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Oktober 1984 - Frauen und Kultur

Kalender Oktober 1984
Es war erst wenige Jahre her, als 1971 in der Schweiz Frauen ein Wahlrecht bekommen hatten. Die Einbindung von weiblichen Politikerinnen war eine konsequente Folge und so konnte im Oktober 1984 eine Frau in den Bundesrat gewählt werden. Elisabeth Kopp übernahm das Justiz- und Polizeidepartement. Dass so eine Position nicht ungefährlich war, zeigte sich in diesem Monat in Großbritannien, wo die Premierministerin Margaret Thatcher nur knapp einem Bombenattentat entgangen war. Zu Beginn des Monats waren ganz sicher auch Frauen anwesend, als in der DDR-Hauptstadt ein festliches Konzert zur Wiedereröffnung des Schauspielhauses am Gendarmenmarkt stattfand. Der Schinkel-Bau war während des Zweiten Weltkrieges zerstört worden. Es hatte 17 Jahre gedauert, bis die Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten abgeschlossen worden waren. Ein ähnlich freudiges Ereignis gab es in Baden-Württemberg. In der dortigen Landeshauptstadt Stuttgart war das Große Haus des Württembergischen Staatstheaters in neuem Glanz wiedereröffnet worden. Anderenorts, in Budapest, Warschau, Prag und Bukarest waren Schließungen angesagt. Die Botschaften der Bundesrepublik mussten vorübergehend geschlossen werden. Der Andrang der ausreisewilligen DDR-Bürger war zu groß…
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Wichtige Ereignisse im Oktober 1984

1. Oktober
Jordanien 1984 – Vor dem Parlament in der jordanischen Hauptstadt Amman wandte sich König Hussein I. (1935-199) in seiner Thronrede „gegen jede israelische Aggression in den besetzten arabischen Gebieten“ und versicherte, dass er den Dialog mit den Palästinensern fortsetzen werde.
1. Oktober
Berlin (Ost) 1984 – In der DDR-Hauptstadt Berlin (Ost) wurde mit einem festlichen Konzert das Schauspielhaus am Gendarmenmarkt wiedereröffnet. Es war 1819 bis 1821 nach Entwürfen des preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) erbaut worden. Das Gebäude wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Die Restaurierungsarbeiten hatten 17 Jahre in Anspruch genommen. Das Schauspielhaus Berlin ist heute das Konzerthaus Berlin.
1. Oktober
Andalusien 1984 – Die in elf Jahren im deutsch-spanischen Astronomischen Zentrum auf dem 2400 m hohen Calar Alto in Andalusien erbaute, bisher größte von der Bundesrepublik betriebene Sternwarte, wurde mit der Inbetriebnahme des 3,5-m-Teleskops endgültig fertig gestellt.
2. Oktober
Schweiz 1984 – In der schweizerischen Geschichte wurde zum ersten Mal eine Frau in den Bundesrat gewählt. Die Nachfolge des aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig zurückgetretene Bundesrat Rudolf Friedrich (1923-2013) trat Elisabeth Kopp () für das Justiz- und Polizeidepartement.
2. Oktober
Buchmesse 1984 – Die 36. Buchmesse wurde in Frankfurt am Main eröffnet. Das Schwerpunktthema der Messe hieß „Orwell 2000“. Der mexikanische Dichter Octavio Paz (*1936) erhielt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
2. Oktober
Hamburg 1984 – Zwischen einem Schleppzug und einer Barkasse, die für eine Geburtstagsfeier gechartert worden war, war es zu einem Zusammenstoß gekommen. Bei dem Unglück kamen 19 Menschen ums Leben.
2. Oktober
Raumfahrt Sowjetunion 1984 – Drei sowjetische Kosmonauten, Leonid Dennisowitsch Kisim (1941-2010), Waldimir Alexejewitsch Solowjow (*1946) und Oleg Jurjewitsch Atkow (*1949) kehrten nach einem Aufenthalt von 238 Tagen im Weltraum auf die Erde zurück. Sie hatten im Zustand der Schwerelosigkeit während der Zeit in der Raumstation „Saljut 7“ auf einer Erdumlaufbahn eine Strecke von 150 Millionen km zurückgelegt. Mit ihrem Langzeitaufenthalt hatten die Kosmonauten frühere Aufenthalte von langer Dauer übertroffen.
