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September 1978 - Ein kurzes Pontifikat

Kalender September 1978
Zu Beginn des Monats hatte Papst Johannes Paul I. vor einer riesigen Menschenmenge mit einer Messe sein Pontifikat eröffnet. Wenige Tage zuvor, am 26. August war er in einem nur eintägigen Konklave als Nachfolger Pauls VI. gewählt worden. Umso schockierender war die Nachricht, dass das neu gewählte Kirchenoberhaupt bereits am 29. September gestorben war. Il Papa del sorriso – der Papst des Lächelns oder Il sorriso di Dio (Das Lächeln Gottes) war nur knapp vier Wochen, genau 33 Tage im Amt gewesen. Er wurde in der Krypta des Petersdoms bestattet. Sein plötzlicher Tod warf viele Fragen auf, ließ auch zahlreiche Verschwörungstheorien aufkommen, aber eine Obduktion seines Leichnams war sowohl von seiner Familie als auch vom Vatikan verweigert worden. So sorgte die restriktive Auskunftspolitik des Vatikans für Spekulationen. Andererseits war damit verhindert worden, dass die vom Papsttum verkörperte geistliche Autorität der katholischen Kirche in einer parteilichen Weise in die Hypothese eines gewaltsamen Ablebens einbezogen wurde. Sein Nachfolger wurde Karol Wojtyla aus Polen: Johannes Paul II.
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Wichtige Ereignisse im September 1978

1. September
DDR 1978 – In den Schulen des Landes war für die 9. und 10. Klasse das Fach „Wehrunterricht“ eingeführt worden, wogegen die evangelischen Kirchen in der DDR energisch gegen die weitere Militarisierung des Erziehungswesens protestierte.
1. September
Rhodesien 1978 – Die Auswanderung von Teilen der weißen Bevölkerung aus Rhodesien (Simbabwe) hatte weiter angehalten. Das besagten Angaben der Regierung in Salisbury. Im Juli hatten 1.342 Auswanderern nur 231 Immigranten gegenüber gestanden. Viele Weiße hatten die Befürchtung, Nachteile durch eine mögliche Machtübernahme der schwarzen Bevölkerungsmehrheit zu bekommen.
2. September
Brasilien/Europa 1978 – Die brasilianische Firma Companiah Hidro Electrica do Sao Francisco hatte einem europäischen Konsortium Aufträge mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet 500 Millionen DM für den Bau eines Wasserkraftwerks in Ostbrasilien erteilt. Die Lieferung von hauptsächlich Generatoren und Teilen der elektrotechnischen Ausrüstung sollte aus der BRD erfolgen.
2. September
CSSR 1978 – Der Direktor des renommierten Prager „Theaters am Geländer“, Jaroslav Chundela, war von einer Reise in den Westen nicht in die CSSR zurückgekehrt. Er wurde am Gelsenkirchener Musiktheater Oberspielleiter.
2. September
Thailand 1978 – Die Regierung hatte die seit Jahren geduldete Prostitution legalisiert. Ihrem Gewerbe durften die Prostituierten künftig nur noch in registrierten Bordellen nachgehen.
3. September
Vatikan 1978 – Vor dem Petersdom im Vatikan hatte Papst Johannes Paul I. vor einer riesigen Menschenmenge mit einer Messe sein Pontifikat eröffnet.
3. September
BRD/Schweiz 1978 – Der Süden der Bundesrepublik und Teile der Schweiz waren von einem starken Erdbeben erschüttert worden. Die Ortschaft Albstadt-Ebingen in der Schwäbischen Alb war am schwersten betroffen. Es hatten 25 Menschen Verletzungen erlitten. Die Sachschäden hatten mehrere Millionen DM betragen.
3. September
Leichtathletik 1978 – Zum Abschluss der Leichtathletik-Europameisterschaft in Prag hatte die 4 x 400-m-Staffen der Bundesrepublik Deutschland die Goldmedaille errungen.
4. September
Großbritannien/Frankreich 1978 – Die französische „Mirage-2000“ war bei einer Luftfahrtschau in Farnborough (England) zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert worden.
4. September
Indien 1978 – Bei der schwersten Hochwasserkatastrophe, von der Indien seit Jahren heimgesucht wurde, waren mehr als 1.000 Menschen ums Leben gekommen. Nach ungewöhnlich starken Monsunregen waren die Flüsse in der Gangesebene über die Ufer getreten.
