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Juli 1978 - Technische Neuerung aus der BRD

Kalender Juli 1978
 Mit technischen Neuerungen hatte die Bundesrepublik schon öfter Schlagzeilen gemacht. Nun war ein von Daimler-Benz und Bosch gemeinsam entwickeltes neues Bremssystem für Autos, das Anti-Blockier-System (ABS), in Produktion gegangen. Durch diese technische Neuerung wurde das Ausbrechen der Fahrzeuge bei Vollbremsung verhindert. Das ABS wurde im Laufe der Jahre bei der Autoherstellung zu einer Selbstverständlichkeit. Wäre es schon international verbreitet gewesen, hätte so mancher Unfall wohl verhindert werden können. Wie zum Beispiel der in Kairo. Dort war ein Bus der städtischen Verkehrsbetriebe in den Nil gestürzt. Dabei waren 55 Fahrgäste ums Leben gekommen. Vielleicht hätte man auch den Unfall in Spanien verhindern können, der sich südlich von Sant Carles de la Rátapita an der Costa Daurada ereignete. Ein mit 23 Tonnen Propylen-Flüssiggas beladener Tankwagen war von der Nationalstraße 340 abgekommen, hatte die Mauer eines Campingplatzes durchbrochen, war explodier und den Platz in eine Flammenhölle verwandelt. Dieser Unfall kostete 216 Menschen das Leben. Mehr als 300 Menschen wurden verletzt.
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Wichtige Ereignisse im Mai 1978

1. Juli
Arabische Liga 1978 – In der ägyptischen Hauptstadt Kairo hatte die Arabische Liga die Suspendierung aller Beziehungen zur Demokratischen Volksrepublik Jemen beschlossen, wo moskautreue Politiker die Macht an sich gerissen hatten.
1. Juli
Libanon 1978 – In der Hauptstadt Beirut hatten zwischen christlichen Milizen und syrischen Armee-Einheiten heftige Gefechte stattgefunden.
1. Juli
USA 1978 – Im US-Bundesstaat Maryland war ein neues Gesetz über die Todesstrafe in Kraft getreten. Maryland war der 32. Staat der Vereinigten Staaten, der erneut die Todesstrafe eingeführt hatte. Verhängt werden konnte sie nunmehr bei Mord, begangen während eines Raubüberfalls, einer Vergewaltigung, bei Massenmord, bei Mord gegen Bezahlung sowie bei Mord an einem Polizisten oder einem Gefängnisbeamten.
1. Juli
Österreich 1978 – Aus Protest gegen die von Österreich eingeführte Straßenbenutzungsgebühr hatten Tausende von Lastzügen die Zollstationen des Landes blockiert.
1. Juli
Film/International 1978 – Auf der in Venedig eröffneten Biennale waren u. a. Werke von 118 Künstlern zum Thema „Von der Natur zur Kunst – von der Kunst zur Natur“ präsentiert worden.
2. Juli
Schweiz 1978 – Arbeitnehmer und Arbeitgeber hatten dem neuen Friedensabkommen in der schweizerischen Maschinenbauindustrie zugestimmt. Dieses hatte längere Ferien und eine 42-Stunden-Woche zum Inhalt.
2. Juli
BRD 1978 – Angaben des Veranstalters zufolge waren die Konzerte des US-amerikanischen Pop-Musikers Bob Dylan in der BRD von mehr als 100.000 Fans besucht worden.
2. Juli
Sowjetunion 1978 – Auf Weisung des Politbüros der KPdSU war ein Pop-Konzert mit den US-amerikanischen Bands „Beach Boys“ und „Santana“ sowie der Folk-Sängerin Joan Baez in Leningrad (heute Sankt Petersburg/Russland) abgesagt worden. Es waren 150.000 Besucher erwartet worden.
2. Juli
Automobilrennsport 1978 – Der US-Amerikaner Mario Andretti und der Schwede Ronnie Peterson hatten beim Automobilrennen um den Großen Preis von Frankreich für den dritten Lotus-Doppelsieg gesorgt.
3. Juli
West-Berlin 1978 – Aus der gewaltsamen Befreiung des mutmaßlichen Terroristen Till M. aus dem Gefängnis Moabit am 27. Mai hatte der West-Berliner Justizsenator Jürgen Baumann politische Konsequenzen gezogen und war zurückgetreten. Wenige Tage später hatte sein FDP-Parteigenosse Gerhard Moritz Meyer die Nachfolge von Baumann angetreten.