3. Oktober
Ägypten/Saudi-Arabien 1984 – Der ägyptische Präsident Husni Mubarak (*1928) empfing in der Hauptstadt Kairo den saudi-arabischen Ölminister Scheich Ahmed Zaki Yamani (*1930). Das Treffen war von Mubaraks Bemühung gekennzeichnet, die Isolierung Ägyptens innerhalb des arabischen Lagers zu überwinden.
3. Oktober
Medizin 1984 – Erstmals wurde im Hamburger Bernhard-Nocht-Institut eine Knochenmarktransplantation angewendet zur Heilung der Sichelzellenanämie.
4. Oktober
BRD-Botschaften 1984 – Nicht nur die Botschaft der BRD in der tschechischen Hauptstadt Prag wurde wegen Überfüllung vorübergehend geschlossen, sondern auch die BRD-Botschaften in Budapest (Ungarn), Warschau (Polen) und Bukarest (
Rumänien). In Prag hielten sich mehr als 150 ausreisewillige DDR-Bürger auf, in den anderen Botschaften waren es rund 30 DDR-Bürger, die in den Vertretungen der Bundesrepublik Schutz gesucht hatten.
4. Oktober
Ärmelkanal 1984 – Das letzte mit Uranhexafluorid gefüllte Fass des im August im Ärmelkanal gesunkenen französischen Frachters „Mont Louis“ wurde von Tauchern einer niederländischen Firma geborgen.
5. Oktober
Frankreich/BRD 1984 – Der Rechtsextremist Michael Kühnen (1955-1991), der die Neonazibewegung anführte, war in Frankreich verhaftet worden. Er wurde in die Bundesrepublik abgeschoben und auf dem Flughafen Köln/Bonn von bundesdeutschen Behörden in Gewahrsam genommen.
5. Oktober
Theater 1984 – Das Stück „Der Park“ von Botho Strauß (*1944) kam im Großen Haus des Freiburger Theaters unter der Regie von Dieter Bitterli (*1941) zur Uraufführung.
6. Oktober
DDR/UdSSR 1984 – Der DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker (1912-1994) hatte für die sowjetische Parteizeitung einen Beitrag verfasst, der im Zentralorgan der SED, „Neues Deutschland“ nachgedruckt wurde. Es hieß darin u. a., dass die Vereinigung von Sozialismus und Kapitalismus ebenso unmöglich sei wie die von Feuer und Wasser.
6. Oktober
Albanien/Jugoslawien 1984 – Die Kulturverhandlungen, die am 3. Oktober zwischen Albanien und Jugoslawien begonnen hatten, endeten ergebnislos. Der Abschluss eines zweijährigen Vertrages über kulturelle Zusammenarbeit scheiterte. Einer der Gründe dafür war die Weigerung der jugoslawischen Führung, den in der autonomen serbischen Provinz Kosovo lebenden Albanern mehr Rechte einzuräumen.
7. Oktober
BRD/China 1984 – Zu einem sechstägigen Besuch der Volksrepublik China traf Bundeskanzler Helmut Kohl (*1930) in Begleitung zahlreicher Vertreter der bundesdeutschen Wirtschaft in der chinesischen Hauptstadt Peking ein. Im Verlauf des Besuches wurde eine Reihe von Vereinbarungen über eine Intensivierung der Zusammenarbeit auf ökonomischem Gebiet getroffen.
7. Oktober
Kiel 1984 – Die Urteile in einem Revisionsverfahren der Kieler Strafkammer blieben hinter dem Urteil der Vorinstanz zurück. Im Revisionsverfahren gegen zwei Männer, die bei der Großdemonstration gegen das Kernkraftwerk Brokdorf (
Schleswig-Holstein) im Februar 1981 mit Knüppel und Schaufel auf eine Polizisten eingeschlagen hatten, lauteten die Urteile auf 18 und 28 Monate Haft.
