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Dezember 1937 - Kriegsgerüchte wurden immer lauter

Kalender Dezember 1937
Anlässlich der Übernahme des Wirtschaftsministeriums in Berlin hatte der Beauftragte für den Vierjahresplan, Hermann Göring, eine Rede gehalten, in der erklärte, das kein Kurswechsel der deutschen Wirtschaftspolitik beabsichtigt sei. Bezeichnend war aber, dass Göring nun als Beauftragter für den Vierjahresplan zur Kriegsvorbereitung bezeichnet wurde. Eine kleine, aber alarmierende Veränderung. Wohin der Weg ging, ließ sich auch daran erkennen, dass Göring eine Reduzierung der Devisen- und Rohstoffzuteilungen für jüdische Unternehmen angekündigt hatte. Besonders krass deutlich wurden die Kriegsvorbereitungen, als Reichskriegsminister Werner von Blomberg eine Weisung herausgab, in der ein Angriffskrieg gegen die Tschechoslowakei vorgesehen war. Inzwischen hatte der Duce und Ministerpräsident Benito Mussolini den Austritt Italiens aus dem Völkerbund bekanntgegeben. Deutschland gehörte seit 1933 schon nicht mehr zum Völkerbund. Die beiden Länder hatten sich gegenseitige Unterstützung in wirtschaftlichen Belangen zugesichert.
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Wichtige Ereignisse im Dezember 1937

1. Dezember
Deutsches Reich 1937 – Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hatte den Staatssekretär und Chef der Präsidialkanzlei, Otto Meißner, zum Staatsminister ernannt. Meißner war seit 1923 Staatssekretär. Er hatte schon unter Friedrich Ebert und Paul von Hindenburg gedient, bevor er Hitler diente.
1. Dezember
Ungarn/Österreich/Deutschland 1937 – Der ungarische Reichsverweser Miklós Horthy hatte in einem Gespräch mit dem deutschen Gesandten in der ungarischen Hauptstadt Budapest Gerüchte als unsinnig bezeichnet, nach denen es österreichisch-ungarische Vereinbarungen geben würde für den Fall eines Konfliktes zwischen dem Deutschen Reich und Österreich.
2. Dezember
Deutschland/Spanien 1937 – Der deutsche Botschafter bei der spanischen Gegenregierung von Francisco Franco Bahamonde, Eberhard von Stohrer, hatte in Salamanca Gespräche über angeblich geplante Erzlieferungen der Faschisten an Großbritannien geführt. Dadurch sah das Deutsche Reich seine wirtschaftlichen Interessen in Spanien als gefährdet an.
2. Dezember
Spanien/Mandschukuo 1937 – Das von Japan errichtete „Kaiserreich“ in der Mandschurei, das seit dem 1. März 1932 bestand und die spanische Franco-Regierung hatten Urkunden ausgetauscht, die eine gegenseitige Anerkennung zum Inhalt hatten.
2. Dezember
Brasilien 1937 – Staatspräsident und Diktator Getúlio Dornelles Vargas hatte die Auflösung aller politischen Parteien verfügt.
2. Dezember
Deutsches Reich 1937 – In einer Rede anlässlich der Übernahme des Wirtschaftsministeriums in Berlin hatte der Beauftragte für den Vierjahresplan, Hermann Göring, geäußert, dass er nicht die Absicht habe, einen Kurswechsel in der deutschen Wirtschaftspolitik vorzunehmen.
2. Dezember
Berlin/Film 1937 – Der Spielfilm „Zweimal zwei im Himmelbett“ war in Berlin zur Uraufführung gelangt. Er war unter der Regie von Hans Deppe entstanden. In den Hauptrollen waren Carola Höhn, Georg Alexander, Mady Rahl u. a. zu sehen.
2. Dezember
Frankreich/Deutschland 1937 – Reichsjugendführer Baldur von Schirach hatte bei einem privaten Besuch in Paris die begonnene Aussprache mit dem französischen Ministerpräsidenten Camille Chautemps fortgesetzt.
3. Dezember
Deutsches Reich 1937 – Der Beauftragte für den Vierjahresplan zur Kriegsvorbereitung, Hermann Göring, hatte angeordnet, dass die Beschäftigten künftig auch an Feiertagen den regelmäßigen Arbeitsverdienst zu bekommen hatten.
