Juli 1980 - Terroristen tödlich verunfallt

Kalender Juli 1980
Die mutmaßliche Terroristin Juliane Plambeck, die an mehreren Mordanschlägen beteiligt gewesen sein soll, wurde am 25. Juli 1980  bei einem Verkehrsunfall in Unterriexingen einer Gemeinde im Landkreis Ludwigsburg getötet. Ihr Begleiter, der 27-jährige Wolfgang Beer, der als Sympathisant der Terrorszene galt, kam ebenfalls ums Leben. Am 28. Juli 1980 erklärte die Bundesanwaltschaft, die Verunglückten hätten einen Anschlag auf Generalbundesanwalt Kurt Rebmann geplant gehabt. Einen Tag später teilte die terroristische „Rote Armee Fraktion (RAF)" in einem Brief an die Deutsche Presse-Agentur (DPA) mit, dass sie keine Anschläge auf Bundeskanzler Helmut Schmidt oder auf Generalbundesanwalt Kurt Rebmann plane. << Juni 1980   |   August 1980 >>

Was geschah im Juli 1980

1. Juli 1980
In Brüssel in Belgien fand zwischen Vertretern der EG-Staaten eine Einigung statt. Der luxemburgische Außenminister Gaston Thorn sollte zum Präsidenten der Europäischen Union ernannt werden und im Januar 1981 den Briten Roy Jenkins ablösen.
1. Juli 1980
Bundeskanzler Helmut Schmidt kehrte nach seinen zwei Tage Besuch aus Moskau mit einem Verhandlungsangebot über die Beschränkung atomarer Mittelstreckenraketen zurück.
1. Juli 1980
In Hamburg gab es einen politischen Skandal, weil die Polizei über Jahre die Benutzer öffentlicher Toiletten wegen angeblicher Beschwerden über homosexuelle Belästigungen heimlich überwacht hatte.
1. Juli 1980
Die Bundesrepublik Deutschland und Kiribati nahmen diplomatische Beziehungen auf.
2. Juli 1980
Der Deutsche Bundestag billigte ein Gesetz, dem auch der Bundesrat am 18. Juli zustimmte. Danach sollen Asylantenverfahren beschleunigt werden.
2. Juli 1980
In der Hauptstadt von Grönland, Godthäb, wurde eine vier Tage lange internationale Eskimo-Konferenz beendet. An dieser Konferenz nahmen Vertreter von rund 100.000 Eskimos aus Alaska, Nordkanada und Grönland teil. Sie forderten auf der Konferenz unter anderem die Schaffung einer Generalversammlung für alle Eskimos, damit die gemeinsamen Interessen des Volkes, das durch Staatsgrenzen getrennt ist, effektiver vertreten werden können.
2. Juli 1980
Der italienische Automobilhersteller Fiat kündigte wegen anhaltender Absatzschwierigkeiten die Entlassung von mindestens 15.000 Mitarbeitern an.
3. Juli 1980
Papst Johannes Paul II. trat in Brasilien deutlich für die Rechte der Armen, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und gerechte Löhne ein.
3. Juli 1980
In einem alten Verkehrsflugzeug des Typs Antonow 2 flohen 20 Rumänen, darunter Frauen und Kinder, nach Wien. Der Pilot der Propellermaschine gab an, die rumänische und ungarische Radarüberwachung durch Tiefflug überlistet zu haben. Die Flüchtlinge baten in Österreich um Asyl.
3. Juli 1980
Der deutsche Bundestag verabschiedete das Gesetz zur vorläufigen Regelung des Tiefseebergbaus. Eine Vorlage der Koalition zur Neuordnung des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung wurde mit den Stimmen von CDU/CSU und 11 Abgeordneten der SPD abgelehnt.
4. Juli 1980
Der Bundestag fügte der Bonner Regierungskoalition Niederlagen bei zwei Abstimmungen zu. Die Neuordnung der Kriegsdienstverweigerung scheiterte, weil elf SPD-Abgeordnete die Gewissensprüfung für Kriegsdienstverweigerer grundsätzlich ablehnen und mit der Opposition gegen das Gesetz stimmte. Die FDP-Abgeordneten brachten gemeinsam mit der CDU/CSU ein Gesetz zum Lärmschutz zum Scheitern, weil die darin festgesetzten Richtwerte für bereits bestehende Straßen zu hoch seien.
