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März 2006 – Keine Rentenerhöhung, kluge Ausländer und Wetten, dass…

Kalender März 2006
Da hatte sich Bundesarbeitsminister Franz Müntefering wohl keine neuen Freunde gemacht, als er bei der Vorstellung des Rentenversicherungsberichts die Bürger zu mehr privater Altersvorsorge aufrief. Klartext hätte heißen können: Stopft euren Sparstrumpf, vom Staat gibt es nichts mehr. Jedenfalls sollte es bis 2008 keine Rentenerhöhung geben. Mancher Rentner würde dann eine nächste Erhöhung nicht mehr erleben. War das der Sinn der Sparmaßnahme? Na, Hauptsache, die Abgeordneten-Diäten wurden turnusmäßig erhöht. Leicht sollte es in Deutschland auch den einbürgerungswilligen Ausländern nicht gemacht werden. Die hessische Landesregierung hatte da eine prima Idee: die Einführung eines Wissens- und Wertetests für diese Zielgruppe. Innenminister Volker Bouffier höchstpersönlich hatte einen Katalog mit 100 Fragen zur deutschen Geographie, Geschichte und Verfassung vorgelegt. Dieser stieß überwiegend auf Ablehnung. Vielleicht hätte es mehr Zustimmung gegeben, wenn jeder Landtagsabgeordnete selbst alle 100 Fragen richtig beantworten würde. Das war allerdings nie überprüft worden. Warum auch? Sie waren ja schon Deutsche. Deutschland machte in Sachen Fußball in jenem Monat keine sehr guten Schlagzeilen. Drei Monate vor dem Beginn der Fußballweltmeisterschaft hatte ein neuer Wettskandal die deutsche Fußballwelt erschüttert. Ermittlungen wegen bandenmäßigem Betrug waren von der Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main aufgenommen worden. Wetten, es würde schnelle Ergebnisse geben? Lieber nicht. Wetten kann süchtig machen.
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Wichtige Ereignisse im März 2006

1. März
Réunion/Frankreich 2006 – Durch die Stechmücken-Infektion, die sich auf der Insel ausgebreitet hatte, waren bereits 77 Menschen gestorben. Frankreichs Premier Dominique de Villepin hatte ein Aktionsprogramm und die kostenlose Verteilung von 300.000 Gelsensprays angekündigt.
1. März
BRD 2006 – In Hamburg hatte ein zwölfjähriges Mädchen ein Kind zur Welt gebracht. Der Vater war ihr 17-jähriger Freund.
1.März
Fußball 2006 – Die deutsche Elf hatte in Florenz 100 Tage vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft in einem Testspiel gegen Italien 1:4 verloren.
1. März
Afghanistan 2006 – Der US-Präsident
George W. Bush hatte zum Auftakt einer mehrtägigen Asienreise einen überraschenden Abstecher nach Afghanistan gemacht.
1. März
EU/BRD 2006 – Die EU-Kommission hatte eine Verschärfung des seit 2002 gegen Deutschland wegen zu hoher Staatsverschuldung laufenden Defizitverfahrens angeregt. Die Bundesregierung sollte danach regelmäßig Berichte über ihre Bemühungen zur Konsolidierung der Staatsfinanzen vorlegen und von 2007 an wieder den Stabilitätspakt einhalten.
1. März
BRD 2006 – Die Gewerkschaft Ver.di und die Arbeitgebern hatten sich nach 16 Tage Streik im Öffentlichen Dienst auf ein neues Arbeitszeitmodell für rund 6.000 kommunale Beschäftigte in Hamburg geeinigt.
2. März
BRD/Justiz 2006 – Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts durften Ermittler schon bei Verdacht auf leichtere Straftaten Verbindungsdaten von Handygesprächen und E-Mails beschlagnahmen. Die Beschlagnahme musste verhältnismäßig sein. Zudem musste das Recht auf informationelle Selbstbestimmung gewahrt bleiben.
2. März
BRD 2006 – Einstimmig hatten die Kultusminister der Bundesländer die geänderte Fassung der Rechtschreibreform beschlossen. Sie waren damit den Empfehlungen des Rates für Deutsche Rechtschreibung gefolgt. Dessen Vorschläge galten ab August 2006 mit einer einjährigen Übergangsfrist bundesweit an allen Schulen. Die Kultusbehörden in Österreich und der Schweiz wollten die Nachbesserungen zunächst prüfen.
2. März
Indien/USA 2006 – Der von US-Präsident George W. Bush und dem indischen Premierminister Manmohan Singh beim Besuch Bushs in Indien unterzeichnete Vertrage zielte auf eine engere Zusammenarbeit beider Länder bei der zivilen Atomtechnik. Unter anderem war vorgesehen, dass die USA nach 30-jährigem Boykott wieder Atomtechnologie und Nuklearmaterial nach Indien lieferten. Indien hatte sich im Gegenzug zur Trennung des militärischen und zivilen Atomprogramms verpflichtet.
2. März
Pakistan 2006 – Bei einem Autobombenanschlag in der Nähe des US-Konsulats waren zwei Tage vor dem Besuch von
US-Präsident George W. Bush vier Menschen getötet worden, unter denen sich ein Mitarbeiter des diplomatischen Dienstes der USA befand. +3. März
Europäische Union/Iran 2006 – Die Gespräche der EU mit dem Iran über dessen Atomprogramm waren in Wien ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Teheran war weiterhin nicht auf den Verzicht der umstrittenen Uran-Anreicherung im eigenen Land bereit.
3. März
BRD/Justiz 2006 – Das Frankfurter Oberlandesgericht hatte kurz vor dem Kinostart des Psychothrillers „Rohtenburg“ auf Antrag des Beklagten (Armin Meiwes, der auf ähnliche Weise 2001 einen Mann getötet hatte) die Vorführung in Deutschland verboten. Die Persönlichkeitsrechte des Beklagten seien höher einzuschätzen als eine mögliche künstlerische Aufarbeitung des Themas.
