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März 1978 - Trauerfall im SED-Politbüro

Kalender März 1978
Bei einem Hubschrauberabsturz in Libyen waren Werner Lamberz, Sekretär für Agitation und Propaganda des SED-Politbüros, und ZK-Mitglied Paul Markowski tödlich verunglückt. Lamberz hatte als Leiter der Abteilung Agitation die Aufgabe (seit 1966), die DDR-Presse auf die politische Linie der SED einzuschwören. Bei den wöchentlichen Sitzungen wurde den Chefredakteuren teilweise der Wortlaut von Überschriften und einzelne Formulierungen vorgegeben. Lamberz galt als Hoffnungsträger und künftiger Nachfolger von Erich Honecker. Er hatte Libyen im Rahmen einer Afrika-Reise besucht. Hintergrund waren Verhandlungen mit der libyschen Regierung über die Gewährung von Krediten und ein Abkommen, das die Finanzierung von Technikexporten der DDR in Drittländer durch Libyen vorsah. Dabei hatte Lamberz auch mit Muammar al-Gaddafi in einem Zeltlager. Durch seinen Unfalltod waren die Vereinbarungen nie konsequent umgesetzt worden.

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Wichtige Ereignisse im März 1978

1. März
BRD 1978 – In Nordrhein-Westfalen hatte die SPD/FDP-Koalition ihre Novelle zum Schulverwaltungsgesetz zur Einführung der „kooperativen Schule“ zurückgezogen. In einem von der CDU unterstützten Volksbegehren sprachen sich rund 30 Prozent der Wahlberechtigten mit ihrer Unterschrift gegen den neuen Schultyp aus.
1. März
Somalia/Äthiopien 1978 – Der somalische Präsident Mohammed Siad Barre hatte die arabischen Staaten offiziell um Beistand gegen den Kriegsgegner Äthiopien gebeten.
1. März
International 1978 – An der Devisenbörse in Frankfurt am Main war der Mittelkurs des US-Dollars mit 1,9920 DM erstmals unter der 2-DM-Grenze notiert worden.
1. März
Sowjetunion 1978 – Die Regierung hatte eine drastische Erhöhung der Preise für Kaffee, Benzin und Gold verfügt.
1. März
Großbritannien 1978 – Ein Gericht im nordirischen Belfast hatten einen protestantischen Terroristen wegen Mordes an sechs Katholiken zu einer zehn Mal lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt.
2. März
BRD 1978 – In einem Kölner Hochhaus war eine „konspirative Wohnung“ der terrotistischen Rote Armee Fraktion (RAF) entdeckt worden. Dabei waren Fehler in der polizeilichen Fahndung nach den Mördern des entführten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer bekannt geworden. Die Polizei hatte die Wohnung erst jetzt durchsucht trotz frühzeitiger Hinweise des Vermieters.
2. März
Äthiopien 1978 – In der Hauptstadt Addis Abeba hatte die Führung des Landes erstmals Berichte bestätigt, nach denen die Beteiligung von kubanischen Einheiten an den Kämpfen gegen Somalia deutlich geworden war.
2. März
Schweiz 1978 – Auf dem Friedhof von Corsier sur Vevey war der Sarg des britischen Schauspielers Charlie Chaplin gestohlen worden. Im Dezember 1977 wurde Chaplin hier beigesetzt.
3. März
Rhodesien 1978 – Vertreter der Regierung und der gemäßigten Schwarzen-Organisation hatten in der Hauptstadt Salisbury (Harare) ein Abkommen über die Beteiligung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit an der Macht unterzeichnet.
4. März
Guatemala 1978 – General Romeo Lucas García war aus den Präsidentschaftswahlen der mittelamerikanischen Republik als Sieger hervorgegangen.
4. März
Niederlande 1978 – Verteidigungsminister Roelof Kruisinga hatte in Den Haag seinen Rücktritt erklärt. Kruisinga hatte als Grund für diesen Schritt die abwartende Haltung der Regierung in der Frage der sogenannten Neutronenbombe angegeben.
4. März
DDR 1978 – Das Goethehaus am Frauenplan in Weimar war nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wieder für Besucher geöffnet.