4. Juli 1980
Der niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU) stimmte der Errichtung eines Zwischenlagers für abgebrannte Brennstäbe von Kernreaktoren in Gorleben zu.
5. Juli 1980
China und Vietnam beschuldigten sich gegenseitig, die gemeinsame Grenze verletzt zu haben.
5. Juli 1980
Premier Minister von Simbabwe, Robert Mugabe, verlangte die Schließung der südafrikanischen Botschaft in Harare. Gleichzeitig beabsichtigte er, die Handelsbeziehungen zu dem Nachbarland fortsetzen zu wollen.
5. Juli 1980
Der Schwede Björn Borg gewann fünfmal in Folge das Herren-Einzel bei den All-England-Tennismeisterschaften in Wimbledon. Bei den Damen hatte sich am Vortag die Australierin Evonne Cawley-Goolagong gegen die US-Amerikanerin Chris Evert-Lloyd durchgesetzt.
6. Juli 1980
Aus Pakistan verlautete, dass sowjetische Flugzeuge an der afghanisch-pakistanischen Grenze zehntausende Minen abgeworfen hätten, um den Nachschub der afghanischen Rebellen zu unterbrechen.
6. Juli 1980
Das 111. Deutsche Galopp-Derbe in Hamburg-Horn endete mit einem Sieg des Favoriten Navarino unter dem englischen Jockey Dave Richardson.
6. Juli 1980
In der Schweiz wurde eine Warnung vor dem Verzehr von wilden Pilzen herausgegeben. Diese sind mit hohen Mengen an Kadmium, Blei und Quecksilber belastet. Diese Schwermetalle stammen vermutlich aus Industrie- und Autoabgasen.
7. Juli 1980
Im Grenzgebiet von Iran und Irak kam es wieder zu schweren Kämpfen.
7. Juli 1980
In der Wüste von Arizona in den USA wurden 13 Leichen sowie 13 Überlebende einer Aktion von Menschen Schmuggel entdeckt. Die Flüchtlinge aus El Salvador waren von einer Schlepperorganisation über die Grenze zwischen Mexiko und den USA gebracht worden und dann hilflos in der Wüste zurückgelassen worden.
7. Juli 1980
am Flughafen in Frankfurt am Main startete eine Passagiermaschine der deutschen Lufthansa zum offiziellen Eröffnungsflug der Verbindung zwischen Frankfurt am Main und Peking in China.
7. Juli 1980
Der deutsche Radprofi Dietrich Thurau gab bei der Tour de France in Nantes vor dem Start der 10. Etappe auf. Er klagte über eine schwere Erkältung und Beschwerden beim Sitzen.
7. Juli 1980
Boxweltmeister im Schwergewicht, Larry Holmes, aus den USA verteidigte in Minnesota seinen Titel gegen seinen Landsmann, Scott LeDoux, durch technisches K. o. in der 7. Runde.
7. Juli 1980
Der französische Staatspräsident Valery Giscard d’Estaing traf zu einem Staatsbesuch von 5 Tagen in der Bundesrepublik Deutschland ein.
8. Juli 1980
In Beirut kosteten Auseinandersetzungen zwischen zwei Gruppierungen der christlichen Milizen zahlreichen Menschen das Leben.
9. Juli 1980
Am 12. Juni fangen die Trauerfeierlichkeiten für den verstorbenen japanischen Ministerpräsidenten Masjoschi Ohira statt. Dabei kam es zu einem Treffen zwischen US-Präsident Jimmy Carter und den chinesischen Parteichef Hua Guofeng. Beide unterstrichen das freundschaftliche Verhältnis ihrer beiden Länder.
