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Dezember 1976 - Friede, Freude...wenig von allem

Kalender Dezember 1976
In der Bundesrepublik hatten die Wahlen zum Amt des Bundeskanzlers erneut Helmut Schmidt an die Spitze des Landes gebracht. Mit 250 Stimmen hatte Schmidt nur mit einer Stimme die zur Wahl notwendige absolute Mehrheit erzielt. Damit hatte das Zünglein an der Waage zu seinem Gunsten ausgeschlagen. Und in seiner Regierungserklärung kündigte er vor dem 8. Deutschen Bundestag die Fortsetzung seiner „Friedens- und Reformpolitik“ an. In Polen dagegen gab es einen Rücktritt. In Warschau war der Außenminister des Landes, Stefan Olszowski, zurückgetreten. Ihm folgte im Amt der bisherige Umweltminister Emil Wojtaszek. In Belgien gab es Zoff, keinen auf politischer Ebene, sondern auf musikalischer. Das belgische Nationalorchester war wegen des Konflikts zwischen Wallone und Flamen aufgelöst worden. Es war in zwei Orchester mit flämischen und wallonischen Musikern geteilt worden. Dabei verbindet Musik doch die Menschen. Hier war die Zweitteilung scheinbar die einzige Lösung. Jedenfalls schien nun Friede, Freude usw. eingekehrt zu sein. Eine Einigung hatte es endlich auch im Erbstreitigkeitsfall um die Hinterlassenschaft des spanischen Malers Pablo Picasso gegeben, deren Wert auf rund 2,5 Milliarden geschätzt worden war. Klar, dass da gleich die Neider auf den Plan traten.
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Wichtige Ereignisse im Dezember 1976

1. Dezember
Mexiko 1976 – In der Hauptstadt des Landes war José Lopez Portillo als Präsident von Mexiko vereidigt worden.
1. Dezember
UNO 1976 – Angola war als neues Mitglied in die UNO aufgenommen worden.
1. Dezember
Libyen 1976 – Die staatliche libysche „Arab Foreign Bank“ hatte zehn Prozent des Aktienkapitals des spanischen Tochterunternehmens der Fiat-Werke SEAT übernommen.
1. Dezember
BRD/West-Berlin 1976 – Ein West-Berliner Gericht hatte den Verkauf des deutschen Unternehmens Fichtel & Sachs an einen britischen Konzern genehmigt. Der Verkauf war zunächst vom Bundeskartellamt untersagt worden.
1. Dezember
Sport 1976 – Die internationale Sportpresse hatte die rumänische Kunstturnerin Nadia Comaneci und den kubanischen Leichtathleten Alberto Juantorena zu den Sportlern des Jahres 1976 gewählt.
2. Dezember
BRD 1976 – Der Rheinland-Pfälzische Landtag hatte Bernhard Vogel zum Ministerpräsidenten gewählt. Damit wurde er zu Helmut Kohls Nachfolger. Der übernahm den Vorsitz der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag.
2. Dezember
China 1976 – Der bisherige UN-Botschafter der Volksrepublik China bei der UN, Hung Hua, war zum Nachfolger von Chio Kuan-hua im Amt des Außenministers ernannt worden.
2. Dezember
BRD/Musik 1976 – In Herne waren zum ersten Mal die „Tage alter Musik“ veranstaltet worden. Im Mittelpunkt der viertägigen Konzertreihe hatte die Orgelmusik gestanden.
3. Dezember
USA 1976 – Der neue Präsident der Vereinigten Staaten, Jimmy Carter, der am 2. November 1975 gewählt worden war, gab in Washington bekannt, dass künftig Cyrus Vance anstelle von Henry Kissinger das Amt des Außenministers inne haben werde.
3. Dezember
Polen 1976 – Der polnische Außenminister Stefan Olszowski hatte in Warschau seinen Rücktritt erklärt. Zu seinem Nachfolger war der bisherige Umweltminister Emil Wojtaszek ernannt worden.
3. Dezember
Irland 1976 – In Dublin war der neue irische Staatspräsident John Patrick Hillery feierlich in sein Amt eingeführt worden. Er trat die Nachfolge von Cearbhall O'Dalaighs an, der am 22. Oktober wegen des Streiks um die Anti-Terror-Gesetzgebung seiner Regierung von seinem Amt zurückgetreten war.
