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Januar 1956 - Freiwillig in die Bundeswehr

Kalender Januar 1956
Elf Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs rückten in der Bundesrepublik Deutschland ungefähr 1.500 Freiwillige ein, die mit dem dem Aufbau der Bundeswehr begannen. Die westdeutsche Nachkriegs-Streitkräfte sollte – Bundeskanzler Konrad Adenauer zufolge – ausschließlich eine Defensiv-Armee sein. Im selben Monat hatten fünf Angehörige der Bundeswehr ihren Dienst wieder quittiert. Familiäre Gründe und die Unzufriedenheit über eine karge Besoldung waren die Ursachen für die schnelle Dienst-Quittierung gewesen. Auch in Österreich tat sich etwas in Sachen Armee. In Wien waren die ersten Stabsoffiziere des aufzustellenden Bundesheeres vom österreichischen Bundespräsident Theodor Körner ernannt worden. Eine seltsamen Beigeschmack hatte dabei allerdings die Tatsache, dass die Offiziere während des Zweiten Weltkriegs im Generalstab der deutschen Wehrmacht gedient hatten. Da hätte der Herr Bundespräsident wohl ein wenig genauer hinschauen sollen. Und in der DDR war für die Nationale Volksarmee der erste Verteidigungsminister ernannt worden. Den Posten bekam der bisherige stellvertretende Ministerpräsident Willi Stoph zugeschoben.
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Wichtige Ereignisse im Januar 1956

1. Januar
Schweiz 1956 – Der Schweizer Politiker der Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei (BGB), Markus Feldmann, war Bundespräsident der Schweiz geworden.
1. Januar
Sudan 1956 – In Karthum, der Hauptstadt des Sudan, war das Land als unabhängiger Staat proklamiert worden und hatte somit seine Unabhängigkeit von Großbritannien und Ägypten erlangt. Das nordafrikanische Land hatte seit 1898 unter ägyptisch-britischer Verwaltung gestanden.
1. Januar
DDR 1956 – In der DDR war eine Verordnung in Kraft getreten, die den freien Verkauf von Kirchenzeitungen an Kiosken und in Pfarrämtern verbot. Die Blätter durften nur noch über den Postvertrieb zugestellt werden. Staatlichen Stellen war es dadurch möglich, die Leser namentlich zu erfassen.
1. Januar
BRD 1956 – Nach der Aufspaltung des Nordwestdeutschen Rundfunks (NWDR) in den Westdeutschen Rundfunk (WDR) in Köln und den Norddeutschen Rundfunk (NDR) in Hamburg hatten beide Sender ihren Betrieb aufgenommen.
1. Januar
BRD 1956 – Die Daimler-Benz-Automobilwerke in Stuttgart-Untertürkheim hatten eine Preissenkung für den Mercedes 180 D um 450 DM auf 9850 DM bekanntgegeben. Die Firma hatte geringere Produktionskosten als Grund dafür angegeben.
1. Januar
Kanada 1956 – In der kanadischen Hauptstadt Ottawa war die sowjetische Botschaft durch einen Brand völlig zerstört worden. Die Botschaftsangehörigen hatten die Feuerwehr zunächst aus Geheimhaltungsgründen an der Bekämpfung des Feuers gehindert.
2. Januar
BRD/Bundeswehr 1956 – Mit dem Einrücken von etwa 1.500 Freiwilligen hatte der Aufbau der Bundeswehr als westdeutsche Nachkriegs-Streitkraft begonnen. Die ersten Freiwilligen kamen aus Andernach, Wilhemshaven und Nörvenich.
2. Januar
Frankreich 1956 – Die kommunistische Partei Frankreichs war mit einem Stimmenanteil von 25,6 Prozent aus den Wahlen zur französischen Nationalversammlung siegreich hervorgegangen. Die zweitstärkste Kraft waren die Sozialisten geworden, die 15 Prozent der Stimmen erhalten hatten.
3. Januar
DDR 1956 – Das Fernsehen der DDR hatte seinen regulären Sendebetrieb aufgenommen.
