November 1973 -

Kalender November 1973
Die US-amerikanische Serie

 

 



Wichtige Ereignisse im November 1973

1. November
Drei im Dubliner Mountjoy-Gefängnis inhaftierte Führer der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) wurden in einer spektakulären Aktion befreit.
1. November
Sierra Leone, Gabun und Kenia brachen ihre diplomatischen Beziehungen zu Israel ab. Nur noch die Elfenbeinküste unterhielt als einziges bedeutendes afrikanisches Land noch offizielle Kontakte zu Israel.
2. November
Der UNO-Sicherheitsrat beschloss die Verstärkung der Friedenstruppe im Nahen Osten. Die Armee, die sich bisher aus Einheiten von vier Ländern zusammensetzte, wurde um Soldaten aus sieben weiteren Staaten aufgestockt.
2. November
In Moskau scheiterte eine Flugzeugentführung. Zwei Luftpiraten wurden bei einem Feuergefecht erschossen.
3. November

Der bundesdeutsche Außenminister Walter Scheel konnte in Moskau (UdSSR) eine Einigung erringen über die Frage der Vertretung von Berlin (West) durch die Bundesrepublik Deutschland.
4. November
In Athen kam es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern des Militärregimes und der Polizei.
4. November
In Hamburg fand ein dreitägiger Parteitag der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) statt. Die Delegierten wählten Herbert Mies zum neuen Vorsitzenden als Nachfolger von Kurt Bachmann, der aus Altersgründen nicht mehr kandidierte.
4. November
In Westberlin demonstrierten etwa 15 000 Menschen gegen die Militärjunta in Chile.


5. November
Der Mindestumtauschsatz für Besucher aus „nicht sozialistischen“ Ländern wurde durch das DDR-Finanzministerium bei einem DDR-Besuch pro Tag auf 20 Mark und bei einem Besuch in Ostberlin auf 10 Mark festgesetzt. Das Geld wird im Verhältnis 1:1 umgetauscht.
5. November
Die arabischen Länder, die Öl ausführten, beschlossen 25 Prozent weniger Errdöl zu fördern. Die reduzierte Förderung sollte so lange anhalten, bis Israel die Gebiete, die es 1967 besetzt hatte freigegab. Außerdem sollte es die Rechte der Palästinenser wiederherstellen.
5. November
Bis zum 10, November besuchte US-Außenminister Henry A. Kissinger den Nahen Osten. Diese Reise sollte der Beginn seiner sogenannten „Pendeldiplomatie“ sein.
6. November
Ein Friedensvorschlag, den die EG-Staaten den arabischen Ländern, Israel, der UdSSR und den USA unterbreiteten sah den Abzug Israels aus den besetzten Gebieten vor.
6. November
Neuer Oberbürgermeister von New York wurde der 67-jährige Abraham Beane. Er war ein Mitglied der Demokratischen Partei und wurde mit großer gewählt. Er war der bisher älteste Oberbürgermeister der Stadt. Sein Amtsantritt war am 1. Januar 1974 an.
6. November
Die Behörden in Bangladesch berichteten, das durch das Hochwasser in den letzten zwei Monaten mindestens 4000 Menschen an Cholera erkrankt und gestorben waren.
6. November
Da eines der sowjetischen Qualifikationsspiele zur Weltmeisterschaft 1974 im Stadion von Santiago de Chile stattfinden sollte, verzichtete der sowjetische Fußballverband auf die Teilnahme an der Qualifikation und somit auf die Teilnahme an der Weltmeisterschaft.
7. November
Zwische Ägypten und den USA wurden wieder diplomatische Beziehungen aufgenommen. Sie waren 1967 abgebrochen worden.
7. November