7. Oktober
DDR 1984 – Der 35. Jahrestag der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurde mit der bisher größten Militärparade seit ihrem Bestehen gefeiert.
7. Oktober
Israel/USA 1984 – Zu einem siebentägigen offiziellen Besuch traf der israelische Außenminister Schimon Peres (*1923) in den Vereinigten Staaten ein. Das wichtigste Gesprächsthema war ein möglicher Abzug der Truppen Israels aus dem seit dem Juni 1982 besetzten Libanon.
7. Oktober
The New York Times 1984 – In der überregionalen Tageszeitung „The New York Times“ erschien die Kampagne „A Catholic Statement on Pluralism an Abortion“.
8. Oktober
Nordrhein-Westfalen 1984 – Staatsminister Jürgen Möllemann (1945-2003), der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende der FDP, verzichtete auf die Spitzenkandidatur für die Landtagswahl am 12. Mai 1985. Dem Politiker war vorgeworfen worden, politische Ämter mit Privatgeschäften verbunden zu haben. Möllemanns Nachfolger wurde der einstige Düsseldorfer Regierungspräsident Achim Rohde (*1936).
9. Oktober
Ägypten/Jordanien 1984 – Der ägyptische Staatspräsident Muhammad Husni Mubarak (*1928) traf zwei Wochen nach der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Jordanien und Ägypten zu einem offiziellen Besuch in der jordanischen Hauptstadt Amman ein.
9. Oktober
Gewerkschaft BRD 1984 – Als Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) wurde in Karlsruhe (Baden-Württemberg) Monika Wulf-Mathies (*1942) bestätigt.
10. Oktober
Vatikan 1984 – Das Kirchenoberhaupt der Katholischen Kirche, Papst Johannes Paul II. (1920-2005) begann eine zweitägige Reise in die Dominikanische Republik und nach Puerto Rica. Der Papst machte auf dem Hinflug in der spanischen Stadt Saragossa Station.
10. Oktober
West-Berlin/Neue Heimat 1984 – Sämtliche Strafanträge gegen 177 Berliner Hausbesetzer wurden von der Wohnungsbaugesellschaft „Neue Heimat“ zurückgenommen. In der Folge wurden damit auch die Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs eingestellt.
10. Oktober
Italien 1984 – Die italienische Polizei befreite in der süditalienischen Ortschaft Polistena eine 32-jährige Frau. Diese war nach eigenen Erzählungen von ihrer Familie zwölf Jahre lang in einem dunklen Wandschrank gefangen gehalten worden.
11. Oktober
Niedersachsen 1984 – Der niedersächsische Landtag lehnte als erstes Landesparlament der Bundesrepublik den Antrag der Grünen auf Mandatsverzicht als Voraussetzung für die „Rotation“ ihrer Abgeordneten ab.
11. Oktober
Panama 1984 – Der panamaische Staatspräsident Nicolas Ardito Berletta (*1938), der im Mai gewählt worden war, wurde vereidigt. Nach 16 Jahren hatte Panama erstmals wieder ein gewähltes Staatsoberhaupt.
11. Oktober
Österreich 1984 – In der österreichischen Hauptstadt Wien wurde eine Ausstellung des expressionistischen deutschen Künstlers Ernst Barlach (1870-1938) eröffnet. Gezeigt wurden Plastiken und Zeichnungen.
11. Oktober
Raumfahrt 1984 – Als erste US-Amerikanerin unternahm die Astronautin Kathryn Dwyer Sullivan (*1951) im Rahmen der Space-Shuttle-Mission „STS-41-G“ einen Weltraumausstieg.
12. Oktober
Großbritannien 1984 – Nur knapp entging die britische Premierministerin Margaret Thatcher (1925-2013) einem Bombenattentat auf das Grand-Hotel in Brighton. Dort hatte sie sich aus Anlass des 101. Parteitages der Konservativen aufgehalten. Fünf Menschen kamen durch den Anschlag ums Leben. Weitere 32 Menschen wurden verletzt.
12. Oktober
Hamburger Senat 1984 – Der Hamburger Senat sprach sich als erste Landesregierung der Bundesrepublik Deutschland für ein bundesweites Tempolimit auf den Autobahnen aus.
