israel unterstützt.
18. März
Das NPD-Verbotsverfahren wurde vom deutschen Bundesverfassungsgericht eingestellt.
18. März
Der Sohn von Saddam Hussein, Udai Hussein, wies das Ultimatum, dass der US-amerikanische Präsident George W. Bush tags zuvor gestellt hatte, entschieden zurück und kündigte eine blutige Schlacht an.
19. März
Sechs Männer entführten ein kubanisches Flugzeug mit 29 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern nach Florida (US-Bundesstaat). Die Maschine wurde dort von zwei Militärflugzeugen abgefangen und zur Landung auf Key West (Florida) gezwungen.
19. März
Die neue englische Version der offenen Software MySQL 4.0 war zum Herunterladen unter http://www.mysql.com verfügbar.
19. März
In Chile wurde Isabel Allende, die Nichte des früheren Präsidenten Salvador Allende mit knapper Mehrheit (57 zu 56 Stimmen) zur Präsidentin des chilenischen Unterhauses gewählt.
19.März
In Palästina wurde Mahmud Abbas offiziell von Präsident Jassir Arafat zur Übernahme des neuen Ministerpräsidentenamtes aufgefordert.
19. März
Eine englischsprachige Wiki über Falschmeldungen und Irreführungen, die Disinfopedia, ging unter http://www. Desinfopedia.org/wiki.phtml?title=Disinfopedia Main Page online.
19. März
Laut Nachrichtenagentur BBC rückten US-amerikanische Streitkräfte in Kuwait an der Grenze zum Irak in die entmilitarisierte Zone vor. Von den Vereinigten Staaten wurde diese Meldung jedoch dementiert.
19. März
In Großbritannien fand die Polizei zwei selbst gebastelte Bomben. Drei Männer wurden unter Terrorverdacht festgenommen.
19. März
Wegen möglicher Verletzung des US-Vertrages eröffnete die EU-Kommission in Brüssel (Belgien) ein Verfahren gegen den Automobilhersteller Volkswagen.
19. März
Die Telefone der deutschen Delegation und anderer Mitgliedsstaaten beim EU-Ministerrat waren von Spionen angezapft worden. Unklar blieb, wer hinter der Aktion steckte.
19. März
Die größte Computermesse der Welt – CeBit – ging in Hannover zu Ende.
19.März
In Sachsen-Anhalt, an der Autobahn A42 an der Auffahrt Lostau im Landkreis Jerichower Land wurde die erste von insgesamt 300 Mautbrücken aufgestellt.
19.März
Als Nachfolger von Bernd Fahrholzer, der als Chef der Dresdner Bank, die zum Allianz-Konzern gehört, tätig war, wurde Herbert Walter gehört.
19. März
Die Kulturstaatssekretärin Christine Weiss eröffnete die Leipziger Buchmesse. Die Messe dauerte bis zum 23. März.
19.März
Im deutschen Bundestag stand die Haushaltsberatung zum Kanzleretat im Schatten der Irak-Krise.
19. März
Als verfassungswidrig erklärte das Bundesverfassungsgericht die Rückmeldegebühr von rund 51 Euro an baden-württembergischen Hochschulen.
19. März
Ein Paramyxo-Virus wurde als Erreger der SARS-Krankheit entdeckt.
20. März
Der Dritte Golfkrieg begann. Offiziell gab US-Präsident George W. Bush den Beginn des Krieges bekannt, nach um 3:30 Uhr MEZ die ersten US-amerikanischen Bomben und Marschflugzeuge in Bagdad eingeschlagen waren, ihr Ziel – die irakische Führung – jedoch verfehlten. Der Irak feuerte im Laufe des Tages etwa 10 Scud-Raketen auf US-amerikanische Stellungen, die sich nahe Kuwait-Stadt befanden, ihr Ziel aber verfehlten. Am Abend begann die Bodenoffensive. Die deutsche Regierung und mit ihr große Teile der Bevölkerung stellten sich mit Frankreich zusammen gegen die Kriegspolitik im Irak-Konflikt gegen die Vereinigten Staaten und Großbritannien, was seitens der USA scharf kritisiert wurde. Die USA erhielt Unterstützung von Russland und China. Die Vereinigten Staaten verhängten eine Nachrichtensperre, gaben nur selbst über einen „Medien-Pool aus den richtigen Quellen“ ausgewählte Informationen frei. (Die Informationen zu diesem Krieg entstammen keinen unabhängigen Quellen.)
