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November 2015 – Paris 2015 zum zweiten Mal Terror-Ziel


Kalender November 2015

Die Toten vom Anschlag auf das Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ in Paris waren noch nicht vergessen, wenige Monate war dieser brutale Terroranschlag erst her, da knallten schon wieder Schüsse und Explosionen in einen friedlichen Pariser Abend hinein. Neben sieben verschiedenen Stellen der Stadt gab es auch während eines Konzerts im „Bataclan“ einen Anschlag, bei dem 80 Menschen umkamen. Insgesamt hatte die Anschlag-Nacht von Paris 132 Menschenleben ausgelöscht. Weitere 350 Menschen waren verletzt, teilweise sehr schwer. Das Entsetzen war groß und die Stadt lebte noch tagelang mit den Nachwirkungen der IS-Anschläge. Die Folge war, dass Frankreich das erste Mitglied der EU war, das auf Basis der Verträge um Hilfe der übrigen Mitgliedsstaaten gebeten hatte. Aufgrund der Terroranschläge von Paris sah die politische Führung keine andere Möglichkeit, darauf zu reagieren. Die Hilfe wurde Frankreich zugesagt. Eine friedliche Lösung würde der IS wohl nicht verstehen.
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Ereignisse & Schlagzeilen November 2015

November 2015

1. November
In der Türkei konnte die Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung (AKP) mit Ahmet Davutoglu und die vom heutigen Staatspräsidenten Recep Erdogan gegründet wurde, bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in der Türkei die absolute Mehrheit der Parlamentsmandate zurückerobern. Zweitstärkste Kraft war die kemalistische linke Republikanische Volkspartei (CHP) geworden. Die rechtsextreme Partei der Nationalistischen Bewegung (MHP) und die pro-kurdische Demokratische Partei der Völker (HDP), die beide massiv Wähler an die AKP verloren, konnten knapp die 10-Prozent-Sperrklausel überwinden. Im Südosten des Landes war es nach Bekanntgabe der Ergebnisse in der Kurdenhochburg Diyarbakir zu gewalttägigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen.
1. November
In Aserbaidschan hatte die Regierungspartei Neues Aserbaidschan des amtierenden Präsidenten Ilham Aliyev die Mehrheit der Mandate bei den Parlamentswahlen gewonnen. Nahezu alle anderen Mandate waren an eine Schar kleinere Parteien und unabhängige Kandidaten gegangen, die der Regierungspartei nahe stehen. Die wichtigsten Oppositionsparteien hatten die Wahl boykottiert.
1. November
In Somalie waren bei einem Terrorangriff der islamistischen Al-Shabaab-Miliz auf das Hotel „Sahafi“ 15 Menschen getötet worden. Unter den Opfern hatte sich angeblich auch der ehemalige Militärsprecher General Abdikarim Yousuf Dhaga Badan befunden, der für die Offensive der Armee gegen die Al-Shabaab im Jahr 2011 verantwortlich gewesen sein soll.
2. November
Die Volksrepublik China hatte offiziell das zweistrahlige Passagierflugzeug „Comac C919“ präsentiert.
2. November
Australien hatte das Adelsprädikat „Ritter“ beim „Order of Australia“ abgeschafft. Ministerpräsident Malcolm Turnbull hatte die Auszeichnung als „anachronistisch und altmodisch“. Er hatte damit eine Entscheidung seines Vorgängers korrigiert.
3. November
In den USA war der Republikaner Matt Bevin mit rund 52 Prozentpunkten an Stimmen zum neuen Gouverneur des Bundesstaates Kentucky gewählt worden.
3. November
Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hatte mit „Chapala“ zum ersten Mal ein Zyklon die Arabische Halbinsel auf dem Staatsgebiet des Jemen erreicht. Bereits zuvor wurde „Chapala“ als der heftigste Zyklon im Golf von Aden klassifiziert worden. Als Folge des Zyklons hatten kräftige Niederschläge zu schwerem Überschwemmungen geführt. Es waren Niederschläge, deren Mengen in zwei Tagen, die sonst im Zeitraum von sieben Jahren erreicht wurden. Besonders hart hatte es die vorgelagerte Inselgruppe Sokorta getroffen. Nach Angaben aus jemenitischen Regierungskreisen waren mindestens acht Personen durch den Wirbelsturm umgekommen. In Puntland, einer autonomen Region von Somalia, hatte der Wirbelsturm ebenfalls schwere Zerstörungen an der Infrastruktur angerichtet. Todesfälle hatte es dort nicht gegeben.
