Februar 1964 - Der Kalte Krieg war in vollem Gange

Kalender Februar 1964
Die DDR versuchte, konsequent einen eigenständigen politischen Weg zu gehen und war um internationale Anerkennung bemüht. Das funktionierte nicht so, wie es sollte. Länder, die die DDR anerkannten und gar diplomatischen Beziehungen mit ihr aufnahmen, wurden von der Bundesrepublik mit Sanktionen in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht bedacht. Auch die USA verhielten sich so, wenn es um Kuba ging. Der Kommunismus als Staatsform wurde als feindlich angesehen, obwohl zu jener Zeit die Ziele der Ostblock-Staaten noch von echtem Engagement geprägt waren. Vom Missbrauch waren sie noch ein Stück entfernt. Achtung erhielten dennoch die Sportler der Sowjetunion und die der DDR. Ihre Leistungen waren spitzenmäßig. Schade nur, dass die DDR sie nicht in Dortmund zur Eiskunstlaufweltmeisterschaft zeigen konnte. Da war man auf Regierungsebene doch arg „verschnupft“, dass man nicht mit einem eigenen Namen antreten durfte. Konsequent war dann also der Rückzug der Mannschaft. Ein Erfolg? Wohl kaum! Den wiederum hatte aber „The Beatles“, die die Jugend zu Begeisterungstürmen hinrissen, egal, wo sie auftraten.
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Wichtige Ereignisse im Februar 1964

1. Februar
The Beatles 1964 – Mit dem Titel „I Want To Hold Your Hand“ belegte die britische Popgruppe „The Beatles“ erstmals den Platz Eins in den US-amerikanischen Charts.
1. Februar
BRD/TV 1964 – In der Bundesrepublik waren derzeit 8.786.336 Fernsehteilnehmer registriert.
1. Februar
Sowjetunion/BRD 1964 – Die
UdSSR übersandte der Bundesregierung eine Erklärung, in der sie gegen die angebliche Steigerung der Herstellung von Raketenwaffen in der BRD protestierte.
2. Februar
Bildung BRD 1964 – In einer Rede auf der 19. Vollversammlung des Wissenschaftsrates in West-Berlin forderte Bundespräsident Heinrich Lübke (1894-1972) ein besseres Auslesesystem an den höheren Schulen und eine rationellere Ausbildung an den Universitäten.
2. Februar
Mondforschung 1964 – Die US-amerikanische Mondsonde „Ranger VI“, die am 30. Januar gestartet worden war, schlug auf der Mondoberfläche auf, konnte dann wegen des Ausfalls der Kameras keine Aufnahmen zur Erde senden.
2. Februar
Olympiarekord 1964 – Bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck (Österreich) stellte die sowjetische Sportlerin Lydia Skoblikowa (*1939) einen Rekord auf. Sie gewann auf allen vier Distanzen im Eisschnelllauf Gold.
3. Februar
BRD/Fernsehgebühren 1964 – Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) forderte angesichts seiner Finanzschwierigkeiten eine Erhöhung seines Anteils an den Fernsehgebühren von 30 auf etwa 50 Prozent.
3. Februar
Kurzfilm 1964 – In Oberhausen (Nordrhein-Westfalen) wurden die X. Westdeutschen Kurzfilmtage eröffnet, die bis zum 8. Februar dauerten. Aus 86 Produktionen wählte eine internationale Jury die Preisträger aus.
3. Februar
Kennedy-Mord 1964 – In den USA begann die „Warren-Kommission“, die eine Woche nach der Ermordung von US-Präsident John F. Kennedy (1917-1963) am 22. November 1963 mit der Aufklärung des Verbrechens beauftragt worden war, mit der Vernehmung der Zeugen. Die Frau des Kennedy-Mörders Lee Harvey Oswald (1939-1963) war die erste Zeugin, die befragt wurde.
3. Februar
Bonn 1964 – Im Untersuchungsgefängnis des Landgerichts Bonn erhängte sich in der Nacht vom 2. zum 3. Februar der Regierungskriminalrat Ewald Peters (1914-1964) in seiner Zelle. Peters war am 30. Januar festgenommen worden. Er war verdächtig, im Dritten Reich an Massenexekutionen von Juden beteiligt gewesen zu sein.