4. März
Automobilrennsport 1978 – In Kyalami (Südafrika) hatte der Schwede Ronnie Peterson auf Lotus den Großen Preis von Südafrika gewonnen.
5. März
BRD 1978 – Die CSU war mit 53 Prozent der Stimmen aus den Kommunalwahlen als Siegerin hervorgegangen. In München hatte die CSU mit Erich Kiesl zum ersten Mal seit 1948 den Oberbürgermeister gestellt.
5. März
BRD 1978 – Die CDU hatte mit 49,2 Prozent die Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein gewonnen. Sie war damit stärkste Partei vor der SPD (40,5 Prozent) geblieben.
5. März
BRD/Brasilien 1978 – Der brasilianische Staatspräsident Ernesto Geisel war zu einem fünftägigen Staatsbesuch in Bonn eingetroffen. Während seines Aufenthalts waren zwischen Regierungsvertretern Brasiliens und der Bundesrepublik mehrere Vereinbarungen über wissenschaftlich-technische Zusammenarbeit unterzeichnet worden.
5. März
China 1978 – Als Partei- und Regierungschef der VR China war auf dem 5. Nationalen Volkskongress in Peking Hua Guofeng bestätigt worden.
5. März
USA 1978 – Die NASA hatte in Vandenberg (US-Bundesstaat Kalifornien) den Forschungssatelliten „Landsat 3“ gestartet. Der künstliche Himmelskörper diente zur Übermittlung von Informationen über das Vorkommen von Bodenschätzen sowie den Grad der Umweltverschmutzung.
5. März
BRD/West-Berlin 1978 – In West-Berlin waren die 28. Internationalen Filmfestspiele zu Ende gegangen. Der Gesamtbeitrag Spaniens hatte den „Goldenen Bären“ erhalten.
5. März
Tansania 1978 – In der Hauptstadt Daressalam hatte die Regierung die Schließung aller Schulen angeordnet, um dadurch die weitere Verbreitung einer Choleraepidemie zu verhindern. Bereits 3.000 Menschen waren nach offiziellen Angaben bereits an der Seuche gestorben.
6. März
DDR 1978 – In der Hauptstadt Ost-Berlin war Staats- und Parteichef Erich Honecker mit führenden Vertretern der evangelischen Kirche der DDR, darunter Bischof Albrecht Schönherr, zu einem Gespräch zusammengetroffen.
6. März
Somalia 1978 – Präsident Siad Barre hatte den Rückzug seiner Truppen aus der äthiopischen Provinz Ogaden angeordnet.
6. März
BRD 1978 – Zum Nachfolger des 1977 von der Rote Armee Fraktion (RAF) ermordeten Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer war in Köln Nikolaus Fasolt gewählt worden.
6. März
Sowjetunion 1978 – Die Regierung hatte eine Reihe von Gesetzen zum Schutz wildlebender Tiere erlassen. Dadurch sollte das Aussterben vor allem der Sibirischen Tiger und des Goral (Rotwildart) verhindert werden.
6. März
Libyen/DDR 1978 – Bei einem Hubschrauberabsturz in Libyen waren Werner Lamberz, Sekretär für Agitation und Propaganda des SED-Politbüros, und ZK-Mitglied Paul Markowksi tödlich verunglückt.
6. März
Mexiko 1978 – Im Norden des Landes waren bei Überschwemmungen 19 Menschen umgekommen. Nach offiziellen Angaben waren rund 100.000 Menschen obdachlos geworden.
7. März
Rhodesien/Sambia 1978 – Rhodesische Einheiten hatten die Grenze zu Sambia überschritten und ein Lager der linksgerichteten Befreiungsorganisation „Simbabwe African People‘s Union“ zerstört.
7. März
Dänemark 1978 – Die Linksparteien hatten bei den Regional- und Kommunalwahlen 48,9 Prozent der Stimmen erhalten.
7. März
USA/Weltraum 1978 – Techniker der US-amerikanischen Weltraumbehörde NASA hatten das Weltraumlabor „Skylab“ mit Funksignalen wieder in Betrieb gesetzt. Dies diente zur Verhinderung eines unkontrollierten Absturzes des stillgelegten 85 Tonnen schweren Raumfahrzeugs.