3. Januar
Frankreich 1956 – Die Sendestation des französischen Fernsehens auf dem Eiffelturm in Paris war durch einen Brand zerstört worden.
3. Januar
Sowjetunion/China 1956 – Zwischen Peking und Moskau war eine neue Eisenbahnverbindung eingeweiht worden. Sie führte über Irkutsk und Ulan Bator (Mongolei).
4. Januar
Österreich 1956 – In Wien hatte der österreichische Bundespräsident Theodor Körner die ersten Stabsoffiziere des aufzustellenden Bundesheeres ernannt. Die Offiziere hatten während des Zweiten Weltkriegs im Generalstab der deutschen Wehrmacht gedient.
4. Januar
BRD/USA 1956 – Die USA würden die im Aufbau befindlichen Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland – einer Mitteilung ihrer Botschaft in Bonn zufolge – mit ebenso modernen Rüstungsgütern ausstatten wie alle anderen NATO-Staaten. Eine erste Lieferung, die noch im Januar in der BRD eintraf, hatte aus leichten Waffen für die Grundausbildung der Soldaten bestanden.
4. Januar
Bayern 1956 – In Bayern waren von „Radio Free Europe“ drei neue Sender eingerichtet worden. Damit konnten seine antikommunistischen Sendungen nach Rumänien und Bulgarien verstärkt werden. Der Sender hatte Programme für Bulgarien, Rumänien, Polen, die Tschechoslowakei und Ungarn ausgestrahlt.
5. Januar
BRD 1956 – Mit großem Aufwand und unter Beteiligung zahlreicher Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur war in Bonn der 80. Geburtstag von Bundeskanzler Konrad Adenauer gefeiert worden.
5. Januar
BRD/Österreich 1956 – Als erster Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Österreich hatte Carl-Hermann Mueller-Graf in Wien dem österreichischen Bundespräsidenten Theodor Körner sein Beglaubigungsschreiben überreicht.
5. Januar
Griechenland 1956 – Der griechische Ministerpräsident Konstantin Karamanlis hatte durch die Gründung der „Nationalen Radikalen Union“ die konservative Hellenistische Sammlung, der er selbst angehörte, gespalten.
5. Januar
Chile 1956 – Um die Aufhebung des von der Regierung verfügten Lohn- und Preisstopps zu erzwingen, hatten die chilenischen Gewerkschaften einen landesweiten Generalstreik ausgerufen. Zur Verhinderung des Streiks hatte der Präsident Chiles, Carlos Ibánez del Campo, den Ausnahmezustand über das Land verhängt.
5. Januar
BRD/Italien 1956 – Die ersten 50 „Gastarbeiter“, die gemäß einer Abmachung zwischen der italienischen und der bundesdeutschen Regierung im Aachener Kohlerevier arbeiten sollte, waren in Siersdorf (Niederrhein) eingetroffen.
5. Januar
Italien 1956 – Durch einen Bombenanschlag war das bischöfliche Palais in Mailand schwer beschädigt worden. Der Erzbischof war unverletzt geblieben. Wegen der strikt antikommunistischen Haltung des Kirchenoberen hatte die Polizei die Attentäter unter Sympathisanten der Kommunisten vermutet.
5. Januar
West-Berlin 1956 – Das Amtsgericht in West-Berlin hatte eine Kündigung für unrechtmäßig erklärt, die die Landespostdirektion gegen einen Bediensteten ausgesprochen hatte. Dieser hatte seinen Wohnsitz in die DDR verlegt. Die im Grundgesetz verbriefte freie Wahl des Wohnorts gelte auch für einen Umzug nach Ost-Berlin oder in die DDR.
6. Januar
Österreich/BRD 1956 – Der erste Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland, Adrian Rotter, hatte in Bonn dem Bundespräsidenten Theodor Heuss sein Beglaubigungsschreiben übergeben.
6. Januar
Jugoslawien/Ägypten 1956 – Der ägyptische Ministerpräsident Gamal Abd an Nasser und der jugoslawische Staatspräsident Josip Broz Tito hatten sich zum Abschluss eines zehntägigen Besuches des jugoslawischen Gastes in einer gemeinsamen Erklärung für eine stärkere Zusammenarbeit aller blockfreien Staaten ausgesprochen.
