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April 2006 – Atomenergie war international ein brisantes Thema

Ereignisse April 2006
Als hätte die Menschheit nicht schon genug Leid durch Atomwaffen erlitten, pries im April der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad in einer Fernsehansprache sein Land offiziell als Atommacht. Er betonte, dass der Iran weiter danach streben werde, eine Anreicherung von Uran auf industrieller Ebene zu erreichen und sich dabei an die internationalen Vereinbarungen zu halten. Die Welt würde dieses Vorhaben mit Argus-Augen überwachen. Beängstigend war es dennoch. Inzwischen war aus einem Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hervorgegangen, den ihr Generaldirektor Mohammed el-Baradei nach Ablauf des Ultimatums UN-Generalsekretär Kofi Annan vorgelegt hatte, dass der Iran die vom UN-Sicherheitsrat gesetzte Frist zur Einstellung der Urananreicherung missachtete. Stattdessen intensivierte der Iran seine atomaren Aktivitäten in der Atomanlage in Natans. Im selben Monat hatten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und in anderen Städten der ehemaligen Sowjetunion zehntausende Menschen der Atomreaktor-Katastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 gedacht. Die Explosion des vierten Reaktorblocks im Atomkraftwerk Tschernobyl und die dadurch ausgelöste radioaktive Strahlung hatten nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 10.000 und 100.000 Todesopfer gefordert. Ein Opfer wäre schon zu viel gewesen.
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Wichtige Ereignisse im April 2006

1. April
BRD 2006 – Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte zu Pressemeldungen Stellung genommen, die besagten, dass die rot-grüne Bundesregierung dem russischen Energieversorger Gasprom eine Kreditbürgschaft von 900 Millionen Euro gewährt hätte. Schröder erklärte, dass er im Oktober 2005 nicht an einer solchen Entscheidung beteiligt gewesen sein. (Schröder war seit dem 30. März Aufsichtsratsvorsitzender beim Betreiber der Ostsee-Pipeline.)
1. April
Wrestling 2006 – Der US-Amerikaner Rey Mysterio hatte das WWE Pay-Per-View Royal Rumble gewonnen, nachdem er bereits als Zweiter in den Ring gekommen war.
2. April
BRD 2006 – In einer Urabstimmung hatte die Basis der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) mit 78,3 Prozent für eine Fusion mit der Linkspartei gestimmt. Allerdings wollten die Landesverbände Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gegen die Linkspartei bei den Landtagswahlen im September antreten.
2. April
USA/Irak/Großbritannien 2006 – US-Außenministerin Condoleezza Rice und ihr britischer Amtskollege Jack Straw hatten bei einem Besuch im Irak die politische Führung des Landes zur Bildung einer Regierung der nationalen Einheit gedrängt. Der bisherige Regierungschef Ibrahim al Dschaafari war mit Rücktrittsforderungen aus seiner eigenen Partei, der schiitischen Allianz, konfrontiert. Er sollte den Weg freimachen für eine Beteiligung sunnitischer Kräfte.
2. April
Türkei 2006 – Die fortdauernden Unruhen in der Türkei hatten weitere Todesopfer gefordert. Drei Fahrgäste eines Stadtbusses waren umgekommen, als randalierende Demonstranten einen Brandsatz auf das vorbeifahrende Fahrzeug geschleudert hatten. +2. April
BRD 2006 – Als Konsequenz aus dem andauernden Rechtsstreit mit dem früheren Medienunternehmer Leo Kirch hatte der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Deutschen Bank, Rolf Breuer, zum 3. Mai seinen Rücktritt angekündigt. Seine Nachfolge sollte der Finanzvorstand Clemens Börsig antreten. Der Bundesgerichtshof hatte im Grundsatz entschieden, dass Breuer eine Mitverantwortung für den Zusammenbruch des Kirch-Konzerns im Jahr 2002 trage.
3. April
BRD 2006 – Die Bundesregierung und die Wirtschaft beabsichtigten, den Anstieg der Strompreise zu bremsen und die Abhängigkeit von Energieimporten zu senken. Beim ersten Energiegipfel im Bundeskanzleramt hatten die Stromerzeuger zugesagt, bis 2012 bis zu 70 Milliarden Euro zu investieren. Rund 30 Milliarden Euro sollten davon in die konventionelle Stromerzeugung fließen, der Rest sollte für erneuerbare Energien aufgewendet werden. Umstritten blieb der vereinbarte Ausstieg aus der Atomenergie.
3. April
Mosambik 2006 – Bundespräsident Horst Köhler war auf seiner zehntägigen Afrika-Reise in der Hauptstadt Maputo eingetroffen. Weitere Stationen sollten Madagaskar am 6. April sein und Botswana am 9. April.
3. April
Mauretanien/Spanien 2006 – Bei dem Versuch, von Mauretanien auf die Kanarischen Inseln (Spanien) zu gelangen, waren 32 afrikanische Flüchtlinge im Atlantik ertrunken.
3. April
Australien/China 2006 – Die Regierungen von Australien und der Volksrepublik China hatten einen Grundsatzvertrag über langfristige Uran-Lieferungen für chinesische Kernkraftwerke unterzeichnet. In Australien befinden sich rund 40 Prozent der weltweit bekannten Uran-Vorkommen.
3. April
BRD/Börse 2006 – Der deutsche Aktienindex DAX war seit Juli 2001 erstmals wieder über die Marke von 6000 Punkten gestiegen. Er hatte diese Marke jedoch nur bis zum 7. April behaupten können.
