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März 1957 - 100 Jahre Fahrstuhl und Gründung der EWG

Kalender März 1957
Am 23. März jährte sich zum 100. Mal die Inbetriebnahme des von Elisha Graves Otis entwickelten und absturzsicheren Fahrstuhls im Haughwout Store (Ecke Broadway/Broome Street) in New York. Für fünf Stockwerke hatte der dampfbetriebene Aufzug eine knappe Minute benötigt. Eine internationale Schlagzeile war die Gründung der EWG: Mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge durch die sechs Mitgliedstaaten der 1951 gegründeten Montanunion Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande und durch die Bundesrepublik Deutschland waren die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) gegründet worden. Damit sollte im Rahmen der europäischen Integration die gemeinsame Wirtschaftspolitik gefördert werden. Zuversicht war durchaus geboten, denn das Psychologische Institut der Universität Marburg hatte das Ergebnis einer Umfrage zum Freizeitverhalten von Gymnasiasten veröffentlicht. Danach hatten fast 70 Prozent der befragten 16- bis 20-Jährigen angegeben, dass sie ihre Freizeit hauptsächlich zur Weiterbildung nutzten. Da musste die Wirtschaft nicht in Sorge sein, der Nachwuchs kam also auch in die Spur. Und nach Angaben der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft war in der Bundesrepublik jede fünfte Frau berufstätig. Das entsprach durchaus dem Bild eines fleißigen Volkes.
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Wichtige Ereignisse im März 1957

1. März
Italien 1957 – Die Regierung unter Ministerpräsident Antonio Segni hatte mit nur acht Stimmen Mehrheit die Abstimmung über die Vertrauensfrage im Parlament in Rom gewonnen.
1. März
Schweiz 1957 – Nachdem vor einem Monat die Schweizer Mineralölgesellschaft Migrol ihre Benzinpreise gesenkt hatte, wurden diese nun auch von den anderen Gesellschaften um 2 Rappen (etwa 2 Pfennig) auf 56 Rappen verringert.
1. März
BRD 1957 – In Köln (Nordrhein-Westfalen) waren die Straßenbahntarife auf 45 Pfennig je Fahrt oder 1,80 DM für sechs Fahrten angehoben worden. Damit gehörten sie in der Bundesrepublik zu den höchsten Fahrpreisen.
2. März
BRD/Sowjetunion 1957 – Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Heinrich Weitz, hatte seine zehntägigen Verhandlungen in der sowjetischen Hauptstadt Moskau beendet. Erörtert worden waren Fragen der Familienzusammenführung und der in der Sowjetunion vermissten Deutschen. Die Verhandlungen hatten kein konkretes Ergebnis erbracht.
2. März
Eiskunstlauf 1957 – Nach fünftägiger Dauer waren in Colorada Springs (US-Bundesstaat Colorado) die Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf zu Ende gegangen. Den Titel gewann das kanadische Paar Barbara Wagner/Robert Paul. Die Deutschen Marika Kilius/Franz Ningel gewannen die Silbermedaille.
3. März
Schweiz 1957 – Die Schweizer hatten in einer Volksabstimmung eine Verfassungsvorlage zur Einführung der Dienstpflicht im zivilen Luftschutz abgelehnt.
3. März
Chile 1957 – Die Landarbeiter-Partei von Präsident General Carlos Ibañez del Campo hatte bei den Parlamentswahlen eine Niederlage erlitten. Die Zentrumsparteien waren die Wahlsieger geworden.
3. März
BRD 1957 – Angaben des Wirtschaftsverbandes der Filmtheater in Bayern zufolge war der Umsatz der Kinos seit November 1956 um 15 Prozent bis 50 Prozent bundesweit rückläufig.
3. März
Skisport 1957 – Die deutschen Skisportler Hannelore Basler und Sepp Behr hatten sich bei den Deutschen Alpinen Skimeisterschaften in Oberammergau je zwei Titel (Riesenslalom und Kombination) geholt. Den Slalom der Damen hatte Sonja Sperl geholt und bei den Herren gewann Beni Obermüller den Slalom.
