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Februar 1956 - Freiwillige vor!

Kalender Februar 1956
Österreich, obwohl ein neutrales Land, hatte die Aufstellung eines Bundesheeres geplant. Kaum waren die ersten Büros zur Registrierung eingerichtet worden, da standen die Freiwilligen auch schon Schlange. Schon am ersten Tag hatten sich 15.000 Freiwillige in die Listen eingetragen. Auch in Deutschland ging es mit der Verteidigung voran. Das Bonner Verteidigungsministerium hatte die Aufbauplanung für die Marine bekanntgeben. Innerhalb von vier Jahren sollten 170 Einheiten mit 20.000 Mann Besatzung in Dienst gestellt werden. Auch für bundesdeutsche Autofahrer gab es eine interessante Meldung. In Frankfurt am Main war ein verbessertes Abblendlicht für Automobile vorgestellt worden. Der entscheidende Vorteil bestand darin, dass die rechte Fahrbahnhälfte weiter ausgeleuchtet wurde als die linke. Der Fahrer konnte dadurch weiter sehen und wurde dabei nicht von entgegenkommenden Wagen geblendet. Aus Großbritannien war zu vernehmen, dass der britische Premierminister Anthony Eden und US-Präsident Dwight D. Eisenhower eine gemeinsame Erklärung abgegeben hatten, in der sie die Wiedervereinigung Deutschlands als Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden in Europa bezeichneten.
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Wichtige Ereignisse im Februar 1956

1. Februar
Frankreich 1956 – Die französische Nationalversammlung hatte in Paris der Koalitionsregierung des sozialistischen Ministerpräsidenten Guy Mollet das Vertrauen ausgesprochen.
1. Februar
Brasilien 1956 – In Rio de Janeiro war Juscelino Kubitschek de Oliveira als brasilianischer Staatspräsident vereidigt worden.
1. Februar
Südafrika 1956 – Die Regierung der Südafrikanischen Union (Südafrika) hatte die konsularischen Beziehungen zur UdSSR abgebrochen, weil Konsulatsmitarbeiter Kontakte unterhalten hatten zu schwarzen Oppositionellen.
1. Februar
Österreich 1956 – In Österreich waren die ersten Büros zur Registrierung von Freiwilligen für das aufzustellende Bundesheer eröffnet worden. Bereits am ersten Tag hatten sich 15.000 Freiwillige in die ausliegenden Listen eingeschrieben.
1. Februar
USA/Sowjetunion 1956 – In einer offiziellen Note an US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower hatte der sowjetische Ministerpräsident Nikolai A. Bulganin den Abschluss eines Vertrages über Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen der UdSSR und den USA vorgeschlagen.
1. Februar
Sowjetunion 1956 – Der sowjetische Innenminister General Sergei N. Kruglow war unter dem Vorwurf des Amtsmissbrauchs seines Postens enthoben worden. Zum Nachfolger hatte das Präsidium des Obersten Sowjet Nikolai P. Dudorow ernannt. Kruglow, der zeitweise ein enger Mitarbeiter des früheren Staats- und Parteichefs Josef W. Stalin war, hatte den Posten 1953 angetreten.
1. Februar
BRD 1956 – Der unter Spionageverdacht stehende ehemalige Chef des westdeutschen Verfassungsschutzes, Otto John, musste einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes wegen Fluchtgefahr weiterhin in Untersuchungshaft bleiben.
2. Februar
BRD 1956 – Die Bonner Koalitionsparteien CDU/CSU, FDP und DP (Deutsche Partei) hatten sich nach mehrwöchigen Auseinandersetzungen auf einen Wahlmodus zur Bundestagswahl geeinigt. Dieser stellte einen Kompromiss aus Mehrheits- und Verhältniswahlrecht dar.
2. Februar
BRD 1956 – In einer vom Deutschen Bundestag verabschiedeten Erklärung hatte er seinen scharfen Protest gegen die am 27. Januar von einem Ostberliner Gericht gefällten Todesurteil wegen angeblicher Spionage zum Ausdruck gebracht.
