Juli 1973 -

Kalender Juli 1973
Die US-amerikanische Serie

 

 



Wichtige Ereignisse im Juli 1973

1. Juli
Die chilenische Regierung erklärte den Ausnahmezustand in ihrem Land.
2. Juli

In Jülich ging der erste Forschungs-Kugelhaufenreaktor der Bundesrepublik Deutschland in Betrieb.
2. Juli
Die Aufnahme von Beziehungen zwischen den Sportverbänden der Bundesrepublik Deutschland (DSB) und der DDR (DTSB) scheiterte. In Magdeburg konnte bei Gesprächen keine Einigung über die von der DDR abgelehnte Einbeziehung von Westberlin erzielt werden.
2. Juli
Die Kun-Baugruppe ging in Konkurs.
3. Juli
In der finnischen Hauptstadt Helsinki fand auf Initiative des Warschauer Paktes erstmals die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit (KSZE) statt. Sie dauerte bis zum 7. Juli 1973.
4. Juli
Im „Vertrag von Chaguaramas“ wurde die Karibische Gemeinschaft gegründet.


5. Juli
Nach einem unblutigen Putsch übernahm das Militär in Ruanda die Macht im Land.
6. Juli
Der tunesische Staatschef Habib Burgiba bezeichnete Jordanien in einem Interview mit der Beiruter Zeitung „An-Nehar“ als ein von Großbritannien geschaffenes künstliches Gebilde, das durch einen palästinensischen Staat ersetzt werden müsse.
6. Juli
Der US-Amerikaner Rod Milburg stellte mit 13,1 Sek über 110 m Hürden in Zürich einen Weltrekord auf.
6. Juli
Die deutsche Reiter-Equipe gewann in Aachen den Preis der Nationen.
7. Juli
In Bagdad im Irak wurden der Staatssicherheitschef Nazem al Kazzar und 22 Mitverschwörer eine Woche nach ihrem gescheiterten Putschversuch zum Tode verurteilt und hingerichtet. Am 9. Juli wurden 13 weitere Todesurteile vollstreckt.
7. Juli
Aus Protest gegen französische Atomversuche hielt sich eine neuseeländische Fregatte im Bereich des Mururoa-Atolls auf.
7. Juli
In Nizza wurde durch den französischen Kultusminister Maurice Druon das Staatliche Museum Marc Chagall eingeweiht.
7. Juli
Der Philosoph Max Horkheimer starb in Nürnberg. Er hatte zusammen mit Theodor W. Adorno die sogenannte Frankfurter Schule begründet.
8. Juli
In Wimbledon gewannen der Tschechoslowake Jan Kodes und die US-Amerikanerin Billie Jean King die Einzeltitel des Tennis-Turniers.
9. Juli
Heinrich Böll, Günter Grass und zahlreiche bundesdeutsche Wissenschaftler protestierten öffentlich gegen Repressionen, denen Schriftsteller und Wissenschaftler in der Sowjetunion ausgesetzt waren.
9. Juli
Der mit 50 000 DM dotierte Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main wurde an den Schriftsteller und Übersetzer Arno Schmidt verliehen.
10. Juli
Die Bahamas wurden vom Vereinigten Königreich Großbritannien in die Unabhängigkeit entlassen.
11. Juli
Fünf Kilometer vor dem Pariser Flughafen Orly kam es wegen eines Feuers an Bord einer brasilianischen Boeing 707 zu einer Bruchlandung. Dabei kamen 122 Menschen ums Leben, teilweise durch die Rauchvergiftungen. Zehn Mitglieder der Besatzung und ein Passagier konnten gerettet werden.
12. Juli
In den Haag bestätigte der Internationale Gerichtshof seine einstweilige Verfügung vom 17. August 1972. Demnach durften britische und bundesdeutsche Schiffe in der von Island auf 50 Meilen ausgedehnten Fischereischutzzone fangen.
12. Juli
Der Film „Zärtlichkeit der Wölfe“ von Ulli Lommel wurde bei der Berlinale uraufgeführt.
13. Juli
Der Schauspieler Willy Fritsch stirbt in Hamburg
14. Juli
Ab dem 1. Juli wurde in Israel die Wehrdienstzeit für Männer von 36 auf 33 Monate verkürzt. Frauen müssen weiterhin 20 Monate lang „dienen“.


