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Februar 1986 - Gorbatschow sorgte für Schlagzeilen

Kalender Februar 1986
Zum Ende des Monats hatte in Moskau der XXVII. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion begonnen. Und diesmal ließen die Worte des Parteichefs Michail Gorbatschow die Welt aufhorchen. Er kündigte „radikale Reformen“ in der Wirtschaft an. Das allein wäre schon Schlagzeilen wert gewesen. Aber er forderte außerdem eine neue Offenheit, die Rede-, Meinungs- und Pressefreiheit beinhaltete und als Glasnost in die Geschichte einging sowie eine Umstrukturierung, die als Perestroika schnell in aller Munde war. Dass derart massive Veränderungen im mächtigsten Ostblockstaat nicht ohne Auswirkungen auf die benachbarten Bruderländer bleiben würden, war für Experten durchaus erkennbar. In der DDR beweihräucherte man sich derweil selbst und zeichnete das Ministerium für Staatssicherheit des Landes für „vorbildliche Pflichterfüllung…im Interesse des ganzen werktätigen Volkes“ mit dem Karl-Marx-Orden sowie einem Ehrenbanner des ZK der SED aus.
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Wichtige Ereignisse im Februar 1986

1. Februar
West-Berlin 1986 – Das West-Berliner Abgeordnetenhaus hatte mit den Stimmen der CDU/FDP-Koalition einen von der Alternativen Liste (AL) eingebrachten Misstrauensantrag gegen den Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen abgelehnt. Der Anlass war die Berliner Korruptions- und Parteispendenaffäre gewesen.
1. Februar
Vatikan/Indien 1986 –
Papst Johannes Paul II. war zu einem Besuch in Indien in Neu-Delhi eingetroffen. Insgesamt hatte er innerhalb von zehn Tagen 14 Städte besucht.
1. Februar
DDR 1986 – Die DDR hatte ihre Transitbestimmungen verschärft. Sie gab bekannt, dass Bürger aus bestimmten Staaten fortan nur noch mit besonderer Genehmigung der bundesdeutschen Behörden in die Bundesrepublik fahren durften.
1. Februar
Eiskunstlauf 1986 – Zum ersten Mal seit zehn Jahren war die Bundesrepublik Deutschland in Kopenhagen bei der Eiskunstlauf-Europameisterschaft ohne Medaille geblieben. Bei den Damen war Claudia Leistner fünfte geworden. Heiko Fischer bei den Herren hatte vorzeitig aufgegeben wegen einer Verletzung.
1. Februar
BRD 1986 – Das ZDF hatte die Wiederholung der 19. Folge der Serie „Schwarzwaldklinik“ wegen einer umstrittenen Vergewaltigungsszene wegen massiver Zuschauerproteste abgesetzt. Die betreffende Folge hatten 22,6 Millionen Zuschauer gesehen.
1. Februar
BRD/Musik 1986 – In Freiburg im Breisgau war die Oper „Hunger und Durst“ von Violeta Dinescu uraufgeführt worden.
1. Februar
Trickskisport 1986 – In Tignes (Frankreich) begannen die ersten offizielle von der Fédération Internationale de Ski (FIS) zugelassenen Trickski-Weltmeisterschaften. Vor den USA waren die Sportler aus Kanada am erfolgreichsten. Den Titel im Ballett hatte der Deutsche Richard Schnabl gewonnen.
2. Februar
DDR 1986 – Der thüringische Landesbischof Werner Leich war als Nachfolger des Dresdner Landesbischofs Johannes Hempel zum Vorsitzenden der Konferenz der Evangelischen Kirchenleitungen in der DDR gewählt worden.
2. Februar
Costa Rica 1986 – Der Sozialdemokrat Oscar Arias Sanchez war als Sieger aus der Präsidentenwahl in Costa Rica hervorgegangen. Er erhielt 52,35 Prozent der Stimmen, gefolgt von dem christlichen Oppositionspolitiker Rafael Angel Calderon. Dieser hatte 45,85 Prozent der Stimmen bekommen. Am 8. Mai war Arias Sanchez als Nachfolger von Luis Alberto Monge in sein Amt eingeführt worden.
