März 1973 -

Kalender März 1973
Die US-amerikanische Serie

 

 



Wichtige Ereignisse im März 1973

1. März
Der XXIV. Parteitag der KPdSU in Moskau beschloss die sechste Umtauschaktion von 15 Millionen Parteibüchern.
1. März
In Karthum wurde die saudi-arabische Botschaft von der palästinensischen Terrorgruppe Schwarzer September überfallen. Dabei wurden mehrere Diplomaten als Geiseln genommen.
1. März
In Mülheim an der Ruhr wurde das Rhein-Ruhr-Zentrum eröffnet.
1. März
Die DDR veröffentlichte ein Gesetz „über die Tätigkeit von Publikationsorganen anderer Staaten und deren Korrespondenten“ in der DDR. Das neue Gesetz sah u. a. vor, dass ausländische Journalisten Genehmigungen der DDR Regierung benötigten, um Berichte über staatlichen Organe und Einrichtungen zu erstellen.
2. März
In Paris fand seit dem 26. Februar die Vietnam Konferenz statt. Zum Abschluss unterzeichneten die zwölf teilnehmenden Außenminister die Schlussakte der Verhandlungen, die die Einhaltung des Waffenstillstandes in Vietnam garantieren und die Waffenruhe in einen dauerhaften Frieden überleiten sollte.
2. März
In Bratislava in der Tschechoslowakei endeten die Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf. Weltmeister im Paarlauf wurden die Sowjetrussen Irina Rodnina und Alexandr Zaitsew. Bei den Damen wurde die Kanadierin Karin Magnussen Weltmeisterin.
2. März
In Übereinstimmung mit dem Grundlagenvertrag trat die DDR zahlreichen internationalen Konventionen bei, darunter u. a. die Konvention zur Verhütung und Bestrafung des Verbrechens des Völkermords und die Konvention zur Beseitigung aller Formen der Rassendiskriminierung.
3. März
In seiner Thronrede kündigte König Hasan II. von Marokko an, dass die nationalen Fischereigewässer von zwölf auf 70 Seemeilen in Spaniens Hoheitsgebiet erweitert wurden.
4. März
In Chile fanden Parlamentswahlen statt. Die Unidad Popular gewann Mandate in beiden Häusern des Parlamentes hinzu. Die Opposition errang mit 54,7 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit, blieb jedoch unter der verfassungsmäßig geforderten Zweidrittelgrenze. Somit konnte der seit 1970 amtierende Präsident Salvador Allende Gossens sein sozialistisches Wirtschaftsprogramm fortsetzten.
4. März
Die beiden Malteser-Helfer Monika Schwinn und Bernhard Diehl wurden aus vierjähriger Gefangenschaft der Vietcong entlassen.


5. März
In der DDR wurden die ersten Korrespondenten von ARD und ZDF akkreditiert.
6. März
Alle europäischen Fluglinien stellten den Flugverkehr nach und über Frankreich ein, nachdem am Vortag zwei Flugzeuge zusammengestoßen waren. Dabei starben 68 Menschen.
6. März
Die US-amerikanische Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin Pearl S. Buck starb in Danby im US-Bundesstaat Vermont im Alter von 81 Jahren.
7. März
Scharfe Kritik an der Sowjetunion, die am 26. Dezember 1972 Städte und Siedlungen nahe der chinesischen Grenze umbenannt hatte, übte die Regierung der Volksrepublik China.
7. März
Seit Erlangung der Unabhängigkeit fanden in Bangladesch die ersten Präsidentschaftswahlen statt.
8. März

Bei einer Wahlbeteiligung von 58,6 Prozent erbrachte ein Referendum der Nordiren über ihre Zugehörigkeit zum Vereinigten Königreich oder zur Republik Irland eine Mehrheit der Abstimmenden von 57,4 Prozent für den Verbleib beim Vereinigten Königreich Großbritannien. Zahlreiche Katholiken hatten sich nicht an der Wahl beteiligt.
8. März
Die DDR lehnte die von Israel gewünschten Wiedergutmachungszahlungen ausdrücklich ab.
9. März
Ein Urteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe beendete den seit 13 Jahren andauernden Urheberrechtsstreit zwischen der Künstlerwitwe Nina Kandinsky und dem Verleger Lothat-Günther Buchheim.
9. März
In Marokko ernannte König Hasan II. den amtierenden Ministerpräsidenten Ahmed Osman gleichzeitig zum Verteidigungsminister.
9. März
In Paris berieten zehn Finanzminister der wichtigsten westlichen Industrienationen auf der Tagung der Zehnergruppe die Forderung nach einem US-Amerikanischen Beitrag zur Stützung des Dollarkurses. Die 10 prozentige Abwertung des Dollars am 12. Februar hatte nicht den versprochenen Erfolg gebracht.
10. März
Der US-amerikanisch-deutsche Filmregisseur Robert Siodmak starb in Locarno im Alter von 72 Jahren.
11. März
Bei den Wahlen zur französischen Nationalversammlung verloren die regierenden Gaullisten im zweiten Wahlgang 100 Abgeordnete, während der linke Block seinen Anteil um 50 Prozent erhöhen konnte. Die Gaullisten blieben trotzdem die stärkste Partei.
11. März
Die Finanzminister von sechs EG-Staaten vereinbarten auf einer zweitägigen Konferenz in Brüssel, den Wechselkurs ihrer Währungen gegenüber dem US-Dollar freizugeben.
12. März
In Syrien wurde die neue Verfassung von der Bevölkerung mehrheitlich angenommen. Sie war die erste Konstitution, in der keine Staatsreligion festgelegt wurde.
13. März
Der Niederländer Cornelius Berkhouwer wurde zum neuen Präsidenten des Europäischen Parlamentes gewählt.
13. März
Die Regierung Malaysias beschloss den Austritt aus der Asean and Pacific Cooperation (ASPAC), weil die Organisation einen zu einseitig antikommunistischen Kurs verfolge.
14. März
Die USA beendeten ihre Waffenblockade gegen Pakistan, die seit 1972 bestanden hatte.
14. März
Zwischen Finnland und dem Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe (COMECON) wurde ein Abkommen über die Zusammenarbeit in der Technik, Wirtschaft und Wissenschaft geschlossen.