4. April
Bayern 2006 – Als erstes Bundesland wollte Bayern verpflichtende Deutschkurse für ausländische Kinder einführen. Wer diese Tests nicht bestand, sollte zu einer Sprachförderung im Umfang von 160 Stunden verpflichtet werden. Integrationsunwilligen Eltern drohten künftig Bußgelder.
4. April
BRD 2006 – Nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Berlin durfte der Bund im Ausland entführten Deutschen die Kosten für ihre Befreiung nicht in Rechnung stellen. Es würde dafür keine Rechtsgrundlage geben. Damit hatten die Richter zugunsten einer Bundesbürgerin entschieden, die 2003 nach zehnwöchiger Geiselhaft in Kolumbien freigelassen worden war. Nach dem Willen des Auswärtigen Amtes sollte sie mehr als 12.600 Euro für einen Hubschrauberflug bezahlen.
4. April
Thailand 2006 – Der Ministerpräsident des Landes, Thaksin Shinawatra, hatte angesichts der Massenproteste im Zusammenhang mit der umstrittenen Parlamentswahl vom 2. April seinen Rücktritt angekündigt. Bis zur Wahl eines Nachfolgers wollte er jedoch im Amt bleiben.
4. April
Kuwait 2006 – Erstmals in der Geschichte des Landes hatten Frauen an einer Wahl teilnehmen dürfen. Es ging um die Nachwahl für einen Gemeinderatsposten.
5. April
BRD 2006 – Erstmals hatte das aggressive Vogelgrippevirus H5N1 in Deutschland einen Geflügelzuchtbetrieb erfasst. Nachdem das Virus bei Puten in einem Nutztierbestand in Wermsdorf (Sachsen) bei Leipzig nachgewiesen worden war, hatte sofort die Tötung des gesamten Bestandes von rund 16.000 Tieren begonnen.
5. April
Baden-Württemberg 2006 – Nach neun Wochen war der Tarifstreit für die rund 200.000 kommunalen Beschäftigten zu Ende gegangen. Mit einem neuen Arbeitszeitmodell war die Arbeitszeit für alle Beschäftigten von 38,5 auf 39 Stunden angestiegen.
5. April
BRD 2006 – Das Bundeskabinett hatte eine Reform des Unterhaltsrechts beschlossen. Danach sollten Kinder bei Unterhaltszahlungen künftig Vorrang vor den geschiedenen oder gegenwärtigen Ehepartnern haben.
5. April
Europa 2006 – Das Europäische Parlament in Straßburg (Frankreich) hatte sich nach monatelangem Ringen mit den Regierungen der Mitgliedsländer auf die EU-Finanzen in den Jahren 2007 bis 2013 geeinigt. Der Finanzrahmen sollte um 2 Milliarden auf 864,4 Milliarden Euro aufgestockt werden. Das zusätzliche Geld sollte vor allem in die Sicherheits- und Außenpolitik sowie in Bildungsprogramme fließen.
6. April
BRD/Justiz 2006 – Der Bundesgerichtshof Karlsruhe hatte Werbeanzeigen für Handy-Klingeltöne in einer Jugendzeitschrift als wettbewerbswidrig untersagt. Dadurch würde die geschäftliche Unerfahrenheit von Jugendlichen ausgenutzt. Bei der beanstandeten Werbung waren die Kosten laut Gericht nicht hinreichend überschaubar gewesen.
6. April
Dschibuti 2006 – Mindestens 72 Menschen waren bei einem Schiffsunglück vor der Küste Dschibutis ums Leben gekommen. Das stark überladene Boot war gleich nach dem Ablegen gekentert.
7. April
BRD 2006 – Der Deutsche Bundestag hatte nach wochenlangen Debatten auf Wunsch der Opposition einen Untersuchungsausschuss zur BND-Affäre eingesetzt. Das Gremium sollte vor allem die Entführung mutmaßlicher Terrorverdächtiger durch die CIA sowie den Einsatz des Bundesnachrichtendienstes im Irak-Krieg aufklären.
7. April
BRD 2006 – Der Bundestag hatte mit 385 von 581 abgegebenen Stimmen die stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei-Fraktion, Petra Pau, zur Bundestagsvizepräsidentin gewählt. Der den Linken zustehende Sitz war vakant, seitdem ihr Parteichef Lothar Bisky im November 2005 bei vier Wahlgängen nicht die erforderliche Mehrheit der Stimmen bekam.
7. April
BRD 2006 – Der Bundesrat hatte eine neue Verordnung für die Legehennenhaltung gebilligt. Danach sollten die rund 30 Millionen Käfighennen in Deutschland ihre Eier künftig in Kleinvolieren legen, die doppelt so groß wie die früheren Batteriekäfige waren. Ein generelles Verbot für solche Kleinstkäfige war damit vorerst erledigt.
7. April
EU/USA/Palästinensergebiete 2006 – Die Europäische Union und im Anschluss auch die Vereinigten Staaten hatten bis auf Weiteres die Finanzhilfe für die Palästinensergebiete gestoppt. Die jetzt regierende radikale Hamas würde der Forderung nach einem Gewaltverzicht und der Anerkennung des Existenzrechts Israels nicht nachkommen, hatte es zur Begründung geheißen.
7. April
Irak 2006 – Während des traditionellen Freitagsgebets waren beim folgenschwersten Selbstmordanschlag im Irak seit fast sechs Monaten 79 Menschen in einer Schiiten-Moschee umgekommen.
