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April 1967 - Hoher Besuch, unwillkommen

Kalender April 1966
 Natürlich wurde der US-Vizepräsident in den europäischen Städten, die er besuchte, mit allen Ehren empfangen. Jedenfalls von den Politikern. Die Bevölkerung sah diesen Besuch kritisch und nahm die Gelegenheit wahr, ihrem Unmut über die US-amerikanische Politik Luft zu machen. Der US-Vize Hubert Humphrey hatte in seiner Rede vor dem West-Berliner Abgeordnetenhaus die US-amerikanischen Garantien für die Stadt erneuert. Derweil hatte die politische Polizei von West-Berlin elf Personen verhaftet. Vorwiegend waren es Mitglieder der „Kommune I“. Sie hatten angeblich einen Anschlag auf den US-Politiker geplant. Als Humphrey zwei Tage später der französischen Hauptstadt einen zweitägigen Besuch abstattete, kam es in Paris zu anti-amerikanischen Demonstrationen. Die nächste Station war Brüssel. Dort wurde das Auto des Politikers mit Steinen, Eiern, Tomaten und kleinen Mehltüten beworfen. Auch im eigenen Land waren die Menschen aktiv. Während der Vize in Europa unterwegs war, demonstrierten in New York unter der Führung des Bürgerrechtlers Martin Luther King 125.000 US-Amerikaner gegen den Vietnamkrieg. Doch ein Bundesdeutscher und zwar der Verwaltungsangestellt Jürgen Hochlehnert aus Edingen bei Heidelberg hatte seit dem Monat April gewiss die beste Meinung vom US-Präsidenten Lyndon B. Johnson. Dieser hatte ihm nämlich telegrafisch eine Prämie von 6.000 DM zukommen lassen, weil Hochlehnert als Steuerfachmann der US-Armee in Frankfurt am Main in den letzten Jahren umgerechnet 1,7 Millionen DM einsparen half.
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Wichtige Ereignisse im April 1967

1. April
BRD 1967 – Nach 36 Jahren hatte der Zentralbankrat der Deutschen Bundesbank die Zinsverordnung freigegeben. Die Maßnahme bedeutete das Ende der staatlichen Zinsreglementierung und die völlige Freigabe der Einlagezinsen und der Kreditkosten.
1. April
Großbritannien/Musik 1967 – Die Band „The Beatles“ hatten eine neue Langspielplatte, „Sergeant Pepper's Lonely Hearts Club Band“, auf den Markt gebracht. In einer Reihe von Titeln hatte die Popgruppe die Beschäftigung mit fernöstlicher Musik und Meditation zur Geltung gebracht.
2. April
International 1967 – In New York hatten die Vereinten Nationen (UN) einen Bericht über die Umwandlung von Meerwasser in Trinkwasser veröffentlicht. Diese Umwandlung gewann vor allem in Entwicklungsländern und in Israel immer mehr an Bedeutung. Mit dieser Methode waren bereits nahezu 45 Millionen Liter Trinkwasser pro Tag gewonnen worden.
2. April
BRD/China 1967 – Aus Peking hatten Mitglieder, Freunde und Sympathisierende der in Mannheim (Baden-Württemberg) beheimateten „Gesellschaft der Freunde der Volksrepublik China“ die Mitteilung erhalten, dass das „Rote Büchlein der chinesischen Rote Garde – Die Worte des Vorsitzenden Mao Zedongs“, nun auch deutschsprachig zu erhalten war.

3. April
West-Berlin 1967 – In West-Berlin hatten sich SPD und FDP zu einem Koalitionssenat unter Bürgermeister Heinrich Albertz zusammengeschlossen.
3. April
BRD 1967 – In Hannover (Niedersachsen) fand der XVIII. Bundesparteitag der FDP statt, der bis zum 5. April dauerte. Er beschäftigte sich vor allem mit Fragen der Deutschlandpolitik.
3. April
USA 1967 – Die US-Regierung hatte auf den seit 1950 bestehenden Registrierzwang verzichtet, zu dem Funktionäre und Mitglieder der Kommunistischen Partei verpflichtet worden waren.
3. April
International 1967 – Um in Friedensverhandlungen mit Nordvietnam einzutreten, hatte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Sithu U Thant, die USA zur einseitigen Einstellung der Kriegshandlungen aufgefordert.