2. Februar
Großbritannien/USA 1956 – In London hatten der britische Premierminister Anthony Eden und US-Präsident Dwigth D. Eisenhower eine gemeinsame Erklärung abgegeben. Darin hatten sie die Wiedervereinigung Deutschlands als Voraussetzung für einen dauerhaften Frieden in Europa bezeichnet.
2. Februar
BRD 1956 – Studenten der Universität Hamburg waren aus Protest gegen die schlechte Qualität und die Verteuerung des Mensa-Essens um 15 Pfennig auf 1 DM in einen zweitägigen Mensastreik getreten.
3. Februar
Nordischer Rat 1956 – Der Nordische Rat – ein politischer Zusammenschluss Dänemarks, Finnlands, Schwedens Norwegens und Islands – hatte in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen auf seiner vierten Tagung die Einrichtung eines gemeinsamen Atomforschungsinstituts mit Sitz in Kopenhagen beschlossen.
3. Februar
BRD 1956 – In Frankfurt am Main (Hessen) war ein verbessertes Abblendlicht für Automobile vorgestellt worden. Der entscheidende Vorteil der Neukonstruktion hatte darin bestanden, dass die rechte Fahrbahnhälfte weiter ausgeleuchtet wurde als die linke. Dadurch konnte der Fahrer weiter sehen, ohne dass entgegenkommende Wagen geblendet wurden.
4. Februar
UdSSR/USA 1956 – Die sowjetische Regierung hatte in einer offiziellen Note an die US-amerikanische Regierung gegen den Einsatz von Propagandaballons über der Sowjetunion und den Staaten Osteuropas protestiert.
4. Februar
UNO 1956 – Die Vereinten Nationen hatten in New York einen Bericht des belgischen Missionspaters La Gravière über die Aktivitäten von Sklavenhändlern in Zentralafrika veröffentlicht. Die Opfer waren überwiegend in arabische Länder verkauft worden.
4. Februar
DDR/West-Berlin 1956 – Die Volkspolizei der DDR hatte den Besuchsverkehr nach West-Berlin durch verschärfte Ausweiskontrollen auf den Bahnhöfen der DDR und Ost-Berlins behindert.
4. Februar
BRD 1956 – Das Verwaltungsgericht in München hatte dem ehemaligen Wehrmachtgeneral Ferdinand Schörner den Heimkehrerstatus zugestanden. Damit war er zum Empfang des staatlichen Entlassungsgeldes und der Übergangshilfe berechtigt. Dem 1955 aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft entlassenen Schörner hatte das bayerische Arbeitsministerium diese Leistungen bisher mit dem Hinweis verweigert, dass gegen den ehemaligen General ein Ermittlungsverfahren wegen möglicher Verwicklungen in Kriegsverbrechen laufen würde.
4. Februar
DDR 1956 – Die staatliche DDR-Fluggesellschaft Deutsche Lufthansa hatte mit einem Flug von Ost-Berlin nach Warschau (Polen) ihren Liniendienst aufgenommen.
5. Februar
BRD/Stuttgart 1956 – Mit einer feierlichen Zeremonie wurde der Stuttgarter Fernsehturm eröffnet. Für die Öffentlichkeit war er ab dem 7. Februar zugänglich.
5. Februar
BRD 1956 – Das Bonner Verteidigungsministerium hatte die Aufbauplanung für die Marine bekanntgegeben. Innerhalb von vier Jahren sollten 170 Einheiten mit 20.000 Mann Besatzung in Dienst gestellt werden.
5. Februar
Italien 1956 – In mehreren süditalienischen Städten war es zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen der Polizei und demonstrierenden Arbeitslosen gekommen. Die Demonstranten hatten von der Regierung in Rom stärkere finanzielle Unterstützung gefordert, das sich ihre soziale Lage in infolge der anhaltenden Kältewelle dramatisch verschlechtert hatte.