9. Juli 1980
In Rotterdam wurde der 81-jährige niederländische Kunstsammler Pieter Menten zu zehn Jahren Haft verurteilt. Er soll 1941 am Mord von 20 bis 30 polnischen Juden in der Ortschaft Podhoroce beteiligt gewesen sein. Der Prozess hatte durch jahrzehntelange Verschleppung des Prozessbeginns und den vorausgegangenen Freispruch Mentens durch ein Gericht in Den Haag für internationales Aufsehen gesorgt.
9. Juli 1980
Die Niederlassungen von fünf bundesdeutschen Pharma-Unternehmen im Iran wurden überraschend iranischer Kontrolle unterstellt. Es erfolgte jedoch keine Verstaatlichung.
9. Juli 1980
Der jüdische Weltkongress in Amsterdam zeichnete Bundeskanzler Helmut Schmidt für seine Verdienste um Frieden und Menschenrechte mit der Goldmann-Medaille aus.
9. Juli 1980
Die baden-württembergische Landesregierung beschloss die Einrichtung von Sammellager für Asylsuchende.
10. Juli 1980
Des Bundesinnenministerium berichtet in seinem Verfassungsschutzbericht über einen weiteren Rückgang des Einflusses extremistischer Organisationen in der Bundesrepublik Deutschland. Alarmierend seien jedoch die wachsenden Tätigkeiten radikaler Gruppen unter den türkischen Gastarbeitern.
10. Juli 1980
Die von der Bundesregierung beauftragte Monopolkommission berichtet über ein Ansteigen der Konzentration von Unternehmen und damit von wirtschaftlicher Macht. Der Bundesverband der Deutschen Industrie lehnt die vorgeschlagenen, nachträglichen Maßnahmen zur Entflechtung bei den Großkonzernen grundsätzlich ab, weil damit „der Lebensnerv der deutschen Wirtschaft“ getroffen würde.
10. Juli 1980
In den Schweizer Alpen, vor allem in Graubünden, gab es einen Wintereinbruch. Der Sustenpass musste wegen Lawinenabgängen vorübergehend gesperrt werden.
11. Juli 1980
Die Streiks in Polen aufgrund der Erhöhung der staatlich festgesetzten Preise für Fleisch zeigten erste Erfolge. Einzelne Betriebe gewährten Lohnerhöhungen von bis zu 15 Prozent.
11. Juni 1980
Im Iran wurden mehrere Militärs hingerichtet, weil sie sich angeblich an Putschplänen beteiligt hatten.
11. Juni 1980
Der schwer erkrankte Vize-Konsul der US-Botschaft im Teheran, der als Geisel festgehalten wurde, wurde auf Anordnung von Revolutionsführer Ajatollah Ramallah Khomeini freigelassen und ausgeflogen.
11. Juni 1980
Der Staatspräsident von Frankreich, Valery Giscard d’Estaing beendete nach vier Tagen seinen Staatsbesuch in Deutschland.
12. Juni 1980
In San Salvador wurde die Botschaft von Costa Rica von 35 Bauern mit Frauen und Kindern besetzt. Die Bauern wollten ihre Ausreise erzwingen. Die Besetzer, deren Zahl auf über 200 angestiegen war, wurden am 26. Juli nach San José ausgeflogen.
12. Juni 1980
In Schleswig-Holstein, Hessen und Hamburg, sowie in Luxemburg begannen die Ferien. Auf den bundesdeutschen Autobahnen herrschte ein Verkehrschaos. Auf der Hauptstrecke in den Süden zwischen Frankfurt am Main und Salzburg ging der Verkehr auf einer Länge von 500 km zeitweise nur stockend voran.
13. Juli 1980
Der Präsident von Botswana, Seretse Khama, starb mit 59 Jahren an seiner schweren Krankheit. Sein Nachfolger wurde Quett Masire.
13. Juli 1980
Die Europäische Weltraumbehörde ESA genehmigte in Paris das Projekt „Giotto“. Bei dem Projekt ging es darum, dass eine mit der „Ariane“-Rakete gestartete Raumsonde, die Flugbahn des Halleyschen Kometen kreuzen soll, der 1986 unser Sonnensystem durchqueren soll.
