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Januar 1954 - Das fing ja gut an…

Kalender Januar 1954
Der Jahresbeginn brachte für die österreichischen Nachbarn eine gute Nachricht: die Einfuhrbestimmungen für deutsche Autos wurden einfacher gestaltet. Schön für die deutsche Autoindustrie. Der Bundesbürger ärgerte sich allerdings über die Erhöhung der Gebühren für das eigene Autoradio. Grund zur Freude hatte die DDR-Regierung, denn sie konnte einige weitere Betriebe dem Volkseigentum zuschlagen, die sie von der Sowjetunion zurückerhalten hatte. Doch die größte Freude waren wohl die Tausenden Spätheimkehrer, die der Bundeskanzler Adenauer im Lager Friedland empfing. Da war die Kältewelle, die Deutschland im Würgegriff hatte, nicht mehr so schlimm, wenn den Menschen vor Wiedersehensfreude das Herz gewärmt wurde. Und wie warm würde erst den jungen Mädchen werden, wenn Elvis Presley aus der Unbekanntheit ins Rampenlicht treten würde? Immerhin hatte er seine ersten Titel schon aufgenommen.
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Wichtige Ereignisse im Januar 1954

1. Januar
NEUJAHR
1. Januar
Politiker aus allen Teilen der Welt brachten in ihren Neujahrsbotschaften wiederholt zum Ausdruck, dass sie einen weltweiten Frieden anstrebten.
1. Januar
In der japanischen Hauptstadt Tokio wurden bei der jährlichen Neujahrskundgebung zu Ehren des japanischen Kaiserpaares 17 Menschen im Gedränge totgetrampelt.
1. Januar
Die Rundfunkgebühren für Autoradios in der Bundesrepublik wurden von 0,50 DM auf 2 DM pro Monat erhöht.
1. Januar
In Ermangelung einer eigenen Autoindustrie vereinfachte Österreich die Einfuhrbedingungen für bundesdeutsche PKW.
1. Januar
Zum vierten Mal gewann Australien den Daviscup. Im Finale dieses Tennisturniers wurden die USA 3:2 besiegt.
1. Januar
Der Schweizer Politiker der Freisinnig-Demokratischen Partei (FDP), Rodolphe Rubattel (1896-1961) wurde Bundespräsident seines Landes.
1. Januar
Mit Ausnahme der Urangruben Wismut-AG wurden die letzten 33 Betriebe der Sowjetischen Aktiengesellschaften (SAG) an die DDR zurückgegeben. Sie wurden in Volkseigene Betriebe (VEB) umgewandelt.
2. Januar
Im Lager Friedland (Niedersachsen) begrüßte der CDU-Politiker und Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876-1967) 4400 Heimkehrer, die in den letzten Tagen des alten Jahres aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft entlassen worden waren.
2. Januar
Einen Tag vor dem Sendebeginn des italienischen Fernsehens warnte Papst Pius XII. (1876-1958) vor den Gefahren dieses Mediums für die Familie.
3. Januar
Der US-amerikanische General des Nordatlantischen Verteidigungsbündnisses (NATO), Lawton Collins (1896-1987), forderte in einem TV-Interview die Aufstellung bundesdeutscher Truppen zur Verteidigung Europas und die langfristige Integration der Bundesrepublik in die NATO.
3. Januar
In der Bundesrepublik wurden in der Nacht zum Sonntag durchschnittliche Temperaturen von minus 15 Grad gemessen. Am kältesten war es mit minus 26 Grad in Oberstdorf in Bayern.
4. Januar
Die Küstengebiete der Bunderepublik, Dänemarks, Belgiens und den Niederlanden wurden durch eine heftige Sturmflut überschwemmt.
4. Januar
Als erste Stadt der Bunderepublik stellte Duisburg Parkuhren auf.
4. Januar
Der britische Arbeitgeberverband der Elektroindustrie drohte den Gewerkschaften bei künftigen Streiks mit unbefristeten Aussperrungen.
5. Januar
In einer Aufstellung, die vom Bundesverteidigungsministerium veröffentlicht wurde, waren 10.390 deutsche Soldaten seit September 1953 aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrt.
5. Januar
In Neu Delhi (Indien) protestierte der Ministerpräsident des Landes, Jawaharlal Nehru (1889-1964), scharf gegen den geplanten Militärpakt zwischen Pakistan und den Vereinigten Staaten. Eine militärische Stärkung Pakistans mit Unterstützung der USA sei für Indien eine ernsthafte Bedrohung.