3. April
Schweiz 1967 – Zum ersten Mal war eine Frau zur Strafrichterin im Schweizer Kanton Basel-Stadt gewählt worden. Wahrscheinlich verdankte sie ihre überwältigende Mehrheit den erstmals stimmberechtigten Frauen.
4. April
BRD 1967 – In einem Schreiben an Außenminister Willy Brandt hatte der Apostolische Nuntius Corrado Bafile seine Sorge über die Regelung der Schulfrage in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erklärt. Diese Regelung würde das Reichskonkordat von 1933 verletzen.
4. April
Niederlande 1967 – Dem Katholiken Piet de Jong war nach einer fast siebenwöchigen Regierungskrise im Land die Neubildung eines Kabinetts gelungen.
4. April
BRD 1967 – Zum ersten Mal war unter erheblichen Sicherheitsvorkehrungen in der BRD Atommüll eingelagert worden. Im früheren Salzbergwerk Asse bei Wolfenbüttel (Niedersachsen) waren 80 Spezialfässer von 100 l bis 200 l Inhalt aus dem Kernforschungszentrum Karlsruhe (Baden-Württemberg) in 750 m Tiefe gelagert worden.
4. April
BRD 1967 – In der Bundesrepublik waren, einer polizeilichen Kriminalstatistik zufolge, im Vorjahr 1.917.445 Verbrechen und Vergehen gegen die Strafgesetze begangen worden. Davon konnten 53 Prozent aufgeklärt werden.
5. April
USA 1967 – Die US-Regierung hatte den Kongress in Washington um Bewilligung von 20 Millionen US-Dollar (rund 80 Millionen DM) für die Produktion von Antikonzeptionsmitteln zur Unterstützung von Programmen der Geburtenregelung in Entwicklungsländern ersucht.
5. April
NATO 1967 – Anstelle des US-amerikanischen Generals Lyman L. Lemnitzer hatte sein Landsmann, General Earl G. Wheeler, den Oberbefehl über alle Streitkräfte des Nordatlantikpakts übernommen.
5. April
BRD 1967 – Das neue Fernsehspiel „Das Arrangement“ von Dieter Meichsner hatte den Anfang einer Reihe gemacht, die das Zweite Deutsche Fernsehen als „Fernsehspiel der Gegenwart“ sendete. Bestehen sollte die neue Serie aus Stücken mit aktueller Problematik.
6. April
USA/West-Berlin 1967 – US-Vizepräsident Hubert Humphrey hatte West-Berlin besucht und dabei vor dem Abgeordnetenhaus die US-amerikanischen Garantien für die Stadt erneuert.
6. April
West-Berlin 1967 – Die politische Polizei von West-Berlin hatte elf Personen verhaftet. Es waren vorwiegend Mitglieder der „Kommune I“. Angeblich hatten sie einen Anschlag auf den US-amerikanischen Politiker Hubert Humphrey geplant.
6. April
NATO/EURATOM 1967 – Die Nukleare Planungsgruppe (EURATOM), die auf der Ministerratstagung der NATO vom Dezember 1966 geschaffen worden war, war in Brüssel (Belgien) zu ihrer ersten Sitzung zusammengetreten.
6. April
Polen/Bulgarien 1967 – In der bulgarischen Hauptstadt Sofia hatten Polen und Bulgarien einen Freundschafts- und Beistandspakt unterzeichnet.
6. April
BRD 1967 – Mit 129 von 140 Stimmen war der Münchner Landesbischof Hermann Dietzfelbinger von der Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) zum neuen Ratsvorsitzenden der EKD gewählt worden.
7. April
Frankreich 1967 – Der französische Ministerpräsident Georges Pompidou hatte sein neues Kabinett vorgestellt.
7. April
BRD 1967 – Mit Zustimmung des Bundesrates hatte der Deutsche Bundestag die sehr umstrittene Notstandsverfassung beschlossen.
7. April
BRD/DDR 1967 – Die Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), die seit dem 1. April getrennt tagte – in Spandau/West-Berlin und in Fürstenwalde (DDR) – hatte eine gemeinsame Schlusserklärung verabschiedet. Darin hatte sie sich zur Einheit bekannt.