15. Juli
In Rom wurde der Enkel des Milliardärs Jean Paul Getty entführt. Für den 17-jährigen Jean Paul Getty III. wurde von den Entführern ein Lösegeld von 3,4 Millionen US-Dollar gefordert. Der Großvater lehnte die Zahlung ab, änderte seine Meinung aber, als ihm ein abgeschnittenes Ohr des Enkels in einer Zeitung zugeschickt worden war.
16. Juli
In den USA informierte Alexander Butterfield den Watergate-Ausschuss im Senat darüber, dass Präsident Richard Nixon die Gespräche im Oval Office heimlich hatte aufzeichnen lassen.
17. Juli
In Afghanistan hatte ein Putsch stattgefunden, in dessen Folge Mohammed Daoud Khan am nächsten Tag zum Präsidenten des Landes ausgerufen worden war.
18. Juli
In US-Präsident Richard Nixons Amtssitz wurden die Abhöranlagen abgebaut. Die Herausgabe der Tonbänder wurde jedoch verweigert.
19. Juli
Frankreich schloss erstmals ein Regierungsabkommen mit der DDR. In Paris wurde der Vertrag über die Zusammenarbeit in Industrie, Wissenschaft und Technik mit einer Laufzeit von zehn Jahren vom französischen Wirtschafts- und Finanzminister Valéry Giscard d’Estaing und DDR-Außenwirtschaftsminister Horst Sölle unterzeichnet.
19. Juli
Die Umweltminister der EG-Staaten verabschiedeten auf einer Ratssitzung ein Programm zur Verminderung der Umweltverschmutzung und zur Verbesserung der Umwelt.
19. Juli
Die ägyptische Polizei und Militär stoppten den am 18. Juli vom libyschen Volkskomitee proklamierten und begonnenen „Marsch der arabischen Einheit“ von Zehntausenden Libyer auf die ägyptische Hauptstadt Kairo. Durch die Aktion sollte Ägyptens Präsident Muhammad Anwar As Sadat veranlasst werden, der Union zwischen Libyen und Ägypten zuzustimmen.
20. Juli
Der am 27. November 1940 in San Francisco geborene sino-amerikanische Schauspieler und Kampfkünstler Bruce Lee starb in Kwoloon Tong (Hongkong). Er gilt als Ikone des Martial-Arts-Films.
21. Juli
Frankreich unternahm erneut Kernwaffenversuche über dem Mururoa-Atoll trotz internationaler Proteste.
21. Juli
Die Sowjetunion startete die Raumsonde „Mars IV“ zum roten Planeten.
22. Juli
In Hickstead wurde Paddy McMahon Europameister der Springreiter.
22. Juli
Annelie Ehrhardt aus der DDR lief in Dresden Weltrekord über 100 m Hürden in 12,3 sek.
22. Juli
Der Spanier Luis Ocaña gewann die Tour de France. Nur 88 von 132 gestarteten Fahrern erreichte das Ziel in Paris.
23. Juli
Die Wiederaufnahme der französischen Kernwaffenversuche wurde von Australiens Premierminister Gough Whitlam verurteilt. Er warf Frankreich vor, das Wohlergehen der Menschen im pazifischen Raum zu missachten. Peru brach wegen der Atomversuche im Pazifik die diplomatischen Beziehungen zu Frankreich ab.
23. Juli
Für in der DDR gelegene Teile von Bistümern, die bisher von bundesdeutschen Diözesen verwaltet worden waren, ernannte Papst Paul VI. drei Apostolische Administratoren: Hugo Aufderbeck für Erfurt-Meiningen, Heinrich Theissing für Schwerin und Georg Braun für Magdeburg. Damit passte der Vatikan die Kirchengrenzen der deutsch-deutschen Grenze an.
23. Juli
Der Präsident von Paraguay, Alfredo Stroessner beendete seinen viertägigen Staatsbesuch in der Bundesrepublik Deutschland. Der Besuch war von massiven Demonstrationen gegen seine diktatorische Regierung begleitet.
24. Juli