5. Januar
Nach fünfmonatiger Amtsdauer trat in Italien das Geschäfts- und Übergangskabinett unter Ministerpräsident Giuseppe Pella (1902-1981) zurück.
5. Januar
Der deutsche Boxer, Hein ten Hoff (*1919), ehemaliger Box-Europameister im Schwergewicht, verlor in Milwaukee (US-Bundesstaat Wisconsin) gegen den US-Amerikaner Dan Bucceroni (1927-2008) in einem 10-Runden-Kampf klar nach Punkten.
6. Januar
DREIKÖNIGSTAG
6. Januar
Zum ersten Mal in der Justizgeschichte ließ das Stuttgarter Schöffengericht bei einem Strafprozess Tonbandaufzeichnungen als Beweismittel zu.
6. Januar
Die bundesdeutsche Eishockey-Nationalmannschaft gewann in Garmisch-Partenkirchen mit 9:4 gegen die Mannschaft Italiens.
7. Januar
In der DDR wurde das Ministerium für Kultur gebildet, deren erster Minister der Schriftsteller Johannes R. Becher (1891-1958) wurde.
7. Januar
Vom DDR-Ministerrat wurde der „Ausschuss für deutsche Einheit“ gebildet.
7. Januar
In einer Rede vor dem Kongress in Washington (USA) nannte der US-amerikanische Präsident Dwight D. Eisenhower (1890-1969) die Sicherung des Friedens und den Verzicht der USA auf jede Art von Angriffskrieg als oberste Ziele seiner Politik.
7. Januar
Bei der Ausstrahlung parteipolitischer Sendungen hatten sich die Intendanten und Chefredakteure der westdeutschen Rundfunkanstalten gegen eine bundeseinheitliche Regelung ausgesprochen.
8. Januar
In Memphis (US-Bundesstaat Tennessee) nahm der noch völlig unbekannte 19-jährige Sänger Elvis Presley (1935-1977) seine ersten Titel in einem Tonstudio auf.
9. Januar
Wegen einiger systemkritischer Veröffentlichungen wurde der Präsident der jugoslawischen Nationalversammlung, Milovan Djilas (1911-1995), vom Exekutivkomitee des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Jugoslawiens scharf gerügt.
9. Januar
In der britisch-ägyptischen Kolonie Sudan begann die dreijährige Übergangsperiode, nach deren Ablauf in einer Volksabstimmung darüber entschieden werden sollte, ob das Land seine Unabhängigkeit wolle oder eine Union mit Ägypten eingehen möchte.
9. Januar
Bei ihrer Überwinterungsstation North Ice maß die britische Nordgrönlandexpedition mit minus 65,9 Grad Celsius die bislang niedrigste Temperatur auf der Insel Grönland.
10. Januar
Eine sofortige Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen zwischen Nord- und Südkorea wurde von dem chinesischen Ministerpräsidenten Zhou Enlai (1898-1976) gefordert. Der Koreakrieg war 1953 mit einem Waffenstillstand und der Teilung des Landes beendet worden.
10. Januar
Ein britisches Passagierflugzeug vom Typ „Comet“ stürzte in der Nähe der Mittelmeerinsel Elba (Italien) ab.
10. Januar
In Frankfurt am Main beschlossen Vertreter des deutschen Leichtathletikverbandes und der Sektion Leichtathletik der DDR auf einer Konferenz, in mehreren Disziplinen gemeinsame gesamtdeutsche Meisterschaften durchzuführen.
10. Januar
Zwei Tage lang hatte sich im österreichischen Vorarlberg die „Lawinenkatastrophe von 1954“ ereignet. Es wurden dabei 280 Menschen verschüttet.
11. Januar
In Washington (USA) begannen zwischen Regierungsvertretern der USA und der UdSSR Vorgespräche über Abrüstung, Rüstungskontrolle und die Beschränkung der zivil genutzten Atomenergie.
12. Januar
Der US-Außenminister John Foster Dulles (1888-1959) propagierte die Strategie der „massiven Vergeltung“ (massive retaliation). Danach solle als Antwort auf jede Form des Angriffs gegen NATO-Staaten ein nuklearer Gegenschlag erfolgen.