3. November
Im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und dem Geldtransfer von 6,7 Millionen Euro des WM-Organisationskomitees des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) an den Fußball-Weltverband FIFA hatte die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main Ermittlungen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall aufgenommen.
3. November
In den Vereinigten Staaten war Phil Bryant von den Republikanern mit 67,3 Prozent der Wählerstimmen für eine zweite Amtszeit als Gouverneur des Bundesstaates Mississippi gewählt worden.
4. November
Im zentralamerikanischen Staat Belize hatte die Vereinigte Demokratische Partei (UDP) von Premierminister Dean Barrow bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus die Mehrheit der Parlamentssitze gewonnen. Stärkste Oppositionskraft war die Vereinigte Volkspartei (PUP) geworden.
4. November
In Rumänien hatte die Regierung in Bukarest unter Ministerpräsidenten Victor Ponta infolge der Brandkatastrophe von Bukarest vom 30. Oktober ihren Rücktritt erklärt. Bei der Brandkatastrophe waren durch ein Feuer und eine Massenpanik im Nachtclub „Colectiv“ mindestens 60 Menschen getötet. Etwa 180 Menschen erlitten teilweise schwere Verletzungen.
4. November
Unmittelbar nach dem Start des russischen Frachtflugzeuges des Typs Antonow An-12 war es zum Absturz der Maschine in der südsudanesischen Hauptstadt Juba gekommen. Mindestens 36 Menschen kamen ums Leben.
4. November
Nach dem Fund von Sprengsätzen in der Hauptmoschee und nahe des Präsidentenpalastes in der maledivischen Hauptstadt Malé hatte Präsident Abdulla Yameen den Ausnahmezustand über die Inselrepublik verhängt.
4. November
In Ottawa (Kanada) war zwei Wochen nach dem Wahlsieg die neue liberale Regierung von Justin Trudeau vereidigt worden.
4. November
Nach der Einladung durch die Volksrepublik China, die an Taipeh (Taiwan) zu einem ersten Treffen zwischen den Präsidenten beider Staaten seit 66 Staaten erging, hatten viele Taiwanesen aus Angst vor einer weiteren Annäherung vor dem Parlament in Taipeh demonstriert, weil sie einen Ausverkauf an die Kommunisten vom Festland fürchteten, die ihrerseits immer wieder mit Krieg drohten. Mit der Einladung hatte die chinesische Führung eine Kehrtwende ihrer Politik vollzogen. Die bisherige Verweigerung direkter Treffen war vor dem Hintergrund geschehen, die Regierung der Republik China in Taipeh damit nicht zu legitimieren. In China gilt Taiwan als „abtrünnige Provinz“.
5. November
Nach dem Dammbruch bei einem Rückhaltebecken nahe Mariana im Süden des brasilianischen Bundesstaates Minais Gerais war in einem der Eisenerz-Bergwerke des Unternehmens Samarco Minercao durch eine Schlammlawine ein Großteil der Ortschaft Bento Rodriguez zerstört worden. Dabei waren 17 Bewohner umgekommen, weitere 20 Menschen wurden vermisst und mindestens 70 Menschen erlitten Verletzungen. Die Schlammlawine umfasste etwa 62 Millionen Kubikmeter und bestand aus einem Gemisch aus Arsen, Aluminium, Blei, Kupfer und Quecksilber, wie auch von der UNO bestätigt wurde. Nach 600 Kilometern erreichte die Lawine das Meer. Sie hat eine Fläche von etwa 80.000 Quadratkilometern zerstört.
5. November
In Rumänien hatte Präsident Klaus Johannis den bisherigen Bildungsminister Sorin Cimpeanu nach dem Rücktritt des Regierungschefs Victor Ponta zum neuen kommissarischen Premier ernannt.


6. November
Im Irak hatte der Ausbruch der Cholera westlich der Hauptstadt Bagdad zu mehr als 2.200 Neuinfektionen sowie zu sechs Todesfällen geführt. Die Krankheit wurde für die gesamte Region inklusive der Nachbarstaaten Syrien, Kuwait und Bahrain zur Bedrohung. Dort wurden ebenfalls Infektionen verzeichnet. Es bestand die Gefahr einer Epidemie.
