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Januar 2000 – Die CDU-Geldaffäre kam nicht aus den Schlagzeilen

Kalender Januar 2000
Die Parteispendenaffäre der CDU, in die Altkanzler Helmut Kohl verwickelt war, führte zu Ermittlungen gegen ihn. Namen werde er nicht nennen, hatte er angekündigt. Daran hielt er fest und so kam es zu Spekulationen über Schwarzkonten und dunkle Machenschaften. Wolfgang Schäuble versuchte sich ebenfalls aus der Affäre zu ziehen, was ihm auch glimpflich gelang. Dass man auch dem Bundespräsidenten Johannes Rau am Zeug flicken konnte, veranlasste den niedersächsischen Politiker Christian Wulff, diesen zum Rücktritt aufzufordern. Wulff gehörte zu den schärfsten Gegnern von Rau. Über diese unerfreulichen Mauscheleien gelangte der Tschetschenien-Krieg gerade noch so ins kollektive Gedächtnis der Deutschen. Für Musikliebhaber war der Januar ein trauriger Monat. Einer der weltbesten Beethoven-Interpreten, Friedrich Gulda, war im Alter von 69 Jahren gestorben.
<< Dezember 1999

Februar 2000 >>

1. Januar
Schweiz 2000 – Bundespräsident der Schweiz wurde Adolf Ogi. Am selben Tag wurde die neue Bundesverfassung im Land wirksam.
1. Januar
Turkmenistan 2000 – In Turkmenistan kam es zur Abschaffung der Todesstrafe.
2. Januar
BRD 2000 – In Bochum (Nordrhein-Westfalen) war das Loch von Höntrop entstanden, zwei trichterförmige und 15 Meter tiefe Tagesbrüche inmitten eines Wohngebietes. Bei diesem spektakulären Ereignis waren keine Personen zu Schaden gekommen.
3. Januar
BRD 2000 – Gegen Altkanzler Helmut Kohl waren wegen der CDU-Parteispendenaffäre Ermittlungen aufgenommen worden. Kohl, der zugegeben hatte, in den Jahren von 1993 bis 1998 bis zu zwei Millionen DM in bar angenommen zu haben und auf Schwarzkonten eingezahlt hatte, war nicht willens, die Namen der Spender zu nennen.
3. Januar
Russland 2000 – Die Verwaltung im Moskauer Kreml wurde vom russischen Übergangspräsidenten Wladimir Putin umgebildet. Putin entließ u. a. die Tochter seines Vorgängers im Amt Boris Jelzin. Dessen Tochter, Tatjana Djatschenko war Beraterin im Kreml gewesen. Sie stand im Verdacht, westliche Hilfsgelder veruntreut zu haben.
4. Januar
Norwegen 2000 – Etwa 150 km nördlich der norwegischen Hauptstadt Oslo waren auf einer eingleisigen Strecke zwei Züge zusammengerast und in Brand geraten. Von einem der beiden Züge war ein Stoppsignal überfahren worden. Bei dem Unglück waren mindestens 19 Personen ums Leben gekommen.
4. Januar
EU/Frankreich 2000 – Wegen des Streites um die Einfuhr von britischem Rindfleisch verklagten sich Frankreich und die Europäische Kommission gegenseitig vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH).
5. Januar
BRD 2000 – Die Regierungskoalition hielt an der Ökosteuer fest, obwohl weitere Verfassungsklagen angedroht wurden.
5. Januar
Film 2000 – In München erlag im Alter von 80 Jahren der Filmregisseur Bernhard Wicki einem Herzversagen. Der gebürtige Österreicher war einer der bedeutendsten Filmregisseure der Nachkriegszeit gewesen. Wicki, der am 28. Oktober 1919 geboren worden war, wurde mit seinem Antikriegsfilm „Die Brücke“ aus dem Jahr 1959 weltberühmt.
5. Januar
BRD 2000 – In Hamburg starb der Schauspieler und Kabarettist Diether Krebs. Der Komiker, der u. a. durch TV-Sendungen wie „Sketchup“ und auch durch den Song „Ich bin der Martin, ne…“ bekannt war, war am 11. August 1947 in Essen geboren worden. Seinen Durchbruch hatte Diether Krebs mit der Serie „Ein Herz und eine Seele“.
6. Januar
China 2000 – Zwei führende Anhänger der verbotenen Falun-Gong-Bewegung wurden in Wuhan (China) zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Seit dem offiziellen Verbot der Bewegung im Juli 1999 waren mindestens 150 führende Mitglieder verhaftet worden. Neun von ihnen bekamen Haftstrafen bis zu 18 Jahren.
6. Januar
Skisport 2000 – In Bischofshofen (Österreich) wurde die Internationale Vierschanzentournee von dem Österreicher Andrea Widhölzl (*1976) gewonnen. Der deutsche Skispringer Martin Schmitt (*1978) wurde Dritter.
6. Januar
BRD 2000 – Von den Warenhausketten Karstadt, Kaufhof und Hertie wurden Zehntausende Fußball-Trikots des US-amerikanischen Herstellers Nike wegen möglicher Gesundheitsgefahren aus dem Verkauf genommen. Die Maßnahme war eine Reaktion auf einen ARD-Bericht, in dem von der Entdeckung des hochgiftigen Tributylzinns (TBT) die Rede gewesen war.
7. Januar
Monaco 2000 – Eine eigene Vertretung in der EU in Brüssel wurde von Monaco eröffnet.