12. Januar
Der britische Außenminister Robert Anthony Eden (1897-1977) forderte in einer Rundfunkansprache die Abhaltung gesamtdeutscher freier Wahlen als Voraussetzung für die Wiedervereinigung Deutschlands.
12. Januar
Bei der Lawinenkatastrophe im österreichischen Vorarlberg, die am 10. Januar begonnen hatte, waren mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen.
12. Januar
Bei den Volkswagen-Werken in Wolfsburg lief der 600.000. VW-Käfer vom Band.
13. Januar
Einer Erklärung des Bundesvertriebenministers Theodor Oberländer (1905-1998) zufolge, würden noch 16.000 deutsche Kriegsgefangene in der Sowjetunion zurückgehalten.
13. Januar
Die US-amerikanische Regierung beschloss, keine militärischen Aufträge mehr an ausländische Firmen zu vergeben, in denen Kommunisten die Mehrzahl der Arbeiterschaft bildeten. Davon betroffen waren besonders die Unternehmen in Italien und Frankreich.
14. Januar
Im Deutschen Bundestag wurde über die Gleichberechtigung von Mann und Frau beraten.
14. Januar
In Dortmund (Nordrhein-Westfalen) nahm das erste neu eingerichtete Sozialgericht im Bundesgebiet seine Arbeit auf.
14. Januar
Der Staatspräsident von Ägypten, General Ali Muhammad Nagib (1901-1984), verhängte den Ausnahmezustand über sein Land, nachdem schon am Vortag die Moslembruderschaft verboten worden war. Die Regierung warf der religiös-fanatischen Vereinigung vor, die Macht im Land übernehmen zu wollen.
14. Januar
Die Dauerberichterstattung über Lynchjustiz wurde vom Tuskegee-Institut im US-Bundesstaat Alabama eingestellt, weil das Lynchen seine Gültigkeit als Barometer für Rassenbeziehungen in den Vereinigten Staaten verloren habe. Seit 1952 hatte das Institut keine Lynchmorde mehr registriert.
14. Januar
In zweiter Ehe heiratete die US-amerikanische Schauspielerin Marilyn Monroe (1926-1962) den ehemaligen Baseball-Spieler Joe DiMaggio (1914-1999).
15. Januar
CSU-Abgeordnete schlugen anlässlich des 70. Geburtstages des Bundespräsidenten Theodor Heuss (1884-1963) eine Amnestie vor, die u. a. Straffreiheit bei Haftstrafen bis zu drei Monaten gewähren solle.
15. Januar
Der neue französische Staatspräsident René Coty (1882-1962) wurde in sein Amt eingeführt. Er hatte Vincent Auriol (1884-1966) abgelöst, der 1947 der erste Präsident der 4. Republik geworden war.
15. Januar
Zur Modernisierung ihrer Luftstreitkräfte erhielt Großbritannien von den USA eine Militärhilfe von 90 Millionen US-Dollar (rund 382 Millionen DM).
15. Januar
Das ehemalige deutsche Vorpostenschiff „Altenbruch“ wurde auf der Unterelbe gehoben. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges war es auf eine Mine aufgelaufen und gesunken.
16. Januar
Insgesamt 6143 Gefangene wurden in der DDR freigelassen. Sie waren nach dem 9. Mai 1945 von sowjetischen Militärtribunalen zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.
16. Mai
Der Bundespräsident Theodor Heuss (1884-1963) überreichte dem deutschen Chirurgen Othmar Kohler (1908-1979), der durch den gleichnamigen Roman von Heinz G. Konsalik (1921-1999) als „Arzt von Stalingrad“ bekannt wurde, das Verdienstkreuz des Bundesverdienstordens.
16. Januar
In Köln (Nordrhein-Westfalen) wurde das Betriebs- und Verwaltungsgebäude der Westdeutschen Fußball-Toto GmbH eingeweiht. In den letzten fünf Jahren hatte der Umsatz beim westdeutschen Fußballtoto insgesamt 450 Millionen DM betragen.
17. Januar
Der Präsident der jugoslawischen Nationalversammlung sowie stellvertretende Ministerpräsident, Milovan Djilas (1911-1995), wurde seiner Ämter enthoben.
17. Januar
In Norddeutschland richteten Orkanböen mit Geschwindigkeiten bis zu 124 km/h schwere Schäden an.
17. Januar
Durch einen 17:14-Sieg über die Bundesrepublik Deutschland wurde Schweden in Göteborg (Schweden) Hallenhandball-Weltmeister.