Der „War Powers Act“ wurde trotz des Vetos von US-Präsident Richard M. Nixon auf 60 Tage begrenzt. Auf Basis dieses Gesetzes hätte der Präsident die Berechtigung, US-Soldaten außerhalb der USA einzusetzen ohne vorherige Genehmigung durch den Kongress.
7. November
In einer Fernsehansprache stellte US-Präsident Richard M. Nixon seine geplanten Maßnahmen zur Behebung der Energiekrise vor. Dazu gehörten die Reduzierung des Energieverbrauchs tagsüber, eine 50-Meilen Geschwindigkeitsbegrenzung, die Schließung von Tankstellen an Sonntagen, der Bau einer Pipeline von Alaska und die Förderung von Atomenergie und alternativer Energie. Mit diesen Maßnahmen wollte er die USA von Energiequellen aus dem Ausland unabhängig machen.
7. November
Die Bundesregierung beschloss auf Vorschlag von Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, Walter Arendt (SPD) Rentenerhöhungen um mehr als 11 Prozent für die 12 Millionen Ruheständler in der Bundesrepublik.
8. November
In erster Lesung billigten Regierungskoalition und Opposition im deutschen Bundestag den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen und damit den Verzicht der Bundesrepublik auf Atomwaffen.
8. November
In Dänemark trat die sozialdemokratische Minderheitsregierung von Ministerpräsident Anker Jorgensen nach einer Abstimmungsniederlage im Parlament zurück. Jorgensen setzte für den 4. Dezember Neuwahlen an.
9. November
Als 28. afrikanischer Staat brach die Elfenbeinküste die diplomatischen Beziehungen zu Israel ab.
10. November
Das Budget der Europäischen Gemeinschaft für 1974 sah Ausgaben von 18,4 Milliarden DM vor. Allein auf die Landwirtschaft entfielen 14 Milliarden DM. Der EG-Rat beschloss eine stärkere gemeinsame Bekämpfung der Inflation.
10. November
In der Hamburger Kunsthalle wurde die bis zum 6. Januar 1974 dauernde Ausstellung „Kunst in Deutschland 1898–1973“ eröffnet. 76 Künstler dokumentierten jeweils ein Jahr dieses Zeitraums.
10. November
Von 8.50 Uhr bis 14.15 Uhr mitteleuropäische Zeit (MEZ) schob sich der Planet Merkur vor die Sonne.
11. November
Um einen Waffenstillstand zu sichern, schlossen Israel und Ägypten ein Sechs-Punkte-Abkommen. Sie wählten als Ort für den Abschluss des Abkommens den Kilometerstein 101 auf der Straße von Kairo nach Suez.
11. November
Die Entführer von Paul Getty III. schickten eine abgeschnittene Ohrmuschel ihres Opfers an eine Zeitung. Sie wollten damit ihre Lösegeldforderungen eindrücklich unterstreichen.
12. November
Nachdem der US-Vizepräsident Spiro Theodore Agnew zurückgetreten war, wurde Gerald Rudolph Ford von Präsident Richard Nixon als Nachfolger nominiert.
13. November
Die Tochter des Wienerwald-Gastronomen Friedrich Jahn, Evelyn Jahn, wurde in München entführt. Die Entführer verlangten ein Lösegeld von drei Millionen Mark.
14. November
Aus Altersgründen verzichtete Bundespräsident Gustav Heinemann (SPD) auf eine erneute Kandidatur für das höchste Staatsamt der Bundesrepublik.
14. November
In Japan wurde die längste Brücke Asiens eröffnet. Das 1068 m lange Bauwerk verbindet die Städte Shomonoseki auf Honshu und Moji im Norden Kiushus.
14. November
Die britische Prinzessin Anne heiratete in der Westminster Abbey in London den Hauptmann Mark Philipps.
14. November
Evelyn Jahn, die Tochter des „Wienerwald“-Besitzers, wurde entführt und gegen die Zahlung eines Lösegelds in Höhe von drei Millionen DM freigelassen.
14. November
In Glasgow trennten sich die Fußballnationalmannschaften aus Deutschland und Schottland 1:1.


