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Das Filmjahr 1993 - Steven Spielbergs großes Comeback

Der golden Globe
Am 24. Januar kamen im Beverly Hilton-Hotel wieder Reich und Schön zusammen, um der Golden Globe-Verleihung beizuwohnen. Erster glücklicher Empfänger eines Globes war Robert Altman, dessen Film „The Player“ als beste Komödie/Musical geehrt wurde. Bestes Drama wurde „Der Duft der Frauen“ von Martin Brest. Bester Dramaspieler wurde Al Pacino für seine Rolle in Brests Stück. Beste weibliche Schauspielerin wurde Emma Thompson in „Wiedersehen in Howards End“. Clint Eastwood erhielt für seinen Film „Erbarmungslos“ den Preis als bester Regisseur.

Internationale Filmfestspiele Berlin
Frank Beyer leitete am 11. Februar die Filmfestspiele ein, sodass die Vergabe der international begehrten Preise beginnen konnte.
Der Goldene Bär wurde in diesem Jahr an „Das Hochzeitsbankett“ vergeben. Der Film von Ang Lee, Fei Xie und Xian Hun Nu glänzte durch innovative Motive und kreative Umsetzung. Bester Schauspieler wurde Denzil Washington für seine grandiose Umsetzung der Rolle des Malcom X im gleichnamigen Film. Michelle Pfeiffer wurde zur besten weiblichen Schauspielerin in „Love Field – Feld der Liebe“ gewählt. Der Preis für den besten Regisseur ging an Andrew Birkin für „Der Zementgarten“.

Academy Awards / Oscar-Verleihung
Am 30. März war es dann Zeit für das jährliche Highlight der Filmpreisverleihungen. Moderiert wurde das Event wieder von Billy Crystal im Dorothy Chandler-Pavillion in Los Angeles. Clint Eastwood erhielt für „Erbarmungslos“ die begehrten Auszeichnungen als bester Regisseur und für den besten Film. Außerdem konnte Gene Hackman als bester Nebendarsteller in Eastwoods Werk punkten. Bester Darsteller und beste Darstellerin wurden Al Pacino und Emma Thompson. Für die Musik in Aladdin gewann erneut Alan Menken den Preis für die beste Filmmusik. Der Ehrenoscar ging in diesem Jahr an Federico Fellini, und bester fremdsprachiger Film wurde Indochine von Régis Wargnier.

Internationale Filmfestspiele in Cannes
Bei den am 13. Mai beginnenden Spielen in Cannes gewannen David Thewlis in „Nackt“ und Holly Hunter in „Das Piano“ den Preis als bester Hauptdarsteller und beste Hauptdarstellerin. Die goldene Palme ging 1993 an „Das Piano“ von Jane Campion und „Lebewohl, meine Konkubine“ von Chen Kaige. Beste Regie führte Mike Leigh in „Nackt“, und der Große Preis der Jury ging an „In weiter Ferne, so nah!“ von Wim Wenders.

Filmfestspiele von Venedig
Im September wurden dann unter Peter Weir die Preise der Filmfestspiele in Venedig vergeben. Der Goldene Löwe ging in diesem Jahr an die beiden Filme „Drei Farben: Blau“ von Krzysztof Kieślowski und "Short Cuts" von Robert Altman. Beste weibliche Hauptdarstellerin wurde Juliette Binoche in „Drei Farben: Blau“ und zum besten Schauspieler wurde Fabrizio Bentivoglio in „Verzauberter April“ gekrönt.
Der Europäische Filmpreis
Der Europäische Filmpreis, der sich in der Regel über die Vermarktung von Filmrechten finanziert, erlitt 1993 einen schweren Schlag. Der Filmakademie wurden die Landesbeiträge gestrichen. Die Verleihung fand in einem schlichten Zelt statt und bekam wenig Anerkennung. Erst 1997 wurde die Verleihung in neuem Prunk wieder fortgesetzt.

Todestage
In diesem Jahr ging die Schauspielerin Audrey Hepburn in die ewigen Jagdgründe von Hollywood ein. Von 1950 bis 1990 verzauberte sie weltweit das Publikum und war spätestens mit ihrer Rolle in „Frühstück bei Tiffany“ zum weltweiten Schatz geworden. Auch der Verlust von Federico Fellini, dem italienischen Filmregisseur, traf die Liebhaber italienischer Filmkunst schwer. Am 25. Oktober verstarb der legendäre Horrorfilm-Darsteller Vincent Price. Im Alter von 82 Jahren ging er als Unikat in die Chroniken von Hollywood ein.

Neuerscheinungen und Filmdebüts
Alanis Morissette gibt in "Just One of the Girls" ihren Einstieg in´s Filmgeschäft, während Angelina Jolie in "Cyborg 2" glänzte. Jennifer Love Hewitt ist in "Kleine Millionärin in Not " zum ersten Mal auf dem Bildschirm zu sehen. Tina Turner hatte einen Gastauftritt in "Last Action Hero".

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