7. Januar
BRD 2000 – In Norderstedt hatte sich die Parteiführung der CDU wegen der CDU-Spendenaffäre weiter vom Ehrenvorsitzenden und Ex-Kanzler Helmut Kohl (*1930) distanziert. Die Affäre müsse aufgeklärt werden, so hatte sich CDU-Chef Wolfgang Schäuble (*1942) am Rande der Klausurtagung der CDU geäußert.
7. Januar
BRD 2000 – Im bayerischen Bad Aibling war im Alter von 59 der Film- und Fernsehschauspieler Klaus Wennemann an Lungenkrebs gestorben. Vor allem seine Rolle in dem Film „Das Boot“ hatte ihn berühmt gemacht, ebenso die Rolle in der ARD-Krimiserie „Der Fahnder“, in der zwischen 1984 und 1992 die Titelrolle gespielt hatte. Wennemann war am 18. Dezember 1940 in Oer-Erkenschwick (Nordrhein-Westfalen) geboren worden.
8. Januar
Theater 2000 – Nach achtmonatigen, umfangreichen Sanierungs- und Umbauarbeiten war das Berliner Ensemble unter seinem neuen Intendanten Claus Peymann (*1937) wieder eröffnet worden. Die erste Premiere war die Uraufführung von „Die Brecht-Akte“ von George Tabori (1914-2007), der das Stück auch inszeniert hatte.
8. Januar
Springreiten 2000 – Im Alter von 81 Jahren war in seiner Geburtsstadt Heide (Schleswig-Holstein) der zweifache Olympiasieger im Springreiten, Fritz Thiedemann gestorben. Thiedemann war einer der bekanntesten Springreiter der Nachkriegszeit gewesen. Er war am 3. März 1918 geboren worden.
8. Januar
Vatikan/BRD 2000 – In einem Rundfunkinterview hatte Karl Lehmann, der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz geäußert, dass die Weltkirche „einen starken Mann, der führt“ an der Spitze brauche. Im Vatikan stießen die Wort von Lehmann auf Kritik. Sie waren indirekt als Rücktritts-Aufforderung von Papst Johannes Paul II. (1920-2005) gewertet worden.
8. Januar
BRD 2000 – CDU und CSU hatten sich in getrennten Sitzungen auf ein gemeinsames Steuerkonzept geeinigt. Die Bürger und Unternehmen sollten ab spätestens 2003 um jährlich 50 Milliarden DM Steuern entlastet werden. Vorgesehen war ein Spitzensteuersatz von deutlich unter 40 Prozent. Der Eingangssteuersatz sollte auf 15 Prozent gesenkt werden.
9. Januar
Usbekistan 2000 – In Usbekistan wurde wiederholt Islam Abduganijewitsch Karimow (*1938) als Staatspräsident gewählt. Er war mit 91,9 Prozent im Amt bestätigt worden. Der einzige Gegenkandidat war Abdulhafis Dschalalow, der Vorsitzende der post-kommunistischen Volksdemokratischen Partei, der 4,1 Prozent erreicht hatte. Die Vereidigung für Karimow war für weitere fünf Jahre Amtszeit am 23. Januar vorgesehen. Von westlichen Diplomaten und Menschenrechtsgruppen war dem 61-jährigen Karimow die Unterdrückung politischer Gegner vorgeworfen worden.
9. Januar
BRD 2000 – In Berlin war der Düsseldorfer Unternehmer Paul Spiegel (1937-2006) zum neuen Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland gewählt worden. Spiegel trat die Nachfolge des verstorbenen Ignaz Bubis (1927-1999) an. Paul Spiegel hatte sich mit sechs zu drei Stimmen gegen die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinede in München, Charlotte Knobloch (*1932), durchgesetzt.
9. Januar
BRD 2000 – Im „Bündnis für Arbeit“ hatten sich die Bundesregierung, Arbeitgeber und Gewerkschaften geeinigt, für den vorzeitigen Ausstieg aus dem Arbeitsleben neue Wege zu finden. Die Auseinandersetzung „Rente mit 60“ war beigelegt worden.
9. Januar
Tschetschenien 2000 – Nach dem Ende des orthodoxen Weihnachtsfestes hatten russische Truppen in Tschetschenien ihre Angriffe auf die tschetschenische Hauptstadt Grosny wieder aufgenommen. Kampfhubschrauber hatten Stellungen der Rebellen in der Stadt beschossen, in der sich ungefähr 40.000 Zivilisten aufhielten.
10. Januar
USA 2000 – Die Absicht, zu fusionieren wurde von den Unternehmen AOL und Time bekannt gegeben. AOL Time Warner sollte der neue Unternehmensname werden.
10. Januar
BRD 2000 – In der ARD-Sendung „Farbe bekennen“ hatte CDU-Chef Wolfgang Schäuble (*1942) überraschend eingeräumt, dass er 1994 vom Waffenhändler Karlheinz Schreiber (*1934) 100.000 Mark in bar angenommen und das Geld an die Schatzmeisterei weitergegeben habe. Schreiber war eine Schlüsselfigur in der CDU-Spendenaffäre.
BRD 2000 – Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hatte im Zusammenhang mit der sogenannten Düsseldorfer Flugaffäre mitgeteilt, dass Kabinettsmitglieder zwischen 1985 und 1999 mindestens 63 Mal mit Jets geflogen seien, die die Westdeutschen Landesbank gechartert hatte.