3. März
Russland 2006 – Beim Besuch einer Hamas-Delegation in der Hauptstadt Moskau hatte der aus dem Exil in Damaskus (Syrien) angereiste Hamas-Führer Chalid Maschaal den Rückzug Israels aus den besetzten Gebieten und die Rückkehr der Flüchtlinge zur Bedingung für einen Frieden mit Israel gemacht.
4. März
USA/Pakistan 2006 – In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad waren US-Präsident George W. Bush und sein pakistanischer Amtskollege Pervez Musharraf zusammengetroffen. Trotz der guten Beziehungen zwischen beiden Ländern hatte Bush den Wünschen Pakistans nach einem Atomabkommen wie mit Indien eine klare Absage erteilt.
4. März
Fußball 2006 – In der neu erbauten Allianz Arena in München musste der FC Bayern München mit 1:2 gegen den Hamburger SV die erste Heimniederlage einstecken.
5. März
International 2006 – Der im Juni 2004 vom Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (Niederlande) für das ehemalige Jugoslawien zu 13 Jahren Haft verurteilte einstige Serbenführer Milan Babic hatte im Gefängnis Selbstmord begangen. Babic war 1991/92 Staatschef der selbst erklärten Autonomen Serben-Republik Krajina gewesen.
5. März
China 2006 – Um dem wachsenden Wohlstandsgefälle zwischen Stadt und Land entgegenzuwirken, wollte China ein groß angelegtes Investitionsprogramm für ländliche Entwicklung ausarbeiten. Dies hatte Ministerpräsident Wen Jiabao in seiner Eröffnungsrede vor dem Nationalen Volkskongress angekündigt.
5. März
USA/Film 2006 – In Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) wurde das Rassismus-Drama „L. A. Crash“ des kanadischen Regisseurs Paul Haggis bei der 78. Vergabe der wichtigsten Filmpreise der Welt von der Filmkunst-Akademie mit einem Oscar als bester Film ausgezeichnet. Für seine Titelrolle in „Capote“ erhielt Philip Seymour Hoffman eine Auszeichnung und für die weibliche Hauptrolle in der Musiker-Biografie „Walk the Line“ wurde Reese Witherspoon geehrt. Der Preis für die beste Regie ging an den Taiwaner Ang Lee für „Brokeback Mountain“.
5. März
BRD 2006 – In weiten Teilen Süddeutschlands hatten heftige Schneefälle für teilweise chaotische Verkehrsverhältnisse gesorgt. In Bayern und Baden-Württemberg waren zahlreiche Straßen nicht passierbar. Vielerorts waren der Zugverkehr und der öffentliche Nahverkehr zusammengebrochen. In München war der Tierpark Hellabrunn erstmals in seiner 100-jährigen Geschichte geschlossen geblieben.
6. März
BRD 2006 – Bund und Länder hatten die Föderalismusreform zur Neuordnung der staatlichen Zuständigkeiten auf den Weg gebracht. In getrennten Sitzungen hatten das Kabinett, die Ministerpräsidenten der Länder sowie die Fraktionen von CDU/CSU und SPD dem Vorhaben zugestimmt.
6. März
BRD 2006 – Der deutsche Industriegase-Hersteller Linde hatte für 11,7 Milliarden Euro den britischen Konkurrenten BOC übernommen.
6. März
Österreich 2006 – Unter dem Motto „Österreich bleib frei“ hatte die rechtsgerichtete FPÖ ein Volksbegehren gestartet. Es verlangte unter anderem Volksabstimmungen über die Europäische Verfassung und über einen Beitritt der Türkei.
6. März
Europäische Union 2006 – Die Verteidigungsminister hatten über einen Friedenseinsatz in der Demokratischen Republik Kongo beraten. Dort kamen durch die kriegerischen Auseinandersetzungen täglich etwa 1.000 Menschen ums Leben.
6. März
Schach 2006 – Bei den Reykjavik Open auf Island hatte der erst 15-jährige färoische Schachspieler Helgi Dam Ziska den niederländischen Großmeister Jan Timman besiegt.
7. März
Indien 2006 – Bei drei aufeinanderfolgenden Bombenanschlägen, von denen einer im hinduistischen Hanuman-Tempel verübt worden war, kamen im indischen Varanasi/Benares (Bundesstaat Uttar Pradesh) mindestens 20 Menschen ums Leben.
7. März
Brasilien/Greenpeace 2006 – Greenpeace hatte im Bundesstaat Pará gegen eine massive Abholzung des Regenwaldes protestiert. Mehr als 70.000 km² Urwaldfläche waren seit drei Jahren bereits verloren gegangen.
7. März
Niederlande 2006 – Die regierende Mitte-Rechts-Koalition hatte bei den Kommunalwahlen eine schwere Niederlage hinnehmen müssen. Lokale Wählervereinigungen sowie die sozialdemokratische Partei der Arbeit (PvdA) und die linke Sozialistische Partei (SP) konnten hingegen zulegen.
7. März
Fußball 2006 – Durch einen Torwart-Fehler verlor Werder Bremen mit 1:2 gegen Juventus Turin und verpasste dadurch den Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Am Folgetag war auch Bayern München durch ein 1:4 gegen AC Mailand ausgeschieden.
8. März
Spanien 2006 – Angaben des Roten Kreuzes zufolge waren seit Januar mehr als 1.000 afrikanische Flüchtlinge auf dem Seeweg zu den Kanaren gestorben. Offizielle Zahlen hatten hingegen von 106 Opfern gesprochen.
8. März
BRD 2006 – Der 7. Senat des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg hatte Klagen gegen die Nutzung des Schachtes Konrad als Atommüll-Endlager zurückgewiesen. Damit war der Ausbau der ehemaligen Eisenerzgrube bei Salzgitter (Niedersachsen) voraussichtlich zum ersten deutschen Endlager für Atommüll möglich. Dauerhaft entsorgt werden sollten dort bis zu 303.000 m³ schwach- und mittelradioaktive Abfälle.
