Was war wann >> Filmgeschichte >> 90er Jahre >> Kinojahr 1994

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Das Filmjahr 1994 - Ein stiller Film aus Italien ehrte Pablo Neruda

Der golden Globe
Auftakt in diesem Jahr bildete am 22. Januar die Verleihung der Golden Globes. Den Award für das beste Drama und den Titel des besten Regisseurs sahnte Steven Spielberg für sein autobiografisches Stück „Schindlers Liste“ ab. Beste Schauspielerin in der Kategorie Drama wurde
Holly Hunter für ihren Auftritt in „Das Piano“. Zum besten Schauspieler wurde Tom Hanks gewählt, der in dem Film „Philadelphia“ die tragische Rolle eines AIDS-Kranken spielt. Bester Hauptdarsteller und beste Hauptdarstellerin in Musicals und Komödien wurden Robin Williams und Angela Bassett. Wiona Ryder und Tommy Lee Jones wurden für ihre Leistungen als beste Nebendarsteller ausgezeichnet.

Internationale Filmfestspiele Berlin
Am 10. Februar begann die elftägige Tagung der Internationalen Filmfestspiele Berlins.
Die Jury unter Jeremy Thomas vergab den Goldenen Bären an Jim Sheridan für seinen Film „Im Namen des Vaters“. Beste weibliche Hauptdarstellerin wurde überraschenderweise Crissy Rock in „Ladybird“. Nicht so überraschend wurde Tom Hanks für sein Wirken in „Philadelphia“ zum besten Schauspieler ernannt. Der Titel des besten Regisseurs ging erneut an Krzysztof Kieślowski. Er gewann mit „Drei Farben: Weiß" wieder.

Academy Awards / Oscar-Verleihung
In diesem Jahr wurde die sechsundsechzigste Verleihung der Academy Awards von
Whoopi Goldberg moderiert.
Am
21. März ging der Oscar für den besten Film an Schindlers Liste. Den Preis nahm Spielberg zusammen mit Gerald R. Molen und Branko Lustig in Empfang. Ferner konnte „Schindlers Liste“ die Oscars für die beste Kamera, die beste Regie und die beste Filmmusik ergattern. Anknüpfend an die Filmfestspiele und den Golden Globe erhielten Holly Hunter und Tom Hanks die Auszeichnungen als beste Schauspielerin und bester Schauspieler. Den Award für den besten fremdsprachigen Film gewann Fernando Trueba mit „Belle Epoque“. Als die besten Nebendarsteller wurden Tommy Lee Jones und Anna Parquin ausgezeichnet. Der Ehrenoscar ging an Daborah Kerr.

Internationale Filmfestspiele in Cannes
Das internationale Festival in Cannes begann am 12. und endete am 23. Mai. Clint Eastwood leitete die Jury und vergab als Gewinner des letzten Jahres die neuen Preise. Die Goldene Palme ging an den
Kultklassiker „Pulp Fiction“ von Quentin Tarantino. Die besten Schauspieler waren Virna Lisi und Ge You. Mit „Liebes Tagebuch...“ gewann Nanni Moretti den Preis als bester Regisseur. Der Große Preis der Jury ging 1994 an Thang Yimou und Nikita Michalkow für die Werke „Leben!“ und „Die Sonne, die uns täuscht“.

Filmfestspiele von Venedig
Die Filmfestspiele von Venedig begannen am 1. September unter der Leitung des bekannten Künstlers und Drehbuchautors
David Lynch. Die Auszeichnung zur besten weiblichen Schauspielerin konnte Maria de Medeiros in „Geschwister“ erringen, bester Schauspieler wurde Yu Xia in „Yangguang Canlan de Rizi“. Der Goldene Löwe ging an den Film „Vive l'Amour – Es lebe die Liebe“.
Todestage
Leider war 1994 das Todesjahr einer der beliebtesten deutschen Schauspieler aller Zeiten.
Heinz Rühmann, der in zahlreichen Heimatfilmen, Krimis und anderen Produktionen zu sehen war, verstarb im Alter von 92 Jahren. Auch der sympathische Schauspieler Telly Savalas, der zuletzt große Erfolge mit „Miss Daisy und ihr Chauffeur" und "Nobody's Fool" feierte, segnete in diesem Jahr das Zeitliche.

Debüts und Neuvorstellungen
Orlando Bloom gab sein schauspielerisches Debüt in der Serie „Casuality" und Natalie Portman in „Léon – Der Profi". Michelle Williams gab ihr Filmdebüt in der Serie „Lassie".

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