7. April
Großbritannien/Literatur 2006 – Im Plagiatsprozess um den Bestseller „Sakrileg“ hatte ein britisches Gericht zugunsten des Verlages Random House entschieden. Demnach war vom Erfolgsautor Dan Brown das Copyright anderer Autoren nicht verletzt worden.
7. April
Fußball 2006 – Bundestrainer Jürgen Klinsmann hatte sich gegen Oliver Kahn vom deutschen Rekordmeister FC Bayern München und für Jens Lehmann von Arsenal London als Nummer Eins im Tor der deutschen Nationalelf bei der Weltmeisterschaft 2006 entschieden.
8. April
Weißrussland 2006 – Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko war nach seinem umstrittenen Wahlsieg für eine dritte Amtszeit vereidigt worden.
8. April
BRD 2006 – Die Pegelstände in den norddeutschen Hochwassergebieten hatten neue Rekordmarken erreicht. Die niedersächsische Stadt Hitzacker stand bei einem Pegel von 7,60 m ebenso unter Wasser wie Teile der historischen Altstadt von Lauenburg (Schleswig-Holstein). In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg hatte sich gleichzeitig die Hochwasserlage entspannt.
8. April
Musik/International 2006 – Die „Rolling Stones“ hatten ihr erstes Konzert in Shanghai (China) absolviert. Unter den rund 8.500 Zuhörern hatten sich vor allem ausländische Geschäftsleute befunden.
8. April
Ghana 2006 – Bei einem Schiffsunglück auf dem Volta-Stausee waren etwa 120 Menschen ums Leben gekommen. Den Untergang des Schiffes hatten 30 Menschen überlebt.
9. April
BRD 2006 – Von den beiden deutschen Technikern Thomas Nitzschke und René Bräunlich, die seit dem 24. Januar im Irak in Geiselhaft gehalten wurden, war im Internet eine neue Videobotschaft aufgetaucht. Darin hatten die Entführer mit der Ermordung der beiden Geiseln gedroht.
9. April
Nepal 2006 – In der Hauptstadt Kathmandu hatten trotz Ausgangssperren, Schießbefehl der Sicherheitskräfte und Massenfestnahmen erneut tausende Menschen in mehreren Städten gegen die Alleinherrschaft von König Gyanendra demonstriert. Bei den Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften waren drei Demonstranten getötet worden.
9. April
Weltraum 2006 – Die zwölfte Besatzung war nach mehr als sechs Monaten auf der Internationalen Raumstation ISS sicher zur Erde zurückgekehrt. An Bord war auch der brasilianische Astronaut Marcos Pontes, der eine Woche auf der Station gewesen war.
9. April
Golf 2006 – Der US-Amerikaner Phil Mickelson hatte zum zweiten Mal nach 2004 das Masters der Golfprofis in Augusta (US-Bundesstaat Georgia) gewonnen.
9. April
Handball 2006 – Der HSV Hamburg hatte in eigener Halle durch ein 26:25 gegen die SG Kronau/Östringen erstmals den Pokal des Deutschen Handball-Bundes gewonnen.
10. April
BRD 2006 – Aus gesundheitlichen Gründen hatte der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck überraschend seinen Rücktritt als SPD-Vorsitzender erklärt. Die Nachfolge sollte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck antreten.
10. April
Italien 2006 – Der bisherige Oppositionsführer Romano Prodi war als knapper Sieger aus den zweitägigen Parlamentswahlen hervorgegangen. Prodis Mitte-Links-Bündnis Unione hatte nach dem endgültigen Ergebnis 348 Sitze im Abgeordnetenhaus errungen. Die bisherige Rechts-Mitte-Koalition Casa della Libertá von Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte 281 Abgeordnete gestellt. Im Senat war der Vorsprung von Prodis Bündnis mit 158 gegen 156 Sitze noch wesentlich knapper gewesen.
10. April
Frankreich 2006 – Die französische Regierung hatte ihr umstrittenes Gesetz zur Erstbeschäftigung nach gut elf Wochen dauernden Protesten von Schülern und Studenten zurückgezogen und damit auf den Abbau des Kündigungsschutzes für Berufsanfänger verzichtet. Die Entscheidung galt für Regierungschef Dominique de Villepin als schwere Niederlage.
10. April
Europäische Union 2006 – Die EU hatte ihre direkte Unterstützung für die von der radikal-islamischen Hamas-Organisationen geführte palästinensische Regierung ausgesetzt. Humanitäre Hilfen für die Bevölkerung sollten jedoch weiterhin geleistet werden. Bisher war die EU mit jährlich 500 Millionen Euro der wichtigste Geldgeber der Palästinenser.
10. April
Fußball 2006 – Der Kicker vom FC Bayern München, Oliver Kahn, erklärte seine Bereitschaft, der deutschen Fußball-Nationalelf bei der WM-Endrunde als Ersatztorhüter zur Verfügung stehen zu wollen. Damit hatte er die Spekulationen um einen vorzeitigen Rücktritt aus der DFB-Auswahl beendet.
10. April
2006 – Bei einem Großfeuer während einer Handelsmesse in Meerut waren mindestens 100 Menschen ums Leben gekommen.
11. April
Israel 2006 – Das Kabinett des Landes hatte beschlossen, den erkrankten Ministerpräsidenten Ariel Scharon für dauerhaft dienstunfähig zu erklären. Das Amt übernahm sein Stellvertreter Ehud Olmert.