6. Januar
Guatemala 1956 – Der Präsident von Guatemala, Carlos Castillo Armas, hatte als Reaktion auf enien gescheiterten Putschversuch rechtsgerichteter Gruppen seine Regierung umgebildet. Unter anderem waren der Verteidigungs- und der Wirtschaftsminister ihrer Ämter enthoben worden und durch Offiziere ersetzt worden, die dem Präsidenten ergeben waren.
7. Januar
Sowjetunion/BRD 1956 – Als erster Botschafter der Sowjetunion in der Bundesrepublik Deutschland hatte Valerian A. Sorin dem Bundespräsidenten Theodor Heuss sein Beglaubigungsschreiben übergeben.
7. Januar
Kenia 1956 – Die britischen Kolonialtruppen in Kenia hatten eine Offensive gegen die Mau-Mau-Untergrundorganisation begonnen. Diese kämpfte für die staatliche Unabhängigkeit des ostafrikanischen Landes.
7. Januar
Dänemark 1956 – Der Bischof von Viborg hatte die Ordination einer bereits ernannten Hilfspastorin abgelehnt. Die Geistliche konnte ihr Amt somit nicht ausüben. In ihrer Gemeinde und in der dänischen Öffentlichkeit hatte diese Ablehnung zu Protesten gegen die diskriminierende Maßnahme geführt.
7. Januar
Jordanien 1956 – Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über den Beitritt Jordaniens zum Bagdad-Pakt zwischen der Türkei und dem Irak war die jordanische Regierung unter Ibrahim Haschem zurückgetreten. König Hussein II. hatte daraufhin den Politiker Sami el-Rifai mit der Neubildung eines Kabinetts beauftragt.
7. Januar
Skisport 1956 – Das Lauberhorn-Abfahrtsrennen im schweizerischen Wengen ging mit einem dreifachen Erfolg der österreichischen Skiläufer zu Ende. Hinter Toni Sailer hatten Josl Rieder und Othmar Schneider die Plätze zwei und drei belegt.
8. Januar
Eiskunstlauf 1956 – Die bundesdeutschen Eiskunstläufer Marika Kilius und Franz Ningel hatten bei den deutschen Eiskunstlaufmeisterschaften in Köln den Titel im Paarlaufen errungen.
8. Januar
BRD 1956 – Der Vorstand der Dortmunder Westfalenhütte AG hatte zwei kommunistische Betriebsratsmitglieder fristlos wegen „Störung des Arbeitsfriedens“ entlassen. Die IG Metall hatte sich mit dieser Maßnahme einverstanden erklärt.
8. Januar
Laos 1956 – Die Nationale Progressive Partei des amtierenden Ministerpräsidenten Katay Sasorith behauptete mit 21 Sitzen ihre absolute Mehrheit bei den Parlamentswahlen in Laos. Trotz eines Boykottaufrufs der kommunistischen Partei des Landes hatten dennoch rund 80 Prozent der Stimmberechtigten von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.
8. Januar
USA 1956 – Das Oberkommando der US-Streitkräfte hatten einen Befehl ausgegeben, der Offizieren und Soldaten, die Kenntnis von Geheiminformationen hatten, Reisen in die Staaten des Ostblocks verbot.
9. Januar
Österreich 1956 – In Wien war die österreichische Fluggesellschaft „Air Austria“ gegründet worden. Neben österreichischen Banken und Industrieunternehmen war auch die niederländische Luftfahrtgesellschaft KLM mit 26 Prozent des Aktienkapitals beteiligt.
9. Januar
München/Theater 1956 – In München (Bayern) hatte die Uraufführung des Schauspiels „Philemon und Baucis“ von Leopold Ahlsen stattgefunden.
10. Januar
BRD 1956 – Der saarländische Landtag hatte Hubert Ney zum neuen Ministerpräsidenten des Saargebiets gewählt. Der CDU-Politiker Neuy hatte damit die Nachfolge des parteilosen Heinrich Welsch angetreten.
