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März 1967 - Grenze garantiert und Telefonieren auf Probe

Kalender März 1967
Wenn das keine Schlagzeile war: In einem Aktionsprogramm hatten prominente FDP-Politiker die Anerkennung der DDR und den Verzicht auf die Gebiete jenseits der Oder und Neiße vorgeschlagen. Was die Oder-Neiße-Linie betraf, da hatten Polen und die DDR im selben Monat in der polnischen Hauptstadt Warschau einen Freundschafts- und Beistandspakt auf 20 Jahre unterzeichnet, der eben diese Linie als Staatsgrenze garantierte. Polen musste nicht mehr warten, was aus dem Vorschlag der FDP-Politiker in der Bundesrepublik wurde. Das Land hatte seine Garantie ja bereits. Ganz andere Errungenschaften waren aus den Vereinigten Staaten in die Medien geraten. Die USA hatten seit dem 19. Januar auf ihrem Versuchsgelände in der Wüste Nevada sechs unterirdische Kerntests mit einer Sprengwirkung von jeweils unter 20.000 t Tronitrotoluol (TNT) zu Zwecken der Kernwaffenentwicklung durchgeführt. Ob die USA mit Europa darüber reden wollte? Jedenfalls war es 80 New Yorker Firmen für zunächst vier Monate im Telefon-Selbstwählverkehr möglich, mit London und Paris zu telefonieren. Ein Drei-Minuten-Gespräch über den Atlantik kostete sechs US-Dollar (24 DM). Für wichtige Dinge gab es aber auch noch die Medien, aus denen man weltweit erfuhr, dass Stalins einzige Tochter in die Vereinigten Staaten eingereist war, um dort zu bleiben.
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Wichtige Ereignisse im März 1967

1. März
BRD/Indien 1967 – Die Bundesrepublik hatte Indien in Neu-Delhi vertraglich 240 Millionen DM Entwicklungshilfe zugesichert.
1. März
Polen/CSSR 1967 – In der polnischen Hauptstadt Warschau hatten Polen und die CSSR einen neuen Vertrag über Freundschaft, Zusammenarbeit und gegenseitigen Beistand unterzeichnet.
1. März
Syrien/Irak 1967 – Der syrische „Erdölkrieg“ gegen die Iraq Petrol Company (IPC), die einem Konsortium der Erdölgesellschaften Royal Dutch Shell, British Petroleum, ESSO und Mobil Oil angehörte, war mit einem Vertrag, der die Gebührenerhöhung für den Pipeline-Transport von IPC-Öl über syrisches Gebiet festgelegt hatte, zu Ende gegangen.
1. März
Uruguay 1967 – Als Nachfolger von Alberto Héber Usher war der neue Staatspräsident Oscar Gestido in sein Amt eingeführt worden.
1. März
BRD 1967 – Die Erhöhung der Tabaksteuer für Zigaretten, Zigarren, Stumpen und Zigarillos war in Kraft getreten. Statt bisher zehn Pfennige kostete ein Zigarillo in der BRD nun elf Pfennige. Zigaretten kosteten statt achtdreiviertel Pfennige nun im Durchschnitt zehn Pfennige.
1. März
Großbritannien 1967 – Unter den 3.500 männlichen Mitgliedern der Londoner Börse hatte eine Abstimmung entschieden, dass das Geldinstitut einer jahrhundertealten Tradition gemäß auch weiterhin nur für Männer zugänglich war.
2. März
Sowjetunion/Äthiopien 1967 – Der Kaiser von Äthiopien, Haile Selassie I., hatte seinen fünftägigen Staatsbesuch in der Sowjetunion beendet. Die traditionelle Freundschaft beider Länder war in einem gemeinsamen Kommuniqué bekräftigt worden.
2. März
BRD 1967 – In Bonn war die erste Phase der konzertierten Aktion von Vertretern der Unternehmerverbände, der Gewerkschaften und des Bundeswirtschaftsministeriums mit einem von allen Parteien gebilligten Kommuniqué beendet worden.
2. März
USA 1967 – Die Vereinigten Staaten hatten seit dem 19. Januar auf ihrem Versuchsgelände in der Wüste Nevada sechs unterirdische Kerntests mit einer Sprengwirkung von jeweils unter 20.000 t Tronitrotoluol (TNT) zu Zwecken der Kernwaffenentwicklung durchgeführt.