8. März
BRD 2006 – Bundesarbeitsminister Franz Müntefering hatte bei der Vorstellung des Rentenversicherungsberichts die Bürger zu mehr privater Altersvorsorge aufgerufen. Seiner Ankündigung zufolge würde es bis 2008 keine Rentenerhöhung geben.
8. März
BRD 2006 – Die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) hatte bei einer Urabstimmung für eine eigenständige Kandidatur bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 17. September entschieden und hatte sich damit in Gegensatz zur Bundesorganisation gestellt.
8. März
International 2006 – Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte den Streit um das iranische Atomprogramm an den UN-Sicherheitsrat. Zuvor hatte Teheran die von der Atombehörde bis zum 6. März gesetzte Frist zur Einstellung der Uran-Anreicherung verstreichen lassen. Im Gegensatz zur IAEO könnte der UN-Sicherheitsrat Sanktionen verhängen.
8. März
BRD 2006 – Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte bei der Eröffnung der weltgrößten Computermesse CeBIT öffentliche Investitionen zur Förderung neuer Technologien angekündigt.
8. März
USA 2006 – Das US-Repräsentantenhaus hatte einer unbefristeten Verlängerung des Patriot Act zugestimmt, hatte aber in einzelnen Punkten die Stärkung der Bürgerrechte durchgesetzt.
9.März
Deutschland/Polen 2006 – Der zweitägige Berlin-Besuch des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski war mit einem Eklat zu Ende gegangen. Dutzende Vertreter von Schwulen- und Lesbenorganisationen waren in die Aula der Berliner Humboldt-Universität eingedrungen. Sie hatten damit den Auftritt des national-konservativen Staatschefs gestört, um lautstark gegen dessen Ausgrenzungspolitik gegenüber Homosexuellen zu protestieren.
9. März
BRD 2006 – Nach fünf Wochen war der Streik im öffentlichen Dienst der längste des DGB seit 80 Jahren. An Aktionen vor dem Spitzentreffen der Tarifparteien am Folgetag hatten sich laut Ver.di 40.000 Beschäftigte beteiligt. Der Verhandlungsführer der Länder, Hartmut Möllring aus Niedersachsen hatte mangels Einigung eine Nachdenkpause vorgeschlagen, was von SPD-Politikern kritisiert wurde.
9. März
USA/Irak 2006 – Die US-Armee beabsichtigte, die Kontrolle über das wegen Misshandlungen von Häftlingen schon unter Saddam berüchtigte Gefängnis Abu Ghraib an die irakischen Behörden zu übergeben. Die Insassen sollten in eine andere Haftanstalt verlegt werden. Weltweit hatten 2004 Fotos über Misshandlungen Empörung ausgelöst.
9. März
Frankreich 2006 – Die umstrittene Lockerung des Kündigungsschutzes war mit Zustimmung des Senats wirksam geworden. Premierminister Dominique de Villepin wollte mit der Arbeitsmarktreform der hohen Jugendarbeitslosigkeit im Land entgegenwirken. Diese Gesetzesänderung ermöglichte Unternehmen, Mitarbeiter unter 26 Jahren mit einer zweijährigen Probezeit einzustellen, während der Kündigungen ohne jede Begründung möglich waren.
9. März
BRD 2006 – Als erste deutsche Kommune hatte die sächsische Landeshauptstadt Dresden ihren kompletten Wohnungsbestand verkauft. Durch die Veräußerung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Woba an die US-amerikanische Investorengruppe Fortress konnte die Stadt auf einen Schlag ihre Schulden in Höhe von 741,4 Millionen Euro tilgen.
9. März
Musik/International 2006 – Als deutscher Beitrag zum Eurovision Song Contest fuhr die Country-Band „Texas Lightning“ nach Athen. Mit dem Song „No, No, Never“ hatte sich die Formation beim nationalen Vorentscheid durchgesetzt.
10. März
BRD 2006 – Bundestag und Bundesrat hatten das Gesetzgebungsverfahren für die Föderalismusreform gestartet. Es waren auch Korrekturen im Bildungsbereich gefordert worden.
10. März
EU/Weißrussland 2006 – Die Europäische Kommission hatte kurz vor der Präsidentschaftswahl die Inhaftierung weißrussischer Oppositionspolitiker kritisiert.
10. März
BRD 2006 – Nach langen Diskussionen hatten sich in Berlin die FDP, die Linkspartei und Bündnis90/Die Grünen auf einen gemeinsamen Auftrag für einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Klärung der umstrittenen Aktivitäten des Bundesnachrichtendienstes BND im Irak geeinigt. Darüber hinaus sollte es unter anderem auch um die Entführung des Deutsch-Libanesen Khaled el Masri gehen.
10. März
Irak/USA 2006 – Das US-Außenministerium hatte den Tod des US-Bürgers Tom Fox bestätigt, der am 26. November 2005 gemeinsam mit drei weiteren christlichen Friedensaktivisten verschleppt worden war.
10. März
Serbien/Kosovo 2006 – Das Übergangsparlament der Serbischen Provinz Kosovo hatte den früheren General Agim Ceku zum neuen Premierminister und Nachfolger des am 1. März wegen mangelnder politischer Unterstützung zurückgetretenen Bajram Kosumi gewählt.
10. März
BRD/Fußball 2006 – Ein neuer Wettskandal hatte drei Monate vor dem Beginn der Fußballweltmeisterschaft den deutschen Fußball erschüttert. In Frankfurt am Main hatte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gemeinsam mit dem hessischen Landeskriminalamt wegen bandenmäßigen Betrugs aufgenommen. Es handelte sich um den Versuch von Manipulationen von Spielen der Regionalliga Süd und der 2. Bundesliga.