5. September
Rumänien 1978 – Innerhalb des Sicherheitsapparates hatte eine Säuberungswelle begonnen, bei der auch der Innenminister Teodor Coman entlassen wurde. Unmittelbarer Anlass für diese Aktion war die Flucht von Nicolae Ceausescu-Sicherheitsberater Ion Pacepa in die USA gewesen.
5. September
Island 1978 – Die Isländische Zentralbank hatte die isländische Krone im Verhältnis zum US-Dollar um 15 Prozent abgewertet. Die herrschende Inflation sollte durch diese Maßnahme unter Kontrolle gebracht werden und für eine Begünstigung des Exports von Fischereiprodukten sorgen.
5. September
Großbritannien 1978 – Der Jahreskongress des britischen Gewerkschaftsdachverbands TUC hatte im englischen Seebad Brighton die Forderung nach der 35-Stunden-Woche sowie einer früheren Pensionierung ohne Lohnausfall gestellt. Zu erwarten sei von diesen sozialpolitischen Maßnahme auch ein Abbau der Arbeitslosigkeit. Zahlreiche Redner hatte scharfe Kritik an der Lohnpolitik der Labour-Regierung geübt.
6. September
BRD 1978 – Der mutmaßliche Terrorist Willy Peter Scholl war in einem Düsseldorfer Lokal erkannt und von einem Polizeibeamten erschossen worden. Er hatte beim Versuch der Festnahme sofort seine Waffe gezogen, worauf der Beamte reagierte.
6. September
China/Japan 1978 – Der stellvertretende Ministerpräsident der VR China, Deng Xiaoping, hatte 13 japanische Chefredakteure in der Großen Halle des Volkes in Peking empfangen und bei dieser Gelegenheit Chinas Absicht, den 1950 geschlossenen chinesisch-sowjetischen Bündnisvertrag im April kommenden Jahres auslaufen zu lassen, erklärt.
6. September
Sowjetunion 1978 – In der Hauptstadt Moskau war das Ballett „Leda“ des französischen Choreographen Maurice Béjart zur Uraufführung gelangt. U. a. hat es Elemente traditioneller japanischer Musik enthalten.
6. September
Volleyball 1978 – Die kubanische Volleyball-Damenmannschaft hatte in Leningrad (heute: Sankt Petersburg, Russland) den Weltmeister-Titel gewonnen.
7. September
Großbritannien 1978 – Premierminister James Callaghan (Labour) hatte im Rundfunk bekanntgegeben, dass allen Spekulationen über eine Neuwahl des britischen Unterhauses zum Trotz seine Regierung im Amt bliebe.
7. September
International 1978 – An der Weltgesundheitskonferenz in Alma Ata (Sowjetunion) hatten Minister und Mediziner aus 140 Staaten teilgenommen. Sie sollten ein Konzept für eine bessere Gesundheitsvorsorge ausarbeiten. Vier Fünftel der Weltbevölkerung hatten keine ausreichende medizinische Versorgung.
7. September
Großbritannien/Musik 1978 – Der Schlagzeuger der Rock-Gruppe „The Who“, Keith Moon, war vor wenigen Tagen nach einer Party an einer Überdosis Beruhigungsmittel gestorben.
8. September
Iran 1978 – Nach monatelangen Protesten gegen das Regime von Schah Mohammed Resa Pahlawi war über Teheran und elf andere iranische Städte das Kriegsrecht verhängt worden. Wenige Stunden später hatten erbitterte Kämpfe in Teheran nach offiziellen Angaben 97 Menschenleben gefordert. Der Tag war als „Schwarzer Freitag“ in die Geschichte eingegangen. Am Vortag wurde ein Aufruf zum Generalstreik weitestgehend befolgt.
8. September
Türkei 1978 – Eine blutig ausgetragene Fehde zwischen zwei kurdischen Familien hatte in der osttürkischen Stadt Gevas 21 Menschen das Leben gekostet. Zudem hatte es 30 Schwerverletzte gegeben. Grund des Konflikts war der Streit um einen Brunnen gewesen. Jede der beiden Familien beanspruchte dessen Nutzung.
9. September
West-Berlin 1978 – Die Führungsgremien der West-Berliner CDU hatten Richard von Weizsäcker zum Spitzenkandidaten für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus gewählt.