3. Juli
CSSR/BRD 1978 – Die Regierung der CSSR hatte der Botschaft der BRD in Prag mitgeteilt, dass die Akkreditierung des ARD-Korrespondenten Helmut Clemens zurückgenommen werde. Seine Arbeit diente nicht der „Entwicklung gutnachbarlicher Beziehungen“. Clemens hatte sich in einem nicht genehmigten Fernsehbericht aus Anlass des 10. Jahrestages des Einmarsches von Warschauer-Pakt-Truppen in die CSSR kritisch mit der politischen Situation in dem Land auseinandergesetzt.
3. Juli
China/Vietnam 1978 – Wegen zunehmender politischer und militärischer Spannungen hatte China seine wirtschaftliche und technische Unterstützung für Vietnam vollständig eingestellt.
3. Juli
USA 1978 – Zum ersten Mal in der Geschichte der US-amerikanischen Streitkräfte war eine Frau, Mary Clark, zur Generalmajorin befördert worden, die nun eine Militärpolizeischule kommandierte.
4. Juli
BRD 1978 – In Karlsruhe hatte Generalbundesanwalt Kurt Rebmann eine Bilanz der Maßnahmen gegen den politischen Terror gezogen, die u. a. besagte, dass sich 38 mutmaßliche Terroristen, darunter neun Rechtsradikale, in Haft befanden.
4. Juli
BRD 1978 – Für Untersuchungen am lymphatischen System war der Emil-von-Behring-Preis der Stadt Marburg an der Lahn (Hessen) dem Immunologen Peter Perlmann (Stockholm) verliehen worden.
5. Juli
Ägypten/Nahost 1978 – Die ägyptische Regierung hatte einen neuen Nahost-Friedensplan vorgelegt. Danach sollte Israel Westjordanien, den Gasastreifen und die Jerusalemer Altstadt innerhalb von fünf Jahren völlig räumen. Israel hatte diesen Plan jedoch abgelehnt.
5. Juli
Ghana 1978 – Staatschef General Ignatius Kutu Acheampong war überraschend zurückgetreten. Als Grund war die gefährdete innenpolitische Stabilität angegeben worden. Die Nachfolge hatte Generalleutnant Fred Akuffo angetreten.
5. Juli
Kanada 1978 – Vor der UNO hatte die kanadische Regierung bekanntgegeben, dass sie von der Sowjetunion Entschädigungen von mindestens 12 Millionen Dollar für die Folgen des Satellitenabsturzes über Kanada verlangten.
5. Juli
UNO 1978 – Die in Genf (Schweiz) eröffnete neue Session des Wirtschafts- und Sozialrats der UNO (ECOSOC) sollte der Weltwirtschaft und dem Nord-Süd-Dialog neue Impulse verleihen.
6. Juli
San Marino 1978 – Die kleinste Republik der Welt hatte eine neue Regierung erhalten. Dieser gehörten Vertreter der Sozialisten, der Sozialdemokratischen Einheitspartei und der KP an.
6. Juli
Südkorea 1978 – Der autoritär regierende südkoreanische Präsident Park Chung Hee war von den Wahlmännern für eine weitere fünfjährige Periode wiedergewählt worden.
6. Juli
Spanien 1978 – Mit 299 gegen eine Stimme hatte das Parlament die Abschaffung der Todesstrafe für Zivilbürger beschlossen.
7. Juli
DDR 1978 – In der Hauptstadt Ost-Berlin war der 23-jährige Nico Hübner wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Hübner hatte sich im März 1978 der Einberufung in die Nationale Volksarmee der DDR widersetzt unter Berufung auf den entmilitärisierten Status von ganz Berlin.
7. Juli
Salomonen/Großbritannien 1978 – Die ozeanische Inselgruppe war von Großbritannien unabhängig geworden. Erster Premierminister war Peter Kenilorea geworden.
7. Juli
BRD/DDR 1978 – Das Bundeskanzleramt hatte dem bisherigen stellvertretenden Außenminister der DDR, Ewald Moldt, das Agrément als neuer Ständiger Vertreter der DDR in der Bundesrepublik erteilt.