4. Februar
Steuern USA 1964 – Ein Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten trat in Kraft: Die Wahlsteuern bei Bundeswahlen wurden abgeschafft. Diese Steuern in Höhe von ein bis drei US-Dollar (4 bis 12 DM) pro Wähler waren zuletzt nur noch in den Bundesstaaten Arkansas, Mississippi, Virginia, Alabama und Texas erhoben worden.
4. Februar
Rundfunk/Theater 1964 – Das Hörspiel von Samuel Beckett (1906-1989), „Alle, die da fallen“, das erstmals am 13. Januar 1957 im britischen Rundfunk gesendet worden war, wurde zum ersten Mal in einer dramatisierten Form als Bühnenfassung am Teatro Stabile in Florenz gezeigt.
5. Februar
Film 1964 – In der französischen Hauptstadt Paris erlebte der Film „L’ Homme de Rio“ (Abenteuer in Rio) mit Jean-Paul Belmondo (*1933) in der Hauptrolle seine Uraufführung. Belmondo wurde durch diesen Kassenschlager landesweit bekannt.
5. Februar
West-Berlin 1964 – In der Technischen Universität Berlin (West) trat die Westdeutsche Rektorenkonferenz zu einer dreitägigen Sitzung zusammen. Thematischer Mittelpunkt der Konferenz waren zahlreiche Reformvorschläge für die deutschen Hochschulen.
6. Februar
Chemieindustrie/BRD 1964 – Einer Mitteilung des Vorstandsvorsitzenden der Vereinigten Glanzstoff-Fabriken AG in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) zufolge, stand die Chemiefaserindustrie weltweit im Zeichen der Expansion. Die jährliche Produktions- und Umsatzsteigerungsrate läge bei rund 10 Prozent, hieß es.
6. Februar
Sternwarte Chile 1964 – Etwa 400 Kilometer nördlich der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile sollte einem Beschluss zufolge der europäischen Organisation für astronomische Forschung in der südlichen Hemisphäre eine Sternwarte gebaut werden. Es werde sich dabei um das zweitgrößte Teleskop der Welt handeln mit einem Durchmesser von 3,5 Metern. Je ein Drittel der Kosten würden von Frankreich und der BRD getragen. Die Niederlande, Belgien und Schweden würden je ein Neuntel der Kosten übernehmen.
6. Februar
Europa 1964 – Die von der Bundesregierung verfügte Einfuhrsperre für Hühnereier war nach dem Urteil der EWG-Kommission (EWG = Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) nicht zulässig. Die Sperre wurde am 12. Februar wieder aufgehoben. Der Grund für die Einfuhrsperre war die Eierschwemme auf dem Europamarkt gewesen.
6. Februar
Ärmelkanal 1964 – Von Frankreich und Großbritannien wurde der Bau eines Eisenbahntunnels unter dem Ärmelkanal vereinbart.
6. Februar
Kuba 1964 – Die vertraglich vereinbarte Wasserzufuhr zu der US-Marinebasis Guantánamo wurde von Kuba gesperrt. Der Grund dafür war die Verhaftung von 38 kubanischen Fischern durch die US-amerikanische Küstenwache am 3. Februar.
7. Februar
The Beatles 1964 – Die britische Popgruppe „The Beatles“ trat ihre erste Tournee durch die Vereinigten Staaten an. Bereits nach den Auftritten in Ed-Sullivan-Schow am 9. Februar und in der New Yorker Carnegie-Hall am 11. Februar hatte die Gruppe ihren Durchbruch in den USA geschafft. Die US-Jugend war vom Beatlesä-Fieber erfasst.
7. Februar
DDR 1964 – Nach fünf Tagen ging in der Hauptstadt der DDR Berlin (Ost) die 5. Tagung des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) zu Ende. Es waren Maßnahmen für eine neue Wirtschaftspolitik und eine besondere Förderung der chemischen Industrie beschlossen worden.