2. März
Eiskunstlauf 1967 – In der österreichischen Hauptstadt Wien war das britische Paar Diane Towler/Bernhard Ford Weltmeister im Eistanzen geworden.
2. März
BRD/Film 1967 – In den bundesdeutschen Kinos war der deutsche Film „Kopfstand, Madame“ von Christian Rischert mit Miriam Spoerri, Herbert Fleischmann und Heinz Bennet angelaufen.
3. März
BRD 1967 – In einem Aktionsprogramm hatten prominente FDP-Politiker die Anerkennung der DDR und den Verzicht auf die Gebiete jenseits der Oder und Neiße vorgeschlagen.
3. März
Venezuela 1967 – Die Regierung des Landes hatte den Belagerungszustand aufgehoben. Er war am 13. Dezember 1966 wegen Übergriffen von kommunistischen Terroristen und Guerillas verhängt worden.
3. März
Brasilien 1967 – In Brasilien war der ehemalige SS-Hauptsturmbannführer Franz-Paul Stangl, der als Kommandant der Konzentrationslager Sobibor und Treblinka für den Tod von mindestens 700.000 Menschen verantwortlich war, verhaftet worden.
3. März
Eiskunstlaufen 1967 – Bei den Weltmeisterschaften im Eiskunstlaufen der Paare in Wien (Österreich) hatten Ludmilla Belousowa/Oleg Protopopow (Sowjetunion) den Titel gewonnen. Titelträger der Herren war der Österreicher Emmerich Danzer geworden. Bei den Damen war die US-Amerikanerin Peggy Fleming Eiskunstlauf-Weltmeisterin geworden.
4. März
China 1967 – Das kommunistische chinesische Zentralkomitee hatte in der Hauptstadt Peking alle Chinesen auf Wandzeitungen zur unverzüglichen Rückkehr an ihren Arbeitsplatz aufgefordert.
4. März
Vietnam 1967 – Mehrere hundert Mitglieder einer südvietnamesischen Jugendbewegung hatten in Saigon gegen die Haltung des französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle zum Vietnamkrieg demonstriert.
5. März
Sowjetunion/Nordkorea 1967 – In Moskau hatten die Sowjetunion und Nordkorea ein Verteidigungsabkommen abgeschlossen.
5. März
Frankreich 1967 – In Frankreich hatte der erste Wahlgang zur französischen Nationalversammlung stattgefunden.
5. März
BRD 1967 – Mehr als 600 Studenten und spanische Arbeiter hatten mit Plakaten für „Freiheit für die Opfer Francos“ in der Innenstadt von Frankfurt am Main demonstriert.
5. März
USA 1967 – Für zunächst vier Monate konnten 80 New Yorker Firmen im Telefon-Selbstwählverkehr mit London und Paris telefonieren. Knapp sechs US-Dollar (24 DM) kostete ein Drei-Minuten-Gespräch über den Atlantik.
6. März
Italien 1967 – Um zu dem von der italienischen Regierung den Südtirolern angebotenen Ausgleich Stellung zu nehmen, war in Bozen der Landesausschuss der Südtiroler Volkspartei (SVP) zusammengetreten.
6. März
DDR 1967 – Mit mehr als 10.000 Ausstellern aus 70 Ländern war die Leipziger Frühjahrsmesse eröffnet worden.
6. März
BRD 1967 – Göttinger Professoren hatten als Beitrag zur Behebung der Finanznot der niedersächsischen Landesuniversität Göttingen in den vergangenen Monaten Spenden von 25.000 DM geleistet.
6. März
Sowjetunion 1967 – Um Sibirien mit dem Uralgebiet sowie den mittleren und westlichen Gebieten des europäischen Teils der UdSSR zu verbinden, war mit dem Bau einer 5.000 km langen Erdgasleitung begonnen worden. Die Leitung soll jährlich 130 Milliarden m³ Gas befördern. Die Bauzeitung wurde auf fünf Jahre veranschlagt.
6. März
USA/Sowjetunion 1967 – Die einzige Tochter des früheren sowjetischen Staats- und Parteichefs Josef Stalin, Swetlana Allilujewa, war in die USA eingereist, um sich dort niederzulassen.