4. März
Israel 1957 – Ministerpräsident David Ben Gurion hatte den vollständigen Rückzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen und vom Golf von Akaba angeordnet, ohne zuvor die formelle Zustimmung seines Kabinetts einzuholen.
4. März
BRD 1957 – In den deutschen Karnevalshochburgen hatten Hunderttausende von Schaulustigen die Rosenmontagsumzüge verfolgt.
5. März
Irland 1957 – Die seit drei Jahren oppositionelle Fianna-Partei unter Eamon de Valera hatte bei den Neuwahlen zum Dail, dem irischen Parlament, die absolute Mehrheit erreicht.
5. März
Eishockey 1957 – Die schwedische Nationalmannschaft war durch ein 4:4 im entscheidenden Spiel gegen Titelverteidiger UdSSR in Moskau Eishockey-Weltmeister geworden.
6. März
Ghana 1957 – Aus den ehemaligen britischen Kolonien Goldküste und Britisch-Togo war als erster unabhängige schwarzafrikanischer Staat die Republik Ghana gebildet worden. Die Republik war von Großbritannien unabhängig.
6. März
Israel 1957 – Nach einer scharfen Debatte hatte das israelische Parlament drei Misstrauensanträge gegen die Regierung von David Ben Gurion abgelehnt.
7. März
USA 1957 – Der US-amerikanische Kongress hatte mit 350 gegen 60 Stimmen die Eisenhower-Doktrin vom 5. Januar 1957 befürwortet.
7. März
UNO 1957 – Ein Kontingent der UN-Streitmacht war in den Gazastreifen eingerückt. Dieser war kurz zuvor von den israelischen Truppen geräumt worden.
7. März
BRD 1957 – Bundesatomminister Siegfried Balke rechnete damit, dass zwischen 1965 und 1970 das erste deutsche Kernkraftwerk an das Stromversorgungsnetz angeschlossen sein würde.
7. März
BRD 1957 – In Bremerhaven war mit dem etwa 1000 BRT großen Heckfänger „Heinrich Meins“ das erste deutsche Fischerei-, Fang- und Fabrikschiff vom Stapel gelaufen.
7. März
BRD 1957 – Das Psychologische Institut der Universität Marburg hatte das Ergebnis einer Umfrage zum Freizeitverhalten von Gymnasiasten veröffentlicht. Von fast 70 Prozent der befragten 16- bis 20-Jährigen war angegeben worden, dass sie ihre Freizeit der Weiterbildung widmeten.
7. März
Sowjetunion 1957 – Nach achttägigen Beratungen war der Erste Moskauer Künstlerkongress zu Ende gegangen. Er hatte sich zu der Aufgabe, ein „Bollwerk des Realismus“ in der bildenden Kunst der heutigen Welt zu sein, bekannt.
8. März
BRD 1957 – Nach einer Sondersitzung hatte die Bundesregierung energisches Vorgehen gegen unberechtigte Preiserhöhungen angekündigt. Auf der Sondersitzung waren Maßnahmen gegen den Preisauftrieb bei Brot, Fleisch, Fett und anderen wichtigen Nahrungsmitteln beraten worden.
8. März
BRD 1957 – Bundespräsident Theodor Heuss hatte an die Bevölkerung appelliert, auch in diesem Jahr wieder West-Berliner Kinder bei sich aufzunehmen während der Sommerferien.
8. März
BRD 1957 – Die Gesamtdeutsche Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland hatten den Vertrag über die Militärseelsorge in der Bundeswehr vom 20. Februar gebilligt.
8. März
BRD 1957 – Das Stuttgarter Landgericht hatte den Versandbuchhändler Erich Teich zu drei Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt, weil er das Buch „Adolf Hitler, sein Kampf gegen die Minusseele“ verbreitet hatte, das im Prometheus-Verlag in Buenos Aires erschienen war.
8. März
UNO 1957 – Die Republik Ghana wurde Mitglied bei den Vereinten Nationen.
8. März
BRD 1957 – In Frankfurt am Main (Hessen) war das Stück „Die Geschichte der Simone Machard“ des 1956 verstorbenen Dramatikers Bertolt Brecht zur Uraufführung gelangt.
