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Filmjahr 1977 –  „Steiner – Das Eiserne Kreuz“

Walt-Disney bescherte seinem Publikum im Kinojahr 1977 den Film „Bernhard und Bianca – die Mäusepolizei“, der „erfolgreichster Film des Jahres“ wurde. Dabei handelt es sich um den 23. Zeichentrickfilm, der aus der kreativen Comic-Schmiede des Disney-Clans stammte. In der Geschichte wird eine Rettungshilfsvereinigung vorgestellt, die weltweit gute Taten vollbringt. Die Zentrale ist im Keller der Vereinten Nationen in New York. Mitarbeiter sind u. a. Bernhard und Bianca, zwei fleißige Mäuse, die einem gekidnappten Mädchen helfen wollen. Dabei
erfahren sie selbst große Hilfe – u. a. von „Orville“, einem Albatros und anderen tierischen Bewohnern der fiesen Teufelssümpfe, in denen die kleine Penny festgehalten werden soll. So viel gute Unterhaltung wurde ausgezeichnet. „Bernhard und Bianca“ bekam u. a. 1978 die Goldene Leinwand und war im selben Jahr für einen Oscar („Bester Song“) nominiert. Trotz des gigantischen Erfolgs nahm Walt Disney den Film erst im Jahre 1992 in ihre damalige VHS-Collection auf.
Das Filmjahr 1977 brachte auch die Kinofassung des Musicals „The Rocky Horror Picture Show“ von Richard O´Brian heraus. Der Film ist mittlerweile weltweit Kult. In der Rolle des Dr. Frank-N-Furters überzeugte der legendäre Tim Curry. Die Geschichte zeigt am Anfang eine kirchliche Hochzeit in dem Örtchen Denton, bei der Brad Majors und dessen Freundin Janet Weiss (gespielt von der jungen Hollywood-Schauspielerin Susan Surandon) zu Gast sind. Währenddessen macht Brad seiner Liebe Janet einen Heiratsantrag und überreicht ihr einen Verlobungsring. Die beiden hatten sich im Unterricht ihres Freundes und Tutors Dr. Everett Scott kennen gelernt und den wollen sie jetzt besuchen. Da es aber sehr stark regnet, verfahren sie sich und haben dann auch noch eine Reifenpanne. Beide machen sich auf den Weg zu einem Schloss in der Nähe. Dort wird ihnen von einem buckligen Butler (Riff Raff) geöffnet. Als sie eintreten, erwartet sie eine Party-Gesellschaft, die sich köstlich amüsiert und vergnügt. Janet würde am liebsten wieder gehen. Doch die beiden bleiben. Der Film wurde im Jahre 2005 in das National Film Registry aufgenommen als eines der bedeutenden Werke der Filmgeschichte.
Auch Agent 007 (Roger Moore) war im Kinojahr 1977 wieder im Einsatz – „Der Spion, der mich liebte“ ist der zehnte Agenten-Kinofilm, der im August in den deutschen Lichtspielhäusern seine Premiere feierte. Regie führte Lewis Gilbert. Die Erde steht vor einem drohenden Weltkrieg, weil ein sowjetisches und ein britisches Atom-U-Boot entführt wurden. Die Großmächte beschuldigen sich gegenseitig. Nur James Bond Licht kann Licht ins Dunkel bringen und das im Auftrag der britischen Regierung. Er macht er sich auf, um die Diebe dingfest zu machen. Auch die sowjetische Regierung schickt jemanden ins Rennen, diesmal eine Frau als Spionin, die den Fall lösen soll. Nachdem beide anfangs gegeneinander arbeiteten, lösen sie letztendlich den Fall gemeinsam. Hinter den Entführungen steckt der Milliardär Karl Stromberg (gespielt von Curd Jürgens), der in einer spinnenartigen Unterwasserwelt lebt und seine Kritiker und Feinde direkt an die Haie verfüttert. Ein Jahr später war „Der Spion, der mich liebte“ für vier Oscars nominiert und erhielt die Goldene Leinwand. Diesmal fährt Agent 007 mit einem Lotus Esprit, den er von „Q“ zur Verfügung gestellt bekommt. Regisseur Sam Peckinpah präsentierte im Filmjahr 1977 den Kriegsstreifen
„Steiner – Das Eiserne Kreuz“ mit James Coburn, James Mason, Maximilian Schell und David Warner in den Hauptrollen. In der Geschichte geht es um den Sommer 1943 während des Zweiten Weltkriegs. Gezeigt wird u. a. Feldwebel und Zugführer Rolf Steiner, der den Schrecken und die Sinnlosigkeit des Krieges hautnah zu spüren bekommt. Als er mit seinen Männern nach einer entscheidenden Schlacht hinter die russische Front gerät, müssen sie um ihr Überleben kämpfen. Es wird ein blutiger Kampf. Etwas später will der preußische Aristokrat Hauptmann von Stransky endlich an die Ostfront. Da er der Meinung ist, dass „fähige Männer hier dringend gebraucht werden“. Kein Wunder, dass von Stransky aufgrund seiner arroganten Art auch mit Steiner aneinander gerät. Der Film wurde mit einer Goldenen Leinwand ausgezeichnet und erhielt von der Filmbewertungsstelle in Wiesbaden das Prädikat „Wertvoll“.
Auch Schauspieler, Regisseur und Produzent Woody Allen meldete sich im Kinojahr 1977 und zeigte sein aktuelles Werk „Der Stadtneurotiker“. Dabei geht es um den erfolgreichen Komiker Alvy Singer, ein neurotischer Kerl, der es sich mit Frauen immer wieder verscherzt. Dann lernt er Annie Hall (gespielt von Diane Keaton) kennen und verliebt sich in sie. Annie ist der neurotische Gegenpart zu Alvy. Dementsprechend zeichnet sich ihre Beziehung durch Höhen und Tiefen aus, die sich in regelmäßigen Abständen abwechseln. Als „sie“ dann weg ist, bemerkt „er“, dass es ohne „sie“ nicht geht! Alvy versucht, seine Ex-Freundin zurückzugewinnen. Der Film erhielt ein Jahr später vier Oscars („Bester Film“, „Beste Regie“, „Beste Hauptdarstellerin“ und „Bestes Originaldrehbuch“). Dazu gab es noch eine Nominierung für Woody Allen als „Bester Hauptdarsteller“. Im selben Jahr bekam „Der Stadtneurotiker“ weitere Auszeichnungen, u. a. den César und fünf Golden Globe-Awards.

Weitere News, Debüts und Neuerscheinungen
Der 73. Tatort "Reifezeugnis" machte Nastassja Kinski über Nacht bekannt. Erst später bekannt wurde Moritz Bleibtreu der zum ersten Mal in "Neues aus Uhlenbusch" zu sehen war.
Werner Fassbinder wird jetzt auch international gefeiert, 1977 fand in New York das „Fassbinder-Festival“ mit etlichen seiner Filme statt. In dem Film "Julia" stand Meryl Streep das erste mal vor der Kamera. Gudrun Landgrebe ist im Film „Aufforderung zum Tanz" erstmals vor der Kamera.
Neu im Kino 1977

Pretty Baby mit Brooke Shields und Susan Sarandon.

Die erfolgreichsten Filme 1977 Kinocharts
Film Umsatz
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Krieg der Sterne  
Der Stadtneurotiker  
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