11. April
Iran 2006 – Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte sein Land in einer Fernsehansprache offiziell zur Atommacht erklärt. Der Iran werde weiter danach streben, eine Anreicherung von Uran auf industrieller Ebene zu erreichen und sich dabei an die internationalen Vereinbarungen zu halten.
11. April
Italien 2006 – Auf Sizilien war der nach 43 Jahren auf der Flucht befindliche, meistgesuchte italienische Mafia-Boss, Bernardo Provenzano, gefasst worden. Die Polizei hatte den 73-Jährigen in der Nähe der Stadt Corleone festgenommen.
11. April
Pakistan 2006 – In Karatschi, im Süden des Landes, waren bei einem Bombenanschlag auf eine Gebetsversammlung sunnitischer Muslime mindestens 57 Menschen getötet worden. Nach dem Anschlag hatten aufgebrachte Jugendliche Geschäfte und Autos in Brand gesetzt.
11. April
BRD/Justiz 2006 – Auf Geschäftsflügen gesammelte Bonus-Meilen durften nicht privat genutzt werden. Mit diesem Urteil hatte das Bundesarbeitsgericht die Klage eines Verkaufsleiters abgewiesen. Dieser wollte die auf Dienstreisen ins Ausland erworbenen Bonuspunkte privat nutzen.
11. April
EU/Kultur 2006 – Essen mit dem Ruhrgebiet hatte sich nach der Entscheidung einer von der EU-Kommission einberufenen Jury gegen das sächsische Görlitz und seine polnische Schwesterstadt Zgorzelec durchgesetzt und war zur Kulturhauptstadt 2010 erklärt worden.
12. April
Frankreich 2006 – Die französische Nationalversammlung hatte im Eilverfahren eine Alternative zu dem monatelang umstrittenen Gesetz zum Ersteinstellungsvertrag gebilligt. Anstelle des gescheiterten Gesetzes zur Aufhebung des Kündigungsschutzes für Berufsanfänger waren nun millionenschwere Subventionen zur Eingliederung von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt geplant.
12. April
EU/BRD 2006 – Die EU-Kommission hatte der deutschen Bundesregierung Versäumnisse im Kampf gegen das Rauchen vorgeworfen und mit rechtlichen Schritten gedroht. In der Europäischen Union waren jährlich rund 650.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums gestorben.
12. April
Fußball 2006 – Der FC Bayern München hatte sich einen Tag nach Eintracht Frankfurt durch ein 3:0 beim Regionalligisten FC St. Pauli für das DFB-Pokalfinale am 29. April qualifiziert.
13. April
BRD/Justiz 2006 – Das Berliner Landgericht hatte im Prozess um den sogenannten Ehrenmord an der Deutsch-Türkin Hatun Sürücü den zur Tatzeit 18-jährigen Todesschützen zu einer Jugendstrafe von neun Jahren und drei Monaten verurteilt. Zwei weitere Brüder der Getöteten waren wegen Mangels an Beweisen freigesprochen worden. Das 23-jährige Mordopfer hatte sich von ihrem türkischen Ehemann getrennt und ihren kleinen Sohn allein erzogen. Im Februar 2005 war sie in Berlin auf offener Straße erschossen worden.
13. April
Tschad 2006 – Drei Wochen vor der Präsidentenwahl hatten Rebellen der Vereinigten Front für den Wechsel (FUC) die Hauptstadt N'Djamena des zentralafrikanischen Landes angegriffen. Der 1990 durch einen Militärputsch an die Macht gelangte Präsident Idriss Déby stellte sich am 3. Mai zur Wiederwahl.
13. April
Pakistan 2006 – Bei einem Luftangriff in der Provinz Waziristan nahe der Grenze zu Afghanistan hatte das pakistanische Militär ein hochrangiges Mitglied der Terrorgruppe Al-Qaida getötet. Es hatte sich um den wegen der Bombenanschläge auf US-Botschaften in Afrika im Jahr 1998 gesuchten Ägypter Mohsin Matwalli Atwah gehandelt.
14. April
USA 2006 – Das US-Finanzministerium hatte allen Bürgern des Landes Geschäfte mit der von der Hamas geführten palästinensischen Autonomiebehörde untersagt. Die Hamas wurde als terroristische Organisation betrachtet.
14. April
Radsport 2006 – Der Deutsche Robert Bartko hatte zum dritten Mal in seiner Karriere nach 1999 und 2004 bei den Bahnrad-Weltmeisterschaften in Bordeaux (Frankreich) den WM-Titel in der Einer-Verfolgung gewonnen.
15. April
Serbien 2006 – Die serbische Regierung hatte wegen weiter steigender Wasserstände in allen zehn Regionen der Republik den Notstand ausgerufen. In Smederevo, rund 40 km östlich von Belgrad, war die Situation am kritischsten. Dort hatte der Pegel der Donau 8,43 m erreicht und damit etwa 40 cm über der bisherigen Rekordmarke gelegen.
15. April
Ägypten 2006 – In der Stadt Alexandria waren Christen und Muslime während der Beisetzung eines am Tag zuvor erstochenen Kopten mit Steinen und Stöcken aufeinander losgegangen. Um die Angehörigen der Religionsgruppen zu trennen, hatte die Polizei Tränengas eingesetzt.