7. April
BRD 1967 – Obwohl man zwischen 2.800 DM und 10.000 DM ausgeben musste, um sich eine eigene Sauna im Keller oder Garten aufzustellen, war die finnische Sauna unter den Bürgern des Landes immer beliebter geworden. Nach Schätzungen gab es etwa 2,5 Millionen gesundheitsbewusste Saunagänger.
8. April
Frankreich/USA 1967 – In der französischen Hauptstadt war es anlässlich des zweitägigen Besuchs von US-Vizepräsident Hubert Humphrey zu anti-amerikanischen Demonstrationen gekommen.
8. April
Österreich 1967 – Mit einer Gesamtlänge von 6.200 m war die längste Seilbahn Österreichs eröffnet worden. Sie beginnt bei Kaprun und führt auf das Kitzsteinhorn, wobei sie einen Höhenunterschied von 2101 m überwindet.
8. April
Fußball 1967 – In Dortmund (Nordrhein-Westfalen) hatte die Nationalelf der BRD ein Fußball-Länderspiel 6:0 gegen Albanien gewonnen.
9. April
USA/Belgien 1967 – In der belgischen Hauptstadt Brüssel hatten Demonstranten beim Besuch des US-Vizepräsidenten Hubert Humphrey das Auto des Politikers mit Steinen, Eiern, Tomaten und kleinen Mehltüten beworfen.
9. April
BRD/USA 1967 – Weil er als Steuerfachmann der US-Armee in Frankfurt am Main (Hessen) in den letzten Jahren 430.000 US-Dollar (1,7 Millionen DM) einsparen half, hatte der Verwaltungsangestellte Jürgen Hochlehnert aus Edingen bei Heidelberg (Baden-Württemberg) von US-Präsident Lyndon B. Johnson telegrafisch eine Prämie von 6.000 DM erhalten.
9. April
Musik/International 1967 – Mit dem Lied „Puppet on a String“ (Puppe am Faden) hatte die britische Beat-Sängerin Sandie Shaw in der Wiener Hofburg den „Grand Prix de la Chanson“ (Eurovision Song Contest) gewonnen.


10. April
BRD 1967 – Unter Vorsitz von Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger war der Kabinettsausschuss für mittelfristige Finanzplanung zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengetreten. Aufgabe des Ausschusses war es, Vorschläge zur Beseitigung von Fehlbeträgen der Bundeshaushalte zu unterbreiten.
10. April
Großbritannien 1967 – Bei den Grafschaftswahlen hatte die Labour Party erstmal seit 33 Jahren die Mehrheit in Großlondon verloren.
10. April
USA 1967 – In Louisville (US-Bundesstaat Kentucky) hatten 150 schwarze und weiße Bürgerrechtler schwere Verletzungen erlitten. Sie hatten in einem vorwiegend von Weißen bewohnten Stadtteil für das Recht auf freie Wohnungswahl für Farbige demonstriert. Sie waren von Einwohnern mit Steinen, Tomaten und Feuerwerkskörpern beworfen worden.
10. April
Film/International 1967 – In Hollywood waren die Oscars, die Auszeichnungen für filmische Leistungen, vergeben worden.
11. April
BRD/Belgien 1967 – Zwischen der Bundesrepublik und Belgien war ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen worden.
11. April
Jamaika 1967 – Der bisherige Außenminister Hugh Shearer war als neuer Ministerpräsident von Jamaika vereidigt worden. Der 44-Jährige trat die Nachfolge des am 10. April verstorbenen Ministerpräsidenten Sir Donald B. Sangster an.
11. April
Rumänien 1967 – Anlässlich des „Welttouristenjahres 1967“ hatte Rumänien die Aufhebung des Visumzwangs beschlossen. Wenn der Tourist nachweisen konnte, wo er seinen Ferienaufenthalt gebucht hatte, genügten für die Ein- und Ausreise künftig der Reisepass oder der Personalausweis.
12. April
BRD 1967 – Bundespräsident Heinrich Lübke hatte offiziell die ersten Parlamentarischen Staatssekretäre der Bundesrepublik ernannt.
12. April
BRD/DDR 1967 – Anlässlich des bevorstehenden Parteitags der SED in der DDR am 17. April hatte Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger eine Erklärung zur Deutschlandpolitik der Bundesregierung abgegeben.