10. Januar
Algerien 2000 – Für die Kämpfer der fundamentalistischen Untergrundgruppe „Islamische Armee des Heils“ (AIS) hatte der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika eine Generalamnestie verkündet. Daraufhin hatte der Chef der AIS, Madazi Mezrag, am Folgetag die sofortige Selbstauflösung der AIS erklärt.
10. Januar
Israel/Syrien 2000 – In Shephersdstown (US-Bundesstaat West Virginia) waren die Friedensverhandlungen zwischen Israel und Syrien nach einer Woche ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen.
10. Januar
Tschetschenien 2000 – Die Feuerpause für die tschetschenische Hauptstadt Grosny wurde von der russischen Regierung für beendet erklärt. Den tschetschenischen Separatisten war von Verteidigungsminister Igor Sergejew (1938-2006) vorgeworfen worden, dass sie den Stopp der Offensive auf Grosny für Gegenangriffe an anderen Orten genutzt hätten.
10. Januar
Schweiz 2000 – Kurz nach dem Start war in der Nähe des Flughafens Kloten eine Propellermaschine vom Typ Saab 340 der Schweizer Regionalfluggesellschaft Crossair auf dem Weg nach Dresden (Sachsen) mit zehn Menschen an Bord abgestürzt. Alle Insassen waren ums Leben gekommen.
10. Januar
Russland 2000 – Der bisherige Vermögensverwalter des Kremls, Pawel Borodin (*1946), der als eine der Schlüsselfiguren in dem milliardenschweren Veruntreuungs- und Geldwäscheskandal des Kremls galt, wurde vom amtierenden russischen Präsidenten Wladimir Putin (*1952) entlassen.
11. Januar
Europäischer Gerichtshof 2000 – Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) musste Frauen der Dienst mit der Waffe in der Bundeswehr ermöglicht werden. Es würde gegen das Recht der Europäischen Union verstoßen, wenn Frauen nur zum Sanitäts- und Militärmusikdienst zugelassen werden.
12. Januar
Türkei 2000 – Einem Ersuchen des Europäischen Gerichtshofes zufolge wurde die Hinrichtung des Chefs der Kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, vorerst ausgesetzt. Er war im Juni 1999 in der Türkei zum Tode verurteilt worden.
12. Januar
Großbritannien 2000 – Wegen seines schlechten Gesundheitszustandes hatte die britische Regierung geplant, den chilenischen Ex-Diktator Augusto Pinochet (1915-2006) freizulassen, anstatt ihn nach Spanien auszuliefern, wo er sich wegen Völkermordes, Folter und Terrorismus während seiner Militärherrschaft verantworten müsste.
12. Januar
BRD/Justiz 2000 – Vom Berliner Landgericht war das bisher höchste Urteil in einem Prozess um Doping im DDR-Sport gefällt worden. Der 72-jährige Arzt, Lothar Kipke, der als langjähriger Mitarbeiter des DDR-Schwimmverbandes tätig gewesen war, war zu 15 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden, weil er für schuldig befunden worden war, weil er zwischen 1975 und 1984 am systematischen Doping von Minderjährigen beteiligt gewesen war.
13. Januar
BRD 2000 – Der letzte DDR-Staats- und Parteichef, Egon Krenz (*1937), hatte seine Haftstrafe im Gefängnis Hakenfelde angetreten. Wegen Totschlags an vier DDR-Flüchtlingen hatte er eine Haftstrafe von sechseinhalb Jahren bekommen. Der Einspruch von Krenz gegen das Urteil war tags zuvor vom Bundesverfassungsgericht abgelehnt worden.
13. Januar
Israel 2000 – Zum ersten Mal in der israelischen Geschichte waren gegen einen Staatspräsidenten Ermittlungen eingeleitet worden. Gegen Ezer Weizmann wurde wegen der Annahme von Geldgeschenken von einem französischen Milliardär von etwa 450.000 Dollar ermittelt, die er vor Beginn seiner Amtszeit 1993 angenommen hatte, ohne sie je versteuert und darüber berichtet zu haben. Das 75-jährige Staatsoberhaupt weigerte sich, zurückzutreten.
13. Januar
Libyen 2000 – Vor der Küste Libyens war eine Schweizer Privatmaschine abgestürzt, wobei 22 Menschen ums Leben gekommen waren. Es konnten 19 der insgesamt 41 Insassen lebend geborgen werden. Bei der Maschine vom Typ Shorts ST-360 waren beide Triebwerke ausgefallen. Von der libyschen Hauptstadt Tripolis zum Ölfeld Marsa al-Brega war die Maschine unterwegs gewesen.
13. Januar
USA 2000 – Bill Gates war als Vorstandsvorsitzender (CEO) des Softwarekonzerns Microsoft zurückgetreten. Er blieb jedoch Chef des Verwaltungsrates.
14. Januar
BRD 2000 – In der bayerischen Landeshauptstadt München waren die letzten DM-Scheine in der mehr als 50-jährigen Geschichte der deutschen Währung in Druck gegangen. Die DM war vom Euro Anfang 2002 abgelöst worden.
14. Januar
Europa 2000 – Fünf bosnische Kroaten waren Beteiligung an einem der schlimmsten Massaker im Bosnienkrieg vom UNO-Kriegsverbrechertribunal zu Haftstrafen zwischen sechs und 25 Jahren verurteilt worden.