3. Dezember
Frankreich/Polen 1937 – Der französische Außenminister Yvon Delbos war zu Gesprächen mit der polnischen Regierung in der Hauptstadt Warschau eingetroffen.
3. Dezember
Großbritannien/Palästina 1937 – Der britische Premierminister Neville Chamberlain hatte den bisherigen Gouverneur von Tanganjika, Harold Alfred MacMichael, als Nachfolger von Arthur Wauchope zum neuen britischen Hochkommissar für Palästina ernannt.
3. Dezember
Breslau 1937 – Nach dem gleichnamigen Stück von Gerhart Hauptmann war in Breslau (heute Wroclaw in Polen) der Spielfilm „Der Biberpelz“ zur Uraufführung gelangt. Er war unter der Regie von Jürgen von Alten entstanden. In den Hauptrollen waren u. a. Heinrich George, Ida Wüst und Rotraut Richter zu sehen.
4. Dezember
Japan/China 1937 – Als japanische Truppen versuchten, das Gelände der französischen Niederlassung in der chinesischen Hafenstadt zu passieren, war es in Schanghai zu mehreren Zwischenfällen gekommen. Die Japaner waren von französischen Truppen daran gehindert worden und hatten erst nach langen Verhandlungen die Erlaubnis zum Betreten des Gebietes erhalten.
4. Dezember
Schach 1937 – Durch den Wettkampfsieg gegen den Niederländer Max Euwe hatte der russisch-französische Schachspieler Alexander Aljechin den Schachweltmeistertitel zurückgewonnen.
5. Dezember
Jugoslawien/Italien 1937 – Der jugoslawische Ministerpräsident Milan Stojadinovic war zu Gesprächen mit dem Duce und Ministerpräsidenten Benito Mussolini nach Rom gereist.
5. Dezember
Polen/Frankreich/CSR 1937 – Gegenüber dem französischen Außenminister Yvon Delbos hatte sein polnischer Amtskollege Józef Beck geäußert, dass eine Versöhnung mit der Tschechoslowakei für Polen schwierig sein, weil es alte Streitigkeiten über die polnischen Minderheiten in der CSR gab.
6. Dezember
Deutschland 1937 – Der bayerische Reichsstatthalter und General Franz Ritter von Epp hatte in Berlin in seiner Funktion als Leiter des Kolonialpolitischen Amtes der NSDAP eine Rede gehalten, in der er die „Rückerstattung des kolonialen Eigentums“ gefordert hatte.
6. Dezember
Japan/China 1937 – Im eroberten Schanghai hatten die Japaner eine autonome Regierung für Groß-Schanghai mit dem Namen Tatac gebildet.
7. Dezember
Österreich/Deutschland 1937 – Nach Beendigung deutsch-österreichischer Kulturgespräche hatte das österreichische Bundeskanzleramt mehrere Bücher verboten, die sich kritisch mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzten. U. a. betraf es „Hitler“ von Rudolf Olden.
7. Dezember
Österreich 1937 – In der österreichischen Hauptstadt Wien hatte der österreichische Schriftsteller Franz Werfel einen Vortrag „Von der Glückseligkeit des Menschen“ gehalten.
7. Dezember
Deutschland 1937 – In einem Schreiben der Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung an das Auswärtige Amt war über die „Ergebnisse der jüdischen Auswanderung“ berichtet worden.
8. Dezember
Deutschland 1937 – Bezüglich der neueren Chemie und Physik sollten die deutschen Wissenschaftler Forschungsfreiheit genießen. Dies hatte Reichsleiter Alfred Rosenberg verfügt.
8. Dezember
Deutsches Reich 1937 – Um der Gefahr einer weiteren Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche im ganzen Reich zu begegnen hatte der Reichsnährstand die Berliner „Grüne Woche 1938“ abgesagt.
8. Dezember
Deutsches Reich 1937 – In Berlin hatte der Vorsitzende der Sudetendeutschen Partei, Konrad Henlein, die erste sudetendeutsche Kunstausstellung eröffnet. Die Ausstellung war von der Sudetendeutschen Kulturgemeinschaft veranstaltet worden.+9. Dezember
Japan/China 1937 – Japan hatte der Besatzung von Nanking unter Marschall Chiang Kai-shek ein Ultimatum überreicht und damit mit der Belagerung von Nanking begonnen. Danach sollte die Stadt bis zum 10. Dezember den japanischen Truppen übergeben werden. Sie würde ansonsten in Schutt und Asche gelegt werden.