10. März
Weltraum 2006 – Die Cassini-Sonde hatte flüssiges Wasser auf Enceladus gefunden, womit die Existenz von Mikroorganismen nicht mehr ausgeschlossen wurde. Geysire stoßen periodische Wasserfontänen aus, was eine Erklärung für Gase in den Saturnringen wäre.
10. März
Weltraum 2006 – Die US-amerikanische Raumsonde Mars Reconnaissance Orbiter war am Zielplaneten Mars angekommen und in eine Umlaufbahn eingeschwenkt, die in den nächsten sechs Monaten genau ausgerichtet werden sollte. Die Sonde sollte mehr wissenschaftliche Daten vom Roten Planeten als alle früheren Mars-Missionen sammeln.
11. März
Frankreich 2006 – Die französische Polizei hatte unter Einsatz von Tränengas und Schlagstöcken die Besetzung der Pariser Universität Sorbonne beendet. Die Studenten hatten gegen das umstrittene Gesetz zum Kündigungsschutz protestiert.
11. März
Boxen 2006 – Der 27-jährige Leverkusener Felix Sturm hatte sich durch einen einstimmigen Punktsieg über den zwölf Jahre älteren Titelverteidiger Maselino Masoe aus
Neuseeland den Weltmeistertitel im Mittelgewicht nach Version der World Boxing Association (WBA) gesichert.
11. März
Der in Den Haag vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal angeklagte ehemalige serbische Präsident Slobodan Milosevic war in seiner Gefängniszelle tot aufgefunden worden. Eine Obduktion hatte einen Herzinfarkt als Todesursache ergeben. Serbische Anhänger hatten von Mord gesprochen. Von Moskauer Kreisen wurde die Objektivität der Autopsie bezweifelt. Belgrads Behörden wollten unter allen Umständen verhindern, dass Milosevic' Grab zu einer unerwünschten Pilgerstätte werden würde.
12. März
Kolumbien 2006 -Die Anhänger von Präsident Alvaro Uribe hatten bei der Wahl in Kolumbien in beiden Parlamentskammern die Mehrheit errungen.
12. März
El Salvador 2006 – Die rechtskonservative ARENA-Partei des Präsidenten Toni Saca González war bei den Parlamentswahlen des mittelamerikanischen Landes zur stärksten politischen Kraft geworden.
12. März
BRD/Musik 2006 – Die Magdeburger Teenieband „Tokio Hotel“, die internationalen Popstars Robbie Williams und Madonna sowie die deutsche Gruppen „Wir sind Helden“ und „Rammstein“ waren bei der Vergabe der Echo-Preise der Deutschen Phono-Akademie als Sieger hervorgegangen.
12. März
Automobilrennsport 2006 – Der spanische Titelverteidiger Fernando Alonso im
Renault hatte beim Auftakt zur Formel-1-Saison, dem Großen Preis von Bahrain, vor dem deutschen Ferrari-Piloten Michael Schumacher gewonnen.
13. März
Großbritannien 2006 – Der britische Verteidigungsminister John Reid hatte den Rückzug von 800 seiner Soldaten aus dem Irak angekündigt. Bis Mai 2006 sollte der Truppenabzug auf dann rund 7.000 Mann erfolgen.
13. März
BRD 2006 – Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern Merck hatte den Versuch einer feindlichen Übernahme des Berliner Konkurrenten Schering angekündigt.
13. März
International/Serbien 2006 – Nach langer Diskussion wurde der serbische Kriegsverbrecher Slobodan Milosevic nicht in Moskau beerdigt. Das Begräbnis fand in seinem serbischen Geburtsort statt. Er war im Belgrader „Museum der Revolution“ aufgebahrt worden.
14. März
BRD 2006 – Die hessische Landesregierung in Wiesbaden hatte eine Bundesratsinitiative zur Einführung eines Wissens- und Wertetests für einbürgerungswillige Ausländer angekündigt. Innenminister Volker Bouffier hatte einen Katalog mit 100 Fragen zur deutschen Geographie, Geschichte und Verfassung vorgelegt, der überwiegend auf Ablehnung stieß.
14. März
Palästinensisches Autonomiegebiet/Israel 2006 – Der Angriff israelischer Soldaten auf ein Gefängnis in Jericho, bei dem zwei Palästinenser getötet wurden, hatte eine Welle von ausländerfeindlichen Gewalttaten in den Palästinensergebieten ausgelöst. Der Angriff hatte dem wegen eines Mordanschlags gesuchten Ahmed Saadat gegolten. Der Generalsekretär der radikalen Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) hatte sich nach dem Sturm auf das Gefängnis der israelischen Armee gestellt.
14. März
China 2006 – Zum Abschluss seiner zehntägigen Sitzung hatte der Volkskongress den neuen Fünf-Jahres-Plan gebilligt. Dieser sah eine Begrenzung des jährlichen Wirtschaftswachstums auf 7,5 Prozent vor. Gemessen an der Wirtschaftsleistung sollte der Energieverbrauch um 20 Prozent bis 2010 gekürzt werden, der Wasserverbrauch um 30 Prozent. Das Wohlstandsgefälle zwischen Stadt und Land sollte durch ein groß angelegtes Investitionsprogramm vermindert werden.
14. März
Großbritannien 2006 – In einer Londoner Klinik waren nach der Erprobung einer in Deutschland entwickelten Arznei sechs Männer schwer an Entzündungen erkrankt. Bei einigen hatte das Mittel sogar zu Organversagen geführt. Die ersten Probanden konnten erst nach zwei Wochen das Krankenhaus verlassen.
15. März
BRD/Fußball 2006 – Im Kanzleramt hatten sich 88 Tage vor Beginn der Fußball-WM Bundeskanzlerin Angela Merkel und das WM-Organisationskomitee getroffen. Merkel sagte, dass Bundestrainer Jürgen Klinsmann und das Team auf dem richtigen Weg seien.