7. Februar
BRD 1964 – Wegen des Verdachts der Beteiligung an nationalsozialistischen Sondergerichten trat der Bundesvertriebenenminister Hans Krüger (1902-1971) von seinem Amt zurück. Seine Nachfolge trat am 18. Februar Ernst Lemmer (1898-1970) an.
8. Februar
Forschungsschiff BRD 1964 – In Bremerhaven (BRD) wurde das erste deutsche Forschungsschiff der Nachkriegszeit, die „Meteor“, getauft. Die Zeremonie war von Wilhelmine Lübke (1885-1981), der Gattin des Bundespräsidenten Heinrich Lübke (1894-1972), vorgenommen worden.
8. Februar
Grenzstreit Afrika 1964 – Im Gebiet der äthiopischen Provinz Ogaden kamen bei gewalttätigen Grenzstreitigkeiten zwischen Somalia und Äthiopien mehrere hundert Soldaten auf beiden Seiten ums Leben.
8. Februar
Ruanda 1964 – Zwischen den Bevölkerungsgruppen der Tussi und der Hutu im afrikanischen Staat Ruanda waren bei blutigen Auseinandersetzungen seit dem Ausbruch der Kämpfe im Dezember 1963 mehrere Tausend Tussi getötet worden.
9. Februar
Winterolympiade 1964 – Aus den IX. Olympischen Winterspielen im österreichischen Innsbruck, die am 29. Januar begonnen hatten, gingen die Sportler aus der Sowjetunion als die erfolgreichste Mannschaft hervor. Sie hatten elf Goldmedaillen, acht Silbermedaillen und sechs Bronzemedaillen erkämpft.
9. Februar
Reitsport 1964 – Beim internationalen Hallenreitturnier gewann Alwin Schockemöhle (*1937) auf „Freiherr“ den Großen Preis von Hannover.
9. Februar
Königshaus Niederlande 1964 – Ihre offizielle Verlobung gab Prinzessin Irene Emma Elisabeth der Niederlande (*1939) mit Prinz Carlos Hugo de Bourbon-Parma, Herzog von Madrid (1930-2010), bekannt. Die Heirat, die am 29. April 1964 in Rom ohne Zustimmung des Parlaments stattfand, löste in den Niederlanden einen Skandal aus. Die Braut verlor ihre Zugehörigkeit zum Königshaus und ihre Thronrechte.
10. Februar
Taiwan/Frankreich 1964 – Die diplomatischen Beziehungen zu Frankreich wurden von Taiwan abgebrochen.
10. Februar
Waffenstillstand 1964 – Zwischen den
Kurden und der irakischen Regierung trat um Mitternacht ein Waffenstillstand in Kraft. Er sollte die seit fast drei Jahren andauernden Kämpfe beenden.
10. Februar
USA 1964 – Einer Mitteilung des US-Statedepartments zufolge, hatte Juri N. Nossenko (1927-2008), ein 36-jähriger Offizier der sowjetischen Geheimpolizei, in den USA um politisches Asyl nachgesucht.
11. Februar
Literatur 1964 – Der Londoner Oberrichter, Sir Ronald Blundell, verfügte die Einziehung von 171 Taschenbuchexemplaren des 200 Jahre alten Romans „Fanny Hill – Memoiren einer Lebedame“ von John Cleland (1709-1789). Diese waren am Jahresende 1963 bei einem Londoner Buchhändler beschlagnahmt worden. Blundell begründete seine Entscheidung, die Bücher einzuziehen, mit dem Gesetz gegen die Verbreitung obszönen Schrifttums.
12. Februar
Briefmarken 1964 – In der britischen Hauptstadt London wurde ein spektakulärer Briefmarkenraub entdeckt. Aus zwei Tresoren eines Ladens hatten Diebe etwa eine Millionen Marken im Gesamtwert von 2,8 Millionen DM gestohlen.
12. Februar
Afrika 1964 – In Daressalam (Tansania) begann eine dreitägige Konferenz der Außenminister der Mitgliedsstaaten der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU). Schwerpunkt der Beratungen war die Forderung nach einem Waffenstillstand zwischen Äthiopien und Somalia.