20. März
In Spanien kam es zu zahlreichen Demonstrationen gegen die Irak-Politik der spanischen Regierung.
20. März
Nach Angaben des französischen Innenministeriums wurden in Pariser Bahnhof „Gare de Lyon“ Spuren der hochgiftigen Substanz Ricin gefunden.
20. März
Mit der Mehrheit der rot-grünen Koalition verabschiedete der deutsche Bundestag den Haushalt des Jahres 2003.
20. März
In Berlin nahm die Polizei mehrere islamische Extremisten fest, die Sprengstoffanschläge vorbereitet hatten.
20. März
Etwa zeitgleich mit den US-Angriffen auf den Irak begann im Südosten von Afghanistan, in der Nähe von , mit 1.000 US-Soldaten der 82. Luftlandedivision die größte Offensive seit einem Jahr gegen die Taliban und die Al-Qaida.
20. März
In den Niederlanden stieß nahe der deutschen Grenze ein Personenzug mit einem Güterzug zusammen. Der Lokführer des Personenzuges kam ums Leben und insgesamt 38 Menschen erlitten Verletzungen.
21. März
Im Süden von Afghanistan nahmen US-amerikanische Soldaten bei Razzien mindestens zwölf Extremisten fest.
21. März
Nach Angaben der Alliierten soll der Irak im Laufe des Tages 30 Ölfelder angezündet haben. Am Abend hatte man die Zahl auf sieben korrigiert. Der Irak wies diese Beschuldigungen zurück.
21. März
Gegen 19 Uhr MEZ gab es in Bagdad einen starken Bombenbeschuss auf das Regierungsviertel, wie Livebilder von CNN zeigten. Außerdem wurde im Norden des Iraks auch die Städte Mosul und Kirkuk, ebenso im Süden die Städte Basra und Nasiriya angegriffen.
21. März
Nach britischen Angaben waren 250 Iraker beim Vormarsch auf die Hafenstadt Umm Qasr übergelaufen. Nach mehrstündigen Gefechten wurde die Stadt laut Donald Rumsfeld von den Alliierten eingenommen und kontrolliert.
21. März
Treffer auf den Präsidentenpalast in Bagdad wurden vom irakischen Informationsminister bestätigt. Weiter hieß es, Saddam Hussein und seine Angehörigen seien unverletzt.
21. März
Aus Geheimdienstkreisen verlautete, dass sich Saddam Hussein mit zwei seiner Söhne in dem am Vortag bombardierten Bunker aufgehalten haben soll. Es wurden Spekulationen angestellt, dass Hussein verletzt sein soll.
21. März
Britische Truppen stießen bei ihrem Vormarsch in Richtung Basra auf erbitterten Widerstand. US-amerikanische Truppen, die in Richtung Bagdad auf dem Vormarsch waren, hatten innerhalb des Landes etwa 200 Kilometer zurückgelegt.
21. März
Die Halbinsel Faw, die im Süden des Iraks liegt, wurde von den alliierten Streitkräften eingenommen.
21. März
Im Westen Großbritanniens brachen 8 US-amerikanische B-52-Bomber in Richtung Irak auf. Diese Maschinen sind so ausgestattet, dass sie bis zu 20 Marschflugkörper gleichzeitig abschießen können.
21. März
Die Internetseiten der US-Regierung www.whitehause.org und www.whitehouse.net wurden von Hackern geändert.
21. März
Die Schweiz lehnte die von US-Finanzminister John Snow geforderte Sperrung von irakischen Konten ab. Nur nach einem UN-Beschluss könnten Konten gesperrt werden.
21. März
Bei Protesten in Sanaa (Hauptstadt des Jemen) gab es Todesopfer. Die Angaben differierten zwischen 2 bzw. 4 Menschen, die von der Polizei erschossen worden waren.
21. März
Mehr als 400 ausländische Flüchtlinge waren bis jetzt in den Auffanglagern eingetroffen.