5. Februar
Olympiade 1956 – Im italienischen Wintersportort Cortina d'Ampezzo waren nach zwei Wochen die VII. Olympischen Winterspiele zu Ende gegangen. Die erfolgreichste Mannschaft war mit 16 Medaillen die Sowjetunion. Für die DDR hatte Harry Glaß mit einer Bronzemedaille im Skispringen die erste Olympiamedaille gewonnen.
6. Februar
Österreich 1956 – Das österreichische Innenministerium hatte die Auflösung des kommunistisch kontrollierten Weltgewerkschaftsbundes mit Sitz in Wien verfügt. Diese Maßnahme war mit den politischen Aktivitäten der Organisation verbunden worden. Diese widersprächen der Neutralität Österreichs. Daraufhin hatte der Weltgewerkschaftsbund seinen Sitz in die italienische Hauptstadt Rom verlegt.
6. Februar
UNO 1956 – Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte in New York die Aufnahme des Sudan in die Weltorganisation empfohlen.
6. Februar
BRD/Tschechoslowakei 1956 – In Bonn war zwischen von Regierungsvertretern ein Handelsabkommen zwischen der BRD und der Tschechoslowakei unterzeichnet worden. Es sah ein Volumen von rund 160 Millionen DM vor. Gegenüber dem Vorjahr hatte dies eine Erhöhung um rund 50 Prozent bedeutet.
6. Februar
BRD 1956 – Einer Mitteilung des Wohnungsbauministeriums in Bonn zufolge, sollte für den öffentlich geförderten Wohnungsbau in der BRD für 1956 ein Betrag von 97,4 Millionen DM zur Verfügung gestellt werden.
6. Februar
USA 1956 – Im US-Bundesstaat Alabama hatte eine aufgebrachte Menge weißer US-Amerikaner verhindert, dass eine Schwarze ihr Studium an der dortigen Universität aufnehmen konnte.
7. Februar
USA/Österreich 1956 – Zwischen Österreich und den USA war ein Handelsabkommen geschlossen worden. Es sah die Lieferung von Nahrungsmitteln und landwirtschaftlichen Gütern aus den USA im Wert von rund 580 Millionen Schilling (93 Millionen DM) vor.
7. Februar
Kanada 1956 – In Ottawa hatte die kanadische Regierung die Aufhebung eines im Januar 1956 erlassenen Waffenembargos für die Staaten des Nahen Ostens bekanntgegeben mit der Einschränkung, dass Waffenlieferungen in das Krisengebiet von Fall zu Fall geprüft werden müssten.
7. Februar
BRD 1956 – Der Chef des Krupp-Konzerns, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach hatte eine mehrwöchige Asienreise angetreten. Diese führte ihn unter anderem nach Indien, Pakistan und Thailand. Krupp von Bohlen und Halbach wollte bei seinen Unterredungen mit Regierungsvertretern und Wirtschaftsführern die Möglichkeit engerer Handelsbeziehungen ausloten.
8. Februar
BRD 1956 – In Bonn hatte das Bundeskabinett den Entwurf eines Wehrpflichtgesetzes verabschiedet. Es sah die Dauer des Wehrdienstes für 18 Monate vor.
8. Februar
BRD 1956 – Zur Unterstützung des deutschen Steinkohlebergbaus hatte das Bundeskabinett in Bonn die Erhöhung des Kohlepreises um 2 DM pro Tonne beschlossen. Zugleich war die Einführung einer steuerfreien Prämie für Untertage-Arbeiter bekanntgegeben worden. Damit sollte die Abwanderung aus dem Bergbau gestoppt werden.
8. Februar
BRD/Italien 1956 – Der italienische Ministerpräsident Antonio Segnie und Bundeskanzler Konrad Adenauer hatten in Bonn ein Kulturabkommen unterzeichnet. Es sah unter anderem den verstärkten Austausch von Büchern und Zeitschriften und die Förderung des italienischen bzw. deutschen Sprachunterrichts vor. Das Kulturabkommen trat am 9. Dezember 1956 in Kraft.
8. Februar
USA 1956 – Die Stadtverwaltung von New York versuchte mit drastischen Strafandrohungen der überhandnehmenden Verschmutzung der Straßen und öffentlichen Plätze der Millionenstadt Herr zu werden.