2. Februar
Fürstentum Liechtenstein 1986 – Zum ersten Mal konnten die Frauen bei den Parlamentswahlen im Fürstentum Liechtenstein von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Dies war ihnen am 1. Juli 1984 zugestanden worden. Als erste Frau war Emma Eigenmann in den Landtag des Fürstentums eingezogen.
3. Februar
Albanien 1986 – Die Witwe des 1985 verstorbenen albanischen Staats- und Parteichefs Enver Hoxha, Nadschmije Hoxha, war zur Vorsitzenden des Generalrats der Albanischen Volksfront gewählt worden.
3. Februar
Nordirland 1986 – Nach dem Aufruf an die protestantische Bevölkerung zum Generalstreik war in Nordirland das gesamte öffentliche Leben nahezu zum Erliegen gekommen. Die Protestanten hatten damit gegen das Nordirland-Abkommen von 1985 protestiert. Darin waren der Republik Irland Mitspracherechte in Angelegenheiten der britischen Provinz Nordirland zugesprochen worden.
3. Februar
West-Berlin 1986 – Das West-Berliner Bundeskartellamt hatte ein von Bertelsmann, dem Axel-Springer-Verlag und der Beta-Taurus-Gruppe gegründetes Gemeinschaftsunternehmen für den Vertrieb von sogenannten Pay-TV-Programmen genehmigt.
4. Februar
BRD/Asien 1986 – Bundespräsident Richard von Weizsäcker war zu einer Reise in die asiatischen Staaten Birma, Bangladesch und Malaysia aufgebrochen. Die Reise dauerte bis zum 19. Februar.
4. Februar
Serbien/Kosovo 1986 – Von 212 serbischen Intellektuellen war eine Petition an das Parlament des jugoslawischen Bundes und der Teilrepublik Serbien gerichtet worden. Darin verlangten sie Maßnahmen gegen den angeblich in der Provinz Kosovo verübten „Völkermord“ an den Serben.
4. Februar
Israel/Libyen 1986 – Israelische Kampfflugzeuge hatten eine libysche Zivilmaschine zur Landung in Israel gezwungen. Die Maschine hatte sich auf dem Flug von Tripolis nach Damaskus befunden. Der Flug konnte fünf Stunden später fortgesetzt werden. An Bord der Maschine hatten sich nicht – wie von den Israelis vermutet – mehrere Palästinenserführer befunden.
4. Februar
BRD/Oman 1986 – Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Oman war ein Investitionsförderungs-Vertrag geschlossen worden.
4. Februar
BRD 1986 – Im Sprengel-Museum in Hannover (Niedersachsen) war eine Ausstellung des künstlerischen Werks von Kurt Schwitters eröffnet worden. Schwitter gilt als Begründer des deutschen Dadaismus. Er wurde am 20. Juni 1887 in Hannover geboren, er starb am 8. Januar 1948 im britischen Exil. Die Ausstellung dauerte bis zum 20. April.
5. Februar
Bayern 1986 – In München waren zwei Angeklagte – ein Mann und eine Frau – vom Bayerischen Oberlandesgericht wegen Mitgliedschaft in der terroristischen Roten-Armee-Fraktion (RAF) zu jeweils vier Jahren Haft und anschließender Führungsaufsicht verurteilt worden.
5. Februar
Fußball 1986 – In Avellino (Italien) hatte die bundesdeutsche Fußballnationalmannschaft gegen die Gastgebermannschaft Italien mit 2:1 gewonnen.
6. Februar
DDR 1986 – Das Ministerium für Staatssicherheit der DDR war für „vorbildliche Pflichterfüllung...im Interesse des ganzen werktätigen Volkes“ mit dem Karl-Marx-Orden und einem Ehrenbanner des ZK der SED ausgezeichnet worden. Seit 1950 war Erich Mielke Leiter des Staatssicherheitsdienstes, zunächst im Range eines Staatssekretärs.