21. März
Nach dem Freitagsgebet kam es in Kairo (Ägypten) zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und den Kriegsgegnern.
21. März
Der russische Außenminister Igor S. Iwanow warf den Vereinigten Staaten vor, die „illegale Besetzung“ des Iraks zu planen.
21. März
Die Zahl der am Morgen beim Absturz eines US-Militärhubschraubers in Kuwait ums Leben gekommenen Briten und US-Amerikanern wurde von insgesamt 16 auf 12 Soldaten nach unten korrigiert.
21. März
Der deutsche Innenminister Otto Schily bat die Bundesländer, keine irakischen Flüchtlinge mehr abzuschieben.
21. März
Vom Generalbundesanwalt Kay Nehm wurde die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegen Bundeskanzler Gerhard Schröder wegen der Vorbereitung eines Angriffskrieges abgelehnt.
21. März
Der deutsche Verteidigungsminister Peter Struck ließ mehr als 100 zusätzliche ABC-Abwehrkräfte nach Kuwait in das Camp Doha in Marsch setzen.
21. März
Der US-amerikanische Botschafter in Berlin, Daniel Coats, erneuerte die Vorwürfe gegen die deutsche Bundesregierung. Er betonte, dass Deutschland mit seiner Haltung gegen eine neue Irak-Resolution Schuld sei an diesem Krieg.
21. März
Die Polizei löste in Stuttgart-Vaihingen eine Sitzblockade an der Zufahrt vor der Kommandozentrale der US-Streitkräfte in Europa (EUCOM) auf.
21. März
Der ehemalige Präsident des Bundeskartellamtes, Wolfgang Kartte, starb in Berlin im Alter von 75 Jahren an Herzversagen. Kartte war 7. Juni 1927 in Berlin geboren worden.
21. März
Im Verlauf einer Friedensdemonstration in der spanischen Hauptstadt Madrid kam es zu Ausschreitungen, bei denen mindestens 50 Menschen verletzt wurden.
22. März
Um den Angreifern die Navigation zu erschweren, hatten die Iraker in Gräben Öl angezündet. Es gab den ganzen Tag über heftige Luftangriffe über Bagdad.
22. März
Die Stadt Umm Qasr wurde nach Darstellung des irakischen Verteidigungsministers Sultan Haschem Ahmed weiter umkämpft. Laut Angaben der Alliierten war sie am Vortag eingenommen worden.
22. März
Aus türkischen Militärkreisen und vom Nachrichtensender CNN verlautete, dass eine Kommandoeinheit der Türkei mit rund 1.500 Soldaten in den Nordirak vorrückte. Von der türkischen Regierung wurde dieser Meldung im Laufe des Tages jedoch widersprochen.
22. März
Demonstrationen gegen den Krieg im Irak fanden erneut weltweit statt. In den USA gingen auf dem Broadway bis zu 250.000 Menschen auf die Straße. In Deutschland waren es 150.000 Demonstranten, davon in 40.000 bis 50.000 in Berlin. In London protestierten 300.000, in Rom 30.000. Etwa 20.000 Menschen demonstrierten in Finnland.
22.März
Die Türkei gab die Überflugrechte für US-amerikanische Kampfflugzeuge frei.
22. März
Die Bundesregierung wurde von der Opposition (FDP und CDU) heftig angegriffen wegen der Entscheidung die AWACS-Aufklärungsflugzeuge abzuziehen, wenn die Türkei in den Irak einmarschieren würde.
22. März
Während eines schweren Sturms auf dem Tanganjikasee (Zentralafrika) sank zwischen Burundi und Kongo die Fähre „M. V. Kashombwe“. Mehr als 100 Menschen ertranken, 41 Menschen konnten gerettet werden.
22. März
In einer Resolution vom Dezember 1992 war der 22. März von der UNO jährlich zum „Tag des Wassers“ erklärt worden.
22. März
Den Preis als schlechteste Schauspielerin, der in den USA vergeben wird teilten sich in diesem Jahr zwei Stars. „Die goldene Himbeere“, wie er benannt ist, ging an Britney Spears und Madonna.