8. März
BRD 1957 – In der bayerischen Landeshauptstadt München war der Film „Der Untertan“ von Wolfgang Staudte nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Mann angelaufen.
9. März
DDR 1957 – Der Dissident Wolfgang Harich und zwei weitere Mitglieder seiner Gruppe waren zu Zuchthausstrafen zwischen zwei und zehn Jahren wegen Staatsverrats verurteilt worden.
9. März
Eishockey 1957 – Der EV Füssen hatten zum fünften Mal in Folge die Deutsche Eishockey-Meisterschaft gewonnen.
10. März
Österreich 1957 – Die regierende ÖVP gewann bei den Landtagswahlen in der Steiermark 24 Sitze. 1953 waren es 21 Sitze gewesen. Auf die SPÖ entfielen 21 Sitze, auf die FPÖ 3 Sitze. Die Kommunisten, die bisher ein Mandat hatten, waren nicht mehr vertreten.
10. März
BRD 1957 – Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhardt hatte in seiner Eröffnungsrede zur Frankfurter Frühjahrsmesse vor weiteren Preissteigerungen gewarnt.
10. März
Fußball 1957 – In einem Länderspiel in Wien hatte die bundesdeutsche Fußballnationalmannschaft Österreich 3:2 besiegt.
11. März
BRD 1957 – In der Bundesrepublik waren die ersten Nachkriegsmusterungen abgeschlossen worden.
11. März
BRD 1957 – Nach viertägiger Dauer war in Köln die Hausrats- und Eisenwarenmesse zu Ende gegangen.
11. März
BRD 1957 – Etwa 0,75 bis 1 Prozent aller Bundesbürger litten nach Schätzungen des Deutschen Diabetiker-Bundes an Zuckerkrankheit.
11. März
BRD 1957 – Von der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt war das erste, ausschließlich für meteorologische Zwecke bestimmte Radargerät auf dem Flughafen Essen-Mülheim in Betrieb genommen worden.
12. März
Österreich 1957 – In Österreich war die paritätische Kommission für Lohn- und Preisfragen gebildet worden.
12. März
DDR/Sowjetunion 1957 – Die Sowjetunion und die DDR hatten einen Truppenvertrag geschlossen. Darin waren die rechtlichen, finanziellen und verwaltungstechnischen Angelegenheiten der sowjetischen Truppenverbände in der DDR geregelt worden.
12. März
BRD 1957 – Das Landgericht München hatte die Klage des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger und des Verlags „Nürnberger Presse“ gegen Werbespots im Fernsehprogramm des Bayerischen Rundfunks abgewiesen.
12. März
BRD 1957 – In Solingen (Nordrhein-Westfalen) war die 1150 Personen fassende Stadthalle durch einen Brand zerstört worden. Der Schaden war auf fast 2 Millionen DM geschätzt worden. Vermutliche Brandursache war ein Kurzschluss gewesen.
13. März
BRD 1957 – Das Bundeskabinett hatte die Prägung von 200 Millionen neuen 2-DM-Stücken gebilligt. Von den bisher im Umlauf befindlichen Münzen unterschied sich die neue Münze durch das Bildnis auf der Vorderseite. Es war das des Physikers und Nobelpreisträgers Max Planck.
13. März
BRD 1957 – Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hatte eine Erhöhung der monatlichen Diäten der Abgeordneten von 300 auf 500 DM beschlossen.
13. März
BRD 1957 – In Nürnberg (Bayern) war die 8. Deutsche Spielwaren-Fachmesse nach siebentägiger Dauer zu Ende gegangen.
14. März
BRD/DDR 1957 – In Frankfurt am Main (Hessen) und in Leipzig (DDR) waren die Frühjahrsmessen zu Ende gegangen.
14. März
BRD 1957 – Die Bundesminister für Wirtschaft und Ernährung, Ludwig Erhard und Heinrich Lübke, hatten einer Anhebung des Brotpreises um drei Pfennig je Kilo zugestimmt.