3. Dezember
Belgien 1976 – Das belgische Nationalorchester war wegen des Konflikts zwischen Wallonen und Flamen aufgelöst worden. Es war in zwei Orchester mit flämischen und wallonischen Musiker geteilt worden.
3. Dezember
Fußball 1976 – Der Fußballverein Schalke 04 und der Deutsche Fußball-Bund hatten sich auf eine fünfwöchige Sperre für die in sogenannten Bundesligaskandal verwickelten Vereinsspieler geeinigt.
4. Dezember
Zentralafrikanische Republik 1976 – In der Hauptstadt des Landes, Bangui, hatte Jean Bedel Bokassa das Kaiserreich Zentralafrika proklamiert und sich zum Kaiser krönen lassen.
4. Dezember
USA/UdSSR 1976 – Angaben des US-Verteidigungsministeriums zufolge hatte die Streitkräfte der UdSSR im Pazifik eine U-Boot-Rakete mit einer Reichweite von rund 9.000 km erfolgreich getestet. Die auf US-U-Booten stationierten Raketen hatten nach offiziellen Verlautbarungen eine maximale Reichweite von 4.600 km.
4. Dezember
Sowjetunion 1976 – In ihrer neuesten Ausgabe hatte die sowjetische Zeitschrift „Literaturnaja Gaseta“ von den Problemen jugendlicher Rauschgiftsüchtiger berichtet. Es war das erste Mal, dass in der UdSSR das Thema öffentlich behandelt wurde. Die Existenz von Drogenabhängigen in der Sowjetunion war bislang von der Moskauer Führung stets geleugnet worden.
5. Dezember
Japan 1976 – Die Liberal-Demokratische Partei war aus der Unterhauswahl im Zuge des Lockheed-Skandals als stärkste politische Kraft hervorgegangen. Ihre absolute Mehrheit hatte sie erstmals seit 1955 verloren.
5. Dezember
Schweiz 1976 – Die schweizerische Bevölkerung hatte sich in einer Volksabstimmung gegen die Einführung der 40-Stunden-Woche ausgesprochen.
5. Dezember
Musik/International 1976 – Bei der Premiere in Paris war eine Inszenierung der Oper „Rheingold“ von Richard Wagner durch den deutschen Regisseur Peter Stein mit Ablehnung aufgenommen worden. Stürmischen Applaus erhielt dagegen die musikalische Leitung von George Solti.
6. Dezember
Frankreich 1976 – Die Gaullisten hatten auf ihrem Parteitag in Paris ihre Partei in Rassemblement pour la République (RPR) umbenannt. Ihr erster Vorsitzender war der am 25. August zurückgetretene Ministerpräsident Jacques Chirac geworden.
7. Dezember
UNO 1976 – In New York war UN-Generalsekretär Kurt Waldheim vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt worden.
7. Dezember
Fußball/Schweiz 1976 – In Bern war die „Vereinigung Schweizer Fußballspieler“ gegründet worden. Die Organisation versteht sich als eine Gewerkschaft und hatte zum Ziel, die Interessen der Spieler gegenüber Vereinen und Verbänden zu vertreten.
8. Dezember
BRD 1976 – Die Koalitionsrunde zwischen SPD und FDP hatte entgegen ihrer Wahlaussagen die Erhöhung der Renten um 10 Prozent zum 1. Juli 1977 abgelehnt. Daraufhin war die SPD von der Opposition des „Wahlbetruges“ bezichtigt worden.
8. Dezember
Alaska 1976 – In Alaska war die rund 1.300 km lange Pipeline, die von den Ölförderungsgebieten in Nordalaska zum Hafen Valdez führt, fertiggestellt worden.
8. Dezember
Musik/International 1976 – In den USA war das Album „Hotel California“ der Rockband „Eagles“ erschienen. In der Folge stieg es in die Spitzengruppe der meistverkauften Alben auf.
9. Dezember
USA/NATO 1976 – Der designierte US-amerikanische Präsident Jimmy Carter hatte in einer Botschaft an die Außenministerkonferenz der NATO das westliche Verteidigungsbündnis als Herzstück der Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und Westeuropa bezeichnet.