23. März
In Tschetschenien, der abtrünnigen Kaukasus-Republik wurde die Verfassung geändert. Die Republik zwar begrenzte Autonomierechte erhalten, soll dafür aber fester in die Russische Föderation einbezogen werden.
23. März
Mit großer Mehrheit (90%) stimmte die Bevölkerung von Slowenien für einen Beitritt zur EU. In einer zweiten Abstimmung befürwortete eine Mehrheit ebenso den Beitritt zur NATO.
23. März
In der Stadt Basra im Irak sollen laut Angaben der irakischen Regierung 77 Zivilisten getötet worden sein. Weitere 337 wurden verletzt. Es hieß, die Alliierten sollen bei dem Angriff Streubomben eingesetzt haben.
23. März
Der arabische Fernsehsender „Al Jazeera“ zeigte erstmals in diesem Krieg Aufnahmen von vermutlich gefangenen und getöteten US-amerikanischen Soldaten.
23. März
In Bagdad begann der Tag mit heftigen Bombardements. Im Laufe des Tages gab es immer wieder Angriffe.
23. März
Vermutlich aus Versehen wurde ein britisches Tornado-Kampfflugzeug im Irak mit einer US-amerikanischen Patriot-Rakete abgeschossen.
23. März
Im Irak gab es landesweiten erbitterten Widerstand. Nach Angaben der Alliierten sei der strategisch wichtige Ort Nasiriya eingenommen worden, nach dort die bis jetzt heftigsten Kämpfe stattgefunden hatten. Mehrere tausend irakische Soldaten sollen sich ergeben haben.
23. März
Beim Angriff auf Basra im Süden des Iraks wurden laut Fernsehsender „Al Jazeera“ 50 Menschen getötet. Die Stadt Umm Qasr wurde weiter umkämpft, meldete CNN. Der Fernsehsender widersprach damit den Aussagen des US-amerikanischen Verteidigungsministers Donald Rumsfeld, der äußerte, dass die Stadt von den Alliierten kontrolliert werden würde. Die Iraker wiederum widersprachen auch den Angaben der Angreifer, nach denen die Halbinsel Faw eingenommen worden sein soll.
23. März
In Lahore (Pakistan) demonstrierten 50.000 Menschen gegen den Irak-Krieg. Sie verbrannten dabei Puppen des US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush.
23. März
Bei einer Antikriegsdemonstration in Manama (Bahrain) kam es zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und den Demonstranten.
23. März
In der afghanischen Hauptstadt Kabul verbrannten Demonstranten britische und spanischen Flaggen sowie Flaggen von den USA.
23. März
Journalisten kritisierten die Behinderung einer unabhängigen Berichterstattung seitens des US-Militärs. Berichterstatter aus Ländern, die sich gegen den Irak-Krieg gestellt hatten, wurden nach ihren Angaben systematisch von Informationen ferngehalten.
23. März
Bei einer Explosion im US-amerikanischen Lager „Camp Pennsylvania“ in Kuwait kam ein Soldat ums Leben und mindestens zwölf weitere wurden verletzt. Ein Soldat hatte wahrscheinlich die Nerven verloren und drei Handgranaten geworfen.
23, März
Der türkische Premierminister Recep Tayyio Erdoğan sagte bei einem Interview, dass er dem US-Magazin „Newsweek“ gegeben hatte, der US-amerikanische Außenminister Colin Powell habe sich im Gegenzug zur Öffnung des türkischen Luftraumes mit der Invasion in den Irak einverstanden erklärt.
23. März
Ein Hubschrauber vom Typ HH-60G Pave Hawk der US-amerikanischen Luftwaffe stürzte mit sechs Insassen in Afghanistan ab, hieß es nach Militärangaben. Er war nicht abgeschossen worden, hieß es weiter.
23. März
Bei der Oscar-Verleihung wurde mit dem Film von Caroline Link, „Nirgendwo in Afrika“, nach 23 Jahren erstmals wieder ein deutscher Film mit diesem Preis ausgezeichnet.
24. März
Der US-amerikanische Präsident George W. Bush kündigte dem Volk seines Landes in einer vier Minuten dauernden Rede den Beginn des Krieges gegen den Irak an.