6. Februar
BRD 1986 – In der Zionskirche in Worpswede (Niedersachsen) waren Teile von Malereien der von 1898 bis zu ihrem Tod 1907 dort tätigen deutschen Künstlerin Paula Modersohn-Becker entdeckt worden.
6. Februar
BRD 1986 – Dass die krebserzeugende Wirkung von Benzol wesentlich höher ist, als bisher vermutet, hatte eine arbeitsmedizinische Untersuchung an mehr als 4.800 männlichen Mitarbeitern der Hamburger Gaswerke ergeben.
6. Februar
Spanien 1986 – In Madrid waren der spanische Vizeadmiral Cristobal Colon de Carvajal und sein Chauffeur Opfer eines Anschlags von drei Mitgliedern der baskischen Untergrundorganisation ETA geworden. Colon war seit 1973 der 13. hohe Offizier, der von der ETA ermordet worden war.
7. Februar
Philippinen 1986 – Auf den Philippinen hatten Präsidentschaftswahlen stattgefunden. Die offizielle Stimmenauszählung hatte einen knappen Vorsprung für Präsident Ferdinando E. Marcos vor der Gegenkandidatin Corazon Aquino behauptet. Die Opposition hatte von Wahlbetrug gesprochen.
7. Februar
Haiti 1986 – Der Präsident von Haiti, Jean-Claude Duvalier, war nach monatelangen Unruhen nach Frankreich geflüchtet. Ein Nationaler Regierungsrat unter Leitung von Generalleutnant Henri Namphy hatte die Macht auf der Insel übernommen.
7. Februar
BRD 1986 – Die Tarifparteien im öffentlichen Dienst der Bundesrepublik Deutschland hatten sich nach von Warnstreiks begleiteten Tarifverhandlungen auf Einkommensverbesserungen für die 2,7 Millionen Beschäftigten in Höhe von 3,5 Prozent rückwirkend zum 1. Januar 1986 sowie auf besondere Vergünstigungen für die unteren Einkommensgruppen geeinigt.
8. Februar
Kuba 1986 – In der kubanischen Hauptstadt Havanna war der am 4. Februar eröffnete III. Parteitag der Kommunistischen Partei Kubas zu Ende gegangen. Das Politbüro der Partei war weiterhin von Fidel Castro Ruz geführt worden. In seinem Rechenschaftsbericht hatte dieser ein positives Bild der ökonomischen Entwicklung Kubas seit dem letzten Parteitag im Jahr 1980 gezeichnet.
9. Februar
Israel 1986 – Im See Genezareth hatten israelische Forscher einen 2000 Jahre alten Bootsrumpf entdeckt. Dieser war noch vollständig erhalten.
9. Februar
Iran/Irak 1986 – Im Golfkrieg hatte der Iran eine Großoffensive gegen den Irak gestartet. Am 11. Februar war Fao, der einzige Ölhafen des Irak, erobert worden.
10. Februar
Italien 1986 – In Palermo hatte der bisher größte Mafia-Prozess Italiens begonnen. Den 474 Angeklagten waren u. a. 90 Morde zur Last gelegt worden. Von den 474 Angeklagten waren jedoch nur 208 in Haft.
10. Februar
Tschad 1986 – Der Bürgerkrieg im Tschad hatte nach einer längeren Pause aufs Neue begonnen. Die von Libyen unterstützten Kämpfer des Rebellenführers Gukuni Oueddei hatten die Demarkationslinie am 16. Breitengrad überschritten und Stellungen der Regierungstruppen angegriffen.
10. Februar
Italien 1986 – Die sogenannten Roten Brigaden hatten die Verantwortung für ein Attentat übernommen, bei dem der frühere Bürgermeister von Florenz, Lando Conti, getötet worden war.
10. Februar
BRD 1986 – Rund 2 Millionen Menschen hatten die Straßen der rheinischen Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf und Mainz zu den traditionellen Rosenmontagsumzügen trotz klirrender Kälte mit Minustemperaturen von bis zu 7 Grad gesäumt.