9. Februar
Algerien/Frankreich 1956 – Der französische Ministerpräsident Guy Mollet hatte während seines Algerienaufenthalts den bisherigen Wirtschaftsminister Robert Lacost (Sozialistische Partei) zum neuen „in Algerien residierenden Minister“ ernannt. Lacoste hatte damit General Georges Catrous als Chef der französischen Administration in Algerien abgelöst.
9. Februar
Spanien 1956 – Die spanische Regierung hatte nach dreitägigen Studentenprotesten gegen das Regime des Diktators Francisco Franco Bahamonde die Schließung der Universität von Madrid verfügt.
9. Februar
Österreich 1956 – In der österreichischen Hauptstadt Wien war zum ersten Mal wieder seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges in der 1955 wiedereröffneten Staatsoper ein Opernball veranstaltet worden. Er stellte den Höhepunkt der Ballsaison dar.
9. Februar
DDR 1956 – In der DDR-Hauptstadt Ost-Berlin hatte die Regierung den umfassenden Ausbau der Sportförderung beschlossen. Bereits im Vorschulalter sollte die systematische Suche nach Talenten beginnen. Sportklubs und Betriebssportgemeinschaften sollten finanziell stärker unterstützt werden. Nach dem Willen der DDR-Führung sollten sportliche Erfolge die „Überlegenheit der gesellschaftlichen Ordnung in der DDR“ dokumentieren.
10. Februar
BRD 1956 – In einem Zeitungsinterview hatte Bundesaußenminister Heinrich von Brentano die Aufnahme direkter Verhandlungen zwischen der BRD und der UdSSR über die Wiedervereinigung Deutschlands abgelehnt.
10. Februar
International 1956 – Die Botschafter der USA, Großbritanniens und Frankreichs hatten in Bonn bei der sowjetischen Regierung gegen eine Parade bewaffneter Zivilisten in Ost-Berlin protestiert. Der Aufmarsch würde gegen den im Potsdamer Abkommen von 1945 entmilitarisierten Status von ganz Berlin verstoßen.
10. Februar
Schweden/Theater 1956 – Im Kungliga Dramatiska Teatern in Stockholm war das Schauspiel „Eines langen Tages Reise in die Nacht“ von Eugene O'Neill uraufgeführt worden.
11. Februar
Großbritannien/Sowjetunion 1956 – Die britischen Diplomaten Guy F. Burgess und Donald D. Maclean, die seit Mai 1951 vermisst worden waren, traten in Moskau auf einer Pressekonferenz auf. Sie hatten bekanntgegeben, dass sie sich politischen Gründen zur Übersiedlung in die Sowjetunion entschlossen hatten.
11. Februar
Brasilien 1956 – Der neugewählte Staatspräsident Brasiliens, Juscelino Kubitschek de Oliveira, hatte die Aufhebung des seit drei Monaten bestehenden Ausnahmezustands verfügt. Um im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen politische Unruhen zu verhindern, war dieser verhängt worden.
12. Februar
Montanunion 1956 – In Brüssel (Belgien) war eine zweitägige Außenministertagung der Staaten der Montanunion zu Ende gegangen. Es war beschlossen worden, die Errichtung eines gemeinsamen Marktes in Europa weiter voranzubringen.
13. Februar
USA/Autoindustrie 1956 – Die Ford-Automobilwerke in Detroit (US-Bundesstaat Michigan) hatten wegen zunehmender Absatzschwierigkeiten zehn Montagewerke stillgelegt. Betroffen von dieser Maßnahme waren rund 19.000 Arbeiter.
14. Februar
DDR 1956 – In einem Gespräch mit Kirchenvertretern hatte der DDR-Innenminister Karl Maron die evangelische Kirche der DDR davor gewarnt, sich in „staatliche und wirtschaftliche Belange“ sowie „in die inneren Angelegenheiten des Schulwesens“ einzumischen.