7. Juli
Spanien 1978 – Das Abgeordnetenhaus hatten einen Verfassungsartikel verabschiedet. Dieser sah die Trennung von Kirche und Staat vor.
7. Juli
Europa 1978 – Zum Abschluss ihrer seit dem 6. Juli andauernden Gipfelkonferenz in Bremen hatten sich die EG-Regierungschefs auf die Grundzüge eines europäischen Währungssystems geeinigt. Sorgen sollte der neue Währungsplan insbesondere für größere Stabilität an den Devisenmärkten.
7. Juli
Albanien/China 1978 – China hatte alle wirtschaftlichen, militärischen und technischen Hilfen für Albanien eingestellt.
7. Juli
Tennis 1978 – Durch einen Sieg über Chris Evert (USA) hatte die Exil-Tschechoslowakin Martina Navratilova zum ersten Mal das Damen-Einzel der offenen englischen Tennismeisterschaften in Wimbledon gewonnen.
8. Juli
BRD 1978 – Ein außerordentlicher Parteitag der niedersächsischen FDP hatte Heinrich Jürgens zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Der bisherige Vorsitzende Rötger Gross stellte sein Amt nach der Niederlage seiner Partei bei der vergangenen Landtagswahl zur Verfügung.
8. Juli
Italien 1978 – Der 82-jährige Sozialist Sandro Pertini, ein Veteran des Widerstands gegen den Faschismus, war im 16. Wahlgang zum neuen italienischen Staatspräsidenten gewählt worden.
8. Juli
Tennis 1978 – Der Schwede Björn Borg hatte erneut das Tennisturnier von Wimbledon gewonnen.
9. Juli
Bolivien 1978 – Die politische Rechte hatte sich bei den ersten Parlamentswahlen seit zwölf Jahren durch massive Wahlfälschungen die Mehrheit verschafft.
9. Juli
Schweiz/BRD 1978 – Nach Berechnungen ihrer statistischen Zentralämter hatten die Schweiz und die Bundesrepublik die niedrigsten Inflationsraten aller Industrieländer mit 1,1 Prozent bzw. 2,4 Prozent aufgewiesen.
9. Juli
Japan 1978 – Bei einer Testfahrt mit 290 km/h hatte ein auf einem Magnetkissen schwebender japanischer Verkehrszug einen Geschwindigkeitsrekord für Magnetbahnen aufgestellt.
9. Juli
BRD 1978 – Zur Eröffnung der Opernfestspiele der Bayerischen Staatsoper München war die Oper „Lear“ von Aribert Reimann mit großem Erfolg uraufgeführt worden.
9. Juli
Reitsport 1978 – Bei der Reitdressur-WM in Goodwood (Großbritannien) hatten Christine Stückelberger (Schweiz) und die Mannschaft der BRD die Gold-Medaillen gewonnen.
10. Juli
Mauretanien 1978 – Ministerpräsident Moktar Ould Daddha war vom Militär gestürzt worden. Die Macht war von einer Militärjunta unter Generalstabschef M. Ould Salek übernommen worden.
10. Juli
Irak 1978 – Der frühere Ministerpräsident Abdul Razzak an-Naif war den Folgen eines Revolverattentates vom Vortag erlegen, das ein 25-jähriger Araber in London verübt hatte.
10. Juli
BRD 1978 – Ein von Daimler-Benz und Bosch gemeinsam entwickeltes neues Bremssystem für Autos, das Anti-Blockier-System (ABS), war in Produktion gegangen. Durch diese technische Neuerung wurde das Ausbrechen der Fahrzeuge bei Vollbremsung verhindert.
11. Juli
Indonesien/Papua-Neuguinea 1978 – An der Grenze zwischen Papua-Neuguinea und dem zu Indonesien gehörenden westlichen Teil der Insel Neuguinea war es zu militärischen Spannungen gekommen. Indonesier hatten westpapuanische Guerillas über die Grenze verfolgt.
11. Juli
Spanien 1978 – Südlich von Sant Carles de la Rátapita an der Costa Daurada war ein mit 23 Tonnen Propylen-Flüssiggas beladener Tankwagen von der Nationalstraße 340 abgekommen. Er hatte die Mauer des Campingplatzes Los Alfaques durchbrochen, war explodiert und verwandelte den Platz in eine Flammenhölle. Bei dem Unglück waren 216 Menschen ums Leben gekommen. Weitere mehr als 300 Menschen waren verletzt worden. Davon hatten 64 Menschen schwere Verletzungen davongetragen.