15. März
In der BRD hatte der Erotikfilm „Liebesgrüße aus der Lederhose“ Premiere. Mit dieser Uraufführung wurde gleichermaßen das Genre der Lederhosenfilme begründet.
16. März
In London gab Königin Elisabeth II. die neue London Bridge für den Verkehr frei. Die Brücke ist die Hauptverkehrsverbindung zwischen der Innenstadt von London und dem Südufer der Themse. Die Vorgänger-Brücke wurde 1931 eingeweiht und Ende der 60er Jahre für achte Millionen DM an eine US-amerikanische Ölgesellschaft verkauft. Die Firma baute die Brücke Stuck für Stück in der Wüste von Arizona zu Werbezwecken wieder auf.
17. März
In Waregem (Belgien) gewann die Italienerin Paola Cacchi als erste weibliche Leichtathletin den Weltmeister-Titel im Crosslauf. Bei den Männern holte erstmals der Finne Pekka Päivärinta den Weltmeister-Titel.
18. März
Der dänische Opernsänger Lauritz Melchior starb im Alter von 83 Jahren in Santa Monica im US-Bundesstaat Kalifornien. Er war vor allem als Wagner Interpret bekannt und galt als einer der größten Heldentenöre des 20. Jahrhunderts.
19. März
Die europäischen Devisenbörsen, die seit dem 2. März geschlossen gewesen waren, sind wieder geöffnet. Gleichzeitig wurde die DM um drei Prozent aufgewertet.
19. März
Der 100. Geburtstag des Komponisten Max Reger wurde in beiden Teilen Deutschlands mit zahlreichen Konzerten, Kolloquien und Vorträgen gefeiert.
20. März
Die britische Regierung veröffentlichte ein Weißbuch über die künftige Verfassung Nordirlands. Demzufolge wurde das nordirische Parlament auf 80 Sitze erweitert und erhielt legislative Vollmachten.
20. März
Polen und Großbritannien schlossen ein Abkommen über eine Zusammenarbeit in Wirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Technologie, die bis 1983 Gültigkeit hatte.
20. März
Zwischen dem Irak und Kuwait kam es zu einem Grenzkonflikt.
20. März
In Schleswig-Holstein wurde das Eider-Sperrwerk bei Tönnung in Betrieb genommen.
21. März
In Hamburg wurde die Kattwyk-Brücke eingeweiht. Sie ist derzeit die größte Hubbrücke der Welt.
22. März
Seit dem 15. März tagte der Weltsicherheitsrat. Die USA legten ihr Veto gegen einen Antrag ein, nach dem sie die panamaische Souveränität über das gesamte Staatsgebiet anerkennen sollten.
22. März
Der Staatspräsident von Indonesien, Suharto, wurde durch Akklamation in seinem Amt bestätigt. Er wurde somit ohne Abstimmung des indonesischen Beratenden Volkskongresses für weitere fünf Jahre wiedergewählt.
22. März
Beide Kammern des tschechoslowakischen Parlamentes wählten Ludvik Svoboda erneut zum Staatspräsidenten. Er war seit 1968 in diesem Amt.
22. März
Die USA stoppten den Abzug der letzten 5300 US-Soldaten aus Südvietnam. Die Maßnahme wurde mit der Forderung nach der Freilassung von US-amerikanischen Kriegsgefangenen in Nordvietnam und Laos verbunden.
23. März
In Pakistan fand eine Massenveranstaltung der politischen Gegner von Präsident Zulfikar Ali Khan Bhutto in Rawalpindi statt. Dabei schossen unbekannte Täter in die versammelte Menge und töteten zahlreiche Menschen.
23. März
James W. McCord, der am Einbruch in das Watergate-Büro beteiligt war, gab in einem Brief an Richter John Sirica zu, dass er unter Druck gesetzt wurde, über den Vorfall Stillschweigen zu bewahren. Er nannte den Führer der Republikaner, John Mitchell, als führenden Kopf des Watergate-Einbruchs.
23. März
In München wurde das Max-Planck-Institut für Biochemie eingeweiht. Es war eines der größten Forschungszentren in diesem Bereich in Europa.
24. März
Von der britischen Rockband „Pink Floyd“ wurde das legendäre Album „The Dark Side of the Moon“ veröffentlicht.
24. März