9. Dezember
BRD 1976 – In Mainz waren die Kabarettisten Emil Steinberger und Ortrud Beginnen sowie der Chansonnier Christof Stählin mit dem Deutschen Kleinkunstpreis ausgezeichnet worden. Der Schauspieler Gert Fröbe hatte für seine darstellerischen Leistungen einen Sonderpreis erhalten.
9. Dezember
Skisport 1976 – Die Skiläuferin Lise-Marie Morerod (Schweiz) hatte in Val d'Isère das erste Weltcuprennen der Saison 1976/77 gewonnen.
10. Dezember
NATO/Warschauer Pakt 1976 – Die NATO hatte den Vorschlag des Warschauer Paktes, den Verzicht auf Ersteinsatz von Atomwaffen vertraglich festzuschreiben, abgelehnt. Dieser Vorschlag würde lediglich der Propaganda der kommunistisch geführten Staaten dienen.
10. Dezember
Algerien 1976 – Bei den Präsidentschaftswahlen in Algerien war Houari Boumedienne für sieben Jahre in das höchste Staatsamt gewählt worden. Boumedienne war auch weiterhin Vorsitzender des Revolutionsrates des sozialistischen, nordafrikanischen Staates geblieben, das das höchste politische Gremium des Landes darstellte.
10. Dezember
CSSR 1976 – In der CSSR waren mehrere Führer des sogenannten Prager Frühlings (1968) aus der Haft entlassen worden. Unter ihnen hatte sich unter anderem Milan Hübl befunden.
10. Dezember
Nobelpreise 1976 – In der schwedischen Hauptstadt Stockholm waren die Nobelpreise verliehen worden. Alle Auszeichnungen waren an US-Amerikaner verliehen worden. Der Friedensnobelpreis wurde nicht vergeben.
11. Dezember
USA/Israel 1976 – Die USA hatten der israelischen Luftwaffe die ersten Exemplare des Kampfflugzeuges F-15 Starfighter geliefert. Die Maschine war angeblich der aus der Sowjetunion stammenden MiG 23 der arabischen Streitkräfte überlegen.
11. Dezember
Italien/Film 1976 – In Rom war der Spielfilm „Casanova“ des italienischen Regisseurs Federico Fellini zur Uraufführung gelangt. Die Kinos in Rom waren aufgrund begeisterten Kritiken für zwei Monate im Voraus ausverkauft gewesen. Die Titelrolle hatte Donald Sutherland übernommen.
12. Dezember
BRD 1976 – Die Vorsitzenden von CDU/CSU, Helmut Kohl und Franz Josef Strauß hatten sich in Bonn auf die Fortsetzung der Fraktionsgemeinschaft der beiden Parteien geeinigt. Seitens der CSU war die Fraktionsgemeinschaft am 19. November überraschend aufgekündigt worden.
12. Dezember
Portugal 1976 – Aus den ersten freien Gemeindewahlen in Portugal war die Sozialistische Partei als eindeutiger Sieger hervorgegangen.
13. Dezember
USA 1976 – In Washington war der Demokrat Jimmy Carter von dem Wahlmänner-Gremium offiziell zum 39. Präsidenten der USA gewählt worden.
13. Dezember
Österreich 1976 – Die Innenstadt der österreichischen Hauptstadt Wien war nach einem Banküberfall Schauplatz einer spektakulären Schießerei zwischen Bankräubern und der Polizei geworden. Zunächst war den Tätern die Flucht gelungen. Auf dem Flughafen in Frankfurt am Main konnten sie wenig später verhaftet werden.
14. Dezember
BRD 1976 – Der am 3. Oktober gewählte 8. Deutsche Bundestag konstituierte sich in Bonn und wählte Karl Carstens zum Parlamentspräsidenten als Nachfolger von Annemarie Renger.
14. Dezember
BRD/Südkorea 1976 – Die Bundesrepublik und Südkorea hatten ein Doppelbesteuerungsabkommen abgeschlossen.
14. Dezember
BRD 1976 – Der Student Richard Oetker war in Freising (Bayern) von Dieter Zlof entführt worden. Dieser wollte von der Familie Lösegeld erpressen.
15. Dezember
BRD 1976 – Mit den Stimmen von SPD und FDP war Helmut Schmidt als Bundeskanzler wiedergewählt worden. Mit 250 Stimmen hatte Schmidt nur mit einer Stimme die zur Wahl notwendige absolute Mehrheit erzielt.