9. September
Handball 1978 – Die Handball-Nationalmannschaft der Schweiz hatte nach einem 27:22-Sieg am Vortag das zweite Länderspiel in Urdorf (Schweiz) gegen Schweden 22:26 verloren.
10. September
BRD/Österreich/Schweiz/Italien/Frankreich 1978 – Auf einer Konferenz in Wien hatten die Innenminister der BRD, Österreichs, der Schweiz, Italiens und Frankreichs eine engere Zusammenarbeit bei der Terrorismusbekämpfung vereinbart.
10. September
Griechenland/Sowjetunion 1978 – Griechenlands Außenminister Georgios Rallis hatte einen offiziellen sechstägigen Besuch in Moskau beendet. Es war der erste Besuch eines Mitglieds der griechischen Regierung in der Sowjetunion seit dem Zweiten Weltkrieg gewesen.
10. September
Zypern 1978 – In Nikosia war die Erdölförderung im Nahen Osten in den ersten vier Monaten des Jahres um 7,6 Prozent zurückgegangen, am stärksten in Saudi-Arabien mit 17,2 Prozent. Dies war aus Angaben westlicher Experten hervorgegangen.
10. September
Europa 1978 – Auf einer Konferenz in Brüssel (Belgien) hatten die EG-Mitgliedsstaaten ein fünfjähriges Programm zur Klima- und Wetterforschung beschlossen. Dieses sollte sich vor allem mit den Ursachen von klimatischen Veränderungen auf der Erde befassen.
10. September
Indien 1978 – Das Parlament hatte ein Gesetz verabschiedet, das die strafrechtliche Verfolgung von Eltern vorsah, die ihre Kinder bereits im jugendlichem Alter die Ehe schließen ließen.
10. September
Automobilrennsport 1978 – Kurz nach dem Start war es beim Automobilpreis von Italien im Autodrom von Monza zu einem Massenzusammenstoß gekommen. Dabei war der Wagen des Schweden Ronnie Peterson in Flammen aufgegangen. Peterson war bald darauf seinen Verletzungen erlegen.
10. September
Hockey 1978 – Mit einem 3:2-Sieg war die Mannschaft der BRD über Holland in Hannover erneut Hockey-Europameister geworden.
10. September
Tennis 1978 – In Finale der US-Open im neuen New Yorker Tenniszentrum Flushing Meadow war Jimmy Connors (USA) mit einem 6:4, 6:2, 6:2-Sieg über den Schweden Björn Borg die Revanche für die Niederlage in Wimbledon gelungen.
11. September
BRD/DDR 1978 – Der Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, Dieter Haack, war in Ost-Berlin mit seinem DDR-Amtskollegen Wolfgang Junker zu einem Meinungsaustausch über Fragen des Städtebaus zusammengetroffen. Es war das erste offizielle Gespräch auf Ministerebene zwischen beiden deutschen Staaten gewesen.
11. September
Syrien/BRD 1978 – Syriens Präsident Hafis Al Asad war zu einem fünftägigen Staatsbesuch der BRD in Bonn eingetroffen.
11. September
International 1978 – Bei der 4. ökumenischen Konsultation hatten Theologen der altorientalischen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche Möglichkeiten für eine Wiedervereinigung gesucht.
12. September
Somalia 1978 – Es waren 17 somalische Offiziere, die sich am versuchten Putsch gegen Präsident Siad Barre beteiligt hatten, zum Tode verurteilt worden. Haftstrafen hatten 74 Angeklagte bekommen.
12. September
Kanada 1978 – Geologen hatten in der Provinz Saskatchewan eines der bisher größten Uranvorkommen der Welt mit einer Konzentration von mehr als 2 Prozent Uran entdeckt.
12. September
Fußball 1978 – Der nordamerikanische Fußballweltmeister Cosmos New York hatte im Rahmen einer Welttournee 7:1 gegen Bayern München verloren.
13. September
BRD/Jugoslawien 1978 – Die Bundesregierung hatte die Auslieferung des Exilkroaten Stepan Bilandzic an Jugoslawien verweigert. Vordem hatte das Oberlandesgericht Frankfurt (am Main) eine Auslieferung für unzulässig erklärt. Vom Oberlandesgericht Köln jedoch war der Bundesregierung die Entscheidung freigestellt worden.