7. März
BRD 1967 – In Dortmund (Nordrhein-Westfalen) hatten 30.000 Landwirte gegen die Bonner Wirtschafts- und EG-Agrarpolitik demonstriert.
7. März
BRD 1967 – Alfried Krupp von Bohlen und Halbach hatte von der Bundesregierung eine Bürgschaft in Höhe von 300 Millionen DM erhalten. Dafür hatte er die Auflage, seine Firma in eine Kapitalgesellschaft umzuwandeln.
8. März
Sowjetunion 1967 – Angaben des statistischen Amtes in Moskau hatte sich die Zahl der jährlichen Geburten in der Sowjetunion in den letzten fünf Jahren um eine Million verringert. Die Zahl der Geburten hatte 1961 noch 5,3 Millionen betragen. Im Jahr 1966 waren nur noch 4,3 Millionen Kinder geboren worden.
8. März
BRD 1967 – Im Schlosshotel „Kronberg“ im Taunus hatte ein Großbrand Sachwerte in Höhe von mehreren Millionen DM vernichtet. Menschen waren nicht zu Schaden gekommen.
9. März
BRD 1967 – In Bonn hatte sich der von Bundesinnenminister Paul Lücke berufene wissenschaftliche Beirat für Wahlrechtsfragen konstituiert. Der Beirat hatte die Aufgabe zu prüfen, ob eine Wahlrechtsreform in Bundesrepublik möglich wäre, die zu einem mehrheitsbildenden Wahlrecht führen sollte.
9. März
International 1967 – Die Kohlenförderung der Länder der Montanunion (Frankreich, Italien, Niederlande, Belgien und die BRD) hatte stetig abgenommen. Es waren 1964 nur noch insgesamt 234,5 Millionen t Kohle gefördert worden, 1965 noch 223,9 Millionen t, 1966 nur 209,0 Millionen t.
10. März
BRD 1967 – Das Bundeskabinett hatte den Entwurf einer Notstandsverfassung für die BRD beschlossen.
10. März
BRD 1967 – Der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundesfraktion, Alex Möller, war vom SPD-Vorstand in das zehnköpfige Parteipräsidium gewählt worden. Möller trat die Nachfolge des am 22. Februar verstorbenen Fritz Erler an.
11. März
Indonesien 1967 – Der indonesische Volkskongress hatte den amtierenden Präsidenten Kenuso Suharto bestätigt. Jedoch war dem bisherigen Staatsoberhaupt Achmed Sukarno der Präsidententitel nicht ausdrücklich aberkannt worden, da dieser in der Bevölkerung sehr beliebt war.
11. März
BRD 1967 – In Regensburg (Bayern) war Pockenalarm ausgelöst worden, nachdem bei einer 58-jährigen Frau ein Fall von Pocken des Typs Mariola Major diagnostiziert worden war. Wahrscheinlich hatte sich die Frau bei einer Indien-Reise infiziert.
12. März
West-Berlin 1967 – In West-Berlin hatten Wahlen zum Abgeordnetenhaus stattgefunden.
12. März
Frankreich 1967 – In Frankreich hatte der zweite Wahlgang nach dem 5. März in die Nationalversammlung stattgefunden. Verbunden waren die Wahlen mit starken Verlusten für die Gaullisten unter Georges Pompidou, dem amtierenden Ministerpräsidenten.
13. März
Indien 1967 – Die Politikerin Indira Gandhi war als Premierministerin des Landes mit dem neuen Kabinett vereidigt worden.
13. März
Kongo 1967 – Der ehemalige kongolesische Ministerpräsident Moise Tschombé war wegen Hochverrats von einem Militärgericht in Kinshasa in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden.
13. März
Italien 1967 – Der weltberühmte italienische Fallschirmspringer Giorgio Rinaldi war in Turin unter dem Verdacht der Spionage festgenommen worden. Er nannte der Polizei 300 Spione in Italien und anderen Ländern, mit denen er zusammengearbeitet hatte.
13. März
BRD 1967 – Die Aachener Staatsanwaltschaft hatte nach vierjähriger Ermittlungsarbeit Anklage gegen die Firma Chemie-Grünenthal erhoben. Diese stellte das Schlafmittel Contergan her, das zu schweren Missbildungen bei Neugeborenen geführt hatte, nachdem Mütter während der Schwangerschaft dieses Medikament eingenommen hatten.