16. April
BRD 2006 – In Potsdam (Brandenburg) war ein 37-jähriger Äthiopier mit deutscher Staatsbürgerschaft von zwei Tätern angegriffen und lebensgefährlich verletzt worden. Zwei Tage später hatte die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. Als mutmaßliche Täter waren am 20. April zwei Deutsche verhaftet worden.
16. April
Irland 2006 – Die irischen Streitkräfte hatten zum ersten Mal seit 36 Jahren wieder mit einer Parade des blutig niedergeschlagenen Osteraufstandes gegen die britische Herrschaft im Jahr 1916 gedacht. Die Parade hatte wegen des Nordirland-Konfliktes jahrelang als politisch unangebracht gegolten.
16. April
Vatikan 2006 – Papst Benedikt XVI. hatte in seiner ersten Osterpredigt zu Kompromissen bei den Konflikten in der Welt aufgerufen. Das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche eine für alle ehrenvolle Schlichtung im Atomstreit mit dem Iran gefordert.
16. April
Iran 2006 – Der iranische Außenminister Manuchehr Mottaki hatte auf einer internationalen Unterstützungskonferenz für die radikal-islamische Palästinenserorganisation Hamas angekündigt, dass sein Land die von der Hamas geführte palästinensische Autonomiebehörde mit 50 Millionen US-Dollar unterstützen wollte.
16. April
Philippinen 2006 – Die Präsidentin des Landes, Gloria Macapagal Arroyo, hatte anlässlich des Osterfestes alle Todesurteile in lebenslange Haftstrafen umgewandelt. Im Jahr 1987 war auf den Philippinen die Todesstrafe abgeschafft worden. Sie war jedoch 1994 wieder eingeführt worden. Gegenwärtig saßen 1205 Menschen in Todeszellen.
17. April
Israel 2006 – Ein palästinensischer Selbstmordattentäter hatte sich in einem Schnellimbiss in Tel Aviv in die Luft gesprengt und dabei neun Menschen mit in den Tod gerissen. Der Anschlag wurde von der im palästinensischen Autonomiegebiet regierenden Hamas als „Selbstverteidigung“ und Widerstand gegen die israelische Besatzung bezeichnet worden.
17. April
BRD 2006 – In einer Bilanz der Ostermärsche hatte die Friedensbewegung in Deutschland Veranstaltungen in 83 Städten mit mehreren zehntausend Menschen gemeldet. Die größte Demonstration mit rund 12.000 Teilnehmern hatte sich am 16. April gegen den geplanten Übungsbetrieb der Bundeswehr in der Kyritz-Ruppiner Heide in Nordbrandenburg gerichtet.
17. April
Eishockey 2006 – Die Eisbären Berlin hatten im dritten Finale der Deutschen Eishockey-Liga gegen die DEG Metro Stars mit 6:2 gewonnen. Damit hatten sie den Titel des Deutschen Eishockey-Meisters erfolgreich verteidigt. Dies war der zweite gesamtdeutsche Meistertitel seit der Deutschen Wiedervereinigung 1990 in Folge.
18. April
USA/BRD 2006 – Bei einem Besuch in den USA hatte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries die deutsche Bereitschaft zur Öffnung des Holocaust-Archiv im hessischen Bad Arolsen für Historiker erklärt. Das Archiv des Internationalen Suchdienstes des Roten Kreuzes, in dem Dokumente über das Schicksal von 17 Millionen KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern liegen, war bisher nur den unmittelbaren Angehörigen der Opfer zugänglich gewesen.
18. April
USA/International 2006 – Erstmals war der Ölpreis in den USA auf über 71 US-Dollar je Barrel (159 Liter) wegen des anhaltenden Streits um das iranische Atomprogramm angestiegen. Damit hatte der Preis für US-Öl noch höher als der bisherige Rekordpreis gelegen. Der war im August 2005 nach Hurrikan „Katrina“ erreicht worden.
19. April
Italien 2006 – Das Oberste Gericht des Landes hatte den Sieg der Mitte-links-Allianz von Oppositionsführer Romano Prodi bei den Parlamentswahlen am 9./10. bestätigt. Zuvor wurden mehrere tausend Stimmzettel offiziell überprüft. Der bisherige Ministerpräsident Silvio Berlusconi erkannte seine Niederlage trotzdem nicht an.
19. April
International 2006 – Die fünf Veto-Mächte des UN-Sicherheitsrates hatten sich nach dem ergebnislosen Ausgang der Gespräche über das iranische Nuklearprogramm nicht auf einen gemeinsamen Kurs gegen die Atompläne Irans einigen können. Am Folgetag hatte US-Außenministerin Condoleezza Rice dem Iran mit einer „Koalition der Willigen“ gedroht, wenn sich der UN-Sicherheitsrat nicht auf ein entschlossenes Vorgehen einigen würde.
19. April
Japan/Großbritannien 2006 – Das japanische Glasherstellungsunternehmen Nippon Sheet Glass Co (NSG) hatte das englische Unternehmen Pilkington übernommen.
19. April
USA 2006 – US-Präsident George W. Bush hatte unter dem Eindruck sinkender Umfragewerte seinen bisherigen Sprecher Scott McClellan entlassen und die Kompetenzen seines Vertrauten Karl Rove beschnitten.
19. April
Südkorea 2006 – Mit 182 zu 77 Stimmen hatte das südkoreanische Parlament die Abgeordnete Han Myung Sook von der regierenden Partei Uri als neue Ministerpräsidentin bestätigt. Die Regierungsgeschäfte wurden damit erstmals in der Geschichte des Landes von einer Frau geführt.