12. Oktober
Schweden 1984 – Der bundesdeutsche Journalist Günter Wallraff (*1942) erhielt den von der schwedischen Universität in Uppsala gestifteten Preis für Meinungsfreiheit für sein publizistisches Engagement gegen Machtkonzentration und Monopoltendenzen. Wallraff hatte 1977 in seinem Buch „Der Aufmacher“ über seine Erfahrungen berichtet, die er bei der „Bild-Zeitung“ gemacht hatte, in dessen Redaktion er sich unter falschem Namen eingeschlichen hatte.
13. Oktober
Sowjetunion 1984 – Das Verteidigungsministerium der Sowjetunion teilte mit, dass mit der Ausrüstung von U-Booten und strategischen Bombern mit Marschflugkörpern großer Reichweite begonnen worden sei. Die Sowjets gaben als Grund eine zunehmende Bedrohung durch eine militärische Überlegenheit der Vereinigten Staaten an.
13. Oktober
Umweltschutz 1984 – Gegen das in Betrieb genommene Zwischenlager für Atommüll in Gorleben (Niedersachsen) protestierten etwa 4.000 Mitglieder der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.
14. Oktober
Literaturpreis 1984 – Die österreichische Autorin Ilse Aichinger (*1921), die als bedeutende Repräsentantin der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur gilt, erhielt im Kaisersaal des Frankfurter Römers (Frankfurt am Main) den Marie-Luise-Kaschnitz-Preis. Die mit 10.000 DM dotierte Auszeichnung wurde von der Evangelischen Akademie in Tutzingen (Bayern) gestiftet. Sie ist gedacht für deutschsprachige Autoren, deren Leistungen sich in den Gattungen Erzählung, Essayistik und Lyrik herausheben.
14. Oktober
Schleswig-Holstein 1984 – Die größte Wind-Energieanlage der Welt, „Growian“ wurde bei Brunsbüttel (
Schleswig-Holstein) in Betrieb genommen.
15. Oktober
Rumänien/BRD 1984 – Der Staats- und Regierungschef von Rumänien, Nicolae Ceauşescu (1918-1989) traf zu einem Staatsbesuch in der BRD ein.
15. Oktober
Sozialistische Internationale 1984 – Der SPD-Vorsitzende Willy Brandt (1913-1992) traf in seiner Eigenschaft als Präsident der Sozialistischen Internationale zu einem dreitägigen Besuch auf Kuba ein. Er erörterte mit dem kubanischen Staats- und Parteichef
Fidel Castro (*1926) die Krisensituation in Mittelamerika und die Rolle Kubas in dieser Region.
15. Oktober
Vatikan 1984 – In Ausnahmefällen ließ Papst Johannes Paul II. (1920-2005) wieder Messen zu, die nach dem vorkonziliaren Ritus gefeiert wurden. Dieser überraschende Schritt war ein Entgegenkommen des Vatikans an die Traditionalisten um den suspendierten französischen Erzbischof Marcel Lefèbvre (1905-1991).
16. Oktober
Umwelt BRD 1984 – Aus der Waldschadenserhebung 1984, die Landwirtschaftsminister Ignaz Kienzle (1930-2003) vorlegte, ging hervor, dass 50 Prozent der Waldfläche in der Bundesrepublik von sichtbaren Schäden betroffen waren. Die Tatsache, dass jeder zweite Baum krank war, löste eine verstärkte Diskussion über die Umweltverschmutzung aus.
16. Oktober
DDR/Finnland 1984 – Zu einem dreitägigen Besuch traf der DDR-Staatsratsvorsitzende Erich Honecker (1912-1994) in Finnland ein. Seit der Absage seines Besuches in Bonn war dies der erste Besuch in einem westlichen Land.
16. Oktober
UNESCO 1984 – Zur Eröffnung der 39. Internationalen Erziehungskonferenz in Genf (Schweiz) informierte der Generalsekretär Amadou Mathar M’Bow (*1921) aus dem Senegal in seiner Rede über die Entwicklung der Analphabetenquote. Weltweit könnten 26,8 Prozent der Menschen weder lesen noch schreiben.