6. November
Der Deutsche Bundestag hatte mit 360 Ja-Stimmen, 233 Nein-Stimmen und neun Enthaltungen gegen die geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung gestimmt und diese Suizidhilfe (Sterbehilfe) mittels eines neuen Paragrafen 217 des Strafgesetzbuchs (StGB) unter Strafe gestellt.
6. November
Nachdem sich Hinweise mehrten, dass der Absturz von Kogalymavia-Flug 9268 Ende Oktoner über der Sinai-Halbinsel auf einen Terroranschlag zurückzuführen sei, hatte der russische Präsident Wladimir Putin alle Flüge nach Ägypten einstellen lassen. Durch diese Weisung saßen tausende russische Touristen in Ägypten fest. Ägypten gilt aufgrund der für russische Staatsbürger einfachen Einreise als beliebtes Urlaubsland. Zuvor hatten schon britische und weitere westeuropäische Fluglinien ihre Verbindungen nach Scharm asch-Schaich eingestellt. Dadurch saßen auch tausende britische Urlauber in der Region fest.
7. November
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die Ebolafieber-Epidemie in Sierra Leone für beendet erklärt. In einem Zeitraum über 42 Tagen waren dort keine weiteren Neuerkrankungen registriert worden.
8. November
In Myanmar hatte war die Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) von Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi aus den ersten freien Parlamentswahlen seit 25 Jahren als Sieger hervorgegangen. Die Partei erhielt rund 70 Prozent der Parlamentsmandate, die für die parlamentarische Mehrheit aufgrund der für das Militär reservierten Mandate reichen würden. Die Regierungspartei Solidaritäts- und Entwicklungsvereinigung der Union (USDP) hatte ihre Niederlage eingeräumt.
8. November
Die oppositionelle konservative Kroatische Demokratische Union (HDZ) unter dem Spitzenkandidaten Tomislov Karamarko hatte bei den Parlamentswahlen in Kroatien die meisten Mandate errungen. Sie hatte aber die absolute Mehrheit verfehlt. Die bisher regierenden Sozialdemokraten (SPD) unter Zoran Milanovic rangierten knapp hinter der HDZ. Die Unabhängige Liste Most, die keinem der beiden politischen Lager zugerechnet werden kann, die erstmals angetreten war, wurde als drittplatzierte Partei der Überraschungs-Sieger dieser Wahl.
9. November
In Spanien hatte das Regionalparlament von Katalonien eine auf Katalanisch verfasste Resolution beschlossen, die den Prozess einer dauerhaften und friedlichen Loslösung vom Mutterland Spanien in den kommenden 18 Monaten in Gang bringen sollte. Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte angekündigt, das Vorhaben vor dem Verfassungsgericht zu Fall zu bringen, weil in der spanischen Verfassung die Unteilbarkeit der Nation festgeschrieben ist.
9. November
Der Präsident des Deutschen Fußballbundes (DFB), Wolfgang Niersbach, war im Zuge der Affäre um dubiose und nicht geklärte Geldflüsse um die Vergabe der Fußball-WM 2006 zurückgetreten. Der Verband führten nun die beiden Vizepräsidenten Rainer Koch und Reinhard Rauball kommissarisch weiter.
10. November
Das deutsche Unternehmen Merck KGaA hatte für 13,1 Milliarden Euro den US-amerikanischen Laborausstatter Sigma-Aldrich übernommen.
10. November
In Deutschland hatten die Selbstverwaltungsorgane der Ersatzkasse Barmer GEK und der Deutschen BKK mit Sitz in Wolfsburg der Fusion zugestimmt. Damit gehörten ihr 9,4 Millionen Versicherte an. Die Deutsche BKK war erst 2003 aus der Volkswagen BKK und der Betriebskrankenkasse Post entstanden.
10. November
In Portugal war die Regierung des Kabinetts von Premierminister Pedro Passos Coelho durch ein Misstrauensvotum der Opposition gestürzt worden. Die Koalition zwischen der konservativen PSD und CPD-PP war bei der letzten Parlamentswahl am 4. Oktober 2015 als stärkste Kraft hervorgegangen, hatte allerdings ihre absolute Mehrheit verloren. Es hatten 123 der insgesamt 230 Abgeordneten – alle Vertreter der sozialistischen PS, der grün-kommunistischen CDU und des marxistischen Linksblocks (BL) – für die Absetzung der Regierung gestimmt.