10. Februar
DDR 1986 – Die DDR hatte die Ausreise von Bürgern, die wegen „dringender Familienangelegenheiten“ Verwandte im Westen besuchen wollten, erleichtert. Eine Lockerung der entsprechenden Bestimmungen war von DDR-Staats- und Parteichef
Erich Honecker in seinem Interview mit der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ in Aussicht gestellt worden.
11. Februar
Agenten-Austausch 1986 – Auf der Glienicker Brücke in Berlin hatte ein Agenten-Austausch stattgefunden. Der prominenteste Freigelassene war der sowjetische Dissident Anatoli Schtscharanski. Der Westen hatte fünf, der Osten hatte vier Personen freigelassen.
12. Februar
Frankreich 1986 – Der Kritiker Jean-Louis Martinoty war zum neuen Intendanten der Pariser Oper ernannt worden. Neuer Direktor der Comédie Francaise wurde der Schauspieler Jean la Poulain.
12. Februar
Sport/Olympia 1986 – In Lausanne (Schweiz) hatte das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) entschieden, dass im Eishockey, Fußball und Tennis auch Berufsspielern die Teilnahme an den Olympischen Spielen erlaubt sein sollte.
13. Februar
BRD 1986 – Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe war die Veröffentlichung von Vernehmungsprotokollen strafbar, wenn diese noch nicht in die Hauptverhandlung eingeführt worden waren. Der Anlass für diese Entscheidung waren Veröffentlichungen in der Illustrierten „stern“ über die Flick-Parteispendenaffäre gewesen.
13. Februar
BRD/Justiz 1986 – Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hatte erklärt, dass die Anordnung von Sicherungsverwahrung neben der Verurteilung zu lebenslänglicher Freiheitsstrafe unzulässig war.
13. Februar
BRD/West-Berlin 1986 – Das Bundeskartellamt in West-Berlin hatte mit einigen Verkaufsauflagen für Daimler die Mehrheitsbeteiligung der Daimler-Benz-AG an der AEG genehmigt. Damit war der größte Unternehmenszusammenschluss in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland perfekt gemacht worden.
14. Februar
DDR/BRD 1986 – Eine fünfköpfige SED-Delegation unter der Leitung von Politbüromitglied Hermann Axen war auf Einladung der SPD nach Bonn gereist. Das Thema der Gespräche war die Schaffung einer atomwaffenfreien Zone in Mitteleuropa gewesen.
14. Februar
DDR/BRD 1986 – Unter Leitung von Politbüromitglied Hermann Axen war eine fünfköpfige SED-Delegation auf Einladung der SPD nach Bonn gereist. Thema des Treffens war die Schaffung einer atomwaffenfreien Zone in Mitteleuropa gewesen.
14. Februar
BRD/Musik 1986 – Der mit 25.000 DM dotierte Frankfurter Musikpreis war dem Jazz-Posaunisten Albert Mangelsdorff zuerkannt worden. Ihm war bereits 1976 und 1977 der Deutsche Schallplattenpreis zuteil geworden. Mangelsdorff gilt als einer der herausragenden Posaunisten des Modern Jazz.
15. Februar
Südafrika 1986 – Bewaffnete Unruhen in der Schwarzensiedlung Alexandria in der Nähe von Johannesburg hatten 20 Todesopfer gefordert. Unter den Toten hatten sich auch Farbige befunden, die der „Kollaboration“ mit den Behörden verdächtigt worden waren.
15. Februar
Sowjetunion 1986 – Als das sowjetische Kreuzfahrtschiff „Michail Lermontow“ in neuseeländischen Gewässern auf ein Riff lief, war ein Matrose ums Leben gekommen. Die 409 Passagiere und 329 Besatzungsmitglieder waren gerettet worden. Der Kapitän des Schiffes hatte das Unglück verursacht, was behördlichen Ermittlungen mitgeteilt hatten.
15. Februar
West-Berlin 1986 – An der Berliner Schaubühne war das Stück „Die Fremdenführerin“ von Botho Strauß zur Uraufführung gelangt.
16. Februar
Portugal 1986 – Der frühere sozialistische Ministerpräsident Mario Soares war aus der Präsidentenstichwahl in Portugal als Sieger hervorgegangen.