13. September
BRD 1978 – In Wiesbaden (Hessen) war ein großes Waffenlager der Terrororganisation „Revolutionäre Zellen“ entdeckt und mehrere Personen in diesem Zusammenhang festgenommen worden. Dies hatte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitgeteilt.
13. September
Italien 1978 – Das meistgesuchte Mitglied der italienischen Terrororganisation „Rote Brigaden“, Corrado Alunni, war in Rom festgenommen worden. Alunni war der Beteiligung an der Entführung und Ermordung Aldo Moros beschuldigt worden.
13. September
BRD 1978 – In Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg) war der 85. Deutsche Katholikentag eröffnet worden.
14. September
Nicaragua 1978 – Präsident Anastasio Somoza Debayle hatte aufgrund anhaltender Unruhen das Kriegsrecht über das ganze mittelamerikanische Land verhängt.
14. September
Portugal 1978 – Die Regierung unter Ministerpräsident Alfredo J. Nobre da Costa war 17 Tage nach ihrer Vereidigung gestürzt worden.
14. September
BRD/Frankreich 1978 – Bundeskanzler Helmut Schmidt und Frankreichs Präsident Valéry Giscard d‘Estaing waren in Aachen (Nordrhein-Westfalen) zu Konsultationen zusammengetroffen. Hauptthema der Unterredung war die Gründung eines Europäischen Währungssystems (EWS) gewesen.
14. September
Radrennsport 1978 – Der italienische Rad-Profi Francesco Moser hatte mit 3:15 min Vorsprung auf Francisco Galdos (Spanien) die über sieben Etappen führende Katalonien-Radrundfahrt gewonnen.
15. September
Großbritannien 1978 – In London war die Bundesdeutsche Astrid Proll festgenommen worden. Sie hatte zu den am meisten gesuchten mutmaßlichen RAF-Terroristen gezählt.
15. September
Österreich/Schweiz 1978 – Bei einem Besuch von Bundesrat Rudolf Gnägi in Wien hatten Österreich und die Schweiz eine begrenzte Zusammenarbeit in Militär- und Rüstungsaufgaben beschlossen.
15. September
Norwegen 1978 – Die Regierung in Oslo hatten einen allgemeinen Preisstopp beschlossen. Um die Inflation zu bekämpfen, wurden die Löhne bis Ende 1979 eingefroren.
15. September
Boxen 1978 – In New Orleans (US-Bundesstaat Louisiana) hatte sich Muhammad Ali mit einem Punktsieg über Titelverteidiger Leon Spinks (USA) den WM-Titel aller Klassen zurückgeholt und als erster Boxer die Regel „They never come back“ zum zweiten Mal durchbrochen.
16. September
Äthiopien/Sowjetunion 1978 – Eine Solidaritätskonferenz von 132 Staaten und Organisationen der sogenannten Dritten Welt hatte in Addis Abeba (Äthiopien) die Politik der Sowjetunion befürwortet und den „Imperialismus“ der westlichen Industriestaaten und der Volksrepublik China verurteilt.
16. September
Sowjetunion 1978 – Wegen schwerwiegender technischer Probleme waren die Flüge des sowjetischen Überschall-Passagierflugzeugs „TU-144“ eingestellt worden.
16. September
Iran 1978 – Bei einem schweren Erdbeben (Stärke 7,8) im Nordosten des Landes waren rund 15.000 Menschen umgekommen. Die Stadt Tabas und 40 Dörfer waren zerstört worden.
17. September
USA/International 1978 – In Camp David (US-Bundesstaat Maryland) war eine 13-tägige Nahostgipfelkonferenz zu Ende gegangen. Bei dieser Konferenz hatten sich der ägyptische Präsident Muhammad Anwar As Sadat und der israelische Ministerpräsident Menachem Begin über den Abschluss eines Friedensvertrags zwischen Israel und Ägypten geeinigt.
17. September
Rhodesien 1978 – Die Übergangsregierung in Salisbury hatte die Ausdehnung der allgemeinen Wehrpflicht auch auf Schwarze zwischen 18 und 50 Jahren beschlossen.
17. September
Polen 1978 – Die polnischen Bischöfe hatten in einem Hirtenbrief die Abschaffung der vom kommunistischen Regime ausgeübten Zensur gefordert.