17. Januar
In West-Berlin wurde Gundi Busch (*1935) Deutsche Eislaufmeisterin.
18. Januar
In Frankreich wurde vier Tage nach seiner Freilassung Robert Ernst (1897-1980) erneut verhaftet. Er war während der deutschen Besatzungszeit zwischen 1940 und 1944 Oberbürgermeister in der französischen Stadt Straßburg gewesen.
18. Januar
Der Automobilclub von Deutschland (AvD) begann mit dem Einsatz von „Verkehrshilfewagen“. Diese führten täglich auf bundesdeutschen Autobahnen kleinere Reparaturen durch.
18. Januar
Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) mit Sitz in Köln (Nordrhein-Westfalen) begann mit seiner Programmausstrahlung.
19. Januar
Die Arbeitgeberverbände der britischen Elektroindustrie schlossen mehr als 30.000 Arbeiter als Antwort auf einen 24-stündigen Streik aus.
19. Januar
Mit einem Bestand von rund 80.000 Bänden, die von den westlichen Alliierten rückerstattet worden waren, öffnete die Kunstbibliothek der ehemals staatlichen Museen Berlins wieder ihre Pforten. Die Stadt hatte damit erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg eine komplette Bibliothek zurückbekommen.
19. Januar
In weiten Teilen der Vereinigten Staaten kam es zu einer Kältewelle. Im Staat New York wurden Temperaturen bis zu minus 35 Grad Celsius gemessen.
20. Januar
Die von Indien geführte Neutrale Repatriierungskommission übergab in Korea den UNO-Truppen 22.000 nicht mehr heimkehrwillige nordkoreanische und chinesische Kriegsgefangene.
20. Januar
Frankreich verschärfte durch die Entsendung von Kriegsschiffen in den Golf von Oran den Streit mit Spanien um die gemeinsame Verwaltung Marokkos, das in einen französischen und in einen spanischen Sektor unterteilt war.
20. Januar
Von der sowjetischen Parteizeitung „Iswestja“ wurde Österreich unterstellt, es würde Anschluss-Politik an die Bundesrepublik betreiben, was besonders im Hinblick auf die Wiederaufrüstung der Bundesrepublik und deren Integration in die NATO verwerflich sei.
20. Januar
Der Prozess gegen den ehemaligen österreichischen Minister für Vermögenssicherung und Wirtschaftsplanung, Peter Krauland (1903-1985), begann vor dem Wiener Landesgericht. Krauland und seinen sechs Mitangeklagten wurde Amtsmissbrauch vorgeworfen. Am 6. Juli endete das Verfahren mit einem Freispruch.
20. Januar
In Frankfurt am Main nahm die Bundesanstalt für Flugsicherung ihre Arbeit auf. Verkehrsminister Hans-Christoph Seebohm (1903-1967) übergab das neue Dienstgebäude seiner Bestimmung.
20. Januar
Dem Plan Kanadas, den St. Lorenz-Strom bis zu den Großen Seen für Hochseeschiffe auszubauen, stimmten die Vereinigten Staaten zu.
21. Januar
Übereinstimmend empfahlen alle Fraktionen des Bundestages in Bonn die Ratifizierung der 1948 von den Vereinten Nationen (UN) abgeschlossenen Konvention zur Verhütung des Völkermordes.
21. Januar
Der US-amerikanische Militärhaushalt 1954/55 gab der Atomforschung und den Luftstreitkräften Vorrang gegenüber den Land- und Seestreitkräften. Damit wollte Präsident Dwight D. Eisenhower (1890-1969) eine hohe Verteidigungsbereitschaft der USA langfristig mit möglichst geringen Kosten sicherstellen.
21. Januar
In den Vereinigten Staaten lief das erste atomgetriebene U-Boot, die „Nautilus“, vom Stapel und wurde in den Dienst der US-Marine gestellt. Es war mit einem Kostenaufwand von rund 55 Millionen US-Dollar (231 Millionen DM) gebaut worden.
22. Januar
Bundeskanzler Konrad Adenauer (1876-1967) rief angesichts der bevorstehenden Viermächtekonferenz am 25. Januar in West-Berlin im Namen aller Deutscher zur Beendigung der deutschen Teilung auf.
22. Januar
Durch einen Erlass führte das Kultusministerium von Nordrhein-Westfalen ein neuntes Volksschuljahr ein. Diese Maßnahme sollte die Ausweitung der Jugendarbeitslosigkeit verhindern.