15. März
BRD 2006 – Nach einem Beschluss des Bundeskabinetts sollte bereits zum 1. August eine Steuer von zehn Cent pro Liter auf Biodiesel erhoben werden. Für beigemischten Biosprit und Pflanzenöl als Kraftstoff würden künftig 15 Cent pro Liter fällig werden. Weiter steuerfrei konnten nur Landwirte reinen Biokraftstoff tanken. Ursprünglich war eine Steuerfreiheit auf Biokraftstoffe bis 2009 vorgesehen gewesen.
15. März
UNO 2006 – Die Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York hatte gegen den Widerstand der USA mit überwältigender Mehrheit der Bildung eines neuen Rats für Menschenrechte zugestimmt. Das neue UN-Gremium sollte die seit langem umstrittene Menschenrechtskommission mit Sitz in Genf (Schweiz) ersetzen.
15. März
Großbritannien 2006 – Das britische Unterhaus hatte das von Premierminister Tony Blair eingebrachte Schulgesetz gebilligt. Es räumte den Schulen in England und Wales größere Autonomie ein. Blair war dabei auf die Unterstützung der konservativen Opposition angewiesen, da ihm 52 Abgeordnete seiner Labour-Partei die Unterstützung versagt hatten.
15. März
In New York hatte UN-Generalsekretär Kofi Annan den Deutschen Achim Steiner, derzeit Chef der Weltnaturschutzunion, zum neuen Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) mit Sitz in Nairobi ernannt. Er trat damit die Nachfolge von Klaus Töpfer an, der acht Jahre lang an der Spitze der UN-Behörde gestanden hatte.
16. März
BRD 2006 – Mit Arbeitsniederlegungen an zehn Universitätskliniken hatte ein bundesweit angelegter Streik der von den Ländern beschäftigten Krankenhausärzten begonnen. Die Ärztegewerkschaft „Marburger Bund“ hatte bessere Arbeitsbedingungen und ein höheres Grundgehalt gefordert.
16. März
BRD 2006 – Die zweitägige Leipziger Buchmesse hatte mit 2.200 Ausstellern und 1.800 Lesungen an 250 Plätzen eine Rekordbeteiligung verzeichnet.
16. März
Irak 2006 – Die Abgeordneten des neuen irakischen Parlaments waren drei Monate nach der Wahl am 15. Dezember 2005 erstmals zusammengetreten. Wegen einer ausstehenden Einigung unter den Parteien war noch kein Parlamentspräsident gewählt worden.
16. März
Irak/USA 2006 – Im Nordirak hatten US-amerikanische und irakische Truppen die größte Luftoffensive gegen Aufständische seit Ende des Kriegs 2003 eröffnet. Zentrum der Operation „Swarmer“ war das sogenannte sunnitische Dreieck. Dort wurden Stützpunkte des Extremistenführers Abu Mussab el Sarkawi vermutet.
16. März
USA/Iran 2006 – Die US-Außenministerin Condoleezza Rice hatte im Atomstreit mit dem Iran die Führung in Teheran als „Zentralbanker des Terrorismus“ bezeichnet. Das Land stand im Verdacht, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms nach Atomwaffen zu streben. Am selben Tag hatte der Chef des iranischen Sicherheitsrates, Ali Laridschani, die Bereitschaft seines Landes zu Verhandlungen mit den USA über die Lage im Nachbarland Irak erklärt. Seit 1979 wären dies die ersten direkten Kontakte zwischen beiden Ländern.
16. März
BRD 2006 – Das Bundesverwaltungsgericht hatte Klagen von Anwohnern gegen den Ausbau des Berliner Flughafens Schönefeld abgelehnt. An die Realisierung des Projekts knüpfte sie aber die Erfüllung verschärfter Lärmschutzauflagen. Der Airport Berlin Brandenburg International (BBI) sollte 2011 als Ersatz für die Flughäfen Tegel und Tempelhof ersetzen.
16. März
Mexiko 2006 – In Mexiko-Stadt hatte das vierte Welt-Wasserforum mit einem Appell zur gerechten Verteilung der Wasservorräte begonnen. Auf der einwöchigen Konferenz erörterten rund 13.000 Experten und Politiker aus 120 Ländern über die bessere und gerechtere Nutzung des Wassers.
17. März
BRD 2006 – Der Bundestag hatte steuerliche Maßnahmen zur Förderung von Wachstum und Beschäftigung als Teil eines 25 Milliarden Euro umfassenden Konjunkturpakets gebilligt. Neben der steuerlichen Absetzbarkeit von Kosten für Kinderbetreuung sowie von Handwerkerrechnungen waren unter anderem Abschreibungen für kleine und mittlere Unternehmen geplant.
17. März
International 2006 – Der kongolesische Rebellenführer Thomas Lubanga Dyilo war der erste Häftling, der an den Internationalen Strafgerichtshof überstellt wurde. Angeklagt wurde er der Anwerbung von Kindersoldaten.
18. März
Serbien 2006 – Der Leichnam des früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic war in dessen Geburtsstadt Pozarevac beigesetzt. Zuvor hatten in Belgrad etwa 80.000 seiner einstigen Anhänger von dem am 11. März im Gefängnis des UN-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag (Niederlande) Gestorbenen Abschied genommen.
18. März
Frankreich 2006 – Bei einem landesweiten Protesttag hatten etwa 1 Million Menschen gegen die Arbeitsmarktreform der konservativen Regierung demonstriert.
18. März
USA/Irak 2006 – US-Präsident George W. Bush hatte anlässlich des Jahrestages des US-Einmarsches in den Irak 2003 ein weiteres Mal die Entscheidung zum Krieg gegen wachsenden Unmut in der US-Bevölkerung verteidigt.
19. März
Weißrussland 2006 – Mit 82,6 Prozent der Stimmen hatte Staatschef Alexander Lukaschenko bei der umstrittenen Präsidentenwahl das Mandat für eine ursprünglich in der Verfassung nicht vorgesehenen dritte Amtszeit erhalten. Von der OSZE und Wahlbeobachtern war Unfairness festgestellt worden. Die Wahl hätte nicht internationalen Normen entsprochen. Trotz der massiven Drohung der Regierung hatten Tausende Weißrussen in der Hauptstadt Minsk demonstriert.