10. Januar
Großbritannien 1956 – Das britische Kriegsministerium in London hatte bekanntgegeben, dass angesichts der gespannten Lage im Nahen Osten zusätzliche britische Streitkräfte auf die Mittelmeer-Insel Zypern verlegt werden sollten. Darunter befanden sich mehrere Fallschirmjäger-Verbände.
10. Januar
West-Berlin 1956 – Das Oberverwaltungsgericht in West-Berlin hatte entschieden, dass einem seit 1946 der SED angehörenden Kommunisten, der unter der nationalsozialistischen Herrschaft acht Jahre in Zuchthäusern und Konzentrationslagern inhaftiert gewesen war, eine Entschädigung in Höhe von 14.700 DM nicht zustehen würde. Der Kläger habe keinen Anspruch als politisch Verfolgter, weil er sich für ein Gewaltregime – die DDR – einsetzen würde.
11. Januar
Großbritannien/UdSSR 1956 – Die britische Regierung hatte die Forderung der Sowjetunion abgelehnt, die in London deponierten Goldreserven der drei ehemals selbständigen, 1940 von der Sowjetunion annektierten baltischen Staaten an Moskau zu übergeben.
12. Januar
BRD 1956 – Der deutsche Bundestag hatte die Senkung der Zündwarensteuer zum 1. April 1956 beschlossen. Somit würde eine Schachtel Streichhölzer nur noch 5 statt bisher 10 Pfennig kosten.
12. Januar
BRD/Film 1956 – In München war der Spielfilm von Max Ophüls, „Lola Montez“ über die gleichnamige Tänzerin, Geliebte von König Ludwig I. von Bayern und des Komponisten Franz Liszt zur Uraufführung gelangt.
12. Januar
BRD 1956 – Bundeskanzler Konrad Adenauer hatte die Rücktrittsangebote der Minister Waldemar Kraft und Theodor Oberländer, die sie nach ihrem Austritt aus dem Gesamtdeutschen Block/Bund der Entrechteten (GB/BHE) im Juli 1955 eingereicht hatten, abgelehnt. Sowohl die oppositionelle SPD als auch die FDP, Koalitionspartner der CDU, hatten gegen diese Entscheidung protestiert.
13. Januar
Boxen 1956 – Der amtierende Box-Europameister im Mittelgewicht, Charles Humez aus Frankreich, hatte im Berliner Sportpalast seinen Titel durch einen Punktsieg gegen den deutschen Herausforderer Hans Stretz verteidigt.
13. Januar
Argentinien 1956 – In Buenos Aires hatte die argentinische Regierung den Abschluss einer umfassenden Enteignungsaktion bekanntgegeben. Nach dem Putsch gegen den damaligen Präsidenten Juan Domingo Perón im September 1955 waren offiziellen Angaben zufolge insgesamt 173 Unternehmen und 586 Privatpersonen mit der Begründung enteignet worden, dass sie ihren Besitz unrechtmäßig erworben hätten.
14. Januar
Skisport 1956 – In Kitzbühel (Österreich) hatte die Deutsche Sonja Sperl überraschend den Hahnenkamm-Abfahrtslauf gewonnen. Die Männer-Konkurrenz hatte der Österreicher Toni Sailer für sich entscheiden können.
14. Januar
BRD 1956 – Auf einer Sitzung in Hattingen (Nordrhein-Westfalen) hatte der Beirat der Industriegewerkschaft Bau, Steine, Erden die fristlose Entlassung von 15 hauptamtlichen Funktionären beschlossen. Ihnen waren kommunistische Aktivitäten vorgeworfen worden.
14. Januar
BRD 1956 – Im hessischen Grenzort Herleshausen waren die letzten von insgesamt 759 deutschen Kriegsgefangenen eingetroffen, die in der Sowjetunion wegen Kriegsverbrechen verurteilt und nicht amnestiert worden waren. Bei seinem Moskau-Besuch im September 1955 war Bundeskanzler Konrad Adenauer diese Freilassung von der sowjetischen Regierung zugesagt worden.