12. April
Spanien 1967 – Die spanische Regierung hatte ein Flugverbot für britische Militär- und Zivilflugzeuge über den 40 Meilen (61 km) langen Küstenstreifen von Tarifa bis nordöstlich von Gibraltar verhängt.
12. April
BRD 1967 – Als erstes Großkernkraftwerk war das Kernkraftwerk Gundremmingen (Bayern) in kommerziellen Betrieb gegangen.
13. April
Europa 1967 – Die zweitägige Gedenktagung der Wirtschaftskommission für Europa (ECE) anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens war in Genf (Schweiz) zu Ende gegangen.
13. April
BRD 1967 – Zum dritten Mal im Jahr 1967 hatte die Deutsche Bundesbank zur Konjunkturbelebung den Diskontsatz um 0,5 Prozent gesenkt. Jetzt betrug er 3,5 Prozent.
13. April
UNO/Österreich 1967 – Österreich und die Vereinten Nationen hatten ein Abkommen unterzeichnet, wonach der Sitz der Industriellen Entwicklungsorganisation der UN (UNIDO) Wien werden sollte.
13. April
BRD 1967 – In der bayerischen Landeshauptstadt München war Europas modernste Verkehrsleit- und -kontrollzentrale in Betrieb genommen worden, mit mit einem elektronischen Rechenzentrum kombiniert war.
14. April
BRD/Großbritannien 1967 – Bundesaußenminister Willy Brandt beendete in London mit einer Audienz bei der britischen Königin, Elisabeth II. seinen dreitägigen Staatsbesuch in Großbritannien.
14. April
Amerika 1967 – In Punta del Este (Uruguay) hatten die Präsidenten von 17 amerikanischen Staaten nach zweitägigen Verhandlungen die Schaffung eines gemeinsamen Marktes ab 1970 innerhalb von 15 Jahren. US-Präsident Lyndon B. Johnson hatte die Unterstützung der Vereinigten Staaten zugesagt.
14. April
Rumänien/Israel 1967 – Als erster sozialistischer Staat hatte Rumänien in der Hauptstadt Bukarest einen Vertrag mit Israel über die Ausweitung des gegenseitigen Handels sowie über die Verstärkung der technischen und wissenschaftlichen Zusammenarbeit beider Staaten unterzeichnet.
14. April
Togo 1967 – Der togolesische Generalstabschef Oberst Etienne Eyadema, der am 13. Januar in einem unblutigen Staatsstreich die Macht in dem westafrikanischen Land übernommen hatte, gab die Zusammensetzung der neuen Regierung bekannt.
15. April
USA 1967 – Unter Führung des Bürgerrechtlers Martin Luther King hatten in New York 125.000 US-Amerikaner gegen den Vietnamkrieg demonstriert.
15. April
USA 1967 – Zur Förderung des Fremdenverkehrs hatten die USA den Bürgern von 24 Ländern, darunter auch der Bundesrepublik, Einreisevisa auf Lebenszeit erteilt.
16. April
Iran/Sowjetunion 1967 – In der sowjetischen Hauptstadt Moskau hatten der Iran und die UdSSR ein langfristiges Öl-Lieferungsabkommen unterzeichnet.
16. April
BRD 1967 – Die Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, die körperlich und geistig Behinderte betreuen, hatten unter Anteilnahme der Öffentlichkeit ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert.
16. April
Schweiz/Musik 1967 – Bei einem Konzert der Rockgruppe „The Rolling Stones“ in Zürich war es zu Saalschlachten zwischen Fans und der Polizei gekommen.
17. April
DDR 1967 – In der DDR-Hauptstadt Ost-Berlin hatte der VII. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) in Anwesenheit des sowjetischen Parteichefs Leonid Breschnew begonnen, der bis zum 22. April dauerte.
17. April
Großbritannien 1967 – Die britische Regierung hatte den Kauf von fünf Inseln im Indischen Ozean für 1.013.200 Pfund Sterling (rund 10,5 Millionen DM) bekanntgegeben. Auf diesen Inseln waren die Einrichtung von anglo-amerikanischen Satelliten-Beobachtungsstationen sowie Militärflugplätze geplant.