24. März
Eine aus 20.000 Schülern bestehende Demonstration „Jugend gegen den Krieg“ wurde in Hamburg vor dem US-Konsulat nach Ausschreitungen mit Gewalt von der Polizei aufgelöst.
24. März
Das US-amerikanische Wissenschaftsmagazin „New Scientists“ berichtete, dass im März 2003 erstmals eine funktionierende, künstliche Synapse im Labor hergestellt wurde.
24. März
Über Kuwait wurde nach Angaben des Verteidigungsministeriums eine irakische Rakete abgefangen.
24. März
Nach Polizeiangaben wurden im indischen Teil des Kaschmir, in Nadimarg, etwa 50 Kilometer südlich von Srinagar, mindestens 50 Hindus bei einem Überfall getötet.
24. März
US-General Tommy R. Franks bestätigte den Verlust eines „Apache“-Kampfhubschraubers im Irak-Krieg.
24. März
Die irakische Hauptstadt Bagdad war in der fünften Nacht in Folge das Ziel heftiger Luftangriffe. In Basra und in Umm Qasr leisteten irakische Einheiten Medienberichten zufolge immer noch erbitterten Widerstand. In Faw wurden die Soldaten der Alliierten in Straßenkämpfe verwickelt, berichtete der Fernsehsender „Al Jazeera“.
24. März
US-amerikanische Einheiten sollen auf die Stadt Karbala, etwa 80 Kilometer vor Bagdad, vorgerückt sein und feindliche Verbände absichtlich dabei umgangen haben. Andauernder Widerstand und Sandstürme würden – laut BBC-Reportern – den Vormarsch auf Bagdad behindern.
25. März
Massenvernichtungswaffen waren bisher im Irak noch nicht gefunden worden. Bagdad blieb weiterhin das Ziel andauernder Luftangriffe. Etwa 95 Kilometer vor der Stadt lieferten sich die Alliierten mit der Elitetruppe „Medina“ der Republikanischen Garde mehrere Gefechte. Wegen der Sandstürme und wegen des massiven irakischen Widerstandes war es kaum möglich, Kampfhubschrauber einzusetzen.
25. März
Nach irakischen Angaben wurden drei Hubschrauber der Alliierten abgeschossen. Mehr als zehn Kampfflugzeuge mussten umkehren und wieder zum Flugzeugträger „USS Harry Truman“ zurückkehren, bevor sie ihr Ziel im Nordirak erreichen konnten.
25. März
Um die irakischen Städte Basra und Nasiriya gab es heftige Kämpfe. Basra wurde von den Alliierten zum militärischen Gebiet erklärt. Nach Angaben der ARD war die schwer umkämpfte Hafenstadt Umm Qasr in der Hand britischer Soldaten.
25. März
Die Alliierten behaupteten, dass der Irak Chemiewaffen beim Kampf um Bagdad einsetzen wollen.
25. März
Zu den AWACS-Einsätzen in der Türkei wurde vom deutschen Bundesverfassungsgericht eine Klage der FDP abgewiesen. Die Regierung lehnte einen Bundestagsbeschluss ab, da die Flugzeuge nicht an den Kampfhandlungen im Irak beteiligt seien.
25. März
Zur Finanzierung des Irak-Krieges beantragte US-Präsident George W. Bush 75 Milliarden US-Dollar.
25.Mär
In einem Telefonat des russischen Regierungschefs Wladimir Putin mit dem US-Präsidenten George W. Bush wies Putin Vorwürfe scharf zurück, nach denen russische Firmen die irakischen Streitkräfte mit Nachtsichtgeräten, Panzerabwehrraketen und Satelliten-Störsendern ausgerüstet haben sollen.
25.März
In Südkorea wurde wegen der zunehmenden Proteste gegen den Irak-Krieg die Entsendung von „nicht kämpfenden Einheiten“ zur Unterstützung der Alliierten Truppen verschoben.
25. März
In der syrischen Hauptstadt Damaskus demonstrierten Hunderttausende gegen den Krieg im Irak.
25. März
In Bangladesch protestierten 60.000 Menschen bei Demonstrationen gegen den Krieg. Sie forderten wegen angeblicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit einen Prozess gegen den US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush.
25. März
In Serbien wurde Zvezdan Jovanović von der Polizei