13. März
Sowjetunion 1967 – Das sowjetische Regierungsblatt „Iswestija“ hatte sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Im Laufe eines halben Jahrhunderts war die Auflage dieser Zeitung von 35.000 auf 8,7 Millionen Exemplare täglich angestiegen. Damit war die „Iswestija“ weltweit das am weitesten verbreiteteste Blatt.
14. März
BRD 1967 – Mit 121 gegen 22 Stimmen war Helmut Schmidt zum neuen Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion gewählt worden.
14. März
BRD 1967 – Nach vielen Schwierigkeiten hatte der Landtag von Rheinland-Pfalz den zustande gekommenen Kompromiss über die Neuordnung des Volksschulwesens angenommen.
15. März
BRD 1967 – Bundesernährungsminister Hermann Höcherl hatte vor dem Deutschen Bundestag den „Grünen Plan“ der Bundesregierung zur Förderung der Landwirtschaft erörtert.
15. März
Polen/DDR 1967 – In der polnischen Hauptstadt Warschau hatten Polen und die DDR einen Freundschafts- und Beistandspakt auf 20 Jahre unterzeichnet. Dieser garantierte die Oder-Neiße-Linie als Staatsgrenze.
15. März
International 1967 – Nach seiner Verlegung aus Fontainebleau bei Paris nach Brunsum (Niederlande) hatte das Hauptquartier der alliierten Streitkräfte Europa-Mitte (AFCENT) offiziell seine Tätigkeit aufgenommen.
15. März
USA/BRD 1967 – In Stuttgart-Vaihingen war das neue Hauptquartier des Oberkommandos der US-amerikanischen Streitkräfte in Europa (Eucom) bezogen worden.
15. März
Brasilien 1967 – Marschall Arturo da Costa e Silva hatte die Präsidentschaft Brasiliens übernommen. Damit hatte er Humberto de Alencar Castelo Branco in diesem Amt abgelöst.
15. März
Frankreich 1967 – In Paris war das Schauspiel „Der Architekt und der Kaiser von Assyrien“ des spanischen Dramatikers Fernando Arrabal zur Uraufführung gelangt.
16. März
Griechenland 1967 – Am 100. Verhandlungstag im Hochverratsprozess gegen die linksgerichtete griechische Offiziersverschwörung „Aspida“ hatte das ständige Athener Militärgericht 15 der Angeklagten zu Freiheitsstrafen verurteilt. Weitere 13 waren freigesprochen worden.
16. März
Libanon 1967 – Bei Zusammenstößen zwischen Oberschülern und Polizisten in drei Städten des Landes war ein Schüler getötet worden. Mehrere Schüler waren verletzt worden. Die Schüler hatten gegen die Erhöhung der Gebühren für die Aufnahmeprüfung an den Universitäten demonstriert.
16. März
USA/Sowjetunion 1967 – Mit 66 gegen 28 Stimmen hatte der US-Senat die am 1. Juni 1964 unterzeichnete Konsularkonvention mit der Sowjetunion gebilligt. Dies war ein weiterer Schritt zur Wiederaufnahme der Konsularbeziehungen zwischen beiden Staaten. Die Konsularbeziehungen waren 1948 im Zusammenhang mit der Berlin-Blockade unterbrochen worden.
16. März
Schweiz 1967 – Im Zürcher Schauspielhaus war das Schauspiel „Die Wiedertäufer“ von Friedrich Dürrenmatt uraufgeführt worden.
17. März
DDR/CSSR 1967 – Die Tschechoslowakei und die DDR hatten in der tschechischen Hauptstadt Prag einen Freundschafts- und Beistandspakt unterzeichnet.
17. März
BRD 1967 – Auf einer Tagung in Bonn hatten die Kultusminister der Bundesländer eine Neuregelung für den Zutritt zum Hochschulstudium beschlossen. Allgemein war die fachgebundene Hochschulreife eingeführt worden.
17. März
BRD/DDR 1967 – Die zuständigen Behörden der DDR hatten den 42 Synodalen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) das Stephansstift in Ost-Berlin als Tagungsort für die EKD am 1. April versagt.