20. April
BRD 2006 – Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen war mit der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland ein „Bündnis für Erziehung“ eingegangen. Erklärtes Ziel war es, Kindern schon von klein auf Wert zu vermitteln und auch den Eltern Orientierung und Unterstützung anzubieten. Die Ministerin hatte dabei u. a. auf die große Erfahrung der Kirchen verwiesen, von denen 72 Prozent der Kindergartenplätze in freier Trägerschaft gestellt wurden.
20. April
USA/China 2006 – Chinas Präsident Hu Jintao war als Höhepunkt seines viertägigen US-Besuches im Weißen Haus mit US-Präsident Georg W. Bush zusammengetroffen. Bei wichtigen Themen wie Handelsfragen und dem Streit um das iranische Atomprogramm war keine Einigung erzielt worden.
20. April
Nepal 2006 – Streitkräfte In Nepal hatten mit Waffengewalt eine Massenkundgebung gegen den autoritär herrschenden König Gyanendra zu verhindern versucht. Dabei waren in der Hauptstadt Kathmandu mindestens drei Menschen umgekommen.
21. April
Nepal 2006 – Nepals König Gyanendra hatte unter dem Eindruck anhaltender Massenproteste gegen seine Alleinherrschaft die Rückgabe der Macht an das Volk angekündigt. Er hatte baldige Parlamentswahlen in Aussicht gestellt.
21. April
Haiti 2006 – Zwei Jahre nach dem Sturz von Präsident Jean-Bertrand Aristide war in der karibischen Krisenrepublik ein neues Parlament gewählt worden.
21. April
International 2006 – Im Verlauf der gemeinsamen Frühjahrstagung hatten sich die 184 Mitglieder der Weltbank mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) auf den bislang umfangreichsten Schuldenerlass für arme Länder geeinigt. In den kommenden Jahren sollten mehr als 40 überwiegend afrikanische Länder davon profitieren. Der Schuldenerlass war an Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut und Korruption gebunden.
21. April
Nigeria 2006 – Als erstes afrikanisches Land hatte Nigeria seine Schulden beim Pariser Club, einem Zusammenschluss westlicher Gläubigerstaaten, getilgt.
21. April
Großbritannien 2006 – Königin Elizabeth II. feierte ihren 80. Geburtstag. Sie war mit einer Amtszeit von mehr als 54 Jahren die mit Abstand dienstälteste Monarchin der Welt.
22. April
BRD 2006 – Rund 6.000 Menschen hatten in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) gegen einen Aufmarsch von Neonazis demonstriert.
22. April
BRD 2006 – Der Berliner Landesverband der Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) hatte sich für einen eigenständigen Auftritt bei der Wahl für das Abgeordnetenhaus im September ausgesprochen. Ein Landesparteitag hatte mit großer Mehrheit ein Zusammengehen mit der Linkspartei abgelehnt.
22. April
Irak 2006 – Nach monatelangem Streit um die künftige Regierung des Landes hatte das irakische Parlament den Kurden Dschalal Talabani für eine zweite Amtszeit als Präsidenten gewählt. Dieser hatte daraufhin den Schiiten Nuri al-Maliki mit der Leitung der neuen Regierung beauftragt. Maliki hatte auch die Unterstützung von den wichtigsten sunnitischen und kurdischen Bündnissen. Zum Parlamentspräsidenten war der Sunnit Mahmud al Maschadani gewählt worden.
22. April
BRD 2006 – In Nordrhein-Westfalen hatten sich die IG Metall und die Arbeitgeber auf eine Lohnerhöhung von drei Prozent und Einmalzahlungen von 310 Euro für die Monate März, April und Mai geeinigt. Bei der Einmalzahlung war erstmals der Einstieg in eine flexible Entlohnung vereinbart worden. Der Tarifvertrag, der für zehn Jahre galt, sollte ab dem 1. Juni in Kraft treten. Der Tarifvertrag von NRW hatte Pilotcharakter für die gesamte Branche.
22. April
Boxen 2006 – Der ukrainische Schwergewichtler Wladimir Klitschko hatte sich in Mannheim durch technischen K. o. in der siebten Runde gegen Chris Byrd (USA) den Titel des Weltverbandes IBF sowie des unbedeutenden IBO gesichert. Es der 46. Sieg im 49. Profi-Kampf für Klitschko.
23. April
BRD/Indien 2006 – Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zusammen mit dem indischen Premierminister Manmohan Singh die Hannover-Messe eröffnet. Im Mittelpunkt der politischen Gespräche des viertägigen Staatsbesuches des indischen Gastes hatten die Zusammenarbeit bei Infrastruktur, Energiepolitik und Terrorismusbekämpfung gestanden.
23. April
Ungarn 2006 – Aus der zweiten Runde der Parlamentswahl war die regierende sozialliberale Koalition von Ministerpräsident Ferenc Gyurcsany als Sieger hervorgegangen. Seine Sozialistische Parte (MSZP) und der mit ihr verbündete Bund Freier Demokraten (SzDSz) hatten 210 der 386 Sitze im Parlament errungen. Damit war erstmals seit 1990 eine ungarische Regierung im Amt bestätigt worden.
23. April
Dubai 2006 – Der arabische Fernsehsender Al-Jazeera hatte eine offenbar von dem Terroristenführer Osama bin Laden stammende Tonbanderklärung ausgestrahlt. Darin war der A-Qaida-Führer dem Westen vor, einen Kreuzzug gegen den Islam zu führen. Er hatte vor allem die westliche Kritik an der palästinensischen Hamas-Regierung kritisiert.