16. Oktober
Literatur 1984 – In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ wurde mit dem Vorabdruck des Romans von Patrick Süßkind (*1949), „Das Parfüm“ begonnen. Der Roman wurde später ein Bestseller.
17. Oktober
Bundeswehr 1984 – Der Vorschlag des Verteidigungsministers der Bundesrepublik, Manfred Wörner (1934-1994), die Wehrdienstzeit ab 1989 von 15 auf 18 Monate zu verlängern, wurde von der Regierungskoalition aus CDU/CSU und FDP gebilligt.
17. Oktober
Niederlande 1984 – Ein 35-jähriger und ein 21-jähriger Angeklagter wurden von einem Gericht in der niederländischen Hauptstadt Amsterdam zu zwölf und neun Jahren Freiheitsentzug verurteilt. Die beiden Niederländer hatten den Brauereibesitzer Freddy Heineken (1923-2002) am 9. November 1983 entführt. Sie hatten 31 Millionen DM Lösegeld gefordert.
17. Oktober
Fußball 1984 – Die bundesdeutsche Nationalelf gewann in Köln gegen Schweden 2:0 im ersten Qualifikationsspiel für die Fußballweltmeisterschaft 1986 in Mexiko.
18. Oktober
Deutscher Bundestag 1984 – Im Deutschen Bundestag in Bonn kam es während der Aussprache über die Regierungserklärung des Kanzlers Helmut Kohl (*1930) zu seiner China-Reise zu heftigen Kontroversen. Es drohte, zu Tumulten zu kommen. Zwei Abgeordnete der Grünen, Jürgen Reents (*1949) und Joseph „Joschka“ Fischer (*1948) wurden für zwei Tage ausgeschlossen.
18. Oktober
Iran/Irak 1984 – Eine sechstägige Offensive wurde vom Iran gegen den Irak begonnen. Die Kämpfe endeten, jedoch hatte keine der beiden Seiten einen entscheidenden Erfolg erringen können.
18. Oktober
Vatikan 1984 – Argentinien und Chile einigten sich in Rom auf Vermittlung des Vatikans über die endgültige Fassung des so genannten Beagle-Vertrages. Damit erkannten sie Grenzfestlegung zwischen den beiden Ländern an der Südspitze ihres Kontinents an.
19. Oktober
Polen 1984 – Unbekannte, die wahrscheinlich vom polnischen Staatssicherheitsdienst gewesen waren, entführten in Polen den oppositionellen Priester Jerzy Popieluszko (1947-1984). Nach Tagen wurde der Geistliche tot aufgefunden.
19. Oktober
Privatfernsehen BRD 1984 – Die Regierungschefs der deutschen Bundesländer einigten sich auf ihrer Jahreskonferenz in Bremerhaven gegen den Widerstand einiger SPD-regierter Länder auf einen Kompromiss in der Frage des Privatfernsehens. Privat Anbieter sollten danach in Zukunft neben den öffentlich-rechtlichen Anstalten zugelassen werden. Sie erhielten eine erheblich höhere Werbezeit.
20. Oktober
Friedensbewegung 1984 – Etwa 400.000 Menschen demonstrierten am Aktionstag der Friedensbewegung in mehreren bundesdeutschen Städten gegen die militärische Aufrüstung in Ost und West.
20. Oktober
Volksrepublik China 1984 – In der Volksrepublik China beschloss die Regierung in Peking umfangreiche Wirtschaftsreformen. Ziel war der Aufbau eines marktorientierten Planungssystems. Die Industrie sollte mehr Selbstverantwortung übernehmen. In diesem Zusammenhang stand auch die Veränderung des Preissystems.
21. Oktober
Filmregisseur 1984 – In Neuilly-sur-Seine bei Paris starb der französische Filmregisseur, Schauspieler und Produzent François Truffaut im alter von 52 Jahren. Der Hauptvertreter der „Neuen Welle“ war am 6. Februar 1932 in Paris geboren worden.
21. Oktober
Tennis 1984 – In Filderstadt (Baden-Württemberg) besiegte die Schwedin Catarina Lindqvist (*1963) die 15-jährige bundesdeutsche Spielerin Steffi Graf (*1969) im Endspiel um den Porsche Tennis Grand Prix.