9. Dezember
Deutsches Reich/Hamburg 1937 – Das Reichskabinett hatte ein Gesetz über die Verfassung und Verwaltung der Hansestadt Hamburg verabschiedet, wodurch Senat und Staatsrat von Hamburg aufgehoben worden waren.
9. Dezember
Deutschland 1937 – Per Gesetz war das Deutsche Rote Kreuz neu organisiert worden. Unter der Einheit „Deutsches Rotes Kreuz“ waren die Untergliederungen zusammengefasst worden.
10. Dezember
Deutschland 1937 – Trotz der wachsenden Konkurrenz durch den Straßenverkehr konnte die Deutsche Reichsbahn eine Steigerung der Betriebsleistungen gegenüber dem Vorjahr für das Jahr 1937 verzeichnen.
10. Dezember
Österreich 1937 – Der österreichische Ministerrat hatte die Rückgabe Vermögens an das Haus Habsburg beschlossen, das im Jahr 1919 konfisziert worden war.
10. Dezember
Nobelpreis/International 1937 – In der schwedischen Hauptstadt Stockholm waren die Nobelpreise für Physik, Chemie, Medizin und Literatur verliehen worden. Der Friedensnobelpreis, der in der norwegischen Hauptstadt Oslo vergeben wurde, ging an den Briten Edgar Algemon Robert Viscount Cecil of Chelwood.
10. Dezember
CSR 1937 – In der Hauptstadt Prag war der US-amerikanische Spielfilm „Saratoga“ angelaufen. Regie hatte Jack Conway geführt. In den Hauptrollen waren Jean Harlow und Clark Gable zu sehen.
10. Dezember
Schottland 1937 – In Schottland waren bei Castlecary bei einem Eisenbahnunglück 34 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 40 Menschen waren verletzt worden.
10. Dezember
Deutsches Reich 1937 – Im Norden Deutschlands hatten Schneeverwehungen zu starken Verkehrsbehinderungen geführt. Die Züge der Reichsbahn hatten Verspätungen von bis zu vier Stunden.
10. Dezember
Honduras/Nicaragua 1937 – In der Hauptstadt von Costa Rica, San José, hatten Vertreter von Honduras und Nicaragua ein Friedensprotokoll unterzeichnen. Damit sollten die Grenzstreitigkeiten beigelegt werden zwischen den beiden mittelamerikanischen Staaten.
11. Dezember
Völkerbund 1937 – In Rom hatte der italienische Duce und Ministerpräsident Benito Mussolini den Austritt Italiens aus dem Völkerbund bekanntgegeben.
11. Dezember
Deutschland 1937 – Die Produktion von Seifen und Fetten aus Kohle betrug in diesem Jahr 20.000 Tonnen. Im Jahr 1938 soll es eine Erhöhung der Produktion auf 60.000 Tonnen geben.
11. Dezember
Japan/China/USA 1937 – Das amerikanische Kanonenboot „Panay“, das Amerikaner aus Nanjing (Nanking) evakuierte und drei US-Öltanker im Geleit gehabt hatte, war auf dem Jangtsekiang von japanischen Flugzeugen versenkt worden.
12. Dezember
Deutschland 1937 – Reichsernährungsminister und Reichsbauernführer Walther Darre hatte in einer Rundfunkrede für die landwirtschaftliche Produktion 1937 eine positive Bilanz gezogen.
12. Dezember
Sowjetunion 1937 – Alle 1143 Kandidaten des Wahlblocks der Kommunisten und der Parteilosen waren bei den Wahlen in den Obersten Sowjet gewählt worden. Die Wahlbeteiligung hatte amtlichen Angaben zufolge 96,5 Prozent betragen.
12. Dezember
Tennis 1937 – In Hamburg hatte Schweden im Tennis Deutschland 3:0 besiegt.
13. Dezember
Japan/China 1937 – Japanische Truppen hatten die chinesische Hauptstadt Nanking erobert und begingen das „Massaker von Nanking“. Dabei war es auch zum Hyakunin-giri Kyoso gekommen, dem Wettstreit zweier japanscher Offiziere, wer zuerst 100 Menschen mit dem Schwert töten konnte. Das Massaker dauerte bis zum 7. Februar 1938.