16. Februar
Eisschnelllauf 1986 – Im bayerischen Inzell hatte der Norweger Geir Karlstad auf der für 14,5 Millionen renovierten Eisschnelllaufbahn mit 14:12,14 min einen Weltrekord über 10 000 m aufgestellt. Karlstadt hatte die vier Jahre alte Bestmarke des Sowjetrussen Konstantin Korotkow um fast fünf Sekunden verbessert.
17. Februar
Europa 1986 – in
Luxemburg hatten neun EG-Staaten die auf dem Dezembergipfel 1985 vereinbarten EG-Reformen unterzeichnet. Dänemark, Italien und Griechenland hatten am 28. Februar nachgezogen.
17. Februar
Frankreich 1986 – Im Schloss von Versailles hatte der französische Staatspräsident Francois Mitterand die erste Konferenz der französischsprachigen Länder eröffnet. An dem dreitägigen Treffen hatten Delegationen aus 38 Staaten teilgenommen. Aus politischen Gründen war unter anderem Algerien der Veranstaltung ferngeblieben. Das Land sah die Tagung als kolonialistisch an.
17. Februar
Brasilien 1986 – In einem Bürohochhaus in der Innenstadt von Rio de Janeiro waren 21 Menschen bei einem Großbrand ums Leben gekommen.
18. Februar
Sowjetunion 1986 – Eine Woche vor Beginn des XXVII. Parteitages der KPdSU in Moskau war es durch Entlassungen aus dem Politbüro zu personellen Veränderungen im Kreis der Spitzenfunktionäre gekommen.
18. Februar
International 1986 – Aufgrund der rückläufigen Nachfrage war der Ölpreis seit langer Zeit wieder unter 15 US-Dollar (rund 35 DM) pro Barrel (159 Liter) gefallen.
19. Februar
DDR/BRD 1986 – Auf Einladung der SPD-Bundestagsfraktion war der Präsident der DDR-Volkskammer, Horst Sindermann, für vier Tage nach Bonn gekommen.
19. Februar
Jordanien/Israel 1986 – König Husain II. von Jordanien hatte die politische Zusammenarbeit mit der PLO aufgekündigt. Er hatte Jasir Arafat und der Führung der PLO die Schuld am Fehlschlagen der Suche nach einer Friedenslösung mit Israel gegeben. Am 26. Januar hatte die PLO eine Anerkennung der Existenz Israels abgelehnt.
19. Februar
Sowjetunion 1986 – Die UdSSR hatte das Kernmodul der Raumstation „Mir“ in die Erdumlaufbahn geschossen.
20. Februar
Warschauer Pakt 1986 – Bei den Wiener MBFR-Verhandlungen hatte der Warschauer Pakt für eine erste Phase eine Truppenreduzierung in Mitteleuropa um 11.500 sowjetische und 6500 US-amerikanische Soldaten vorgeschlagen.
20. Februar
Italien 1986 – Bei Termini Imeres (westlich von Palermo) war der Mafia-Chef Michele Greco verhaftet worden. Er war einer der Hauptangeklagten im Mafiaprozess von Palermo.
20. Februar
Südkorea 1986 – In der Hauptstadt Seoul waren mehr als 250 Oppositionspolitiker von der südkoreanischen Regierung unter Hausarrest gestellt worden. Damit sollte eine Unterschriftensammlung für eine Verfassungsreform verhindert werden. Am Folgetag war der Hausarrest aufgehoben worden.
20. Februar
BRD/Fußball 1986 – Die Winterpause im bezahlten Fußball war auf Beschluss des DFB-Liga-Ausschusses ab der Saison 1986/87 auf elf Wochen verlängert worden. Demzufolge war die Sommerpause auf einen Monat verkürzt worden.
20. Februar
Italien/Fußball 1986 – Der Medienunternehmer Silvio Berlusconi hatte die Aktienmehrheit am Fußballverein AC Mailand erworben und war dessen Präsident geworden.