21. Oktober
Formel-1 1984 – Beim letzten Grand-Prix-Rennen im portugiesischen Estroril gewann der Österreicher Niki Lauda (*1949) den zweiten Platz und war damit zum dritten Mal nach 1975 und 1977 Weltmeister der Formel-1. Es war die bis dato knappste Entscheidung der Geschichte der Formel-1-Weltmeisterschaft.
21. Oktober
Österreich 1984 – Im österreichischen Bundesland Vorarlberg konnten die Grünen zum ersten Mal in das Parlament Österreichs einziehen.
21. Oktober
Weltrekord 1984 – Den Marathonlauf in Chicago (US-Bundesstaat Illinois) gewann der britische Langstreckenläufer Steve Jones (*1955) mit einer neuen Weltrekordzeit von 2:08:05 h.
22. Oktober
BRD-Wirtschaft 1984 – In ihrem Herbstgutachten prognostizierten die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute der Bundesrepublik für das Jahr 1985 ein Wachstum von nur 2,0 Prozent. Im Jahr 1984 war die Voraussage noch bei 2,5 Prozent gewesen.
22. Oktober
Umwelt 1984 – Um mit den Regierungen Frankreichs, Großbritanniens und Italiens über Maßnahmen gegen die zunehmende Luftverschmutzung durch Autoabgase zu beraten, trat Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann (1925-2012) eine Reise nach Paris, London und Rom an.
23. Oktober
Amnesty International 1984 – In dem Jahresbericht, den „amnesty international“ in der britischen Hauptstadt London veröffentlichte, waren 117 Länder erfasst, denen Menschenrechtsverletzungen zur Last gelegt wurden.
23. Oktober
Literatur 1984 – An der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Universität in Frankfurt am Main begann der österreichische Schriftsteller Ernst Jandl (1925-2000) unter dem Titel „Das Öffnen und Schließen des Mundes“ seine Poetik-Vorlesungen.
23. Oktober
Todesfall 1984 – Im Alter von 62 Jahren starb in Marburg (Hessen) der österreichische Schauspieler Oskar Werner. Der Bühnen- und Filmschauspieler mit internationalem Renommee war am 13. November 1922 in Wien geboren worden.
24. Oktober
Bonn 1984 – Eine Neuregelung der Versorgung Hinterbliebener, mit der Witwer und Witwen in ihren Unterhaltsansprüchen gleichgestellt wurden, beschloss die Bundesregierung in Bonn.
24. Oktober
Scheidungsrecht BRD 1984 – Weitreichende Veränderungen sah ein Beschluss des Bonner Bundeskabinetts bei Ehescheidungen in Fragen des Unterhaltsrechts vor. Nach einer Scheidung konnte nun von dem Prinzip abgewichen werden, dass der sozial Stärkere dem sozial Schwächeren Unterhalt zu zahlen habe, wenn letzterer sich eins schwerwiegenden Fehlverhaltens gegenüber dem Unterhaltspflichtigen schuldig gemacht hatte.
24. Oktober
Kunst 1984 – In Köln (Nordrhein-Westfalen) wurde im Römisch-Germanischen Museum die Sonderausstellung „Der Schatz von San Marco“ eröffnet, in der Kunstwerke aus der venezianischen Basilika gezeigt wurden.
25. Oktober
BRD 1984 – Der CDU-Politiker und Bundestagspräsident Rainer Barzel (1924-2006) trat von seinem Amt zurück und zog damit die Konsequenz aus seiner Verstrickung in die Flick-Parteispendenaffäre. Die Nachfolge als Bundestagspräsident trat Philipp Jenninger (*1932) an.
25. Oktober
Brasilien 1984 – Im Südwesten Brasiliens wurde das bis dato größte Wasserkraft der Welt, „Itaipu“, feierlich eingeweiht. Das brasilianisch-paraguayanische Gemeinschaftsprojekt war wegen der Zerstörung der natürlichen Umwelt mehrfach auf Kritik gestoßen.