13. Dezember
Deutsches Reich 1937 – Einer Anordnung des Reichswirtschaftsministeriums zufolge durften beim Winterschlussverkauf im Januar/Februar 1938 Textilartikel, bei denen es sich nicht um ausgesprochene Modeartikel handelte, nicht zu Sonderpreisen angeboten werden. Das betraf u. a. Bettwäsche, und Handtücher.
13. Dezember
Boxen 1937 – In New York hatte der Deutsche Max Schmeling in einem Schwergewichts-Boxkampf den US-Amerikaner Harry Thomas durch K. o. in der achten Runde besiegt.
14. Dezember
Japan/China 1937 – Nach dem Fall der Hauptstadt Nanking hatten die Japaner in Peking eine „vorläufige Regierung der Republik China“ gebildet.
14. Dezember
Deutschland 1937 – Innenminister Wilhelm Frick hatte einen Erlass über die „vorbeugende Verbrecherbekämpfung“ veröffentlicht. Danach konnten „Berufs- und Gewohnheitsverbrecher“ in polizeiliche „Vorbeugehaft“ genommen werden ebenso wie „Asoziale“.
15. Dezember
Spanien 1937 – Bei Teruel südlich von Zaragoza hatten spanische Regierungstruppen eine Großoffensive begonnen.
15. Dezember
Südtirol 1937 – Bei einem Lawinenunglück waren neun Menschen ums Leben gekommen. Es hatte sich bei den Opfern durchweg um Skilehrer und Bergführer gehandelt.
15. Dezember
Deutschland 1937 – Der Beauftragte für den Vierjahresplan zur Kriegsvorbereitung, Hermann Göring, hatte eine Reduzierung der Devisen- und Rohstoffzuteilungen für jüdische Unternehmen angekündigt.
15. Dezember
Deutschland 1937 – Die Dornier-Werke in Friedrichshafen hatten das neue Flugboot „Do 24“ vorgestellt. Es hatte eine Länge von 22 Metern und erreichte eine Geschwindigkeit von mehr als 300 km/h.
15. Dezember
Deutschland 1937 – Der Vater der 38-jährigen Therese Neumann, genannt Therese von Konnersreuth, hatte eine von der bayerischen Kirchenleitung gewünschte ärztliche Untersuchung seiner Tochter verweigert.
16. Dezember
Schweiz 1937 – In Bern hatte die Schweizer Bundesversammlung den Vizepräsidenten des Bundesrates, Johannes Baumann, zum Bundespräsidenten für das Jahr 1938 gewählt. Baumann war mit 153 von 181 gültigen Stimmen gewählt worden.
16. Dezember
Sowjetunion 1937 – In der Hauptstadt Moskau hatte das Militärkollegium des Obersten Kriegsgerichtshofes der UdSSR acht hohe Funktionäre verurteilt. Darunter hatte sich auch der bisherige Botschafter in der Türkei, Lew M. Karachan, befunden. Die Angeklagten waren wegen „Landesverrats, terroristischer Tätigkeit und Spionage“ zum Tode verurteilt worden. Die Hinrichtung war noch am selben Tag vollzogen worden.
16. Dezember
Deutschland 1937 – In Kiel hatte der deutsche Reichskommissar für die Preisbildung, Joseph Wagner, über das Thema „Preispolitik im Rahmen des Vierjahresplanes“ gesprochen. Wagner gab an, dass der Preisstand des Jahres 1936 „fast unverändert“ gehalten worden war.
16. Dezember
Schach 1937 – Der russische Schachspieler Alexandr A. Aljochin war durch einen Sieg über den Niederländer Machgielis (Max) Euwe Weltmeister geworden.
16. Dezember
Hamburg/Film 1937 – Der Spielfilm „Gasparone“, der nach der gleichnamigen Operette von Karl Millöcker entstanden war, war in Hamburg uraufgeführt worden. Regie hatte Georg Jacoby geführt. In den Hauptrollen waren Marika Rökk und Johannes Heesters zu sehen.