15. Januar
BRD 1956 – Der SPD-Vorsitzende Erich Ollenhauer hatte sich auf einem zweitägigen Kongress seiner Partei in Köln über „Die Neuordnung Deutschlands“ für eine neue wirtschaftliche, soziale und kulturelle Struktur in einem wiedervereinigten Deutschland ausgesprochen.
15. Januar
Österreich 1956 – Das österreichische Finanzministerium hatte die Freigabe bisher gesperrter deutscher Guthaben bis zu einer Höhe von 500 Schilling bekanntgegeben. In Ausnahmefällen konnten Deutsche bis zu 5000 Schilling von ihren Konten in Österreich abheben.
15. Januar
DDR 1956 – In Ost-Berlin war ein dreitägiger Schriftstellerkongress der DDR zu Ende gegangen. Der Erste Sekretär des ZK der SED, Walter Ulbricht, hatte in seiner Abschlussrede die Ausrichtung der DDR-Literatur am Stil des „sozialistischen Realismus“ gefordert.
16. Januar
Europa 1956 – Der Rat der Westeuropäischen Union hatte in Paris die Einrichtung eines Schiedsgerichts bekanntgegeben. Dieses sollte Streitigkeiten zwischen Franzosen und Deutschen im Saargebiet regeln.
16. Januar
Ägypten 1956 – Der ägyptische Staatschef Gamal Abd an Nasser hatte in Kairo den Entwurf einer neuen Verfassung vorgelegt. Dieser hatte die Einführung eines Präsidentenamtes mit weitgehenden Machtbefugnissen vorgesehen. Über den Entwurf musste noch in einer Volksabstimmung entschieden werden.
16. Januar
Jugoslawien/Sowjetunion 1956 – In der jugoslawischen Hauptstadt Belgrad hatten die Regierungsvertreter Jugoslawiens und der Sowjetunion ein Abkommen über wirtschaftliche Zusammenarbeit unterzeichnet. Darin hatte sich die UdSSR unter anderem zu Hilfeleistungen beim Aufbau einer Düngemittelfabrik und eines Kraftwerks verpflichtet.
16. Januar
USA 1956 – US-Präsident Dwight D. Eisenhower hatte dem Kongress in Washington den Bundeshaushaltsentwurf vorgelegt. Dieser wies eine Steigerung um 1,6 Milliarden Dollar (6,88 Milliarden DM) auf 66,3 Milliarden Dollar (285,1 Milliarden DM) aus.
16. Januar
Sowjetunion 1956 – Die Regierung der UdSSR hatte in Moskau Richtzahlen des Fünfjahrplans für die Jahre 1956 bis 1960 veröffentlicht. Die Sowjetunion sollte bis 1960 die stärkste Industriemacht der Welt werden.
17. Januar
Finnland 1956 – In Finnland, wo die Wahlmänner für die Präsidentenwahl von der Bevölkerung bestimmt wurden, hatte Ministerpräsident Urho Kekkonen von der Bauernpartei die meisten Wahlmänner für sich gewinnen können. Er war am 15. Februar zum Staatspräsidenten gewählt worden.
17. Januar
USA 1956 – In Culver City (US-Bundesstaat Kalifornien) war der bis dato größte Hubschrauber der Welt mit der Typenbezeichnung XH-17 zu ersten Testflügen gestartet.
17. Januar
BRD 1956 – Im Jahr 1955 waren Angaben der deutschen Automobilhersteller zufolge rund 706.000 Pkw und rund 140.000 Lkw produziert worden. Gegenüber dem Vorjahr hatte dies eine Steigerung um 36,1 Prozent (Pkw) bzw. 24 Prozent (Lkw) bedeutet. Nicht zuletzt das florierende Exportgeschäft hatte für die hohen Zuwachsraten gesorgt.
18. Januar
DDR 1956 – Die Volkskammer der DDR, das Parlament des Landes, hatte in Ost-Berlin ein Gesetz über die Schaffung der „Nationalen Volksarmee“ verabschiedet.