17. September
DDR 1978 – In Falkenstein hatte sich während eines Gottesdienstes der 41-jährige Pfarrer Rolf Günther verbrannt.
17. September
Reitsport 1978 – Im österreichischen Laxenburg hatte die Springreiter-Equipe der Schweiz den Nationenpreis vor der BRD und Großbritannien gewonnen.
17. September
Naher Osten/International 1978 – Auf der Grundlage der Resolution 242 des UN-Sicherheitsrates war es zum Abschluss des Camp-David-Abkommens gekommen.
18. September
BRD 1978 – In Norddeutschland, Hessen und Nordbayern hatten die Herbstmanöver begonnen. An ihnen beteiligten sich insgesamt 15.000 NATO-Soldaten. Es waren die bislang größten Manöver in der Bundesrepublik.
18. September
BRD 1978 – Die kanadische Primaballerina Lynn Seymor war zur Ballettdirektorin der Bayerischen Staatsoper gewählt worden.
18. September
Japan 1978 – In der Hauptstadt Tokio war die größte Buchhandlung der Welt eröffnet worden. Ständig auf Lager gehalten wurden hier eine Million Bände.
19. September
Saudi-Arabien 1978 – In Riad hatte die Regierung von Saudi-Arabien das Friedensabkommen von Camp David als für die arabischen Staaten unannehmbar zurückgewiesen.
19. September
UNO 1978 – Der UN-Sicherheitsrat in New York hatte die Verlängerung des Mandats der UN-Friedenstruppe im Libanon um weitere vier Monate beschlossen.
19. September
BRD 1978 – Insbesondere für sein Buch „Anmerkungen zu Hitler“ war dem Berliner Publizisten Sebastian Haffner der Heinrich-Heine-Preise der Stadt Düsseldorf zuerkannt worden.
19. September
Fußball 1978 – Nach der 1:7-Schlappe gegen Bayern München am 12. September hatte Cosmos New York mit Franz Beckenbauer auch gegen den VfB Stuttgart 1:6 verloren.
19. September
UNO 1978 – Die Salomonen wurden Mitglied bei den Vereinten Nationen.
20. September
Südafrika 1978 – Nach zwölf Jahren war der südafrikanische Premierminister Johannes B. Vorster von seinem Amt zurückgetreten.
20. September
BRD 1978 – Der Nordrhein-Westfälische Landtag hatten den SPD-Landesvorsitzenden Johannes Rau mit 104 gegen 95 Stimmen zum neuen Ministerpräsidenten gewählt. Rau war damit Nachfolger von Heinz Kühn geworden, der nach 12-jähriger Amtszeit zurückgetreten war.
20. September
Spanien/Film 1978 – Der Film „Alambrista“ von Robert Young über illegale Gastarbeiter in den USA, hatte bei in internationalen Filmfestspielen in San Sebastian die „Goldene Muschel“ erhalten.
20. September
Polen/BRD 1978 – Der Primas der katholischen Kirche in Polen, Kardinal Stefan Wyszynski, hatte die Bundesrepublik besucht, um auch an einer Vollversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda teilzunehmen.
21. September
Israel/Ägypten 1978 – In der syrischen Hauptstadt Damaskus hatten Regierungsvertreter von Algerien, Libyen, Südjemen, Syrien und Abgesandte der PLO scharfe Kritik am Abkommen von Camp David zwischen Ägypten und Israel geübt.
21. September
Frankreich 1978 – Der Ministerrat hatte eine Rettungsaktion zugunsten der Stahlindustrie beschlossen. Diese würde dadurch praktisch verstaatlicht werden.
21. September
Schweiz 1978 – Am Zürcher Schauspielhaus war die Komödie „Bräker“ des schweizerischen Schriftstellers Herbert Meier zur Uraufführung gelangt.
22. September
China/BRD 1978 – In Peking war das Protokoll eines langfristig angelegten Kreditgeschäftes zwischen China und mehreren bundesdeutschen Firmen mit einem Volumen von acht Milliarden DM unterzeichnet worden. Es war das erste Mal, dass China mit einem westlichen Land ein Geschäft auf Kreditbasis in dieser Höhe abgeschlossen hatte.
22. September
BRD/Schweden 1978 – Zwischen der Bundesrepublik und Schweden war ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen worden.