10. November
Die Vereinten Nationen hatten vor der zunehmenden Gewalt und den Morden an Oppositionellen im ostafrikanischen Burundi gewarnt. Frankreich hatte einen Resolutionsentwurf in den Sicherheitsrat eingebracht. Darin forderte es ein Ende der Kämpfe. Angaben von Menschenrechtsorganisationen zufolge waren 240 Personen bei bisherigen Gewaltausbrüchen in Burundi ums Leben gekommen. +11. November
An der Schengen-Grenze zu Kroatien bei der Stadt Brezice hatten die slowenischen Streitkräfte begonnen, die bisher Grüne Grenze vorübergehend mit Maschendraht zu sichern. Der Flüchtlingsstrom sollte dadurch kontrolliert zu den Grenzübergängen geführt werden. Premierminister Miro Cerar hatte erklärt, dass die Maßnahmen erforderlich seien, um das ordnungsgemäße Funktionieren des Landes und die Sicherheit der Bürger gewährleisten zu können sowie den Schutz der Flüchtlinge und das Verhindern eines humanitären Desasters.
11. November
In Spanien hatte das Verfassungsgericht der Klage der Regierung gegen den Beschluss des katalanischen Regionalparlaments zur Ausarbeitung einer katalanischen Verfassung stattgegeben.
11. November
Vom japanischen Flughafen Nagoya aus hatte das Regionalflugzeug MRJ der Mitsubishi Aircraft Corporatioen seinen Erstflug absolviert.
11. November
Die norwegische Regierung hatte aufgrund des stetig ansteigenden Flüchtlingsstroms am Grenzübergang Jakovselv zu Russland in der nordnorwegischen Kommune Sör-Varanger in Finnmark ein Notstandsgesetz geplant. Damit sollten bestimmte Einwanderer leichter in die Russische Föderation abgeschoben werden können.
12. November
Im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut waren bei einem Doppelanschlag in überwiegend von Anhängern des syrischen Machthabers Assad bewohnten Viertel, einer Hochburg der Schiitenpartei Hisbollah, Angaben dortiger Gesundheitskreise zufolge mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen. Weitere mehr als 200 Menschen waren verletzt worden. Der Islamische Staat hatte sich als Drahtzieher der Selbstmordattentate bekannt.
12. November
Das multikulturell geprägte Schweden hatte im Zuge der Flüchtlingskrise und dem nicht abflauenden Zustrom von Migranten vorübergehend Grenzkontrollen besonders an den Fährterminals zu Deutschland und Dänemark sowie der Öresund-Brücke eingesetzt. Innenminister Anders Ygeman hatte dies mit einer Gefahr für die öffentliche Ordnung begründet. Damit hingen in Dänemarkr und Norddeutschland insbesondere Flüchtlinge ohne Papiere fest, die nach Schweden weiterreisen wollten.
13. November
Das deutsche Unternehmen Metabo mit Sitz in Nürtingen (Baden-Württemberg) war an den japanischen Konzern Hitachi veräußert worden.
13. November
Bei einem Angriff durch F-15-Kampfflugzeuge der US-Luftwaffe wurde der Führer der Terrormiliz Islamischer Staat, der Iraker Wissam Najm Abd Zayd al Zubaydi, genannt Abu Nabil, in Libyen getötet.
13. November
Paris wurde am Abend an sieben verschiedenen Stellen der Stadt von koordinierten Terroranschlägen erschüttert. In der Bataclan-Konzerthalle gab es neben Explosionen und Schießereien auch eine Geiselnahme. Dabei wurden 132 Menschen getötet, wovon allein 80 in der Konzerthalle ums Leben kamen. Weitere 350 Menschen wurden schwer verletzt. Zu den Anschlägen hatte sich der Islamische Staat bekannt.
13. November
Im Irak hatten Kreise der kurdischen Autonomieregierung nach einer neuen Großoffensive im Herbst 2015 mitgeteilt, dass Peschmerga von allen Seiten nach Sindschar eingedrungen seien und es gelungen sei, zentrale Gebäude zu besetzen und Sindschar zurückzuerobern.