16. Dezember
USA 1937 – Von der Gefängnisinsel Alcatraz hatten die Häftlinge Theodore Cole und Ralph Roe eine Fluchtversuch unternommen. Ihr weiterer Verbleib war ungeklärt. Wahrscheinlich waren sie in der Bucht von San Francisco (US-Bundesstaat Kalifornien) ums Leben gekommen. Da ihre Leichen jedoch nie gefunden wurden, hielten sich Gerüchte von einer gelungenen Flucht hartnäckig.
16. Dezember
Schweiz 1937 – Im Zürcher Schauspielhaus war die Komödie „Napoleon I.“ von Ferdinand Bruckner zur Uraufführung gelangt. Unter der Regie von Leopold Lindtberg spielte Leonhard Steckel die Titelrolle.
17. Dezember
Deutsches Reich 1937 – Im Deutschen Reich waren sechs Teilstücke der Reichsautobahn mit einer Gesamtlänge von 218 km für den Verkehr freigegeben worden. Damit waren insgesamt 2026 Autobahn-Kilometer fertiggestellt worden.
17. Dezember
Deutsches Reich 1937 – Das Deutsche Reich hatte zur „Fortführung der von der Reichsregierung übernommenen Aufgaben“ eine weitere Anleihe in Höhe von einer Milliarde Reichsmark begeben.
18. Dezember
Frankreich/Europa 1937 – Der französische Außenminister Yvon Delbos hatte mit einem Besuch in Prag (CSR) seine Reise durch Länder Ost- und Südeuropas beendet. In einer amtlichen Verlautbarung über die Prager Gespräche war „eine Übereinstimmung Frankreichs und der Tschechoslowakei in allen Fragen“ festgestellt worden.
18. Dezember
Deutschland/Großbritannien 1937 – Die deutsche Presse hatte mit scharfer Zurückweisung auf einen Artikel im britischen „Daily Herald“ reagiert. In einem Bericht über die deutsche Propagandatätigkeit im Ausland waren von der Zeitung u. a. die Aufwendungen der Reichsregierung für diesen Bereich mit 20 Millionen Pfund (246,4 Millionen Reichsmark) angegeben worden.
18. Dezember
Frankreich 1937 – Die Regierung des Landes hatte eine stärkere Überwachung der Ausländer beschlossen, die sich in Frankreich aufhielten. Grund für diese Maßnahme waren verschiedene „kriminelle Ereignisse“ der letzten Wochen, an denen vermutlich Ausländer zu den Beteiligten gehört hatten.
18. Dezember
Deutsches Reich 1937 – Amtlichen vorläufigen Angaben zufolge war beim Außenhandel des Deutschen Reiches eine Steigerung um 15 Prozent gegenüber 1936 zu verzeichnen.
18. Dezember
Deutschland/Italien 1937 – Das Deutsche Reich und Italien hatten sich in einem geheimen Protokoll auf gegenseitige Unterstützungen auf wirtschaftlichem Gebiet geeinigt.
18. Dezember
Deutsches Reich 1937 – Der Präsident der Reichsmusikkammer, Peter Raabe, hatte eine Verordnung „zum Schutz der deutschen Kultur vor unerwünschter Musik“ erlassen.
18. Dezember
Berlin/Film 1937 – In Berlin hatte die Liebesromanze „La Habanera“ (Regie: Detlef Sierck) Premiere. In der Hauptrolle war Zarah Leander zu sehen. Die Filmmusik hatte Lothar Brühne geschrieben.
19. Dezember
Deutsches Reich 1937 – Wie schon am 12. Dezember konnten die Bürger auch an diesem Tag – durch die Genehmigung eines verkaufsoffenen Sonntags – Weihnachtseinkäufe erledigen.
19. Dezember
Eishockey 1937 – In Basel (Schweiz) hatte die deutsche Mannschaft das Gastgeber-Team beim Eishockey-Länderkampf 3:1 besiegt.
20. Dezember
Rumänien 1937 – Die Parlamentswahlen waren mit einer Niederlage der nationalliberalen Regierungspartei von Ministerpräsident Gheorghe Tatarascu zu Ende gegangen.
20. Dezember
Spanien 1937 – Den spanischen Regierungstruppen war es bei ihrem Großangriff auf Teruel (südlich von Zaragoza) gelungen, die Stadt einzuschließen. Damit hatten sie die Verbindung der Faschisten nach Zaragoza abgeschnitten.