8. März
BRD 1978 – Die Bundesregierung hatte das 21. Rentenanpassungsgesetz verabschiedet, das die Anhebung der Sozialrenten für das Jahr 1979 – abweichend vom bisherigen bruttolohnbezogenen Verfahren – um 4,5 Prozent und für 1980 und 1981 um jeweils 4,0 Prozent vorsah.
8. März
BRD 1978 – In der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart waren mehrere Schulen wegen einer Hirnhautentzündungs-Epidemie geschlossen werden.
8. März
BRD 1978 – In Remagen (Rheinland-Pfalz) hatte der Verkauf von Bruchstücken der legendären, im Zweiten Weltkrieg hart umkämpfen „Brücke von Remagen“ begonnen.
8. März
Fußball 1978 – In Frankfurt am Main hatte die bundesdeutsche Fußballnational-Mannschaft die Auswahl der Sowjetunion 1:0 besiegt. Die Auswahl der DDR hatte in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) die Mannschaft der Schweiz mit 3:1 geschlagen.
9. März
Europa 1978 – In Belgrad (Jugoslawien) war das Folgetreffen der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) zu Ende gegangen.
9. März
Griechenland/Türkei 1978 – Der griechische Ministerpräsident Konstantin Karamanlis und sein türkischer Amtskollege Bülent Ecevit waren in Montreux (Schweiz) zu einem Gespräch zusammengetroffen. Das Treffen diente der Verbesserung der seit drei Jahren gespannten Beziehungen zwischen den beiden Staaten.
9. März
Sowjetunion 1978 – In Moskau hatte die Regierung die Ausbürgerung des Dissidenten Piotr Grigorenko bekanntgegeben.
9. März
BRD 1978 – Der Deutsche Bundestag hatte ein Gesetz verabschiedet, das der Verbesserung der parlamentarischen Kontrolle der Geheimdienste diente.
9. März
Eiskunstlauf 1978 – Der US-Amerikaner Charles Tickner holte sich bei den Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf in Ottawa (Kanada) den Titel bei den Herren.
10. März
USA 1978 – US-Präsident Jimmy Carter hatte das am 9. Februar vom Senat verabschiedete neue Atomgesetz unterzeichnet. Darin waren u. a. strenge Kontrollauflagen für Lieferungen angereicherten Urans an die Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft vorgesehen. Bei Missachtung dieser Vorschriften könnten die USA die Einstellung der Lieferungen verfügen.
10. März
BRD 1978 – Nach einer Aufnahmeempfehlung des Bundesvorstandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) war die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in den DGB aufgenommen worden.
10. März
Sowjetunion/Weltraum 1978 - Nach einem Rekordaufenthalt von 96 Tagen und 10 Stunden waren die sowjetischen Kosmonauten Georgi M. Gretschko und Juri Romanenko mit dem Raumschiff „Sojus 28“ zur Erde zurückgekehrt.
10. März
BRD 1978 – Der deutsche Maler Richard Oelze hatte in Frankfurt am Main den Max-Beckmann-Preis erhalten.
11. März
Israel 1978 – Ein palästinensisches Terrorkommando hatte in Jerusalem zwei Busse mit israelischen Ausflüglern in seine Gewalt gebracht. Bei der Befreiung der Geiseln durch die Polizei waren 37 Menschen ums Leben gekommen.
11. März
BRD/Europa 1978 – Von den rund 36.000 Insektenarten in Mitteleuropa war etwa ein Drittel vom Aussterben bedroht. Dies war auf einer Entomologen-(Insekten)Tagung in Karlsruhe mitgeteilt worden.
11. März
Israel 1978 – Bei einem Anschlag von PLO-Kämpfern in Israel, der später als Küstenstraßen-Massaker bekannt wurde, waren 37 Menschen getötet worden und viele weitere verletzt worden. Der Vorfall war zum Casus belli für die Operation Litani geworden.
11. März
Australien 1978 – Der britische Pilot David Cyster war nach einem 32-tägigen Flug mit einem 37 Jahre alten Doppeldecker in der Stadt Darwin eingetroffen.