14. Januar
BRD 2000 – Die Existenz eines Anfang der 1980er angelegten schwarzen Auslandskontos, von dem Millionenbeträge an den Landesverband transferiert worden waren, war von der hessischen CDU zugegeben worden. Der ehemalige Landesvorsitzende und frühere Bundesinnenminister Manfred Kanther und der jetzige Landeschef und Ministerpräsident Roland Koch hatten die Täuschung der Öffentlichkeit eingeräumt. Von Kanther war alle Schuld auf sich genommen worden.
14. Januar
Russland 2000 – Die Verluste der Streitkräfte seit Beginn des Feldzugs in Tschetschenien wurden vom Komitee der Soldatenmütter Russlands auf rund 3.000 Tote und ca. 6.000 Verwundete geschätzt. Die russische Presse hatte die offiziellen Verluste der russischen Truppen, die mit 600 Toten und 1.500 Verwundeten angegeben worden waren, ebenfalls angezweifelt.
15. Januar
BRD 2000 – Eine an Lassa-Fieber erkrankte 23-jährige Studentin aus Schwäbisch Hall war in einer Klinik in Würzburg (Bayern) gestorben. Es war in Deutschland der erste bekannte Todesfall von Lassa-Fieber. Die Studentin war am 7. Januar von einer Westafrika-Reise zurückgekommen.
15. Januar
Serbien 2000 – Bei einem Attentat war der serbische Milizenchef Zeljko Raznatovic (1952-2000) erschossen worden. Der auch als „Arkan“ bekannte Milizionär hätte sich vor dem UNO-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag (Niederlande) verantworten sollen. Er war für schwere Kriegsverbrechen in Kroatien und Bosnien zwischen 1991 und 1995 verantwortlich gewesen.
16. Januar
Chile 2000 – Die Präsidentschaftswahl in Chile hatte der Sozialist Ricardo Lagos gewonnen. Mit 51,3 Prozent hatte er sich im zweiten Wahlgang gegen den rechtspopulistischen Kontrahenten Joaquin Lavin aus dem Pinochet-Lager durchgesetzt, der 48,7 Prozent erhielt. Seit der Ermordung von Salvador Allende im Jahr 1973 stand wieder ein Sozialist als Staatsoberhaupt an der Spitze eines südamerikanischen Landes.
16. Januar
Guinea-Bissau 2000 – In der zweiten Runde gewann in Guinea-Bissau Kumba Yala die Präsidentschaftswahlen. Nach dem Sturz von Joao Bernardo Vieira im Mai 1999 hatte Yala den damals eingesetzten Übergangspräsidenten Bacal Sanha abgelöst.
16. Januar
Kenia 2000 – Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa hatte Ernst August von Hannover einen tätlichen Angriff auf einen deutschen Diskobesitzer in Kenia zugegeben. Er habe sich durch den Lärm der Diskothek gestört gefühlt. Der Welfen-Chef hatte bereits wegen seiner „Regenschirmattacke“ auf einen Kameramann vom 11. Januar 1998 eine Zahlung von Schmerzensgeld in Höhe von 15.000 DM leisten müssen.
16. Januar
Israel 2000 – Der für den 20. Januar geplante Teilabzug von Truppen aus dem Westjordanland war von der israelischen Regierung verschoben worden.
16. Januar
Tschetschenien 2000 – Von den Unabhängigkeitskämpfern in Tschetschenien war der Übergang zum Partisanenkrieg gegen die russischen Soldaten angekündigt worden. Der Verteidigungsminister Magomed Chambijew hatte erklärt, dass die Zeit des Kampfes um strategische Positionen vorbei sei.
16. Januar
Fußball 2000 – Zum ersten konnte Borussia Mönchengladbach das DFB-Hallen-Masters gewinnen. Der Bundesligaabsteiger hatte sich im Finale mit 3:2 gegen den Zweitliga-Konkurrenten Greuther Fürth durchgesetzt.
17. Januar
BRD 2000 – Der ehemalige Bundesinnenminister Manfred Kanther hatte angekündigt, er werde in der CDU-Spendenaffäre „die Treibjagd beenden“. Er legte sein Bundestagsmandat nieder.
17. Januar
BRD 2000 – Das Berliner Landgericht verurteilte den deutschen Terroristen Johannes Weinrich wegen des Anschlags auf das Berliner „Maison de France“ im Jahr 1983 zu lebenslanger Haft.
17. Januar
Türkei 2000 – Die türkische Polizei war bei einer Fahndung nach Vermissten im Kohlenkeller eines Hauses und dem dazugehörigen Grundstück im asiatischen Stadtteil Uskudar auf zehn Leichen gestoßen. In den nächsten zwei waren Wochen weitere 40 Leichen gefunden worden. Mehr als 750 Anhänger der Hisbollah wurden in 30 türkischen Städten und Provinzen bis Ende des Monats verhaftet worden, da man die Hisbollah für die Morde verantwortlich machte.
17. Januar
Indonesien 2000 – Mehrere christliche Kirchen waren auf der indonesischen Ferieninsel Lombok, 30 km von Bali entfernt, von Tausenden aufgebrachter Muslime in Brand gesetzt worden. In dem Religionskonflikt waren Angaben der indonesischen Armeeführung zufolge auf den sogenannten Gewürzinseln seit Dezember 1999 etwa 770 Menschen umgekommen.