22. Januar
Das Ministerium für Kultur der DDR stiftete aus Anlass des 225. Geburtstages von Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) den mit zweimal 10.000 Mark dotierten Lessing-Preis für „Bühnendichtungen und Werke der Kunsttheorie oder –kritik deutscher Autoren der DDR“.
22. Januar
Der bundesdeutsche Mittelgewichtboxer Gerhard Hecht (1923-2005) verlor im West-Berliner Sportpalast dem Briten Ronny Williams in der zweiten Runde durch K.o.
23. Januar
In der DDR schloss das Zentralkomitee der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) den ehemaligen Staatssicherheitsminister, Wilhelm Zaisser (1893-1958) und den früheren Chefredakteur des Zentralorgans „Neues Deutschland“, Rudolf Herrnstadt (1903-1966), aus der Partei aus.
23. Januar
An zwei aufeinanderfolgenden Tagen überlebte der US-amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway (1899-1961) in Afrika zwei Flugzeugabstürze.
23. Januar
Auf Lancia gewann der französische Rennfahrer Louis Chiron (1899-1979) die Rallye Monte Carlo.
24. Januar
Der österreichische Bundeskanzler Julius Raab (1891-1964) wandte sich scharf gegen den sowjetischen Vorwurf, Österreich betreibe eine Politik des Wiederanschlusses an die Bundesrepublik Deutschland.
24. Januar
Anlässlich des geplanten Gibraltar-Besuchs der britischen Königin Elisabeth II. (*1926) protestierten in der spanischen Hauptstadt Madrid ungefähr 8.000 Studenten vor dem britischen Botschaftsgebäude für die Rückgabe Gibraltars an Spanien durch Großbritannien.
25. Januar
In der fünften Spielminute im Meisterschaftsspiel zwischen Preußen Münster und dem Meidericher SV brach der Torpfosten. Das Spiel wurde nach der Reparatur des Tores fortgesetzt. Mit einem 1:1 endete es.
24. Januar
In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires wurde das erste 1.000-km-Rennen auf dem Autódromo Juan yOscar Alfredo Gálvez gestartet. Es war der erste Wertungslauf für die neu geschaffene Sportwagen-Weltmeisterschaft.
25. Januar
In West-Berlin begann die Konferenz der Außenminister der USA, Großbritanniens, Frankreichs und der Sowjetunion. Diskutiert wurden Fragen der Deutschlandpolitik. Die Konferenz dauerte bis zum 18. Februar.
25. Januar
Der bisherige Außenminister Israels, Moshe Scharet (1894-1965), bildete nach dem Rücktritt des israelischen Ministerpräsidenten David Ben Gurion (1886-1973) eine neue Koalitionsregierung.
25. Januar
Überraschend ließ die sowjetische Regierung 250 ehemalige Angehörige der spanischen „Blauen Division“ frei. Diese Männer hatten im Zweiten Weltkrieg am Russlandfeldzug an der Seite der Deutschen Wehrmacht teilgenommen.
25. Januar
Deutsche Verkehrsexperten forderten bei einer zweitägigen Fachtagung in Essen die Einführung des Zebrastreifens.
25. Januar
Die beiden Italiener Guglielmo Scheibmeier (*1934) und Andrea Zambelli (1927-1994) gewannen im italienischen Cortina d’Ampezzo die Zweierbob-Weltmeisterschaft.
26. Januar
In der Regierungserklärung des neuen italienischen Ministerpräsidenten Amintore Fanfani (1908-1999) gehörten der Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit und die Eindämmung des Kommunismus zu den Hauptprogrammpunkten.
26. Januar
Der im Vorjahr abgeschlossene Sicherheitsvertrag zwischen den USA und Südkorea, in dem sich beide Länder verpflichteten, dem Partner bei einer Aggression von außen zu Hilfe zu kommen, wurde nun vom US-amerikanischen Senat ratifiziert.
26. Januar
In der spanischen Hauptstadt Madrid stürmten Studenten das Gebäude von „Radio Madrid“, um ihren Protest zu zeigen gegen die aggressive Haltung der spanischen Polizei bei den antibritischen Gibraltar-Demonstrationen vom 24. Januar.