14. November
Der Weltleichtathletikverband (IAFF) hatte im Zuge eines Dopingskandals den russischen Leichtathletenverband (ARAF) vorübergehend suspendiert. Damit wurden russische Leichtathleten bis auf Weiteres von allen internationalen Wettkämpfen ausgeschlossen.
14. November
In Frankreich war während einer Testfahrt auf einer Neubaustrecke im Elsass bei Eckwersheim nahe Straßburg ein TGV-Hochgeschwindigkeitszug entgleist und auseinandergebrochen. Mehrere Wagen waren von einer Brücke in den Marne-Rhein-Kanal gestürzt. Bei dem Unglück waren mindestens zehn Personen des mit etwa 50 Technikern besetzten Zuges ums Leben gekommen.
14. November
In Wien berieten Vertreter von 17 Ländern und dreier internationaler Organisationen bei einer Konferenz im Hotel „Imperial“ zur Lösung des Syrien-Konflikts, aufbauend auf den Ergebnissen der Syrien-Konferenz vom 30. Oktober, über konkrete Schritte zu einem Waffenstillstand und zur Bildung einer Übergangsregierung. Unter den Beratern waren Vertreter der Vereinten Nationen und der Europäischen Union.
15. November
Im Badeort Belek bei Antalya (Türkei) war das 10. Gipfeltreffen der Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) mit einer Schweigeminute zum Gedenken der Opfer der Terroranschläge in Paris vor zwei Tagen eröffent worden. Schwerpunkte der Gipfelthemen umfassten die Situation in Syrien, den Umgang mit der Flüchtlingskrise und ein gerechteres internationales Steuersystem.
16. November
Bei den Parlamentswahlen auf den Marshallinseln war es mehreren der Opposition nahe stehenden Kandidaten gelungen, ein Mandat zu erringen.
16. November
In Polen wurde die neue Regierungschefin des Landes, Beata Szydło (PiS), vom Präsidenten des Landes, Andrzej Duda, vereidigt. +17. November
In Rumänien hatte das Parlament mit 389 von 547 anwesenden Parlamentariern Dacian Ciolos zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. 
17. November
Erstmals in der Geschichte der EU hatte ein Mitglied auf Basis der Verträge (Artikel 42, Absatz 7) um Hilfe der übrigen Mitgliedsstaaten gebeten. Frankreich hatte dies aufgraund der Terroranschläge von Paris getan. 
17. November
Der russische Geheimdienst FSB hatte nach Untersuchungen der Wrackteile den Absturz von Kogalmymavia-Flug 9268 über der ägyptischen Sinai-Halbinsel als Terroranschlag eingeschätzt. Zu dem Attentat mit 224 Todesopfern hatte sich der Islamische Staat bekannt. 
17. November
In Westgriechenland waren mindestens zwei Menschen bei einem Seebeben der Stärke 6 mit dem Epizentrum in 12 Kilometern Tiefe wenige Kilometer nordwestlich der Insel Lefkas ums Leben gekommen. Erdrutsche und aufgerissene Straßen führten zu Verkehrsbehinderungen.
17. November
In Yola (Nigeria) waren bei der Explosion einer Bombe in einer Menschenmenge im Stadtviertel Jimeta mindestens 30 Menschen umgekommen und weitere 80 Menschen waren verletzt worden. Der Anschlag war der Terrorgruppe Boko Haram zugeschrieben worden, die in der Vergangenheit bereits mehrere Anschläge in dieser Region verübt hatte.
18. November
In der nigerianischen Stadt Kano waren mindestens 15 Menschen bei einem Selbstmordanschlag zweier junger Mädchen gestorben, die in einem belebten Einkaufsviertel der Stadt Sprengstoffgürtel gezündet hatten. Auch für diesen Anschlag war – wie bei einer Reihe weiterer Anschläge seit 2010 – die Terrorgruppe Boko Haram verantwortlich. 
18. November
In der philippinischen Hauptstadt Manila war das 27. Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) eröffnet worden. Unter dem Motto „Eine inklusive Wirtschaft aufbauen und eine bessere Welt gestalten“ hatten die Integration der regionalen Wirtschaft, die Erschließung von Personalressourcen und nachhaltiges Wachstum auf dem Programm gestanden.
18. November
In Frankreich  war bei einer Polizeiaktion der IS-Terrorist Abdelhamid Abaaoud getötet worden. Er galt als der Drahtzieher der Terroranschläge vom 13. November in Paris. 