14. Juli 1980
Die sowjetische Luftwaffe führte einen Großangriff auf afghanische Dörfer durch. Unter der Zivilbevölkerung kam es zu Tausenden von Todesopfern.
14. Juli 1980
Bundespräsident Karl Carstens traf zu einem Staatsbesuch von drei Tagen in Portugal ein. Es ist der erste Besuch eines deutschen Staatsoberhauptes in Portugal seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.
15. Juli 1980
Am Oberrhein fand ein Erdbeben mit der Stärke 5,5 auf der Richterskala statt.
15. Juli 1980
Der amtierende Formel-1-Weltmeister Jody Scheckter aus Südafrika trat zurück wegen mangelnder Motivation.
15. Juli 1980
Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Portugal wurde ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen.
15. Juli 1980
Das deutsch Bundesverfassungsgericht veröffentlichte ein Urteil, in dem der Gesetzgeber aufgefordert wird, Renten und Pensionen gleichmäßig zu besteuern.
16. Juli 1980
Der Spanier Juan Antonio Samaranch wurde in Moskau zum neuen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees gewählt. Der deutsche NOK-Präsident Willi Daume scheiterte mit seiner Kandidatur.
16. Juli 1980
Auf Sri Lanka wurde von der Regierung der Notstand aufgerufen aufgrund der anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen den Singhalesen und den Tamilen.
16. Juli 1980
Eine Schülerin eines Regensburger Gymnasiums weigerte sich, ihre „Stoppt Strauß“ Plakette abzulegen und wurde daraufhin der Schule verwiesen. Der Schuldirektor sah darin eine verbotene politische Werbung.
17. Juli 1980
In Bolivien übernahm das Militär die Macht. Es war der 18. Militärputsch in der Geschichte des Landes.
17. Juli 1980
Ronald Reagan wurde vom Parteikonvent der Republikaner zum Präsidentschaftskandidaten gewählt. Für das Amt des US-Vizepräsidenten schlug er George Bush vor.
17. Juli 1980
Die Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen unterzeichneten einen neuen Staatsvertrag über den Norddeutschen Rundfunk (NDR).
17. Juli 1980
In Japan wurde Zenko Suzuki zum japanischen Premierminister gewählt.
18. Juli 1980
Die Malediven wurden Mitglied der UNESCO.
18. Juli 1980
Der ehemalige iranische Ministerpräsident Schapur Bachtiar entging in Neuilly-sur-Seine in Frankreich einem Attentat.
18. Juli 1980
Indien wurde das sechste Land, das eigene Satelliten in den Weltraum befördern kann und schoss einen Erdbeobachtungssatelliten in eine erdnahe Umlaufbahn.
19. Juli 1980
Die polnische Presse warnte vor möglichen sowjetische Reaktionen aufgrund der wachsenden Streikbewegung. Die Proteste könnten laut Presse, „die Besorgnis unserer Freunde wecken“.
19. Juli 1980
Die Hitzewelle in New York, die bereits seit drei Wochen anhielt, zwang die Stadtverwaltung, das Trinkwasser zu rationieren.
19. Juli 1980
Die Olympischen Sommerspiele wurden in Moskau von dem sowjetischen Staats- und Parteichef Leonid Breschnew eröffnet. Nur 81 Länder waren bei der Feier vertreten, da zahlreiche Staaten die Spiele aus Protest gegen den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan boykottieren.
20. Juli 1980
Honduras erhielt nach neun Jahren Militärherrschaft eine zivile Regierung. General Policarpo Juan Paz Garcia übergab die Macht an die verfassunggebende Versammlung, die die aus den allgemeinen Wahlen am 20. April hervorgegangen war.
20. Juli 1980
Nachdem der Favorit Bernard Hinault bei der Frankreich-Rundfahrt vorzeitig ausgeschieden war, gewann der Niederländer Joop Zoetermelk die Rundfahrt der Radprofis.