12. März
Spanien 1978 – Die Regierung des Landes hatten den Regionen Aragonien, Valencia und den Kanarischen Inseln die „vorläufige Autonomie“ gewährt.
12. März
DDR 1978 – In Leipzig war die Frühjahrsmesse eröffnet worden. Staats- und Parteichef Erich Honecker hatte auf seinem traditionellen Messerundgang u. a. den Stand der Thyssen AG besucht.
12. März
BRD 1978 – Der letzte deutsche Großsegler der legendären „Flying P-Liner“, die Viermastbarke „Passat“, war unter Denkmalschutz gestellt worden.
12. März
Leichtathletik 1978 – Die Europäische Hallenmeisterschaft der Leichtathleten in Mailand (Italien) war mit einer Weltbestleistung im Hochsprung durch Wladimir Jaschtschenko (Sowjetunion) zu Ende gegangen.
13. März
Argentinien 1978 – Bei einem Aufstand im Villa-Devoto-Gefängnis in Buenos Aires waren 55 Menschen ums Leben gekommen.
13. März
Italien 1978 Der frühere Ministerpräsident Aldo Moro war von der Terrorgruppe „Brigate Rosse“ (Rote Brigaden) entführt und später ermordet (wahrscheinlich 9. Mai) worden. Seine fünf Leibwächter waren bei dem Überfall erschossen worden.
13. März
Niederlande 1978 – In Assen hatten Ambonesen 70 Menschen als Geiseln genommen und die Freilassung von 21 molukkischen Gefangenen verlangt. Die Geiselnahme war am Tag darauf durch niederländische Elitekräfte beendet worden. Dabei war eine Person später an den bei der Aktion erlittenen Verwundungen gestorben.
14. März
Israel /Libanon 1978 – Die israelische Armee hatte die Grenze zum Libanon überschritten. Ziel der Aktion war die Zerstörung von Stützpunkten palästinensischer Terroristen gewesen.
14. März
DDR 1978 – In der DDR-Hauptstadt Ost-Berlin war der 22-jährige DDR-Bürger Nico Hübner verhaftet worden. Unter Berufung auf den entmilitarisierten Status von Groß-Berlin widersetzte sich Hübner einer Einberufung zum Wehrdienst in der Nationalen Volksarmee.
15. März
Italien 1978 – In Rom hatte die kommunistisch geführte Gewerkschaft CGIL ihren Austritt aus dem Weltgewerkschaftsbund erklärt. Als Grund hatte die vier Millionen Mitglieder starke Gewerkschaft angegeben, dass der Weltverband unter der Kontrolle der sowjetischen Regierung stünde.
15. März
BRD/Mauritius 1978 – Zwischen der BRD und Mauritius war ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen worden.
16. März
Frankreich 1978 – Der unter liberianischer Flagge fahrende Supertanker „Amoco Cadiz“ war vor der bretonischen Küste gestrandet. Rund 220.000 Tonnen auslaufendes Rohöl hatten eine verheerende Ölpest im Atlantik verursacht.
16. März
Vatikan 1978 – Papst Paul VI. hatte Weihbischof Oskar Saier zum Erzbischof der Diözese Freiburg im Breisgau ernannt. Saier war damit Nachfolge des 1977 verstorbenen Erzbischofs Hermann Schäufele geworden.
16. März
Bulgarien 1978 – Im Nordwesten des Landes war ein Verkehrsflugzeug vom Typ „TU-134“ abgestürzt. Dabei waren alle 73 Insassen ums Leben gekommen.
17. März
USA 1978 – US-Präsident Jimmy Carter hatte sich in einer Rede vor der Wake Forest Universität in Winstin Salem (US-Bundesstaat North Carolina) zu einer starken Landesverteidigung bekannt. Angesichts der übertriebenen sowjetischen Rüstung würden die Vereinigten Staaten gleichfalls energische Anstrengungen auf diesem Gebiet machen. In Europa sollte eine Verstärkung der US-amerikanischen Streitkräfte erfolgen.
17. März
DDR 1978 – Im Potsdamer Hans-Otto-Theater war die frühe Oper des damals 17-jährigen Franz Schubert, „Des Teufels Luftschloss“ zur Uraufführung gelangt.