12. Februar
Eisschnelllauf 1964 – Bei einer internationalen Veranstaltung in der norwegischen Hauptstadt Oslo stellte der Olympiasieger im Eisschnelllauf über 1500 m, Ants Antson (*1938) aus der Sowjetunion, einen Weltrekord über 3000 Meter mit 4:27,3 min auf.
13. Februar
Musik 1964 – Im „Jazz House“ in Wiesbaden (Hessen) lief zum ersten Mal in der Bundesrepublik eine umfangreiche internationale Jazz-Filmreihe an. Die bedeutendsten Jazz-Kurzfilme der letzten Jahre wurden gezeigt.
13. Februar
Gerichtsprozess 1964 – Der Hauptangeklagte Werner Heyde (1902-1964) im Massenmordprozess, der am 18. Februar in Limburg beginnen sollte, erhängte sich im Zuchthaus von Butzbach. Heyde war beschuldigt worden, im Rahmen der „Gnadentod“-Aktion des NS-Regimes für mehr als 100.000 Morde verantwortlich gewesen zu sein.
14. Februar
BRD 1964 – Der Sachverständigenrat in der bundesdeutschen Hauptstadt Bonn konstituierte sich. Er soll ein jährliches Gutachten über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung erstellen. Die fünf Mitglieder des Rates (die „Fünf Weisen“) wurden vom Bundespräsidenten als unabhängige Gutachter berufen.
15. Februar
SPD-Parteitag 1964 – Auf dem zweitägigen Sonderparteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) in Bad Godesberg () wurde der Regierende Bürgermeister von Berlin (West), Willy Brandt (1913-1992), zum neuen Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten gewählt. Er trat als Parteivorsitzender die Nachfolge von Erich Ollenhauer (1901-1963) an, der am 14. Dezember 1963 gestorben war.
15. Februar
Staatsbesuch BRD/Frankreich 1964 – Der deutsche Bundeskanzler Ludwig Erhard (1897-1977) traf zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch in der französischen Hauptstadt Paris ein. Bei den Gesprächen mit dem Staatspräsidenten Frankreichs, Charles de Gaulle (1890-1970), bot der französische Politiker im Falle eines militärischen Konflikts um Berlin oder der Bundesrepublik den sofortigen Einsatz französischer Atomwaffen an.
15. Februar
Schweden 1964 – In der schwedischen Hauptstadt Stockholm begann die 12. Tagung des Nordischen Rates, die bis zum 22. Februar dauerte. Hauptsächlich wurde die Frage nach der Schaffung einer atomwaffenfreien Zone in Skandinavien erörtert. Außerdem wurde eine weitere Intensivierung der skandinavischen Zusammenarbeit diskutiert.
15. Februar
KPDSU 1964 – Zum Abschluss seines Februarplenums in der sowjetischen Hauptstadt Moskau verabschiedete das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) einen Plan zur Intensivierung und Chemisierung der Landwirtschaft. Neben wirtschaftlichen Fragen hatten vor allem der ideologische Streit zwischen der UdSSR und China im Mittelpunkt der Tagung gestanden.
16. Februar
Malerei 1964 – Im New Yorker „Jewish Museum“ wurde eine bis zum 12. April dauernde Ausstellung eröffnet, in der Werke des bekannten Pop-art-Malers Jasper Johns Jr. (*1930) präsentiert wurden.
16. Februar
Wintersport 1964 – Bei den Internationalen Skiflug-Tagen, die am 13. Februar begonnen hatten, sprang der Italiener Nilo Zandanel (*1937) in Oberstdorf (
Bayern) mit einer Weite von 144 Metern einen Weltrekord.
17. Februar
Griechenland 1964 – Die von dem liberalen Politiker Georgios Papanderou (1888-1968) geführte „Zentrumsunion“ erzielte bei den Parlamentswahlen in Griechenland die absolute Mehrheit mit 52,5 Prozent der Stimmen.
17. Februar
USA/Kuba 1964 – Weil die Staaten Großbritannien, Frankreich, Spanien, Jugoslawien und Marokko immer noch Handelbeziehungen mit Kuba unterhielten, erklärten die USA, dass sie sämtliche Auslandshilfen für diese Länder einstellen werde.