25. Oktober
Oper 1984 – In der Kölner Oper, an der das Musikwerk „Murieta“ von Jens-Peter Ostendorf (1944-2006) zur Uraufführung gekommen war, äußerte das Publikum sein Missfallen durch Buh-Rufe.
25. Oktober
Krebsforschung 1984 – Der Wissenschaftler Prof. Dr. med. Holger Kirchner vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (Baden-Württemberg) warnte die Öffentlichkeit vor der Illusion, dass das Medikament „Interferon“ ein vollkommener Durchbruch in der Heilung von Krebskranken sei.
26. Oktober
Bundesrat 1984 – Der baden-württembergische Ministerpräsident Lothar Späth (*1937) trat turnusgemäß die Nachfolge als Präsident des Bundesrates an und löste seinen bayerischen Amtskollegen Franz Josef Strauß (1915-1988) ab.
26. Oktober
Zündapp 1984 – Die Münchener Zündapp-Werke, die in Konkurs gegangen waren, wurden für 16 Millionen DM an die Volksrepublik China verkauft.
26. Oktober
Italien 1984 – Gegen vier Türken und drei Bulgaren erhoben die italienischen Ermittlungsbehörden Anklage wegen des Attentats auf Papst Johannes Paul II. (1920-2005) am 13. Mai 1981. Damals war der Papst von mehreren Schüssen schwer verletzt worden.
26. Oktober
Literatur 1984 – Im thüringischen Erfurt (DDR) fand eine Literaturkonferenz unter dem Motto „Der Humanismus der Sowjetliteratur – Ausprägung der Werte des Sozialismus“ statt. Anlass war der „Tag des sowjetischen Buches“ in der DDR. Offiziellen Angaben zufolge hatten an der Tagung 250 Bibliothekare und Literaturpropagandisten teilgenommen.
27. Oktober
Frankreich/Afghanistan 1984 – Der französische Journalist Jacques Abouchar, der am 17. September mit seinem Kamerateam in Begleitung afghanischer Partisanen in einen sowjetischen Hinterhalt geraten war und dann in der Hauptstadt Kabul zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, traf in Paris ein. Am 20. Oktober hatten die afghanischen Behörden seine Abschiebung angeordnet.
28. Oktober
Baden-Württemberg 1984 – Die CDU, die SPD und die FDP mussten bei den Kommunalwahlen in Baden-Württemberg Verluste hinnehmen zugunsten der Grünen und der Freien Wählervereinigungen.
29. Oktober
OPEC 1984 – Um einen weiteren Verfall der Ölpreise auf dem Weltmarkt zu verhindern, einigten sich die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) auf eine Kürzung der Fördermengen um 1,5 Millionen Barrel.
30. Oktober
Ägypten/BRD 1984 – Zu einem dreitägigen Besuch in der Bundesrepublik Deutschland traf der Staatspräsident Ägyptens, Husni Mubarak (*1928), ein.
30. Oktober
Chile 1984 – Nach offiziellen Angaben kamen bei Auseinandersetzungen mit der Polizei während eines Generalstreiks in Chile sieben Menschen ums Leben.
31. Oktober
Indien 1984 – Die Ministerpräsidentin Indiens, Indira Gandhi (1917-1984), wurde in der Hauptstadt Neu-Delhi von zwei Sikh-Extremisten ihrer Leibwache erschossen. Die Nachfolge im Regierungsamt übernahm Indira Gandhis Sohn, Rajiv Gandhi (1944-1991). Bei den unmittelbar auf das Attentat folgenden Unruhen wurden mehr als 1.000 Menschen getötet, die überwiegend aus der Sikh-Bevölkerung stammten.
31. Oktober
Kuba 1984 – Die dreitägige Tagung des „Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe“ (RGW) ging in der kubanischen Hauptstadt Havanna zu Ende. Erstmals hatte das Treffen außerhalb Europas stattgefunden. Hauptthema der Tagung der zehn kommunistisch orientierten RGW-Staaten war die Koordinierung der Wirtschaftspläne für die Jahre 1986 bis 1990.
31. Oktober
Theater 1984 – In der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart wurde das renovierte Große Haus des Württembergischen Staatstheaters feierlich wiedereröffnet.

Januar 1984 Deutschland in den Nachrichten

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