In der Fußball-Bundesliga wurde erstmals die Trikot-Werbung eingeführt. Die Mannschaft von Eintracht Braunschweig trat mit Jägermeister-Werbung erstmals in den neuen Trikots an, integrierte das Firmenlogo dann kurzerhand ins Vereinswappen, weil sie bei ihrem Antritt auf den Widerstand des DFB gestoßen waren.
25. März
Der Maler und Fotograf Edward Steichen starb in West Redding im Alter von 93 Jahren.
26. März
Bundespräsident Gustav Heinemann und Außenminister Walter Scheel statteten dem Vatikan einen zweitägigen Besuch ab.
27. März
Die Schweiz und die UdSSR richteten eine Kommission zu Fragen der gegenseitigen technischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit ein.
27. März
Die Vietcong ließen in Nordvietnam die letzten US-amerikanischen Kriegsgefangenen frei.
27. März
Alle zivilen Überschallflüge über den USA wurden von der Bundesluftfahrtbehörde der US-Regierung verboten. Grund dafür war die Lärmbelästigung, die der Bevölkerung nicht mehr zugemutet werden sollte.
27. März
Der US-amerikanische Schauspieler Marlon Brando lehnte die Oscar-Auszeichnung für seine Leistung als Schauspieler in dem Film „Der Pate“ ab.
28. März
In Wien fand bis zum 30. März die erste Europäische Umweltschutzkonferenz statt. Daran nahmen 17 Umweltminister teil. Hauptthema war die Verteilung von Kompetenzen und Verwaltungsaufgaben. Die Teilnehmer einigten sich darauf, dass der Europarat in Umweltfragen Kompetenzvorrang vor der Europäischen Gemeinschaft (EG) erhalten sollte.
28. März
In der Innenstadt von Frankfurt am Main lieferten sich Hausbesetzer und Polizei schwere Straßenschlachten. Anlass war die beabsichtigte Räumung eines besetzten Hauses durch die Polizei.
28. März
In Bonn wurde durch das Bundeskabinett der Entwurf des ersten Gesetzes zur Reform des Ehe- und Familienrechts verabschiedet. In dem neuen Gesetz wurde u. a. das Schuldprinzip bei Ehescheidungen durch das Zerrüttungsprinzip ersetzt.
28. März
In Düsseldorf besiegte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft das Team der Tschechoslowakei mit 3:0. Die Tore schossen zweimal Gerd Müller und einmal Erwin Kremers.
29. März
Die letzten US-amerikanischen Truppen zogen aus Vietnam ab.
29. März
In einer Rundfunk- und Fernsehansprache kündigte US-Präsident Richard M. Nixon zur Bekämpfung der Inflation das Einfrieren der Fleischpreise an.
29. März
Die Marine Nordirlands stoppte vor der Küste der Insel den bundesdeutschen Frachter „Claudia“. An Bord des Frachters wurden 5 Tonnen Gewehre und Munition entdeckt und beschlagnahmt. Diese waren für die Irisch Republikanische Armee bestimmt.
30. März
Malaysia nahm als erster nicht kommunistischer Staat diplomatische Beziehungen zu Nordvietnam auf.
30. März
In Tunesien und Algerien sorgten wolkenbruchartige Regenfälle nach monatelanger Dürre für Überschwemmungen. Über 100 Menschen wurden durch die Naturkatastrophe getötet.
30. März
Rolf Liebermann übernahm im Pariser Louis XV. Theater in Versailles die Aufgabe des Intendanten mit der Aufführung der Mozart-Oper „Figaros Hochzeit“.
31. März
Nach schriftlicher Befürwortung durch König Hussein II. beschloss die jordanische Regierung die Einführung des Frauenwahlrechts.
31. März
Die bisher größte Hilfsaktion der Vereinten Nationen ging zu Ende. Das Hilfsprogramm für die Volksrepublik Bangladesch wurde eingestellt. Es hatte in den Jahren 1971 bis 1973 Lebensmittel in das unterversorgte Land geliefert, die durch Spenden finanziert worden waren. In Zukunft war die UN-Organisation nur noch für die Koordination der Nahrungsmittelhilfen zuständig.

März 1973 in den Nachrichten

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