19. März
Palästinensergebiet 2006 – Die bei der Parlamentswahl am 25. Januar siegreiche radikal-islamische Hamas hatte nach dem Scheitern von Koalitionsgesprächen mit der bisher regierenden Fatah die Liste ihrer Minister für die neue Palästinenser-Regierung vorgestellt.
19. März
BRD 2006 – Die am 16. März eröffnete Leipziger Buchmesse war mit einer Rekordzahl von 126.000 Besuchern zu Ende gegangen. Der zum zweiten Mal vergebene Belletristik-Preis der Buchmesse war an Ilja Trojanow für seinen Abenteuerroman „Der Weltensammler“ gegangen.
20. März
Australien 2006 – Der Zyklon „Larry“ war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 290 km/h und heftigem Regen über den Nordosten Australiens hinweggezogen. Er hatte schwere Schäden angerichtet.
20. März
BRD 2006 – Das Schöffengericht des Amtsgerichtes Magdeburg hatte den ehemaligen Leichtathletik-Trainer Thomas Springstein wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetzes und Weitergabe von Dopingmitteln in einem besonders schweren Fall zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten auf drei Jahre Bewährung verurteilt.
21. März
Schweden 2006 – Außenministerin Laila Freivalds hatte ihren Rücktritt erklärt. Sie hatte einräumen müssen, dass sie doch an der Schließung einer schwedischen Internetseite mit den umstrittenen Mohammed-Zeichnungen beteiligt gewesen war. Die Nachfolge von Freivalds hatte der bisherige Vize-Regierungschef Bosse Ringholm angetreten.
21. März
China/Russland 2006 – Der russische Präsident
Wladimir Putin war zu einem zweitägigen Besuch nach China gereist. Im Mittelpunkt seiner Gespräche mit Präsident Hu Jintao hatten der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen und der Bau einer Pipeline von Sibirien nach China gestanden. China war bereits einer der Hauptkunden für russisches Öl und Gas.
22. März
Spanien 2006 – Die baskische separatistische Terrororganisation Euskadi Ta Askatasuna (ETA) hatte nach fast 40 Jahren fortdauernder Gewalt mit mehr als 800 Todesopfern einen dauerhaften Waffenstillstand angekündigt. Dieser solle am 24. März in Kraft treten. Die ETA wollte damit einen demokratischen Prozess einleiten, der es den Basken möglich machen sollte, über ihre Zukunft frei zu entscheiden.
22. März
BRD 2006 – Die Bundesregierung hatte die bisherige Forschungsförderung zur wirksamen Bekämpfung der Vogelgrippe auf 60 Millionen Euro verdreifacht. Mit diesem Geld sollte unter anderem ein neuer Impfstoff für Menschen entwickelt werden.
22. März
Europa/International 2006 – Die EU-Kommission in Brüssel (Belgien) hatte für 92 meist afrikanischer Fluggesellschaften ein Start- und Landeverbot auf Flughäfen der Europäischen Union verhängt. Sicherheitsmängel oder unzureichende Sicherheitskontrollen waren der Grund für dieser Maßnahme.
22. März
Mexiko/International 2006 – Ohne Erklärung, die den freien Zugang zum Wasser zu einem Grundrecht der Menschheit erklärte, war das am 16. März in Mexiko-Stadt eröffnete IV. Weltwasserforum zu Ende gegangen. Lediglich auf einen Appell an die internationale Gemeinschaft, die Bedeutung des Wassers für eine nachhaltige Entwicklung der Welt anzuerkennen, hatten sich die Experten verständigt.
22. März
Fußball 2006 – In Dortmund hatte sich die deutsche Fußball-Nationalelf durch ein 4:1 gegen die USA für das Debakel (1:4) gegen Italien am 1. März rehabilitiert.
22. März
Peru 2006 – Der Gründer der peruanischen Untergrundorganisation Movimiento Revolucionario Túpac Amaru, Victor Polay, war von einem Gericht zu 32 Jahren Haft verurteilt worden.
23. März
Europa/Kongo 2006 – Die Europäische Union (EU) hatte sich grundsätzlich auf einen Militäreinsatz zur Absicherung der Wahl in der Demokratischen Republik Kongo verständigt.
23. März
Europa 2006 – In Brüssel (Belgien) hatten die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union (EU) auf ihrem zweitägigen Frühjahrsgipfel grundsätzlich den Einstieg in eine gemeinsame Energiepolitik beschlossen. Ferner wurde die Schaffung von mindestens 2 Millionen neuen Arbeitsplätzen in der EU bis 2010 beschlossen.
23. März
Irak 2006 – Vier Monate nach ihrer Entführung waren in der Hauptstadt Bagdad drei Mitarbeiter einer christlichen Hilfsorganisation von US-Militär befreit worden. Der Brite und die beiden Kanadier waren zusammen mit dem US-Bürger Tom Fox am 26. November 2005 verschleppt worden. Am 11. März war die Leiche von Tom Fox gefunden worden.
23. März
BRD 2006 – Der Chemiekonzern Bayer AG hatte ein Angebot für die Übernahme des Berliner Konkurrenten Schering abgegeben. Bei einer Offerte von 86 Euro in bar pro Schering-Aktie hatte die Transaktion ein Gesamtvolumen von 16,3 Milliarden Euro. Am 15. März waren die Übernahmepläne der Darmstädter Merck KGaA vom Schering-Aufsichtsrat abgelehnt worden.
24. März
BRD 2006 – Etwa 30.000 niedergelassene Ärzte aus dem ganzen Land protestierten in Berlin gegen die Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt hatte die Ärzte zum Dialog mit den Krankenkassen aufgefordert. Sie sollten gemeinsam ein gerechteres Honorarsystem erarbeiten und nach Einsparungsmöglichkeiten suchen.