18. März
Pakistan 1978 – Ministerpräsident Zulfikar Ali-Khan Bhutto, der 1977 durch einen Putsch gestürzt worden war, war von einem pakistanischen Gericht zum Tode verurteilt worden.
19. März
Frankreich 1978 – Die bürgerlichen Mehrheitsparteien waren aus den französischen Parlamentswahlen als Sieger hervorgegangen.
19. März
USA 1978 – Die US-Behörde für Nahrungsmittel und Medikamente hatte Spraydosen mit dem Treibgas FCKW mit Wirkung vom 15. Dezember 1978 verboten, weil FCKW als schädlich für die Ozonschicht der Erde galt.
19. März
Tischtennis 1978 – In Duisburg hatte sich die bundesdeutschen Spieler eine Gold- und eine Silbermedaille bei den Tischtennis-Europameisterschaften geholt.
20. März
Libanon/UNO 1978 – Der UN-Sicherheitsrat hatte die Entsendung einer Friedenstruppe in den südlichen Libanon beschlossen. Gleichzeitig war von Israel die unverzügliche Räumung der Region verlangt worden.
20. März
China 1978 – In der Hauptstadt Peking hatte eine nationale Wissenschaftskonferenz einen ehrgeizigen Acht-Jahres-Plan für die technische Entwicklung in der Volksrepublik verabschiedet.
21. März
Israel 1978 – Verteidigungsminister Ezer Weizman hatte in Tel Aviv den Befehl zur Feuereinstellung der israelischen Streitkräfte im Südlibanon bekanntgegeben.
21. März
Rhodesien 1978 – In der Hauptstadt Salisbury (Harare) hatte eine aus schwarzen und weißen Politikern bestehende Übergangsregierung die Amtsgeschäfte übernommen. Die Übergangsregierung sollte Vorbereitung treffen für die zum Jahresende vorgesehene Übergabe der Macht an die schwarze Bevölkerungsmehrheit.
21. März
Taipeh 1978 – Zum Staatspräsidenten war Chiang Ching-kuo gewählt worden. Ching-kuo, Sohn des 1975 verstorbenen Staatsgründers Chiang Kai-shek, hatte die Nachfolge von Yen Chia-Kann angetreten.
21. März
Mexiko/Japan 1978 – Die japanische Hauptstadt Tokio war – nach Angaben der Vereinten Nationen – von Mexico-City mit rund 12 Millionen Einwohnern als bevölkerungsreichste Metropole der Welt abgelöst worden.
22. März
Spanien 1978 – In der Hauptstadt Madrid war der Generaldirektor der spanischen Gefängnisse, Jesús Haddad, erschossen worden. Die Täter waren der linksgerichteten Untergrundorganisation Grapo zugerechnet worden.
23. März
Israel/USA 1978 – Bei einem Arbeitstreffen zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Menachem Begin und US-Präsident Jimmy Carter war es in Washington zu Meinungsverschiedenheiten über eine Friedenslösung für den Nahen Osten gekommen. Während die USA Zugeständnisse an Ägypten erwartet hatten, hatte Begin auf den bisherigen israelischen Positionen beharrt.
23. März
Großbritannien 1978 – Das Unterhaus hatte den Ausbau der Uranwiederaufbereitungsanlage in Windsale beschlossen. Durch diese Anlage sollten u. a. nukleare Abfälle aus der Schweiz und der Bundesrepublik übernommen werden.
23. März
Österreich 1978 – Die Salzburger Osterfestspiele waren mit Beethovens „Fidelio“ in einer Inszenierung von Herbert von Karajan eröffnet worden.
24. März
Vietnam 1978 – In Hanoi hatte die Regierung die Abschaffung der letzten geführten Wirtschaftsbetriebe im Süden des Landes bekanntgegeben.
24. März
DDR 1978 – Zum ersten Mal hatte das Fernsehen der DDR eine kirchliche Sendung ausgestrahlt. Bischof Albrecht Schönherr hatte im Anschluss an die Übertragung eines Gottesdienstes die Johannespassion erläutert.