17. Februar
Malerei 1964 – Aus dem Museum für Alte Kunst in Brüssel (
Belgien) wurde das Gemälde „Negerköpfe“ des flämischen Malers Peter Paul Rubens (1577-1640) im Wert von etwa 4 Millionen DM gestohlen. Als Täter nahm die Polizei zwei Tage später einen 16-jährigen Jungen fest, der den Versuch unternommen hatte, ein Lösegeld zu erpressen.
18. Februar
Westafrika 1964 – Durch einen Militärputsch wurde der Präsident des westafrikanischen Staates Gabun, Léon M‘ba (1902-1967), gestürzt. Nach dem Eingreifen französischer Truppen konnte M‘ba sein Amt am 20. Februar wieder antreten.
18. Februar
NS-Prozess 1964 – In Limburg (Hessen) begann der Prozess vor dem Schwurgericht gegen Hans Hefelmann (1906-1986). Der Angeklagte wurde beschuldigt, während der NS-Zeit an der Ermordung von 70.000 geisteskranken Erwachsenen und 3.000 Kindern mitgewirkt zu haben.
18. Februar
Weltwirtschaft 1964 – Für besonders qualifizierte Leistungen auf dem Gebiet weltwirtschaftlicher Forschung verlieh das Institut für Weltwirtschaft der Universität Kiel den „Bernhard-Harms-Preis“ an den deutsch-amerikanischen Nationalökonom Gerhard Cohn (1897-1968).
18. Februar
Literatur 1964 – Da er in seinen Werken Kritik am Staat übte, wurde dem sowjetischen Lyriker Jossif A. Brodski (1940-1996) in seiner Heimat der Prozess gemacht. Er wurde als „Parasit“ zu fünf Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Nach 20 Monaten musste er aufgrund massiver weltweiter Proteste freigelassen werden.
18. Februar
Malerei 1964 – In der italienischen Hauptstadt Rom wurde anlässlich des 400. Todestages des Malers, Bildhauers, Baumeisters und Dichters Michelangelo (1475-1564) eine Ausstellung eröffnet, in der Werke des Künstlers in einer noch nie dargebotenen Vollständigkeit präsentiert wurden. Die Ausstellung fand beim Publikum reges Interesse.
19. Februar
BRD/Ceylon 1964 – Die gesamte Wirtschaftshilfe der Bundesrepublik für Ceylon (heute Sri Lanka) wurde eingestellt, da das Land die Errichtung eines DDR-Generalkonsulates gestattet hatte.
19. Februar
Erdbeben 1964 – Die Azoren wurden von heftigen Erdstößen erschüttert. Besonders betroffen war die Insel São Jorge. Von der Insel wurden weite Teile schwer verwüstet.
19. Februar
Literatur 1964 – Mit aller Entschiedenheit gegen die Bevormundung der Schriftsteller und Wissenschaftler in Polen durch Kulturfunktionäre von Partei und Staat protestierten 34 führende Intellektuelle des Landes mit ihrer Unterschrift in einer Denkschrift, die als „Brief der 34“ an den polnischen Ministerpräsidenten Józef Cyrankiewicz (1911-1989) überreicht wurde.
19. Februar
Marokko/Algerien 1964 – Durch ein Abkommen wurde der Grenzkonflikt zwischen Marokko und Algerien vorläufig beigelegt. Am 11. Mai kam es zu einer Vereinbarung über die endgültige Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Staaten.
19. Februar
Asien 1964 – Zum neuen Generalsekretär des Südostasiatischen Verteidigungspaktes SEATO wurde der Thailänder Konthi Suphamongkhon (1916-2011) ernannt. Sein Vorgänger Nai Pote Sarasin (1905-2000) hatte am 13. September 1963 seinen Rücktritt erklärt.
20. Februar
Rauchen USA 1964 – In Eastland, einem 4.000 Einwohner zählenden Städtchen im Bundesstaat Texas, trat eine Verordnung in Kraft, die bei Strafe das Zigarettenrauchen im Stadtgebiet verbot. Die Stadtväter reagierten damit auf die US-Studie, die am 16. Januar veröffentlicht worden war und die auf die gesundheitsschädigende Wirkung des Rauchens eindringlich hingewiesen hatte.