24. März
Vatikan 2006 – Papst Benedikt XVI. Hatte erstmals seit seiner Wahl 15 Geistliche in den Kardinalsrang erhoben. Damit war die Zahl der Kardinäle auf 193 angestiegen. Von ihnen waren 120 unter 80 Jahre alt und hatten damit die Berechtigung in einem Konklave zur Wahl eines neuen Papstes abstimmen zu können.
24. März
BRD 2006 – Ausgediente Elektrogeräte durften in Deutschland mit dem Inkrafttreten des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes nicht mehr im Hausmüll entsorgt werden. Sämtliche Altgeräte wurden nun separat bei den Kommunen gesammelt. Die Entsorgungskosten oblagen künftig den Herstellern.
25. März
Weißrussland 2006 – In der Hauptstadt Minsk hatte die Polizei hunderte Gegner des autoritär regierenden Präsidenten Alexander Lukaschenko nach einer Kundgebung der Opposition festgenommen. Bei der Kundgebung hatte der Oppositionsführer Alexander Milinkewitsch die Gründung einer Widerstandsbewegung gegen den Präsidenten verkündet.
25. März
USA 2006 – In Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) hatten mindestens 200.000 Menschen gegen die geplante Verschärfung der Einwanderungsgesetze protestiert. Die US-Regierung wollte illegale Einwanderer zu Straftätern erklären, um sie dann schneller abschieben zu können.
26. März
Baden-Württemberg 2006 – Die CDU von Ministerpräsident Günther Oettinger war trotz leichter Verluste mit 44,2 Prozent der Stimmen mit Abstand stärkste Partei bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg geblieben. Die SPD errang 25,2 Prozent und die Grünen erhielten 11,7 Prozent. Die bislang mit der CDU in einer Koalition regierende FDP hatte sich auf 10,7 Prozent gesteigert.
26. März
Rheinland-Pfalz 2006 – Die von Ministerpräsident Kurt Beck geführten Sozialdemokraten hatten bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz mit 45,6 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit der Mandate erreicht. Sie konnten fortan die Regierung ohne die FDP fortsetzen. Der CDU-Spitzenkandidat Christoph Böhr hatte nach dem enttäuschenden Abschneiden mit nur noch 32,9 Prozent auf seine bisherigen Spitzenämter verzichtet.
26. März
Sachsen-Anhalt 2006 – Die CDU unter Ministerpräsident Wolfgang Böhmer war mit 36,2 Prozent der Stimmen zwar stärkste Kraft bei der Wahl in Sachsen-Anhalt geblieben, konnte aber nicht mehr gemeinsam mit der FDP, die nur 6,7 Prozent erhielt, regieren. Als Koalitionspartner hatte sich die von Jens Bullerjahn geführte SPD (21,4 Prozent) angeboten. Zweitstärkste politische Kraft war mit 24,1 Prozent die Linke.PDS geworden.
26. März
Ukraine 2006 – Die „Partei der Regionen“ des pro-russischen Oppositionsführers Viktor Janukowitsch war bei den Parlamentswahlen mit 32,1 Prozent der Stimmen stärkste Kraft vor dem Block der früheren Regierungschefin Julia Timoschenko (22,3 Prozent) und der Partei „Unsere Ukraine“ von Präsident Viktor Juschtschenko (13,9) geworden. Fünf Parteien hatten den Sprung über die Drei-Prozent-Hürde geschafft und damit war ihnen der Einzug ins Parlament gelungen.
26. März
BRD/Berlin 2006 – Der 2,4 km lange Autotunnel unter dem Tiergarten war nach einer Bauzeit von zehn Jahren eröffnet worden. Die rund 390 Millionen Euro teure Unterführung unterquert den Tiergarten mit dem Regierungsviertel und sollte das Berliner Stadtzentrum entlasten.
26. März
Europa 2006 – In Deutschland und den anderen EU-Staaten war bis zum letzten Sonntag im Oktober wieder die Sommerzeit gültig geworden.
27. März
BRD 2006 – Der Erste Bürgermeister von Hamburg, Ole von Beust, hatte seinen zunehmend in die Kritik geratenen Justizsenator Roger Kusch entlassen. Damit hatte Beust die Konsequenzen aus der sogenannten Protokoll-Affäre um die Weitergabe vertraulicher Akten aus einem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss gezogen.
27. März
BRD 2006 – Der angeschlagene Handelskonzern KarstadtQuelle hatte seine Immobilien für 4,5 Milliarden Euro an ein Unternehmen verkauft, an dem der Immobilienfonds der US-Investmentbank Goldman Sachs zu 51 Prozent und KarstadtQuelle selbst zu 49 Prozent beteiligt waren. Damit war der Handelskonzern auf einen Schlag schuldenfrei geworden.
27. März
Hamburg 2006 – Der Tornado, der über den Osten und den Süden der Hansestadt mit einer Geschwindigkeit von 251 km/h hinweggefegt war, hatte im südlichen Stadtteil Harburg eine Schneise der Verwüstung hinterlassen und Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Zwei Kranfahrer waren ums Leben gekommen, als der Sturm ihre Kräne umgeworfen hatte. Etwa 300.000 Haushalt waren ohne Strom.
28. März
Israel 2006 – Die neu gegründete Kadima-Partei von Ministerpräsident Ehud Olmert war bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Israel mit 21,8 Prozent der Stimmen stärkste Kraft geworden. Der Sieg war allerdings knapper als erwartet ausgefallen.
28. März
Afghanistan 2006 – Der zum Christentum übergetretene Abdul Rahman war aus dem Gefängnis entlassen worden und hatte in Italien Asyl erhalten. Er war wegen des Abfalls vom Islam angeklagt worden. Die Anklage war wegen Formfehlern an die Staatsanwaltschaft zurückgewiesen worden. Bei einer Verurteilung hätte dem Konvertit die Todesstrafe gedroht.