17. April
USA/Weltall 1967 – Um das Meer der Stürme auf dem Mond erforschen zu können, war auf Kap Kennedy der Mondsatellit „Surveyor 3“ gestartet worden, der mit einer Schaufel und Fernsehkamera ausgerüstet war.
18. April
BRD/Südvietnam 1967 – In Saigon war eine Spende der Bundesrepublik von 219 Tonnen Reis und 5.000 Kisten Trockenfisch für Südvietnam übergeben worden.
18. April
BRD/DDR 1967 – Die Zahl der politischen Häftlinge in der DDR war von der bundesdeutschen Sektion der Gefangenen-Hilfsorganisation Amnesty International auf 6.000 bis 8.000 geschätzt worden.
19. April
Jugoslawien 1967 – Der 32-jährige oppositionelle Universitätsdozent und Schriftsteller Mihailo Mihailov war nach einem zweitägigen Prozess vom Belgrader Stadtgericht zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ihm war weiter auferlegt worden, sich nach Strafverbüßung jeder publizistischen Tätigkeit zu enthalten. Mihailov war der feindseligen Propaganda gegen Jugoslawien angeklagt worden.
19. April
BRD/Film 1967 – In den bundesdeutschen Kinos war der deutsche Spielfilm „Mord und Totschlag“ von Volker Schlöndorff mit Anita Pallenberg in der Hauptrolle angelaufen. Bei den Filmfestspielen in West-Berlin war der Film mit dem Filmband in Silber ausgezeichnet worden.
19. April
USA/Weltall 1967 – Die US-amerikanische Sonde „Surveyor 3“ war weich auf dem Mond gelandet und hatte durch Schürfversuche die Dichte des Mondbodens festgestellt. Die Sonde hatte außerdem 6.315 Bilder zur Erde übermittelt.
20. April
Zypern 1967 – Bei einem Flugzeugabsturz nahe Nikosia waren 124 Insassen ums Leben gekommen. Unter den Opfern hatten sich auch 71 bundesdeutsche Touristen befunden. Das Flugzeug vom Typ Bristol Briannia der Schweizer Globe Air war gegen einen Berg geprallt. Es hatte vier Überlebende gegeben.
20. April
Frankreich 1967 – Vor der Ile de Levante im Mittelmeer vor der französischen Küste bei Toulon war der Prototyp der französischen Atomrakete M-112, die von einem U-Boot aus abgefeuert werden konnte, erfolgreich erprobt worden.
21. April
Griechenland 1967 – Bei einem rechtsgerichteten Militärputsch hatte die Armee die Macht im Land übernommen.
21. April
Indien 1967 – Die Regierung der Provinz Bihar hatte weite Teile des Landes zu Hungersnotstandsgebieten erklärt. In den betreffenden Landesteilen lebten 12,7 Millionen Menschen.
22. April
DDR 1967 – Der in Ost-Berlin zu Ende gehende VII. Parteitag der SED hatte die Einführung der Fünf-Tage-Woche im Land beschlossen. Andererseits waren fünf Feiertage gestrichen worden.
22. April
BRD 1967 – Aufgrund wachsender finanzieller Schwierigkeiten hatte die „Südwestdeutsche Allgemeine Zeitung“ in Saarbrücken mit einer täglichen Auflage von 15.000 Exemplaren ihr Erscheinen eingestellt.
22. April
Leichtathletik 1967 – In College Station (US-Bundesstaat Texas) hatte die US-Amerikanerin Randy Matson einen neuen Weltrekord im Kugelstoßen mit 21,87 m aufgestellt.
23. April
Griechenland 1967 – Mit der Vereidigung von zwölf Ministern und Staatssekretären war die neue griechische Militärregierung vervollständigt worden.
23. April
USA 1967 – Im mittleren Westen der Vereinigten Staaten waren bei schweren Wirbelstürmen 60 Menschen ums Leben gekommen. Weitere rund 1.500 Menschen waren verletzt worden.
24. April
CSSR/Europa 1967 – Im tschechischen Karlsbad (Karlovy Vary) waren Delegationen von 24 europäischen kommunistischen Parteien zu einer dreitägigen Konferenz zusammengetreten. Die Sicherheit in Europa in Verbindung mit der völkerrechtlichen Anerkennung der DDR war das Hauptthema der Konferenz.
24. April
Togo 1967 – Auf den Staatspräsidenten der westafrikanischen Republik, Etienne Eyadema, war ein Attentat versucht worden, das misslang.