14. März
Indonesien 1957 – Der Präsident des Landes, Achmed Sukarno, hatte im ganzen Land den Kriegs- und Belagerungszustand proklamiert. Dieser Zustand räumte ihm als Oberbefehlshaber der Streitkräfte praktisch diktatorische Gewalt ein.
14. März
BRD 1957 – Der Ältestenrat des Bundestages in Bonn hatte ein Fotografierverbot in den Plenarsitzungen bis zum Ende der Legislaturperiode erlassen.
14. März
BRD 1957 – Nachdem Radio Bremen in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten geraten war, ging er eine enge Arbeitsgemeinschaft mit dem NDR ein, blieb aber selbständig.
15. März
USA/BRD 1957 – Die USA hatten mitgeteilt, dass ihre in der Bundesrepublik Deutschland stationierten Truppen mit Kernwaffen ausgestattet waren.
15. März
BRD 1957 – Die Hauptforderungen auf dem Vertretertag des Deutschen Beamtenbundes in Bad Godesberg (Nordrhein-Westfalen) waren die Verkürzung der Arbeitszeit auf 45 Stunden pro Woche und die Neuregelung der Besoldung.
16. März
Sowjetunion/Europa 1957 – Die Sowjetunion hatte die diplomatischen Vertreter der Westmächte vor der Errichtung der EURATOM und des Gemeinsamen Marktes gewarnt und hatte eigene Pläne für eine gesamteuropäische Zusammenarbeit vorgelegt.
16. März
BRD 1957 – Jede fünfte Frau in der BRD war berufstätig, den Angaben der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft zufolge.
17. März
Philippinen 1957 – Staatspräsident Ramon Magsaysay war bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Der bisherige Vizepräsident Carlos García trat die Nachfolge an.
17. März
BRD/Film 1957 – In Karlsruhe (Baden-Württemberg) hatten Maria Schell, Gina Lollobrigida, Horst Buchholz und Jean Marais den „Bambi“-Preis als beliebteste in- und ausländische Filmschauspieler entgegengenommen.
17. März
Tischtennis 1957 – Bei den 24. Tischtennis-Weltmeisterschaften in der schwedischen Hauptstadt Stockholm waren fünf der sieben Titel an japanische Sportler gegangen.
18. März
UNO 1957 – In der britischen Hauptstadt London war das Subkomitee der Abrüstungskommission der Vereinten Nationen zusammengetreten.
18. März
Europa 1957 – Der Ministerrat der Westeuropäischen Union hatte die Reduzierung der britischen Streitkräfte in der Bundesrepublik gebilligt.
19. März
Großbritannien 1957 – Eine lange umstrittene Strafrechtsreform, die eine Verhängung der Todesstrafe nur noch für wenige Vergehen vorsah, war in Großbritannien endgültig verabschiedet worden.
19. März
BRD 1957 – In der bayerischen Landeshauptstadt München war eine Ausstellung mit Werken des französischen Malers Fernand Lèger eröffnet worden.
20. März
Frankreich 1957 – Vor einem Pariser Militärgericht war gegen Jean-Jacques Servan-Schreiber, Chefredakteur von „L’Express“ und ehemaliger Leutnant der französischen Armee, ein Verfahren eröffnet worden. Er hatte in einem Buch und mehreren Artikeln die Zustände in der französischen Kolonie Algerien kritisiert.
20. März
International 1957 – Eine Gruppe von Wissenschaftlern der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte vor Erbschäden durch die Anwendung von Kernenergie und durch radioaktive Strahlung gewarnt.
20. März
BRD 1957 – Der Bundestag in Bonn hatte sich in einer Fragestunde mit dem „Buch der Etikette“ befasst, das von der stellvertretenden Protokollchefin des Auswärtigen Amtes, Erica Pappritz, mitverfasst worden war.
21. März
Schweiz 1957 – In ihrer Frühjahrssession, die am 4. März begann, hatten die Eidgenössischen Räte u. a. beschlossen, dass die Schweiz nicht dem europäischen Gemeinsamen Markt beitreten werde. Damit sollte die Neutralität der Eidgenossenschaft gewahrt werden.