28. März
Frankreich 2006 – Landesweit waren an einem ausgerufenen nationalen Protesttag rund drei Millionen Franzosen auf die Straße gegangen, um ihren Unmut gegen den Contrat première embauche zu bekunden. Grund war die von der konservativen Regierung durchgesetzte Lockerung des Kündigungsschutzes. Premierminister Dominique de Villepin hatte die Rücknahme seiner Pläne weiterhin abgelehnt. Das geplante Gesetz sollte in Frankreich das Entlassen von Angestellten unter 26 Jahren ohne Begründung und ohne Vorwarnung in den ersten zwei Jahren des Arbeitsverhältnisses erlauben.
28. März
BRD 2006 – Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe war das staatliche Monopol auf Sportwetten zwar grundsätzlich zulässig, jedoch verfassungswidrig in seiner gegenwärtigen Form. Wollte sich der Staat die Veranstaltung von Sportwetten in Eigenregie vorbehalten, müsste er sicherstellen, dass die Wett-Teilnehmer besser vor den Gefahren der Spielsucht geschützt werden als das bisher der Fall war. Bis Ende 2007 musste der Gesetzgeber das Urteil umsetzen.
29. März
UNO 2006 – Der UN-Sicherheitsrat hatte sich nach dreiwöchigen Beratungen auf eine gemeinsame Erklärung zum iranischen Atomstreit geeinigt. Der Iran war nun aufgefordert worden, innerhalb von 30 Tagen seine Urananreicherung wieder zu stoppen. Strafen oder Sanktionen waren auf Druck Chinas und Russland nicht vorgesehen.
29. März
International 2006 – In Afrika, der Türkei und dem Süden Russlands war eine totale Sonnenfinsternis sichtbar. In Deutschland war sie als partielle Sonnenfinsternis wahrgenommen worden. Die Wetterbedingungen hatten allerdings nur eine eingeschränkte Sicht in einigen Landesteilen möglich gemacht.
29. März
Liberia 2006 – Der wegen Kriegsverbrechen gesuchte ehemalige liberianische Präsident Charles Taylor war nach fast dreijährigem Exil im Norden von Nigeria festgenommen und in seine Heimat abgeschoben worden. Von der liberianischen Hauptstadt Monrovia aus war Taylor an ein von den Vereinten Nationen unterstütztes Sondertribunal in Sierra Leone überstellt worden.
29. März
BRD 2006 – Mit einer bundesweiten Welle von Warnstreiks wollte die IG Metall die Arbeitgeber unter Druck setzen. An den Warnstreiks hatten sich rund 81.000 Metaller aus 333 Betrieben beteiligt. Die Gewerkschaft hatte 5 Prozent mehr Lohn gefordert.
29. März
BRD/Tschechien 2006 – In weiten Teilen Tschechiens und im Südosten Deutschlands hatten starke Regenfälle und Schneeschmelze die Flüsse über die Ufer treten lassen. In Teilen Sachsen war Katastrophenalarm ausgelöst worden.
30. März
Russland 2006 – Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte den Aufsichtsratsvorsitz bei der Betreibergesellschaft der Ostsee-Gaspipeline übernommen. Die
in der Schweiz registrierte Pipeline-Betreibergesellschaft North European Gas Pipeline (NEGP) gehört zu 51 Prozent dem von Russland kontrollierten Gasprom-Konzern.
30. März
BRD 2006 – Zum 40. Jahrestag der Uraufführung im St.-Paulus-Dom zu Münster (Nordrhein-Westfalen) war „Passio Et Mors Domini Nostri Jesu Christi“ von Krzysztof Penderecki wiederaufgeführt worden.
30. März
BRD/Berlin 2006 – Die Rütli-Schule im Berliner Problemviertel Neukölln hatte den Senat mit einem dramatischen Hilferuf um Unterstützung bei der Lösung des Gewaltproblems ersucht. Das Schreiben hatte eine bundesweite Debatte über die Zukunft der Hauptschule ausgelöst.
30. März
Irak 2006 – Die US-Journalistin Jill Carroll war von ihren Entführern wieder auf freien Fuß gesetzt worden, die sie am 7. Januar in der Hauptstadt Bagdad gekidnappt hatten. Carroll arbeitete freiberuflich für die Zeitung „Christian Science Monitor“ im Irak.
30. März
Bahrain 2006 – Vor der Küste des arabischen Königreichs Bahrain waren beim Untergang eines Touristenschiffs mindestens 58 Menschen ertrunken, unter denen sich auch eine Deutsche befunden hatte.
30. März
Weltraum 2006 – Die neue Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS) war mit einem Raumschiff „Sojus TMA-8“ vom russischen Weltraumbahnhof Baikanur ins All gestartet. Mit Marcos Pontes war auch der erste Astronaut Brasiliens mit an Bord.
30. März
BRD 2006 – Einstimmig hatten die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländern die vom Rat für deutsche Rechtschreibung empfohlenen Korrekturen an der Rechtschreibreform gebilligt.
31. März
Frankreich 2006 – In einer Fernsehansprache hatte Staatspräsident Jacques Chirac die Unterzeichnung des umstrittenen Reformgesetzes zur Lockerung des Kündigungschutzes angekündigt, zugleich aber hatte er sofortige Nachbesserungen in Aussicht gestellt.
31. März
Brasilien 2006 – Das brasilianische Bergbau-Unternehmen Caemi war von Companhia Vale do Rio Doce übernommen worden.
31. März
Iran 2006 – Mindestens 66 Menschen waren bei drei aufeinanderfolgenden Erdbeben im Westen des Irans ums Leben gekommen. Die Beben in der Provinz Lorestan hatten Stärken zwischen 4,7 und 6.0 auf der Richter-Skala erreicht. Sie hatten vor allem das Gebiet um die Städte Dorud und Borudscherd erschüttert.

März 2006 Deutschland in den Nachrichten

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