20.Februar
Griechenland 1964 – In Griechenland wurde Kronprinz Konstantin (*1940) von dem erkrankten König Paul I. (1901-1964) zum Regenten ernannt. Er nahm nach dem Tod des Vaters, der am 6. März starb, als König Konstantin II. den Thron ein.
21. Februar
Kambodscha/Sowjetunion 1964 – Damit eine Garantieerklärung für die Neutralität Kambodschas abgegeben werden könnte, forderte die Sowjetunion die Einberufung einer internationalen Konferenz ein.
21. Februar
Türkei 1964 – Auf den 80-jährugen Ministerpräsidenten der Türkei, Ismet Inönü (1884-1973), war ein Mordanschlag eines politischen Gegners verübt worden, dem der Politiker unverletzt entging. Der Attentäter hatte drei Schüsse auf den türkischen Regierungschef abgeben. Der Schütze wurde kurz nach dem Mordversuch festgenommen.
21. Februar
Schweiz 1964 – Zur Begrenzung der Zahl ausländischer Arbeitnehmer verfügte der Bundesrat der Schweiz eine Limitierung der Ausländerzahlen auf betrieblicher Ebene.
21. Februar
Musik 1964 – In Hannover (Niedersachsen) wurde die „Canzonetta“ op. 62 für acht Instrumente des russisch-französischen Komponisten Igor Strawinsky (1882-1971) zum ersten Mal in Europa aufgeführt.
21. Februar
Kino BRD 1964 – Erstmals in den deutschen Kinos lief der US-amerikanische Erfolgsfilm „Eine zuviel im Bett“ von Michael Gordon (1909-1993) an. In den Hauptrollen waren
Doris Day (*1924) und James Garner (*1928) zu sehen.
22. Februar
USA/Südvietnam 1964 – Stationierte US-amerikanische Offiziere in Südvietnam ersuchten in Washington um Erlaubnis nach, Störattacken und Sabotageunternehmungen gegen Nordvietnam richten zu dürfen. Sie hatten erklärt, dass nur auf diese Weise der Kampf gegen den in Südvietnam aktiven, kommunistisch geführten Vietcong zu gewinnen sei.
22. Februar
Weltwirtschaft 1964 – Auf einer Tagung des „Konsultativen Interparlamentarischen Rates“ der Benelux-Wirtschaftsunion vereinbarten Belgien, Luxemburg und die Niederlande die Gründung eines Gerichtshofes in Brüssel (Belgien), dessen Aufgabe die Überwachung der Benelux-Abkommen sein solle.
23. Februar
Malerei 1964 – Nach einer Verlängerung wurde die am 15. Dezember 1963 im italienischen Parma eröffnete Ausstellung, die das Gesamtwerk des italienischen Malers und Grafikers Renato Guttuso (1911-1987) gezeigt hatte, endgültig geschlossen.
23. Februar
Tennis 1964 – Bei den Internationalen Deutschen Hallen-Tennisturniermeisterschaften in Bremen gewann die Britin Christine Truman (*1941) den Titel im Dameneinzel. Das Herreneinzel wurde von ihrem Landsmann Bobby Wilson (*1935) gewonnen.
24. Februar
BRD/DDR/Sansibar 1964 – Weil die am 18. Januar proklamierte Volksrepublik Sansibar diplomatische Beziehungen zu der DDR unterhielt, erklärte die Bundesregierung, dass sie die Volksrepublik nicht anerkennen werde.
24. Februar
UNO/DDR 1964 – Das „Kuratorium Unteilbares Deutschland“ übermittelte der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen bereits seine vierte Beschwerde über Menschenrechtsverletzungen in der Deutschen Demokratischen Republik.
25. Februar
Boxen 1964 – Neuer Boxweltmeister im Schwergewicht wurde der US-Amerikaner Cassius Clay (*1942), der sich nach seinem Übertritt zum Islam Muhammad Ali nennt, in Miami Beach (US-Bundesstaat Florida). Sein Gegner und Landsmann, Sonny Liston (*1932), gab in der Pause zur siebenten Runde auf.