18. Januar
Eiskunstlauf 1956 – In der französischen Hauptstadt Paris waren die Österreicher Sissy Schwarz und Kurt Oppelt Europameister im Eiskunstlauf der Paare geworden. Die deutschen Meister Marika Kilius und Franz Ningel hatten hinter den ungarischen Titelverteidigern Maranne und Laszlo Nagy den dritten Rang belegt.
18. Januar
BRD 1956 – Die Kriminalpolizei in Essen hatte nach mehrmonatiger Fahndung eine 14-köpfige Kinderbande festgenommen. Sie hatte mehr als 80 Einbrüche in Lebensmittel- und Sportgeschäften begangen. Die Bandenmitglieder waren zwischen 9 und 14 Jahre alt. Für die Schäden hatten die Eltern aufkommen müssen.
19. Januar
UNO 1956 – Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hatte in New York einstimmig Israel für einen militärischen Angriff auf syrisches Territorium am 11. Dezember 1955 verurteilt. Bei dem Einsatz hatte es 56 Tote auf syrischer Seite gegeben. Es waren sechs Israelis ums Leben gekommen.
19. Januar
Indien/BRD 1956 – Zum Abschluss eines sechstägigen Staatsbesuchs in Indien hatten Vizekanzler Franz Blücher und Premierminister Jawaharlal Nehru in Neu Delhi ein Abkommen über technische Hilfe der Bundesrepublik beim Ausbau der indischen Industrie unterzeichnet.
19. Januar
DDR 1956 – Aufgrund einer Verordnung des DDR-Innenministeriums hatten sämtliche Mitarbeiter staatlicher Behörden sowie alle Verwaltungsangestellten der Volkseigenen Betriebe (VEB) in Fragebögen detaillierte Angaben über Verwandte in der Bundesrepublik machen müssen.
19. Januar
USA 1956 – Auf dem Testgelände in der Wüste von Nevada hatte die US-amerikanische Armee einen oberirdischen Atombombenversuch unternommen.
19. Januar
Bundesrepublik Deutschland 1956 – Das „Sozialkabinett“, ein Fachministerausschuss der Bundesregierung, hatte in Bonn einen Grundsatzbeschluss über die Neuordnung des Rentensystems in der BRD gefasst. Kernstück war die Einführung der dynamischen Leistungsrente. Das hieß, dass die Höhe der Renten an der Entwicklung von Löhnen und Gehältern orientiert werden sollte.
20. Januar
BRD 1956 – In Anwesenheit von Bundeskanzler Konrad Adenauer hatte in der Kaserne von Andernach eine Feierstunde anlässlich des Dienstantritts der ersten 1.600 Freiwilligen für die westdeutschen Streitkräfte stattgefunden. In seiner Ansprache hatte Adenauer den rein defensiven Charakter der deutschen Armee hervorgehoben.
20. Januar
DDR 1956 – In Ost-Berlin hatte der Präsident der DDR, Wilhelm Pieck, den bisherigen stellvertretenden Ministerpräsidenten Willi Stoph zu ersten Verteidigungsminister der DDR ernannt.
21. Januar
Arabische Liga 1956 – Als neuntes Mitglied der Arabischen Liga war der Sudan aufgenommen worden. Bisher gehörten der Arabischen Liga Ägypten, Irak, der Jemen, Jordanien, Libanon, Libyen, Saudi-Arabien und Syrien an.
22. Januar
Indien 1956 – Bei gewalttätigen Demonstrationen in Bombay und Kalkutta waren mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Weitere mehrere hundert Menschen waren verletzt worden. Der Protest hatte sich hauptsächlich gegen die Nichtbeachtung von Sprachgrenzen bei der vorgesehenen Neugliederung des Landes gerichtet.
23. Januar
Sowjetunion/Liberia 1956 – In Monrovia, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Liberia, hatten Regierungsvertreter der Sowjetunion und Liberias die Aufnahme diplomatischer Beziehungen vereinbart. Die UdSSR hatte sich wirtschaftlichen Unterstützung des Landes durch Intensivierung der Zusammenarbeit bereit erklärt.