18. November
Das Verwaltungsgericht Stuttgart hatte den Einsatz der Polizei während der Räumung des Stuttgarter Schlossgartens im Rahmen der Proteste gegen „Stuttgart 21“ im Herbst 2010 für rechtswidrig erklärt.
19. November
In der indischen Hauptstadt Neu-Delhi waren die meisten der 17.000 Beschäftigten der Zentralbank von Indien für höhere Pensionszahlungen in den Streik getreten.
19. November
In Botswana war in der von dem kanadischen Unternehmen Lucara Diamond Corp. betriebenen Karowe-Mine der mit 1111 Karat zweitgrößte Diamant der Welt entdeckt worden.
20. November
In Mali waren mindestens 18 Menscehn bei einer Geiselnahme im 5 Sterne-Hotel „Radisson Blu“ in der Hauptstadt Bamako ums Leben gekommen. Der algerische Al Qaida-Ableger Al Mourabitoun hatte sich zu dem Terroranschlag bekannt.
20. November
Angaben von Menschenrechtlern zufolge war der syrische Softwareentwickler und Freie-Software-Aktivist Bassel Khartabil in seinem Heimatland zum Tod verurteilt worden.
20. November
Aus China war bekannt geworden, dass Sicherheitskräfte des Landes 28 mutmaßliche Extremisten m Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang getötet hatten. Diese waren für einen Anschlag auf ein Kohlebergwerk im Gebiet Aksu am 16. September mit 16 Toten verantwortlich gewesen. Der Anschlag war in den chinesischen Medien unter Verschluss gehalten worden.
21. November
In den USA war der Demokrat John Bel Edwards mit rund 55 Prozent der Stimmen zum neuen Gouverneur seines Bundesstaates Louisiana gewählt worden.
21. November
Wegen konkreter Hinweise auf ein geplantes Terrorattentat hatte Belgien die höchste Warnstufe für Brüssel ausgerufen. Die Metro stand zunächst bis zum Montag (23. November) still. Fußballspiele und Konzerte waren ausgesetzt worden. Öffentliche Gebäude blieben geschlossen. Auf den Straßen patrouillierten bewaffnete Soldaten mit Sturmgewehren. Von der Polizei wurden Anti-Terror-Einsätze durchgeführt. Die höchste Warnstufe war nach Aussage des Radiosenders RTBF zuletzt beim Anschlag auf das Jüdische Museum von Belgien im Jahr 2014 ausgerufen worden.
22. November
In Argentinien hatte der konservative Kandidat Mauricio Macri die Stichwahl gegen Daniel Scioli um das Amt des Staatspräsidenten gewonnen.
22. November
Auf dem ASEAN-Gipfeltreffen in Malaysia hatten die Mitgliedsstaaten mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 die Gründung der Wirtschaftsgemeinschaft ASEAN Economic Community (AEC) beschlossen. Dadurch sollte die Wirtschaftspolitik in der Region stärker abgestimmt werden.
22. November
In Myanmar waren bei einem Erdrutsch in einer Jademine der Triple One Jade Mining Company in Hpakant im Kachin-Staat mindestens 90 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 100 Menschen waren noch vermisst worden.
22. November
Auf der Krim hatten Unbekannte durch Sprengungen mehrere Stromleitung gekappt. Diese führten vom ukrainischen Festland auf die Halbinsel Krim, so dass die dortigen Bewohner weitestgehend von der Elektrizitätsversorgung abgeschnitten waren. Spezialisten des ukrainischen Energieversorgers Ukrenergo waren durch Krimtataren an der Instandsetzung gehindert worden. Letztere hatten damit gegen lokale Behörden als auch gegen die Regierung in Kiew und Moskau protestiert. Die russische Besatzungsmacht hatte den Notstand über das Gebiet verhängt. Die Krim-Regierung hatte die Elektrizität rationiert. 
23. November
In Belgien war bei angespannter Sicherheitslage im Großraum Brüssel die höchste Terrorwarnstufe um eine Woche verlängert worden. Jedoch sollten die U-Bahnen ihren Betrieb wieder aufnehmen. Auch Schulen sollten wieder öffnen.