14. Februar
BRD/Theater 1956 – In Düsseldorf war das Schauspiel „Magnus Garbe“ von Gerhart Hauptmann zur Uraufführung gelangt.
15. Februar
Finnland 1956 – In der finnischen Hauptstadt Helsinki war der bisherige Ministerpräsident Urho Kaleva Kekkonen (Bauernpartei) von den im Vormonat gewählten Wahlmännern zum neuen finnischen Staatspräsidenten bestimmt worden. Damit trat er die Nachfolge von Juho Kusti Paasikivi an. Dieser hatte nicht mehr kandidiert.
15. Februar
Indonesien 1956 – In der Hauptstadt Jakarta hatte die Regierung von Indonesien die einseitige Aufhebung der seit 1949 bestehenden Union mit den Niederlanden, der ehemaligen Kolonialmacht, bekanntgegeben. Verhandlungen zwischen Indonesien und den Niederlanden über die Abwicklung der Unionsauflösung wurden vier Tage zuvor von der indonesischen Regierung abgebrochen.
15. Februar
Thailand 1956 – In Thailand hatte das erste Manöver des im Februar 1955 gegründeten südostasiatischen Verteidigungsbündnisses SEATO (South East Asia Treaty Organization) begonnen. An der Übung mit dem Codenamen „Operation festes Bindeglied“ hatten Truppenverbände aus den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Australien, Neuseeland, den Philippinen und Thailand teilgenommen.
15. Februar
BRD 1956 – Das Bundesverteidigungsministerium hatte bei den westdeutschen Dornier-Flugzeugwerken 428 Maschinen vom Typ DO 27 bestellt. Für die einmotorigen Flugzeuge war der Einsatz als Heeresaufklärer geplant.
15. Februar
Europa 1956 – In Mitteleuropa war es zu einem starken Kälteeinbruch gekommen. Mehr als 200 Menschen kamen durch die Kälte ums Leben. Seit Wochen hatten bereits extrem niedrige Temperaturen geherrscht.
16. Februar
Frankreich 1956 – Vor der Nationalversammlung in Paris hatte der französische Ministerpräsident Guy Mollet erklärt, dass seine Regierung die Ursache des Algerienkonflikts in wirtschaftlichen und sozialen Problemen des Landes sehen würde. Darum würde seine Regierung vor allem wirtschaftliche Maßnahmen zur Befriedung der französischen Kolonie in Nordafrika planen.
16. Februar
BRD 1956 – Der Verteidigungsausschuss des Bundestages in Bonn hatte rund 340 Millionen DM zur Anschaffung der ersten Schiffe für die im Aufbau befindliche westdeutsche Marine freigegeben. In Dienst gestellt werden sollten u. a. acht Zerstörer, 30 Schnellboote und 24 Minensuchboote. Das gesamte Schiffsprogramm hatte eine Summe von rund 1,9 Milliarden DM umfasst.
16. Februar
Großbritannien 1956 – Die Bank von England in London hatte zur Bekämpfung inflationärer Tendenzen die Erhöhung des Diskontsatzes von 4,5 Prozent auf 5,5 Prozent beschlossen. Dadurch wurden die Kredite für Banken verteuert. Es war dies der höchste Diskontsatz seit 1932.
17. Februar
USA 1956 – Die US-Regierung hatte einen Lieferstopp für Waffen in Länder des Nahen Ostens erlassenen. Diese Maßnahme war mit der angespannten Lage in der Region begründet worden.
17. Februar
Frankreich/DDR 1956 – Dem Kulturminister der DDR, Johannes R. Becher, war vom französischen Außenministerium ein Einreisevisum für Frankreich verweigert worden. Becher hatte an den Feierlichkeiten zum 100. Todestag des Schriftstellers Heinrich Heine in Paris teilnehmen wollen.
17. Februar
USA 1956 – In Palmdale (US-Bundesstaat Kalifornien) hatte die US-Luftwaffe ihr neuestes Kampfflugzeug, die F-104 „Starfighter“, der Öffentlichkeit vorgestellt. Die F-104 erreichte zweifache Schallgeschwindigkeit.