24. April
BRD 2006 – Die CDU-Führung hatte mit der Berufung einer 69 Mitglieder starken Kommission unter Leitung von Generalsekretär Ronald Pofalla einen auf zwei Jahr angelegten Prozess der programmatischen Erneuerung der Partei eingeleitet.
24. April
BRD 2006 – Der designierte SPD-Chef Kurt Beck hatte ein Papier mit Leitlinien für ein neues Parteiprogramm vorgelegt. Darin hatte er auf einen „vorsorgenden Sozialstaat“ gesetzt. Dieser sollte stärker als bisher durch Steuermittel finanziert werden.
24. April
BRD 2006 – Der Landtag von Sachsen-Anhalt hatte mit 60 von 96 gültigen Stimmen den CDU-Politiker Wolfgang Böhmer erneut zum Ministerpräsidenten gewählt. Er stand damit an der Spitze einer CDU/SPD-Regierung, nachdem das bisherige schwarz-gelbe Bündnis am 26. März abgewählt wurde. CDU und SPD stellten in der neuen Landesregierung je vier Minister.
24. April
Ägypten 2006 – Im ägyptischen Badeort Dahab im Süden der Sinai-Halbinsel waren bei koordinierten Anschlägen in zwei Restaurants und an einem Supermarkt 20 Einheimische und drei Ausländer umgekommen. Bereits im Oktober 2004 und im Juli 2005 waren Touristenzentren auf der Sinai-Halbinsel Ziel terroristischer Anschläge gewesen.
24. April
Tischtennis 2006 – In Bremen hatte die Tischtennis-Mannschaftsweltmeisterschaft 2006 begonnen.
25. April
BRD 2006 – Das Bundeskabinett hatte ein 16 Punkte umfassendes Gesetz verabschiedet. Dieses sollte vor allem für Mittelständler spürbare Erleichterungen bringen. Nicht mehr vorgeschrieben sein sollten unter anderem komplexe Buchführungsvorgaben und aufwändige statistische Erhebungen.
25. April
UNO 2006 – In New York hatte der UN-Weltsicherheitsrat durch Annahme einer entsprechenden Resolution die Europäische Union (EU) zur Absicherung der ersten Präsidenten- und Parlamentswahl in der Demokratischen Republik Kongo ermächtigt. Während der Wahl sollte die EU-Truppe die 17.000 UN-Soldaten unterstützen.
25. April
BRD 2006 – Im ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau wurde mit einem „Marsch der Lebenden“ der Opfer des NS-Völkermordes gedacht. Rund 8.000 Menschen hatten daran teilgenommen.
25. April
Irak 2006 – Zwei Tage nach Veröffentlichung einer Tonbandbotschaft von Osama bin Laden hatte sich auch der Anführer der Al-Qaida-Terroristen im Irak, Abu Mussab al Sarkawi, erstmals im Internet zu Wort gemeldet. Der gebürtige Jordanier hatte die Fortsetzung seines Kampfes gegen den Westen und neue Anschläge im Irak in einer Videobotschaft angekündigt.
25. April
Vietnam 2006 – Die in Vietnam regierende Kommunistische Partei hatte den als reformiert geltenden Generalsekretär Nong Du Manh in seinem Amt bestätigt. Dieser hatte eine weitere Beschleunigung wirtschaftlicher Reformen und einen verstärkten Kampf gegen die Korruption angekündigt.
26. April
Ukraine 2006 – Zehntausende Menschen hatten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und in anderen Städten der ehemaligen Sowjetunion der Atomreaktor-Katastrophe von Tschernobyl am 26. April 1986 gedacht. Die Explosion des vierten Reaktorblocks im Atomkraftwerk Tschernobyl und die dadurch ausgelöste radioaktive Strahlung hatten nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 10.000 und 100.000 Todesopfer gefordert.
26. April
International 2006 – UN-Angaben zufolge hatte das Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 in 45 Ländern bisher mehr als 100 Menschen umgebracht.
27. April
Russland/BRD 2006 – In der sibirischen Stadt Tomsk waren zum Abschluss der zweitägigen deutsch-russischen Regierungskonsultationen im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des russischen Präsidenten Wladimir Putin mehrere Wirtschaftsabkommen unterzeichnet worden. Der russische Energiekonzern Gasprom wollte die BASF an der Erschließung eines westsibirischen Gasfeldes beteiligen. Gleichzeitig hatte Gasprom seinen Anteil an der deutschen Vertriebsgesellschaft Wingas aufgestockt.
27. April
Nepal 2006 – König Gyanendra hatte Girija Prasad Koirala offiziell zum neuen Ministerpräsidenten ernannt. Noch vor der ersten Sitzung des wieder eingesetzten Parlaments am Folgetag hatten die maoistischen Rebellen eine einseitige Waffenruhe ausgerufen. Diese sollte für drei Monate gelten.
27. April
USA 2006 – Am Ground Zero in New York hatten viereinhalb Jahre nach den Terroranschlägen auf die Zwillingstürme des World Trade Centers vom 11. September 2001 die Bauarbeiten für den Freedom Tower begonnen. Dieser sollte mit seinen 541 Metern das höchste Gebäude der Vereinigten Staaten werden.