21. März
USA 1957 – In New York war das Drama „Orpheus steigt herab“ (“Orpheus Descending“) von Tennessee Williams zur Uraufführung gelangt.
22. März
West-Berlin 1957 – Der Plan, die Turmruine der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in West-Berlin abzutragen, hatte heftige Proteste hervorgerufen.
23. März
Großbritannien 1957 – Um ihre Forderungen nach einer zehnprozentigen Lohnerhöhung durchzusetzen, waren rund eine Million Metall- und Werftarbeiter in den Streik getreten.
23. März
Sowjetunion/BRD 1957 – In einem Schreiben an Bundeskanzler Konrad Adenauer hatte der der sowjetische Ministerpräsident Nikolai A. Bulganin Regierungsverhandlungen über den Ausbau der deutsch-sowjetischen Handelsbeziehungen vorgeschlagen.
23. März
BRD 1957 – Das Bundesarbeitsgericht in Kassel hatte festgestellt, dass die im Grundgesetz verankerte Gleichberechtigung von Mann und Frau auch beim Abschluss von Tarifverträgen gültig sei. Demnach waren tarifliche Bestimmungen nichtig, die für Frauen trotz gleicher Tätigkeit weniger Lohn als für Männer vorsahen.
23. März
USA 1957 – Auf den Tag genau vor einhundert Jahren war in New York der von Elisha Graves Otis entwickelte und absturzsichere Fahrstuhl im Haughwout Store (Ecke Broadway/Broome Street) in Betrieb gegangen. Eine knappe Minute benötigte der dampfbetriebene Aufzug für 5 Stockwerke.
24. März
Schweiz 1957 – Nachdem er der Beteiligung an einem Spionagefall verdächtigt worden war, hatte der Schweizer Bundesanwalt René Dubois Selbstmord begangen. Die ägyptische Botschaft in Bern hatte im November 1956 angegeben, dass ihre Telefongespräche mit Kairo abgehört würden und deren Inhalt an französische Stellen weitergeleitet worden waren.
24. März
International 1957 – Eine neuseeländische Südexpedition unter Leitung des Mount-Everest-Bezwingers Sir Edmund Hillary hatte eine steinerne Schutzhütte entdeckt, die von dem britischen Polarforscher Robert Scott bei seiner Südpolexpedition im Jahr 1911 errichtet worden war.
25. März
International 1957 – Mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge durch die sechs Mitgliedsstaaten der 1951 gegründeten Montanunion Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande und die BRD waren die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (WEG) und die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) gegründet worden. Damit sollte im Rahmen der europäischen Integration die gemeinsame Wirtschaftspolitik gefördert werden.
25. März
BRD 1957 – Die saarländische Regierung unter Ministerpräsident Hubert Ney war zurückgetreten, weil ihr für die Bewältigung der bevostehenden Aufgaben eine sichere parlamentarische Grundlage fehlte. Die Koalition aus CDU und SPD hatte über 24 der 50 Landtagssitze verfügt.
25. März
Polen/UdSSR 1957 – Polen und die Sowjetunion hatten ein Repatriierungsabkommen geschlossen. Dieses ermöglichte den zwischen 1939 und 1945 in die Sowjetunion verschleppten bzw. dort nach 1945 zurückgehaltenen polnischen Staatsbürgern die Rückkehr.
25. März
West-Berlin 1957 – In der Sankt-Sebastians-Kirche war der neue Bischof von (West-)Berlin, Julius Döpfner, feierlich inthronisiert worden.
26. März
BRD 1957 – Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe (Baden-Württemberg) hatte die Weitergeltung des Reichskonkordats mit dem Vatikan von 1933 bestätigt.
26. März
International 1957 – UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld und der ägpytische Staatspräsident Gamal Abd an Nasser hatten nach langwierigen Verhandlungen eine Übereinkunft über die Suezkanalgebühren und den Gazastreifen erzielt.