24. März
Argentinien/International 1978 – In Bern (Schweiz) hatte die Gefangenenhilfsorganisation Amnesty International einen Bericht über Menschenrechtsverletzungen in Argentinien vorgelegt. Darin war nach Schätzungen die Zahl der politischen Häftlinge auf mehr als 10.000 benannt worden.
25. März
Indonesien 1978 – Das Parlament hatte General Achmed Suharto für eine weitere fünfjährige Amtsdauer im Präsidentenamt bestätigt. Ein Gegenkandidat war nicht aufgestellt worden.
26. März
Vatikan 1978 – In Rom hatte Papst Paul VI. die Gläubigen in seiner Osteransprache zur Überwindung festgefahrener Ideologien ermahnt und zum Vorstoß zum wahren Glauben. Überwunden werden müssten Skepsis und Ablehnung, die das moderne Denken kennzeichneten.
26. März
BRD 1978 – In der Bundesrepublik und in sechs weiteren Ländern war ein Großversuch mit freiwilligen Testpersonen zur Erprobung der „Pille für den Mann“ angelaufen.
26. März
Belgien 1978 – Der entführte belgische Großindustrielle Baron Eouard-Jean Empain war nach 63-tägiger Gefangenschaft von seinen Entführern freigelassen worden.
27. März
Namibia 1978 – Der Vorsitzende der namibischen „Turnhallenallianz“, der Herero-Häuptling Clemens Kapuuo, war in Windhuk tot aufgefunden worden.
27. März
USA 1978 – US-Präsident Jimmy Carter hatte in Washington ein umfassendes Programm zur Sanierung der vom Zerfall bedrohten Metropolen vorgelegt. Aufgebracht werden sollten danach 8,3 Milliarden US-Dollar (16,6 Milliarden DM) an Bundesmitteln, um „Amerikas Städte zum Arbeiten und Wohnen“ attraktiver zu machen und der Abwanderung gehobener Einkommensschichten Einhalt zu gebieten.
27. März
Japan 1978 – In der Hauptstadt Tokio hatten aufgebrachte Demonstranten die wichtigsten technischen Einrichtungen im Kontrollturm des umstrittenen neuen Großflughafens Narita zerstört.
27. März
BRD 1978 – Der Osterverkehr in der Bundesrepublik hatte die Rekordzahl von 160 Todesopfern gefordert. Das hatten Polizeiangaben ergeben.
28. März
BRD 1978 – Das Bundesverkehrsministerium hatte eine Geschwindigkeitsbegrenzung für den unteren Luftraum bis zu einer Höhe von 3.000 Metern verfügt. Künftig durfte es bei Flugzeugen keine Überschreitung der Geschwindigkeit von 250 Knoten (460 km/h) geben. Das sollte die Sicherheit des stark gestiegenen Flugverkehrs erhöhen.
29. März
BRD 1978 – In Frankfurt am Main hatte das 3. Internationale Russell-Tribunal getagt, das Menschenrechtsverletzungen in der BRD anprangerte und die sogenannten Berufsverbote erörtert hatte.
29. März
Spanien 1978 – Die kommunistisch gelenkten Arbeiterkommissionen hatte bei den ersten freien Betriebsratswahlen die meisten Stimmen erhalten.
30. März
Österreich/DDR 1978 – Der österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky war als erster westlicher Regierungschef in der DDR-Hauptstadt Ost-Berlin zu einem Staatsbesuch der DDR eingetroffen.
30. März
Österreich/International 1978 – In Wien hatte die Organisation der Erdöl exportierenden Länder OPEC Preiserhöhungen in Höhe von rund 10 Prozent angekündigt. Als Grund waren Mindereinnahmen durch den sinkenden Kurs des US-Dollars genannt worden.
31. März
Frankreich 1978 – Staatspräsident Giscard d’Estaing hatte den bisherigen Premierminister Raymond Barre mit der Bildung der neuen französischen Regierung beauftragt.
31. März
Iran 1978 – In mehreren Städten des Landes war es zu Demonstrationen gegen die autoritäre Politik des Staatsoberhauptes Schah Resa Pahlawi gekommen.
31. März
Indien 1978 – Zwischen Hindus und Muslimen war es in Nordindien zu blutigen Zusammenstößen gekommen.
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