15. Dezember
Spanien 1976 – Die spanische Bevölkerung hatte sich in einem Volksentscheid mit überwältigender Mehrheit für die Abhaltung von freien Wahlen ausgesprochen.
15. Dezember
UNO 1976 – Die Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York hatte den Vorschlag von Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher über eine Anti-Terrorismus-Konvention angenommen. Unter anderem war in der Konvention gefordert worden, unter keinen Umständen auf Forderungen von Geiselnehmern einzugehen.
15. Dezember
Italien 1976 – Das Oberste Militärgericht in Rom hatte die Entscheidung eines Gerichts vom 11. November aufgehoben, wonach der in Haft befindliche ehemalige Vertraute Heinrich Himmlers, Heinrich Kappler, aus gesundheitlichen Gründen aus der Haft entlassen werden sollte. Gegen dessen Entlassung hatte es in den letzten Wochen eine Reihe von Demonstrationen und Proteste gegeben.
15. Dezember
Argentinien 1976 – Bei einem Bombenanschlag auf eine Dienststelle des argentinischen Verteidigungsministeriums in Buenos Aires waren 14 Menschen ums Leben gekommen. Die Polizei hatte Anhänger der gestürzten Präsidentin Isabel Perón als Täter vermutet.
15. Dezember
UNO 1976 – Der Inselstaat Samoa war von der UNO als neues Mitglied aufgenommen worden.
16. Dezember
BRD 1976 – In seiner Regierungserklärung hatte Bundeskanzler Helmut Schmidt vor dem 8. Deutschen Bundestag die Fortsetzung seiner „Friedens- und Reformpolitik“ angekündigt.
16. Dezember
UNO 1976 – In New York hatte die Vollversammlung der Vereinten Nationen die Militärjunta unter Präsident Augusto Pinochet Ugarte wegen fortgesetzter Verstöße gegen die Menschenrechte verurteilt.
16. Dezember
Jamaika 1976 – Aus den Parlamentswahlen auf Jamaika war die Nationale Volkspartei unter Michael Norman Manley als Sieger hervorgegangen. Das Wahlergebnis hatte in den USA Sorge ausgelöst, da die linksgerichtete Partei eine politische Annäherung an Kuba anstrebte.
16. Dezember
BRD 1976 – Der am 14. Dezember entführte Industriellensohn Richard Oetker war gegen Zahlung von 21 Millionen DM Lösegeld freigelassen worden.
17. Dezember
International 1976 – Die Organisation der Erdöl exportierenden Länder (OPEC) hatte auf ihrer Tagung in Doha (Katar) zum 1. Januar 1977 eine Erhöhung der Ölpreise beschlossen.
17. Dezember
CSSR 1976 – In der Prager Wenzelskapelle waren die Krone, das Szepter und der Reichsapfel von König Ottokar II. entdeckt worden. Er herrschte von 1253 bis 1278.
17. Dezember
Musik/Österreich 1976 – In Wien war die Oper „Kabale und Liebe“ des österreichischen Komponisten Gottfried von Einem uraufgeführt worden.
17. Dezember
BRD/DDR/Theater 1976 – Die geplante Uraufführung eines Stücks des DDR-Dramatikers Peter Hacks an den Münchener Kammerspielen wurde abgesetzt. Hacks hatte sich öffentlich für die Ausbürgerung des DDR-Liedermachers Wolf Biermann ausgesprochen.
18. Dezember
Sowjetunion/Schweiz 1976 – In Zürich war der seit 1972 inhaftierte sowjetische Bürgerrechtler Wladimir Bukowski gegen den seit 1972 inhaftierten chilenischen KP-Chef Luis Corvalán ausgetauscht worden.
19. Dezember
USA 1976 – Im Hafen der US-amerikanischen Stadt Long Beach (US-Bundesstaat Kalifornien) war der unter liberianischer Flagge fahrende Supertanker „Sansinema“ explodiert. Mehrere Menschen waren bei dem Unglück ums Leben gekommen.
20. Dezember
Israel 1976 – Da nach dem Austritt der Unabhängigen Liberalen und der Entlassung von zwei Ministern der National-Religiösen Partei aus dem Kabinett die Regierungskoalition unter Ministerpräsident Yitzhak Rabin über keine Parlamentsmehrheit mehr verfügte, hatte die israelische Regierung ihren Rücktritt erklärt. Staatspräsident Ephraim Katzir hatte für das Frühjahr 1977 Neuwahlen ausgeschrieben.