21. Juli 1980
In den USA begann die Registrierung von etwa 4 Millionen Wehrpflichtiger der Jahrgänge 1960 und 1961. Präsident Jimmy Carter hatte die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht durchgesetzt, die 1975 nach Ende des Vietnamkrieges abgeschafft worden war.
21. Juli 1980
Der deutsche Autorennfahrer Hans-Georg Bürger erlag seinen schweren Verletzungen, die er bei einem Formel-2-Unfall in Zandvoort in den Niederlanden erlitten hatte.
21. Juli 1980
Barbara Krause aus der DDR blieb bei den Olympischen Schwimm-Wettbewerben in Moskau als erste Frau über 100 m Freistil unter 55 Sekunden.
21. Juli 1980
In Brighton in Großbritannien konnte sich die Internationale Walfangkommission (IWF) wieder nicht auf ein absolutes Fangverbot für die bedrohten Meeressäuger einigen. Die IWF setzte nur Fangquoten zum Schutz der Wale fest.
21. Juli 1980
Die Türkei erhielt von den westlichen Industriestaaten eine Fristverlängerung für die Rückzahlung ihrer Auslandsschulden. Diese belaufen sich auf etwa 40 Milliarden DM.
21. Juli 1980
Der Ministerrat der westeuropäischen Union hob alle bestehenden Tonnage Beschränkungen für die bundesdeutsche Kriegsmarine auf.
22. Juli 1980
In Washington, D. C., in den USA wurde der frühere Presseattaché Ali Tabatabai, der als Gegner des islamischen Ajatollah Ramallah Khomeini bekannt war, ermordet.
22. Juli 1980
Der Rhetorik Professor Walter Jens aus Tübingen will eine mögliche Berufung auf den Hamburger Lessing-Lehrstuhl ablehnen, weil es wegen des Berufungsverfahrens zu einer Kontroverse gekommen war.
22. Juli 1980
Olympiasieger Wladimir Salnikow aus der UdSSR schwamm die 1500 m erstmals unter 15 Minuten.
23. Juli 1980
Eine Studie über ökologische Entwicklungstrends mit dem Titel „Global 200“, die 1977 von US-Präsident Jimmy Carter in Auftrag gegeben worden war, wurde fertiggestellt.
23. Juli 1980
Marjoie Matthews wurde als erste Frau in das Bischofsamt einer der großen protestantischen Kirchen berufen. Sie leitete die Methodistenkirche im US-Bundesstaat Wisconsin.
23. Juli 1980
Israel erklärte Jerusalem zur ewigen Hauptstadt. Die Knesset bestätigte das sieben Tage später.
24. Juli 1980
Vom US-amerikanischen Senat wurde ein Ausschuss zur Untersuchung der Tätigkeiten des Bruders des Präsidenten, Billy Carter, eingesetzt. Dieser war als Lobbyist für Libyen tätig.
24. Juli 1980
Der 24-jährige schwedische Tennisprofi Björn Borg heiratete in Bukarest die 23-jährige Rumänin Mariana Simionescu, die Tennismeisterin ihres Landes ist.
24. Juli 1980
Der britische Filmschauspieler Peter Sellers starb mit 54 Jahren an einem Herzinfarkt. Er wurde unter anderem für seine Rollen in „Ladykillers“ aus dem Jahr 1955, „Die Maus, die brüllte“ aus dem Jahr 1959 und „Der rosarote Panther“ aus dem Jahr 1964 bekannt.
24. Juli 1980
Kanada hob die Exportbeschränkungen für Weizenlieferungen in die Sowjetunion auf, die nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan verhängt worden waren. Die inländischen Preise für Getreide waren durch das Embargo drastisch gefallen. Die Regierung sah sich zu Ersatzzahlungen an die Farmer nicht in der Lage.
24. Juli 1980
In Spanien trat ein Gesetz über die Religionsfreiheit in Kraft. Damit wurde der Katholizismus als Staatsreligion abgeschafft.
25. Juli 1980
Die Töchter, Susanne und Sabine, und der Neffe, Martin Wächtler, des bundesdeutschen Fernsehjournalisten Dieter Kronzucker wurden an ihrem Ferienort in der Toskana entführt. Nach 68 Tagen kamen sie am 1. Oktober gegen eine Lösegeldzahlung von 4,3 Millionen DM wieder frei.