21. Februar
BRD/Autoindustrie 1986 – Der Aufsichtsrat des Wolfsburger Volkswagenwerks hatte eine Mehrheitsbeteiligung am spanischen Autohersteller Seat gebilligt.
21. Februar
Bundesrepublik Deutschland 1986 – Der Bundesrat hatte gegen die Stimmen der SPD-regierten Länder die Neufassung der Technischen Abteilung Luft gebilligt. Sie legte die Grenzwerte für den Schadstoffausstoß technischer Anlagen fest. Das betraf insbesondere die Umrüstung bestehender Anlagen.
21. Februar
Japan 1986 – Der vermeintlich älteste Mensch der Welt, der Japaner Shigechiyo Izumi, der im Guiness-Buch der Rekorde verzeichnet war, war im Alter von 120 Jahren an einer Lungenentzündung gestorben.
22. Februar
USA/Sowjetunion 1986 – In einem Brief an den sowjetischen Parteichef Michail Gorbatschow hatte
US-Präsident Ronald Reagan den Abbau aller sowjetischen und US-amerikanischen nuklearen Kurz- und Mittelstreckenraketen bis Ende 1989 vorgeschlagen.
22. Februar
Italien 1986 – Der wirtschaftspolitische Berater des italienischen Ministerpräsidenten Bettino Craxi, Antonio da Empoli, war bei einem Anschlag von drei Angehörigen der italienischen Roten Brigaden schwer verwundet worden. Der Leibwächter von Empoli konnte eine Terroristin töten, eine weitere verwunden. Der männliche Attentäter war geflüchtet.
22. Februar
West-Berlin 1986 – In West-Berlin hatten die „Gründertage 86“ stattgefunden. Die rund 1000 Teilnehmer hatten Erfahrungen über Probleme bei der Neugründung von Firmen ausgetauscht.
23. Februar
Skisport 1986 – Als erster deutscher Skiläufer überhaupt war Markus Wasmeier nach seinem zweiten Platz im Weltcup-Rennen im schwedischen Are Weltcupsieger in der alpinen Kombination geworden.
23. Februar
Spanien 1986 – In Spanien fanden Massendemonstrationen für den Austritt des Landes aus der NATO statt.
23. Februar
Segeln 1986 – In Rio de Janeiro (Brasilien) waren die Brüder Jörg und Ekkehard Diesch aus der BRD Sieger der Weltmeisterschaft der Segler in der Flying-Dutchman-Klasse geworden.
23. Februar
Eisschnelllauf 1986 – Die DDR-Eisschnellläuferin Karin Enke-Kania war in Karuizawa (Japan) zum fünften Mal Weltmeisterin im Sprint geworden. Sie hatte mit 160,060 Punkten einen neuen Weltrekord im Sprint-Vierkampf aufgestellt.
24. Februar
BRD/Justiz 1986 – Aufgrund einer Anzeige des Bundestagsabgeordneten Otto Schily hatte die Staatsanwaltschaft Koblenz ein Ermittlungsverfahren gegen
Bundeskanzler Helmut Kohl wegen uneidlicher Falschaussage vor dem Parteispendenausschuss des Landtags von Rheinland-Pfalz aufgenommen. Am 20. Mai war das Verfahren eingestellt worden.
24. Februar
Spanien/BRD 1986 – Das Königspaar, König Juan Carlos I. und Königin Sofia von Spanien waren zu einem fünftägigen Staatsbesuch in die Bundesrepublik gereist. Unter anderem hatten sie die Volkswagenwerke in Wolfsburg besucht.
25. Februar
Philippinen 1986 – Der philippinische Staatspräsident Ferdinando E. Marco war als Folge der unblutigen EDSA-Revolution von seinem Amt zurückgetreten. Er reiste nach Hawaii aus. Neue Staatspräsidentin wurde Corazon Aquino.
25. Februar
UdSSR 1986 – In der sowjetischen Hauptstadt war der XXVII. Parteitag der KPdSU eröffnet worden. Parteichef Michail Gorbatschow hatte „radikale Reformen“ in der Wirtschaft angekündigt. Er hatte Glasnost (Offenheit: mehr Rede-, Meinungs- und Pressefreiheit) und Perestroika (Umstrukturierung) gefordert.