21. Dezember
Deutsches Reich 1937 – Reichskriegsminister Werner von Blomberg hatte eine Weisung herausgegeben. Diese hatte einen Angriffskrieg gegen die Tschechoslowakei vorgesehen.
21. Dezember
Deutsches Reich 1937 – Die Reichsregierung hatte ein Gesetz über den Ausbau der Rentenversicherung beschlossen. U. a. waren darin Beitragserleichterungen und Rentenerhöhungen für Bergleute enthalten. Die Finanzierung der Maßnahmen sollte aus den Überschüssen der Arbeitslosenversicherung erfolgen.
21. Dezember
Deutschland/Film 1937 – Die deutsch-italienische Coproduktion „Mutterlied“ gelangte in Dresden zur Uraufführung. Er entstand unter der Regie von Carmine Gallone. In der Hauptrolle war der Sänger Benjamin Gigli zu sehen.
21. Dezember
USA/Film 1937 – Im Carthay Circle Theater in Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) hatte der erste abendfüllende Zeichentrickfilm von Walt Disney „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ vor einem durchweg erwachsenen Publikum Premiere. Es war ausschließlich Hollywood-Prominenz geladen gewesen.
22. Dezember
Japan/China 1937 – Nach der Einnahme von Nanking am 13. Dezember waren die japanischen Truppen gegen die südchinesische Hafenstadt Kanton vorgerückt.
22. Dezember
Spanien 1937 – Die Stadt Teruel war von spanischen Regierungstruppen besetzt worden. Die Faschisten hielten nur noch die Militärgarnison.
22. Dezember
Deutschland 1937 – Am Neuen Operettentheater Leipzig war die Operette „Balkanliebe oder Die Gräfin von Durazzo“ von Rudolf Kattnigg zur Uraufführung gelangt. Das Libretto stammte von Erik Kahr und Bruno Hardt-Warden.
23. Dezember
Deutschland/Spanien 1937 – Die deutschen Kriegsgeräte-Lieferungen an die spanischen Faschisten hatten einen Wert von monatlich vier Millionen Reichsmark. Dies ging aus Aufzeichnungen von Georg Ripken, Legationssekretär in der Wirtschaftspolitischen Abteilung im Auswärtigen Amt hervor.
23. Dezember
Deutschland 1937 – Die NSDAP und das Winterhilfswerk (WHW) hatten im ganzen Reich sogenannte Volksweihnachtsfeiern veranstaltet.
23. Dezember
Deutsches Reich 1937 – Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hatte dem Intendanten der Preußischen Staatsschauspiele, Gustav Gründgens, den Titel „Generalintendant“ verliehen.
23. Dezember
Deutschland 1937 – Zur Einsparung von wichtigen Rohstoffen liefen im gesamten Land derzeit mehrere Propaganda-Aktionen.
23. Dezember
Berlin/Film 1937 – In Berlin war der Spielfilm „Tango Notturno“ zur Uraufführung gelangt. Regie hatte Fritz Kirchhoff geführt. Die Hauptrollen spielten u. a. Pola Negri, Elisabeth Flickenschildt und Albrecht Schoenhals.
24. Dezember
Nazareth 1937 – Bei Nazareth (heute in Israel) war es zu einem heftigen Schusswechsel zwischen arabischen Freischärlern und britischem Militär gekommen.
24. Dezember
Japan/China 1937- Japanische Einheiten hatten nach tagelangen Kämpfen die chinesischen Stadt Hangtschou, südwestlich von Schanghai, erobert.
24. Dezember
Vatikan 1937 – Papst Pius XI. hatte beim Weihnachtsempfang der Kardinäle im Vatikan scharfe Angriffe gegen die deutsche Kirchenpolitik gerichtet.
25. Dezember
Deutsches Reich 1937 – Für die Weihnachtstage war rund 40 Pastoren der Bekennenden Kirche, die sich in Haft befanden, ein Hafturlaub von den Behörden gewährt worden.
25. Dezember
Deutschland 1937 – Am Schauspielhaus in Leipzig war das Singspiel „Juchten und Lavendel“ von Helmut Käutner zur Uraufführung gelangt.