17. Januar
Großbritannien 2000 – Durch den Zusammenschluss der britischen Pharmaunternehmen Glaxo Wellcome und SmithKline Beecham entstand der größte Pharmakonzern der Welt. Der neue Konzern heißt Glaxo SmithKline. Er hatte einen Börsenwert umgerechnet 360 Milliarden DM.
18. Januar
Japan 2000 – Im Alter von 110 Jahren starb in Kawasaki der bis dahin älteste Mann der Welt, Sadayoshi Tanabe.
18. Januar
BRD 2000 – Altbundeskanzler Helmut Kohl trat als Ehrenvorsitzender der CDU zurück, nachdem er von der Partei dazu aufgefordert worden war.
18. Januar
Tschetschenien 2000 – Nach schwerem Beschuss durch Artillerie und Luftwaffe waren russische Truppen eigenen Angaben zufolge bis in das Zentrum der Hauptstadt Grosny gelangt.
18. Januar
Vatikan 2000 – Bei einem ökumenischen Gottesdienst hatte Papst Johannes Paul II. (1920-2005) zur Versöhnung unter den Christen aufgerufen. An dem Gottesdienst hatte hochrangige Vertreter von 22 christlichen Kirchen teilgenommen.
18. Januar
USA 2000 – Die Suche nach der seit Anfang Dezember 1999 verschollenen Marssonde „Polar Lander“ war von der US-Weltraumbehörde NASA endgültig eingestellt worden, weil auch der letzte Versuch, Kontakt zu der 165 Millionen US-Dollar teuren Sonde aufzunehmen, erfolglos geblieben war.
18. Januar
BRD 2000 – Der jahrzehntelange Vorsitzende der CDU und Altbundeskanzler Helmut Kohl (*1930) hatte wegen der CDU-Spendenaffäre den Ehrenvorsitz der Partei niedergelegt.
18. Januar
Österreich 2000 – Dreieinhalb Monate nach der Parlamentswahl hatten sich in Österreich die beiden bisherigen Regierungspartner SPÖ und ÖVP prinzipiell auf die Fortsetzung ihres Regierungsbündnisses verständigt. Am 21. Januar war das Bündnis allerdings nach einem Streit um die Ressortverteilung und die Rentenreform gescheitert.
18. Januar
Russland 2000 – Bei der konstituierenden Sitzung, die einen Monat nach der Parlamentswahl in Russland stattfand, war der Kommunist Gennadi Selesnjow als Duma-Präsident erneut gewählt worden. Er hatte 285 Stimmen, sieben Enthaltungen und zwei Gegenstimmen bekommen. Selesnjow war der einzige Kandidat gewesen. Drei Abgeordnete hatten ihre Kandidatur zurückgezogen. Die Kommunistische Partei war bei den Parlamentswahlen im Dezember 1999 stärkste Partei geworden.
19. Januar
BRD 2000 – Aus den neuen Richtlinien für Rüstungsexporte, die das Bundeskabinett verabschiedet hatte, ging hervor, dass bei Ausfuhr künftig beachtet werden müsse, ob die Empfängerländer die Menschenrechte beachteten.
19. Januar
BRD 2000 – Die zuständigen Fachminister hatten sich bei einem Treffen mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (*1944) mit der Wirtschaft verständigt, dass die 19 deutschen Kernkraftwerke in der Regel nach einer Laufzeit von 30 Jahren vom Netz gehen sollten.
19. Januar
Tunesien/Italien 2000 – In seinem tunesischen Exil starb im Alter von 65 Jahren der frühere italienische Ministerpräsident Bettino Craxi. Er hatte das Amt von 1983 bis 1987 inne gehabt. Craxi hatte sich seit 1994 in Hammamet aufgehalten, um der in Italien gegen ihn verhängten 20-jährige Haftstrafe entgehen zu können, zu der der einstige Chef der Sozialisten wegen illegaler Parteifinanzierung verurteilt worden war. Craxi war am 24. Februar 1934 in Mailand geboren worden.
19. Januar
Film 2000 – In Casselberry (US-Bundesstaat Florida) war die aus Österreich gebürtige Schauspielerin Hedy Lamarr in ihrem Haus tot aufgefunden worden. Sie war im Alter von 86 Jahren gestorben. Lamarr war als Hedwig Maria Kiesler am 9. November 1913 in Wien geboren worden.
20. Januar
Musik 2000 – In Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) starb der US-amerikanische Jazzpianist John Donald Abney.
20. Januar
Iran 2000 – Der seit 28 Monaten im Iran festgehaltene Helmut Hofer wurde freigelassen. Er war von einem Hamburger Gericht zuvor wegen Beleidigung von zwei Sicherheitsbeamten zu einer Geldstrafe von 20 Millionen Rial (rund 12.900 DM) verurteilt worden. Im Iran hatte man gegen Hofer 1998 wegen angeblicher sexueller Kontakte zu einer Muslimin das Todesurteil verhängt, das später aufgehoben worden war. Der 59-jährige kam am 21. Januar auf dem Flughafen Köln/Bonn an.
20. Januar
BRD 2000 – Vor dem Deutschen Bundestag hatte sich CDU-Chef Wolfgang Schäuble im Zusammenhang mit der Spendenaffäre für seine Partei und sein eigenes Fehlverhalten entschuldigt.