26. März
BRD/DDR 1957 – Unter dem Verdacht, seit geraumer Zeit vom Freien Deutschen Gewerkschaftsbund der DDR große Geldsummen für die illegale Tätigkeit der verbotenen Kommunistischen Partei in der Bundesrepublik erhalten zu haben, war der frühere Leiter des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts des DGB, Viktor Agartz, festgenommen worden.
26. März
BRD/Film 1957 – Der zum ersten Mal vergebene „Preis der Filmkritik“ war an Lilli Palmer und Martin Held sowie an die ausländischen Schauspieler Anna Magnani (Italien) und Henry Fonda (USA) gegangen. Während ein Kritikerpreis für den besten deutschen Film nicht vergeben worden war, hatte der französische Film „Der rote Ballon“ von Albert Lamorisse den Preis als bester ausländischer Film erhalten.
27. März
Österreich 1957 – Dem österreichischen Heer waren die ersten Düsenjäger übergeben worden.
27. März
International/Film 1957 – In Hollywood war der US-amerikanische Spielfilm „Der König und ich“ mit drei Oscars ausgezeichnet worden. Einen erhielt Yul Brynner als bester männlicher Hauptdarsteller, einer wurde für Carl Faulkners beste Schalltechnik vergeben und der dritte zeichnete die besten Kostüme eines Farbfilms aus, die Irene Sharaff entworfen hatte.
27. März
Schweden 1957 – Das Drama „Fast ein Poet“ („A Touch of the Poet“) von Eugene O'Neill war in der schwedischen Hauptstadt posthum uraufgeführt worden.
28. März
Ägypten 1957 – Zum ersten Mal seit dem Ausbruch des Suezkonfliktes im Oktober 1956 hatte ein Schiffskonvoi den Suezkanal passiert.
28. März
Großbritannien 1957 – Die britische Regierung hatte die Verbannung des Erzbischofs von Zypern, Makarios III., aufgehoben und ihm die Erlaubnis zum Verlassen der Seychellen-Inseln gegeben. Eine Rückkehr nach Zypern war ihm jedoch zunächst nicht gestattet.
28. März
BRD/Iran 1957 – Bundeskanzler Konrad Adenauer hatte Schah Mohammed Resa Pahlawi zu Beginn seines sechstägigen Staatsbesuchs im Iran eine große Musiktruhe als Gastgeschenk überreicht.
29. März
BRD 1957 – Der SPD-Vorsitzende Erich Ollenhauer hatte sich nachdrücklich gegen die Einbeziehung der Bundeswehr in die atomare Umrüstung des westlichen Militärbündnisses NATO ausgesprochen.
29. März
Frankreich 1957 – Die französische Nationalversammlung in Paris hatte zum 33. Mal innerhalb von 14 Monaten der Regierung unter Ministerpräsident Guy Mollet das Vertrauen ausgesprochen.
30. März
Indien 1957 – Die regierende Kongresspartei des Ministerpräsidenten Jawaharlal Nehru hatte bei den Parlamentswahlen im Zentralparlament die Zwei-Drittel-Mehrheit erreicht sowie die absolute Mehrheit in elf der 14 Landesversammlungen.
30. März
Österreich 1957 – Im Wiener Burgtheater war das Drama „Die Herberge“ von Fritz Hochwälder zur Uraufführung gelangt.
30. März
Großbritannien 1957 – Im klassischen Bootsrennen der britischen Universitäten Oxford und Cambridge auf der Themse zwischen Putney und Mortlake hatte überraschend die Mannschaft von Cambridge gewonnen.
31. März
Afrika 1957 – In den zwölf Territorien von Französisch-Schwarzafrika und in den sechs Provinzen der Insel Madagaskar waren die Territorialversammlungen gewählt worden.
31. März
BRD 1957 – Im März sank die Zahl der Arbeitslosen in der Bundesrepublik um 410.099 auf 702.232. Davon waren 402.492 Männer und 299.740 Frauen.
31. März
West-Berlin/Ost-Berlin 1957 – In Berlin waren rund 24.000 Männer und 13.000 Frauen registriert, die im Westteil der Stadt arbeiteten und ihren Wohnsitz im Ostteil hatten.

März 1957 in den Nachrichten

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