26. Dezember
Deutschland 1937 – An den Städtischen Bühnen Düsseldorf war die Operette „Abenteuer in Algier“ von Arno Vetterling zur Uraufführung gelangt.
27. Dezember
Deutsches Reich 1937 – Der Reichsnährstand hatte nach den Absagen des Reichsbauerntages 1937 und der „Grünen Woche 1938“ nun auch die für den Mai 1938 geplante Reichsnährstandsausstellung abgesagt. Grund war die Maul- und Klauenseuche im Land.
27. Dezember
Niederlande/Italien/International 1937 – Der niederländische Außenminister Jacob Adriaan Nicolaas Patijn hatte die Unterzeichnerstaaten der Oslo-Konvention zur Abgabe eine gemeinsamen Erklärung über die Anerkennung der italienischen Eroberung Abessiniens (Äthiopien) aufgefordert.
28. Dezember
Rumänien 1937 – Der rumänische König Karl II. hatte den Vorsitzenden der Nationalchristlichen Partei, Octavian Goga, mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. In der Hauptstadt Bukarest hatte der neue Ministerpräsident Goga seine Regierungserklärung abgegeben und die Parole der rechtsgerichteten Regierung „Rumänien den Rumänen“ verkündet. Das Verbot von drei liberalen Zeitungen war eine der ersten Amtshandlungen von Goga.
29. Dezember
Irland 1937 – Die neue irische Verfassung war in Kraft getreten. Dadurch hatte sich der Freistaat Irland unter dem künftigen Namen „Eire“ oder „Irland“ aus dem Commonwealth gelöst. Die innenpolitischen Angelegenheiten wurden nunmehr unter Ausschluss des britischen Königs geregelt.
29. Dezember
Spanien 1937 – Nach der Ankunft faschistischer Einsatztruppen bei der Stadt Teruel hate eine große Gegenoffensive der Franco-Einheiten begonnen. Seit dem 22. Dezember war ein Großteil der Stadt in der Gewalt von Regierungstruppen.
29. Dezember
Deutsches Reich 1937 – Reichswirtschaftsminister Hermann Göring hatte Juden aus der Organisation der gewerblichen Wirtschaft ausgeschlossen.
30. Dezember
Ägypten 1937 – Wegen „unbefriedigender Geschäftsführung“ hatte König Faruk I. von Ägypten den nationalistisch eingestellten Ministerpräsidenten Mustafa an-Nahhas Pascha entlassen und Mohammed Mahmud zum neuen Ministerpräsident ernannt.
30. Dezember
Rumänien 1937 – Ministerpräsident Octavian Goga hatte massive Einschränkungen für jüdische Gewerbetreibende angeordnet und die Enteignung jüdischen Grundbesitzes in Rumänien verfügt.
30. Dezember
Frankreich/International 1937 – Die französische Astronomin Marguerite Laugier hatte den Asteroiden (1461) Jean-Jacques entdeckt.
30. Dezember
Deutsches Reich 1937 – Aufgrund eines Erlasses aus dem Reichswissenschaftsministerium waren alle jüdischen Lehrer an jüdischen Schulen aus dem Beamtenverhältnis entlassen worden.
31. Dezember
Deutschland 1937 – Die Maul- und Klauenseuche betraf derzeit 17.500 Gehöfte. Diese besagten Angaben des Reichsgesundheitsministeriums.
31. Dezember
Deutschland 1937 – Im Deutschen Reich waren im Jahr 1937 insgesamt 504.093 Personen rechtskräftig verurteilt worden. Im Jahr 1936 waren es 440.530 Personen gewesen.
31. Dezember
CSR 1937 – Das Wochenblatt der reichsdeutschen sozialdemokratischen Emigranten in der Tschechoslowakei, der „Neue Vorwärts“, war zum letzten Mal in Prag erschienen. Die Redaktion war auf Druck der tschechoslowakischen Behörden nach Paris verlagert worden.
31. Dezember
Deutschland 1937 – Die Grenzen des Deutschen Reichs waren völkerrechtlich auf diesen Stichtag festgelegt worden. Diese galten bis 1990 und erst mit dem Zwei-plus-Vier-Vertrag hatte Deutschland seine territoriale Souveränität über die Gebiete östlich von Oder und Neiße verloren.
Dezember 1937 Deutschland in den Nachrichten
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