25. Februar
Ägypten 1986 – Im Kairoer Stadtteil Giseh war eine Rebellion von wehrpflichtigen Bereitschaftspolizisten ausgebrochen.
25. Februar
West-Berlin/Film 1986 – Zum Abschluss der Berliner Filmfestspiele wurde der BRD-Film „Stammheim“ von Reinhard Hauff mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.
26. Februar
USA/Musik 1986 – In Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) war das Lied „We are the World“, das 45 namhafte Popgruppen aus aller Welt zugunsten der Hungernden in Afrika aufgenommen hatten, mit vier Musikpreisen ausgezeichnet worden.
26. Februar
BRD 1986 – Der Kunstsammler Lothar-Günther Buchheim hatte seinen Entschluss, seine Sammlung von Expressionisten im Erweiterungsbau des Wilhelm-Lehmbruck-Museums in Duisburg auszustellen, zurückgezogen. Die Stadt hatte sich Angaben des Sammlers zufolge geweigert, seinem Verlangen nach strikter Trennung von neuem und altem Museumstrakt nachzukommen.
27. Februar
Dänemark 1986 – Die Mehrheit der dänischen Bevölkerung hatte sich in einer Volksabstimmung für die Annahme der EG-Reformverträge ausgesprochen. Das Ergebnis der Abstimmung war ein Erfolg für den seit 1982 amtierenden bürgerlichen Regierungschef Poul Schlüter und seiner konservativ-liberalen Koalition.
27. Februar
USA/Israel 1986 – Der mutmaßliche Kriegsverbrecher John (Iwan) Demjanjuk war von den USA an Israel ausgeliefert worden. Dem gebürtigen Ukrainer war die Mitverantwortung an der Ermordung von 875.000 Juden im KZ Treblinka zur Last gelegt worden.
27. Februar
BRD/Medizin 1986 – In Erlangen war das erste deutsche Kind geboren worden, das im frühen Embryonalstadium vorübergehend tiefgefroren war.
27. Februar
BRD/Musik 1986 – In Hamburg war die Oper „Weiße Rose“ von Udo Zimmermann zur Uraufführung gelangt.
28. Februar
BRD 1986 – Mit den Stimmen der Koalitionsparteien hatte der Bundestag die Gesetze zur Einführung eines maschinenlesbaren Personalausweises und Europapasses sowie zur Einführung der sogenannten Schleppnetzfahndung verabschiedet.
28. Februar
Schweden 1986 – Der schwedische Ministerpräsident Olof Palme (*1927) war in der Hauptstadt Stockholm auf dem Rückweg von einem Kinobesuch erschossen worden.
28. Februar
Brasilien 1986 – In Brasilien war ein Preis-, Lohn- und Mietenstopp verhängt worden. Außerdem war eine neue Währung, der Cruzado, eingeführt worden. Mit diesem Programm sollte die Preissteigerungsrate von 255 Prozent (Februar 1986) gedrosselt werden. Die brasilianische Regierung einigte sich am 3. März mit den ausländischen Gläubigerbanken über ein Umschuldungsabkommen.
28. Februar
West-Berlin/Theater 1986 – Am Schillertheater in West-Berlin war das Stück „Einfach kompliziert“ von Thomas Bernhard zur Uraufführung gelangt.
28. Februar
BRD 1986 – In Frankfurt am Main (Hessen) war nach dreijähriger Bauzeit die Kunsthalle „Schirn“ mit der Ausstellung „Die Maler und das Theater im 20. Jahrhundert“ eröffnet worden.
Februar 1986 Deutschland in den Nachrichten
30 Jahre Schwarzwaldklinik: Rekordquote, Skandalfolge, Gaststars
NOZ - Neue Osnabrücker Zeitung
Das sonore Brummen von Professor Brinkmann lullte eine ganze Fernsehnation in wohlige Heile-Welt-Fantasien. Am 1. Februar 1986 war damit ...>>>  
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