23. November
In Hamburg hatten die Spitzen von Staat und Gesellschaft sowie internationale Waffengefährten und Freunde mit einem Staatsakt in der Hauptkirche Sankt Michaelis Abschied von Altkanzler Helmut Schmidt genommen, der vor zwei Wochen verstorben war. Tausende Menschen hatten beim anschließenden Trauerzug durch die Innenstadt dem Ehrenbürger die letzte Ehre erwiesen.
23. November
In den USA hatte das Außenministerium seine Bürger auf die weltweite Gefahr von Terroranschlägen besonders durch islamistische Gruppierungen auf Reisen bis zum kommenden Februar gewarnt. 
24. November
Die Türkei hatte im türkisch-syrischen Grenzraum einen Kampfjet des Typs Suchoi Su-24 der russischen Luftwaffe nach dem Eindringen in den türkischen Luftraum und mehreren Warnungen abgeschossen. Wegen der Verletzung der türkischen Souveränität sowie der Unversehrtheit des türkischen Territoriums war die NATO zu einer Sondersitzung zusammengekommen. Russland widersprach der türkischen Darstellung und war der Ansicht, das Flugzeug sei die ganze Zeit im syrischen Luftraum unterwegs gewesen. Angaben turkmenischer Rebellen im syrischen Grenzgebiet zufolge, war einer der beiden russischen Piloten bei dem Abschuss getötet worden. Der zweite war noch vermisst.
24. November
In der tunesischen Hauptstadt Tunis waren mindestens ein Dutzend Menschen bei einem Bombenanschlag auf einen Bus ums Leben gekommen. In dem Bus waren Mitglieder der Garde des tunesischen Präsidenten unterwegs gewesen.
24. November
Vor dem Gerichtshof des Vatikan hatte der Prozess gegen die zwei italienischen Journalisten, Gianluigi Nuzzi und Emiliano Fittipaldi, gegen den Prälaten Lucio Angel Vallejo Balda, der sich in Untersuchungshaft befand, gegen die PR-Agentin Francesco Chaouqui sowie gegen Nicola Maio wegen unerlaubter Veröffentlichung vertraulicher Dokumente über finanzielle Missstände im Vatikan begonnen. Nuzzi hatte den Prozess als „kafkaek und absurd“ bezeichnet. Fittipaldi hatte betont, dass er der EMRK und dem Prinzip der Medien- und Meinungsfreiheit widerspreche. Kritik war auch seitens der OSZE und breiten Kreisen der Zivilgesellschaft gekommen.
25. November
Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte die Entsendung von bis zu 650 Soldaten zur Friedenssicherung in den westafrikanischen Staat Mali im Rahmen der United Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali (MINUSMA) angekündigt. 
25. November
In Deutschland begann die Ausgabe von 20-Euro-Banknoten der zweiten Serie. 
25. November
In Portugal war António Costa (Partido Socialista) mit der Regierungsbildung beauftragt worden, nach dem die konservative Minderheitsregierung von Pedro Passos Coelho (Partido Social Democrata) zum Rücktritt gezwungen worden war. 
25. November
In Kenia hatte Papst Franziskus vor Präsident Uhuru Kenyatta und weiteren Regierungsmitgliedern zum Auftakt seines Afrikabesuchs gefordert, dass die kenianische Führung mehr für die Bekämpfung von Armut und Ungleichheit tun müsste und sich integer und transparent für das Allgemeinwohl einsetzen müsste. 
25. November
In Straßburg (Frankreich) hatte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden, dass das Tragen eines Kopftuchs nicht zu den Menschenrechten zählt. Wer für den französischen Staat arbeitet, durfte sich nicht verhüllen oder verschleiern, bestätigte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.
26. November
In Belgien hatte Premierminister Charles Michel nach einer Neubewertung der Terrorgefahr nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts die Absenkung der Terrorwarnstufe im Großraum Brüssel verkündet. 
26. November
In Kenia hatte Papst Franziskus mit einer emotionalen Ansprache am Sitz des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) in Nairobi vor dem Scheitern der internationalen Klimakonferenz COP 21 in Paris gewarnt (30. November bis 11. Dezember 2015).
27. November
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatten in einer gemeinsamen Erklärung die militärische Unterstützung Frankreichs im Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) in Syrien angekündigt. Zum Einsatz sollten hierzu eine Fregatte zum Schutz des französischen Flugzeugträgergeschwaders sowie Aufklärungsflugzeuge vom Typ Tornado und Tankflugzeuge der Luftwaffe kommen.