18. Februar
USA/BRD 1956 – Regierungsvertreter der USA und der Bundesrepublik Deutschland hatten in Washington ein Abkommen unterzeichnet über die friedliche Nutzung der Atomenergie. Die Bundesrepublik hatte die Möglichkeit zum Kauf von Atomreaktoren in den USA zu Versuchszwecken erhalten.
18. Februar
USA/Afghanistan 1956 – Afghanistan und die USA hatten ein neues Wirtschaftshilfeabkommen unterzeichnet.
19. Februar
Griechenland 1956 – Die konservative Nationale Radikale Union von Ministerpräsident Konstantin Karamanlis war aus den Parlamentswahlen in Griechenland als stärkste politische Kraft hervorgegangen.
20. Februar
BRD 1956 – Sieben ehemalige Mitglieder des Gesamt-deutschen Blocks/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (GB/BHE) waren offiziell der CDU/CSU-Fraktion beigetreten. Sie waren im Juli aus dem GB/BHE ausgetreten. Unter ihnen hatten sich die Bundesminister Waldemar Kraft und Theodor Oberländer befunden, die seit ihrem Austritt bei der CDU/CSU-Fraktion des Deutschen Bundestages hospitiert hatten.
20. Februar
BRD 1956 – Durch ein konstruktives Misstrauensvotum von SPD und FDP war der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Karl Arnold, gestürzt worden. Zum neuen Regierungschef war der Sozialdemokrat Fritz Steinhoff gewählt worden.
20. Februar
BRD 1956 – Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hatten den „Grünen Bericht“ über die Lage der westdeutschen Landwirtschaft veröffentlicht. Festgestellt wurde darin u. a., dass sich vor allem kleine Betriebe unter 10 Hektar Gesamtfläche in einer finanziellen Notlage befunden hatten.
21. Februar
UdSSR 1956 – In einer in Moskau veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der Zentralkomitees der KPdSU und der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei (PVAP) war die 1938 vom damaligen sowjetischen Staats- und Parteichef Josef W. Stalin verfügte Auflösung der KP Polens als unrechtmäßig bezeichnet worden.
21. Februar
Schwimmen 1956 – In australischen Sydney hatte die Schwimmerin Dawn Fraser (Australien) mit einer Zeit von 1:04,5 min einen neuen Weltrekord über 100 m Kraul aufgestellt.
22. Februar
BRD 1956 – Der langjährige Vorsitzende des FDP-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen, Friedrich Middelhauve, war von seinem Amt zurückgetreten. Er war ein Gegner des Koalitionswechsels seiner Partei von der CDU zur SPD.
22. Februar
USA 1956 – In Washington hatte US-Präsident Dwight D. Eisenhower die Freigabe von 40.000 kg Uran 235 zur friedlichen Verwendung in Atomreaktoren verfügt. Die Hälfte des radioaktiven Materials sollte ausländischen Interessenten zur Verfügung gestellt werden, mit Ausnahme der Sowjetunion und ihrer Verbündeten.
23. Februar
BRD 1956 – Eine Gruppe von 16 Mitgliedern der FDP-Bundestagsfraktion hatte sich aufgrund innerparteilicher Differenzen von der Fraktion abgespaltet. Der Rest der FDP-Fraktion unter der Führung von Thomas Dehler hatte die Aufkündigung der Koalition mit CDU/CSU und DP beschlossen.
23. Februar
Großbritannien/Westindische Inseln 1956 – In London hatten Großbritannien und mehrere Westindische Inseln einen Vertrag über die Bildung einer Föderation der britischen Besitzungen in der Karibik geschlossen. An diesem Zusammenschluss waren u. a. Barbados, Jamaika und Trinidad beteiligt gewesen. Der Zusammenschluss war eine Vorstufe der Unabhängigkeit.