12. Juli
Frankreich 1978 – Premierminister Raymond Barre hatte im Pariser Georges-Pompidou-Kulturzentrum die Ausstellung „Paris-Berlin“ eröffnet, die zum ersten Mal in Frankreich einen Abriss der deutschen Kunst von 1900 bis 1933 präsentierte.
12. Juli
Großbritannien 1978 – In London hatte die Generalsynode der Anglikanischen Kirche das Festhalten am Verbot der kirchlichen Wiedervermählung Geschiedener beschlossen.
13. Juli
USA/BRD 1978 – US-Präsident Jimmy Carter war zu einem offiziellen Staatsbesuch der Bundesrepublik in Bonn eingetroffen. Weitere Stationen seines Besuches bis zum 15. Juli waren Erbenheim bei Wiesbaden, West-Berlin und Frankfurt am Main.
13. Juli
BRD/Argentinien/Indonesien 1978 – Zwischen der Bundesrepublik und Argentinien sowie zwischen der BRD und Indonesien waren Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen worden.
13. Juli
BRD 1978 – Das Stuttgarter Landgericht hatte die Klage des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Hans Filbinger gegen den Schriftsteller Rolf Hochhuth und die Wochenzeitung „Die Zeit“ abgewiesen. Hochhuth nannte Filbinger in einem Artikel „Hitlers Marinerichter“ und einen „furchtbaren Juristen“.
13. Juli
BRD 1978 – Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Herbert Gruhl hatte in Bonn die Umweltschutzpartei „Grüne Aktion Zukunft“ (GAZ) gegründet.
13. Juli
Sowjetunion 1978 – Der Bürgerrechtler Alexander Ginsburg war von einem Moskauer Gericht wegen „antisowjetischer Propaganda“ zu acht Jahren Haft verurteilt worden.
14. Juli
USA/Europa 1978 – Der europäische Forschungssatellit „GEOS-2“, der neue Erkenntnisse über die äußere Atmosphäre und das Magnetfeld der Erde sammelte, startete in Kap Canaveral (US-Bundesstaat Florida).
14. Juli
Südafrika 1978 – Der südafrikanische Kirchenrat, eine Dachorganisation vorwiegend nichtweißer Christen, hatte in Johannesburg eine neue Nationalversammlung mit Vertretern aller Rassen gefordert.
15. Juli
Radrennsport 1978 – Wegen versuchten Dopingbetrugs war der belgische Radprofi Michel Pollentier als Sieger der 15. Etappe der Tour de France disqualifiziert worden. Das Gelbe Trikot des Spitzenreiters hatte der Niederländer Joop Zoetemelk übernommen.
16. Juli
BRD/International 1978 – In Bonn hatte der 4. Weltwirtschaftsgipfel der sieben stärksten Industriestaaten USA, BRD, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada begonnen.
17. Juli
Nahost 1978 – Die Außenminister Israels (Mosche Dajan), Ägyptens (Mohammed Ibrahim Kamel) und der USA (Cyrus Vance), waren zu einer Nahostkonferenz auf Schloss Leeds bei Maidstone (Grafschaft Kent) in Großbritannien zusammengekommen.
17. Juli
USA 1978 – Vor dem Kapitol in Washington, D. C. Hatten rund 1.000 Navajo-Indianer für die Einhaltung ihrer Rechte durch die US-amerikanischen Behörden demonstriert.
17. Juli
Ägypten 1978 – Ein Bus der städtischen Verkehrsbetriebe in Kairo war in den Nil gestürzt. Bei dem Unfall waren 55 Fahrgäste ums Leben gekommen.
17. Juli
Nordjemen 1978 – Ali Abdullah Salih war Staatspräsident von Nordjemen geworden.
18. Juli
BRD 1978 – Im Anschluss an den Bonner Weltwirtschaftsgipfel hatte der kanadische Premierminister Pierre E. Trudeau einen Staatsbesuch in der Bundesrepublik begonnen. Zusammen mit Bundeskanzler Helmut Schmidt hatte Trudeau auf der Ostseeinsel Fünen den dänischen Ministerpräsidenten Anker Jørgensen getroffen.