27. November
Dreißig Kilometer vor der nigerianischen Küste hatten Piraten bei einer Attacke im Golf von Guinea das unter der Flagge Zypern fahrende polnische Containerschiff „Szabo“ unter ihre Kontrolle gebracht. 
27. November
In Uganda war Papst Franziskus im Rahmen seiner Afrikareise in Entebbe eingetroffen. Beim Empfang von Staatspräsident Yoweri Museveni hatte er die Führung des Landes angemahnt, für eine Sicherstellung der gerechten Verteilung von Gütern zu sorgen.
27. November
In Frankreich hatte man mit einem Staatsakt der Opfer der Terroranschläge von Paris am 13. November gedacht und gleichzeitig seine republikanischen Werte sowie die Identität des Landes bekräftigt. 
28. November
Der Ukrainer Wladimir Klitschko hatte in der ESPRIT arena gegen den Pflichtherausforderer der WBA, den Schwergewichtsboxer Tyson Fury aus Großbritannien, einstimmig nach Punkten verloren. Klitschko hatte damit nach mehr als neun Jahren alle seine vier Weltmeistertitel verloren. 
28. November
Um die Wirtschaftsflüchtlinge an der Weiterreise in ihre Zielländer in Mittel- und Nordeuropa zu hindern, wo deren Chancen sanken, Asyl zu beantragen, hatte Mazedonien mit dem Bau eines Grenzzauns an der Südgrenze zu Griechenland begonnen. Viele an der Weiterreise abgewiesene Migranten hatten mit spektakulären Aktionen versucht, ihre Durchreise dennoch zu erzwingen, in dem sie beispielsweise den Verkehr blockierten.
29. November
Papst Franziskus hatte zum Abschluss seiner Afrikareise mit der Zentralafrikanischen Republik erstmals ein Krisengebiet besucht. Seine Reise durch das Land fand unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Hunderte Blauhelmsoldaten sicherten sie ab. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Gewalt hatte das Oberhaupt der Katholischen Kirche in dem Binnenstaat zu Toleranz und Vergebung aufgerufen un das Heilige Jahr der Versöhnung und Vergebung eröffnet.
29. November
Das 104. Davis-Cup-Finale im Tennis, das in Belgien stattfand, hatte Großbritannien mit 3:1 gegen den Gastgeber gewonnen.
29. November
Die Hamburger Bevölkerung hatte hatte im Olympia-Bürgerschaftsreferendum eine Fortsetzung der Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2024 mit 51,6 Prozent gegenüber 48,4 Prozent abgelehnt. Für einen Bürgerentscheid war die Wahlbeteiligung mit 50,1 Prozent überraschend hoch gewesen. Den Olympiagegnern hatten fehlende Finanzierungszusagen seitens des Bundes in die Hände gespielt.
29. November
Der russische Präsident Wladimir Putin hatte als Reaktion auf den Abschuss eines Su-24-Bombers durch die türkischen Streitkräfte Strafmaßnahmen gegen die Türkei angeordnet. Sie Sanktionen reichten vom Importstopp von Waren über ein Verbot von Charterflügen in die Türkei bis zu Einstellungsstopp türkischer Arbeitskräfte in Russland.
29. November
In Burkina Faso war Roch Marc Kaboré bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen bereits im ersten Wahlgang zum neuen Staatsoberhaupt des westafrikanischen Landes gewählt worden.
30. November
In Paris hatte mit mehr als 150 Staats- und Regierungschefs die UN-Klimakonferenz 2015 begonnen. Zum Auftakt hatte die Teilnehmer der Opfer der Terroranschläge in Paris gedacht und ihre Solidarität mit dem Gastgeber bekundet.
30. November
Der Internationale Währungsfond (IWF) hatte bekanntgegeben, die Währung der Volksrepublik China, Renminbi (auch Yuan genannt), ab 1. Oktober 2016 in den Währungskorb aufzunehmen sowie neben dem US-Dollar, Euro, Yen und das britische Pfund als fünfte Weltresevere-Währung für Sonderziehungsrechte (SZR) zu nutzen. Christine Lagarde, die IWF-Direktorin hatte von einem „Meilenstein der Integration der chinesischen Wirtschaft in das globale Finanzsystem“ gesprochen.


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