20. Dezember
BRD/Justiz 1976 – In Hamburg war der vierfache Frauenmörder Fritz Honka zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht hatte ihm eine verminderte Zurechnungsfähigkeit bescheinigt. Der „Fall Honka“ beherrschte wochenlang die Schlagzeilen in der bundesdeutschen Boulevard-Presse.
21. Dezember
Syrien/Ägypten 1976 – Auf einer Konferenz in Kairo (Ägypten) hatten die Regierungen Syriens und Ägyptens eine gemeinsame politische Führung für die beiden Länder beschlossen sowie die Hinwirkung auf die Vereinigung beider Länder.
21. Dezember
Schweiz 1976 – In Genf war das Protonensynchroton der Europäischen Organisation für Kernforschung (CRN) nach vierjähriger Bauzeit fertiggestellt worden. Für die hochtechnisierte Anlage waren nach offiziellen Angaben rund 1,1 Milliarden DM aufgewendet worden.
21. Dezember
Frankreich 1976 – Die Erben des spanischen Malers Pablo Picasso hatten sich im südfranzösischen Grasse in einem außergerichtlichen Vergleich auf die Verteilung der Hinterlassenschaft indes Künstlers geeinigt. Damit war der seit dem Tod Picassos im Jahr 1973 erbittert geführte Streit um das Vermögen, das auf einen Wert von rund 2,5 Milliarden DM geschätzt wurde, zu Ende gegangen.
21. Dezember
Fußball 1976 – Der FC Bayern München hatte in Rio de Janeiro (Brasilien) gegen den landeseigenen Klub Cruzeiro Belo Horizonte den Weltpokal gewonnen.
21. Dezember
Eishockey 1976 – In Moskau hatte die Eishockey-Auswahl der Sowjetunion den Iswestija-Cup vor Schweden und der CSSR gewonnen.
22. Dezember
DDR 1976 – Die Staatsführung der DDR hatte dem ARD-Korrespondenten Lothar Loewe die Akkreditierung wegen „Diffamierung des Volkes und der Regierung der DDR“ entzogen.
22. Dezember
Niederlande/Schweiz 1976 – Der niederländische Kunsthändler Pieter Menten war von der Schweiz an die Niederlande ausgeliefert worden. Menten waren schwere Kriegsverbrechen während des Zweiten Weltkriegs vorgeworfen worden.
22. Dezember
Spanien 1976 – Der spanische KP-Führer Santiago Carillo, der sich illegal in Spanien aufhielt, war in Madrid von der Polizei verhaftet worden. Carillo war am wenige Tage später, am 30. Dezember, gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt worden.
23. Dezember
Polen 1976 – In Warschau waren mehrere Mitglieder des „Komitees zur Verteidigung der Arbeiterrechte“ von polnischen Sicherheitskräften verhaftet worden. Die Organisation hatte Flugblätter verteilt, in denen zum Widerstand gegen die Wirtschaftspolitik der polnischen Führung aufgerufen worden war.
23. Dezember
UNO 1976 – Die Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York hatte das Jahr 1979 zum „Jahr des Kindes“ ausgerufen.
24. Dezember
Japan 1976 – In Tokio war Takeo Fukuda zum japanischen Regierungschef gewählt worden. Der Amtsvorgänger Takeo Midi war zurückgetreten. Er übernahm damit die Verantwortung für die Stimmenverluste der Liberalen Partei bei den Parlamentswahlen.
24. Dezember
Frankreich 1976 – Der französische Parlamentarier Prinz Jean de Broglie, der 1962 die Beendigung des Algerienkrieges ausgehandelt hatte, war in Paris einem Attentat zum Opfer gefallen. Die Polizei hatte später zwei Geschäftsfreunde des Politikers verhaftet, die vermutlich die Auftraggeber für das Attentat waren.
24. Dezember
Libyen 1976 – Das Parlament in Beirut hatte Ministerpräsident Salim Al Huss Sondervollmachten zur Beendigung des Bürgerkriegs erteilt.
24. Dezember
International 1976 – Im Roten Meer waren bei einem Schiffsunglück 127 Menschen ums Leben gekommen. Sie hatten sich auf einer Pilgerfahrt nach Mekka befunden.