18. Juli
Sudan 1978 – In der Hauptstadt Khartum waren Delegationen aus 33 Staaten zum 15. Gipfeltreffen der Organisation Afrikanischer Einheit (OAU) zusammengekommen.
18. Juli
Schweiz 1978 – Im Zürcher Kammertheater war das Stück „Samstagabend – eine Liebesgeschichte“ von Alexander Ziegler zur Uraufführung gelangt.
19. Juli
Frankreich/Portugal 1978 – Als erstes französisches Staatsoberhaupt seit 1905 war Staatspräsident Valéry Giscard D‘Estaing zu einem offiziellen Besuch in Portugal eingetroffen.
19. Juli
USA/Sowjetunion 1978 – Wegen der jüngsten Dissidentenprozesse in Moskau hatte US-Präsident Jimmy Carter Sanktionen gegen die Sowjetunion erlassen. Aus diesem Grund hatte ein Sperry-Großcomputer nicht ausgeliefert werden dürfen.
19. Juli
Italien/Jugoslawien 1978 – In Norditalien und in Jugoslawien hatten Unwetter mit Hagelschauern schwere Schäden angerichtet.
19. Juli
Indien/Nepal 1978 – Nach einem Dammbruch nahe der indisch-nepalesischen Grenze waren 500 Menschen vermisst worden. In 20 Dörfern waren 4.000 Häuser von den Wassermassen weggespült worden.
20. Juli
BRD 1978 – Vor der Gedenkfeier für die Opfer des 20. Juli 1944 war es zu einem Streit um den SPD-Fraktionsvorsitzenden Herbert Wehner gekommen. Nachdem sich der CSU-Bundestagsabgeordnete Franz-Ludwig Graf Schenk von Stauffenberg kritisch zu Wehners politische Vergangenheit als zeitweiliges Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands geäußert hatte, hatte Wehner eine Teilnahme an den Feierlichkeiten abgelehnt.
20. Juli
Norwegen/Sowjetunion1978 – Die norwegische Küstenwache hatte ihre Aktivität verstärkt. In den vergangenen Wochen und Monaten waren zahlreiche sowjetische Schiffe in die Küstengewässer eingedrungen.
20. Juli
Fechten 1978 – In Hamburg war Alexander Pusch aus Tauberbischofsheim zum zweiten Mal Weltmeister im Degenfechten geworden.
20. Juli
Boxen 1978 – Nach einer schweren Niederlage im Box-Europameisterschaftskampf gegen den Briten Alan Minter war der Mittelgewichtler Angelo Jacopucci (Italien) ins Koma gefallen und noch am selben Tag verstorben.
21. Juli
Bolivien 1978 – Der Wahlgerichtshof hatte die Wahlen vom 9. Juli annulliert, weil systematische Wahlfälschungen festgestellt worden waren. General Juan Pereda Asbun, der die meisten Stimmen erhalten hatte, hatte die Macht durch einen Putsch übernommen. Der Putsch war der 189. in der 153-jährigen Geschichte des Landes. Zahlreiche Oppositionsführer waren verhaftet worden.
22. Juli
Ägypten 1978 – Präsident Muhammad Anwar As Sadat hatte Initiativen zur Verankerung eines demokratischen Sozialismus und des Mehrparteiensystems in der Verfassung des Landes angekündigt.
22. Juli
Indien 1978 – Mehr als 2 Millionen Einwohner waren durch schwere Überschwemmungen obdachlos geworden. In Neu-Delhi erkrankten fast 200.000 Menschen an Malaria.
23. Juli
International 1978 – An der 11. Weltkonferenz anglikanischer Bischöfe in Canterbury hatten mehr al 450 Geistliche und andere kirchliche Würdenträger teilgenommen. Die Zulassung von Frauen zu geistlichen Ämtern und die Menschenrechte waren die wichtigsten Themen der Weltkonferenz.
23. Juli
Radrennsport 1978 – Der Franzose Bernard Hinault hatte die Tour de France als Gesamtsieger gewonnen. Es war seine erste Teilnahme an der Tour gewesen.
24. Juli
Chile 1978 – Der Luftwaffenchef General Gustavo Leigh, ein für Reformen eintretender Gegenspieler des Diktators Augusto Pinochet Ugarte innerhalb der herrschenden Militärjunta, hatte seinen Posten verloren.
