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Das Finanzjahr 1981
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Finanzjahr 1981: Finanzen in Deutschland.

Bayern München führte 1981 die Bundesliga an. Zweiter war damals der Hamburger Sportverein und Platz drei belegten die Kicker von Eintracht Frankfurt. Fußballer des Jahres 1981 war der Bayer Paul Breitner.
Mitte des Jahres verdrängte John McEnroe den Schweden Björn Borg von der Spitze der Tennis-Weltrangliste. Regelmäßige Höhenflüge erlebten auch die Spritkosten. Der Liter Super kostete 1,43 DM
und der Ford Escort MK II war „Auto des Jahres 1981“. Hits wie Phil Collins „In The Air Tonight“, Abbas “Super Trouper” oder  “Bette Davis Eyes” von Kim Carnes begleiteten die Autofahrer unterwegs. Kim Carnes war in Amerika erfolgreicher Kompositionen und der Country-Duette „More Love“ und „Don’t Fall In Love With A Dreamer“ an der Seite von Kenny Rogers ein Star. Ihr Jackie DeShannon-Remake über die Augen der Bette Davis wurde ein Welthit.
1981 liefen der Gefängnis-Schocker „Brubaker" mit Robert Redford und das deutsche Sozialdrama
„Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ in den Kinos, Wolfgang Petersens „Das Boot“ tauchte genauso auf wie „Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes“ von Steven Spielberg, der als absoluter Kassenknüller weltweit 384 Millionen US$ einspielte.
Geld spielte auch beim Richterspruch des Europäischen Gerichtshofs wider die Butterfahrten auf Nord- und Ostsee eine Rolle. Diese steuerfreien Einkäufe wurden untersagt. Deutscher Bundeskanzler 1981 ist Helmut Schmidt. Das Durchschnittseinkommen liegt bei 1744 DM, der halbe Liter Bier kostet 87 Pfennige und das Kilo Brot 2,57 DM. Während das Schokoschaumkussunternehmen „Dickmann“ von „Stork“ übernommen und das renommierte Fotounternehmen „Rollei“ aus Braunschweig liquidiert werden muss, geht 1981 die Ära des Mercedes 600 zu Ende und der ECU (European Currency Unit) wird einzige Verrechnungseinheit der Europäischen Gemeinschaft. Der ECU wird  bis 1998 EG-Rechnungseinheit sein und gilt als der Vorläufer des Euro.
Apropos. Am 1. Januar 1981 feierte Griechenland seinen Eintritt in die EU.
1981 kostete die Feinunze Gold 480 Dollar. Die Rohstoffpreise sanken. Ob Kaffee aus Costa Rica, Kupfer aus Sambia, Uran aus dem Niger, Kautschuk, Kakao oder Zinn, die Rohstoff liefernden Entwicklungsländer bekamen weniger Geld als noch zwei Jahre zuvor. Wichtigster Grund dafür war die vorherrschende Rezession in den westlichen Industrieländern, die die Rohstoffpreise der sinkenden Produktion wegen massiv unter Druck gesetzt hatte.
Anders als in späteren Jahren boomt 1981 die Werbewirtschaft. Die Firmen sparten nicht an ihren Werbeetats. Uns so gab es flotte Sprüche en masse, die Jürgen von Manger, Heidi Mahler oder Beppo Brehm in Mundart schulterklopfend und kumpelhaft transportierten.
Lewis ist die Kult-Jeansmarke. Dafür bringt der kalifornische Konzern 1981 auf 30 000 Stück limitierte Röhren auf den Markt, die wie Kunstwerke einzeln nummeriert wurden. Die neuen Medien via Satelit und Kabel befördern den Reklameboom. Davon profitiert auch Medienmogul Rupert Murdoch, der in diesen Jahren sein Medienimperium dramatisch ausbauen konnte.
1981. Ronald Reagan regierte als 40. Präsident in den USA, Lady Diana und Prinz Charles heiraten, ein Bombenanschlag tötet in Teheran den iranischen Staatspräsidenten Mohammed Ali Rajai und auch auf den Papst, Johannes Paul II, findet ein Attentat statt. In Polen wird die Gewerkschaft „Solidarnosc“ verboten, AIDS findet erste Beachtung , die Computertechnik schreitet fort und Mikrowellen, Anrufbeantworter Videorekorder sowie die Spielekonsole Atari 2600 erobern den Alltag.
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