24. April
Sowjetunion/Raumfahrt 1967 – Der sowjetische Kosmonaut Wladimir M. Komarow war nach der Rückkehr aus dem Weltall mit seinem Raumschiff „Sojus 1“ auf der Erde zerschellt und kam ums Leben.
25. April
BRD 1967 – Zwischen US-Präsident Lyndon B. Johnson, dem britischen Premierminister Harold Wilson und dem französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle war es am Rande der Begräbnisfeierlichkeiten für den am 19. April verstorbenen Ex-Bundeskanzler Konrad Adenauer zu einem Gipfelgespräch gekommen.
26. April
BRD 1967 – Die heftig umstrittene Umsatzsteuerreform (das sogenannte Mehrwertsteuergesetz) war vom Deutschen Bundestag verabschiedet worden, das am 1. Januar 1968 in Kraft trat.
26. April
BRD 1967 – Eine Repräsentativbefragung des Frankfurter Markt-Daten-Instituts hatte ergeben, dass Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in der BRD jährlich 312 Millionen DM ausgaben. Jedes Kind erhielt durchschnittlich 6,40 DM Taschengeld pro Monat. Nur 2 Prozent der Eltern hatten ihren Kindern 30 DM pro Monat zur Verfügung gestellt.
26. April
International 1967 – Vor der Küste Kenias war der italienische Satellit „San Marco 2“ mit einer US-amerikanischen Rakete erstmalig von einer schwimmenden Plattform gestartet worden.
27. April
Griechenland 1967 – Die griechische Militärregierung hatte die Verhaftung von 25 Oppositionellen und 5.000 „gefährlichen Kommunisten“ bekanntgegeben.
27. April
Großbritannien/Malaysia/Singapur 1967 – Die britische Regierung hatte den Abzug von rund 20.000 Personen militärischen und zivilen Status aus Malaysia und Singapur bis Ende April 1968 verkündet.
27. April
Niederlande 1967 – Die niederländische Kronprinzessin Beatrix bekam in Utrecht ihr erstes Kind. Es war der erste männliche Thronerbe in den Niederlanden seit 100 Jahren.
27. April
Vatikan/Niederlande 1967 – Es wurde Papst Paul VI. ein Dokument von 1722 katholischen Priestern der Niederlande zugeleitet. Darin war die Aufhebung der Bestimmungen des Zölibats gefordert worden.
28. April
International 1967 – In London hatten sich die USA, Großbritannien und die Bundesrepublik über Truppenstationierung und Devisenausgleich geeinigt. Danach wurden von Großbritannien und den USA 35.000 Soldaten aus dem Bundesgebiet abgezogen.
28. April
Boxen 1967 – Als der Schwergewichts-Weltmeister Cassius Clay alias Muhammad Ali zum Wehrdienst eingezogen wurde, hatte er den Eid auf die US-amerikanische Fahne verweigert.
28. April
Kanada/International 1967 – In der kanadischen Stadt Montreal war die Weltausstellung „Expo 67“ eröffnet worden, die bis zum 27. Oktober dauerte.
29. April
BRD 1967 – Die größte Industrieschau Europas, die Hannover-Messe, die bis zum 7. Mai dauerte, war von Bundeswirtschaftsminister Karl F. Schiller eröffnet worden.
29. April
BRD 1967 – In einer großen Werbeaktion „Ex und Hopp“ propagieren 50 bundesdeutsche Brauereien, die das Bierflaschenpfand abschaffen wollten, eine Flasche aus dünnerem Glas, dass nach Entleerung sofort im Müll entsorgt werden sollte.
29. April
Musik 1967 – In New York war das Pop- und Rockmusical „Hair“ von Galt McDemont zur Uraufführung gelangt.
30. April
BRD 1967 – In Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) war die neue Kunsthalle feierlich eingeweiht worden.
30. April
Sowjetunion 1967 – In der sowjetischen Hauptstadt Moskau war der 537 Meter hohe Fernsehturm vollendet worden. Er war damit das weltweit höchste Gebäude.
30. April
West-Berlin/Literatur 1967 – Im Wagenbach-Verlag in West-Berlin war der Gedichtband „und Vietnam und“ von Erich Fried erschienen.

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