25. Juli
Jugoslawien 1978 – Unter dem Vorsitz des ceylonesischen (heute Birma) Außenministers B. H. Abdul Hameed hatte im Belgrader Save-Zentrum die Außenministertagung der Blockfreien begonnen. Jugoslawiens Präsident Josip Broz Tito hatte die Eröffnungsrede gehalten. Die Konferenz dauerte bis zum 29. Juli.
25. Juli
USA 1978 – Zwei Versuche, Marschflugkörper (Cruise Missile) vom Typ „Tomahawk“ der US-amerikanischen Marine waren missglückt. Beide Flugkörper gerieten außer Kontrolle und explodierten.
25. Juli
BRD 1978 – Mit einer Neuinszenierung des „Fliegenden Holländers“ des in der DDR lebenden Regisseurs Harry Kupfer waren die Bayreuther Wagner-Festspiele eröffnet worden. Die musikalische Leitung hatte Dennis Russel Davies übernommen.
25. Juli
Großbritannien 1978 – In London war das erste Retortenbaby (außerhalb des Mutterleibs gezeugt) geboren worden.
26. Juli
Dominikanische Republik 1978 – Durch die Wahl von Antonio Guzman zum Präsidenten war die politische Krise im Land beigelegt worden.
26. Juli
BRD 1978 – Das Hamburger Landgericht hatte die „Sexismus“-Klage von zehn Frauen – unter ihnen „Emma“-Herausgeberin Alice Schwarzer und die Schauspieler Inge Meysel – gegen die Hamburger Illustrierte „stern“ abgewiesen.
26. Juli
Österreich 1978 – Die Salzburger Festspiele waren mit dem „Rosenkavalier“ von Richard Strauss eröffnet worden. Die Inszenierung hatte Günther Rennert besorgt und die musikalische Leitung hatte Christoph von Dohnanyi übernommen.
27. Juli
Portugal 1978 – Ministerpräsident Mario Soares hatte drei Tage nach dem Austritt der Konservativen aus der Regierung zurücktreten müssen.
27. Juli
UNO 1978 – Der UNO-Sicherheitsrat hatte dem westlichen Plan für die Unabhängigkeit Namibias zugestimmt. UN-Generalsekretär Kurt Waldheim hatte den Auftrag für die Vorbereitung der Wahlen in dem bislang von Südafrika dominierten Land erhalten.
27. Juli
Äquatorialguinea 1978 – Die Regierung unter Präsident Macias Nguema hatte alle katholischen Kultushandlungen verboten. Etwa 80 Prozent der Bevölkerung hatten der katholischen Kirche angehört.
28. Juli
Italien 1978 – Die Christlich-Demokratische Partei Italiens hatten den bisherigen Fraktionschef Flaminio Piccoli als Nachfolger des ermordeten Aldo Moro zum Parteivorsitzenden gewählt.
28. Juli
BRD 1978 – Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt hatte den Büchner-Preis dem Schriftsteller Hermann Lenz zugesprochen. Der Preis gilt als der angesehenste Literaturpreis der Bundesrepublik.
28. Juli
Segeln 1978 – Der österreichische Segler Hubert Raudaschl war mit seinem Vorschoter Karl Feste vorn Medemblik (Niederlande) Europameister in der Starboot-Klasse geworden.
29. Juli
Zaire/Angola 1978 – Die beiden afrikanischen Staaten hatten ihren jahrelangen Konflikt beigelegt und diplomatische Beziehungen aufgenommen.
29. Juli
Frankreich 1978 – Im europäischen Flugverkehr hatte ein mehrtägiger Bummelstreik der französischen Fluglotsen zu starken Störungen.
29. Juli
Automobilrennsport 1978 – Auf dem Hockenreimring hatte der US-Amerikaner Mario Andretti den Großen Preis von Deutschland der Formel I gewonnen. Es war bereits Andrettis fünfter Saison-Sieg gewesen.
30. Juli
BRD 1978 – Bei einem Einbruch in die Hamburger Kunsthalle waren 22 Bilder im Gesamtwert von rund 2 Millionen DM gestohlen worden. U. a. waren Werke von Edgar Degas und Auguste Renoir darunter gewesen.
31. Juli
Libanon 1978 – Zum ersten Mal seit Beginn des Bürgerkriegs vor drei Jahren waren reguläre libanesische Truppen in den Südlibanon einmarschiert.
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