In Agadir in Marokko fanden zweitägig Beratungen der Staatschefs von Marokko, Mauretanien und Algerien (König Hasan II., Moktar Ould Daddah, Houari Boumedienne) statt. Diese sprachen sich für die Selbstbestimmung des Teils der Sahara aus, der noch unter spanischer Kolonialherrschaft stand.
24. Juli
Von der italienischen Regierung wurden mehrere Dekrete zur Bekämpfung der Inflation erlassen, u. a. zum Einfrieren von Mieten und Preisen.
24. Juli
Ein japanischer Jumbo-Jet, der am 20. Juli von arabischen Guerillas entführt worden war, wurde in der libyschen Hauptstadt Bengasi nach Freilassung der Passagiere gesprengt.
25. Juli
In Zagreb im Jugoslawien wurde im Museum für Kunst und Gewerbe die Ausstellung „Naivi 73 - International Meeting of Naive Art“ eröffnet. Dort waren bis zum 1. September 900 Arbeiten internationaler Künstler zu sehen.
26. Juli
Eine tschechoslowakische Militärmaschine bedrängte über niederösterreichischem Gebiet ein Sportflugzeug und brachte es zum Absturz. Dabei starben zwei Menschen. Ein ähnlicher Zwischenfall ereignete sich erneut über österreichischem Territorium am 2. September.
26. Juli
Die Fuhrunternehmer Chiles begannen einen Boykott des Transportwesens.
26. Juli
Sardar Niganned Daud Khan, der am 18. Juli neuer Präsident Afghanistans geworden war, löste das Parlament auf und setzte die Verfassung von 1964 außer Kraft.
27. Juli
Bei einer Volksabstimmung auf den Philippinen stimmte 91 Prozent der Wähler für eine Verlängerung der Amtszeit von Präsident Ferdinando Edralin Marcos über das Jahr 1973 hinaus.
27. Juli
In Santiago de Chile wurde Arturo Araya Marin, der Marineadjutant von Chiles Präsident Salvador Allende Gossens von Angehörigen rechtsextremer Gruppen ermordet.
27. Juli
Die Bank von England erhöhte den flexiblen Diskontsatz von 9 auf 11,5 Prozent, um einer weiteren Abwertung des Pfundes entgegenzuwirken. Durch diesen höchsten Diskontsatz seit dessen Einführung im Jahr 1797 sollte die internationale Aktivität der britischen Währung verbessern.
28. Juli
In der ostdeutschen Hauptstadt der DDR begannen die X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten.
28. Juli
Im US-Bundesstaat New York fand das Summer Jam at Watkins Glen (auch Watkins Glen Festival) statt. Etwa 650.000 Besucher besuchten das Popfestival, das lange Zeit den Eintrag „Meiste Zuhörer bei einem Popfestival“ im Guiness-Buch der Rekorde halten konnte.
29. Juli
Die am 1. Juni erfolgte Ausrufung der Republik durch Georgios Papadopoulos wurde im Nachhinein vom griechischen Volk in einer Volksabstimmung sanktioniert.
29. Juli
Der britische Automobilrennfahrer Roger Williamson verunglückte beim Großen Preis der Niederlande in Zandvoort. Williamson verbrennte in seinem Wagen. Durch das tragische Unglück kam es zur Aufdeckung zahlreicher Organisationsmängel.
30. Juli
Der Chef des Bundeskanzleramtes, Horst Grabert, widersprach in einem Interview mit der „Berliner Morgenpost“ dem Vorwurf der DDR, dass die Bundesrepublik kommerzielle Fluchthilfeunternehmen dulde. Gabert bezog sich auf die Passage des Transitabkommens, die den Missbrauch des Transits unter Strafe stellte.
31. Juli
Nach der Klage der Bayerischen Staatsregierung entschied das Bundesverfassungsgericht, dass der Grundlagenvertrag zwischen beiden deutschen Staaten verfassungsgemäß sei.

Juli 1973 in den Nachrichten

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