25. Februar
Österreich 1964 – Als Folge innerparteilicher Meinungsverschiedenheit gab der österreichische Bundeskanzler Alfons Gorbach (1898-1972) von der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) seinen Rücktritt bekannt. Daraufhin betraute Bundespräsident Adolf Schärf (1890-1965) den Bundesparteiobmann der ÖVP, Josef Klaus (1910-2001) mit der Regierungsneubildung.
25. Februar
Eiskunstlauf/DDR 1964 – Die DDR zog ihre Mannschaft von der Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft in Dortmund zurück. Die Sportler durften nicht unter der Bezeichnung „Deutschland-Ost“ an den Start gehen, sondern sollten unter der Bezeichnung „Deutscher Eisläuferverband“ (DLV) antreten.
26. Februar
BRD/UdSSR 1964 – Der deutsche Bundeskanzler Ludwig Erhard (1897-1977) schickte dem sowjetischen Partei- und Staatschef Nikita S. Chruschtschow (1894-1971) eine Antwort auf dessen Gewaltverzichtsbotschaft vom 2. Januar. Darin wies Erhard darauf hin, dass Friede, Gerechtigkeit und Selbstbestimmungsrecht in aller Welt zu den allgemeinen Grundsätzen deutscher Politik zählen würden.
26. Februar
Theater/New York 1964 – Das umstrittene Schauspiel von Rolf Hochhuth (*1931), „Der Stellvertreter“, wurde im Brooks-Atkinson-Theatre in New York zum ersten Mal in den USA aufgeführt. Seit Anfang Februar waren die Karten für die Aufführung bereits ausverkauft.
26. Februar
Eiskunstlauf 1964 – Die Eiskunstläufer Marika Kilius (*1943) und Hans-Jürgen Bäumler (*1942) gewannen in der Dortmunder Westfalenhalle den Weltmeistertitel.
27. Februar
Finanzwirtschaft 1964 – Auf Weisung des britischen Schatzkanzlers setzte die Bank von England den Diskontsatz von vier auf fünf Prozent herauf. Der Hauptgrund dieser Maßnahme war die Drosselung des Expansionstempos der Wirtschaft.
27. Februar
Elektrotechnik 1964 – Erstmals wurde der bislang größte Elektronenbeschleuniger der Welt, DESY (Deutsches Elektronen-Synchroton), der in Hamburg-Bahrenfeld errichtet worden war, mit Elektronen beschickt.
28. Februar
Wirtschaftsrat 1964 – In der sowjetischen Hauptstadt Moskau ging die 11. Tagung des Exekutivkomitees des „Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe“ (RGW) zu Ende, die am 25. Februar begonnen hatte. Die neun Mitgliedsländer beschlossen eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit.
28. Februar
Fußball 1964 – Die Urteile gegen fünf Vorstandsmitglieder des Gelsenkirchener Fußballvereins FC Schalke 04 ergingen vor der Ersten Großen Strafkammer des Essener Landgerichts. Vier der Angeklagten waren der Hinterziehung von Vergnügungssteuer in einem minder schweren Fall für schuldig befunden worden und zu niedrigen Geldstrafen verurteilt worden.
29. Februar
Atomwaffen 1964 – Der Parteichef Polens, Wladyslaw Gomulka (1905-1982) richtete an zahlreiche Staaten ein Memorandum über das Einfrieren von Kernwaffen im Mitteleuropa. Das Memorandum wurde als „Gomulka-Plan“ bekannt.
29. Februar
Flugzeugunglück Österreich 1964 – Südöstlich der österreichischen Stadt Innsbruck stürzte eine Turbopropmaschine der britischen Luftfahrtgesellschaft „Eagle International Airways“ ab. Dabei kamen 83 Menschen ums Leben.
Februar 1964 Deutschland in den Nachrichten
Olympische Sommerspiele 1964 in Tokio
Wall Street Journal Deutschland
Eine neue Schnellstraße vor dem Hintergrund moderner Gebäude in Tokio im Februar 1964. Die Olympischen Spiele in Tokio in diesem Jahr waren die ersten, die in Asien stattfanden. Für Japan bedeutete die Veranstaltung, dass das Land von der ... >>>  
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