25. Dezember
BRD 1976 – Erstmals seit sieben Jahren konnten die Bundesbürger wieder eine „weiße Weihnacht“ feiern. Bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt hatte in nahezu allen Teilen der Bundesrepublik eine geschlossene Schneedecke gelegen.
26. Dezember
Philippinen 1976 – Der philippinische Präsident Ferdinand Marcos hatte enie Teilamnestie erlassen. Es waren rund 1500 der nach internationalen Schätzungen 5000 politischen Gefangenen, die aus der Haft entlassen worden waren.
26. Dezember
Südafrika 1976 – Südafrika war während der Weihnachtstage von bürgerkriegsähnlichen Unruhen erschüttert worden. Bei Kämpfen zwischen Schwarzen und der Polizei waren in der Provinz Natal und den Vorstädten von Kapstadt und Johanndesburg 137 Menschen ums Leben gekommen.
26. Dezember
International 1976 – Über Bangkok (Thailand) war eine Boeing 707 der ägyptischen Fluggesellschaft Egypt Air nach einem Navigationsfehler des Piloten abgestürzt. Bei dem Unglück waren 72 Menschen ums Leben gekommen.
26. Dezember
BRD 2015 – Die Stadt Mainz (Rheinland-Pfalz) hatte dem deutschen Schriftsteller Carl Zuckmayer anlässlich seines 80. Geburtstages am 27. Dezember die Ehrenbürgerwürde verliehen.
27. Dezember
USA 1976 – Auf dem Delaware-River (US-Bundesstaat Delaware) war der liberianische Tanker „Olymp Games“ auf Grund gelaufen. Rund 134.000 Gallonen Öl liefen aus. Sie hatten eine Ölpest verursacht.
27. Dezember
Fußball 1976 – Die europäischen Sportjournalisten hatten Franz Beckenbauer zu „Europas Fußballer des Jahres“ gewählt. Bereits 1972 hatte der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft mit diesem Titel geehrt worden.
28. Dezember
USA 1976 – Der künftige US-Präsident Jimmy Carter hatte in Washington seine außenpolitischen Vorstellungen erläutert. Ein Treffen mit dem sowjetischen Parteichef Leonid I. Breschnew hatte er als eine vorrangige Aufgabe bezeichnet, damit die Verhandlungen um das SALT-II-Rüstungsbegrenzungsabkommen abgeschlossen werden konnten.
29. Dezember
BRD/DDR 1976 – Nach Angaben des Ministeriums für innerdeutsche Beziehungen waren 1976 rund 5.200 Menschen aus der DDR geflüchtet. Es waren 1.100 politische Häftlinge „freigekauft“ worden.
29. Dezember
Großbritannien/Rhodesien 1976 – Die britische Regierung hatte sich bereit erklärt, während einer Übergangsphase des Regierungswechsels in Rhodesien einen Hochkommissar einzusetzen. Der Vorsitzende der Rhodesien-Konferenz, Ivor Richard, hatte daraufhin eine Reise in mehrere afrikanische Staaten unternommen, um den Vorschlag zu unterbreiten.
29. Dezember
Südkorea 1976 – In Seoul waren der ehemalige Staatspräsident Südkoreas, Yun Poson, und der Oppositionsführer Kim Dae Jung wegen Verstoßes gegen die Notstandsgesetze zu je fünf Jahren Gefängnis verurteilt worden.
30. Dezember
China 1976 – Offiziellen Angaben aus Peking zufolge war in Baoting, einem Landkreis 150 km südlich der Hauptstadt, ein Putsch von Anhängern der „Viererbande“ niedergeschlagen worden. Damit war der seit dem Tod von Mao Zedong tobende Kampf um den politischen Kurs der Volksrepublik entschieden worden.
31. Dezember
Spanien 1976 – In der spanischen Hauptstadt Madrid hatte die Regierung die Auflösung der politischen Gerichtshöfe verfügt. Außerdem durfte die Armee nicht mehr über politische Gewalttäter zu Gericht sitzen.
31. Dezember
Vietnam 1976 – In Hanoi hatten frühere prominente Gegner des US-Engagements im Vietnamkrieg, unter ihnen Joan Baez und Allen Ginsberg, gegen die Unterdrückung der freien Meinungsäußerung durch die kommunistische Führung sowie für die Freilassung der politischen Gefangenen protestiert.
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