26. Januar
Im Bundesland Hessen wurde der bisherige Sextaner-Erlass verändert. In Zukunft sollten bei Aufnahmeprüfungen für höhere Schulen nicht mehr die Benotung, sondern die Feststellung der Begabung der einzelnen Schüler für ihren weiteren Bildungsweg maßgeblich sein.
27. Januar
In der Türkei wurde nach siebenmonatiger Verhandlungsdauer die zweitgrößte Oppositionspartei, die Volkspartei, verboten.
27. Januar
Da der Schiffsverkehr wegen der Vereisung der Nordsee eingestellt werden musste, wurden die bundesdeutschen Nordseeinseln Wangerooge und Juist aus der Luft versorgt.
27. Januar
Der 37. Automobilsalon in Brüssel (Belgien), der am 16. Januar begonnen hatte, endete. Insgesamt 75 Hersteller hatten ihre neuesten Modelle vorgestellt.
28. Januar
Der neue jugoslawische Parlamentspräsident, Moshe Pijade (1890-1957), wurde einstimmig vom Parlament gewählt. Er trat die Nachfolge von Milovan Djilas (1911-1995) an, der seiner Ämter wegen systemkritischer Äußerungen enthoben worden war.
28. Januar
In der Bundeshauptstadt Bonn beschloss die erste westdeutsche Verkehrssicherheitskonferenz einen „Feldzug gegen den Verkehrstod“. Im Jahr 1953 waren bei 450.000 Verkehrsunfällen rund 10.000 Menschen ums Leben gekommen.
29. Januar
Auf der Viermächtekonferenz legte der britische Außenminister Robert Anthony Eden (1897-1977) seinen Plan zur Wiedervereinigung Deutschlands vor. Damit eröffnete er die eigentlichen Verhandlungen über die Deutschlandfrage. Während der ersten vier Tage der Konferenz hatte die UdSSR versucht, andere Themen, z. B. das Indochinaproblem vorrangig zu diskutieren.
29. Januar
Von der Volksversammlung Jugoslawiens wurde Josip Broz Tito (1892-1980) einstimmig für weitere vier Jahre zum Staatspräsidenten des Landes gewählt.
29. Januar
Ein Militärtribunal in Marseille (Frankreich) verurteilte zwei ehemalige Angehörige des nationalsozialistischen Reichssicherheitsdienstes in Frankreich zum Tode. Weitere acht erhielten Gefängnisstrafen zwischen acht und zehn Jahren.
29. Januar
Das Ressort des Bundesvertriebenenministers Theodor Oberländer (1905-1998) wurde um die Zuständigkeit für alle Kriegsgeschädigten und Evakuierten erweitert. Das Ministerium hieß nun „Bundesministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte“.
29. Januar
In Karlsruhe wurden bei den „Vulkan-Prozessen“ mehrere Verdächtige, die der Spionage für die Sowjetunion beschuldigt worden waren, auf freien Fuß gesetzt. Die Verfahren wurden eingestellt.
29. Januar
Zum ersten Mal wurde ein Reparaturfahrzeug des Allgemeinen Deutschen Automobil Clubs (ADAC) für die Pannen-Soforthilfe auf der Strecke München-Koblenz eingesetzt.
30. Januar
Innerhalb eines Monats wurde mit Amintore Fanfani (1908-1999) der zweite Ministerpräsident Italiens gestürzt.
30. Januar
Die Deutsche Meisterin Gundi Busch (*1935) wurde in Bozen (Italien) Europameisterin im Eiskunstlauf der Damen.
31. Januar
In ihrem Wirtschaftplan ging die Bundesregierung für das Jahr 1954 von einer Erhöhung des Bruttosozialproduktes um 2,4 Milliarden DM auf 141 Milliarden DM aus. Zudem sollten 720.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
31. Januar
Als Gegengewicht zu den „destruktiven Tendenzen“ in den Produktionen der deutschen Filmindustrie forderte Bundesfamilienminister Franz-Josef Wuermeling (1900-1986) in Bonn eine „echte Volkszensur“.
Januar 1954 in den Nachrichten
Katey Sagal: Was macht die "Peggy Bundy"-Darstellerin heute?
Promipool
Januar 1954 in Los Angeles. Neben der Schauspielerei arbeitet sie auch als Synchronsprecherin und Sängerin. Berühmt wurde sie vor allem durch ihre Rollen als Peggy Bundy ("Eine schrecklich nette Familie") und als Cate Hennessy ("Meine wilden ...... >>>  
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