17. März
USA 1967 – An der Metropolitan Opera (MET) in New York war die Oper „Mourning becomes Electra“ von Marvin David Levy uraufgeführt worden.
18. März
Sowjetunion/China 1967 – Wegen „vorsätzlicher sowjetfeindlicher Tätigkeit“ hatte die sowjetische Regierung zwei chinesische Diplomaten ausgewiesen. Den Diplomaten war weiter vorgeworfen worden, dass sie zu Besprechungen mit offiziellen sowjetischen Vertretern prinzipiell und herausfordernd zu spät gekommen waren.
18. März
Großbritannien 1967 – Vor der Küste Südenglands hatte das Tankerunglück der „Torrey Canyon“ eine Umweltkatastrophe verursacht.
19. März
BRD 1967 – Bundespräsident Heinrich Lübke war von seiner dritten Asien-Reise nach Bonn zurückgekehrt, die er am 28. Februar angetreten hatte.
19. März
Frankreich 1967 – In Französisch-Somaliland hatte eine Volksabstimmung eine Mehrheit für den Verbleib des Landes im Verband der Französischen Republik ergeben.
19. März
Gabun 1967 – In dem zentralafrikanischen Land Gabun hatten die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen für den Präsidenten Léon Mba und seinen Vizepräsidenten Albert Bongo sowie für die ohne Gegner kandidierenden Vertreter der Regierungspartei 98,5 Prozent aller abgegebenen Stimmen erbracht.
20. März
BRD 1967 – Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger hatte in einem Interview mit dem Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ die Zusammenarbeit mit Frankreich als erstrangig bezeichnet, da die Vereinigten Staaten weit weg seien vom Kontinent.
20. März
BRD 1967 – Um den schon minenfreien „Borkum-Terschelling-Weg“ in der Nordsee zu verbreitern, waren Minensucher der Bundesmarine waren mit drei Geschwadern modernster Bauart in See gegangen. Die gesamte Nordsee war mit Grund- und Fernzündungsminen aus dem Zweiten Weltkrieg verseucht (abgesehen von wenigen Zugangswegen), deren Batteriezünder noch immer aktiv waren.
20. März
Segeln 1967 – Das Organisationskomitee für die Olympischen Spiele 1972 hatte mit 15:6 Stimmen Kiel (BRD) den Vorzug vor Travemünde (BRD) als Schauplatz der olympischen Segelregatten gegeben.
21. März
Sierra Leone 1967 – Innerhalb einer Woche war es im westafrikanischen Sierra Leone zum zweiten Militärputsch gekommen. Am 17. März hatten Offiziere nach den Wahlen zum Abgeordnetenhaus geputscht und Premierminister Albert M. Margai abgesetzt. Am 21. März hatte Siaka Stevens die Regierung übernommen. Am 27. März folgte ihm Andrew Yuxon-Smith.
21. März
Europa 1967 – In weiten Teilen Europas hatte sich der Frühling noch sehr winterlich gegeben. Die Temperaturen waren nicht über 10 Grad gestiegen. In den Schweizer Alpen waren sechs Menschen durch mehrere Lawinen ums Leben gekommen. Auf Sizilien (Italien) waren Hunderte von Autos im Schnee steckengeblieben.
21. März
BRD/Film 1967 – In den bundesdeutschen Kinios war der deutsche Spielfilm „Mahlzeiten“ von Edgar Reitz mit Heidi Stroh, Georg Hauke und Peter Hohberger erstmals gezeigt worden. Auf der Biennale in Venedig hatte der Film einen Preis als bester Erstlingsfilm erhalten.
21. März
Großbritannien 1967 – Bei Sotheby in London hatte ein weiß-blau dekoriertes Porzellanschälchen von nur 14 cm Durchmesser aus der Hochblüte der Ming-Dynastie einen Auktionspreis von 184.800 DM erzielt.
21. März
UNESCO 1967 – Das südamerikanische Land Guyana war Mitglied in der UNESCO geworden.
22. März
Fußball 1967 – Die bundesdeutsche Elf hatte in Hamburg 1:0 das Länderspiel gegen Bulgarien gewonnen.
22. März
Boxen 1967 – In New York hatte Cassius Clay seinen Weltmeistertitel im Schwergewicht durch K. o.-Sieg in der siebenten Runde seinen US-Landsmann Zora Folley verteidigt.