22. September
Vietnam 1978 – Im Süden Vietnams war das Mekongdelta von einer schweren Überschwemmungskatastrophe heimgesucht worden.
23. September
Amerika 1978 – Die Organisation der amerikanischen Staaten (OAS) hatte bei einer Zusammenkunft in Washington Nicaragua zu einer friedlichen Lösung seiner Probleme aufgerufen.
23. September
Kenia 1978 – Die Einheitspartei Kanu hatte Daniel Arap Moi als Nachfolger des verstorbenen Präsidenten Uhuru Kenyatta nominiert.
23. September
Italien/Film 1978 – Der 1. Preis für dramatische Werke beim 30. Wettbewerb um den Prix Italia war dem ARD-Film „Weissmann und Rotgesicht“ von George Tabori zugesprochen worden.
24. September
Schweiz 1978 – Die Schweizer Stimmbürger hatten sich für die Schaffung des neuen Kantons Jura entschieden.
24. September
International 1978 – Die Gipfelkonferenz der arabischen Staaten, die am 21. September zusammengetreten war und die das Friedensabkommen von Camp David zwischen Ägypten und Israel ablehnten, hatten in der syrischen Hauptstadt Damaskus eine engere Anlehnung an die Sowjetunion beschlossen.
24. September
BRD 1978 – Nach einer Schießerei in einem Wald bei Dortmund (Nordrhein-Westfalen) war die mutmaßliche Terroristin Angelika S. Festgenommen festgenommen worden.
24. September
Automobilrennsport 1978 – Die Briten Andrew Cowan und Colin Malkin waren Sieger der Automobilrallye quer durch Südamerika (25.000 km) auf einem Mercedes 450 SLC geworden.
24. September
Radrennsport 1978 – Der französische Radprofi Bernard Hinault hatte in Cannes (Frankreich) mit 56 Sekunden Vorsprung auf Francesco Moser (Italien) das Einzelzeitfahren um den Grand Prix des Nations gewinnen.
25. September
International 1978 – Insgesamt 434.000 US-Dollar waren vom Exekutivkomitee des Weltkirchenrats aus dem Sonderfonds für die Bekämpfung des Rassismus verteilt worden. Den größten Betrag hatte die schwarze Befreiungsbewegung SWAPO in Namibia erhalten.
25. September
USA 1978 – Über San Diego (US-Bundesstaat Kalifornien) war eine Boeing 727 der Pacific Southwest Airlines mit einem Sportflugzeug vom Typ Cessna 172 zusammengestoßen und auf ein Siedlungsgebiet nördlich der Innenstadt gestürzt. Insgesamt waren 182 Menschen ums Leben gekommen. Die Flugzeugkatastrophe war eine der bisher schwersten in den Vereinigen Staaten.
26. September
China/Vietnam 1978 – Die chinesische Regierung hatte eine Delegation aus der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi zurückbeordert, nachdem Verhandlungen über die Beilegung der zwischenstaatlichen Spannungen zu keiner Annäherung der Standpunkte geführt hatte.
27. September
Indonesien 1978 – Rund 1.300 politische Gefangene waren freigelassen worden, die seit dem gescheiterten kommunistischen Aufstand von 1965 zumeist ohne Gerichtsverfahren inhaftiert wurden. Ein Regierungssprecher hatte mitgeteilt, dass im Laufe des Jahres 1978 bereits mehrere tausend politische Gefangene entlassen worden waren.
27. September
BRD/Finnland 1978 – Zwischen der Bundesrepublik und Finnland war ein Kulturabkommen geschlossen worden, das seit dem 25. April 1979 in Kraft war.
28. September
Südafrika 1978 – Die regierende weiße Nationalpartei hatte in Pretoria den bisherigen Verteidigungsminister Pieter Willem Botha zum neuen Premierminister von Südafrika gewählt. Botha hatte die Nachfolge von Balthazar J. Vorster angetreten, der zurückgetreten war.
29. September
Vatikan 1978 – Papst Johannes Paul I., der erst vor rund vier Wochen sein Pontifikat angetreten hatte, war im Vatikan gestorben. +30. September
Großbritannien/Tuvalu 1978 – Die südpazifische Inselgruppe Tuvalu war von der früheren Kolonialmacht Großbritannien in die Unabhängigkeit entlassen worden.
September 1978 in den Nachrichten
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