20. Januar
BRD 2000 – Die Staatsanwaltschaft hatte nach Abschluss ihrer Ermittlungen zum ICE-Unglück in Eschede am 3. Juni 1998 der Bahn massives Versagen vorgeworfen. Das Unglück mit 101 Todesopfern war auf zu hohe Beanspruchung des Radreifens an dem Unglückszug zurückzuführen gewesen.
20. Januar
Türkei 2000 – Vier Abkommen, die die Grundlage für eine freundschaftliche Zusammenarbeit bilden sollten, waren von den Außenministern der beiden miteinander verfeindeten Staaten Israel und Griechenland, Ismail Cern und Giorgios Papandreou, unterzeichnet worden.
21. Januar
Ecuador 2000 – In Ecuador wurde durch einen Putsch der Präsident gestürzt.
21. Januar
Ecuador 2000 – Die Macht im Land übernahm nach wochenlangen Protesten gegen den Präsidenten von Ecuador, Jamil Mahuad, die Armeespitze zusammen mit rebellierenden Offizieren und Indio-Führern. Der bisherige Vizepräsident Gustavo Noboa war zum neuen Präsidenten ernannt worden.
21. Januar
Spanien 2000 – Die baskische Untergrundorganisation ETA hatte durch das Zünden von zwei Sprengsätzen einen 48-jährigen Oberstleutnant der spanischen Armee getötet. Das Attentat geschah knapp sechs Wochen nach der Aufkündigung der „Waffenruhe“ im November 1999.
22. Januar
Rumänien 2000 – Die rumänische Polizei gab bekannt, das der mutmaßliche Mörder von Freischärlerführer Zeljko Raznatovic, genannt Arkan, und zwei seiner Helfershelfer verhaftet wurden. Der Mordverdächtige war selbst Angehöriger der Polizei gewesen.
22. Januar
BRD 2000 – Die Wiedereröffnung der Berliner Schaubühne fand mit der umjubelten Uraufführung des Tanztheaterstücks „Körper“ der Choreografin Sasha Waltz statt.
22. Januar
Leichtathletik 2000 – Wegen Dopings sollte (DVL) den 5.000-m-Olympiasieger Dieter Baumann vom Deutschen Leichtathletikverband für zwei Jahre gesperrt werden. In zwei Urinproben des Langstreckler war das Muskelpräparat Nandrolon gefunden worden.
23. Januar
Spanien 2000 – Mehr als 1 Millionen Menschen hatten in einer der größten Friedensdemonstrationen der spanischen Geschichte gegen den Terror der baskischen Untergrundorganisation ETA protestiert. Angeführt wurde der Protestzug von Ministerpräsident José Maria Aznar und den ehemaligen Regierungschefs Felipe Gonzalez, Adolfo Suarez und Leopoldo Calvo Sotelo.
23. Januar
Tschetschenien 2000 – Nach Angaben des Kremls war der seit dem 20. Januar in Tschetschenien vermisste russische General Michail Malofejew tot. Offiziell hieß es, dass dein Leichnam am Ort seines letzten Gefechtes um die tschetschenische Hauptstadt Grosny gefunden worden war.
23. Januar
Großbritannien 2000 – Für die britische EMI Group Plc, den letzten noch unabhängigen Musikkonzern mit Weltbedeutung, stand die Eingliederung in das US-Medienunternehmen AOL Time Warner bevor.
23. Januar
Film 2000 – Die Auszeichnung als bester Film ging bei der 57. Golden-Globe-Verleihung an die Gesellschaftssatire „American Beauty“. Auch die Preise für die beste Regie und das beste Drehbuch gingen an diesen Erstlingsfilm des Briten Sam Mendes.
24. Januar
BRD 2000 – Der Nachrichten-Sender N24 nahm seinen Sendebetrieb auf.
24. Januar
BRD 2000 – Von Bundespräsident Johannes Rau (1931-2006) war dem Untersuchungsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtages eine Liste vorgelegt worden, in der aufgezeigt worden war, dass Rau als Ministerpräsident zwischen 1987 und 1997 insgesamt 37 Mal in Regierungsgeschäften und „sieben- bzw. acht Mal“ im Interesse der Westdeutschen Landesbank mit dem Charterservice der WestLB geflogen war. Er betonte, dass er die Charterjets nie privat genutzt hatte.
24. Januar
BRD 2000 – Ein hoch verschuldeter 47-jähriger Unternehmer aus Sachsen wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe vom Berliner Landgericht verurteilt. Er war von den Richtern wegen versuchten Mordes an Reisenden und versuchter räuberischer Erpressung schuldig gesprochen worden.
24. Januar
USA 2000 – Im US-Bundesstaat Iowa hatte sich bei den parteiinternen Vorwahlen für die Präsidentschaftswahlen die Favoriten durchgesetzt. Bei den Demokraten hatte Vizepräsident Al Gore seinen Konkurrenten Bill Bradley besiegt und bei den Republikanern wurden fünf Konkurrenten von dem texanischen Gouverneur George W. Bush jr. besiegt.
25. Januar
BRD 2000 – Der Antrag der Oppositionsparteien SPD und Grüne auf Selbstauflösung wegen der CDU-Finanzaffäre war mit 56 gegen 54 Stimmen von CDU und FDP abgelehnt worden. Ministerpräsident Roland Koch von der CDU hatte Neuwahlen entschieden abgelehnt, da die Landesregierung völlig handlungsfähig sei.