23. März
USA/Sowjetunion 1967 – In der sowjetischen Hauptstadt Moskau waren US-Botschafter Llewellyn E. Thompson und der sowjetische Außenminister Andrei A. Gromyko zu einem ersten Gespräch über die Frage einer Beschränkung der Kernwaffenrüstung zusammengetroffen.
24. März
Frankreich/USA 1967 – In Paris hatten Frankreich und die USA ein Abkommen über die weitere Benutzung einer von den Vereinigten Staaten in Frankreich betriebenen Erdölpipeline unterzeichnet. Sie diente der Versorgung der 7. US-Armee in der Bundesrepublik.
24. März
Großbritannien 1967 – Das britische Unterhaus hatte dem von Schatzmeister James Callaghan eingebrachten Gesetzentwurf mit einer Mehrheit von 92 Stimmen zugestimmt. Dieser sah die Umstellung der britischen Währung auf das Dezimalsystem für 1971 vor.
24. März
Polen 1967 – In Polen war die Chrobry-Eiche, auch Boleslaw-Eiche, benannt nach dem Beinamen Chrobry des Fürsten und ersten polnischen Königs Boleslaw dem Tapferen, wurde als Naturdenkmal geschützt. Der Baum existiert seit etwa 1250 und ist eine der ältesten Stiel-Eichen des Landes.
25. März
BRD 1967 – Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger hatte bei einer Fernsehansprache anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der Unterzeichnung der Römischen Verträge betont, dass er weiterhin die politische Einigung Europas anstreben werde.
26. März
DDR 1967 – In der DDR war das 900-jährige Bestehen der Wartburg bei Eisenach (Thüringen) gefeiert worden.
26. März
Vatikan 1967 – In der Sozial-Enzyklika „Populorum Progressio“ (Der Fortschritt der Völker) hatte Papst Paul VI. die Menschheit zum Kampf gegen Hunger und Ungerechtigkeit aufgefordert.
27. März
Vietnam/UNO 1967 – Von Nordvietnam war der jüngste Vermittlungsvorschlag des Generalsekretär der Vereinten Nationen, Sithu U Thant, im Vietnamkrieg abgelehnt worden.
28. März
USA/Europa 1967 – Der US-amerikanische Vizepräsident Hubert H. Humphrey hatte eine Europa-Reise unternommen. Während der Reise, die bis zum 9. April dauerte, wollte er acht Städte in sieben Ländern besuchen.
28. März
Eishockey 1967 – In Wien hatte die sowjetische Eishockey-Mannschaft im vorletzten Endrundenspiel der Weltmeisterschaft 2:1 gegen Kanada gewonnen und sich damit den siebenten Titel geholt.
29. März
USA/BRD 1967 – Im Rahmen seiner Europa-Reise war der US-amerikanische Vizepräsident Hubert H. Humphrey zu einer US-amerikanischen Botschafterkonferenz nach Bonn gekommen. Er hatte in Gesprächen mit der Bundesregierung Konsultationen über den Atomsperrvertrag zugesichert.
29. März
Finnland 1967 – Nach dreiwöchiger Zwangspause waren in Finnland erstmals wieder Zeitungen erschienen. Es hatten 13.000 Beschäftigte des graphischen Gewerbes für Lohnerhöhungen und die Einführung der 40-Stunden-Woche gestreikt.
29. März
Frankreich 1967 – In Anwesenheit von Staatspräsident Charles de Gaulles war im Hafen von Cherbourg das erste französische atomgetriebene U-Boot „Redoutable“ vom Stapel gelaufen.
29. März
BRD 1967 – In bundesdeutschen Vorratsstellen, einschließlich der West-Berlin-Reserve, lagerten rund 45.000 Tonnen Butter.
30. März
Vietnam 1967 – In Südvietnam war ein deutsch-vietnamesisches Abkommen über den Einsatz des Malteser-Hilfsdienstes unterzeichnet worden.
31. März
BRD 1967 – Die Zahl der Arbeitslosen war im Monat März den Angaben der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg (Bayern) um 50.500 auf 623.100 zurückgegangen. Damit hatte die Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik vorerst ihren Höhepunkt überschritten.

März 1967 in den Nachrichten

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