24. Januar
BRD/Film 1956 – In West-Berlin gelangte die Filmkomödie „Charleys Tante“ mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle zur Uraufführung.
25. Januar
BRD 1956 – Einer Mitteilung des Bonner Verteidigungsministeriums zufolge hatten von den 1.500 Anfang Januar eingerückten Soldaten der Bundeswehr fünf ihren Dienst quittiert. Bei zwei Soldaten spielten familiäre Gründe eine Rolle, für die drei Soldaten war es die Unzufriedenheit mit der Besoldung.
26. Januar
BRD 1956 – Unter dem Vorsitz des Ministers für Atomfragen, Franz Josef Strauß, war in Bonn die deutschen Atomkommission zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammengetreten. Unter anderem hatten die wirtschaftliche Nutzung der Atomenergie und der Strahlenschutz auf der Tagesordnung gestanden.
26. Januar
UdSSR/Finnland 1956 – Gemäß einer finnisch-sowjetischen Vereinbarung vom September 1955 war der bisher von der Sowjetunion genutzte Militärstützpunkt Porkkala an Finnland zurückgegeben worden.
26. Januar
Olympiade 1956 – Im italienischen Cortina d'Ampezzo begannen die VII. Olympischen Winterspiele. Sie dauerten bis zum 5. Februar. Zum ersten Mal hatte eine gesamtdeutsche Mannschaft an Olympischen Spielen teilgenommen.
27. Januar
DDR 1956 – In einem Spionageprozess gegen zwei Angeklagte war vom 1. Strafsenat des Obersten Gerichts der DDR die Todesstrafe verhängt worden. Zwei weitere Angeklagte waren zu einer lebenslangen, bzw. zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt worden.
27. Januar
Österreich 1956 – Das Land Österreich hatte mit einer offiziellen Feier in Mozarts Geburtsstadt Salzburg des 200. Geburtstages des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart gedacht.
27. Januar
Großbritannien/Nigeria 1956 – Die britische Königin Elisabeth II. war zu einem dreiwöchigen Besuch in der britischen Kronkolonie Nigeria eingetroffen.
28. Januar
USA/UdSSR 1956 – In einem Schreiben an den sowjetischen Ministerpräsidenten Nikolai A. Bulganin hatte US-Präsident Dwight D. Eisenhower einen von Bulganin vorgeschlagenen Freundschaftsvertrag zwischen den Vereinigten Staaten und der UdSSR abgelehnt.
28. Januar
Warschauer Pakt 1956 – In der tschechischen Hauptstadt Prag hatte die DDR auf der Sitzung des Politischen Beratenden Ausschusses, dem Führungsorgan des Warschauer Paktes, den Antrag auf Aufnahme in das militärische Oberkommando gestellt.
28. Januar
Musik/Theater 1956 – In Prag (CSSR) war das Theaterstück mit Musik „Oper von der Kirmes“ von Emil Frantisek Burian zur Uraufführung gelangt.
29. Januar
Schweiz/Theater 1956 – Im Zürcher Schauspielhaus war die Komödie „Der Besuch der alten Dame“ des schweizerischen Dramatikers Friedrich Dürrenmatt uraufgeführt worden.
30. Januar
Norwegen/Sowjetunion 1956 – Vor der Westküste Norwegens hatten norwegische Kriegsschiffe mehrere sowjetische Fisch-Trawler aufgebrachte. Diese hatten innerhalb der Viermeilenzone ihre Netze ausgeworfen. Von der norwegischen Marine waren dabei mehrere Warnschüsse abgegeben worden.
31. Januar
Brasilien 1956 – In Rio de Janeiro hatte der neue Staatspräsident von Brasilien, Juscelino Kubitschek de Oliveira, die Aufhebung der Zensur für Presse, Rundfunk und Fernsehen angekündigt. 

Januar 1956 in den Nachrichten

Mittenwalder bekommt Bundesverdienstkreuz
Merkur.de
Carl erblickte am 3. Januar 1956 in dem südpfälzischen Dorf Kandel an der deutsch-französischen Grenze das Licht der Welt. Studiert hat er Rechts- ...>>> 

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