25. Januar
Bosnien 2000 – Soldaten der Internationalen Bosnien-Schutztruppe (SFOR) hatten den mutmaßlichen Kriegsverbrecher aus dem Bosnienkrieg, Mitar Vasiljevic, festgenommen. Zwischen 1992 und 1994 war er an Gräueltaten gegenüber Muslimen beteiligt gewesen.
25. Januar
Österreich 2000 – Von der konservativen Österreichische Volkspartei (ÖVP) und der rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei (FPÖ) waren Gespräche über eine Regierungsbildung aufgenommen worden. Dass sich die von ihm angestrebte Minderheitsregierung nicht durchsetzen ließ, hatte zuvor der amtierende Bundeskanzler Viktor Klima von der SPÖ einräumen müssen.
25. Januar
Russland 2000 – Im Mittelpunkt eines Gipfeltreffens der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) stand der Tschetschenien-Krieg. Auf dem Treffen war der amtierende russische Präsident Wladimir Putin zum Vorsitzenden des GUS-Rates gewählt worden.
25. Januar
Thailand 2000 – Etwa 700 Geiseln aus einem Provinzkrankenhaus nahe der Grenze zu Birma waren von einer thailändischen Spezialeinheit befreit worden. Bei der Aktion waren alle zehn Geiselnehmer erschossen worden. Sie hatten der „Armee Gottes“ angehört, einer separatistischen Organisation des Karen-Volkes in Birma.
25. Januar
BRD 2000 – Die Bezeichnung der NATO für ungewollte zivile Opfer im Kososvo-Krieg – „Kollateralschaden“ – wurde das „Unwort des Jahres 1999“ nach Ansicht einer Jury aus sechs Sprachwissenschaftlern.
26. Januar
BRD 2000 – Der nordrhein-westfälische Finanzminister Heinz Schleußer von der SPD war zwei Monate nach Beginn der sogenannten Flugaffäre zurückgetreten. Entgegen früherer Angaben hatte er zugegeben, dass er bei zwei auf Kosten der WestLB unternommenen Jugoslawien-Flügen begleitet worden war.
26. Januar
BRD 2000 – Das Bundesamt für Strahlenschutz hatte fünf Transporte von den Kraftwerken Biblis, Neckarswestheim und Philippsburg in das Zwischenlager Ahaus (Nordrhein-Westfalen) genehmigt. Im Mai 1998 waren die Castor-Transporte ausgesetzt worden, nachdem man radioaktive Verunreinigungen an den Transportbehältern entdeckt hatte.
26. Januar
Schweden 2000 – Vom schwedischen Ministerpräsidenten Göran Persson wurde eine dreitägige Holocaust-Konferenz eröffnet. Teilnehmer der größten politischen Veranstaltung in der schwedischen Geschichte waren 20 Staats- und Regierungschefs und Delegierte aus 48 Staaten sowie Historiker und Überlebende des Holocaust.
26. Januar
Indonesien 2000 – Bei den blutigen Unruhen zwischen Christen und Muslimen auf den Molukken-Inseln waren mehr als 1.600 Menschen umgebracht worden einem Bericht der Zeitung „Jakarta Post“ zufolge. Das war die doppelte Anzahl, als bisher bekannt gewesen war.
27. Januar
BRD 2000 – Die hessische CSU hatte zugegeben, dass mehr Geld ins Ausland geschafft worden war, als bislang bekannt gewesen war: Statt der angenommenen 7 bis 8 Millionen DM waren es um 19,2 Millionen DM. Dieses Geld war vom damaligen CDU-Schatzmeister Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein und anderen beiseite geschafft worden.
27. Januar
BRD 2000 – Ohne Angaben von Gründen hatte der Steuerberater Horst Weyrauch seinen Austritt aus der CDU erklärt. Offenbar hatte dieser Schritt mit dem CDU-Finanzskandal zusammengehangen. Der 67-jährige Weyrauch galt als Schlüsselfigur des illegalen Finanzgebarens der Partei auf Bundesebene und innerhalb der hessischen Union.
27. Januar
USA 2000 – In einer fast 90-minütigen Ansprache, die 128 Mal von Beifall unterbrochen worden war, hatte US-Präsident Bill Clinton (*1946) insgesamt 61 Gesetzesinitiativen für das laufende Jahr vorgeschlagen und betont, dass es den Vereinigten Staaten noch nie so gut gegangen sei.
27. Januar
BRD 2000 – Auf dem Baugelände in der Nähe des Brandenburger Tores waren vier Informationstafeln im Beisein von Bundespräsident Johannes Rau und Bundeskanzler Gerhard Schröder nach einem mehr zehn Jahre andauernden Streit um das Holocaust-Mahnmals aufgestellt worden. Der Opfer des Nationalsozialismus und der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz vor 55 Jahren gedachte vor dem Festakt der Bundestag.
27. Januar
Musik 2000 – Im Alter von 69 Jahren starb in seinem Haus am Attersee (Östereich) der international renommierte österreichische Komponist und Pianist Friedrich Gulda. Der gebürtige Wiener war am 16. Mai 1930 geboren worden. Er galt als einer der weltweit besten Mozart- und Beethoven-Interpreten. Auch als Jazz-Musiker hatte internationale Anerkennung gefunden.