25. Juli 1980
In Bayreuth wurden die Richard-Wagner-Festspiele mit einer Aufführung des „Parzival“ eröffnet.
25. Juli 1980
Die rumänische Turnerin Nadia Comini gewannt bei den Olympischen Spielen in Moskau je zwei Gold- und Silbermedaillen.
26. Juli 1980
Der iranische Staatspräsident Abol Hassan Banisadr benannte seinen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten. Mustafa Mirsalim wurde jedoch am 29. Juli vom Parlament abgelehnt.
26. Juli 1980
Im 800 m Finale der olympischen Spiele in Moskau besiegte der Brite Steve Ovett seinen Landsmann Sebastian Coe.
27. Juli 1980
Toni Mang aus Inning am Ammersee wird vorzeitig Motorrad-Weltmeister in der Klasse bis 250 ccm.
27. Juli 1980
Der äthiopische Langstreckenläufer Miruts Yifter gewann in Moskau bei den Olympischen Spielen die erste von zwei Goldmedaillen.
27. Juli 1980
Der ehemalige Schah des Iran, Mohammed Resa Pahlewi starb in seinem Exil in Kairo in Ägypten.
27. Juli 1980
Ein 15-Jähriger wird bei einem Sprengstoffanschlag auf eine jüdische Jugendgruppe in Antwerpen in Belgien getötet. Dreizehn weitere Jugendliche erlitten Verletzungen. Der Täter konnte wenig später festgenommen werden. Er ist Palästinenser und hatte für seine Ideale gehandelt.
28. Juli 1980
In Peru wurde Gernando Belaunde Terry, der die Wahlen am 15. Mai gewonnen hatte, als Präsident vereidigt. Damit endete die 12 Jahre andauernde Militärherrschaft.
29. Juli 1980
Am Ende der acht Tage langen Sondersitzung zur Palästinenserfrage verabschiedete die UN-Vollversammlung eine Resolution, in der Israel zur vollständigen Räumung der besetzten Gebiete, einschließlich Ost-Jerusalem, aufgefordert wurde.
29. Juli 1980
Im Unterhaus wurde ein Misstrauensvotum gegen die britische Premierministerin Margaret Thatcher mit großer Mehrheit abgewiesen. Der Antrag hatte die Wirtschaftspolitik der Regierung zur Grundlage. In Großbritannien lag die Arbeitslosenquote mit 7,8 Prozent auf dem höchsten Stand seit 1945.
29. Juli 1980
Die Neuen Hebriden, die früher unter britisch-französischer Verwaltung standen, wurden als Vanuatu unabhängig. Während der Feierlichkeiten zur Unabhängigkeit fand auf der Hauptinsel ein sezessionistischer Aufstand statt.
30. Juli 1980
Die Annexion Ost-Jerusalems und dessen Vereinigung mit dem Westteil der Stadt wird trotz Kritik aus der ganzen Welt vom israelischen Parlament gesetzlich verankert.
31. Juli 1980
In Kopenhagen in Dänemark endete die UNO-Frauenkonferenz, an der seit dem 14. Juli Delegationen aus 136 Ländern, vier Befreiungsbewegungen und fünf internationale Organisationen teilgenommen hatten. Bei den Beratungen hatten allgemeinpolitische Themen, vor allem das Nahost-Problem in Vordergrund gestanden.
31. Juli 1980
Das Oberlandesgericht in Stuttgart verurteilte den 28-jährigen Knut Folkerts wegen dreifachen Mordes und er Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu lebenslanger Haft.

Wer hat im Juli 1980 Geburtstag >>>


Nachrichten Juli 1980 in der Presse Deutschland
25 Stunden, und so viel Regen wie nie
wiesbaden-lebt.de
Aufgestellt hat diesen Willi Wülbeck am 1. Juli 1980. Nicht ganz so alt ist der Rekord des Teams VCW Friends & Family. Hatte man im vergangenen ... >>>
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