15. November
Das erste internationale Frauenfilm-Seminar fand im Westberliner „Arsenal“ statt. Bis zum 18. November werden „Dokumentar- und Zielgruppenfilme zur Situation der Frau“ aus sechs Ländern gezeigt.
15. November
Die Einzelhändler in Frankreich streikten gegen die Festpreiskontrolle der Regierung. 580 000 Läden, Cafés und Tankstellen blieben geschlossen.
15. November
Zwischen Ägypten und Israel begann der Austausch von Kriegsgefangenen. Bis zum 22. November wurden 8301 ägyptische und 238 israelische Soldaten freigelassen.
15. November
Johannes Schaafs Spielfilm „Traumstadt“ lief in den bundesdeutschen Kinos an. Das Werk ging auf den 1909 entstandenen fantastischen Roman „Die andere Seite“ von Alfred Kubin zurück.
16. November
Die US-Raumsonde „Jupiter 10“ übermittelte erste Farbbilder des Planeten Jupiter zum Forschungszentrum im kalifornischen Mountain View.
16. November
Da US-Präsident Richard M. Nixon den Bau einer Pipeline von Alaska in die übrigen US-Bundesstaaten als einen bedeutenden Schritt zur Unabhängigkeit der USA von Energie aus anderen Ländern ansah, unterzeichnete er das entsprechende Gesetz.
17. November
Den Bau und die Inbetriebnahme eines Tunnels unter dem Ärmelkanal betreffend, unterzeichneten Frankreich und Großbritannien ein Abkommen.
17. November
Der Aufstand der Studenten des Athener Polytechnikums wurde von der herrschenden griechischen Militärdiktatur blutig niedergeschlagen.
18. November
In Hamburg fand ein dreitägiger CDU-Bundestag mit 694 Delegierten statt.
18. November
In den südvietnamesischen Küstenprovinzen starben bei zwei Taifunen 70 Menschen und 150 000 Menschen wurden obdachlos.
19. November
Basierend auf dem am 9. November verabschiedeten Energiesicherungsgesetz erließ Bundeswirtschaftsminister Hans Friderichs (FDP) ein befristetes (vierwöchiges) Fahrverbot an Sonntagen.
20. November
Die Regierung von Bahrain kündigte zum 1. Oktober 1974 das im Dezember 1971 mit den USA geschlossene Abkommen über die Bereitstellung eines militärischen Stützpunktes für die amerikanische Marine.
21. November
In Wien kündigte die Generalversammlung der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ein System an, das den Rohölpreis stärker an Angebot und Nachfrage orientierte.
21. November
Aufgrund der Ölpreissteigerungen erließ der schweizerische Bundesrat ein dreimonatiges Sonntagsfahrverbot.
22. November
Japan machte sich weitgehend den arabischen Standpunkt in der Nahostkrise zu Eigen, wie sich in einer Erklärung und in Reden von Ministerpräsident Kakuei Tanaka auf einer anschließenden Reise zeigte. Um Erdöllieferungen aus diesem Gebiet sicherzustellen, vereinbarte Japan mit den arabischen Staaten die Zusammenarbeit auf Kreditbasis.
22. November
In Nordirland verständigten sich Katholiken und Protestanten darauf, ihre Provinz in einer Koalition künftig gemeinsam zu regieren.
22. November
Das Bundeskabinett beschloss ein Programm zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr.
23. November
Der Streik der Fluglotsen in der BRD wurde nach einem halben Jahr beendet.
24. November
Auf einer viertägigen Konferenz In Daressalam in Tansania forderten die Außenminister von 16 ost- und zentralafrikanischen Staaten unter Androhung wirtschaftlicher und diplomatischer Konsequenzen, dass die USA, Großbritannien, Frankreich, die Bundesrepublik Deutschland und Japan aufhören sollten, Südafrika zu unterstützen.
24. November
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft absolvierte für dieses Jahr ihr zehntes und damit letztes Länderspiel des Jahres. Sie besiegte Spanien mit 2:1. Damit hatte die deutsche Mannschaft von zehn Spielen sechs gewonnen, einmal unentschieden gespielt und dreimal verloren.
25. November
Der griechische Präsident, General Georgios Papadopoulos wurde durch einen Militärputsch entmachtet. Der neue Präsident Griechenlands wurde General Phaidon Gizikis.
25. November
Wegen der weltweiten Ölkrise kam es in der BRD erstmals zu einem allgemeinen PKW- und LKW-Sonntagsfahrverbot. 
26. November
In Paris wurde der Name des Platzes "Rond Point Bugeaud" in "Place du Chancelier Adenauer (Platz des Kanzlers Adenauer)" geändert.
26. November
In Algier fand bis zum 28. November die 6. Arabische Gipfelkonferenz statt. Sie erklärte, die Feuereinstellung bedeute kein Ende des Kampfes gegen Israel. Als unabdingbare Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden müsse Israel sich vollständig aus den 1967 besetzten Gebieten zurückziehen und die nationalen Rechte der Palästinenser wiederherstellen. Die „Ölwaffe“ sollte weiterhin zur Durchsetzung der politischen Forderungen eingesetzt werden. Die palästinensische Befreiungsorganisation (PSO) wurde als einzige legitime Vertretung des palästinensischen Volkes anerkannt.
27. November
Der Staatssekretär im Bundeskanzleramt Günter Gaus und der stellvertretende DDR-Außenminister Kurt Nier wurden zu neuen Chefunterhändlern für den Grundlagenvertrag bestimmt. Dahber begannen sie mit Gesprächen.
27. November
Die schwedische Nationalmannschaft qualifizierte sich gegen Österreich für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974.
28. November
Die Rationalisierung des Personaleinsatzes und die Einschränkung der Betriebskosten zugunsten von Investitionen für Waffen und Gerät sind die Grundsätze für eine neue Struktur der Bundeswehr. Die bestehenden Waffensysteme wie Flugzeuge, Panzer, Fregatten und das Frühwarnsystem AWACS wurden modernisiert.
28. November
In Dubai ergaben sich drei arabische Terroristen den Behörden. Sie hatten am 26. November in Beirut eine niederländische Boeing 747 in ihre Gewalt gebracht und starteten damit zu einer Odyssee quer durch den Nahen Osten.
29. November
Madagaskar nahm als 100. Staat diplomatische Beziehungen zur DDR auf.
29. November
Bundeskanzler Willy Brandt erklärte zur Energiekrise, dass die Sicherung von Arbeitsplätzen wichtiger sei als privater Komfort.
30. November
Die UN-Vollversammlung ächtete die Apartheid und verurteilte NATO-Staaten, die Portugal und andere rassistische Regime in Afrika unterstützten.
30. November
Die Regierungschefs des Bundes und der Länder einigten sich über die Neuverteilung der Umsatzsteuer ab dem 1. Januar 1974.

November 1973 in den Nachrichten

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