23. Februar
BRD 1956 – Die Bundesbahndirektion hatte in Frankfurt am Main (Hessen) bekanntgegeben, dass ab dem 15. März 1956 zehn bis 19 Jahre alte Kinder aus kinderreichen Familien auf den Strecken der Bundesbahn nur noch den halben Fahrpreis zahlen mussten. Diese Regelung hatte Familien mit mindestens drei Kindern betroffen.
24. Februar
BRD 1956 – Der Bundesrat in Bonn hatte seine Zustimmung zu einer Reihe von neuen Verkehrsvorschriften gegeben. Kraftfahrzeuge mussten künftig einen Innen- und Außenspiegel haben. An den neu einzurichtenden Verkehrsüberwegen für Fußgänger, Zebrastreifen, galt Vorrang für Fußgänger.
24. Februar
BRD/Film 1956 – In München hatte die Uraufführung des Spielfilms „Ich suche dich“ stattgefunden. Die Hauptrollen waren mit O. W. Fischer und Nadja Tiller besetzt worden.
24. Februar
Sowjetunion 1956 – In der UdSSR hatte der XX. Parteitag der KPdSU die von Parteichef Nikita Chruschtschow verfolgte außenpolitische Linie gebilligt. Sie beinhaltete durch friedliche Koexistenz der Systeme die Entscheidung zwischen Kapitalismus und Sozialismus zu suchen.
25. Februar
Sowjetunion 1956 – Parteichef U hatte in einer geheimen Rede offen die Verbrechen der Stalin-Ära kritisiert und damit die Entstalinisierung eingeleitet. Er beschuldigte den früheren sowjetischen Staats- und Parteichef Josef W. Stalin zahlreicher Verfehlung und Verbrechen.
26. Februar
USA 1956 – In Daytona Beach (US-Bundesstaat Florida) war es zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen rund 10.000 Jugendlichen und der Polizei gekommen. Die Jugendlichen hatten auf den Straßen des Ortes ein Autorennen geplant. Als die Polizei dies unterbinden wollte, hatten Jugendliche mehrere Polizeifahrzeuge beschädigte. Bei den anschließenden Auseinandersetzungen war die Polizei auch mit Tränengas gegen die Menge vorgegangen.
27. Februar
Südafrika 1956 – In Pretoria hatten beide Häuser des südafrikanischen Parlaments ein Gesetz über die parlamentarische Vertretung sogenannter Mischlinge verabschiedet. Demnach hatte der gemischtrassige Bevölkerungsteil vier Vertreter, die jedoch Weiße sein mussten, in das Parlament entsandt.
28. Februar
BRD 1956 – Das Bundeskabinett in Bonn hatte den Entwurf zu einem Soldatenversorgungs-Gesetz verabschiedet. Es sah u. a. vor, dass Soldaten, die sich auf zwölf Jahre verpflichtet hatten, nach Ablauf ihrer Dienstzeit einen Arbeitsplatz bei Behörden erhalten sollten.
28. Februar
DDR/Ost-Berlin 1956 – Der Magistrat der DDR-Hauptstadt Ost-Berlin hatte eine Verordnung erlassen, nach der mit Ablauf des Schuljahres 1955/56 an den Ost-Berliner Oberschulen keine Religionsunterricht mehr erteilt werden durfte.
29. Februar
BRD 1956 – Der neu gewählte Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, Fritz Steinhoff, hatte in Düsseldorf sein Kabinett vorgestellt. Dem Kabinett gehörten Vertreter der SPD, der FDP und des Zentrums an.
29. Februar
BRD 1956 – Die FDP-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen hatte gegen den Minister für Atomfragen, Franz Josef Strauß, Strafanzeige wegen übler Nachrede erstattet. Strauß hatte geäußert, die FDP wolle die Westbindung der BRD aufweichen und würde einen politischen und wirtschaftlichen Ausgleich mit der DDR anstreben.

Februar 1956 in den Nachrichten

Fernsehturm auf 150 Metern Höhe
Stuttgarter Nachrichten
Am 5. Februar 1956 ging's erstmals mit den Aufzügen in die Höhe. ... 1956 wird der aus Stahlbeton bestehende Fernsehturm (Architekt: Fritz ...>>> 

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