27. April
BRD/Fußball 2006 – Im Streit um die exklusive Vermarktung der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland hatte der Fußball-Weltverband FIFA eine Niederlage erlitten. Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes konnte sich die FIFA den Begriff „Fußball WM 2006“ nicht als Marke schützen lassen. Geklagt hatte u. a. der Süßwarenhersteller Ferrero gegen den für mehr als 860 Waren und Dienstleistungen offizieller WM-Sponsoren eingetragenen Markenschutz.
28. April
International 2006 – Einem Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zufolge, den ihr Generaldirektor Mohammed el-Baradei nach Ablauf des Ultimatums UN-Generalsekretär Kofi Annan vorgelegt hatte, würde der Iran die vom UN-Sicherheitsrat gesetzte Frist zur Einstellung der Urananreicherung missachten. Vielmehr intensivierte der Iran seine atomaren Aktivitäten in der Atomanlage in Natans.
28. April
BRD 2006 – Wegen des Tragens einer islamischen Burka-Verschleierung waren zwei muslimische Schülerinnen einer Gesamtschule vom Unterricht ausgeschlossen worden. Durch die Komplettverhüllung der beiden 18-Jährigen türkischer Herkunft hatte die Schulleitung in Bonn den Schulfrieden als gefährdet angesehen. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hatte in einer öffentlichen Erklärung das Schulverbot unterstützt.
29. April
BRD 2006 – Auf dem Parteitag der früheren PDS in Halle (Sachsen-Anhalt) war der Vorsitzende der Linkspartei, Lothar Bisky, mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt worden. Ein zeitgleich stattfindendes Treffen der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) hatte den Willen zur Vereinigung mit der Linkspartei bestätigt. Eigenständig antreten wollen die WASG-Landesverbände Berlin und Mecklenburg-Vorpommern bei den Landtagswahlen im September dennoch.
29. April
Italien 2006 – Im vierten Wahlgang war der Kommunistenchef Fausto Bertinotti zum Präsidenten der italienischen Abgeordnetenkammer gewählt worden. Der Kandidat des designierten Ministerpräsidenten Romano Prodi hatte mit 337 Stimmen die nötige absolute Mehrheit erreicht.
29. April
USA 2006 – In New York hatten etwa 300.000 Menschen gegen den Irak-Krieg und für einen sofortigen Abzug der US-Truppen demonstriert. Unter den Teilnehmern der Protestaktion hatte sich auch die Friedensaktivistin Cindy Sheehan befunden. Ihr Sohn war 2005 im Irak getötet worden.
29. April
Venezuela/Kuba/Bolivien 2006 – Der neue bolivianische Präsident Evo Morales war einem von Venezuela und Kuba ins Leben gerufenen Handelsvertrag beigetreten. Die im April 2005 ins Leben gerufenen Bolivianische Alternative für Amerika (ALBA) diente als Gegenprojekt zu der von den USA geplanten gesamt-amerikanischen Freihandelszone.
29. April
BRD 2006 – Der Grafiker Klaus Staeck, der durch seine politischen Plakate bekannt geworden war, war zum neuen Präsidenten der Berliner Akademie der Künste gewählt worden. Damit war der 68-Jährige zum Nachfolger des im Dezember 2005 zurückgetretenen Schweizer Schriftstellers Adolf Muschg geworden.
29. April
Färöer 2006 – Der 6,3 km lange unterseeische Nordinseln-Tunnel, der im abgelegenen Nordatlantik-Staat Färöer die Orte Leirvik auf Eysturoy mit Klaksvik auf Bordoy verbindet, war eröffnet worden. Der Tunnel verläuft unter der Meeresenge Leirviksfjordur.
29. April
Fußball 2006 – Nach einem 1:0 gegen Eintracht Frankfurt hatte der FC Bayern München den DFB-Pokal gewonnen.
30. April
BRD 2006 – In einem am Berliner Wannsee gelegenen Gebäude war die einstige Sommervilla des Malers Max Liebermann (1847-1935) als Museum eröffnet worden.
30. April
Reitsport 2006 – Auf seinem Oldenburger Hengst Sandro Boy hatte Marcus Ehning (BRD) in Kuala Lumpur (Malaysia) zum zweiten Mal in seiner Karriere nach 2003 das Weltcup-Finale der Springreiter gewonnen.
30. April
Schweiz 2006 – Die frühere Schweizer Skirennfahrerin Corinne Rey-Bellet und ihr Bruder Alain waren im Haus der Eltern in Les Crosets im Kanton Wallis erschossen aufgefunden worden. Der dringend tatverdächtige Ehemann Gerold Stadler hatte offenbar Selbstmord begangen. Nach drei Tagen wurde sein Leichnam gefunden.
30. April
Handball 2006 – Der Handball-Bundesligist TBV Lemgo hatte sich durch ein 25:22 (Hinspiel 30:29) gegen den Klassenkonkurrenten Frisch Auf Göppingen den EHF-Pokal gesichert.
30. April
Tischtennis 2006 – Durch eine Niederlage gegen Rekordweltmeister China hatten Deutschlands Tischtennis-Herren den Einzug in das Endspiel bei der Mannschafts-Weltmeisterschaft verpasst. Das Team errang in Bremen die Bronzemedaille.
30. April
Eishockey 2006 – Deutschlands Eishockeyspieler hatten sich mit dem 5:0 über den Gastgeber Frankreich bei der B-Weltmeisterschaft ohne Punktverlust den Turniersieg und damit den Wiederaufstieg in die A-Gruppe der Weltmeisterschaft gesichert.

April 2006 Deutschland in den Nachrichten

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