28. Januar
BRD 2000 – Ohne Vorwarnung war ein Polizeibeamter durch Brustschüsse getötet worden, als er versuchte einen Beziehungsstreit zu schlichten. Der 41-jährige Täter nahm seine Lebensgefährtin als Geisel. Als die Polizei das Wohngebäude stürmte, in dem sich der Täter verbarrikadiert hatte, erschoss der Mann seine Lebensgefährtin und brachte dann sich selbst um.
28. Januar
Fußball 2000 – Sein 100-jähriges Bestehen feierte der Deutsche Fußball-Bund im Leipziger Gewandhaus. In die Gründungsstadt des größten Sportfachverbandes der Welt waren mehr als 1.000 Gäste aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens, der Politik und des Sports gekommen.
28. Januar
USA 2000 – Am US-Devisenmarkt in New York war die europäische Gemeinschaftswährung Euro auf 0,9848 US-Dollar gefallen, womit sich die Euro-Talfahrt fortsetzte. Erstmals seit Mitte 1989 hatte der Dollar wieder mehr als 2 DM gekostet.
29. Januar
BRD 2000 – Mit 98,3 Prozent der Stimmen war der CDU-Landesvorsitzende von Nordrhein-Westfalen, Jürgen Rüttgers, zum Spitzenkandidaten seiner Partei für die Landtagswahlen im Mai gewählt worden.
29. Januar
Kongo 2000 – Massaker an der Zivilbevölkerung im Nordosten des Kongo wurden durch Video der Hilfsorganisation Christian Blind Mission belegt, das von zahlreichen Fernsehsendern in Ostafrika ausgestrahlt wurde. Zeugenaussagen zufolge hatte es bis zu 7.000 Morde gegeben. Ugandische Truppen, die die Region unter ihre Kontrolle gebracht hatten, beabsichtigten gemeinsam mit Rebellen Kongos den Präsidenten Laurent Kabila zu stürzen.
29. Januar
China 2000 – Der US-amerikanische Wissenschaftler Song Yongyi wurde von der chinesischen Regierung freigelassen. Er war wegen angeblichen Geheimnisverrats seit August 1999 inhaftiert gewesen. Durch den Fall waren die Beziehungen zwischen Peking und Washington belastet gewesen.
30. Januar
Rumänien 2000 – In Rumänien kam es zum Dammbruch einer Absetzanlage in Baia Mare, wodurch es zu einer schweren Umweltkatastrophe kam.
30. Januar
Elfenbeinküste 2000 – Nach dem Start in Abidjan vor der Elfenbeinküste war ein Airbus A310 der Kenya Airways in den Atlantik gestürzt. Von den 179 Insassen waren 169 ums Leben gekommen.
30. Januar
Super Bowl 2000 – In Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) fand das XXXIV. Finale um den Super Bowl, die begehrteste Trophäe im American Football statt. Im Georgia Dome konnten sich die St. Louis Rams mit 23:16 gegen die Tennessee Titans durchsetzen.
30. Januar
Tennis 2000 – Zum zweiten Mal nach 1995 hatte in Melbourne André Agassi die Australien Open gewonnen. Im Finale hatte sich der US-Amerikaner gegen den Titelverteidiger Jewgeni Kafelnikow aus Russland in vier Sätzen mit 3:6, 6:3, 6:2, 6:4 durchgesetzt. Die US-Amerikanerin Lindsay Davenport besiegte im Endspiel der Damen die Schweizerin Martina Hingis 1:6, 5:7.
30. Januar
Frankreich 2000 – Die britische Mobilfunkfirma Vodafone AirTouch hatte sich im Übernahmekampf um Mannesmann die Unterstützung des französischen Mischkonzerns Vivendi gesichert. Beide Firmen wollten unter dem Vorbehalt, dass sich Vodafone mehr als 50 Prozent von Mannesmann sicherte, ein neues europäisches Internet-Unternehmen entstehen lassen.
31. Januar
EU/Österreich 2000 – Die Sanktionen der EU, die gegen Österreich verhangen worden waren, bestanden in einer Verminderung der bilateralen Beziehungen auf diplomatischer Ebene und auf Regierungsebene gegenüber der österreichischen Regierung. Diese Maßnahmen waren seitens der EU-Staaten beschlossen worden wegen der Regierungsbildung der von Jörg Haider geführten Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) als Koalition mit der ÖVP unter Bundeskanzler Wolfgang Schüssel.
31. Januar
Film/Theater 2000 – In Herrsching am Ammersee (Bayern) starb der deutsche Schauspieler Martin Benrath. Der gebürtige Berliner galt als einer der besten deutschen Charakterdarsteller. Benrath war am 9. November 1926 geboren worden.
31. Januar
USA 2000 – Vor der kalifornischen Küste war ein mit 88 Menschen besetztes US-Passagierflugzeug des Typs McDonnell Douglas MD 83 der Gesellschaft Alaska Airlines abgestürzt, nachdem der Pilot technische Probleme gemeldet hatte. Die Maschine war auf dem Flug von Puerto Vallarta (Mexiko) nach Seatlle (US-Bundesstaat Washington) gewesen. Es gab keinen Überlebenden.
31. Januar
Israel/Libanon 2000 – Stellungen der Hisbollah-Miliz im Südlibanon waren als Vergeltung für die tags zuvor geschehene Ermordung des stellvertretenden Befehlshabers der mit Israel verbündeten Südlibanesischen Armee (SLA) bombardiert worden. Bei einem Anschlag der pro-iranischen Hisbollah waren am selben Tag drei israelische Soldaten im Südlibanon ums Leben gekommen.

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